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Greenpeace Magazin Ausgabe 2.17

Tradition in Sütterlin

Jetzt in unserem Warenhaus!

Zurück in die Zeit von Feder und Tinte, von Feuer und Steingut. „Kochtagebücher“, der neue Band der Greenpeace Magazin Edition, nimmt Sie mit in die Küchen von Menschen, die das Kochen nicht praktizierten, sondern lebten – ein Konzept von gestern für die Zukunft

Vielleicht kam der eine oder andere noch in den Genuss, das selbst beobachten zu dürfen: Wie die Großmutter, die beschürzte Matriarchin, die Mengen erspürte und nicht auswog, wie sie mit beiläufiger Eleganz die Kartoffeln schälte – ohne Sparschäler natürlich –, wie sie zu jeder Zeit alles im Griff zu haben schien, weil jede Bewegung Teil einer Choreografie war, die sie ein Leben lang verinnerlicht hatte. Menschen wie ihr verdanken wir unsere kulinarische Identität – und wunderschöne, handgeschriebene Kochbücher.

Auf Flohmärkten, in Antiquariaten und auf Dachböden spürte unser Autor Peter Breuer diese fein beschriebenen Zeugnisse eines anderen Verständnisses von Kochen auf. 15 von ihnen hebt er in dem Band „Kochtagebücher“ nun auf die Bühne, die ihnen gebührt. In Zeiten von schnelllebigen Food-Trends und Maschinen, die ein Gericht auf Knopfdruck zubereiten können, lehren sie uns Beständigkeit. Ihre Seiten sind von Fettspritzern gesprenkelt, zwischen ihnen klemmen Einkaufszettel und getrocknete Blätter, manche Ecken sind vom Küchenfeuer angesengt – kurz: Sie wurden benutzt und nicht zur Dekoration ins Regal gestellt. An der Auswahl der Zutaten und der Häufung festlicher Mahlzeiten lassen sich biografische Hinweise ablesen, die Lektüre wird zur Zeitreise vom späten 18. bis ins 20. Jahrhundert.

Für diesen Band wurden die Sütterlinschrift und Wörter wie „Model“ (Backform) oder „Fußhafen“ (Dämpftopf) behutsam in eine heute gebräuchliche Form und Sprache übertragen. Dem Hamburger Fotografen Hans Hansen gelang es, die Zutaten so anmutig zu inszenieren, dass sie neben den kalligrafischen Kunstwerken der Kochtagebücher mühelos bestehen. Für die Harmonie zwischen Büchern, Gemüse und Rezepten sorgte der preisgekrönte Gestalter Fons Hickmann.

Möchten Sie einen Blick in die Kochtagebücher werfen oder ein Exemplar bestellen, dann klicken Sie bitte hier.