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Greenpeace Magazin Ausgabe 3.05

Update

Kein Patent auf Chimären
Die zuständige US-Behörde hat entschieden, keine Patente auf Mischwesen zu erteilen — und damit dem Antragsteller Stuart Newman eine große Freude
gemacht. Der Zellbiologe und Gegner der Gentechnik hatte angegeben, einen Menschen mit einem Affen kreuzen zu wollen und gehofft, das Patentamt werde solche Chimären zum Tabu erklären, was auch passierte. Nun können auch andere Forscher keine ähnlichen Patente anmelden.
GPM 4/04

Bedrohte Christin darf bleiben
Zarah Kameli darf in Deutschland bleiben. Der niedersächsische Landtag erkannte die 25-jährige Iranerin als Härtefall an. Elf Monate lang war Kameli untergetaucht, weil sie abgeschoben werden sollte. In dieser Zeit konvertierte sie zum Christentum und trennte sich von ihrem Mann, der mit ihrer Tochter in den Iran abgeschoben wurde. Zarah Kameli hätte im Iran wegen Ehebruchs die Steinigung gedroht.
GPM 3/04

Keine Entschädigung für Vietnamesen
Ein US-Gericht in Brooklyn hat eine Klage vietnamesischer Agent-Orange-Opfer abgewiesen. Die Gruppe hatte stellvertretend für Millionen ihrer Landsleute ihre Gesundheitsprobleme auf den Gifteinsatz während des Vietnam-Kriegs zurückgeführt und von den Herstellern des Entlaubungsmittels Schadenersatz verlangt. Doch Richter Jack B. Weinstein mochte im Einsatz des dioxinverseuchten Herbizids kein Kriegsverbrechen erkennen. Nun wollen die Kläger in nächster Instanz den Fall vor das höchste Gericht der USA bringen.
GPM 4/00

Vanunu wieder angeklagt
Ein Jahr nach seiner Haftentlassung steht der israelische Atomkritiker Mordechai Vanunu erneut vor Gericht, weil er den Auflagen der Justiz zum Trotz mit ausländischen Journalisten geredet haben soll. Der zuvor im Kernkraftwerk Dimona als Techniker beschäftigte Vanunu saß 18 Jahre lang im Gefängnis, weil er 1986 Informationen über das geheime israelische Atomwaffenprogramm öffentlich gemacht hatte. Daraufhin war er vom Geheimdienst Mossad entführt und wegen Hochverrats verurteilt worden.
GPM 5/03

Nike für Transparenz
Der US-Sportartikelhersteller Nike hat die Arbeitsbedingungen in seinen weltweit 700 Produktionsstätten offen gelegt: In mehr als der Hälfte arbeitet die Belegschaft über 60 Stunden pro Woche. Jeder vierte Betrieb zahlt weniger als den vorgeschriebenen Mindestlohn, vielerorts ist der Zugang zu Trinkwasser und Toiletten reglementiert. Immerhin wurden bei Überprüfungen vor Ort in 569 Fabriken in den Jahren 2003 und 2004 nur fünf Fälle von Kinderarbeit entdeckt.
GPM 2/05