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Greenpeace Magazin Ausgabe 2.15

Updates – 2.15

Shell muss für Ölschäden zahlen
Jahrelang hat Shell in Nigeria mit einer dreckigen Ölförderung Milliarden verdient, jetzt muss der britisch-niederländische Konzern Entschädigung zahlen. In einem Vergleich erklärte sich Shell bereit, den Fischern der Gemeinde Bodo im Nigerdelta 70 Millionen Euro zukommen zu lassen. Dort haben rund 16 Millionen Liter ausgelaufenes Öl die mangrovengesäumten Fischgründe auf Jahre zerstört. GPM 3.03

Brunsbüttel nicht sicher
Nach einem elfjährigen Rechtsstreit hat das Ehepaar Dreckmann aus dem schleswig-holsteinischen Brunsbüttel Recht bekommen: Das Zwischenlager im Atomkraftwerk Brunsbüttel sei nicht ausreichend gegen Terrorangriffe geschützt, befanden die Richter des Bundesverwaltungsgerichts. Die Lagererlaubnis für hoch radioaktive Abfälle ist damit nichtig. Weil es keinen Alternativstandort gebe, dürfen die neun Castoren laut dem grünen Energiewendeminister Robert Habeck aber bis 2018 in Brunsbüttel bleiben. GPM 5.04

Neues Antibiotikum entdeckt
Auf der Suche nach neuen, wirksamen Mitteln gegen multiresistente Keime sind Wissenschaftler aus Boston fündig geworden. Im Boden entdeckten sie die Substanz Teixobactin, die Erreger zum Platzen bringt. Seit langem suchen Forscher nach neuen Wirkstoffen, da viele Keime gegen die vorhandenen Antibiotika Resistenzen gebildet haben. Die Ursache dafür ist der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin und in der Massentierhaltung. GPM 4.11, 5.12

Weniger Bisphenol A erlaubt
Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hat den Grenzwert der hormonaktiven Chemikalie Bisphenol A von 50 auf vier Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag gesenkt. Der gesundheitsgefährdende Stoff wird noch immer in Kassenbons und Plastikprodukten eingesetzt. Die konzernkritische „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ fordert ein Verbot in allen verbrauchernahen Waren. GPM 6.09, 5.11, 5.12

Gefahr für Grundwasser
Bislang saugten riesige Pumpen aus saarländischen und nordrhein-westfälischen Bergbaustollen das Grubenwasser ab. Doch weil der Kohlekonzern RAG sparen muss, hat das Unternehmen nun die ersten Pumpen abgestellt. Umweltschützer befürchten, dass durch die Flutung der Stollen und Gruben gefährliche Chemikalien wie beispielsweise Polychlorierte Biphenyle (PCB) ins Grundwasser gelangen könnten. GPM 4.14