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Greenpeace Magazin Ausgabe 5.16

Warum sieht Bio-Obst und -Gemüse heute so geleckt aus wie konventionelles?

Text: Katja Morgenthaler

fragt Michaela Redies aus Darmstadt

Nicht nur das, es schmeckt auch oft gleich. Das trifft besonders auf Gemüse zu. Denn bei Supermarkt-Bio handelt es sich heute fast immer um „konventionelle Sorten“. Die meisten Biobauern hängen vom gleichen Hybridsaatgut großer Produzenten ab wie die konventionell wirtschaftenden Kollegen. So sind fast alle Kohl-, Paprika-, Gurken- und Möhrensorten in Konzernhand: Ihr Saatgut muss der Gemüsebauer jedes Jahr neu kaufen. Salate, Bohnen und Erbsen kann er aber selbst ziehen, denn sie sind „samenfest“. Das ist gut für die geschmackliche und genetische Vielfalt. In den vergangenen Jahren haben engagierte Bauern im Umfeld von Demeter gemeinsam mit dem Verein „Kultursaat“ die Zucht von „Biosorten“ vorangetrieben. Wer sie unterstützen möchte, fragt am besten in Hof- und Naturkostläden nach ihren Produkten.