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Greenpeace Magazin Ausgabe 5.16

Welche Arten von Verpackungen sind am gesundheitsfreundlichsten?

Text: Wolfgang Hassenstein

fragt Heinrich Häussler aus Aalen

Die Verbraucherzentrale beantwortet diese Frage kurz und bündig: „Bevorzugen Sie Verpackungen aus Glas.“ Dieses gebe am wenigsten Stoffe an den Inhalt ab. Weil Glas-Pfandflaschen zudem das Klima schonen, empfiehlt sich ihr Kauf also gleich doppelt. Dass sie trotzdem an Boden verlieren, liegt an ihrem relativ hohen Gewicht. Eine Einschränkung gibt es also: Vorsicht, Rücken! Andere Materialien können diverse Substanzen an Lebensmittel abgeben, wenn auch meist in unbedenklichen Mengen. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen sind aber angebracht.
Erstens: Verpackungen aus Recyclingkarton ohne Innenhülle meiden oder Nudeln, Reis und Grieß zu Hause umfüllen. Andernfalls können Mineralöle ins Essen gelangen. Allerdings setzen Hersteller zunehmend Barriereschichten ein.
Zweitens: Aufgefächert verpackte Käse- und Wurstscheiben müssen nicht sein, denn selbstklebende Verschlüsse und Verbundmaterialien können Problemstoffe enthalten. Käse und Aufschnitt also lieber an der Theke kaufen, idealerweise frisch vom Stück.
Drittens: Bei Schraubdeckeln sind blau gefärbte Dichtungen besser, sie enthalten keine Weichmacher. Viertens: Konserven- und Getränkedosen meiden oder den Inhalt nach dem Öffnen umfüllen. In ihren Beschichtungen kann das umstrittene Bisphenol A stecken. Und schließlich: Essen nicht oder nur nach Herstellerangabe in der Verpackung erhitzen!