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Greenpeace Magazin Ausgabe 5.16

Wenn ich Quinoa esse, unterstütze ich damit die Bauern der Anden oder nehme ich ihnen ein Grundnahrungsmittel weg?

Text: Kathrin Burger

fragt Cordula Binder aus Frankfurt am Main

Tatsächlich kommt das Inkakorn in Peru und Bolivien immer seltener auf den Tisch. Das hat jedoch wenig mit der Nachfrage aus Übersee zu tun, sondern vielmehr mit einer Anpassung an den westlichen Lebensstil. Durch den Boom der vergangenen Jahre hat sich der Wohlstand der Quinoa-Bauern verbessert. Allerdings sind mittlerweile viele Großgrundbesitzer in anderen Ländern auf den Zug aufgesprungen, wodurch der Quinoa-Preis seit 2013 dramatisch gefallen ist. So tief, dass die Bauern in den Anden nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können, Großunternehmer hingegen schon. Darum sollte man Fairtrade-Quinoa bevorzugen. Es gibt aber auch genauso gesunde lokale Alternativen.