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Greenpeace Magazin Ausgabe 5.16

Wie gefährlich ist das Jakobskreuzkraut für den Menschen?

Text: Kerstin Eitner

fragt Rita Wolk aus Besigheim

Das heimische Gewächs, das sich rasant ausbreitet, enthält Pyrrolizidinalkaloide. Diese organische Verbindung wird in der Leber zu giftigen Pyrrolen abgebaut. Tiere meiden das frische Kraut wegen des bitteren Geschmacks, doch der ist weg, wenn es getrocknet in Heu oder Silage landet. Bienen fliegen es nur an, wenn sie nichts Besseres finden. Diese wenigen Berührungspunkte reichen aus: Das Gift kann in die Nahrung gelangen. Fleisch, Milch und Eier sind laut der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit kaum oder gar nicht belastet; zu viel Honig sei dagegen bedenklich für Kinder. Einer anderen Studie zufolge landet beim Kräuterpflücken versehentlich auch mal Jakobskreuzkraut im Tee. Schwangere, Stillende und Kinder sollten daher wechselnde Sorten trinken.