Greenpeace Magazin

Ausgabe 5.17

5.17 - Vorneweg

Kommen Sie mit auf die Reise, liebe Leserinnen und Leser!

Was muss geschehen, um Dinge zum Besseren zu wenden? Wie können wir einerseits die Zukunft neu gestalten und andererseits die Werte bewahren, die uns am Herzen liegen? Diese zentralen Anliegen des Greenpeace Magazins sind für jede Ausgabe Dreh- und Angelpunkt. In den vergangenen Monaten haben wir uns aber nicht nur mit Blick auf das Weltgeschehen, sondern auch auf unser Magazin gefragt: Welche Veränderungen wünschen wir uns? Die Antwort halten Sie in den Händen.

Der erste große Neuentwurf des Greenpeace Magazins seit zehn Jahren war ein Balanceakt zwischen dem Mut zur Veränderung und dem Bewusstsein für Traditionen: Das Erscheinungsbild haben wir radikal neu gedacht, was, wie wir finden, dem Magazin mehr Klarheit verleiht. Aber wir wollten ihm nicht nur eine neue Gestalt geben, sondern auch seinen Inhalt noch spannender und vielleicht überraschender machen. In Zukunft werden wir uns deshalb in jeder Ausgabe vor allem auf ein Thema konzentrieren, das uns besonders relevant erscheint. So können wir mit unseren Reportagen noch mehr in die Tiefe gehen, die Dinge auch mal aus ungewöhnlichen Perspektiven betrachten und neue Formen des Erzählens einsetzen – jedesmal auf eine andere Art. Unsere beliebten Rubriken bleiben natürlich erhalten, erscheinen aber im neuen Antlitz. Sie finden sie als Magazin im Magazin, „Elementar“ genannt, von nun an konzentriert im hinteren Teil des Heftes.

Viel Neues also, aber keine Bange: Was Sie am Greenpeace Magazins schätzen, bleibt erhalten. Die kritische Berichterstattung über Umwelt, Klima, Artenschutz, Menschenrechte, Politik und soziale Bewegungen; der hohe Qualitätsanspruch an Wort und Text ebenso wie an Illustration, Fotografie und Gestaltung – und natürlich der besondere Blick auf die drängenden Themen unserer Zeit.

In dieser Ausgabe geht es um Europa. Vor der Bundestagswahl und in Zeiten, in denen der Ruf nach Abschottung und neuen Mauern lauter wird, schauen wir über die Grenzen, richten den Blick ins Herz unseres Kontinents und auf die Hoffnungsträger der Zukunft: Europas Jugend. Unsere preisgekrönte Autorin Lena Niethammer hat sich auf den Weg gemacht und in einer mehrwöchigen Tour de Force sieben Länder unseres kleinen großen Kontinents bereist. Sie hat genau hingesehen, zugehört, Eindrücke gesammelt und schließlich aufgeschrieben, was die junge Generation antreibt und wie sie Europa sieht. Lesen Sie ihre leidenschaftliche Reportage über die Nöte und Ängste, aber auch die Wünsche und Werte einer Generation, die unsere EU als Hoffnung und Ideal statt als Bedrohung und Übel empfindet. Die Menschen, denen unsere Autorin unterwegs begegnet ist, verkörpern sechzig Jahre nach Unterzeichnung der Römischen Verträge nicht „ein“ Europa, sie zeigen auch die Widersprüche und Probleme in der Union. Doch mit dem neu aufgelegten Nationalismus der Orbáns, Kaczyskis, Mays, Le Pens und Petrys können sie nichts anfangen.

Wir möchten Sie einladen, uns auf dieser besonderen Reise durch Europa und auf dem neuen Weg, den das Greenpeace Magazin einschlägt, zu begleiten. Schreiben Sie uns gerne an gpm@greenpeace-magazin.de. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung, Anregungen und Kritik!

Eine inspirierende Lektüre wünschen Ihnen die Chefredakteure

Kerstin Leesch & Kurt Stukenberg