Greenpeace Magazin

Ausgabe 5.18

5.18 – Vorneweg

64 Seiten über die Vielfalt der Natur, liebe Leserinnen und Leser

Das Aussterben von Arten ist ein ganz natürlicher Vorgang. Die einen verlassen die Erde, aber täglich entsteht auch Neues in der Natur – und täglich werden unbekannte Arten entdeckt. Ist also alles halb so wild? Natürlich nicht. Spätestens seit Krefelder Forscher entdeckt haben, dass die artenreichste aller Tiergruppen, die Insekten, in ungeahntem Tempo verschwindet, ist das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Weniger tote Insekten auf der Windschutzscheibe, weniger Fische im Netz, fremde Arten in unseren Tümpeln. Womit hängt das alles zusammen? Warum verschwinden die Letzten ihrer Art?

In dieser Ausgabe zeigen wir Ihnen Menschen, die nach Antworten auf diese Fragen suchen und mit ihrer Arbeit Grundlagen für erfolgreichen Naturschutz schaffen. Wir haben zum Beispiel den renommierten Artenforscher Gunther Köhler und seine Mitstreiter dabei beobachtet, wie sie die heimische Lurchfauna untersuchen. Neben nassen Füßen holten wir uns die Erkenntnis, dass die Wissenschaftler so akribisch vorgehen wie Verwaltungsbeamte.

Mussten Sie beim Blick auf unser Cover auch zweimal hinsehen? Der Hirschkäfer ist echt, auch wenn so ein güldenes Exemplar in der Natur nicht zu finden ist. Um mögliche Bedenken gleich zu zerstreuen, wir hätten ein Lebewesen wie eine Sache behandelt: Der Fotograf Enver Hirsch hat die edle Färbung nicht mit der Spraydose realisiert, sondern mit Photoshop – per Mausklick wurde aus dem Ausstellungs- ein Schmuckstück. Das Centrum für Naturkunde der Uni Hamburg hat uns den präparierten Käfer ausgeliehen.

Und noch etwas, liebe Leserinnen und Leser: Bei uns hat es einen Wechsel gegeben. Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich Kerstin Leesch, die das Greenpeace Magazin über Jahrzehnte geprägt, und Kurt Stukenberg, der viele Veränderungen angestoßen hat. Und wir möchten Ihnen versichern, dass wir auch in Zukunft ein ganz besonderes Magazin für Sie recherchieren und gestalten werden.

Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen die Redaktion des Greenpeace Magazins