Aktuell

widerstand / 04.Mai 2016

Vier Festnahmen im Mordfall Berta Cáceres

Die Ermordung der honduranischen Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres erschütterte die Weltöffentlichkeit. Nun hat die Regierung vier Verdächtige festgenommen. Cáceres protestierte zuletzt gegen ein Staudammprojekt, an dessen Bau die deutschen Firmen Siemens und Voith beteiligt sind.

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Do, 2016-05-05 22:02
Frankfurt/Main (dpa)

Schüsse in der Frankfurter City: Zwei Schwerverletzte

Mitten in Frankfurt kommt es zu einer Schießerei. Die Polizei geht bei der Bluttat von einer Auseinandersetzung im kriminellen Milieu aus. Steckt eine Fehde unter Rockern dahinter?

Frankfurt/Main (dpa) - Bei einer Schießerei am hellichten Tag sind in der Innenstadt von Frankfurt am Main zwei Männer schwer verletzt worden. Laut Polizei wurden sie angeschossen, als sie nachmittags an der Hauptwache aus einem weißen Mercedes-Geländewagen stiegen. Die Polizei vermutete am Abend einen Hintergrund im kriminellen Milieu. Bezüge zu Rechtsextremisten oder Islamisten seien nicht zu erkennen. Zu Berichten, die Bluttat habe sich in der Rockerszene abgespielt, wollte sich die Polizei nicht äußern.

Die flüchtigen Täter saßen laut Polizei vor einem Café am Friedrich-Stoltze-Platz, als das Auto stoppte. Nach ihnen wurde eine landesweite Fahndung eingeleitet. Wie viele es waren, konnte die Polizei nicht sagen. Die Ermittler konzentrieren sich bei der Tätersuche auf einen schwarzen Kombi und das sichergestellte Motorrad. Sie könnten als Fluchtfahrzeuge gedient haben, hieß es.

In der Windschutzscheibe waren mehrere Schusslöcher zu sehen. Kleidungsstücke wurden von der Spurensicherung untersucht. Ein Helm sowie eine Waffe wurden von den Ermittlern sichergestellt. Auch ein schwarzes Mottorad nahmen die Ermittler auf einem Lastwagen mit, um es genauer zu untersuchen.

Ob weitere Insassen als die zwei Schwerverletzten in dem Wagen waren, war zunächst unklar. Zuerst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass die Schüsse im Herzen von Hessens größter Stadt aus dem Wagen abgegeben wurden. Außerdem war von einem Leichtverletzten die Rede.

Das Gelände um den Tatort war weiträumig abgesperrt worden. Ein großes Aufgebot von Polizeikräften war schwer bewaffnet vor Ort. Zeugen wurde zu Mithilfe aufgerufen.

Do, 2016-05-05 22:45
Washington (dpa)

Teile der US-Republikaner gehen auf Distanz zu Trump

Washington (dpa) - Nach der praktisch besiegelten US-Präsidentschaftskandidatur des umstrittenen Seiteneinsteigers Donald Trump werden bei den US-Republikanern Spaltungstendenzen sichtbar. Der Präsident des US-Abgeordnetenhauses, der Republikaner Paul Ryan, sagte am Donnerstag im US-Fernsehen auf die Frage, ob er Trump unterstützen werde: «So weit bin ich im Moment noch nicht.» Er hoffe aber, dass sich das ändere.

Der frühere Präsidentschaftsbewerber und Senator von Arizona, John McCain erklärte, Trump schmälere möglicherweise seine Chancen auf eine Wiederwahl in den Senat: «Es könnte das (schwerste) Rennen meines Lebens werden», sagte McCain.

Mehrere Politiker erklärten am Donnerstag, sie wollten nicht zum Nominierungsparteitag im Juli in Cleveland reisen. Er wolle nicht an einer Krönungsmesse für Donald Trump teilnehmen, sagte Joshua Claybourn, ein Delegierter aus Indiana, dem Sender CNN. «Weder werde ich für ihn stimmen, noch ihn in sonst irgendeiner Weise unterstützen», sagte er und stellte sein Delegiertenmandat einem Nachrücker zur Verfügung.

Senator Ben Sasse aus Nebraska will einen konservativen Gegenkandidaten aufbauen, der möglicherweise parteiunabhängig antreten könnte. Die früheren Präsidenten George Bush und sein Sohn George W. Bush verpassten sich selbst einen Maulkorb und wollen sich nicht mehr zu Trump äußern.

Do, 2016-05-05 21:37
Aleppo/Damaskus (dpa)

Tote bei Angriff auf Flüchtlinge in Syrien - Feuerpause in Aleppo

Eigentlich gab es einen Lichtblick im syrischen Bürgerkrieg: Eine Waffenruhe wurde auf das umkämpfte Aleppo ausgeweitet. Doch dann kommt es zu einem verheerenden Angriff auf ein Flüchtlingslager gar nicht weit entfernt von der nordsyrischen Stadt.

Aleppo/Damaskus (dpa) - Rückschlag für die Friedensbemühungen in Syrien: Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet im Norden des Bürgerkriegslands sind am Donnerstag mindestens 28 Menschen getötet worden. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei einem Doppelanschlag auf eine von der Regierung beherrschte Stadt in Mittelsyrien starben zudem mindestens zwölf Menschen. Zuvor war nach fast zwei Wochen heftigen Kämpfen eine neue Waffenruhe auf Aleppo ausgeweitet worden, die zunächst weitgehend hielt.

Insgesamt sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren nach UN-Angaben rund 400 000 Menschen ums Leben gekommen. Die Friedensgespräche waren zuletzt ins Stocken geraten.

Bei dem Luftangriff auf das Flüchtlingscamp in der Stadt Sarmada in der Provinz Idlib nahe der Grenze zur Türkei kamen auch mindestens sieben Kinder ums Leben, wie die Menschenrechtsbeobachter meldeten. Wer dafür verantwortlich ist, war zunächst unklar. Es wurde erwartet, dass die Opferzahl noch steigt.

Bei dem Doppel-Bombenanschlag in Muharram Fukani wurden zudem auch mehr als 40 Menschen verletzt. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, zwei Selbstmordattentäter hätten sich mit einem Auto und einem Motorrad in die Luft gesprengt. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die Stadt liegt unweit des syrischen Gebietes, das von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beherrscht wird.

Östlich von Muharram Fukani hatte der IS zuvor nach drei Tagen heftiger Kämpfe das wichtige Gasfeld Al-Schair eingenommen, wie die Menschenrechtler weiter erklärten. Die Terrormiliz hatte dieses Gebiet bereits im Sommer 2014 kurzfristig unter Kontrolle, wurde jedoch von Kräften des Regimes wieder zurückgedrängt.

Aleppo ist zwischen Regime und Rebellen geteilt. Die Stadt ist umkämpftester Schauplatz in Syriens Bürgerkrieg. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge waren dort zuletzt mindestens 285 Zivilisten bei Luftangriffen des Regimes sowie Attacken von Rebellen getötet worden. Aus Protest gegen den Anstieg der Gewalt hatte Syriens Opposition die Genfer Friedensgespräche verlassen.

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete am Donnerstag nur vereinzelte Verstöße gegen die Feuerpause in Aleppo. Allerdings hätten viele Anwohner aus Angst vor neuer Gewalt ihre Häuser nicht verlassen.

Die USA und Syriens enger Verbündeter Russland hatten sich auf die neue Waffenruhe geeinigt. Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, sagte in Washington: «Intensität und Frequenz der Auseinandersetzungen haben abgenommen, aber wir sind besorgt über anhaltende und zu viele Verletzungen der Waffenruhe.»

Das US-Außenministerium erklärte, es setze darauf, dass Russland seinen Einfluss auf das Regime von Präsident Baschar al-Assad geltend mache. Die USA würden das ihre tun.

Von russischer Seite hieß es, der Schritt könnte der «Prolog zu einer vollwertigen Feuerpause» sein. «Aber wenn jemand wie die (Terrorgruppe) Al-Nusra-Front bewusst den Frieden nicht will, wird er alle Seiten ständig provozieren und beschießen», sagte Generalmajor Igor Konaschenkow.

Bei der Al-Nusra-Front handelt es sich um den syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Sie ist von der Waffenruhe genauso ausgenommen wie der IS.

Assad machte zugleich in einem Schreiben an Russlands Präsidenteb Wladimir Putin deutlich, dass er weiter auf einen «endgültigen Sieg» gegen die Rebellen setzt.

Do, 2016-05-05 20:38
Damaskus (dpa)

Luftangriff auf Flüchtlingslager in Syrien - mindestens 28 Tote

Eigentlich gab es einen Lichtblick im syrischen Bürgerkrieg: Eine Waffenruhe wurde auf das umkämpfte Aleppo ausgeweitet. Doch dann kommt es zu einem verheerenden Angriff auf ein Flüchtlingslager gar nicht weit entfernt von der nordsyrischen Stadt.

Damaskus (dpa) - Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet im Norden Syriens sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Dies teilten am Donnerstag Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei der Attacke in der Stadt Sarmada in der Provinz Idlib nahe der Grenze zur Türkei kamen demnach auch mindestens sieben Kinder ums Leben. Wer dafür verantwortlich ist, war zunächst unklar.

Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge wurden bei dem Angriff auch mehrere Menschen schwer verletzt. Es wurde erwaret, dass die Opferzahl noch steigt.

Die Stadt Sarmada liegt in der Nähe eines Grenzübergangs, der für die Rebellen im nordsyrischen Stadt Aleppo die letzte Verbindung in die Türkei ist.

Zuvor war nach fast zwei Wochen heftigen Kämpfen eine neue Waffenruhe auf Aleppo ausgeweitet worden, die zunächst weitgehend hielt. Die zwischen Regime und Rebellen geteilte Stadt ist umkämpftester Schauplatz in Syriens Bürgerkrieg. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge waren zuletzt mindestens 285 Zivilisten bei Luftschlägen des Regimes sowie Angriffen von Rebellen getötet worden.

Aus Protest gegen den Anstieg der Gewalt hatte Syriens Opposition die Genfer Friedensgespräche verlassen. Insgesamt sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren nach UN-Angaben rund 400 000 Menschen ums Leben gekommen.

Do, 2016-05-05 19:33
Palmyra (dpa)

Bach in der Wüste: Russischer Dirigent Gergiev tritt in Palmyra auf Von Friedemann Kohler und Wolfgang Jung, dpa

Viele im Westen verbinden Russlands Engagement in Syrien mit Leid und Elend. Nun gehen Bilder eines Klassikkonzerts in der Wüste mit dem Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker um die Welt. Der Auftritt hat Symbolkraft: Er soll die Russen als Friedensbringer zeigen.

Palmyra (dpa) - Mit einem Sinfoniekonzert in der antiken Oasenstadt Palmyra hat Syriens enger Partner Russland demonstrativ seine Rolle in dem Bürgerkriegsland herausgestrichen. Für den Auftritt im römischen Amphitheater des Unesco-Weltkulturerbes war eigens das Orchester des St. Petersburger Mariinski-Theaters eingeflogen worden. Präsident Wladimir Putin nannte das Konzert unter Leitung von Dirigent Valery Gergiev in einer Videobotschaft eine «wunderbare humanitäre Aktion».

Syrische Einheiten hatten Palmyra mit russischer Militärhilfe Ende März aus der Hand der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit. In der historischen Stätte hatte der IS wertvolle antike Zeugnisse zerstört.

Als Zuhörer saßen russische und syrische Soldaten sowie Einwohner und Journalisten auf den steinernen Rängen im Halbrund. Während des stimmungsvoll inszenierten Auftritts war kurz der Lärm eines Kampfhubschraubers im Hintergrund zu hören. «Das Konzert hat mir sehr gut gefallen», sagte der syrische Oberst Muhammad Suleiman der Deutschen Presse-Agentur. Er hat Ingenieurswissenschaften in Moskau studiert und war mit einer Gruppe Offiziersanwärter gekommen, die von russischen Experten im Minenräumen unterrichtet werden.

Das russische Staatsfernsehen zeigte die Aktion mit dem Titel «Ein Gebet für Palmyra» zeitversetzt. Putin sagte in seiner Botschaft aus Sotschi, er empfinde das Konzert als Zeichen der Hoffnung und als Erinnerung an alle Opfer des Terrors. Die moderne Zivilisation müsse den internationalen Terror, «diese schreckliche Plage», loswerden.

Unter der Leitung von Gergiev, der als enger Vertrauer Putins gilt, spielten die Musiker auch Werke von Johann Sebastian Bach und Sergej Prokofjew. «Ich hätte nie gedacht, einmal hier aufzutreten. Es ist schwierig, die Gefühle in Zaum zu halten», sagte der Dirigent, der seit 2015 als Chef der Münchner Philharmoniker arbeitet. Das Konzert sei auch ein Protest gegen Barbarei. «Es ist Musik der Hoffnung», meinte der 63 Jahre alte Gergiev am Donnerstag.

Unter den Musikern war auch Sergej Roldugin, dessen Name einer internationalen Medienrecherche zufolge in den «Panama Papers» über Briefkastenfirmen auftaucht. Putin hatte die Vorwürfe gegen den Cellisten zurückgewiesen.

Der Kreml entsandte schon mehrere Künstler zu Auftritten nach Syrien. So trat unter anderem der Sänger Iosif Kobson vor russischen Soldaten auf der Luftwaffenbasis Hamaimim auf.

Gergiev hatte nach dem Krieg zwischen Russland und Georgien im August 2008 bereits mit einem Auftritt für internationale Aufmerksamkeit gesorgt. Damals gab er in der stark zerstörten südossetischen Hauptstadt Zchinwali ein Freiluft-Benefizkonzert mit Werken von Dmitri Schostakowitsch und Peter Tschaikowski für die Opfer des Konflikts. Gergiev stammt aus einer ossetischen Familie.

Die russische Luftwaffe hatte die Befreiung Palmyras durch die syrische Armee mit Bombenangriffen unterstützt. Ende März schickte Moskau dann Spezialkräfte mit Spürhunden und modernem Suchgerät nach Syrien, um beim Räumen von Minen in der Stadt zu helfen.

Do, 2016-05-05 19:44
Kairo (dpa)

Mindestens 28 Tote bei Luftangriff auf Flüchtlingslager in Syrien

Kairo (dpa) - Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet im Norden Syriens sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Dies teilten am Donnerstag Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

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Do, 2016-05-05 19:52
Aviv (dpa)

Palästinenserin bei israelischem Angriff im Gazastreifen getötet

Gaza/Tel Aviv (dpa) - Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind am Donnerstag eine 53-jährige Frau getötet und mehrere Menschen verletzt worden. Dies teilte der Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums, Aschraf al-Kidra, in Gaza mit. Israels Artillerie habe ein Gebiet östlich der Stadt Chan Junis im Süden des Küstengebiets beschossen. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern.

Israel und militante Palästinenser im Gazastreifen liefern sich seit Dienstag den intensivsten Schlagabtausch seit dem Gaza-Krieg vor fast zwei Jahren. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu setzte wegen der Zuspitzung eine Dringlichkeitssitzung seines Sicherheitskabinetts am Freitag an.

Hintergrund der Konfrontationen ist offenbar die Entdeckung eines weiteren Angriffstunnels der im Gazastreifen herrschenden Hamas durch Israels Armee. Ein im April im Grenzbereich festgenommenes Mitglied des militärischen Hamas-Arms habe im Verhör genaue Informationen über das Tunnelsystem geliefert, teilte Israels Armee mit.

Die Luftwaffe habe als Reaktion auf fortwährende Angriffe militanter Palästinenser auf Soldaten im Grenzgebiet erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen. Bereits in der Nacht waren Hamas-Stätten bombardiert worden. Seit Dienstag hätten Palästinenser mehr als zehn Mörsergranaten auf Soldaten abgefeuert.

Do, 2016-05-05 19:53
Kairo (dpa)

Mindestens 28 Tote bei Luftangriff auf Flüchtlingslager in Syrien

Kairo (dpa) - Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet im Norden Syriens sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Dies teilten am Donnerstag Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei der Attacke in der Stadt Sarmada in der Provinz Idlib nahe der Grenze zur Türkei kamen demnach auch mindestens sieben Kinder ums Leben. Wer dafür verantwortlich ist, war zunächst unklar.

Zuvor war nach fast zwei Wochen heftigen Kämpfen eine neue Waffenruhe in der nordsyrischen Stadt Aleppo in Kraft getreten, die zunächst weitgehend hielt. Insgesamt sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren nach UN-Angaben rund 400 000 Menschen ums Leben gekommen.

Do, 2016-05-05 19:00
Seoul (dpa)

Nordkorea hält ersten Kongress der Arbeiterpartei seit 36 Jahren ab

Seoul (dpa) - Inmitten zunehmender Spannungen wegen seines Atomprogramms hält Nordkorea den ersten Kongress der Arbeiterpartei seit 1980 ab. Das Programm und die Dauer des siebten Parteikongresses, der am Freitag in Pjöngjang beginnt, wurden zunächst nicht mitgeteilt. Beobachter gehen davon aus, dass der Machthaber Kim Jong Un den Kongress benutzen wird, um seine Stellung zu festigen, personelle Veränderungen in der Führungsriege der Partei vorzunehmen und Richtlinien für die Politik und Wirtschaft auszugeben.

Der Kongress ist die wichtigste Versammlung im Einparteiensystem des isolierten Staates seit Jahren. Die Staatsmedien sprachen in dieser Woche von einem «historischen Ereignis», das den revolutionären Glauben der Nordkoreaner demonstrieren werde. Anfang März hatte der UN-Sicherheitsrat als Antwort auf einen neuen Atomtest Nordkoreas im Januar und einen umstrittenen Raketenstart die Sanktionen gegen das Regime verschärft. 

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Do, 2016-05-05 17:13
Oswiecim (dpa)

«Marsch der Lebenden» zum Gedenken an Opfer des Holocaust

Sirenen in Israel, «Marsch der Lebenden in Polen»: Am israelischen Gedenktag für die Opfer des Holocaust wurde nicht nur an die sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden erinnert, sondern auch zu Wachsamkeit in der Gegenwart aufgerufen.

Oswiecim (dpa) - Mit dem «Marsch der Lebenden» haben Tausende junge Juden aus Israel und vielen anderen Ländern in Oswiecim (Auschwitz) der sechs Millionen Opfer des Holocaust gedacht. An der Spitze des Zuges ging am Donnerstag der Auschwitz-Überlebende Edward Mosberg. Er war mit seiner Enkelin aus Israel gekommen, um an seine in Auschwitz ermordete Familie zu erinnern. Auch der frühere israelische Oberrabbiner Meir Lau, der als Kind das Konzentrationslager Buchenwald überlebt hatte, sprach vom «Sturmwind des Holocaust», der seine seit Generationen in Polen lebende Familie zerstört habe.

«Wo war die Welt?», fragte die israelische Justizministerin Ayelet Shaked in ihrer Ansprache. Alliierte Luftangriffe hätten das Morden der Nationalsozialisten stoppen können. Und auch im «neuen Europa» seien Hass und Antisemitismus der Vergangenheit noch immer lebendig.

Viele der Jugendlichen trugen israelische Flaggen um die Schultern, als sie durch das Tor mit der berüchtigten Aufschrift «Arbeit macht frei» im Stammlager Auschwitz zogen. Schweigend gingen sie zu dem etwa drei Kilometer entfernten eigentlichen Vernichtungslager Birkenau.

Allein in Birkenau ermordeten die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs mindestens 1,1 Millionen jüdische Häftlinge. Auschwitz-Birkenau war das größte der deutschen Vernichtungslager. Weltweit wurde es zu einem Symbol für den Holocaust.

Der alljährliche Marsch steht in diesem Jahr unter dem Themenschwerpunkt Nürnberger Gesetze und Nürnberger Prozesse. Bereits am Mittwoch hatten sich auf einer Fachtagung in Krakau internationale Juristen mit den Nürnberger Rassegesetzen, die jüdische Bürger aus der deutschen Gesellschaft ausschlossen, und mit den Prozessen gegen führende Nationalsozialisten nach dem Zweiten Weltkrieg befasst. In einer «Nürnberger Erklärung» riefen sie nicht nur zum Kampf gegen Antisemitismus und Holocaust-Leugnung auf, sondern klagten auch Gleichgültigkeit an, die Ausschreitungen und Gewalt bis hin zum Völkermord überhaupt erst möglich mache.

Do, 2016-05-05 17:27
Palmyra (dpa)

Russischer Dirigent Valery Gergiev leitet Sinfoniekonzert in Palmyra

Palmyra (dpa) - Sechs Wochen nach der Befreiung von Palmyra aus der Hand der Terrormiliz Islamischer Staat hat der russische Dirigent Valery Gergiev ein Sinfoniekonzert in der syrischen Stadt geleitet.

Im römischen Amphitheater des Unesco-Weltkulturerbes spielte Gergiev mit dem Orchester des St. Petersburger Mariinski-Theaters am Donnerstag Werke unter anderem von Johann Sebastian Bach und Sergej Prokofjew. In einer Videobotschaft nannte Präsident Wladimir Putin das Konzert ein «Zeichen der Hoffnung». Der Terrorismus müsse besiegt werden.

«Ich hätte nie gedacht, einmal hier aufzutreten. Es ist schwierig, die Gefühle in Zaum zu halten», sagte Gergiev, der seit 2015 als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker arbeitet. Das Konzert sei auch ein Protest gegen Gewalt und Barbarei. «Es ist Musik der Hoffnung», sagte der Putin-Vertraute in der historischen Oasenstadt.

Das russische Staatsfernsehen zeigte das Konzert mit dem Titel «Ein Gebet für Palmyra» zeitversetzt. Die syrische Armee hatte die sunnitische Terrormiliz IS Ende März aus Palmyra vertrieben.

Do, 2016-05-05 16:45
Wallgau (dpa)

Leute kompakt

Magdalena Neuner erwartet zweites Kind (Foto - Archiv) =

Wallgau (dpa) - Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner (29) ist wieder schwanger. «Mein Mann und ich erwarten im November wieder ein Baby. Wir freuen uns riesig, dass Vreni nun bald ein Geschwisterchen bekommt», sagte die 29-Jährige am Donnerstag. Sie und ihr Mann Josef Holzer haben bereits die fast zweijährige Tochter Verena Anna. Die zweimalige Olympiasiegerin hatte ihre öffentlichen Auftritte zuletzt etwas zurückgefahren. «Die letzten Wochen waren für mich nicht einfach, da sie vor allem von Übelkeit und unendlicher Müdigkeit bestimmt waren. Aber das gehört halt auch dazu und es trübt die Freude über den baldigen Familienzuwachs überhaupt nicht.»

Gysi erster Gast bei Böhmermann nach Erdogan-Affäre (Foto - aktuell vom 3.5.) =

Berlin (dpa) - Der Linke-Politiker Gregor Gysi (68) wird Gast in der ersten Satire-Show von Jan Böhmermann nach der Erdogan-Affäre sein. Das sagte ein Sprecher Gysis am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Böhmermann hatte den Auftritt eines Politikers vorher in einem Facebook-Video angekündigt. Zu Gast sei «ein kleiner, lustiger, deutscher Politiker, in dessen Gegenwart man nicht das Wort Stasi sagen darf», sagte der Satiriker. Das nächste «Neo Magazin Royale» wird am Donnerstag, 12. Mai, ausgestrahlt und am Tag zuvor aufgezeichnet.

Böhmermann will in der nächsten Sendung keine eigenen Witze machen (Foto - Archiv vom 2. und 3.5.) =

Berlin (dpa) - Jan Böhmermann will in der nächsten Sendung seiner Satire-Show komplett auf eigene Witze verzichten. «Weil es ein bisschen schwierig ist, Witze zu machen zur Zeit. Ich weiß nicht, was ich noch sagen darf. Kommt da die Polizei? Wird da ermittelt?», erklärte der TV-Satiriker am Mittwoch in einem Video auf Facebook. «Wir haben uns was Besonderes überlegt, mein Team und ich», kündigte er an: Die Witze für das nächste «Neo Magazin Royale» auf ZDFneo am Donnerstag, 12. Mai, sollen komplett von den Zuschauern kommen. «Der erste Standup nach der Pause wird nur mit Witzen aus dem Publikum, also von euch bestritten», erklärte der Moderator. «Das Stichwort ist Crowdsourcing.» 

Donald Trump soll auf Rolling-Stones-Hits verzichten (Foto - Archiv) =

London (dpa) - Die Rolling Stones wollen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump verbieten, ihre Lieder für seinen Wahlkampf zu nutzen. Trump habe keine Genehmigung gehabt, die Songs bei seinen Auftritten laufen zu lassen, sagte das Management der Band der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die britische Rockband hatte den republikanischen Kandidaten zuvor aufgefordert, jegliche Nutzung ihrer Musik unverzüglich einzustellen. Bei seinen Wahlkampfveranstaltungen hatte der Musikliebhaber Trump nach Angaben der Nachrichtenagentur PA unter anderem den Klassiker «You Can't Always Get What You Want» abgespielt.

Schwimmstar Biedermann ohne Führerschein: Spare Geld und CO2 (Foto - Archiv) =

Berlin (dpa) - Der Schwimm-Weltrekordler Paul Biedermann (29) will nach einer möglichen Olympia-Medaille endlich den Führerschein machen. «Ich bin nach wie vor hervorragend zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs. Aber das ist auch etwas, was ich mir ganz doll vornehme nach der sportlichen Karriere», sagte Biedermann im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Umweltpolitisch kann Biedermann seinem freiwilligem Führerschein-Verzicht ohnehin positive Seiten abgewinnen. «Aber denken Sie nur mal an meinem CO2-Abdruck, was ich schon alles an Geld und CO2 gespart habe», sagte er mit einem Augenzwinkern.

Jodie Foster mit Stern auf dem Walk of Fame geehrt (Foto aktuell vom 4.5.) =

Los Angeles (dpa) - Die US-Schauspielerin Jodie Foster (53) ist mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood ausgezeichnet worden. Auch ihre Schauspielkollegin Kristen Stewart (26) war bei der Enthüllung der 2580. Plakette auf dem berühmten Bürgersteig in Los Angeles am Mittwoch mit dabei. Stewart hatte im Thriller «Panic Room» an der Seite von Foster deren diabetische Tochter gespielt. «Ich kann nicht glauben, dass sie es getan hat», sagte die zweifache Oscarpreisträgerin Foster dem Promi-Portal «E! Online» über die Teilnahme Stewarts an der Zeremonie. «Ich liebe dieses Mädchen. Ich habe sie getroffen, als sie zehn Jahre alt war. Ich sagte, das ist ein besonderes Kind, und ich kann es kaum erwarten, sie zu treffen, wenn sie erwachsen ist.»

Haftantritt von Middelhoff rückt näher - Einwände zurückgewiesen (Foto - aktuell vom 2.5.) =

Düsseldorf (dpa) - Der Haftantritt des wegen Untreue und Steuerhinterziehung rechtskräftig zu drei Jahren Gefängnis verurteilten früheren Top-Managers Thomas Middelhoff rückt näher. Die Einwendungen des 62-jährigen ehemaligen Chefs des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor gegen die Ladung zum Haftantritt seien von der Staatsanwaltschaft Bochum zurückgewiesen worden, sagte eine Sprecherin der Justizbehörde am Mittwoch. Von Middelhoffs Anwälten war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Hintergrund der Einwände war nach dpa-Informationen eine Autoimmunerkrankung des Managers. Die Verteidiger zweifelten deshalb an der Haftfähigkeit Middelhoffs.

Soloprojekt: Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz ist jetzt Billy (Foto - aktuell vom 4.5. - Die Meldung lief auch im Ressort Kultur)

Berlin (dpa) - Neuer Look, neuer Name, neues Image: Der Tokio-Hotel-Frontmann Bill Kaulitz hat sich neu erfunden. Der 26 Jahre alte einstige Teenie-Schwarm nennt sich jetzt «Billy» und will als Solokünstler durchstarten. Sein erstes Projekt stellte er am Mittwoch in Berlin vor: Die EP «I'm not ok» soll am 20. Mai erscheinen. In seinen Songs verarbeite er eine Beziehung, sagte Billy. «Es ist wie ein Tagebuch.» Neben einem schwarz-weißen Kurzfilm hat er einen Bildband mit dem Titel «Billy» rausgebracht. Mit dem Kunstprojekt habe er sich einen Traum erfüllt, berichtete der Sänger. «Ich wollte keinen herkömmlichen Release.»

Jonas Kaufmann findet Wagner-Opern ganz schön lang (Foto - Archiv - Die Meldung lief auch im Ressort Kultur) =

München (dpa) - Star-Tenor Jonas Kaufmann (46) gibt zu: Er findet die Opern von Richard Wagner manchmal ganz schön lang. «Natürlich kommt einem irgendwann der Gedanke, es wäre schön, wenn's ein bissl kürzer wäre», sagte er am Mittwoch an der Bayerischen Staatsoper, wo er am 16. Mai sein szenisches Rollendebüt als Walther von Stolzing in «Die Meistersinger von Nürnberg» gibt. Aber zu dieser Länge gibt es seiner Ansicht nach keine Alternative. Man könne «keine Stelle finden, wo man guten Gewissens das Skalpell ansetzen könnte». Am Pult steht Generalmusikdirektor Kirill Petrenko - ein Glücksfall für Kaufmann. Petrenko vollbringe Wunder, sagte er. «Da sind wir wirklich in goldenen Händen.»

Ennio Morricone sagt wegen Problemen an der Wirbelsäule Konzerte ab (Foto - Archiv - Die Meldung lief auch im Ressort Kultur) =

Rom (dpa) - Der italienische Filmkomponist Ennio Morricone hat wegen Gesundheitsproblemen geplante Konzerte in Rom und mehreren anderen Städten Europas abgesagt. Die Ärzte hätten dem 87-Jährigen («Spiel mir das Lied vom Tod») wegen «eines schweren Problems an der Wirbelsäule» bis Ende Juni Bettruhe verordnet, teilte die römische Musikakademie Santa Cecilia am Mittwoch auf ihrer Webseite mit. «Die neuen Daten der Konzerte, die leider verschoben werden mussten, werden sobald wie möglich festgesetzt», wurde der Maestro zitiert. Morricone, der auch immer wieder als Dirigent auf Tournee geht, war in den 1960er Jahren zu Weltruhm gelangt.

Nach 77 Jahren: Familien zweier Holocaust-Opfer wiedervereinigt =

New Jersey (dpa) - 1939 haben sie sich zum letzten Mal gesehen - jetzt sind ihre Familien wiedervereinigt: Die Nachkommen zweier im Holocaust getrennter Brüder haben über soziale Medien zueinander gefunden. Nach einem Bericht der «Washington Post» haben sich die Familien von Abram Belz und seines jüngeren Bruders Chaim wiedergefunden. Die Brüder waren während des Zweiten Weltkrieges getrennt worden. Abram und Chaim Belz sahen sich 1939, kurz bevor der jüngere Bruder aus einem polnischen Ghetto in die Sowjetunion floh. Ein kurzer Briefkontakt brach ab. Abram Belz ging nach Kriegsende in die USA und versuchte vergebens, seinen Bruder von dort aus ausfindig zu machen.

David Hasselhoff ist verlobt (Foto - Archiv vom 4.5.) =

Los Angeles (dpa) - «Baywatch»-Star David Hasselhoff (63) hat sich mit seiner Freundin Hayley Roberts verlobt. Auf seinem Twitterkanal bedankte sich der US-Schauspieler am Dienstag für alle Glückwünsche und schrieb: «Das ist die beste Woche überhaupt!» Kurz zuvor hatte er seine Hochzeitspläne im Magazin «Hello!» bekanntgegeben. «Ich habe ihr schon früher Anträge gemacht, aber das war immer nur Spaß», sagte Hasselhoff dem Blatt. «Dieses Mal war es etwas Besonderes und es kam von Herzen.» Er habe lange gewartet, weil er glaubte, zu alt für seine fast drei Jahrzehnte jüngere Freundin zu sein, so der Schauspieler. Hasselhoff war schon zwei Mal verheiratet.

Hannelore Kraft würde gern mal ins All fliegen (Foto - aktuell vom 4.5.) =

Köln (dpa) - Hannelore Kraft (54) würde wie so viele Menschen gern mal ins All fliegen. «Das wäre natürlich ein Traum», sagte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin am Mittwoch bei einem Besuch des Europäischen Astronautenzentrums in Köln. Dabei sei ihr bewusst, dass dies aller Wahrscheinlichkeit nach ein schöner Traum bleiben werde. Kraft sprach in Köln unter anderem mit dem Astronauten Alexander Gerst und ließ sich von ihm das Leben auf der Internationalen Raumstation ISS erklären.

Selbstgestricktes für die Ministerinnen-Tochter (Foto - aktuell vom 4.5. - Die Meldung lief auch im Ressort Politik) =

Berlin (dpa) - Knapp zwei Monate nach der Geburt ihrer Tochter Julia ist Familienministerin Manuela Schwesig am Mittwoch ins Kabinett zurückgekehrt. Blumen und Glückwunsche der Ministerkollegen gab es schon, als Schwesig noch zu Hause war - doch Umweltministerin Barbara Hendricks hatte noch ein besonderes Geschenk parat: eine selbst gestrickte Babyjacke. «Allerdings hat nicht sie gestrickt, sondern ihre Schwester», räumte Schwesig ein. Die Farbgebung der Jacke sei aber «gendermäßig korrekt mit grün, rosa, braun, blau ... da war alles drin». 

Pfälzisches Dorf drückt Trump die Daumen (Foto - Archiv vom 4.5. - Die Meldung lief auch im Ressort Politik) =

Kallstadt (dpa) - In der pfälzischen Heimat seiner Vorfahren wünscht man Donald Trump (69) viel Erfolg bei der anstehenden US-Wahl. «Wir hätten nicht gedacht, dass er so weit kommt», sagte der Bürgermeister von Kallstadt, Thomas Jaworek (CDU), dem Radiosender SWR info. «Und jetzt drücken wir ihm natürlich die Daumen für die Präsidentschaftskandidatur.» Die gesamte Gemeinde habe die Vorwahlerfolge von Trump gespannt verfolgt. Der New Yorker Milliardär gewann am Dienstag die Vorwahl im Bundesstaat Indiana. Sein Konkurrent Ted Cruz stieg danach aus dem Rennen aus.  

Ingolf Lück kauft wieder Kondome (Foto - aktuell vom 4.5.) =

Berlin (dpa) - Den Schauspieler Ingolf Lück (58) holt beim Thema Verhütung die Vergangenheit ein. Mehr als 25 Jahre nach dem Erfolg des Kino- und TV-Spots «Tina, wat kosten die Kondome?» hat Lück für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nachgelegt: Für die neue Präventionskampagne «Liebesleben» spielt er in Sakko und Seidenschal einen Vater, der mit seinem Film-Sohn den Kondomkauf im Supermarkt aus anderer Perspektive erlebt. 1989 war Lück für die damalige Kampagne «Gib' Aids keine Chance» mit Stirnband und runder Brille zu sehen gewesen.

Ex-Rennfahrer David Coulthard sitzt privat auf dem Beifahrersitz (Foto - aktuell vom 4.5.) =

Rust (dpa) - Der frühere Formel-1-Rennfahrer David Coulthard (45) sitzt privat lieber auf dem Beifahrersitz. «Meine Lebensgefährtin fährt besser als ich», sagte der Brite in Rust bei Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. «Im normalen Straßenverkehr ist sie viel konzentrierter.» Er dagegen liebe das Spitzentempo und die Rennstrecke. Für längere Reisen nutze er lieber das Flugzeug. «Das ist praktischer.» Coulthard, der frühere Rennfahrer Jean Alesi (51) und andere sind europaweit mit der Freizeitfahrveranstaltung «Gumball 3000» auf Tour. Sie machte Station im Europa-Park in Rust.

Baz Barne folgt Liselotta: Frederick Lau wird wieder Vater (Foto - Archiv vom 4.5.) =

Berlin (dpa) - Der Schauspieler Frederick Lau (26, «Victoria») ist zum zweiten Mal Vater geworden. Seine Frau Annika habe ihren Sohn Baz Barne am Dienstagmorgen zur Welt gebracht, sagte er «Bild.de» am Dienstag. «Wir sind überglücklich und alle sind wohlauf», so Lau. Am Abend erschien der Schauspieler zur Premiere seines neuen Films «Wie Männer über Frauen reden» im Berliner Zoo Palast. «Ich habe den ganzen Tag über alle Termine abgesagt», sagte Lau. «Aber hier musste ich einfach herkommen. Ich lasse ja meine Freunde nicht hängen.» Das Ehepaar Lau hat bereits eine 2014 geborene Tochter namens Liselotta.

Jörg Hartmann: Mädchen sollen nicht nur in Schminkecken stehen (Foto - Archiv vom 4.5.) =

Berlin (dpa) - Der Schauspieler Jörg Hartmann (46, «Tatort») will seine beiden Töchter zu selbstbewussten Frauen erziehen. Er wolle ihnen zeigen, dass es «als Mädel nicht nur darum gehen sollte, sich aufzubrezeln und in den Schminkecken der Drogerien herumzustehen, während Jungs in die Welt hinausziehen und sich mit anderen Inhalten beschäftigen», sagte Hartmann dem Magazin «Myway» (Juni-Ausgabe). Er kritisierte, dass «die alten Frauen- und Männerbilder» derzeit wieder erstarken.

TV-Talker Heiner Bremer macht Schluss (Foto - Archiv vom 4.5.) =

Berlin (dpa) - Heiner Bremer, 23 Jahre lang Nachrichtenmoderator und Talker bei RTL und n-tv, beendet seine Fernsehkarriere. Der Journalist und Politik-Experte nehme seinen 75. Geburtstag am 11. Juli zum Anlass, um in Zukunft beruflich kürzer zu treten, teilte n-tv am Mittwoch mit. Am 6. Juni um 17.10 Uhr werde er zum letzten Mal in der Sendung «Das Duell bei n-tv» mit seinen Gästen die wichtigsten politischen Themen der Woche diskutieren. Bei Großereignissen will er dem Nachrichtensender aber weiterhin als Politikexperte zur Verfügung stehen.

Chanel veranstaltet erstmals Mode-Show in sozialistischem Havanna (Foto - aktuell vom 4.5.) =

Havanna (dpa) - Glamour zwischen Ruinen: Das französische Modehaus Chanel hat erstmals eine Fashion Show im sozialistischen Kuba ausgerichtet. Designer-Ikone Karl Lagerfeld präsentierte am Dienstagabend (Ortszeit) seine neue Cruise-Kollektion 2016/2017 vor imposanter Kulisse auf der berühmten Promenade Paseo del Prado in Kubas Hauptstadt Havanna. Für die Schau war die Promenade unter freiem Himmel zwischen den teilweise schwer ramponierten Kolonialbauten in der Altstadt der Karibikmetropole zum Catwalk umfunktioniert worden.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Do, 2016-05-05 16:38
Kopenhagen (dpa)

Dänisches Sterne-Restaurant «Noma» zurück in Kopenhagen

Kopenhagen (dpa) - Das dänische Restaurant «Noma» bekocht nach einem Gastspiel in Australien seit diesem Donnerstag wieder Feinschmecker in Kopenhagen. Für zehn Wochen war Küchenchef René Redzepi mit seinem Team nach Sydney umgezogen, um dort ein Pop-Up-Restaurant zu eröffnen. Nach dem Ende des Experiments sind die «Noma»-Köche in ihre Heimat zurückgekehrt. Es wurde auch höchste Zeit - denn inzwischen hat das Kopenhagener Restaurant «Geranium» den Gourmettempel auf der Michelin-Skala überholt: Es kann sich seit Februar als erstes dänisches Lokal überhaupt mit drei Sternen schmücken, während das «Noma» nur mit zwei Sternen ausgezeichnet ist.

Do, 2016-05-05 16:33
Istanbul (dpa)

Machtkampf in der Türkei: Regierungschef Davutoglu gibt auf

Die AKP bekommt einen neuen Parteichef, die Türkei einen neuen Ministerpräsidenten: Davutoglu gibt auf. Oppositionsführer Kilicdaroglu warnt vor einem Machtzuwachs Erdogans - und vor einer «Diktatur» in der Türkei.

Istanbul (dpa) - Im Machtkampf mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gibt der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu seine Ämter als Partei- und Regierungschef auf. Davutoglu kündigte am Donnerstag in Ankara einen Sonderparteitag der AKP am Sonntag in zweieinhalb Wochen an, bei dem er nicht mehr für den Vorsitz der islamisch-konservativen Partei kandidieren werde.

Das bedeutet auch, dass Davutoglu danach nicht mehr als Regierungschef weitermachen wird. Er werde seine Arbeit als Abgeordneter weiterführen, sagte er.

Davutoglu versuchte den Eindruck zu zerstreuen, sein Rücktritt sei auf einen Konflikt mit Erdogan zurückzuführen. «Ich werde die Loyalitätsbeziehung zu unserem Präsidenten bis zu meinem letzten Atemzug weiterführen», sagte Davutoglu. «Seine Familienehre ist meine Familienehre. Seine Familie ist meine Familie.» Davutoglu drückte auch Bedauern aus und sagte, dass sein vorzeitiges Amtsende nicht seine Wahl war, sondern das «Ergebnis einer sich ergebenden Notwendigkeit».

Davutoglu war Erdogan als Partei- und Regierungschef nachgefolgt, als dieser im August 2014 zum Präsidenten gewählt wurde. Für die EU und Bundeskanzlerin Angela Merkel war Davutoglu in der Flüchtlingskrise der Verhandlungspartner auf der türkischen Seite. Davutoglu und Merkel gelten als Architekten des Flüchtlingspakts.

Türkische Medien hatten über wachsende Unzufriedenheit Erdogans mit Davutoglus zunehmend eigenmächtiger Partei- und Regierungspolitik berichtet. Auch aus der AKP waren entsprechende Stimmen zu hören. Am Mittwochabend war es zu einem Treffen Davutoglus mit Erdogan im Präsidentenpalast gekommen. Der AKP-Parteivorstand hatte Davutoglus Macht erst kürzlich beschnitten und dem Vorsitzenden das Recht genommen, Funktionäre auf Bezirks- und Provinzebene zu ernennen.

Erdogan-Anhänger verdächtigen Davutoglu, die Macht des Präsidenten untergraben zu wollen. Die beiden Spitzenpolitiker lagen nach Medienberichten unter anderem wegen einer von Erdogan angestrebten Verfassungsänderung zur Einführung eines Präsidialsystems im Clinch. Die Änderung würde Erdogan als Staatsoberhaupt mehr Macht verleihen.

Um ein Verfassungsreferendum über das Präsidialsystem abzuhalten, benötigt die AKP eine 60-Prozent-Mehrheit im Parlament. Dazu fehlen der Partei zurzeit 13 Sitze. Als mögliche Nachfolger Davutoglus werden nach einem Bericht der Zeitung «Cumhuriyet» Verkehrsminister Binali Yildirim und Erdogans Schwiegersohn, Energieminister Berat Albayrak, gehandelt. Beide gelten Erdogan gegenüber als absolut loyal.

Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu befürchtet nach einem Wechsel im Amt des Regierungschefs eine Ausweitung der Macht Erdogans. Davutoglus Rücktritt werde zu einer «Bekräftigung der Diktatur in der Türkei» führen, sagte Kilicdaroglu der Deutschen Presse-Agentur in Ankara. «Erdogan möchte einen Ministerpräsidenten, der ihm zu hundert Prozent gehorcht.»

Der Chef der Mitte-Links-Partei CHP sagte weiter, Erdogan habe immer wieder Druck auf Davutoglu ausgeübt und nie gewollt, dass der Regierungschef «außerhalb des Willens des Staatspräsidenten agiert». Eine Zustimmung seiner Partei zu dem von Erdogan und der AKP angestrebten Präsidialsystem schloss Kilicdaroglu kategorisch aus. «Wir akzeptieren kein Präsidialsystem, unter keinen Bedingungen.» Erdogan sei für ihn schon jetzt «ein Diktator».

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu hatte Davutoglu bereits am Dienstag angedeutet, dass er nicht um jeden Preis an seinem Amt festhalten werde. Er werde eher sein «Ego mit Füßen treten», als dem Wohle der Partei zuwiderzuhandeln, sagte er demnach bei einer Rede in Ankara.

Wegen des Machtkampfes stürzte die Türkische Lira ab. Am Donnerstag fiel sie gegenüber dem Euro auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten.

Do, 2016-05-05 16:21
Damaskus (dpa)

Mindestens zwöf Tote bei Doppelanschlag in Zentralsyrien

Damaskus (dpa) - Bei einem Doppelanschlag auf eine von der Regierung beherrschte Stadt in Mittelsyrien sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Bei der Explosion zweier Bomben in Muharram Fukani seien zudem mehr als 40 Menschen verletzt worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, zwei Selbstmordattentäter hätten sich mit einem Auto und einem Motorrad in die Luft gesprengt.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die Stadt liegt jedoch unweit des syrischen Gebietes, das von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beherrscht wird. Die Extremisten haben bereits mehrfach Attentate in dem Bürgerkriegsland verübt.

Östlich von Muharram Fukani hatte der IS zuvor nach drei Tagen heftiger Kämpfe das wichtige Gasfeld Al-Schair eingenommen, wie die Menschenrechtler weiter erklärten. Die Terrormiliz hatte dieses Gebiet bereits im Sommer 2014 kurzfristig unter Kontrolle, wurde jedoch von Kräften des Regimes wieder zurückgedrängt.

Do, 2016-05-05 16:14
Alto (dpa)

Tesla will schon 2018 eine halbe Million Elektroautos produzieren

Die Flut der Vorbestellungen beim gerade angekündigten Model 3 von Tesla stellt den Elektroauto-Anbieter vor ein Problem: Bei aktueller Produktion müssten die Kunden Jahre warten. Also legt Firmenchef Elon Musk ein Tempo vor, das die Branche verändern könnte.

Palo Alto (dpa) - Der Elektroauto-Hersteller Tesla fährt seine Produktion viel schneller als geplant hoch und peilt für 2020 die Marke von einer Million Fahrzeugen an. Schon 2018 - zwei Jahre früher als angekündigt - soll die Kapazität auf 500 000 Autos jährlich hochgeschraubt werden. Hintergrund ist die starke Nachfrage nach dem vor kurzem vorgestellten günstigeren Tesla-Wagen Model 3, für den binnen weniger Wochen rund 400 000 Vorbestellungen eingingen. Beim aktuellen Produktionstempo müssten Kunden Jahre auf ihr Auto warten.

«Wir sind versessen darauf, der beste Hersteller der Welt zu werden», sagte Musk in einer Telefonkonferenz am späten Mittwoch. Im vergangenen Jahr lieferte Tesla erst gut 50 000 Autos aus.

Das 35 000 Dollar teure Model 3 soll Ende 2017 auf den Markt kommen. Bisher gelang es Tesla bei keinem seiner Modelle, den Zeitplan zu halten. Der SUV Model X kam mit mehr als einem Jahr Verspätung, seine Produktion lief auch zuletzt noch zu langsam an, wie Tesla einräumte. Zusammen mit der Ankündigung der neuen Produktionsziele wurde bekannt, dass die beiden zuständigen Top-Manager Greg Reichow und Josh Ensign das Unternehmen verlassen werden.

Für Zulieferer wurde der 1. Juli 2017 als Frist gesetzt, bis zu der sie ihre Teile für Model 3 produktionsbereit haben müssen, wie Musk sagte. Das bedeute allerdings nicht, dass dann schon die Fertigung beginnen werde, weil es bei irgendwelchen der vielen Bauteile immer Verzögerungen gäbe. «Auch wenn dann 99 Prozent lieferbar sein sollten, können wir immer noch nicht bauen.» Er gehe aber davon aus, dass im zweiten Halbjahr 2017 etwa 100 000 bis 200 000 Fahrzeuge des Model 3 gebaut werden.

Das vergangene Quartal schloss Tesla mit einem niedrigeren Verlust als von Analysten erwartet ab. Der Fehlbetrag stieg im Jahresvergleich aber immer noch von 154,2 auf 282,3 Millionen Dollar (246,6 Mio Euro).

Die Anleger begrüßten die Nachrichten am Mittwoch zunächst mit einem nachbörslichen Kurssprung von acht Prozent. Zum US-Handelsbeginn am Donnerstag waren sie bereits skeptischer - die Aktie gab um mehr als ein Prozent nach.

Die Auslieferungsprognose für dieses Jahr von bis zu 90 000 Fahrzeugen bestätigte Tesla. Im ersten Quartal wurden rund 15 500 Autos ausgeliefert, für das laufende Vierteljahr sind 17 000 anvisiert - im Rest des Jahres wird die Firma also noch deutlich zulegen müssen.

Zugleich zogen die Bestellungen des wichtigsten Fahrzeugs Model S, das zum Beispiel in Deutschland mindestens 88 000 Euro kostet, im Jahresvergleich um 45 Prozent an, wie die kalifornische Firma nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Der Konzernumsatz stieg um 15 Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar.

Do, 2016-05-05 16:32
Goma/Kigali (dpa)

Ruandischer Hutu-Rebellenführer im Kongo festgenommen

Goma/Kigali (dpa) - Kongolesische Sicherheitskräfte haben im Osten des Landes den Anführer Leopord Mujyambere einer berüchtigten ruandischen Hutu-Miliz festgenommen. Mujyambere sei aus Goma in die Hauptstadt Kinshasa geflogen worden und werde nun verhört, erklärte der kongolesische Informationsminister Lambert Mende am Donnerstag.

Mujyambere ist demnach der Anführer des militärischen Flügels der Rebellen der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR). Der Gruppe werden schwere Verbrechen an der Zivilbevölkerung im Osten des Kongos vorgeworfen. Es blieb zunächst unklar, ob sich die ruandische Regierung um seine Auslieferung bemühen würde.

Die gut 20 000 Soldaten umfassende UN-Blauhelmmission im Ostkongo unterstützt die örtlichen Streitkräfte im Kampf gegen die FDLR. In der Region sind infolge der Kongokriege von 1996 bis 2003 mehrere Rebellengruppen und Milizen aktiv. Oft geht es ihnen vor allem um die Ausbeutung von Bodenschätzen wie Gold oder das für die Herstellung von Mobiltelefonen nötige Kobalt.

Do, 2016-05-05 15:45
Edmonton (dpa)

Waldbrand schlägt 90 000 Kanadier in die Flucht

Meterhoch schlagen sich die Flammen durch die kanadische Provinz Alberta, Wind trägt das Feuer weiter nach Norden. Tote oder Verletzte gibt es bislang nicht, doch Zehntausende Menschen bangen um ihr Zuhause.

Edmonton (dpa) - Ein folgenschwerer Waldbrand in der kanadischen Provinz Alberta hat rund 90 000 Menschen in die Flucht geschlagen. Es handele sich um die größte wegen Bränden veranlasste Evakuierung in der Geschichte der Provinz, teilte das Rote Kreuz am Mittwoch mit. Ganze Gemeinden seien verwüstet worden, Tote oder ernsthaft Verletzte gab es demnach aber nicht. Das auf einer Fläche von etwa 100 Quadratkilometern wütende Feuer zerstörte laut der Regierungschefin von Alberta, Rachel Notley, 1600 Gebäude. Für die Provinz wurde der Notstand ausgerufen.

Berichten zufolge erschwerten Benzinknappheit und Staus die Evakuierung. Feuerwehrleute hatten zudem wegen ungünstiger Wetterbedingungen Schwierigkeiten, die Flammen in Schach zu halten. Fort McMurrays Feuerwehrchef Darby Allen sprach von einem «ekelhaften, dreckigen Feuer» und dem schlimmsten Tag seiner Karriere bei der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte erwarteten, dass der Wind die Brände noch weiter nach Norden trägt.

Die flüchtenden Menschen kamen in Notunterkünften unter. «Unsere Teams setzen sich in Bewegung, um die betroffenen Menschen, Familien und Gemeinden auf jede mögliche Art zu unterstützen», sagte Jean-Philippe Tizi, Vizepräsident für Notfallmanagement beim Roten Kreuz, das auch zu Spenden für die Betroffenen aufrief.

Mehr als 250 Feuerwehrleute waren im Einsatz, wie die Provinz Alberta mitteilte. «Unser Fokus liegt ganz und gar darauf, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und sie aus der Stadt zu bringen», sagte Notley. Nach Angaben der Forstbehörde kämpften zudem neun Löschflugzeuge und ein Dutzend Hubschrauber gegen die Flammen.

Das Feuer war schon am Wochenende südwestlich der Stadt ausgebrochen, starker Wind trieb die Flammen dann am Dienstag nach Fort McMurray. Die Provinz Alberta hatte 2015 die schlimmste Dürre seit 50 Jahren erlebt und leidet seit vergangener Woche unter einer Hitzewelle.

Das Gebiet rund um Fort McMurray ist für den Abbau von Ölsand bekannt. Die teerartige Substanz, die ähnlich aussieht wie klebriger Asphalt, lagert dort in riesigen Mengen etwa 30 Meter unter der Erdoberfläche. Das stark ölhaltige Produkt wird im Übertagebau abgebaut.

Do, 2016-05-05 16:00
McMurray (dpa)

«Halten Sie durch»: Furcht und Flucht vor Feuer in Kanada Von Johannes Schmitt-Tegge, dpa

Milder Winter, früher Frühling, trockene Luft und Wind: Für die Waldbrände im kanadischen Alberta herrschen ideale Bedingungen. Während Anwohner die Flucht ergreifen und Ölkonzerne dort ihre Produktion herunterfahren, kämpfen die Feuerwehrleute weiter.

Fort McMurray (dpa) - «Katastrophal», «mehrköpfiges Monster», «ekelhaftes, dreckiges Feuer» - die Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta sind nur wenige Tage alt und schon jetzt überbieten sich Retter und Regierungsvertreter in ihrer Wortwahl. Selbst Albertas Regierungschefin Rachel Notley, die den Menschen angesichts der meterhohen Flammen und massenhaften Flucht vor dem Feuer Mut zusprechen und Hoffnung machen sollte, schreibt nach einem Flug über die Brände auf Facebook: «Der Blick aus der Luft ist herzzerreißend.» Ihr Foto zeigt dichte Rauchwolken über den Nadelwäldern.

Tote oder ernsthaft Verletzte melden die Einsatzkräfte vorerst nicht. Doch die Stimmung, die bei der Evakuierung von rund 90 000 Menschen in der Luft liegen muss, ist kaum vorstellbar: Benzinknappheit und lange Staus auf den Straßen während manche Menschen in ihren Häusern noch versuchen, hastig ein paar Habseligkeiten zusammenzuklauben, Haustiere reisefertig zu machen und Verwandte zu erreichen. Was nimmt man mit, wenn man sein ganzes Haus verlieren könnte? Essen und Wasser? Campingausrüstung? Die Geburtsurkunde, Erinnerungsfotos?

In der am härtesten getroffenen Stadt Fort McMurray ist es spätabends am Mittwoch, als auch Bewohner dreier südlich gelegener Gemeinden aufgefordert werden, ihre Sachen zu packen. Der Notstand ist in Kraft getreten, die Polizei geht von Tür zu Tür, die Busse fahren um Mitternacht. «Wir sind hier in der Blacksand Lodge», twittert eine Frau aus einer Gegend, die noch nicht geräumt wird. «Halten Sie durch», schreibt die zuständige Gemeinde zurück. «Ich bin nur besorgt, weil ich hier ein Baby habe», schreibt die Frau weiter. «Bitte lassen Sie uns so bald wie möglich raus.»

Auf einer Fläche von rund 100 Quadratkilometern - mehr als die Größe der Insel Sylt - fressen sich die Flammen voran und zerstören mindestens 1600 Gebäude, während mehr als 250 Feuerwehrleute, neun Löschflugzeuge und ein Dutzend Hubschrauber den Brand zu bändigen versuchen. Nach Ausbruch des Feuers am Wochenende hatten Rauchwolken und die Hitze von teils 800 bis 1000 Grad Celsius die Retter nach eigenen Angaben am Dienstag gar daran gehindert, über die Feuerfront hinweg zu fliegen.

Es sind die Kräfte der Natur, die dem Brandteppich einen perfekten Nährboden liefern: Wegen des milden Winters habe es nur wenig Schmelzwasser aus den Bergen gegeben, erklärt Mike Wotton von der kanadischen Forstverwaltung dem Fernsehsender CBC. Daraufhin hätten abgestandene Luftmassen über Alberta gehangen und zu niedriger Luftfeuchtigkeit geführt. «Dann kam ein früher, heißer Frühling und alles wurde sehr trocken. Und obendrein wurde es windig.» 2015 herrschte in Alberta die schlimmste Dürre seit 50 Jahren.

Während Zehntausende in Notunterkünften ausharren, bei Freunden, Verwandten oder in Hotels unterkommen, haben die Brände noch ganz andere Folgen: In der für den Abbau von Ölsand bekannten Gegend fahren Ölkonzerne wie Shell und Cnooc ihre Produktion herunter. Es gehe um die Sicherheit der Mitarbeiter, falls das Feuer den Standort in Long Lake erreiche, teilt der chinesische Konzern Cnooc mit. Prompt springt der Ölpreis im asiatischen Handel am Donnerstag und klettert um 65 Cent auf 45,27 US-Dollar pro Barrel.

Schon jetzt schicken Versicherungen Mitarbeiter, um die Kosten in voraussichtlicher Millionenhöhe zu schätzen. Doch da bisher keine Todesopfer gemeldet werden, twittert die Gemeinde Buffalo Wood den Gedanken, der in diesen Stunden am wichtigsten ist: «Beruhigen Sie sich mit dem Wissen, dass Ihre Freunde und Ihre Familie sicher sind.»

Do, 2016-05-05 15:13
Delhi (dpa) 

Wasser-Aktivisten demonstrieren in Neu Delhi

Neu Delhi (dpa) - Gut einen Monat vor Beginn der Regenzeit haben Demonstranten in der indischen Hauptstadt Neu Delhi Reformen beim Umgang mit Wasser gefordert. Hunderte Mitglieder der Nichtregierungsorganisation Jal Jan Jodo - etwa: «Gemeinsam für Wasser» - forderten von der Regierung einen besseren Umgang mit natürlichen und künstlichen Wasserreservoirs. Die Zeit werde knapp, bis der nächste Monsun beginne. Wenn die Politik jetzt nicht handle, alte Flussbetten wiederbelebe und bessere Staumöglichkeiten schaffe, komme die nächste Gelegenheit dazu erst wieder in einem Jahr.

Jal Jan Jodo wird angeführt vom bekannten indischen Wasser-Aktivisten Rajendra Singh. Der Träger des Stockholmer Wasserpreises setzt sich seit Jahrzehnten für einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser in Indien ein. Die meisten Demonstranten kamen aus der Region Bundelkhand, die zurzeit unter extremem Wassermangel leidet.

Aktuell herrscht in Indien eine der schlimmsten Dürren seit Jahrzehnten. Laut Regierungsangaben sind rund 330 Millionen Menschen davon betroffen, mehr als ein Viertel der Bevölkerung.

Do, 2016-05-05 15:15
Islamabad (dpa)

Ratten-Invasion in pakistanischer Stadt

Islamabad (dpa) - Eine Stadt in Pakistan bekämpft eine Invasion angeblich katzengroßer Ratten, die auch Kinder beißen. Die Nagetiere sollen bei der großen Überschwemmung von 2010 in die Stadt Peshawar im Nordwesten des Landes gespült worden sein. Woher sie kamen, wie groß sie wirklich sind und ob die Population tatsächlich «Hunderttausende» erreicht hat, wie verängstigte Bewohner sagen, ist schwer nachprüfbar. Opfer sagen, die Ratten seien überall und kaum einzuschüchtern. Nach einem Bericht der Zeitung «Dawn» sollen die Tiere seit Beginn der Invasion schon fünf Kleinkinder getötet haben.

Bisse, so viel ist sicher, gibt es zuhauf. In den vergangenen viereinhalb Wochen hätten die Ärzte am größten Krankenhaus der Stadt, der Lady Reading-Klinik, 445 Patienten mit Rattenbissen behandeln müssen, sagte Sprecher Jameel Shah am Donnerstag. 206 der Opfer seien Kinder gewesen. So etwas habe es noch nie gegeben.

Am Sonntag hatten Anwohner einiger Viertel in einer Demonstration die Regierung aufgefordert, endlich etwas zu tun. «Go, choohas, go», riefen sie, «geht weg, Ratten, geht weg!».

Ein Beamter des Gesundheitsamtes sagte, Teams legten Rattengift aus. Ein Belohnungssystem für von Bürgern getötete Ratten habe aber gestoppt werden müssen. Es hatte jedem, der mit einem abgeschnittenen Rattenschwanz kam, umgerechnet 20 Cent versprochen. Es war aber der starke Verdacht aufgekommen, dass nicht nur Rattenschwänze aus der Stadt abgeliefert wurden, sondern auch vom Land.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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