Mo, 2015-03-02 16:48
Brüssel (dpa)

Kommt das noch in die Tüte? Europa will Zahl der Plastikbeutel senken Von Marion Trimborn, dpa (Foto - Illustration

Plastiktüten sind billig und praktisch - und schaden der Umwelt. Jetzt will die EU den Verbrauch drosseln. Doch die neuen Regeln haben Lücken. Ob sie die Umwelt wirklich vor der Tüte beschützen?

Brüssel (dpa) - Wer kennt das nicht: Man steht im Supermarkt an der Kasse und hat seine Tasche vergessen. «Und eine Tüte, bitte!», sagt man dann schnell. Oder greift zu den Beuteln, die verführerisch ausliegen. Auch, wenn die Tüte 10 oder 15 Cent kostet und das Umweltgewissen ein bisschen plagt. In Drogeriemärkten, Boutiquen und Elektrogeschäften gibt es Beutel sogar meist noch gratis. Zuhause landet die Tüte dann oft im Müll.

Das ist ein Problem, zumal die Plastikflut kontinuierlich wächst. In der EU landen jährlich acht Milliarden Beutel in der Landschaft oder im Meer, mit verheerenden Folgen. «Weggeworfene Kunststofftragetaschen können noch Hunderte von Jahren überdauern», warnt die EU-Kommission. Sie schätzt, dass 94 Prozent der Nordseevögel inzwischen Plastik im Bauch haben. Würden weniger Tüten produziert, würde man zudem Energie und Ressourcen sparen.

Nun nimmt die EU den Kampf gegen die Plastiktüten auf - doch weniger radikal als zunächst geplant. So fand ein Vorstoß für ein europaweites Verbot keine Mehrheit unter den EU-Staaten. Seit Jahren setzt Brüssel nun schon auf freiwillige Selbstverpflichtungen des Handels, ohne dass der Trend sich dreht. Nach jüngsten Zahlen von 2010 nutzt jeder Europäer durchschnittlich 176 leichte Einwegtüten pro Jahr. Diese Zahl soll nach dem Willen der EU bis zum Jahr 2025 nun auf 40 sinken.

Beim Handel sind Plastiktüten, die mit dem eigenen Logo bedruckt werden, als Werbemittel sehr beliebt, wie Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) beklagt: «Plastiktüten sind in der Anschaffung billig, und man erreicht damit auf der Straße mehr Verbraucher als mit einem Werbefilm.»

Die Deutschen sind dabei noch vergleichsweise vorbildlich. Das ist laut Handelsverband Deutschland (HDE) auch dem durch den grünen Punkt weit verbreiteten Recyclingsystem zu verdanken. Betrachtet man europaweit den Verbrauch von Plastiktüten - Einweg und Mehrweg - so liegt Deutschland auf dem viertbesten Platz. Bei den Einwegtüten ist es immerhin noch Platz sechs (mit 64 Tüten). Umweltbewusste Spitzenreiter sind nach EU-Angaben Dänemark und Finnland mit vier Einwegtüten pro Kopf und Jahr. Schlusslichter sind dagegen Polen, Portugal und die Slowakei mit 466.

Somit bleibt auch in Deutschland noch einiges zu tun. Die bis 2019 angestrebte Zielmarke von 90 Tüten wird zwar jetzt schon unterboten. Bis 2025 muss der Verbrauch aber sinken. Wie das zu schaffen ist, ist umstritten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) plant keine Abgabe oder gar Verbote. Dafür spreche «derzeit nichts», sagt die Sprecherin der Ministerin.

Umweltverbände kritisieren das. «Es bleibt wohl mal wieder dem Handel überlassen, wie er diese Ziele erreicht», meint Fischer von der Deutschen Umwelthilfe. «Wir fordern eine Abgabe von mindestens 22 Cent oder mehr pro Tüte. Nur dann denkt der Verbraucher darüber nach, ob er eine Plastiktüte nimmt.» Als Vorbild gilt Irland, wo eine neue Abgabe den Verbrauch von Plastiktüten rapide von 328 auf 18 je Bürger und Jahr senkte.

Auch wenn die EU nun handelt, wimmelt das neue EU-Gesetz noch von Ausnahmen. So beziehen sich die Vorgaben nur auf leichte Einwegtüten, die heute noch oft an den Kassen liegen. Ausgenommen sind dagegen ganz dünne Beutel, in die Obst, Gemüse oder auch Frischfleisch verpackt werden. Ein Verbot hätte zur Folge gehabt, dass noch schädlichere Schalen aus Schaumstoff gefördert würden, lautet das Argument. Auch dicke Tüten, die mehrfach benutzt werden können, sind von den Regeln nicht betroffen. Die Umweltschutzorganisation European Environmental Bureau (EEB) fordert ein Verbot neuartiger Tüten, die vorgeben, biologisch abbaubar zu sein, obwohl sie es nicht sind.

Das Thema bleibt also auf der europäischen Agenda. Die EU-Kommission jedenfalls mahnt: Man müsse Maßnahmen treffen, «um ein sehr ernstes und gut sichtbares Umweltproblem zu lösen».

Mo, 2015-03-02 16:40
Bremen (dpa)

Terrorgefahr in Bremen: Beschlagnahmtes Material wird geprüft

Nach dem Alarm am Wochenende folgt in Bremen das Aufatmen: Die Lage bleibt auch am Montag ruhig. Doch es gibt Kritik am Vorgehen der Polizei bei der Durchsuchung eines islamischen Kulturzentrums. Dabei zogen sich die Ermittler vorher extra noch Überschuhe an.

Bremen (dpa) - Nach den Hinweisen auf eine Terroranschlags-Gefahr in Bremen ist die Lage in der Hansestadt am Montag ruhig geblieben. Am Wochenende hatte es Warnungen vor einem möglichen Handel mit Maschinenpistolen in der islamistischen Szene gegeben. Es folgten Razzien, unter anderem in einem islamischen Kulturzentrum, und zwei vorübergehende Festnahmen.

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) wies am Montag Vorwürfe des muslimischen Verbandes Schura zurück, bei der Durchsuchung des Kulturzentrums seien die Beamten unangemessen und respektlos vorgegangen.

Die Polizei habe für den Zugriff bewusst ein Zeitfenster während einer Gebetspause gewählt. Bei der Durchsuchung hätten die Einsatzkräfte außerdem extra Überschuhe angezogen, um nicht unnötig religiöse Gefühle zu verletzen. Die Einsatzkräfte seien im Gebäude auf insgesamt 28 Männer und 5 Kinder und Jugendliche gestoßen.

Es seien keine Kinder gefesselt worden, betonte die Sprecherin des Senators. «Aus Eigensicherungsgründen wurden allein stehenden Männern Handfesseln angelegt, dies galt nicht für die Kinder sowie die Väter in Begleitung ihrer Kinder», hieß es.

«Es bestand der Verdacht, dass sich automatische Waffen in dem betreffenden Verein befanden - aus diesem Grund drangen Spezialeinsatzkräfte schlagartig in das Kulturzentrum ein.» Die polizeilichen Maßnahmen seien gewaltfrei erfolgt. Anders als vorgeworfen, habe sich die Polizei trotz der befürchteten, konkreten Gefahrenlage so rücksichtsvoll wie möglich gegenüber religiösen Ritualen und Gefühlen in einer Moschee benommen.

Die Staatsanwaltschaft wertet nun das Material aus, das bei den Razzien beschlagnahmt wurde. Ein 39-jähriger Libanese und ein weiterer Mann waren vorübergehend festgenommen worden. «Für einen Haftbefehl gibt es derzeit keinen Ansatz», sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Bremen, Silke Noltensmeier.

Bei Razzien waren in der Wohnung des Libanesen, an seinem Arbeitsplatz und in dem islamischen Kulturzentrum schriftliche Unterlagen beschlagnahmt worden. Außerdem sollen Laptops ausgewertet werden, sagte die Staatsanwältin.

Mo, 2015-03-02 16:34
Washington (dpa)

Netanjahu: Rede vor US-Kongress nicht gegen Obama gerichtet

Washington (dpa) - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will seine Rede vor dem US-Kongress nicht als Angriff auf Präsident Barack Obama verstanden wissen. Die Rede am Dienstag sei nicht als «Respektlosigkeit» gegen Obama gemeint, sagte Netanjahu am Montag vor der pro-israelischen Lobby-Organisation Aipac. Er sei dankbar für alles, was Obama für Israel getan habe.

Seine Entscheidung, vor dem versammelten Kongress zu sprechen, war zuvor auf Kritik gestoßen und teils als Affront gegen Obama gewertet worden. Obama wird nicht mit Netanjahu zusammentreffen, weil die Rede nicht mit ihm abgesprochen war und der Besuch in Washington zudem nur zwei Wochen vor den Wahlen in Israel stattfindet.

Mit Blick auf den jahrelangen Streit um das iranische Atomprogramm warnte Netanjahu, dass ein Iran mit Atomwaffen das Überleben Israels gefährden könne.

Bei uns geht's um die Welt.
Kommen Sie doch mit!

6 Ausgaben
im Jahr für nur 33,50 Euro

- 20 %

PRODUKT
der Woche

Kissen mélange

119,00 €
95,20 €

Kuschelkissen gibt es viele, aber nur selten sind sie so weich, robust und luxuriös wie diese hier. Die vollkommen chemikalienfrei verarbeitete Rohwolle wird nur mit Soda gewaschen und mit getrockneten Lavendelblüten als natürlichem Milben- und Mottenschutz vermengt. Machen Sie es sich gemütlich!

Jetzt bestellen
Mo, 2015-03-02 15:56
Brüssel/Berlin (dpa)

Umweltverschmutzung: EU sagt den Plastiktüten den Kampf an und Grafik Nr. 20069 und 22336

Im Laden greift der Kunde gerne mal zur Plastiktüte. Doch die Beutel richten verheerende Umweltschäden an. Die EU will die Plastik-Flut nun eindämmen und gibt strenge Ziele vor.

Brüssel/Berlin (dpa) - Die Europäische Union (EU) sagt den Plastiktüten den Kampf an. Um die Zahl der umweltschädlichen Einwegtüten zu senken, dürfen die EU-Staaten künftig die Beutel besteuern oder national sogar verbieten. Das beschlossen die EU-Minister nach Diplomatenangaben am Montag in Brüssel und segneten die schon länger debattierten Pläne endgültig ab. Zudem sollen sich die Staaten konkrete Ziele setzen, damit die Menschen ihre Einkäufe nicht mehr so häufig in Plastiktaschen nach Hause tragen.

Bis Ende 2025 soll jeder Europäer im Schnitt nur noch 40 Beutel pro Jahr verbrauchen - zuletzt (Stand 2010) waren es noch 176 Einwegtüten. Deutschland schnitt nach EU-Angaben etwas besser ab, der Verbrauch lag 2010 bei 64 Einwegtüten pro Kopf.

In den 28 EU-Ländern könnten die Menschen künftig stärker zur Kasse gebeten werden. Teilweise müssen Kunden schon heute im Laden geringe Centbeträge für Plastiktüten zahlen, doch häufig sind die Beutel noch gratis.

Die Bundesregierung hat noch nicht entschieden, wie sie die Vorgabe umsetzen will. Derzeit spreche «nichts dafür, in Deutschland Abgaben oder gar Verbote zur Reduzierung des Verbrauchs an Plastiktüten einzuführen», sagte eine Sprecherin von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Montag in Berlin. Man werde mit Umweltverbänden, Verbraucherschützern, Ländern und der Wirtschaft über das Thema diskutieren. Vom Handel gebe es positive Signale zur Kooperation.

Das Umweltbundesamt (UBA) hatte vorgeschlagen, Plastiktüten etwa in Kaufhäusern und Bekleidungsgeschäften nicht mehr umsonst abzugeben. Umweltschützer verweisen darauf, dass in Irland nach Einführung einer Abgabe die Anzahl der Plastiktüten von 328 auf 18 je Bürger und Jahr gesunken sei.

In der Debatte war Ministerin Hendricks im Januar bereits eine von 118 000 Menschen unterzeichnete Petition zur Eindämmung des Tütenverbrauchs überreicht worden. Dabei geht es um eine Umweltabgabe auf alle Plastiktüten von 22 Cent. Derzeit werden demnach allein in Berlin 5000 Tüten innerhalb von zehn Minuten ausgegeben.

Die Pläne sollen vor allem der Umwelt helfen. Es kann Hunderte Jahre dauern, bis sich Plastikbeutel in der Natur zersetzen. Ein Problem sind Müllteppiche aus Plastiktüten und Kunststoff im Meer. Der Abfall kann - etwa in kleinsten Teilchen - zum Beispiel von Tieren aufgenommen werden und sie schwächen oder töten.

Nicht betroffen von den EU-Vorgaben sind robuste Mehrfachtüten oder extrem dünne Tüten, die für Obst, Gemüse oder Frischfleisch gebraucht werden. Die Pläne treten 20 Tage nach Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft, was in den nächsten Tagen erwartet wird.

Mo, 2015-03-02 15:47
Tallinn (dpa)

Regierende Koalition verliert Mehrheit bei Parlamentswahl in Estland

Aus der Wahl in Estland ist die liberale Partei zwar als stärkste Kraft hervorgegangen. Aber die Koalition unter ihrer Führung büßte ihre Mehrheit ein. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden.

Tallinn (dpa) - Nach einem vom Ukraine-Konflikt überschatteten Wahlkampf hat die Regierungskoalition in Estland ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Die liberale Reformpartei von Regierungschef Taavi Rõivas und die mitregierenden Sozialdemokraten verloren insgesamt sieben Mandate. Die Reformpartei bleibt jedoch stärkste Kraft im Parlament und Rõivas dürfte auch der künftige Regierungschef sein. Allerdings standen schwierige Koalitionsverhandlungen bevor.

Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt die Reformpartei auf 30 von 101 Sitzen. Dahinter folgt die linksgerichtete Zentrumspartei, die über enge Kontakte zu Moskau verfügt, (27 Sitze) vor den mitregierenden Sozialdemokraten mit 15 Sitzen. Eine Zusammenarbeit mit der Zentrumspartei schloss Rõivas aus. Stammwähler der Zentrumspartei sind die Mitglieder der russischen Minderheit Estlands, die etwa ein Viertel der rund 1,3 Millionen Einwohner ausmacht.

Die konservative Freie Partei eroberte auf Anhieb 8 Sitze, die EU-skeptische Konservative Volkspartei erreichte 7 Mandate. Das nationalkonservative Wahlbündnis IRL verlor 9 Sitze und stellt künftig 14 Abgeordnete. Die Wahlbeteiligung lag mit 64,2 Prozent etwas höher als 2011.

Die Wahl stand unter dem Eindruck der Ukraine-Krise, die in Estland neue Sicherheitsängste ausgelöst hatte. Während die bisherige Regierung auf stärkere Nato-Präsenz drängt, plädiert die Zentrumspartei für mehr Dialog mit Moskau. 

Die veränderte Zusammensetzung des Parlaments erfordere eine «breit angelegte Zusammenarbeit zwischen den Parteien», betonte Präsident Toomas Hendrik Ilves. Er will nun Konsultationen mit den Parlamentsparteien aufnehmen. Es wurde mit längeren Koalitionsverhandlungen gerechnet.

Die Reformpartei will am Montagabend das Wahlergebnis diskutieren, teilte ein Sprecher mit. Noch in der Nacht wurde Rõivas von Medien bei Gesprächen mit den Parteichefs der Sozialdemokraten und der Freien Partei gesichtet.  

Mo, 2015-03-02 14:58
Bagdad (dpa)

Großoffensive gegen IS - Irakische Kräfte rücken auf Tikrit vor

Armee, schiitische Milizen und sunnitische Kämpfer wollen den IS aus Saddams Heimatstadt vertreiben. Es ist der bisher größte Angriff auf den IS - und ein Test, wie stark Iraks Streitkräfte sind.

Bagdad (dpa) - Nach dem Beginn der bisher größten Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rücken irakische Kräfte auf die strategisch wichtige Stadt Tikrit vor. Die Armee und schiitische Milizen griffen die Heimatstadt des früheren Diktators Saddam Hussein am Montag aus mehreren Richtungen an, um sie aus der Gewalt der sunnitischen Extremisten zu befreien. Nach Armeeangaben beteiligen sich 30 000 Mann an der Offensive, darunter auch Kämpfer sunnitischer Stämme.

Irakische Medien meldeten am Montag erste Erfolge. So seien die Streitkräfte in den Ort Al-Dur südlich von Tikrit vorgerückt. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht. Erfolgsmeldungen der irakischen Armee haben sich in der Vergangenheit häufig als falsch herausgestellt. Der IS verbreitete im Internet Bilder, die belegen sollten, dass er Al-Dur weiter kontrolliert.

Die Offensive in Tikrit gilt auch als Test, ob die irakischen Streitkräfte in der Lage sind, die Extremisten aus einer großen Stadt zu vertreiben. Die Stadt liegt rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad an einer wichtigen Verbindungsstraße zwischen der Hauptstadt und der nordirakischen IS-Hochburg Mossul, die die irakischen Streitkräfte in diesem Jahr ebenfalls angreifen wollen.

Zudem hat Tikrit als früherer Heimatort Saddam Husseins und Hochburg sunnitischer Regierungsgegner große symbolische Bedeutung. Seit der Eroberung durch den IS waren mehrere Versuche der Armee gescheitert, die Stadt wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die IS-Terrormiliz hatte Tikrit vor rund neun Monaten kurz nach der Einnahme Mossuls mit Hilfe sunnitischer Verbündeter unter Kontrolle gebracht. Mittlerweile beherrscht sie im Norden und Westen des Iraks, aber auch in Syrien große Gebiete, in denen sie ein «Islamisches Kalifat» ausgerufen und eine Terrorherrschaft errichtet hat.

Ein Korrespondent des Nachrichtensenders Al-Arabija berichtete, es gebe Befürchtungen, schiitische Kämpfer könnten sich an Sunniten in Tikrit rächen. Die allermeisten der rund 190 000 Einwohner sollen aus der Stadt geflohen sein. Der UN-Sondergesandte für den Irak, Nickolay Mladenov, rief alle bewaffneten Kräfte in Tikrit auf, alles zu tun, um die Zivilisten zu beschützen. Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi hatte am Sonntag gesagt, der Schutz der Einwohner habe Priorität.

Erst am Wochenende hatte die IS-Terrormiliz im Nordosten Syriens eine empfindliche Niederlage erlitten. Dort konnten kurdische Kräfte die Extremisten aus dem Ort Tell Chamis vertreiben und eine wichtige Versorgungsroute der Extremisten in den Irak abschneiden.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

weiterlesen

Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

weiterlesen

England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

Außerdem Interessant

Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

weiterlesen

Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

Außerdem Interessant

Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

1 2 3
Mo, 2015-03-02 14:54
Berlin (dpa)

Nabu: Jede zweite Fledermausart gefährdet oder vom Aussterben bedroht )

Berlin (dpa) - Mopsfledermaus und Kleine Hufeisennase in Gefahr: In Deutschland sind 4 der 24 heimischen Fledermausarten vom Aussterben bedroht. Außerdem seien 8 weitere gefährdet, 3 davon schwer, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Montag in Berlin mit. Zu den vom Aussterben bedrohten Spezies gehören demnach die Große und Kleine Hufeisennase sowie die Wimpern- und Mopsfledermaus.

«Ursache für die starken Bestandseinbrüche der meisten Fledermausarten in den vergangenen Jahrzehnten ist vor allem die intensive Landwirtschaft», sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich des Tags des Artenschutzes an diesem Mittwoch.

Viele Fledermaus-Quartiere würden vom Menschen unbewusst zerstört, zum Beispiel durch die Renovierung von Dachböden. Eine weitere große Gefahr seien die vielen Windkraftanlagen im Land. Jährlich sollen durch die Rotoren mehr als 250 000 Tiere zu Tode kommen.

Mo, 2015-03-02 14:45
021445 Mrz 15)

Mindestens ein Soldat im Kriegsgebiet Donbass getötet

Kiew (dpa) - Nach Tagen der Entspannung im Kriegsgebiet Ostukraine ist nach Militärangaben trotz der Waffenruhe im Donbass mindestens ein Soldat getötet worden. Vier Kämpfer der Regierungseinheiten seien verletzt worden, sagte Militärsprecher Andrej Lyssenko am Montag in Kiew. Die Armeeführung und die Aufständischen warfen sich gegenseitig Dutzende Verstöße gegen die Feuerpause vor.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko stellte in Kiew mit einem Erlass die Weichen für einen Antrag für eine internationale Friedensmission im Donbass. Kürzlich hatte der prowestliche Staatschef einen Einsatz unter UN-Mandat mit EU-Beteiligung gefordert. Separatistenführer Denis Puschilin sprach sich in der Großstadt Donezk dagegen aus. Im Westen gilt eine solche Mission als unwahrscheinlich.

Mo, 2015-03-02 14:38
Lublin (dpa)

Polen fasst neue Sicherheitsstrategie ins Auge

Lublin (dpa) - Polens nationaler Sicherheitschef Stanislaw Koziej hat sich für eine neue Sicherheitsstrategie des Landes ausgesprochen. Diese solle auf Aggressionen unterhalb eines «offenen Krieges» reagieren, sagte Koziej am Montag im ostpolnischen Lublin.

«Ich denke an Hybridkrieg, an geheime oder halbgeheime Aggression, bei der nicht klar ist, ob das Krieg ist oder nicht», sagte Koziej. «Darauf müssen wir uns vorbereiten und gleichzeitig die Bündnispartner in der Nato davon überzeugen.»

In einem sogenannten Hybridkrieg kämpfen Soldaten ohne nationale Hoheitsabzeichen. Auch Cyberattacken und gezielte Desinformation können einen Hybridkrieg begleiten.

Er halte es für wenig wahrscheinlich, dass der Konflikt im Nachbarland Ukraine zu Militäraktionen in Polen führen werde, sagte der Sicherheitsberater von Präsident Bronislaw Komorowski. «Die Überquerung der Nato-Grenze wäre für einen Aggressor eine schrecklich schwere Entscheidung. Ein Krieg mit der Nato ist eine unvorstellbare Entscheidung, auch wenn man nichts völlig ausschließen kann.»

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
keine Anzeige von RWE Autostrom

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

keine Anzeige von Metro Group

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
keine Anzeige von Bild

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!


Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

keine Anzeige von Grünländer

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

keine Anzeige des türkischen Tourismus-Ministers

Seiten