So, 2015-04-19 20:34
Helsinki (dpa)

Hochrechnung: Stubb-Regierung in Finnland abgewählt

Helsinki (dpa) - Die konservative Partei von Regierungschef Alexander Stubb hat die Parlamentswahl in Finnland nach einer ersten Hochrechnung verloren. Laut den Zahlen des Fernsehsenders Yle landete sie am Sonntag mit 18,0 Prozent hinter der liberalen Zentrumspartei mit 21,1 Prozent.

So, 2015-04-19 19:04
Stuttgart (dpa)

Stuttgarter NSU-Ausschuss befasst sich mit rechter «Neoschutzstaffel»

Stuttgart (dpa) - Der Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuss geht am Montag (9.30 Uhr) Hinweisen auf eine rechtsextreme «Neoschutzstaffel» (NSS) im Raum Heilbronn nach. Der frühere Neonazi Florian H. hatte den Ermittlern von so einer Vereinigung berichtet und einen Mann mit Spitznamen «Matze» als Mitglied benannt. Florian H., der erklärt hatte, er kenne die Mörder der Polizistin Michèle Kiesewetter, starb im Herbst 2013 in einem brennenden Auto in Stuttgart. «Matze» konnte erst kürzlich von den Ermittlern identifiziert werden. Er und sein Vater sollen nun als Zeugen vor dem Landtagsgremium aussagen.

Dem «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU) werden neun Morde an Migranten und die Ermordung Kiesewetters 2007 in Heilbronn vorgeworfen. Der Landtagsausschuss arbeitet die Bezüge des NSU nach Baden-Württemberg und mögliches Behördenversagen im Südwesten auf.

So, 2015-04-19 19:00
Wiesbaden (dpa)

NSU-Ausschuss in Hessen hört Fraktionsobleute aus dem Bundestag

Wiesbaden (dpa) - Der hessische NSU-Untersuchungsausschuss steigt am Montag (10.00 Uhr) in Wiesbaden in die nächste Phase seiner Arbeit ein. Als sachverständige Zeugen werden die Abgeordneten anderer Untersuchungsausschüsse zum «Nationalsozialistischen Untergrund» über ihre Ergebnisse berichten. Als erste sind aus dem Bundestag die Abgeordneten Clemens Binninger (CDU), Eva Högl (SPD) und Petra Pau (Linke) an der Reihe.

Der hessische Ausschuss soll vor allem das Verhalten der Behörden nach dem NSU-Mord 2006 in Kassel klären. In den ersten öffentlichen Sitzungen hatten sich die Abgeordneten mit Hilfe von Experten einen Überblick über den Rechtsextremismus in Hessen und in der Bundesrepublik verschafft. Diese Reihe wird am Montag abgeschlossen mit dem Leiter der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Albrecht Schreiber.

Die rechtsextreme Terrorgruppe NSU soll zwischen 2000 und 2007 neun türkisch- und griechischstämmige Kleinunternehmer und eine Polizistin getötet haben.

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So, 2015-04-19 19:30
Abuja (dpa)

18 Tote in Nigeria - Ursache vermutlich Alkoholvergiftung

Abuja (dpa) - Im Süden Nigerias sind innerhalb kurzer Zeit 18 Menschen mit ähnlichen Symptomen gestorben, vermutlich an einer Alkoholvergiftung. Blutuntersuchungen deuteten auf diese Ursache hin, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Ondo, Dayo Adeyanju, am Sonntag dem Sender «Channels Television» zufolge. Die bisherigen Tests hätten ergeben, dass die Opfer alkoholische Getränke zu sich genommen hätten. Im Anschluss klagten sie über starke Kopfschmerzen und verloren ihre Sehkraft. Es gebe derzeit noch fünf weitere Erkrankte in der Stadt Ode Irele. Die genauen Hintergründe würden weiter untersucht.

Erste Tests auf Viren und Bakterien hätten keine Hinweise auf eine Infektion ergeben. Rückenmarks-, Blut-, und Urinproben würden im Labor noch weiter untersucht, hieß es von der nigerianischen Gesundheitsbehörde. Eine medizinische Spezialeinheit mache vorsichtshalber alle ausfindig, die mit den Verstorbenen Kontakt hatten.

Gregory Härtl von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte über den Kurznachrichtendienst Twitter zunächst mitgeteilt, dass eine Vergiftung mit Pflanzenschutzmitteln als Ursache vermutet werde.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Olusegun Mimiko, betonte im Fernsehen, die Krankheit habe keine Ähnlichkeit mit Ebola. In Westafrika haben sich seit vergangenem Jahr mehr als 25 000 Menschen mit dem Ebolavirus infiziert, mehr als 10 000 sind gestorben. Am schwersten betroffen waren Liberia, Guinea und Sierra Leone.

So, 2015-04-19 19:34
Helsinki (dpa) 

Trend: Liberale bei Wahl in Finnland vorn - Regierung droht das Aus

In Finnland stehen die Zeichen auf Wechsel: Die Regierung des Konservativen Stubb muss sich nach ersten Zahlen auf eine Schlappe gefasst machen. Ein Ex-Manager könnte neuer Regierungschef werden.

Helsinki (dpa) - Bei der Parlamentswahl in Finnland hat sich am Sonntagabend ein Regierungswechsel abgezeichnet. Nach Auszählung von einem Drittel der Stimmen lag die Nationale Sammlungspartei von Ministerpräsident Alexander Stubb mit 17,9 Prozent hinter der liberalen Zentrumspartei mit 23,3 Prozent. «Lasst uns abwarten», kommentierte der konservative Politiker die ersten Zahlen.

Der erste Platz bei der Parlamentswahl gibt in Finnland traditionell das Recht zur Regierungsbildung. Neuer Ministerpräsident würde demnach Zentrums-Chef Juha Sipilä. Er sei «sehr zufrieden» mit den ersten Trends, sagte der frühere Geschäftsmann im finnischen Fernsehen.

Die Sozialdemokraten kamen nach den Zahlen als drittstärkste Kraft auf 17,7 Prozent der Stimmen. Die populistische Partei der Finnen erreichte 15,8 Prozent. Sie rutschten damit im Vergleich zur Parlamentswahl 2011 leicht ab. Damals hatten sie mit Anti-EU-Parolen einen überragenden Erfolg gefeiert. «Wir hätten besser abschneiden können, aber ich bin zuversichtlich, dass wir heute noch mehr Stimmen bekommen», sagte Parteichef Timo Soini am Sonntag.

An einer künftigen Regierung unter IT-Millionär Sipilä könnten die Finnen beteiligt sein: Eine Zusammenarbeit mit den einwanderungs- und Euro-kritischen Rechtspopulisten hatte der 53 Jahre alte frühere Geschäftsmann nicht ausgeschlossen. Die Partei der Finnen fordert unter anderem einen Austritt Griechenlands aus dem Euro.

Mehr als die Diskussion um Finanzhilfen hatten aber die darbende finnische Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit und die Spannungen mit Russland die Wahldebatten bestimmt. Einen möglichen Nato-Beitritt des Landes hatte keine der Parteien zum Wahlkampfthema gemacht.

Mit einem vorläufigen Endergebnis der Wahl in Finnland wurde bis spätestens Mitternacht (MESZ) gerechnet.

So, 2015-04-19 18:37
Gablenz/Görlitz (dpa)

Erde sackt auf Grundstück ab - Ursache für Tagebruch unbekannt

Gablenz/Görlitz (dpa) - Auf einem Grundstück nahe Görlitz an der polnischen Grenze hat sich über Nacht die Erde aufgetan. Der Boden sei auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern um etwa drei bis vier Meter abgesackt, teilte die Polizei in Görlitz am Sonntag mit. Bei dem Areal soll es sich um eine alte Kohlegrube handeln. Ein Experte des Sächsischen Oberbergamtes prüfte den Fall in Kromlau im Landkreis Görlitz und entschied, dass keine Gefahr für die beiden Wohnhäuser in der Nähe bestehe. Nach der Ursache für den Tagebruch - ein Bergschaden, der nach Veränderungen im Untergrund bis an die Erdoberfläche reicht - soll ab Montag von den zuständigen Behörden gesucht werden.

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So, 2015-04-19 18:17
Fürstenberg/Oranienburg (dpa)

Überlebende gedenken Befreiung der KZ Ravensbrück und Sachsenhausen

Sie sind viele Kilometer gereist, um am 70. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen dabei zu sein. Mit Schweigeminute, Gebeten und Kranzniederlegungen gedenken die Überlebenden jener Mithäftlinge, die dem Nazi-Terror nicht entkamen.

Fürstenberg/Oranienburg (dpa) - 70 Jahre nach der Befreiung der Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen haben Überlebende und Politiker Widerstand gegen Rassismus gefordert. «Das Böse lauert überall. Wir müssen es rechtzeitig erkennen», mahnte Annette Chalut, Präsidentin des Internationalen Ravensbrück-Komitees, am Sonntag im brandenburgischen Fürstenberg. Die KZ-Überlebende rief die jüngeren Generationen auf, die Erinnerung wachzuhalten und wachsam zu sein.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) betonten bei den Gedenkveranstaltungen in Sachsenhausen und Ravensbrück, aus den Gräueltaten der Nationalsozialisten ergebe sich eine Verpflichtung und Verantwortung. «Wollen wir etwa in einem Land leben, in dem es immer noch Antisemitismus und Ausgrenzung gibt? In dem Asylbewerberheime in Brand gesteckt werden?», fragte Steinmeier. «Wir dürfen nicht schweigen, wenn wir Zeuge werden von Rassismus, Antisemitismus, Extremismus», betonte Wanka.

Mehr als 2700 Menschen aus aller Welt waren laut Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zu den zentralen Gedenkveranstaltungen in Fürstenberg und Oranienburg gekommen, darunter rund 160 frühere Häftlinge. Mit Schweigeminuten, Kranzniederlegungen, Gesängen und Gebeten gedachten sie ihrer gestorbenen Mithäftlinge.

«Unsere Kameradinnen, die hier ums Leben kamen, dürfen nie vergessen werden. Jede Erinnerung bringt sie uns nahe», betonte Chalut. Gemeinsam mit Daniela Schadt, Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, und Anna Komorowska, Ehefrau des polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski, pflanzte sie Rosenstöcke auf dem Massengrab an der «Mauer der Nationen».

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) rief zu Mitmenschlichkeit und Toleranz auf. «Es ist unsere Verpflichtung, nicht nur aus der Geschichte, sondern aus unserer grundlegenden Menschlichkeit heraus solidarisch zu handeln und Mitmenschlichkeit und Toleranz zu zeigen», sagte er mit Blick auf Flüchtlinge, die heute in Deutschland Asyl suchen.

In Ravensbrück starben nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mehr als 25 000 Frauen und 2500 Männer. Etwa 132 000 Frauen und Kinder, 20 000 Männer und 1000 weiblichen Jugendliche aus mehr als 40 Nationen wurden hier gefangen gehalten.

In Sachsenhausen waren rund 204 000 Menschen aus ganz Europa interniert, Zehntausende starben. Die genaue Zahl lässt sich nach Angaben der Stiftung nicht mehr ermitteln. Im Totenbuch, das auch online verfügbar ist, sind die Namen von 22 000 Opfern verzeichnet.

So, 2015-04-19 18:13
Radebeul (dpa)

Zum Mount Everest durch Weinberge - Treppenmarathon in Radebeul Von Simona Block, dpa

Für manche Extremsportler liegt der Mount Everest in Sachsen. 100 Mal die Spitzhaustreppe im Radebeuler Weinberg hoch und runter, dann sind 8848 Höhenmeter geschafft - ohne Atemgerät und Eispickel.

Radebeul (dpa) - Treppenstufen so weit das Auge reicht - ein Weinberg im sächsischen Elbtal ist für 66 Läufer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien und den USA der Weg zum Olymp. In 24 Stunden zum «Dach der Welt» - ohne Verschuldung, lange Anreise und Gefahren. «Für viele ist der Mount Everest eine unerreichbare Herausforderung», sagt der Organisator des 11. Radebeuler Treppenmarathons, Ulf Kühne. Am Wochenende vermittelte der Parcours über die Spitzhaustreppe am Elbhang Extremsportlern und Enthusiasten das Gefühl der Strapazen und die Euphorie geglückten Gipfelsturms.

War der Himmel beim Start noch wolkenverhangen, wärmte Sonne satt die nach kalter Nacht durchfrorenen Akteure aus Wien, Göttingen, Essen, Oldenburg, Nördlingen, Hradec Králové oder Lafayette Hill. Auf der Treppe zwischen Rebstöcken und Weinbergsmauern herrschte dichtes Gedränge. Wie eine Ameisenspur zogen sich Läuferketten in zwei Richtungen: durchtrainierte Typen im Laufschritt, zügig steigende Freizeitsportler oder sich fast hinauf schleppende Teilnehmer - wie Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz. Für die Kameraden, die je eine Runde schaffen mussten, war es eine Einsatzübung.

Der Jüngste des Feldes ist Jahrgang 1986, der Älteste Gunter Lanzsch. Der 70-Jährige wohnt am Fuß der Touristenattraktion. Die Verbindung vom Weingut Hoflößnitz zum Spitzhaus als Ort höfischer Feste ließ Kurfürst August der Starke (1670-1733) im 18. Jahrhundert anlegen. In den 1990er Jahren neu gebaut, bietet sie den Läufern festen Tritt - und abwärts Ausblicke in die Flusslandschaft. Schneidermeister Andreas Allwang wärmt sich hier für Gebirgsläufe in den Alpen auf und schätzt die Regelmäßigkeit der Stufen.

«Es ist durch das Bergablaufen sogar einfacher als in den Bergen, denn man setzt immer mit dem flachen Fuß auf», sagt der 38-Jährige aus München. Das sei ideales Training, aber wegen Müdigkeit, Kälte und Erschöpfung eine Herausforderung. «Spätestens zwischen sechs und acht Uhr morgens wird es ganz schwer.» Der Vorjahressieger hält mit 13:26:53 Stunden den Streckenrekord. Diesmal knackt er auch den Rundenrekord von 144 - zwei Stunden vor Rennende - und ist zudem wieder der Schnellste. Bei den Frauen schafft Antje Müller aus Großpösna bei Leipzig die 100 Runden als Erste.

Gunter Lanzsch wollte einfach durchhalten, was ihm auch gelang. Mit Temperaturen um 10 Grad und trockenem Wetter waren die Bedingungen ganz gut, als der Rentner zum vierten Mal über die Distanz ging. «Wenn ich es geschafft habe, klopfe ich mir immer auf die Schulter.» Auch er kämpfte sich je Runde 397 Sandsteinstufen und 422 Meter hoch und runter. Insgesamt sechs Frauen und 37 Männer liefen 100 Runden und damit 79 400 Stufen - und bekamen eine Medaille.

Der Mount Everest Stair Marathon sei was für Sportler mit «einem gewissen Hang zum Verrückten», meint Organisator Kühne. Für Harald Krauß von der Deutschen Ultramarathon Vereinigung sind «Treppenläufer die Exoten unter den Exoten». Veranstaltungen dieser Art gebe es kaum in freier Natur - meist werden Treppenhäuser in Wolkenkratzern wie dem Empire State Building in New York genutzt.

Der einzigartige Trail in Radebeul zieht Enthusiasten aus ganz Europa und Übersee an. Zahlreiche Zuschauer und die Trommler von Blechlawine Dresden mit ihren Ölfässern feuerten auch die Dreierseilschaften an, die sich «Wilde Täubchen», «Gipfelstürmer» oder «Treppenflitzer» nannten. Am Wendepunkt gab es Getränke, Obst, Kuchen oder Nudeln, die meisten nutzen den Abstieg zur Stärkung, sagt Kühne. «Wer auf Angriff läuft, macht keine Pause im Verpflegungszelt.»

So, 2015-04-19 18:05
Berlin (dpa)

Bundestag streitet: Vernichtung der Armenier oder Völkermord?

Der Papst spricht vom «ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts», das Europaparlament tut es und mit ihm viele andere Parlamente. Bundesregierung und Bundestag streiten, wenn es um die Bewertung der Vertreibung und Vernichtung der Armenier im Osmanischen Reich geht.

Berlin (dpa) - Vor der Bundestagsdebatte zum 100. Jahrestag der Verbrechen an den Armeniern im Osmanischen Reich mehren sich die Stimmen in der Union, die Massaker als Völkermord zu brandmarken. Im Entwurf der Bundesregierung für die Gedenkstunde am Freitag ist zwar von «Vernichtung der Armenier» die Rede, der Begriff «Völkermord» wird aber - offensichtlich mit Rücksicht auf das Verhältnis zur Türkei - nicht verwendet. Nach Schätzungen kamen bei der Vertreibung der Armenier im Ersten Weltkrieg bis zu 1,5 Millionen Menschen ums Leben.

«Der Tod Hunderttausender Armenier in der Endphase des Osmanischen Reiches war weder Unfall noch Zufall, sondern Völkermord», sagte CDU-Vize Julia Klöckner der «Welt am Sonntag». «Auch wenn es diplomatisch unklug sein mag und wir in Deutschland aufgrund unserer Geschichte anderen nicht überheblich ihre Geschichte vorhalten sollten, können wir dennoch das Kind beim Namen nennen.»

Der Armenien-Berichterstatter der Unionsfraktion, Christoph Bergner (CDU), kündigte an, er werde am Dienstag in der Fraktion dafür eintreten, «dass der Begriff Völkermord in den Antrag aufgenommen wird». Zwar verstehe er es, wenn Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) «um angemessene Formulierungen» ringe. Aber «die Beweise, dass es sich um einen Genozid handelt, liegen in den Archiven des Auswärtigen Amts». Das Osmanische Reich und das Deutsche Kaiserreich waren im Ersten Weltkrieg Bündnispartner.

Auch führende Vertreter von Grünen und Linken forderten die schwarz-rote Koalition auf, die Massaker klar als «Völkermord» zu benennen. «Die Bundesregierung ist mit ihrer Haltung unglaubwürdig und knickt vor der Türkei ein», sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur.

Grünen-Chef Cem Özdemir sagte der «Welt am Sonntag»: «Die CDU/CSU muss sich gut überlegen, auf welcher Seite sie in dieser historischen Debatte steht. Ich glaube nicht, dass die Partei Konrad Adenauers und Helmut Kohls an die Seite von Völkermordleugnern gehört.»

Der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger verlangte von der Bundesregierung, die «systematisch geplante und organisierte Vernichtung der armenischen Bevölkerung als Völkermord nach der UN-Konvention» anzuerkennen.

Bundespräsident Joachim Gauck spricht am Donnerstag bei einer Gedenkveranstaltung der Kirchen im Berliner Dom. «Ich würde mir wünschen, dass der Bundespräsident sich deutlicher äußert», sagte Grünen-Fraktionschef Hofreiter. «Ich mag ihm aber keine Vorschriften machen.»

Vor wenigen Tagen hatte Papst Franziskus die Ermordung der Armenier vor 100 Jahren als «ersten Völkermord im 20. Jahrhundert» bezeichnet und damit harsche Kritik der Türkei auf sich gezogen. Außenminister Steinmeier hatte den Standpunkt vertreten: «Die Gräuel der Vergangenheit lassen sich nicht auf einen Begriff oder den Streit um einen Begriff reduzieren.» Er selbst sprach nicht von Völkermord, aber von «Massakern» und «Gräueln am armenischen Volk».

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

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Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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So, 2015-04-19 18:06
Radebeul (dpa)

43 Läufer schaffen «Mount-Everest-Aufstieg» im Radebeuler Weinberg

Radebeul (dpa) - 43 Läufer haben am Wochenende beim 11. Mount Everest Treppenmarathon durch den Radebeuler Weinberg 100 Runden und damit 8848 Höhenmeter geschafft. Die Schnellsten waren Vorjahressieger Andreas Allwang aus München sowie Antje Müller aus Großpösna bei Leipzig. Insgesamt schafften 6 Frauen und 37 Männer das geforderte Pensum auf der Spitzhaustreppe im Radebeuler Weinberg. Allwang lief die Distanz in 13 Stunden und knapp 46 Minuten und knackte schon lange vor Ablauf der Zeit den Streckenrekord von 144 Runden. Müller beendete nach 16 Stunden und fast 17 Minuten die 100. Runde. Am Samstag waren rund 500 Läufer gestartet - die meisten kämpften sich in Teamwork in Seilschaften und Staffeln zum Gipfel.

So, 2015-04-19 18:30
Stuttgart (dpa)

Monate in Syrien festgehalten - Verschleppte Frau aus Tübingen frei

Monatelang hält ein mutmaßlicher Terrorist seine Ehefrau aus Tübingen in Syrien fest. Behörden in Deutschland und der Schweiz ermitteln. Fehlende Strukturen vor Ort erschweren die Hilfe. Nun hat der Mann die junge Frau und ihr Baby offenbar freiwillig gehen lassen.

Stuttgart (dpa) - Eine im vergangenen Herbst nach Syrien verschleppte Frau aus Tübingen ist wieder frei. Das bestätigte die Familie der 22-Jährigen den «Stuttgarter Nachrichten» und dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Auch nach dpa-Informationen hat die Frau das Bürgerkriegsland verlassen. Dem Recherchebund zufolge befinden sich die Deutsche und ihr im März geborenes Baby in der Türkei. Sie würden von Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes (AA) betreut. Das konnte eine AA-Sprecherin am Sonntag nicht bestätigen.

Der Ehemann der Frau, ein mutmaßlicher Al-Kaida-Kämpfer, soll seine zum Islam konvertierte Frau seit vergangenem Oktober in Syrien festgehalten haben. Am Samstag nun soll der Mann seine Frau und die gemeinsame Tochter überraschend im türkisch-syrischen Grenzgebiet nahe der türkischen Stadt Reyhanli freigelassen haben, berichtete der Rechercheverbund am Sonntag.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die seit geraumer Zeit gegen den Mann ermittelt, konnte zu der Freilassung nichts sagen. Einzelheiten zu dem Ermittlungsverfahren könnten nicht mitgeteilt werden, sagte eine Behördensprecherin am Sonntag.

Der Mann stammt nach Angaben der Schweizer Bundesanwaltschaft aus dem Kanton Thurgau. Laut Rechercheverbund ist er 21 Jahre alt, hat türkische Wurzeln und war im Herbst 2014 nach Syrien aufgebrochen, um sich dort der Al-Nusra-Front anzuschließen, dem syrischen Ableger des Terrornetzes Al-Kaida. Die damals Schwangere soll ihrem Ehemann demnach zunächst freiwillig zu einem vermeintlichen Urlaub in die Türkei gefolgt sein. Stattdessen sei das Paar aber in den Norden der umkämpften syrischen Stadt Aleppo gereist.

So, 2015-04-19 18:28
Rom/Brüssel (dpa)

700 Tote nach Flüchtlingsdrama befürchtet - Ruf nach Konsequenzen

Bis zu 700 Menschen könnten bei einer erneuten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer ertrunken sein. Es ist bereits das zweite Unglück in einer Woche. Die Kritik an der EU-Flüchtlingspolitik nimmt zu.

Rom/Brüssel (dpa) - Nach einem der schlimmsten Flüchtlingsdramen im Mittelmeer befürchten die italienischen Behörden bis zu 700 Tote. Ein Fischerboot mit Hunderten Menschen an Bord kenterte in der Nacht zum Sonntag vor der libyschen Küste, wie die Küstenwache mitteilte. Bis zum Abend konnten die Einsatzkräfte 28 Überlebende retten und 24 Leichen bergen. Genaue Angaben zur Zahl der Vermissten gab es nicht, die Suche nach Opfern dauerte am Abend noch an. Das zweite schwere Unglück im Mittelmeer innerhalb von nur einer Woche löste heftige Kritik an der EU-Flüchtlingspolitik aus.

Die EU-Außenminister wollen am Montag bei ihrem Treffen in Luxemburg über Konsequenzen beraten. «Solch grausame Verbrechen erfordern eine europäische Antwort», sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini setzte das Thema auf die Tagesordnung. Italiens Regierungschef Matteo Renzi sagte am Sonntag alle Termine ab und berief ein Ministertreffen ein. Frankreichs Staatspräsident François Hollande forderte mehr Überwachungsboote im Rahmen der EU-Grenzschutzmission «Triton».

Das Unglück hatte sich kurz vor Mitternacht etwa 70 Seemeilen (130 Kilometer) vor der libyschen Küste ereignet. Vermutlich brachten die Flüchtlinge das völlig überladene Boot selbst zum Kentern. Sie hatten einen Notruf abgesetzt, woraufhin der portugiesische Frachter «King Jacob» zur Hilfe eilte. Als dieser sich näherte, stürmten die Migranten alle auf eine Seite des Bootes, das dann umkippte.

Die herbeigerufenen Retter suchten den gesamten Sonntag über mit etwa 20 Booten und Flugzeugen an der Unglücksstelle nach Überlebenden, jedoch ohne Erfolg. «Das Wasser hat eine Temperatur von etwa 17 Grad. Wenn sich jemand an etwas festhält, könnte er überlebt haben», sagte Filippo Marini, Sprecher der Küstenwache, dem TV-Sender Rai. Viele der Migranten konnten jedoch vermutlich nicht schwimmen. Die Küstenwache warnte, möglicherweise werde es keine Gewissheit über die Zahl der Toten geben, da das Meer an der Stelle sehr tief sei.

Laut UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) könnte es sich um das schlimmste Drama der jüngsten Vergangenheit in der Region handeln. «Sollte sich die Bilanz dieser erneuten Tragödie bestätigen, sind in den vergangenen zehn Tagen mehr als 1000 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen», sagte die UNHCR-Sprecherin Carlotta Sami. Anfang der Woche waren nach Berichten von Überlebenden bereits 400 Menschen bei einem anderen Unglück umgekommen. Seit Anfang des Jahres wären es damit nach UNHCR-Schätzungen mehr als 1600 tote Flüchtlinge.

De Maizière bezeichnete die Bekämpfung der Schlepperbanden als zentralen Punkt. «Wir dürfen und werden es nicht dulden, dass diese Verbrecher aus bloßer Profitgier massenhaft Menschenleben opfern», erklärte er in Berlin. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte in der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin», entscheidend sei die Situation in Libyen: «Nur stabile Verhältnisse dort werden auch verhindern, dass Libyen weiterhin von den Schleppern und Schlepperorganisationen benutzt wird.» Die EU-Kommission betonte, es sei wichtig, mit den Herkunfts- und Transitländern zusammenarbeiten.

In ganz Europa nahm die Kritik an der Flüchtlingspolitik der EU zu. Politiker und Hilfsorganisationen forderten einen Kurswechsel oder eine Fortsetzung des ausgelaufenen Rettungsprogramms «Mare Nostrum». Papst Franziskus appellierte, «mit Entschlossenheit und Schnelligkeit» zu handeln, um ähnliche Tragödien zu verhindern. Die Flüchtlingsinitiative «Watch The Med» erklärte: «Das Sterben muss ein Ende haben. Wir fordern sichere und legale Wege, um Zufluchtsorte zu erreichen, ohne sich in tödliche Gefahren begeben zu müssen.»

So, 2015-04-19 17:38
Fürstenberg/Oranienburg (dpa)

KZ-Überlebende kehren zurück - «Es ist wahrscheinlich das letzte Mal» Von Marion van der Kraats, dpa

Der Weg zurück fällt ihnen schwer - nicht nur körperlich. Aber die KZ-Überlebenden von Ravensbrück und Sachsenhausen wissen, dass ihnen nicht viel Zeit bleibt. Darum werden sie nicht müde, an die Nazi-Gräuel zu erinnern.

Fürstenberg/Oranienburg (dpa) - Sie sind aus vielen Ländern angereist, um an den Ort zurückzukehren, an dem sie unvorstellbares Leid erlitten haben. «Es ist wahrscheinlich das letzte Mal, dass ich hierherkomme», sagt Herta Iris Avri aus Israel. Als das Konzentrationslager Ravensbrück vor 70 Jahren befreit wurde, gehörte sie zu den jüngsten Häftlingen. «Heute bin ich eine der Ältesten», stellt die 85-Jährige fest und lässt ihren Blick über das Areal des einst größten Frauenlagers der Nazis auf deutschem Gebiet schweifen. Rund 1500 Gäste aus aller Welt sind am Sonntag ins brandenburgische Fürstenberg gekommen, um der Opfer zu gedenken. Besonders stark vertreten sind Polen und Franzosen, viele im jugendlichen Alter.

Die Präsidentin des Internationalen Ravensbrück-Komitees, Annette Chalut, sieht gerade die junge Generation in der Pflicht: «Es obliegt den kommenden Generationen, diese Erinnerung zu bewahren», sagt sie - und fordert Wachsamkeit: «Das Böse lauert überall. Wir müssen es rechtzeitig erkennen.» Voller Sorge beobachten die Überlebenden des Nazi-Terrors eine neue Welle von Rassismus und Antisemitismus.

Roger Bordage, Präsident des Internationalen Sachsenhausen-Komitees, betont bei der Gedenkveranstaltung im etwa 50 Kilometer entfernten früheren KZ Sachsenhausen: «Aus diesem Grund werden wir, die Überlebenden, niemals nachlassen, den jungen Generationen Europas über die Geschichte dieser Orte Zeugnis abzulegen.»

Die Niederländerin Selma van de Perre wird nicht müde, den jungen Generationen von ihrem Schicksal zu berichten. Die 92-Jährige lebt heute in London. Regelmäßig kehrt sie nach Deutschland zurück, um von ihrem Schicksal zu berichten. «In fünf Tagen bin ich wieder hier für einen Workshops mit Studenten», sagt sie.

Aus mehr als 40 Ländern stammten die etwa 132 000 Frauen und Kinder, 20 000 Männer und 1000 weiblichen Jugendlichen, die in Ravensbrück gefangen waren. Mehr als 25 000 Frauen und 2500 Männer starben nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Im KZ Sachsenhausen waren rund 204 000 Menschen interniert, mehrere 10 000 starben.

Den Überlebenden ist anzusehen, wie schwer die Rückkehr fällt. Mit roten Nelken oder Rosen, Gebeten und Gesängen gedenken sie ihrer toten Mithäftlinge. Weil sie überlebt haben, sehen sie es als ihre Pflicht an, über die Nazi-Gräuel zu berichten. Bis heute.

Sie sind einen langen Weg gegangen, um in ihr Leben vor dem Konzentrationslager zurückzukehren - viele sind bis heute nicht angekommen. Unter dem Titel «Ravensbrück 1945: Der lange Weg zurück ins Leben» berichtet die Gedenkstätte davon. 21 Biografien dokumentieren die Erlebnisse der Frauen auf dem Heimweg. Das beginnt bei der schwierigen Suche nach Nahrung und Unterkunft, geht über sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen bis hin zur ernüchternden Heimkehr. So stellte die Berliner Sängerin Eva Busch nach ihrer Rückkehr fest: «Seit kurzer Zeit war ich unter normalen Menschen. Ich gehörte nicht mehr zu ihnen.»

Auch Herta Iris Avri lässt die Erinnerung nicht los: «Ich träume immer noch von den Dingen - und dann schreie ich.» Trotzdem ist sie erneut nach Ravensbrück gekommen. «Ich will mich verabschieden», sagt die im Rollstuhl sitzende Frau leise.

So, 2015-04-19 17:24
Hamm (dpa)

Kölner Fußballfans bedrängen AfD-Chef Lucke im ICE

Hamm (dpa) - AfD-Chef Bernd Lucke ist auf einer Bahnfahrt zwischen Berlin und Köln von zwei Anhängern des Fußballclubs 1. FC Köln bedrängt worden. Sie sollen den 52-jährigen Co-Vorsitzenden der rechtskonservativen Partei Alternative für Deutschland am Samstag auf ihrem Rückweg vom Bundesligaspiel bei Hertha BSC gedrängt haben, aus dem ICE zu steigen, wie am Sonntag «express.de» berichtete. «Wir wollen keine Nazis hier!», hätten sie zu ihm gesagt. Lucke, der mit seiner Frau im Bistrowagen saß, wies die Neonazivorwürfe laut AfD-Sprecher Christian Lüth zurück.

Ein Zugbegleiter, der versucht hatte, den Streit zu schlichten, alarmierte schließlich die Bundespolizei. Daraufhin seien Beamte in Hamm in den Zug gestiegen, sagte am Sonntag ein Sprecher in St. Augustin. Im Bistrowagen hätten sie den Zugbegleiter und zwei Kölner Fans angetroffen. Lucke hatte das Bahnrestaurant mit seiner Frau verlassen. Hinweise auf eine Straftat habe es nicht gegeben, erklärte die Bundespolizei. Es liege auch keine Anzeige vor.

Das bestätigte auch Lüth. Lucke habe keine Anzeige gestellt. In Wuppertal sei das Ehepaar Lucke regulär ausgestiegen. Er habe dort Termine gehabt, so Lüth.

So, 2015-04-19 17:24
Kiew/Donezk (dpa) 

Steinmeier fordert von Putin Wahrung der Einheit der Ukraine

Die Führung in Kiew und der Westen sehen die Einheit der Ukraine als Grundlage des Friedensplans für den Donbass. Berichte über russische Unterstützung für eine mögliche Loslösung der Separatistengebiete sorgen in Berlin für Beunruhigung.

Kiew/Donezk (dpa) - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat Russland zur Wahrung der Einheit der krisengeschüttelten Ukraine ermahnt. «Auf der Grundlage ist die Minsker Vereinbarung geschrieben und verhandelt worden», sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin». Eine mögliche Anerkennung der Separatistengebiete im Donbass als unabhängige Staaten durch Russland würde den Friedensprozess für die Ostukraine «immens erschweren».

Kremlchef Wladimir Putin hatte zwar am Samstag im russischen Staatsfernsehen eine Anerkennung der Gebiete Donezk und Luhansk als eigenständig vorerst ausgeschlossen. Doch Russland beobachte die Entwicklungen im Kriegsgebiet Donbass weiter, sagte Putin. Im März 2014 hatte sich Russland unter Protest der ukrainischen Führung und des Westens die Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibt.

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe in der Ostukraine warfen sich Militär und prorussische Separatisten am Wochenende den Einsatz von schwerer Kriegstechnik vor. Armeesprecher Andrej Lyssenko berichtete in Kiew von Angriffen auf Soldaten unter anderem mit Granatwerfern. Die Aufständischen hielten dem Militär der Agentur Interfax zufolge Attacken mit Geschossen mit einem Kaliber von bis zu 120 Millimetern vor. Eigentlich sollten schwere Waffen nach dem Minsker Friedensplan aus dem Frontgebiet bereits abgezogen worden sein.

Fast täglich kommt es im Donbass zu Verstößen gegen die Mitte Februar vereinbarte Waffenruhe. Vor allem bei der Ortschaft Schyrokyne in der Nähe der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer war die Lage nach Angaben der Konfliktparteien gespannt. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) berichteten indes, die Feuerpause bei Schyrokyne halte bereits seit mehr als zwei Tagen.

Nach Darstellung der Führung in Kiew wurden in der Krisenregion zuletzt mindestens vier Soldaten verletzt. Seit Beginn der Kämpfe vor einem Jahr wurden in dem Konflikt nach UN-Schätzungen mehr als 6000 Menschen getötet.

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Erschienen in Ausgabe 3.15

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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