Di, 2015-04-21 12:45
Berlin (dpa)

UNHCR vermutet zunehmende Zahl an Flüchtlingen in Libyen

Berlin (dpa) - Das UN-Flüchtlingswerk UNHCR rechnet mit steigenden Flüchtlingszahlen in Libyen. «Mit zunehmender Gesetzlosigkeit im Land ist der Grenzschutz immer schwächer», sagt die UNHCR-Beauftragte für Flüchtlingsschutz in Libyen, Sarah Khan, im Interview der Tageszeitung «taz» (Dienstag). Viele der Migrationsrouten seien weiter frequentiert.

Über genaue Zahlen kann Khan keine Angaben machen: «Wir mussten im Sommer letzten Jahres die Registrierung einstellen», sagt sie. Offiziell seien bis dahin 36 000 Flüchtlinge in Libyen registriert worden. Nach neuesten Schtzüngen der EU-Kommission warten gegenwärtig zwischen 600 000 und einer Million Menschen in Libyen auf eine Möglichkeit zur Überfahrt nach Europa.

Die Lage in Libyen beschreibt Khan als «immer prekärer». Es werde immer schwieriger, zu bleiben. «Wir versuchen, ein Mindestmaß an Versorgung zu leisten. Aber die Bedingungen dafür sind äußerst schwierig», sagt Khan.

Di, 2015-04-21 12:17
Aviv (dpa)

Hotline: Drei vom IS getötete Christen wurden aus Israel abgeschoben

Tel Aviv (dpa) - Drei von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötete Christen sind nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation im vergangenen Jahr aus Israel abgeschoben worden. Freunde und Familienmitglieder hätten sie auf einem IS-Video identifiziert, teilte die Hotline für Flüchtlinge am Dienstag in Israel mit. Es handele sich um Christen aus Eritrea, die in Drittländer abgeschoben worden seien. Von dort aus seien sie nach Libyen weitergereist, wo sie mit einer Gruppe äthiopischer Christen entführt worden seien. Das vom IS veröffentlichte Video zeigte rund 20 Opfer, die erschossen oder enthauptet wurden. Ihre Identität wurde bislang nicht offiziell bestätigt.

Di, 2015-04-21 12:04
Kopenhagen (dpa)

Margrethes Mann Henrik hört als Weinbauer auf

Kopenhagen (dpa) - Dänemarks Prinz Henrik (80) gibt nach gut 40 Jahren ein geliebtes Geschäft auf: Der Ehemann von Königin Margrethe (75) macht Schluss mit dem Weinkeltern in Südfrankreich. Der Prinzgemahl mit französischen Wurzeln, der schon sein halbes Leben lang Wein angebaut hat, wolle einen Generationenwechsel vorbereiten, teilte das Königshaus am Dienstag mit. Vor einer Woche hatte Henrik wegen einer schweren Grippe die Feiern zum 75. der Königin verpasst.

Produktion und Verkauf der edlen Tropfen von seinem Weingut Château de Cayx übernehme die französische Firma Vinovalie. «Ich freue mich über diese Lösung, die bedeutet, dass die Produktion von Qualitätswein vom Schloss weitergeführt und er auf der ganzen Welt verkauft werden kann», erklärte Henrik, der vor fast 50 Jahren als Graf Henri de Laborde de Monpezat in die dänische Königsfamilie eingeheiratet hatte. Der Wein vom Schloss trage weiter seinen Namen.

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Di, 2015-04-21 12:07
Moskau (dpa)

Turkish Stream - Russlands neue Gasleitung nach Europa

Moskau (dpa) - Die neue Gaspipeline Turkish Stream soll von dem russischen Küstenort Anapa durch das Schwarze Meer über die Türkei bis an die griechische Grenze verlegt werden. Über die einzelnen Stränge der Leitung sollen künftig bis zu 63 Milliarden Kubikmeter jährlich fließen, davon 50 Milliarden für den europäischen Markt. Da die Projektierung noch läuft, stehen bisher weder alle Details noch die genauen Kosten fest.

Damit Russland das milliardenteure Vorhaben komplett verwirklichen kann, muss Griechenland dem Weiterbau der Turkisch Stream zustimmen. Dann könnten die Balkanstaaten und auch Italien mit Gas beliefert werden. Neben der Türkei und Griechenland haben auch Ungarn, Mazedonien und Serbien ihr Interesse an dem Projekt bekundet.

Das Vorhaben des russischen Staatskonzerns Gazprom ersetzt frühere Pläne für die transeuropäische Pipeline South Stream. Russland will damit von 2019 an auf die krisengeschüttelte Ukraine als bisher wichtigstes Transitland für Gas in die EU ganz verzichten.

Von den South-Stream-Plänen hatte sich Gazprom nach Kritik an der EU-Bürokratie im vergangenen Jahr verabschiedet. Der Energieriese nutzt aber denselben Ausgangspunkt in Anapa sowie die bereits produzierten Rohre für den Bau der Leitung. Rund 660 Kilometer lang durch das Schwarze Meer soll Turkish Stream zunächst führen, dann sind weitere 250 Kilometer geplant.

Bis Ende 2016 will Gazprom den ersten Strang verlegt haben. Von 2017 an will der Konzern zunächst 15,57 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Leitung in die Türkei pumpen - für den Eigenverbrauch des Landes.

Di, 2015-04-21 12:52
Essen (dpa)

Steag-Gewinne brechen ein - aber operativ auf Kurs

Essen (dpa) - Sondereffekte im Spaniengeschäft und in Brasilien haben dem Steinkohleverstromer Steag 2014 die Bilanz verhagelt. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen nur noch 34 Millionen Euro, nach fast 200 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Die operativen Einheiten hätten aber ein stabiles Ergebnis erzielt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel mit 390 Millionen Euro sogar 6,6 Prozent höher aus als ein Jahr zuvor. Insgesamt erwirtschaftete Steag mit 6400 Beschäftigten einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro.

Neben den Belastungen in Spanien und Brasilien, die Steag auf 73 Millionen Euro bezifferte, hätten sich Pensionsrückstellungen wegen des niedrigen Zinsniveaus ebenfalls negativ in der Bilanz bemerkbar gemacht. Steag-Chef Joachim Rumstadt zeigte sich dennoch zufrieden: Das Unternehmen habe trotz schwieriger Marktbedingungen in der konventionellen Erzeugung in Deutschland seine Ertraglage gehalten.

Di, 2015-04-21 12:32
Berlin (dpa)

Grippewelle fast beendet

Berlin (dpa) - Die Grippewelle in Deutschland ist fast beendet. Seit dem Höhepunkt Ende Februar ging die Zahl der Virusnachweise immer weiter zurück, wie die Influenzaexpertin des Robert Koch-Instituts (RKI), Silke Buda, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. In der zweiten Aprilwoche wurden demnach noch 756 bestätigte Neuerkrankungen gemeldet - zeitweise waren es mehr als 10 000 pro Woche gewesen. Seit Beginn der Grippesaison Ende vergangenen Jahres wurden mehr als 67 400 Erkrankungen erfasst. Für ein endgültiges Fazit ist es laut RKI noch zu früh: Noch lägen nicht alle Daten vor. Sicherlich sei es aber «keine leichte Grippewelle» gewesen, sagte Buda.

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Di, 2015-04-21 12:41
Berlin (dpa)

Industrie erwartet Produktionsausfälle durch Bahn-Streik

Berlin (dpa) - Der Streik im Güterverkehr der Bahn wird nach Brancheneinschätzung zu deutlichen Produktionsausfällen in der Industrie führen. «Streikbedingte Schäden können von einstelligen Millionenbeträgen schnell auf bis zu 100 Millionen Euro Schaden pro Tag anwachsen», erklärte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Dienstag. Auch der Außenhandelsverband BGA erwartet erhebliche Einbußen.

Vom Ausstand der Lokführer besonders betroffen sind laut BDI die Gefahrguttransporte der Chemieindustrie, die Rohstoffanlieferung in der Stahlindustrie und der Transport von neuen Autos in die Exporthäfen. Die Logistik lasse sich nicht einfach auf andere Verkehrsträger verlagern, betonte Dieter Schweer aus der BDI-Hauptgeschäftsführung.

Es gebe kaum Ausweichmöglichkeiten, erklärte auch BGA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Handke. «Der Straßengüterverkehr ist bereits ausgelastet, und auch Binnenschiffe sind knapp.» Die erneuten Streiks unterminierten das Vertrauen von Industrie und Handel in die Zuverlässigkeit der Bahn. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisierte den Streik der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Dienstag) zufolge als «Gift für den Standort Deutschland».

Der Hamburger Hafen dagegen rechnet nicht mit größeren Auswirkungen durch den Streik. Wenn ein Güterzug eines Kunden nicht komme, blieben die Container in den Anlagen. Das sei über so kurze Zeit «nicht wirklich dramatisch», sagte Sprecher Karl Olaf Petters. Viele Verkehrsunternehmen im Hafen seien von dem Streik nicht betroffen.

Di, 2015-04-21 12:30
São Paulo/München (urgewald)

Munich RE: Nachhaltigkeit ganz klein geschrieben

Aussitzen statt Einmischen

Anlässlich der Hauptversammlung der Munich RE am kommenden Donnerstag in München kritisieren Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen die Rückversicherung verschiedener Großstaudammprojekte durch die Munich RE, darunter Belo Monte in Brasilien, sowie für sportliche Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft und Olympia.

Im brasilianischen Altamira läuft aktuell der Count-Down zur Flutung des Stausees für das Kraftwerk Belo Monte. Unter chaotischen Bedingungen und mit fragwürdigen Mitteln versucht das Betreiberkonsortium Norte Energia die betroffenen 9.000 Familien, darunter 600 indigene Familien, schnellstmöglich umzusiedeln. Die Staatsanwaltschaft musste inzwischen eingeschaltet und ein Notfallteam in die Region entsandt werden, um die Rechte der Betroffenen auf Entschädigung und/oder Umsiedlung zu garantieren. Über 1.000 Beschwerden wegen Regelverstößen sind dabei in den letzten Wochen registriert worden.

Der katholische Bischof der Diözese Altamira und Träger des „Alternativen Nobelpreises“, Erwin Kräutler, informiert die Munich RE in einem Brief, der auf der Hauptversammlung verlesen wird, über die Situation vor Ort. „Ich bin Bischof am Xingu-Fluss im brasilianischen Amazonas und das Wahnsinnsprojekt Belo Monte wird vor meiner Haustüre gebaut. Ich weiß, wovon ich rede, wenn ich erkläre, dass (...) Belo Monte nichts mit 'sauberer' Energie zu tun hat“, so der aus Österreich stammende Bischof. An die 40.000 Menschen verlören in Altamira und Umgebung Haus und Hof und die meisten wüssten nicht einmal, wohin sie dann gehen sollen. „In den Monaten Februar und März dieses Jahres begann nun die Zerstörung der Häuser in der Region, die geflutet werden soll“, so Bischof Kräutler. Zahlreiche von Fischern und Indigenen bewohnte Inseln und Uferlandschaften würden abgeholzt und die Leute abtransportiert. Sie bevölkern heute die Straßen von Altamira. „Jede Firma, die sich an Belo Monte beteiligt, zeichnet mitverantwortlich für diese Menschenrechts- und Umweltkatastrophe“, mahnt Erwin Kräutler. Die Munich RE hat 2011 25% der Rückversicherungssumme für den Bau des Staudamms übernommen.

Verena Glass von der Widerstandsbewegung Xingu Vivo para Sempre ist extra aus Brasilien angereist, um über die aktuelle Situation vor Ort zu berichten. Gegen sechs der zehn Firmen, die das Belo-Monte-Baukonsortium bilden, wird aktuell wegen der Verstrickung in einen landesweiten Korruptionsskandal ermittelt. Dabei geht es um Geldwäsche, Untreue, Kartellbildung und Korruption in Milliardenhöhe. Mittlerweile hat sich der Skandal auch auf das Staudammprojekt ausgeweitet. Neuesten Ermittlungen zufolge wurden Schmiergelder in Höhe von mindestens 30 Mio. Euro an Regierungsparteien gezahlt, um an die lukrativen Bauaufträge für Belo Monte zu gelangen. „Doch das kümmert die Munich RE anscheinend nicht – der Konzern vertraut weiter darauf, dass die Firmen bei Belo Monte schon alles richtig machen. Das ist ein Skandal. Die Munich RE darf sich nicht länger hinter dem Argument verstecken, dass jedes Einmischen und jede Kontaktaufnahme mit staatlichen Behörden oder Betroffenen über das Vertragsverhältnis hinausgehen. Kein Aktionär will Dividende auf Kosten von Menschenrechten in Brasilien“, fordert Verena Glass.

Umweltorganisationen wie GegenStrömung und urgewald hatten bereits in den beiden vergangenen Jahren den Vorstand der Munich RE auf die Menschenrechtsverletzungen beim Staudammbau Belo Monte hingewiesen. „Obwohl Vorstandschef Dr. Nikolaus von Bomhard schon vor zwei Jahren eingeräumt hat, dass dieses Projekt auch zahlreiche Risiken in sich birgt, scheint der Konzern die Probleme jetzt einfach aussitzen zu wollen“, kritisiert David Vollrath von GegenStrömung.

Belo Monte ist dabei nicht der einzige Großstaudamm, den die Munich RE in den letzten Jahren in Brasilien rückversichert hat. Auch bei anderen Staudämmen in Brasilien wie Teles Pires oder Santo Antonio kam es wiederholt zu Baustopps, zuletzt im November 2014, weil betroffene indigene Gemeinschaften auch hier nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, angemessen konsultiert und Umweltauflagen nicht angemessen umgesetzt worden sind. „Dies zeigt, dass es sich bei Belo Monte nicht um einen bedauerlichen Einzelfall handelt, sondern dass die Prüfverfahren der Munich RE in Sachen Umwelt- und Menschenrechtsschutz noch immer ein Armutszeugnis sind. Im Spannungsfeld zwischen Ertragsorientierung und ökologisch-sozialer Nachhaltigkeit zieht letztere immer noch den Kürzeren“, resümiert Barbara Happe von urgewald.

Die Munich RE steht zudem wegen der Rückversicherung sportlicher Großereignisse wie der Fußballweltmeisterschaft und Olympia in der Kritik. Christian Russau von den Kritischen Aktionären wirft dem Konzern vor, sich zu sehr mit FIFA und IOC zu verbandeln. „Die Münchener Rück hat die WM in Brasilien mit gut einer halben Milliarde Euro rückversichert und sich nie für das Schicksal der brasilienweit bis zu 250.000 Menschen interessiert, die wegen WM und Olympia von Zwangsräumung bedroht sind oder bereits geräumt wurden“, so Russau. „Allein die Presseberichte zu den bei WM-Bauten in Katar zu Tode gekommenen Bauarbeitern sollten die Munich RE doch endlich wachrütteln und sie sollte ihre Geschäftsbeziehungen zur FIFA aufkündigen.“

Di, 2015-04-21 11:44
Berlin (dpa)

Neonazis greifen Wachleute vor künftigem Flüchtlingsheim an

Berlin (dpa) - Kurz vor der Eröffnung der zweiten Berliner Containersiedlung für Flüchtlinge haben dort Neonazis Wachleute angegriffen. Laut Polizei riefen drei Männer am Montagabend vor dem Zaun um die Container im Stadtteil Buch ausländerfeindliche Parolen. Sie versuchten, den Zaun zu öffnen und warfen einem Wachmann eine Bierflasche an den Kopf. Die Angreifer, die laut Polizei zur rechtsradikalen Szene gehören, hinterließen Flugblätter.

Die Containersiedlung für insgesamt 480 Asylbewerber soll Ende dieser Woche eröffnet werden. Insgesamt will der Senat sechs solche Anlagen errichten. Bisher gibt es ein Containerdorf in Köpenick. Dort wohnen knapp 400 Flüchtlinge. Gegen die Bauten gab es im Winter zahlreiche Demonstrationen, an denen auch viele Rechtspopulisten und Neonazis teilnahmen.

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

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Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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Di, 2015-04-21 11:00
Bonn (dpa)

Experten: Kampf verstärken gegen illegalen Artenhandel im Internet

Der illegale Online-Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten nimmt stark zu. Das grenzenlose und anonyme Internet erleichtert die verbotenen Geschäfte. Experten wollen den Kampf dagegen verstärken.

Bonn (dpa) - Naturschützer und Behörden wollen den illegalen Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten im Internet effektiver bekämpfen. Mehrere Akteure haben auf einer Expertenrunde am Dienstag über Schritte zur Regulierung und Eindämmung der boomenden verbotenen Geschäfte beraten. Sogar vom Aussterben bedrohte Arten würden angeboten. Das berichteten das Bundesamt für Naturschutz (BfN), die Umweltministerien von Bund und NRW sowie der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW).

Neben spezialisierten Internet-Seiten, auf denen etwa bestimmte lebende Tiere angeboten werden, seien auch gängige Marktplätze im Netz Plattformen, um geschützte Arten oder daraus hergestellte Produkte anzupreisen. Die Bandbreite reiche von Möbeln oder Musikinstrumenten über Elfenbein-Produkte, Felle, Pelz- und Ledererzeugnisse, ausgestopfte Tiere, lebende Reptilien wie Riesenschlangen oder Schildkröten bis hin zu Amphibien, Vögeln, lebenden Korallen oder bestimmten geschützten Orchideenarten.

BfN-Präsidentin Professor Beate Jessel sagte der Deutschen Presse-Agentur, Deutschland habe einen erheblichen Anteil an diesen verbotenen Geschäften. Auch die Provider seien in der Pflicht. Neben Behörden und Verbänden engagieren sich laut Mitteilung auch einige Plattformbetreiber schon seit einiger Zeit gegen den illegalen Artenhandel. Ziel sei eine verstärkte Zusammenarbeit. Jessel betonte, die Provider sollten nicht im Kleingedruckten verstecken, dass der Verkäufer die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten habe. Sie forderte mehr Selbstverpflichtungen der Betreiber, die dafür sorgen sollten, dass solche Angebote es möglichst nicht ins Netz schaffen.

Das internationale Artenschutzrecht erfasst gut 35 000 Tier- und Pflanzenarten. Zusätzlich werden durch nationales Recht weitere Arten unter Schutz gestellt.

Di, 2015-04-21 11:08
Mönchengladbach (dpa)

Verfassungsschutz-Chef: Bürger sollen Hinweise auf Salafisten geben

Mönchengladbach (dpa) - Mit Blick auf die von Salafisten betriebene Kampfsportschule für Jugendliche in Mönchengladbach fordert Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen die Bürger zur Wachsamkeit auf. «Es handelt sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem», sagte er der «Rheinischen Post» (Dienstag). «Dieses perfide Treiben selbst ernannter Gotteskrieger kann auf Dauer nur eingedämmt werden, wenn Mitbürger aufmerksam hinschauen und Hinweise an Polizei und Verfassungsschutz geben.»

In einer Lagerhalle in Mönchengladbach hatten radikale Islamisten nach Angaben der Polizei Kinder und Jugendliche im Kampfsport trainiert. Als die Behörden darauf aufmerksam wurden, hätten die Betreiber die Schule vor rund vier Wochen geschlossen.

Di, 2015-04-21 10:10
Sydney (dpa)

Mindestens drei Tote bei Unwettern im Osten Australiens

Sydney (dpa) - Bei den schwersten Unwettern seit mehreren Jahren sind im australischen Bundesstaat New South Wales mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mike Baird, der Regierungschef von New South Wales, sagte am Dienstag, bei den Opfern handele es sich um drei ältere Einwohner der Stadt Dungog. Medienberichten zufolge wurden mehrere Gebäude in der Stadt weggespült.

Die Region zwischen Sydney und der Stadt Newcastle wird seit Montag von schweren Regenfällen heimgesucht. Es kam zu Überschwemmungen. Windböen von bis zu 135 Kilometern in der Stunde rissen Tausende Bäume um, wie der Katastrophenschutz SES mitteilte. Mindestens 200 000 Haushalte waren ohne Strom. Dutzende Menschen saßen in ihren Häusern oder Autos fest. Sydney und andere Häfen im Bundesstaat stellten den Betrieb ein. Das Tiefdruckgebiet bewegte sich in Richtung Süden, die Wetterbehörden warnten vor weiteren Unwettern.

Di, 2015-04-21 09:45
Peking (dpa)

Greenpeace: Maßnahmen gegen Smog in China zeigen Wirkung

Peking (dpa) - Dank der strengeren Regeln zur Luftreinhaltung in China ist der Smog in einigen Städten deutlich zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Analyse der Umweltorganisation Greenpeace. «Unsere Analyse zeigt, dass die Maßnahmen der Regierung wirken», sagte Zhang Kai von Greenpeace.

In Peking sei die Belastung mit den besonders gefährlichen Feinstaubpartikeln kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent zurückgegangen. In der angrenzenden Provinz Hebei, die wegen der starken Stahl- und Zementindustrie besonders von Smog betroffen ist, gingen die Smog-Werte demnach sogar um 31 Prozent zurück.

Trotzdem ist China noch weit von einer Lösung des Smog-Problems entfernt. Nur eine von zehn Städten in China hält laut Greenpeace die Grenzwerte für saubere Luft ein. «Trotz der leichten Verbesserungen in wichtigen Städten wie Peking zeichnen die Daten insgesamt noch ein düsteres Bild», sagte Zhang Kai.

Di, 2015-04-21 09:24
Abuja (dpa)

Todesfall-Häufung in Nigeria: Männer tranken gepanschten Gin

Abuja (dpa) - Gepanschter Gin soll eine Erkrankungswelle mit inzwischen 19 Toten im Süden Nigerias ausgelöst haben. Weitere Patienten zeigten mit ähnliche Symptome. Das stütze die Vermutung, dass die Ursache keine Infektion sei, wird Gesundheitsminister Fidelis Nwankwo in einer Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zitiert. Es gebe Hinweise, dass die Betroffenen mit Methanol verunreinigten selbst gebrannten Gin tranken.

Seit dem 15. April waren in der Stadt Ode-Irele insgesamt 24 Fälle erfasst worden, in denen Männer zwischen 20 und 75 Jahren zunächst über starke Kopfschmerzen klagten und ihre Sehkraft verloren. Tests hatten keine Hinweise auf eine Infektion mit Viren oder Bakterien ergeben.

Gepanschter Alkohol ist weltweit immer wieder Ursache von Todesfällen. Bei fehlerhafter Herstellung entsteht neben dem gewünschten Ethanol auch giftiges Methanol. Mitunter werden alkoholische Getränke zudem für mehr Profit von Händlern mit Methanol gestreckt. Im Körper wird es zu Formaldehyd und Ameisensäure abgebaut. Sie schädigen Gehirn, Sehnerven, Leber und Nieren irreparabel. Zudem übersäuert das Blut. Unbehandelt endet eine Vergiftung oft tödlich.

Viele Menschen in der Region hatten zunächst befürchtet, es könne sich um einen Ebola-Ausbruch handeln. In Westafrika haben sich seit vergangenem Jahr mehr als 25 000 Menschen mit dem Ebolavirus infiziert, mehr als 10 000 sind gestorben. Am schwersten betroffen waren Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Di, 2015-04-21 09:27
Berlin (dpa)

«Bild»: Deutscher in Afghanistan verschwunden

Berlin (dpa) - Ein deutscher Entwicklungshelfer in Afghanistan ist in der nordafghanischen Stadt Kundus verschwunden. Die «Bild»-Zeitung berichtet unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise, der Mann arbeite für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Im Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Dienstag, ein Krisenstab befasse sich mit dem Fall. Eine Entführung des Deutschen wird nicht ausgeschlossen.

Laut «Bild» soll bereits ein Verhandlungsteam auf dem Weg sein. Die Polizei in Kundus wollte zunächst weder einen Entführungs- noch einen Vermisstenfall bestätigen.

Zuletzt war im vergangenen Oktober in Afghanistan ein deutscher Entwicklungshelfer nach mehr als zweieinhalb Jahren Geiselhaft freigekommen. Der Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe war im Januar 2012 von Extremisten aus einem Haus in der ostpakistanischen Stadt Multan verschleppt worden. Die «Bild»-Zeitung hatte zur Freilassung berichtet, der Deutsche sei einem Team des Kommandos Spezialkräfte (KSK) in Kabul übergeben worden. Die Soldaten hätten den Auftrag gehabt, den Deutschen nicht gewaltsam zu befreien. Unklar blieb, wie die Freilassung der Geisel erreicht wurde.

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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greenpeace-magazin.de/sixt

Erschienen in Ausgabe 3.15

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Die Lage ist ernst!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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