Di, 2015-03-31 22:56
Berlin (dpa)

Orkan trifft Bahnverkehr mit voller Wucht - Mehrere Tote und Grafik

Orkan «Niklas» tobt quer über die Republik. Fünf Männer sterben in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vielerorts krachen Bäume auf Oberleitungen und Schienen und legen den Bahnverkehr lahm.

Berlin (dpa) - Das Orkantief «Niklas» hat ein Verkehrschaos auf Schienen und Straßen in Deutschland ausgelöst und schwere Schäden angerichtet. Fünf Menschen starben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Der Sturm, einer der stärksten der vergangenen Jahre, beschädigte Häuser, riss Stromleitungen herunter. In weiten Teilen der Republik kam der Bahnverkehr zum Erliegen. Für Fahrgäste, die unterwegs strandeten, stellte die Bahn am Dienstag in mehreren Städten Übernachtungszüge bereit.

Mit Böen von bis zu 192 Stundenkilometern raste das Orkantief quer von Westen gen Osten. In Rheinland-Pfalz starben zwei Männer, als ein Baum auf ihr Fahrzeug krachte. In Sachsen-Anhalt erschlug eine Mauer einen Mann. Auch in Österreich und der Schweiz gab es zwei Unwettertote. «Niklas» sollte sich in der Nacht abschwächen. In Hessen und Baden-Württemberg begannen am Abend erste Aufräumarbeiten.

Auf der Schiene ging vielerorts nichts mehr. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin ruhte der Regionalverkehr teilweise seit dem Morgen ganz. In Deutschlands größtem Bundesland Bayern wurde der Fernverkehr am Nachmittag komplett eingestellt. Anderswo rollten die Züge mit stark gedrosseltem Tempo. «Der Orkan Niklas hat die Bahn mit voller Wucht getroffen», sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß. «Wichtig ist, dass wir zum Osterreiseverkehr ab Donnerstag wieder alles in Schuss haben.»

Das könnte knapp werden. «Die Sturmschäden, vor allem an den Oberleitungen sind so großflächig und erheblich, dass es noch mehrere Tage dauern kann, bis wieder alle Linien bedient werden können», teilte die Deutsche Bahn am späten Abend mit. Auch im Regional- und Fernverkehr werde es am Mittwoch im Raum München noch Zugausfälle geben. Der Münchner Hauptbahnhof wurde geräumt, weil Dachfenster herabzustürzen drohten. Auch Privatbahnen mussten ihre Züge stehenlassen.

Auf freier Strecke zwischen Hamburg und Berlin blieb ein ICE liegen. Die Route wurde in beide Richtungen gesperrt. In einer Durchsage an die Fahrgäste hieß es in einem Zug: «Alle Fernzüge der Deutschen Bahn sind ab sofort zu Hotelzügen umfunktioniert.»

Bundesweit waren Polizisten und Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Auf Straßen und Autobahnen blockierten umgekippte Lastwagen und Anhänger den Verkehr. Im Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln kam es zu Einschränkungen. Schiffe fielen aus oder konnten erst später ablegen. Die Verbindung zwischen Cuxhaven und der Hochseeinsel Helgoland wurde komplett gestrichen.

Probleme meldete auch Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt am Main. Mehr als 180 Starts und Landungen fielen aus. Angesichts der Wetterlage müsse auch am Mittwoch mit Einschränkungen im Flugbetrieb gerechnet werden, sagte ein Sprecher am Abend. In Hamburg waren 63 Flüge betroffen.

Mehrere zehntausend Haushalte in Bayern blieben ohne Strom; für tausend Haushalte sollte der Zustand über Nacht anhalten, so der Versorger Bayernwerk AG. Auch in Sachsen blieben zeitweise bis zu 15 000 Kunden ohne Elektrizität. In mehreren Bundesländern wurden Windkraftanlagen ausgeschaltet.

Es sei einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Am heftigsten tobte «Niklas» auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2962 Meter) in den Alpen, mit Böen von 192 Stundenkilometern. Der Spitzenwert im Tiefland wurde laut DWD bis zum frühen Abend mit 140 Stundenkilometern erreicht. Auch am Mittwoch werde es windig bis stürmig - «das Gröbste ist dann aber vorbei», sagte DWD-Sprecher Kirchhübel.

Di, 2015-03-31 22:50
Tröglitz (dpa)

Landrat räumt Fehler bei Planungen für Tröglitzer Flüchtlingsheim ein

Vor drei Wochen trat in Sachsen-Anhalt ein ehrenamtlicher Bürgermeister zurück, weil er sich von der Politik beim Thema Asyl alleingelassen fühlte. Jetzt informiert der Landrat alle Bürger über das geplante Flüchtlingsheim - und räumt Fehler ein.

Tröglitz (dpa) - Drei Wochen nach dem Rücktritt des ehrenamtlichen Bürgermeisters von Tröglitz in Sachsen-Anhalt wegen rechtsextremer Anfeindungen hat eine Bürgerversammlung Hunderte Besucher angezogen. Rund 500 Einwohner kamen am Dienstagabend auf Einladung von Landrat Götz Ulrich (CDU) in ein Kulturzentrum, um sich über ein in dem Ort geplantes Asylbewerberheim zu informieren.

Dabei war er zurückgetretene ehrenamtliche Ortsbürgermeister Markus Nierth. Er war wegen NPD-geführter Proteste gegen die Unterbringung von 40 Flüchtlingen zurückgetreten. Nierth fühlte sich nicht ausreichend geschützt, als die Demonstration an seinem Haus vorbeiführen sollte.

Landrat Ulrich kündigte an, dass die ersten Flüchtlinge nun Ende Mai nach Tröglitz kommen. Kritik äußerten Zuhörer vor allem an der späten Information der Bürger. Ulrich räumte Fehler ein: «Ich schließe nicht aus, dass ich und einige andere Verantwortliche im Vorfeld nicht ausreichend den Bewohnern zugehört haben.»

Zudem wurden Bedenken mit Blick auf die Sicherheit und Versorgung der Flüchtlinge laut. Es gab hitzige Diskussionen, aber der Abend verlief friedlich.

Mehrere engagierte Tröglitzer warben bei dem zweistündigen Treffen für ihre neue Initiative «Miteinander füreinander», mit der sie Unterstützung und konkrete Hilfe für die aus dem Ausland kommenden künftigen Nachbarn werben wollen. Allein während der Veranstaltung seien 100 Unterschriften und 20 konkrete Hilfsangebote zusammengekommen, sagte Pfarrer und Mitbegründer Matthias Keilholz. «Das werte ich als sehr positives Signal.»

Di, 2015-03-31 22:47
312247 Mrz 15)

Polizei beendet Geiselnahme in Istanbuler Justizgebäude gewaltsam

Linksextremisten bringen im zentralen Istanbuler Gerichtsgebäude einen Staatsanwalt in ihre Gewalt. Die Polizei beendet die Geiselnahme gewaltsam. Am Ende sterben drei Menschen.

Istanbul (dpa) - Die Polizei in Istanbul hat die Geiselnahme eines Staatsanwalts durch Linksextremisten nach neun Stunden gewaltsam beendet. Die beiden Geiselnehmer seien bei dem Einsatz im zentralen Justizgebäude der türkischen Metropole am Dienstagabend getötet worden, sagte Istanbuls Polizeichef Selami Altinok. Der Staatsanwalt erlag am späten Dienstagabend in einem Istanbuler Krankenhaus seinen Verletzungen, wie der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu erklärte. Er sprach der Familie des Opfers sein Beileid aus. Der Staatsanwalt war Ankläger in dem politisch bedeutenden Fall Berkin Elvan.

Der Jugendliche Berkin Elvan war bei den Gezi-Protesten im Sommer 2013 von einer Tränengaskartusche der Polizei am Kopf getroffen und tödlich verletzt worden. Die verbotene DHKP-C bekannte sich zu der Geiselnahme vom Dienstag. Altinok sagte, die Polizei habe sechs Stunden verhandelt. Die Sicherheitskräfte seien eingeschritten, als aus dem Büro des Staatsanwaltes Schüsse ertönt seien. Wie der Staatsanwalt lebensbedrohlich verletzt wurde, blieb zunächst unklar.

Davutoglu sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu weiter, für die Regierung sei die Geiselnahme auch ein Angriff auf die türkische Justiz und Demokratie. Die Täter seien inzwischen identifiziert worden. Sie seien 24 und 28 Jahre alt gewesen.

Die DHKP-C hatte mit der Ermordung des Staatsanwaltes gedroht. Sie forderte ultimativ, die Polizisten, die für den Tod Berkin Elvans verantwortlich seien, müssten ein öffentliches Geständnis ablegen. Ermittlungen gegen Demonstranten, die wegen des Todes Berkin Elvans protestiert hatten, müssten eingestellt werden.

Der Vater Berkin Elvans, Sami Elvan, teilte während der Geiselnahme über Twitter mit, er wolle nicht, dass jemand zu Schaden komme. «Ich will nur einen gerechten Prozess», schrieb er. Auf der Facebook-Seite der DHKP-C war zu sehen, wie dem geknebelten Staatsanwalt eine Pistole an den Kopf gehalten wurde. Unklar blieb, wie die bewaffneten Geiselnehmer in das gesicherte Justizgebäude eindringen konnten.

Berkin Elvan war im Sommer 2013 ins Koma gefallen und im März vergangenen Jahres im Alter von 15 Jahren gestorben, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Die Ermittlungen in dem Fall haben bisher keine Fortschritte gemacht.

Die Rundfunkbehörde RTÜK verhängte am Dienstag auf Veranlassung der Regierung eine Sperre für die Fernsehberichterstattung über die Geiselnahme. Als Grund wurde die nationale Sicherheit genannt.

Die DHKP-C hatte im Januar die Verantwortung für einen Anschlag in Istanbul übernommen, mit dem angeblich der Tod von Berkin Elvan gerächt werden sollte. Die DHKP-C steht in der Türkei, in der EU und in den USA auf der Terrorliste. Die Gruppe hatte sich im Februar 2013 zu einem Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Ankara bekannt. Damals riss der Attentäter einen Wachmann mit in den Tod.

Di, 2015-03-31 22:19
312219 Mrz 15)

Staatsanwalt stirbt nach Geiselnahme in Istanbul im Krankenhaus )

Istanbul (dpa) - Nach dem gewaltsamen Ende einer Geiselnahme im zentralen Gerichtsgebäude der Metropole Istanbul ist der Staatsanwalt seinen Verletzungen erlegen. Er sei am Dienstagabend in einem Istanbuler Krankenhaus gestorben, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Die Polizei hatte die Geiselnahme des Staatsanwalts durch Linksextremisten nach neun Stunden gewaltsam beendet. Die beiden Geiselnehmer waren bei dem Zugriff im  Justizgebäude getötet worden, sagte Istanbuls Polizeichef Selami Altinok. Der Staatsanwalt sei mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der Staatsanwalt war Ankläger in dem politisch bedeutenden Fall Berkin Elvan. Der Jugendliche war bei den Gezi-Protesten im Sommer 2013 von einer Tränengaskartusche der Polizei am Kopf getroffen und tödlich verletzt worden. Die verbotene DHKP-C hat sich zu der Geiselnahme bekannt.

Di, 2015-03-31 21:42
Lausanne (dpa)

USA: Atomverhandlungen mit Iran gehen wohl in Nachspielzeit

Lausanne (dpa) - Knapp vor dem Ablauf der Frist haben die Beteiligten eine kurze Verlängerung der Atomgespräche mit dem Iran ins Spiel gebracht. Es seien genügend Fortschritte erzielt worden, um eine Fortsetzung der Gespräche in den Mittwoch hinein zu rechtfertigen, sagte US-Außenamtssprecherin Marie Harf in Lausanne. «Ich fürchte, wir verbringen die Nacht damit», sagte auch der französische Außenminister Laurent Fabius. Die ursprünglich gesetzte Frist sollte um Mitternacht ablaufen.

Di, 2015-03-31 21:30
312130 Mrz 15)

Polizei beendet Geiselnahme in Istanbuler Justizgebäude gewaltsam

Linksextremisten dringen in das zentrale Istanbuler Justizgebäude ein und bringen einen Staatsanwalt in ihre Gewalt - der Ankläger in einem brisanten Fall ist. Die Geiselnahme endet blutig.

Istanbul (dpa) - Die Polizei in Istanbul hat die Geiselnahme eines Staatsanwalts durch Linksextremisten nach neun Stunden gewaltsam beendet. Die beiden Geiselnehmer seien bei dem Einsatz im zentralen Justizgebäude der türkischen Metropole am Dienstagabend getötet worden, sagte Istanbuls Polizeichef Selami Altinok. Der Staatsanwalt, der Ankläger in dem politisch bedeutenden Fall Berkin Elvan ist, habe die Geiselnahme mit lebensbedrohlichen Verletzungen überlebt.

Der Jugendliche Berkin Elvan war bei den Gezi-Protesten im Sommer 2013 von einer Tränengaskartusche der Polizei am Kopf getroffen und tödlich verletzt worden. Die verbotene DHKP-C bekannte sich zu der Geiselnahme vom Dienstag. Altinok sagte, die Polizei habe sechs Stunden verhandelt. Die Sicherheitskräfte seien eingeschritten, als aus dem Büro des Staatsanwaltes Schüsse ertönt seien. Wie der Staatsanwalt lebensbedrohlich verletzt wurde, blieb zunächst unklar.

Die DHKP-C hatte mit der Ermordung des Staatsanwaltes gedroht. Sie forderte ultimativ, die Polizisten, die für den Tod Berkin Elvans verantwortlich seien, müssten ein öffentliches Geständnis ablegen. Ermittlungen gegen Demonstranten, die wegen des Todes Berkin Elvans protestiert hatten, müssten eingestellt werden.

Der Vater Berkin Elvans, Sami Elvan, teilte während der Geiselnahme über Twitter mit, er wolle nicht, dass jemand zu Schaden komme. «Ich will nur einen gerechten Prozess», schrieb er. Auf der Facebook-Seite der DHKP-C war zu sehen, wie dem geknebelten Staatsanwalt eine Pistole an den Kopf gehalten wurde. Unklar blieb, wie die bewaffneten Geiselnehmer in das gesicherte Justizgebäude eindringen konnten.

Berkin Elvan war im Sommer 2013 ins Koma gefallen und im März vergangenen Jahres im Alter von 15 Jahren gestorben, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Die Ermittlungen in dem Fall haben bisher keine Fortschritte gemacht.

Die Rundfunkbehörde RTÜK verhängte am Dienstag auf Veranlassung der Regierung eine Sperre für die Fernsehberichterstattung über die Geiselnahme. Als Grund wurde die nationale Sicherheit genannt.

Die DHKP-C hatte im Januar die Verantwortung für einen Anschlag in Istanbul übernommen, mit dem angeblich der Tod von Berkin Elvan gerächt werden sollte. Die DHKP-C steht in der Türkei, in der EU und in den USA auf der Terrorliste. Die Gruppe hatte sich im Februar 2013 zu einem Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Ankara bekannt. Damals riss der Attentäter einen Wachmann mit in den Tod.

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Di, 2015-03-31 21:08
New York (dpa)

Vereinte Nationen haben den Jemen verlassen )

New York (dpa) - Wegen der Kämpfe im Jemen haben die Vereinten Nationen ihr gesamtes ausländisches Personal aus dem Bürgerkriegsland abgezogen. Die etwa 100 internationalen Mitarbeiter hätten das Land verlassen, sagte ein UN-Sprecher am Dienstag in New York. Auch UN-Sonderbotschafter Jamal Benomar sei abgeflogen. Die Operation habe bereits am Wochenende begonnen, am Dienstag seien die letzten 13 Mitarbeiter ausgereist. «Sie gehen zurück, sobald die Situation es zulässt», sagte der Sprecher. Derzeit würden lokale UN-Helfer versuchen, die Arbeit zu bewältigen.

Di, 2015-03-31 21:04
Hamburg (dpa)

Warnung vor leichter Sturmflut an Elbe und Nordsee

Hamburg (dpa) - Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat vor einer leichten Sturmflut an der deutschen Nordseeküste und im Elbegebiet gewarnt. Das Hochwasser in der Nacht zum Mittwoch werde an der Nordseeküste 1,00 bis 1,50 Meter und im Hamburger Elbegebiet um 1,50 Meter höher als das mittlere Hochwasser ausfallen. Damit wäre der Wasserstand an der unteren Grenze, die als Sturmflut gilt. Der Scheitelpunkt wurde in Hamburg-St. Pauli gegen 3.28 Uhr erwartet. In Hamburg wurde damit gerechnet, dass die Elbe über die Kaikante am Fischmarkt schwappt. Die Verkehrsleitzentrale riet Autofahrern, ihre Fahrzeuge nicht auf tiefer gelegenen Parkplätzen abzustellen.

Di, 2015-03-31 21:02
Berlin (dpa)

Orkan fegt über Deutschland - Bahn-Chaos - Mehrere Tote und Grafik

Orkan «Niklas» tobt quer über die Republik. Fünf Männer sterben in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vielerorts krachen Bäume auf die Schienen und legen den Bahnverkehr lahm.

Berlin (dpa) - Ausnahmezustand bei der Bahn, Orkan-Chaos auf den Straßen, mehrere Tote und Verletzte: Mit Böen von bis zu 192 Stundenkilometern ist Orkantief «Niklas» quer von Westen nach Osten über Deutschland gefegt. In Rheinland-Pfalz starben am Dienstag zwei Männer, als ein Baum auf ihr Fahrzeug krachte. In Sachsen-Anhalt erschlug eine Mauer einen Mann. Auch in Österreich und der Scheiz gab es zwei Unwettertote. «Niklas» sollte in der Nacht über den Nordosten abziehen.

Auf der Schiene ging vielerorts nichts mehr. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen stand der Nahverkehr still, am Abend auch in Mecklenburg-Vorpommern. In Deutschlands größtem Bundesland Bayern wurde der Fernverkehr am Nachmittag komplett eingestellt. Anderswo rollten die Züge mit gedrosseltem Tempo. «Der Orkan Niklas hat die Bahn mit voller Wucht getroffen», sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß. «Wichtig ist, dass wir zum Osterreiseverkehr ab Donnerstag wieder alles in Schuss haben.»

Bundesweit waren Polizisten und Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Häuser wurden beschädigt, Wind und umstürzende Bäume rissen Stromleitungen herunter. Auf Straßen und Autobahnen blockierten umgekippte Lastwagen und Anhänger den Verkehr. Im Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln kam es zu Einschränkungen. Schiffe fielen aus oder konnten erst später ablegen. Die Verbindung zwischen Cuxhaven und der Hochseeinsel Helgoland wurde komplett gestrichen.

Probleme meldete auch Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt am Main. Am Abend sprach der Betreiber Fraport von 180 ausgefallenen Starts und Landungen.

Bei den Regionalbahnen waren einzelne Strecken gesperrt. Der Münchner Hauptbahnhof wurde geräumt, weil Dachfenster herabzustürzen drohten. In der Nähe von Osnabrück (Niedersachsen) kippten mehrere entwurzelte Bäume auf einen Intercity mit etwa 350 Menschen an Bord. Verletzt wurde nach Angaben der Bundespolizei niemand.

Die Bahn versprach, sich um Fahrgäste zu kümmern, sollten diese an Bahnhöfen stranden. «Wir versuchen auch Übernachtungsmöglichkeiten bereitzustellen, für diejenigen, die gar nicht mehr wegkommen», sagte Stauß. In den Bahnhöfen Hannover und Bremen wurden Züge für die Nacht praktisch zu Hotels umfunktioniert.

In Sachsen-Anhalt wurde laut Polizei ein Hausbesitzer aus Groß Santersleben vor seiner Haustür unter einer umstürzenden Betonmauer begraben. In der Nähe von Montabaur im Westerwald stürzte ein Baum auf ein Dienstfahrzeug der Straßenmeisterei Bad Ems, die beiden 21 und 23 Jahre alten Insassen wurden tot geborgen.

Im österreichischen Mauthausen starb ein Mann, der während des Sturms seine Terrassenüberdachung sichern wollte. Dabei stürzte er von der Leiter und zog sich tödliche Kopfverletzungen zu, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete. In der Schweiz ist im Sturm ein 75-jähriger Autofahrer ums Leben gekommen. Er war laut Polizei unweit der deutsch-schweizerischen Grenze unterwegs, als ein Baum auf sein Fahrzeug krachte. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Mehrere zehntausend Haushalte in Bayern blieben ohne Strom; für tausend Haushalte sollte der Zustand über Nacht anhalten, so der Versorger Bayernwerk AG. Auch in Sachsen blieben zeitweise bis zu 15 000 Kunden ohne Elektrizität. In mehreren Bundesländern wurden Windkraftanlagen ausgeschaltet. Zoos machten ihre Pforten dicht. In Hamburg blieb der Dom mit seinen Karussells geschlossen.

Bei Hagen in Nordrhein-Westfalen riss der Sturm ein Baugerüst von der Lennetalbrücke (A45) ab. Zwei Arbeiter, die in 20 Metern Höhe mit Schweißarbeiten beschäftigt waren, fielen in die Tiefe und verletzten sich schwer. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sagte: «Kaum ist der eine Baum aufgeräumt, stürzt der nächste um.»

Es sei einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Am heftigsten tobte «Niklas» auf Deutschlands höchstem Berg, der für die Öffentlichkeit gesperrten Zugspitze (2962 Meter) in den Alpen, mit Böen von 192 Stundenkilometern. Der Spitzenwert im Tiefland wurde laut DWD bis zum frühen Abend mit 140 Stundenkilometern erreicht. Auch am Mittwoch werde es windig bis stürmig - «das Gröbste ist dann aber vorbei», sagte DWD-Sprecher Kirchhübel.

Laut DWD wird das Osterfest in diesem Jahr ungemütlich nass-kalt. Nach dem Abzug von «Niklas» erreicht Polarluft aus dem Norden Deutschland. Am Sonntag und Montag soll das Wetter bei 2 bis 13 Grad und häufigen Schauern nicht gerade nach draußen locken.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Di, 2015-03-31 21:02
Ferguson (dpa)

Deutsche Journalisten verklagen US-Polizei in Ferguson

Ferguson (dpa) - Mehr als ein halbes Jahr nach den schweren Unruhen in der US-Stadt Ferguson haben drei deutsche Journalisten die dortige Polizei wegen ihres harten Vorgehens verklagt. Lukas Hermsmeier von der «Bild»-Zeitung, Ansgar Graw («Die Welt») und Frank Herrmann, der für mehrere Regionalzeitungen schreibt, waren während der Proteste im August festgenommen worden. Die Polizei, der Bezirk St. Louis und 20 Polizisten hätten das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit verletzt und übermäßige Gewalt angewendet, heißt es in der Klageschrift. Hermsmeier und ein US-Journalist, der als Mitkläger auftritt, seien während der Proteste mit Gummischrot beschossen worden.

Die Proteste waren durch den Tod des unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown ausgelöst worden. Seitdem kam es in Ferguson immer wieder zu teils schweren Unruhen, zu denen auch Dutzende Reporter anreisten. Die Polizei sagte zur Begründung der Festnahmen, die Menschen hätten Aufforderungen, sich zurückzuziehen, nicht rechtzeitig befolgt. Mehrere deutsche Branchenverbände hatten das Vorgehen der Polizei danach kritisiert.

Di, 2015-03-31 21:01
Abuja (dpa)

Ex-Militärdiktator Buhari gewinnt Präsidentschaftswahl in Nigeria

Ein früherer Militärdiktator hat in Afrikas bevölkerungsreichstem Land den ersten demokratischen Machtwechsel geschafft. Der 72 Jahre alte Muhammadu Buhari wird der neue Präsident Nigerias.

Abuja (dpa) - Der frühere Militärdiktator Muhammadu Buhari hat die Präsidentschaftswahl in Nigeria gewonnen. Amtsinhaber Goodluck Jonathan gratulierte dem 72-Jährigen telefonisch zum Sieg, sagte ein Mitglied von Buharis Wahlkampfteam am Dienstag. Jonathan habe ihm seine volle Unterstützung zugesichert, sagte Paul Ibe der Deutschen Presse-Agentur.

Der Muslim Buhari lag laut offiziellen Auszählungsergebnissen aus 35 der 36 Bundesstaaten des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas mehr als zwei Millionen Stimmen vor dem 57 Jahre alten Christen Jonathan. Buhari erzielte damit den ersten Sieg der Opposition, seit das ölreiche westafrikanische Land 1999 zur Demokratie zurückgekehrt ist.

Jonathans Eingeständnis der Niederlage kommt große Beduetung zu, da dadurch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der beiden Kandidaten weniger wahrscheinlich sind. Bei der letzten Wahl kamen nach solchen Ausschreitungen rund 1000 Menschen ums Leben.

In der nördlichen Stadt Kaduna feierten am Abend bereits Hunderte Menschen Buharis Sieg. Seine Anhänger tanzten, umarmten einander und viele ließen ihre Autohupen ertönen. In Abuja machte sich auch schnell Erleichterung breit. «Die Leute haben befürchtet, er würde die Wahl nicht anerkennen und dabei den Weg für Chaos und Blutvergießen bereiten», sagte Oloye Ademola, ein Taxi-Fahrer in der Hauptstadt. Geschäftsmann Emmanuel Obaro sagte, das Land könne auf den demokratischen Machtwechsel stolz sein. «Das ganze Land hat für den Wechsel gestimmt weil die Menschen die schwache Führung Jonathans satt hatten.»

Buhari hatte im Wahlkampf versprochen, er werde die grassierende Korruption bekämpfen und den islamischen Terrorismus der Boko Haram ausmerzen. Buhari gewann nach Angaben der Wahlkommission 20 der 36 Bundesstaaten Nigerias. Er sicherte sich rund 15 Millionen Stimmen, Jonathan erhielt nur rund 13 Millionen.

Buhari regierte Nigeria von Ende 1983 für knapp zwei Jahre als Militärdiktator. Er setzte die Verfassung außer Kraft und beschnitt Freiheitsrechte. Seine Regierung konnte die damals bestehenden wirtschaftlichen Probleme jedoch nicht lösen und wurde ihrerseits weggeputscht. Rund 70 Millionen Wahlberechtigte waren am Samstag in dem ölreichen westafrikanischen Land zur Abstimmung aufgerufen.

Die Wahl war ursprünglich bereits für den 14. Februar angesetzt, wurde aber wegen des Terrorfeldzugs von Boko Haram im Nordosten des Landes verschoben. Auch am Wahltag kamen bei Anschlägen etwa 30 Menschen ums Leben. Seit 2009 töteten die sunnitischen Extremisten mindestens 14 000 Menschen.

Nigeria ist der größte Ölexporteur des Kontinents und auch die größte Volkswirtschaft. Die Mehrheit der Nigerianer lebt jedoch immer noch in großer Armut.

Di, 2015-03-31 20:58
312058 Mrz 15)

Polizei beendet Geiselnahme in Istanbuler Justizgebäude gewaltsam

Istanbul (dpa) - Die Polizei in Istanbul hat die Geiselnahme eines Staatsanwalts durch Linksextremisten nach neun Stunden gewaltsam beendet. Die beiden Geiselnehmer seien bei dem Zugriff im zentralen Justizgebäude der türkischen Metropole am Dienstagabend getötet worden, sagte Istanbuls Polizeichef Selami Altinok. Der Staatsanwalt habe die Geiselnahme mit lebensbedrohlichen Verletzungen überlebt.

Der Staatsanwalt ist Ankläger in dem politisch bedeutenden Fall Berkin Elvan. Der Jugendliche war bei den Gezi-Protesten im Sommer 2013 von einer Tränengaskartusche der Polizei am Kopf getroffen und tödlich verletzt worden. Die verbotene DHKP-C hat sich zu der Geiselnahme bekannt.

Altinok sagte, die Polizei habe sechs Stunden verhandelt. Die Sicherheitskräfte seien eingeschritten, als aus dem Büro des Staatsanwaltes Schüsse ertönt seien. Wie der Staatsanwalt lebensbedrohlich verletzt wurde, blieb zunächst unklar.

Die DHKP-C hatte mit seiner Ermordung gedroht. Sie forderte unter anderem, die Polizisten, die für den Tod Berkin Elvans verantwortlich seien, müssten ein öffentliches Geständnis ablegen.

Di, 2015-03-31 20:47
312047 Mrz 15)

Schwerster Stromausfall seit Jahren in der Türkei

In weiten Teilen der Türkei fällt der Strom aus, in Istanbul und Ankara bleiben U-Bahnen stecken. Die Ursache ist unbekannt - der Energieminister schließt einen Cyber-Angriff nicht aus.

Istanbul (dpa) - Der schwerste Stromausfall in der Türkei seit Jahren hat die größten Städte und zahlreiche Provinzen des Landes über Stunden hinweg lahmgelegt. In der Wirtschaftsmetropole Istanbul, der Hauptstadt Ankara und der Küstenmetropole Izmir fiel am Dienstagvormittag der Strom aus. In Istanbul und Ankara stoppten die U-Bahnen. Rund zehn Stunden nach Beginn des Stromausfalls sagte Energieminister Taner Yildiz nach Angaben der regierungsnahen Nachrichtenagentur Anadolu, die Stromversorgung sei überall wieder hergestellt.

Yildiz sagte nach Beginn der massiven Störungen nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA: «Ich kann derzeit nicht sagen, ob es ein Cyber-Angriff ist oder nicht.» Die Ursache werde untersucht. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu schloss auch einen Terroranschlag nicht aus. Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte er laut DHA. Er vermute aber ein technisches Problem in den Stromnetzen. Die Regierung richtete ein Krisenzentrum ein.

Nach Berichten des Nachrichtensenders CNN Türk waren 30 der 81 türkischen Provinzen betroffen, darunter solche im Westen, Norden, Süden und Osten des Landes. Im Zentrum Istanbuls, der größten Stadt des Landes, kam der Strom nach sechs Stunden zurück. In Teilen der Innenstadt fiel er allerdings nur rund eine Stunde später erneut vorübergehend aus. Häuser in Vierteln auf der asiatischen wie der europäischen Seite der Millionenmetropole blieben zeitweise dunkel.

In den U-Bahnen in Istanbul wurden Passagiere nach Beginn des Stromausfalls Angaben des Sicherheitspersonals zufolge zu den nächsten Bahnhöfen geleitet. DHA meldete, am westtürkischen Industriestandort Kocaeli hätten Fabriken den Betrieb wegen des Stromausfalls vorübergehend einstellen müssen. Unter anderem sei die Produktion von Autos und Chemikalien behindert worden.

Für die islamisch-konservative Regierungspartei AKP kommt der massive Stromausfall zur Unzeit: In gut zwei Monaten wird in der Türkei ein neues Parlament gewählt.

Di, 2015-03-31 20:36
Hannover (dpa)

Bahn hält Hotelzüge in Bremen und Hannover bereit

Hannover (dpa) - Die Deutsche Bahn hat in den Bahnhöfen Hannover und Bremen Züge zum Aufenthalt für gestrandete Fahrgäste bereitgestellt. Wie eine Bahn-Sprecherin am Dienstagabend mitteilte, können die Passagiere in den Zügen auch übernachten. Die Fahrgäste werden dabei von Angestellten der Deutschen Bahn betreut. Sturmtief «Niklas» hatte am Dienstag in mehreren Regionen Deutschlands den Bahnverkehr teils komplett lahmgelegt. Die Bahn konnte am Abend noch keine Angaben darüber machen, wann die Züge in Niedersachsen wieder rollen.

Di, 2015-03-31 20:35
312035 Mrz 15)

Schüsse bei Justizgebäude in Istanbul nach Geiselnahme )

Istanbul (dpa) - Die Polizei in Istanbul geht offenbar gewaltsam gegen linksextreme Geiselnehmer eines Staatsanwalts im zentralen Justizgebäude der türkischen Millionenmetropole vor. Vor dem Justizgebäude waren am Dienstagabend Schüsse zu hören. Die verbotene DHKP-C - die sich zu der Geiselnahme bekannt hat - teilte über Twitter mit: «Der Angriff der Mörderpolizei auf die Volkskrieger hat begonnen.» Der als Geisel genommene Staatsanwalt ist Ankläger in dem politisch bedeutenden Fall Berkin Elvan. Der Jugendliche war bei den Gezi-Protesten im Sommer 2013 von einer Tränengaskartusche der Polizei am Kopf getroffen und tödlich verletzt worden.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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