Mi, 2015-04-01 12:51
Rostock (dpa)

Eisbär Lars auf Reisen - Fietes Papa zieht nach Aalborg um )

Rostock (dpa) - Eisbär Lars, Vater des berühmten Knut und von Fiete, hat den Rostocker Zoo verlassen. Der etwa 320 Kilogramm schwere Bär wurde am Mittwoch nach Aalborg (Dänemark) gebracht. Einen Tag nach der Taufe des knapp vier Monate alten Fiete hat der Zoo Abschied genommen. «Die Pfleger waren schon ein bisschen traurig», sagte Zoosprecher René Gottschalk am Mittwoch.

Lars, der seit Mai 2012 an der Ostsee war, bekam noch eine ordentliche Portion Fleisch. Für den Transport wurde er nach einer Untersuchung kurzzeitig narkotisiert und in eine riesige Kiste verfrachtet. Schon kurze Zeit später wachte er wieder auf.

Der Umzug im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms war auch notwendig, da die Rostocker Bärenburg zu klein ist für gleich vier der weltgrößten Landraubtiere. Umziehen kennt Lars schon: Er wurde im Dezember 1993 in München geboren, war dann von 1999 an zehn Jahr lang in Berlin, bevor er über Wuppertal nach Rostock kam.

Mi, 2015-04-01 12:49
Den Haag/Ramallah (dpa)

Der Krieg in Gaza und die Folgen

Den Haag/Ramallah (dpa) - Die Ermordung dreier jüdischer Jugendlicher und eines arabischen Jungen ließen den Nahost-Konflikt im Sommer 2014 wieder eskalieren und setzten eine Spirale der Gewalt in Gang. 50 Tage lang dauerte der Krieg zwischen Israel und der im Gaza-Streifen herrschenden radikalen Palästinenserorganisation Hamas.

Bilanz auf palästinensischer Seite: über 2200 Tote, mehr als 11 000 Verletzte und zigtausende Flüchtlinge. 1500 Zivilisten kamen nach UN-Angaben ums Leben, die höchste Zahl an zivilen Opfern seit der israelischen Besetzung des Gazastreifens 1967. Rund 70 Todesopfer gab es auf Seiten der Israelis, überwiegend Soldaten.

Amnesty International warf beiden Seiten Kriegsverbrechen vor. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen will seinen Bericht bis Ende Juni vorlegen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte, den Bericht zu den Akten zu legen und beschrieb den Menschenrechtsrat als «anti-israelische Organisation».

Mi, 2015-04-01 12:36
Lausanne (dpa)

Hängepartie bei Atomverhandlungen mit Iran in Lausanne

Die Erwartungen sind groß, doch greifbare Fortschritte lassen auf sich warten. Beim Atomstreit mit dem Iran zeichnet sich noch kein Durchbruch ab. Und Israel warnt bis zuletzt.

Lausanne (dpa) - Die Atomverhandlungen mit dem Iran haben auch in der Verlängerung zunächst keinen Durchbruch gebracht. Am Tag nach Ablauf der selbst auferlegten Frist rangen Außenminister und Vertreter der UN-Vetomächte sowie Deutschlands und des Irans weiter um eine Grundsatzeinigung in dem zwölf Jahre dauernden Konflikt. «Nichts ist ausgemacht, aber bei gutem Willen aller ist eine Einigung möglich», hieß es am Mittwoch aus deutschen Delegationskreisen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sowie seine chinesischen und französischen Amtskollegen, Wang Yi und Laurent Fabius, verließen den Verhandlungsort. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu warnte weiter in scharfen Worten gegen eine mögliche Einigung. Ein solches Abkommen sei «gewissenlos», sagte er vor einem Treffen mit dem republikanischen Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, in Jerusalem. Der Iran habe sein Streben nach einer Zerstörung Israels nicht aufgegeben, sagte Netanjahu.

In den Verhandlungen will der Westen Garantien dafür, dass das iranische Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient. Teheran hat stets bestritten Atomwaffen anzustreben und fordert die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. Damit verbunden sind zahlreiche technische Details von der Zahl iranischer Zentrifugen bis zur Frage, in welchem Zeitraum Sanktionen aufgehoben werden könnten. Die Erwartungen im Iran und im Westen in den Verhandlungen sind hoch, bis Sommer soll ein umfassendes Abkommen stehen.

Der chinesische Außenminister Yi mahnte, die Rolle des UN-Sicherheitsrats müsse beachtet werden. Aus Verhandlungskreisen hieß es, ein strittiger Punkt sei nun die Frage, wie einmal aufgehobene Sanktionen schnell wieder in Kraft gesetzt werden könnten, falls der Iran gegen Vereinbarungen verstößt. Ein Teil der bestehenden Sanktionen war durch Resolutionen des UN-Sicherheitsrats eingesetzt worden, andere durch die USA sowie die EU.

Mi, 2015-04-01 12:34
Berlin (dpa)

SPD sieht Verbesserungsbedarf bei Fracking-Paket

Berlin (dpa) - Die SPD-Fraktion hat CDU/CSU vorgeworfen, den Gesetzentwurf für die unkonventionelle Gasförderung («Fracking») aufgeweicht zu haben. So gebe es unter anderem Beratungsbedarf über die Rolle und Aufgabe der Expertenkommission, die auf Wunsch des Koalitionspartners in den Entwurf aufgenommen worden sei, heißt es in einem Schreiben an die eigenen Abgeordneten, das unter anderem von den Fraktionsvizes Ute Vogt und Hubertus Heil unterzeichnet worden ist und das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die sechsköpfige Kommission kann nach unbedenklich verlaufenen Probebohrungen grünes Licht für kommerzielle Projekte geben, die Landesbehörden sind an das Votum aber nicht gebunden. «Es muss in jedem Fall sichergestellt sein, dass der Deutsche Bundestag über den kommerziellen Einsatz der Fracking-Technologie entscheidet», heißt es in dem Schreiben. «Im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens gilt für uns nun selbstverständlich das «Strucksche Gesetz», wonach kein Gesetz das Parlament so verlässt, wie es eingebracht worden ist.»

Mi, 2015-04-01 12:33
Abuja (dpa)

Neuer Schlag gegen Boko Haram in Nigeria: Truppen erobern Hochburg

Abuja (dpa) - Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat im Nordosten Nigerias erneut eine schwere Niederlage einstecken müssen: Truppen aus dem Tschad und aus Niger sei es am Dienstag gelungen, die Fundamentalisten aus dem Ort Malam Fatori zu vertreiben, der als eine der letzten Hochburgen der Gruppe in der Region galt, sagte der tschadische Militärsprecher Azème Bermandoua am Mittwoch. «Der Feind ist besiegt worden und die Stadt ist unter der Kontrolle unserer Streitkräfte», erklärte er.

Beobachtern zufolge ist Malam Fatori völlig zerstört. Mitglieder der Boko Haram hätten vor ihrer Flucht zahlreiche Häuser niedergebrannt. Die Islamisten hatten den Ort im November unter ihre Kontrolle gebracht.

Das nigerianische Militär wird seit Wochen von regionalen Truppen aus dem Tschad, Kamerun, Niger und Benin im Kampf gegen den Terror unterstützt. Die Boko Haram, die im Norden des bevölkerungsreichsten Landes in Afrika einen Gottesstaat aufbauen will, hat in den vergangenen Jahren bei blutigen Anschlägen mindestens 14 000 Menschen getötet.

Mi, 2015-04-01 12:22
Berlin (dpa)

Böckler-Stiftung erwartet kräftiges Wachstum 2015 und 2016

Berlin (dpa) - Die gute Wirtschaftslage in Deutschland hält aus Sicht der Hans-Böckler-Stiftung mindestens bis ins nächste Jahr hinein an. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2015 und 2016 jeweils um 2,2 Prozent zulegen, teilte die gewerkschaftsnahe Stiftung am Mittwoch in Berlin mit. Die Arbeitslosigkeit werde weiter sinken. Ursache für den Aufschwung seien gestiegene Löhne und der gesetzliche Mindestlohn, durch den die Menschen in Deutschland mehr Geld ausgäben. Die Exporteure profitierten vom schwachen Euro und von niedrigen Energie- und Rohstoffpreisen.

Im Dezember waren die Konjunkturforscher noch von 1,6 Prozent Wachstum in diesem Jahr ausgegangen. Um nachhaltiges Wachstum zu sichern, seien weitere spürbare Lohnsteigerungen ein wichtiger Faktor, sagte Gustav Horn, der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Stiftung.

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Mi, 2015-04-01 12:21
Kiew (dpa)

Ukraine stellt Gasimport aus Russland vorläufig ein

Kiew (dpa) - Die Ukraine hat die Abnahme von Erdgas aus Russland am Mittwoch vorläufig eingestellt und will vor neuen Importen zunächst über einen günstigeren Preis verhandeln. «Wenn der Preis von 250 Dollar bestätigt wird, werden wir kaufen», sagte Energieminister Wladimir Demtschischin örtlichen Medien zufolge in Kiew. Im ersten Quartal zahlte die finanziell angeschlagene Ex-Sowjetrepublik 329 US-Dollar für 1000 Kubikmeter Gas. Der russische Gazprom-Konzern bestätigte, dass die Ukraine die Abnahme zum Mittwoch verringerte.

Demtschischin begrüßte die Ankündigung Russlands, den während des Winters gewährten Preisnachlass von 100 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter im zweiten Quartal zu verlängern. «Die Hauptaufgabe ist zu begreifen, wie die Preisbildung bis zum Ende der Heizsaison 2016 aussehen wird», betonte er. Dafür seien Vertragsabschlüsse notwendig.

Für Mitte April sind Gasgespräche unter EU-Vermittlung in Berlin geplant. Angestrebt ist eine Vereinbarung bis Ende 2016.

Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für den Transport von russischem Gas in die Europäische Union. Moskau und Kiew hatten in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder über Einzelheiten des Imports von russischem Gas gestritten. Dies führte auch zu Lieferstopps, die die Energieversorgung der EU gefährdeten.

Mi, 2015-04-01 12:16
Ulm (dpa)

Ukrainischer Soldat stirbt im Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Ulm (dpa) - Ein junger ukrainischer Soldat ist im Bundeswehrkrankenhaus Ulm seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 19-Jährige war am 20. März mit drei weiteren Soldaten zur Behandlung aus Kiew nach Ulm verlegt worden, wie die Klinik am Mittwoch mitteilte. Er habe sich bei einer Explosion schwerste Verletzungen an der Wirbelsäule zugezogen. Am frühen Dienstagmorgen sei er gestorben. «Die anderen drei sind stabil, werden aber noch operiert», sagte Presseoffizier Gerd Kremers. Ukrainische Soldaten mit schweren und komplexen Verletzungen werden seit längerem auch in deutschen Bundeswehrkrankenhäusern behandelt.

Mi, 2015-04-01 12:14
Hodeida (dpa)

Mindestens 29 Tote bei Luftangriff auf Molkerei im Jemen

Hodeida (dpa) - Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Koalition sind in einer Molkerei im Jemen mindestens 29 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Arbeiter seien verletzt, berichteten Krankenhausärzte. Die Fabrikanlage in der Hafenstaat Hodeida war in der Nacht zum Mittwoch bombardiert worden. Sie liegt in einem Gebiet, das von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert wird.

Die Kampfflugzeuge der saudischen Koalition hätten nahe gelegene Stellungen der schiitischen Miliz angegriffen und dabei die Molkerei getroffen, berichteten Augenzeugen.

Saudi-Arabien und seine arabischen Verbündeten hatten vor rund einer Woche mit Luftangriffen auf die Huthis begonnen. Damit unterstützen sie Jemens Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi, der vor den Rebellen ins Ausland geflohen ist. Die Huthis hatten in den vergangenen Monaten große Teile des südarabischen Landes unter ihre Kontrolle gebracht und Hadi abgesetzt.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

Außerdem Interessant

Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Mi, 2015-04-01 12:13
Den Haag (dpa)

Palästina ist dem Weltstrafgericht beigetreten vom 31.3.)

Den Haag (dpa) - Die Palästinensischen Gebiete sind als neues Mitglied dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag beigetreten. Im Beisein des palästinensischen Außenministers Riad Malki begrüßte der Vizepräsident des Gerichtes, Richter Kuniko Ozaki, in einer kurzen Zeremonie am Mittwoch in Den Haag den 123. Vertragsstaat. Damit ist der Weg frei für strafrechtliche Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen im Gazastreifen.

Der palästinensische Außenminister sprach von einem «Schritt zu Gerechtigkeit und Frieden». Palästina hatte den Grundlagenvertrag des Weltstrafgerichts zu Beginn des Jahres ratifiziert, am 1. April wurde der Beitritt rechtskräftig. Palästina hatte angekündigt, Verfahren gegen Israel zu beantragen.

Mi, 2015-04-01 12:09
Jerusalem (dpa)

Netanjahu: Abkommen mit Teheran wäre «gewissenlos»

Jerusalem (dpa) - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat ein mögliches Abkommen im Atomstreit mit dem Iran am Mittwoch als «gewissenlos» verurteilt. Dies würde dem iranischen Mullah-Regime den Weg zu einer Atombombe ebnen, warnte Netanjahu vor einem Treffen mit dem republikanischen Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, John Boehner. Der Iran habe sein Streben nach einer Zerstörung Israels nicht aufgegeben, sagte Netanjahu. Der israelische Regierungschef forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich um einen «besseren Deal» mit Teheran zu bemühen. «Der Iran muss sein aggressives Verhalten in der Region stoppen», forderte er zudem.

Mi, 2015-04-01 12:03
Stuttgart (dpa)

Türkische Gemeinde fordert lückenlose Aufklärung von NSU-Umtrieben

Stuttgart (dpa) - Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat mit einer Mahnwache vor dem baden-württembergischen Innenministerium auf die aus ihrer Sicht schlampigen Ermittlungen im NSU-Komplex aufmerksam gemacht. Eine Gruppe um den Bundesvorsitzenden der Organisation, Gökay Sofuoglu, verlangte am Mittwoch bei der Aktion in Stuttgart eine Aufklärung «merkwürdiger Zufälle». Die Gemeinde spielte damit auf den Tod einer Zeugin aus dem NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags sowie auf den Tod ihres ehemaligen Freundes Florian H. an. Das Innenministerium lud Vertreter der Gemeinde zu einem Gespräch ein.

Mi, 2015-04-01 11:59
Offenbach (dpa)

Ostern wird nass-kalt - wann war das zuletzt so?

Offenbach (dpa) - Nass-kaltes und unbeständiges Osterwetter mit Temperaturen von maximal zehn Grad sagen die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst voraus. Am geeignetsten für einen Ausflug ist der Ostermontag. «Auch in den vergangenen Jahren war das Wetter oft nicht wie erhofft, vor allem wenn Ostern auf ein frühes Datum fiel», sagt Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

«Die sonnenscheinreichsten und wärmsten Ostertage seit Aufzeichnungsbeginn erlebten die Deutschen im Jahr 2011.» Der Spitzenwert wurde mit 27,3 Grad am Ostersonntag in Kahl am Main (Unterfranken) gemessen. Dieser Tag fiel allerdings auch erst auf den 24. April. Die vergangenen fünf Jahre im Überblick:

- 2014 war Ostern deutlich später als 2015 - vom 18. bis 21 April. «Das Wetter war dabei recht unbeständig, mit einzelnen Regenschauern, aber meist mild bei Temperaturen zwischen 12 und 20 Grad.»

- 2013 fiel der Ostersonntag dagegen schon auf den 31. März. «Die Ostereier musste man bei grau-trübem, feuchtem Wetter und teilweise sogar unter einer Schneedecke suchen.»

- 2012 war Ostersonntag am 8. April. Wechselhaftes und nasskaltes Wetter mit einzelnen Regen-, Graupel und Schneeschauern bestimmte da Fest. Die Temperaturen blieben vielerorts einstellig.

- 2011 war Ostern fast überall in Deutschland sonnig, warm und freundlich. Die Temperaturen kletterten mancherorts sogar über 20 Grad. Der Termin war allerdings auch besonders spät: Der Ostersonntag fiel auf den 24. April.

- Ostern 2010 zur gleichen Zeit wie 2015: Der Ostersonntag fiel damals auf den 4. April, in diesem Jahr ist an diesem Tag Ostersamstag. Und wie war es 2010? «Unbeständig und kühl.»

Mi, 2015-04-01 11:40
Offenbach (dpa)

Ostern wird nass-kalt - wann war das zuletzt so?

Offenbach (dpa) - Nass-kaltes und unbeständiges Osterwetter mit Temperaturen von maximal zehn Grad sagen die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst voraus. Am geeignetsten für einen Ausflug ist der Ostermontag. «Auch in den vergangenen Jahren war das Wetter oft nicht wie erhofft, vor allem wenn Ostern auf ein frühes Datum fiel», sagt Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

«Die sonnenscheinreichsten und wärmsten Ostertage seit Aufzeichnungsbeginn erlebten die Deutschen im Jahr 2009» - der Ostersonntag fiel damals auf den 12. April. Die vergangenen fünf Jahre im Überblick:

- 2014 war Ostern deutlich später - vom 18. bis 21 April. «Das Wetter war dabei recht unbeständig, mit einzelnen Regenschauern, aber meist mild bei Temperaturen zwischen 12 und 20 Grad.»

- 2013 fiel der Ostersonntag dagegen schon auf den 31. März. «Die Ostereier musste man bei grau-trübem, feuchtem Wetter und teilweise sogar unter einer Schneedecke suchen.»

- 2012 war Ostersonntag am 8. April. Wechselhaftes und nasskaltes Wetter mit einzelnen Regen-, Graupel und Schneeschauern bestimmte da Fest. Die Temperaturen blieben vielerorts einstellig.

- 2011 war Ostern fast überall in Deutschland sonnig, warm und freundlich. Die Temperaturen kletterten mancherorts sogar über 20 Grad. Der Termin war allerdings auch besonders spät: Der Ostersonntag fiel auf den 24. April.

- Ostern 2010 zur gleichen Zeit wie 2015: Der Ostersonntag fiel damals auf den 4. April, in diesem Jahr ist an diesem Tag Ostersamstag. Und wie war es 2010? «Unbeständig und kühl.»

Mi, 2015-04-01 11:39
Warschau (dpa)

Nach Sturm in Polen Tausende ohne Strom

Warschau (dpa) - Zwei Verletzte, etwa 2500 Feuerwehreinsätze, Tausende Haushalte ohne Strom - das war am Mittwoch die bisherige Bilanz der Sturmschäden in Polen. Besonders stark betroffen von den Auswirkungen des Orkans «Niklas» waren die westlichen Landesteile, wo der Sturm Bäume entwurzelte, Dächer abdeckte und Stromleitungen niederriss. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers wurden rund 400 Gebäude beschädigt.

Etwa 65 000 Menschen hatten den Angaben zufolge keinen Strom, weil umgestürzte Bäume Leitungen umrissen. Wie der Nachrichtensender «TVP Info» berichtete, beschädigte der Sturm auch das Schlossmuseum der Schlesischen Piasten im schlesischen Brzeg. Die Ausstellung wurde provisorisch gesichert, nachdem der Wind am Dienstagabend einen Teil des Daches abgedeckt hatte.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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