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Sa, 2016-05-28 20:27
Targ (dpa)

Bergwanderer in Polen bei Blitzschlag getötet

Nowy Targ (dpa) - Im Süden Polens ist ein 40 Jahre alter Wanderer in einem Gebirge bei einem Blitzschlag getötet worden. Wie das Nachrichtenportal TVN24.pl unter Berufung auf die Bergrettung berichtete, sei der Mann am Samstag im Gebirgsmassiv Babia Góra an der slowakischen Grenze in ein Gewitter geraten. Zeugen hatten bereits am Nachmittag die Bergrettung alarmiert. Wegen des Unwetters konnte diese aber zunächst nicht zur Unglücksstelle vordringen. Bei ihrem Eintreffen war der Mann bereits tot.

In der weiter östlich gelegenen Region Pieninen wurden ebenfalls am Samstag drei Bergtouristen von einem Blitz verletzt. Einer von ihnen wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, die beiden anderen wurden von der Bergrettung ins Tal und dann mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

In den Nachbarregionen Tschechiens und der Slowakei führten Stürme und Hochwasser zu Verkehrsproblemen. Zwischen Hradec Kralove (Königgrätz) und Broumov musste die Eisenbahnverbindung wegen eines Erdrutsches gesperrt werden.

Sa, 2016-05-28 19:28
Paris/Hoppstätten (dpa)

Viele Verletzte nach Blitzeinschlägen in Deutschland und Frankreich

Jähes Ende eines schönen Tags. In Rheinland-Pfalz schlägt der Blitz aus heiterem Himmel auf einem Fußballplatz ein, in Frankreich in einem Park. Die schlimme Bilanz: Dutzende Verletzte.

Paris/Hoppstätten (dpa) - Trauriges Ende eines Fußballspiels und einer Geburtstagsparty: Bei Blitzeinschlägen sind am Samstag 46 Menschen in Deutschland und Frankreich verletzt worden. Bei den meisten Opfern handelt es sich um Kinder.

Buchstäblich aus heiterem Himmel schlug ein Blitz auf einem Fußballplatz in Rheinland-Pfalz ein - insgesamt 35 Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht. Drei Erwachsene erlitten bei dem Unglück in Hoppstätten schwere Verletzungen. Darunter ist der Schiedsrichter des E-Jugend-Spiels, der nach Polizeiangaben direkt vom Blitz getroffen wurde. Zeugen begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. 30 Kinder im Alter von neun bis elf Jahren und zwei weitere Erwachsene hatten auffällige Herzfunktionen und wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Sie gelten als leicht verletzt.

Das Spiel war zum Zeitpunkt des Blitzschlags gerade beendet. «Es gab Zeugen zufolge keinen Regen und keinen dunklen Himmel», berichtete der Sprecher und bestätigte einen Online-Bericht der «Rheinpfalz». Wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte, waren zur Zeit des Unglücks drei Gewitterzellen in der Gegend unterwegs. Den Kreis, in dem der Unglücksort liegt, hätten sie aber eher «am äußersten nördlichen Zipfel» gestreift. Von allen Kindern und Erwachsenen wurden laut Polizei noch vor Ort Elektrokardiogramme (EKG) geschrieben, um die Herzfunktionen zu überprüfen. Bei den 30 Kindern und zwei Elternteilen seien die Ergebnisse auffällig gewesen.

Bei einem Gewitter in einem Park in Paris wurden elf Menschen verletzt, darunter acht Kinder. Die Gruppe habe in dem Park im Nordwesten der französischen Hauptstadt einen Geburtstag gefeiert, als ein Blitz einschlug, sagte ein Sprecher der Pariser Feuerwehr örtlichen Medien. Die verletzten Kinder seien zwischen 7 und 14 Jahren alt. Sechs Menschen erlitten schwere Verletzungen, fünf leichte. Alle wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Starkregen und Hagel hatten in mehreren Bundesländern Schäden angerichtet. In Rheinland-Pfalz war am Freitag nach einem Erdrutsch sogar ein Zug auf dem Weg nach Trier zwischen Hatzenport und Moselkern entgleist. Verletzt wurde aber niemand. Eine 64 Jahre alte Wanderin wurde am Samstag in der Wutachschlucht im Hochschwarzwald von einem Erdrutsch bis zur Hüfte verschüttet und leicht verletzt.

Auch auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt bekamen Reisende das Unwetter zu spüren, wie ein Sprecher am Samstag sagte. Es kam zu 20 Flugausfällen sowie zu Verspätungen und Umleitungen. Ein Taxifahrer, der in Wiesbaden durch Regenmassen in seinem Auto eingeschlossen war, musste von Helfern befreit werden. Vielerorts waren Straßen gesperrt, Keller voller Wasser oder Weinberge entlaubt. In einigen Straßen hatten Hagelkörner eine 30 Zentimeter dicke Schicht gebildet. In Bayern fielen bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde. Polizei und Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Gewitter mit Unwetterpotenzial sind am Wochenende weiterhin möglich, wie der DWD mitteilte. Tief «Elvira» bringe schwülwarme «Waschküchenluft» ins Land. Die Meteorologen rechnen auch am Sonntag mit kräftigen Gewittern und Regen. Morgens seien besonders der Westen und Südwesten betroffen. Zum Nachmittag sollen es dann in fast allen Landesteilen mehr oder weniger stark gewittern. Einige der Gewitter könnten sich zu Unwettern entwickeln. Wo genau, sei nicht vorherzusagen.

Zu Beginn der kommenden Woche sollen sich die Gewitter dann in den Nordosten verlagern, wo es nach der Vorhersage des Wetterdiensts wieder zu Unwettern kommen kann. Im Südwesten gebe es dann noch Regen und Regenschauer - aber keine Gewitter mehr.

Sa, 2016-05-28 19:57
Berlin (dpa)

Armenier-Resolution wirft Schatten voraus - Druck auf Abgeordnete

Am 2. Juni will der Bundestag eine Resolution beschließen, mit der die Gräuel an den Armeniern im Osmanischen Reich vor gut 100 Jahren als «Völkermord» eingestuft werden. Neuer Streit mit Ankara ist programmiert.

Berlin (dpa) - Vor der geplanten Armenier-Resolution des Bundestags werden viele Abgeordnete von türkischen, aber auch von armenischen Organisationen unter Druck gesetzt. Türkische Gruppen rufen dazu auf, ein vorformuliertes Schreiben an die Bundestagsfraktionen zu verschicken, in dem vor Folgen «für das friedvolle Zusammenleben zwischen Deutschen und Türken hierzulande, aber auch in der Türkei» gewarnt wird. Auch von der Gegenseite seien Zehntausende E-Mails beim Bundestag eingegangen. Sie enthielten die Forderung, sich dem Druck der türkischen Seite nicht zu beugen, berichtet «tagesschau.de».

Der Bundestag will am kommenden Donnerstag eine gemeinsame Resolution von Union, SPD und Grünen beschließen, in der die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord eingestuft werden. Nach Schätzungen kamen bei den Massakern an den Armeniern vor 100 Jahren zwischen 800 000 und 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit ums Leben.

In Berlin protestierten am Samstag türkische Verbände gegen die geplante Resolution. Rund 1000 Menschen zogen nach Polizeiangaben vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. «Der Bundestag ist nicht zuständig! Parlamente sind keine Gerichte!», hieß es auf Transparenten. Viele der Demonstranten schwenkten türkische Flaggen.

Unionsfraktionsvize Franz Josef Jung (CDU) rechnet nicht mit übermäßig heftigen Reaktionen der Türkei. «Es geht uns nicht darum, dass die türkische Regierung eine Schuld am Völkermord eingesteht, sondern dass sie sich zu ihrer historischen Verantwortung bekennt», sagte Jung der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Der CDU-Politiker bekräftigte, «dass wir die Türkei nicht auf die Anklagebank setzen wollen.»

Jung führte aus: «Schon vor einem Jahr haben sowohl der Bundestagspräsident als auch der Bundespräsident die Verbrechen eindeutig als Völkermord bezeichnet, und damals hat die Türkei auch nicht überreagiert. Warum sollte es jetzt anders sein?» Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, meinte hingegen: «Wie die Türkei reagiert, ist schwer einzuschätzen.»

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt verteidigte die geplante Resolution als «Signal eines selbstbewussten Parlaments». Der Beschluss sei auch deshalb so wichtig, weil es «ohne Erinnerung keine Zukunft» geben könne, sagte die Grünen-Politikerin dem «Tagesspiegel am Sonntag». Außerdem werde in der Resolution auch die deutsche Verantwortung klar benannt. Offiziere des Kaiserreichs seien Zeugen der Gräueltaten gewesen und hätten der Berliner Regierung davon berichtet. Diese habe aber nichts unternommen, um das Morden zu stoppen.

Unter besonderem Druck stehen nach Darstellung von «tagesschau.de» Abgeordnete mit türkischen Wurzeln. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir berichtete von Beschimpfungen und Drohungen auch via Facebook und Twitter: «Es sind immer die gleichen Ausdrücke: Verräter, Armenierschwein, Hurensohn, armenischer Terrorist und sogar Nazi», sagte er dem Nachrichtenportal. Trotzdem dürfe das keine Ausrede sein: «Anders als in der Türkei muss hier kein Abgeordneter Angst haben, ins Gefängnis geworfen oder gar ermordet zu werden.» Der SPD-Abgeordnete Mahmut Özdemir kritisiert die geplante Resolution und kündigte in der ARD an, der Abstimmung fernzubleiben.

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Sa, 2016-05-28 18:37
Berlin (dpa)

Türkische Verbände demonstrieren gegen Armenien-Resolution

Berlin (dpa) - Türkische Verbände haben am Samstag in Berlin gegen die geplante Armenien-Resolution des Bundestags protestiert. Rund 1000 Menschen zogen nach Polizeiangaben vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. «Der Bundestag ist nicht zuständig! Parlamente sind keine Gerichte!», hieß es auf Transparenten.

Die Demonstranten, von denen viele türkische Flaggen schwenkten, protestieren dagegen, dass in der Resolution die Massaker an den Armeniern 1915 im Osmanischen Reiche als «Völkermord» eingestuft werden. Der Bundestag will die gemeinsame Resolution von Union, SPD und Grünen am Donnerstag verabschieden.

In den vergangenen Tagen hatten türkische und armenische Organisationen Abgeordnete unter Druck gesetzt. Türkische Gruppen warnten vor Folgen «für das friedvolle Zusammenleben zwischen Deutschen und Türken hierzulande, aber auch in der Türkei». Von armenischen Organisationen gingen E-Mails beim Bundestag ein mit der Forderung, sich dem Druck der türkischen Seite nicht zu beugen.

Sa, 2016-05-28 18:33
Hoppstätten/Lauterecken (dpa)

35 Menschen nach Blitzeinschlag während Fußballspiels in Klinik

Bei blauem Himmel geht ein Jugendfußballspiel gerade zu Ende, als völlig unerwartet der Blitz einschlägt. Der Schiedsrichter wird direkt getroffen. Insgesamt 35 Menschen müssen ins Krankenhaus.

Hoppstätten/Lauterecken (dpa) - Drama beim Kicken: Insgesamt 35 Menschen, darunter 30 Kinder, sind am Samstag in Rheinland-Pfalz bei einem Blitzeinschlag während eines Fußballspiels verletzt worden. Drei Erwachsene erlitten bei dem Unglück in Hoppstätten schwere Verletzungen. Darunter ist der Schiedsrichter des E-Jugend-Spiels, der nach Polizeiangaben direkt vom Blitz getroffen wurde. Zeugen begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Krankenhaus.

Die 30 Kinder im Alter von neun bis elf Jahren und zwei weitere Erwachsene hatten auffällige Herzfunktionen. Sie wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht und gelten als leicht verletzt.

Das Spiel war zum Zeitpunkt des Blitzschlags gerade beendet. «Es gab Zeugen zufolge keinen Regen und keinen dunklen Himmel», berichtete der Sprecher und bestätigte einen Online-Bericht der «Rheinpfalz». Wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte, waren zur Zeit des Unglücks drei Gewitterzellen in der Gegend unterwegs. Den Kreis, in dem der Unglücksort liegt, hätten sie aber eher «am äußersten nördlichen Zipfel» gestreift. Am Nachmittag warnte der DWD für große Teile von Rheinland-Pfalz vor schweren Gewittern.

Von allen Kindern und Erwachsenen seien noch vor Ort Elektrokardiogramme (EKG) geschrieben worden, um die Herzfunktionen zu überprüfen, sagte der Polizeisprecher. Bei den 30 Kindern und zwei Elternteilen seien die Ergebnisse auffällig gewesen. Zwei Notarzt- und fünf Rettungswagen sowie alle Freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung waren im Einsatz.

Sa, 2016-05-28 18:13
Magdeburg (dpa)

Tortenattacke auf Wagenknecht - Linke warnt vor Rechtsruck

Mit dem Ruf nach einem Politikwechsel will sich die Linke für die bevorstehenden Wahlen rüsten. Gestört wird der Parteitag von einem Angriff auf Fraktionschefin Wagenknecht.

Magdeburg (dpa) - Eine Tortenattacke auf Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat auf dem Linken-Parteitag in Magdeburg für Aufregung gesorgt. Ein junger Mann schleuderte der 46-Jährigen die braune Cremetorte mitten ins Gesicht. Die Parteiführung verurteilte die Attacke zum Auftakt des Parteitags am Samstag scharf. Mit eindringlichen Worten warnten die Linken vor einem Rechtsruck und riefen zu einem kompletten Politikwechsel in Deutschland auf.

Eine selbst ernannte «Antifaschistische Initiative» begründete den Tortenangriff mit Wagenknechts Kurs in der Flüchtlingspolitik. Auf Flugblättern verglich sie die Linke mit der AfD-Politikerin Beatrix von Storch, die im Februar ebenfalls mit einer Torte beworfen worden war. Zwischen der AfD und der Linken gebe es einen «nationalen Konsens». Wagenknecht hatte Kritik auf sich gezogen, als sie gesagt hatte, nicht alle Flüchtlinge könnten nach Deutschland kommen.

Parteichefin Katja Kipping und Fraktionschef Dietmar Bartsch nahmen die Fraktionsvorsitzende in Schutz. Kipping sagte: «Das war nicht nur ein Angriff auf Sahra, das war ein Angriff auf uns alle.» Bartsch meinte: «Das ist nicht links, das ist auch nicht antifaschistisch. Das ist asozial, das ist hinterhältig, das ist dumm.» 

Die Linke will sich der AfD, Pegida und Rechtspopulisten insgesamt entschieden entgegenstellen. Ein «völkischer Mob» sei auf dem Vormarsch, hieß es in einem Beschluss. Der Regierung werfen die Linken vor, das mit falscher Politik befördert zu haben. 

Kipping warf SPD-Chef Sigmar Gabriel eine schwankende «Politik nach Windbeutelart» vor. Den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer bezeichnete sie wegen seiner Haltung in der Flüchtlingspolitik als «Grenzfetischisten». «Wir sind die soziale Schutzmacht im Alltag», sagte Kipping. Co-Parteichef Bernd Riexinger warb für einen Bruch mit der Politik der vergangenen Jahre. Eingeführt werden müsse eine Mindestsicherung und Rente von 1050 Euro für alle.

Riexinger bezeichnete die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen als «schwere Niederlage». Die Linke hatte dabei massiv Wähler verloren, auch an die AfD. Im Bund liegt die Linke laut Umfragen derzeit bei acht bis zehn Prozent, hinter der AfD.

Wichtigster Tagesordnungspunkt waren die Vorstandswahlen. Kipping und Riexinger, die seit vier Jahren an der Spitze stehen, wollen die Linke auch ins Bundestagswahljahr 2017 führen. An ihrer Bestätigung gab es keine Zweifel.

Wagenknecht wurde von der Attacke überrascht, als sie Riexingers Eröffnungsrede zuhörte. Der Mann warf ihr die braune Cremetorte aus unmittelbarer Nähe mitten ins Gesicht. Kipping und Bartsch schirmten Wagenknecht umgehend ab. Bartsch begleitete sie dann aus der Halle. Von den Delegierten wurde sie später mit großem Applaus wiederbegrüßt.

Wagenknecht sagte: «Schlimmer als die ganze Torte finde ich die Beleidigung, mit Frau von Storch auf eine Ebene gestellt worden zu sein. Das ist echt eine Unverschämtheit.»

Die Polizei vernahm den Tortenwerfer und setze ihn dann wieder auf freien Fuß. Gegen den 23-Jährigen aus Weißenfels (Sachsen-Anhalt) wird nun wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt. Die Linke-Politikerin selbst ließ offen, ob sie Strafanzeige stellt. Die Parteiführung der Linken will laut einer Sprecherin auf jeden Fall Strafanzeige stellen.

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Sa, 2016-05-28 18:28
Hoppstätten/Lauterecken (dpa)

Blitzeinschläge bei Fußballspielen

Hoppstätten/Lauterecken (dpa) - Nicht immer lassen sich herannahende Gewitter bei Fußballspielen rechtzeitig erkennen. Flutlichtmasten und nasser Rasen sind dann oft fatale Ziele für Blitze. Einige Unglücke:

16. August 2015: Im sächsischen Bräunsdorf schlägt während eines Fußballspiels ein Blitz auf dem Spielfeld ein. 22 Menschen, darunter Spieler und Zuschauer, werden leicht verletzt.

14. Juli 2009: Im obersteirischen Leoben schlägt ein Blitz in der Nähe eines Torpfostens ein, während ein Polizeisportverein gerade ein Trainingsspiel absolviert. Spieler und Zuschauer werden von der Wucht des Einschlags umgerissen. 25 Menschen werden verletzt.

2. Mai 2009: Bei einem Blitzeinschlag auf einem Fußballplatz in Ingoldingen (Baden-Württemberg) werden 26 Menschen verletzt, einer davon lebensgefährlich. Zwei Jugendmannschaften hatten sich gerade auf ein Fußballspiel vorbereitet.

8. August 2008: In Wald-Michelbach in Hessen werden Fußballspieler von einem Blitz getroffen, der vom Flutlichtmast auf den Platz überschlägt. Aus den vier Mannschaften werden neun Menschen schwer verletzt, 23 weitere leicht. Vier Rettungshubschrauber sind im Einsatz.

25. Juni 2007: Während eines Fußballturniers trifft ein Blitz einen Baum, unter dem drei Studentinnen Schutz gesucht hatten. Die drei jungen Frauen werden schwer verletzt, eine erleidet Verbrennungen zweiten und dritten Grades. Zehn weitere Menschen werden leicht verletzt.

Sa, 2016-05-28 18:15
Paris (dpa)

Elf Verletzte nach Blitzeinschlag bei Geburtstagsfeier in Paris

Paris (dpa) - Bei einem Gewitter in einem Park in Paris sind elf Menschen verletzt worden, darunter acht Kinder. Die Gruppe habe in dem Park im Nordwesten der französischen Hauptstadt am Samstag einen Geburtstag gefeiert, als ein Blitz einschlug, sagte ein Sprecher der Pariser Feuerwehr örtlichen Medien. Die verletzten Kinder seien zwischen 7 und 14 Jahren alt. Sechs Menschen erlitten schwere Verletzungen, fünf leichte. Alle wurden in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor hieß es, zehn der Betroffenen seien Kinder. Auch in Deutschland wurden am Samstag mehrere Menschen bei Blitzschlägen verletzt, manche von ihnen schwer.

Sa, 2016-05-28 17:46
München (dpa)

BMW: Weiter hohe Investitionen in Elektromobilität notwendig

München (dpa) - Der Autobauer BMW will weiterhin viel Geld in den Ausbau der Elektromobilität stecken - dabei bleibe der Kostenaufwand für E-Fahrzeuge hoch. «Derzeit müssen wir noch massiv in Vorleistung gehen», erklärte der Entwicklungschef der Münchner, Klaus Fröhlich, in einem Vorabbericht des Branchenblatts «Automobilwoche» (Samstag).

Wegen der im Vergleich zu Modellen mit Verbrennungsmotor oft hohen Produktionskosten und ihrer speziellen Batterien sind Elektroautos meist noch teurer. Bundesregierung und Autoindustrie hatten auch deshalb eine Kaufprämie vereinbart, um die Nachfrage anzuschieben.

Er sei mit der Elektroflotte bei BMW noch nicht ganz zufrieden, räumte Fröhlich ein. «Wir hatten ursprünglich für 2020 eine Marktdurchdringung von zehn Prozent antizipiert.» Das erreiche der Konzern momentan noch nicht. Man setze in den kommenden Jahren daher auch auf Plug-in-Hybride, deren Speicher sowohl über das Stromnetz als auch über den Verbrennungsmotor aufgeladen werden können.

Bisher hat BMW etwa das reine Elektroauto i3 und den Plug-in-Hybrid-Sportwagen i8 im Programm. Neben dem elektrischen «iNext», der frühestens ab 2020 in die Autohäuser kommen soll, und neuen Hybrid-Varianten arbeitet das Unternehmen auch weiter an der Brennstoffzellen-Technologie. Ein erstes Fahrzeug mit der Wasserstoff-Technik für Privatkunden soll ab 2025 angeboten werden.

Mitte März hatte Vorstandschef Harald Krüger bei der Vorstellung der Jahreszahlen 2015 gesagt, dass aber auch der Verbrennungsmotor noch auf Jahre eine wichtige Rolle spielen werde. Bei der Hauptversammlung vor zwei Wochen äußerten einige Aktionärsvertreter Kritik an BMWs Elektro-Strategie, die inzwischen etwas an Tempo verloren habe.

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Sa, 2016-05-28 17:54
Damaskus (dpa)

Terrormiliz IS stürmt Außenbezirke von Rebellenstadt in Nordsyrien

Die Rebellen im Norden Syriens sind im Westen von Kurden umgeben, im Norden ist die Grenze zur Türkei - nun rückt die Terrormiliz IS von Osten in die Enklave vor. Zehntausende Flüchtlinge sind von den Dschihadisten bedroht.

Damaskus (dpa) - Kämpfer der Terrormiliz IS haben die Außenbezirke einer der letzten beiden Rebellenstädte nördlich von Aleppo in Syrien gestürmt. Die Dschihadisten, die bereits in den vergangenen Tagen in der Region gegen Aufständische in der Nähe der türkischen Grenze vorgerückt waren, hätten am Samstag die Verteidigungsanlagen der Stadt Marea überrannt, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Am Stadtrand lieferten sich Rebellen und IS-Kämpfer heftige Gefechte - Dutzende Menschen seien dabei gestorben.

Marea - etwa 20 Kilometer südlich der türkischen Grenze gelegen - ist neben Asas die einzige größere Stadt, die in der Enklave noch von Rebellen kontrolliert wird. Das Rebellengebiet grenzt im Osten an den Herrschaftsbereich des IS und im Westen an Kurdengebiete.

Erst kürzlich war der IS in das strategisch wichtige Gebiet vorgerückt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) flohen Zehntausende vor den Dschihadisten und sind nun in der Region um Asas eingeschlossen. Den Rebellen droht dort ein totaler Zusammenbruch. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und HRW gehen von 165 000 Vertriebenen aus, die rund um Asas Zuflucht gesucht haben. Unter diesen sind aber auch Flüchtlinge der vergangenen Wochen und Monate.

Karl Schembri vom Norwegischen Flüchtlingsrat (NRC) sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Situation sei beispiellos. «Das gesamte Gebiet um Asas ist komplett unsicher und Tausende Zivilisten und Hunderte Helfer sind in die Konfliktzone geraten.»

Ein örtlicher Aktivist berichtete, dass Rebellen einen Ort an die kurdischen Truppen übergaben, um im Gegenzug den Abzug von Zivilisten aus dem belagerten Marea zu ermöglichen. Dabei werde es sich vor allem um Kinder, Frauen und Verwundete handeln. Auf türkischem Staatsgebiet schlugen derweil erneut Raketen ein. Diese wurden wahrscheinlich aus Gebieten der Terrormiliz IS abgeschossen.

Sa, 2016-05-28 17:10
Tübingen (dpa)

Proteste gegen Affenversuche - Minister will Tierversuche reduzieren

Die umstrittenen Affenversuche am Max-Planck-Institut in Tübingen sollen eingestellt werden. Tierschützer sind davon nicht ganz überzeugt - sie gehen auf die Straße.

Tübingen (dpa) - Tierschützer haben gegen die umstrittenen Affensuche in Tübingen protestiert. Mit Transparenten und der Forderung «Stoppt Tierversuche» zogen sie durch die Innenstadt vor das Rathaus. Die Forschung an Primaten am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik löst seit langem Streit aus.

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU), der auch für den Tierschutz zuständig ist, will sich dafür einsetzen, Tierversuche zu reduzieren, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. Er kündigte auch an, das Max-Planck-Institut in Tübingen besuchen zu wollen. «Leider kann man auf Tierversuche nicht gänzlich verzichten, deshalb müssen stetig Verfahren entwickelt werden, um Tierversuche weiter zu minimieren», sagte Hauk.

Der Verein «Soko Tierschutz» hatte die Protestaktionen organisiert. Nach seinen Angaben nahmen am Demonstrationszug am Samstag rund 500 bis 600 Menschen teil. Außerdem bauten die Tierversuchgegner ein Zeltlager vor dem Forschungsinstitut auf. «Wir fordern, dass die Geheimhaltung um Tierversuche aufhört und dass die Affen freikommen», sagte Vereinsgründer Friedrich Mülln. Generell lehnen die Aktivisten Tierversuche ab, denn ihre Wirksamkeit sei nicht erwiesen.

Nach monatelangen Anfeindungen von Tierschutzaktivisten hatte Institutsleiter Nikos Logothetis im vergangenen Jahr erklärt, die Versuche an Primaten in Tübingen auslaufen zu lassen und nur noch mit Ratten arbeiten zu wollen. Das habe sich nicht geändert, sagte die Sprecherin der Max-Planck-Gesellschaft, Christina Beck. Dennoch halte die Einrichtung die Forschung an Primaten für unerlässlich, «will man Krankheiten wie Demenz, Schizophrenie oder Parkinson verstehen.» Es habe sich um Studien an Primaten gehandelt, die zur Entwicklung eines Hirnschrittmachers und damit zu einer Parkinson-Therapie für mehr als 100 000 Patienten weltweit geführt habe.

Sa, 2016-05-28 17:43
Hoppstätten/Lauterecken (dpa)

Blitzeinschlag auf Fußballfeld - 16 Menschen in Klinik

Bei blauem Himmel geht ein Jugendfußballspiel gerade zu Ende, als völlig unerwartet der Blitz einschlägt. Der Schiedsrichter wird getroffen. Insgesamt 16 Menschen werden in Krankenhäuser gebracht.

Hoppstätten/Lauterecken (dpa) - Drama beim Kicken: Insgesamt 16 Menschen sind am Samstag im westlichen Rheinland-Pfalz nach einem Blitzeinschlag während eines Fußballspiels in Krankenhäuser gebracht worden. Drei von ihnen erlitten bei dem Unglück in Hoppstätten schwere Verletzungen. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurde der Schiedsrichter des E-Jugend-Spiels direkt vom Blitz getroffen. Zeugen begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Krankenhaus. Zwei andere Erwachsene wurden ebenfalls schwer verletzt.

Das Spiel war zum Zeitpunkt des Blitzschlags gerade beendet. «Es gab Zeugen zufolge keinen Regen und keinen dunklen Himmel», berichtete der Sprecher und bestätigte einen Online-Bericht der «Rheinpfalz». Wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte, waren zur Zeit des Unglücks drei Gewitterzellen in der Gegend unterwegs. Den betroffenen Kreis Kusel hätten sie aber eher «am äußersten nördlichen Zipfel» gestreift. Am Nachmittag warnte der DWD für große Teile von Rheinland-Pfalz vor schweren Gewittern.

Von allen Kindern und Erwachsenen seien noch vor Ort Elektrokardiogramme (EKG) geschrieben worden, um die Herzfunktionen zu überprüfen, sagte der Polizeisprecher. Bei elf Kindern und zwei Elternteilen seien die Ergebnisse auffällig gewesen, deshalb seien auch sie vorsorglich in Krankenhäuser gebracht worden. Zwei Notarzt- und fünf Rettungswagen sowie alle Freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung waren im Einsatz.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Sa, 2016-05-28 17:23
Berlin (dpa)

Jung erwartet keine Überreaktion der Türkei wegen Armenien-Resolution

Berlin (dpa) - Unionsfraktionsvize Franz Josef Jung rechnet nicht mit übermäßig heftigen Reaktionen der Türkei auf die geplante Armenien- Resolution des Bundestags. «Es geht uns nicht darum, dass die türkische Regierung eine Schuld am Völkermord eingesteht, sondern dass sie sich zu ihrer historischen Verantwortung bekennt», sagte Jung der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Der CDU-Politiker bekräftigte, «dass wir die Türkei nicht auf die Anklagebank setzen wollen.»

Der Bundestag will am kommenden Donnerstag eine gemeinsame Resolution von Union, SPD und Grünen beschließen, in der von einem «Völkermord» an den Armeniern im Ersten Weltkrieg im Osmanischen Reich die Rede ist. Nach Schätzungen kamen bei den Massakern an den Armeniern vor 100 Jahren zwischen 800 000 und 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit ums Leben.

Jung führte aus: «Schon vor einem Jahr haben sowohl der Bundestagspräsident als auch der Bundespräsident die Verbrechen eindeutig als Völkermord bezeichnet, und damals hat die Türkei auch nicht überreagiert. Warum sollte es jetzt anders sein?» Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, meinte hingegen: «Wie die Türkei reagiert, ist schwer einzuschätzen.»

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt verteidigte die Resolution des Bundestages als «Signal eines selbstbewussten Parlaments». Der Beschluss sei auch deshalb so wichtig, weil es «ohne Erinnerung keine Zukunft» geben könne, sagte die Grünen-Politikerin dem «Tagesspiegel am Sonntag». Außerdem werde in der Resolution auch die deutsche Verantwortung klar benannt. Offiziere des Kaiserreichs seien Zeugen der Gräueltaten gewesen und hätten der Berliner Regierung davon berichtet. Diese habe aber nichts unternommen, um das Morden zu stoppen.

Sa, 2016-05-28 17:06
Wutach (dpa)

Wanderin in Wutachschlucht von Erdrutsch verschüttet

Wutach (dpa) - Eine Wanderin ist in der Wutachschlucht im Hochschwarzwald von einem Erdrutsch getroffen worden. Die 64-Jährige sei am Samstag bis zur Hüfte verschüttet und leicht verletzt worden, teilte ein Sprecher der Polizei in Freiburg mit. Die Bergwacht habe die Touristin im Bereich der baden-württembergischen Gemeinde Wutach befreit. Teile der Wanderwege wurden daraufhin gesperrt. Im vergangenen Jahr war die Wutachschlucht - eines der beliebtesten Ausflugs- und Touristenziele im Schwarzwald - nach Unwettern mit Erdrutschen für mehrere Tage gesperrt.

Sa, 2016-05-28 17:48
Paris (dpa)

Elf Verletzte nach Blitzeinschlag in Paris - darunter zehn Kinder

Paris (dpa) - Bei einem Gewitter in einem Park in Paris sind elf Menschen verletzt worden, darunter zehn Kinder. Sechs von ihnen seien in einem kritischen Zustand, sagte der stellvertretende Bürgermeister des betroffenen Bezirks, Vincent Baladi, dem Sender iTele. Die Gruppe sei am Samstag in einem Park im Nordwesten der französischen Hauptstadt gewesen, als der Blitz einschlug. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Auch in Deutschland wurden am Samstag mehrere Menschen bei Blitzschlägen verletzt, manche von ihnen schwer.

Sa, 2016-05-28 17:30
Berlin (dpa)

Linke will sich der AfD entschlossen entgegenstellen

Berlin (dpa) - Die Linke will sich Rechtspopulisten entgegenstellen und «den völkischen Visionen der AfD» die Vision einer offenen Gesellschaft entgegensetzen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die rund 600 Delegierten des Linken-Parteitags am Samstag in Magdeburg bei wenigen Gegenstimmen. In dem Beschluss ist von einem «Vormarsch des völkischen Mobs auf dem Weg zu einer dauerhaften politischen Kraft in der Bundesrepublik» die Rede. Der Regierung werfen die Linken Verschärfungen des Asylrechts vor. Der Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus müsse gestärkt werden. 

Sa, 2016-05-28 16:20
Wolfsburg (dpa)

Volkswagen will Palette an Elektroautos weiter ausbauen

Wolfsburg (dpa) - Der VW-Konzern will im Zuge seiner Elektro-Offensive die Palette an E-Fahrzeugen massiv ausbauen. «Der politische Druck auf unsere Industrie wird weiter wachsen», sagte Vorstandschef Matthias Müller einem Bericht des Branchenblatts «Automobilwoche» (Samstag) zufolge jüngst vor Führungskräften. Um die immer schärferen CO2-Ziele zu erreichen, müsse Volkswagen den Anteil der Elektroautos in der Flotte substanziell steigern.

VW sei mit anderen Autoherstellern in intensiven Gesprächen, um das Thema Schnelllade-Infrastruktur gemeinsam voranzutreiben. Der Konzern erwartet laut dem Bericht einen Marktanteil von E-Autos von 25 Prozent bis zum Jahr 2025 in der EU, in China und in den USA. 2030 könnten dann die Hälfte aller verkauften Autos E-Fahrzeuge sein.

Vorige Woche hatte Müller bei einem Manager-Treffen die «Strategie 2025» skizziert. Darin spielt die Elektromobilität - neben einer Verbesserung der zuletzt schwachen Rendite - eine wichtige Rolle: Im Jahr 2025 will der Konzern eine Million reine Elektrofahrzeuge verkaufen - das wäre nach jetzigem Stand jedes zehnte verkaufte Auto.

Die Kernmarke Volkswagen hat seit 2013 bisher insgesamt 64 000 solcher Autos an Kunden ausgeliefert - bei sechs Millionen verkaufter VW-Modelle pro Jahr. Der Gesamtkonzern setzt derzeit rund zehn Millionen Fahrzeuge jährlich ab. VW prüft zudem, ob rund um das Motorenwerk Salzgitter ein eigenes Batteriewerk entstehen könnte.

Sa, 2016-05-28 16:30
Hoppstätten/Lauterecken (dpa)

Vier Verletzte nach Blitzschlag während Fußballspiels

Hoppstätten/Lauterecken (dpa) - Vier Menschen sind in Rheinland-Pfalz bei einem Blitzschlag verletzt worden - zwei von ihnen schwer. Das Unglück ereignete sich am Samstag während eines Fußballspiels der E-Jugend in Hoppstätten. Der Blitz sei völlig unerwartet bei blauem Himmel eingeschlagen, sagte ein Polizeisprecher und bestätigte einen Online-Bericht der «Rheinpfalz». Ein Verletzter musste wiederbelebt werden, einer wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Ob unter den Verletzten auch Kinder und Jugendliche waren, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Sa, 2016-05-28 16:57
Dülmen (dpa)

Traditionsreicher Wildpferdefang lockt Tausende ins Münsterland

Dülmen (dpa) - Der traditionelle Wildpferdefang hat mehr als 15 000 Menschen ins nordrhein-westfälische Münsterland gelockt. Bei Volksfeststimmung wurden am Samstag rund 250 Tiere in die Arena getrieben, um die einjährigen Hengste einzufangen und zu versteigern. Der männliche Nachwuchs wird aus der Gruppe herausgeholt, weil es sonst zu Rangkämpfen mit älteren Tieren kommen würde. Mit mehr als 40 Hengsten waren in diesem Jahr besonders viele Jungtiere auszusortieren, sagte die zuständige Försterin. 

Die wildlebenden Ponys im Merfelder Bruch bei Dülmen gehören dem Herzog von Croÿ. Mit den Einnahmen aus der Versteigerung finanziert er den Erhalt der 400 Tiere umfassenden Herde.

Tierschützer protestieren seit langem gegen das Spektakel. Seit einigen Jahren sind die Fangmethoden daher angepasst worden: Die Fänger werden von einer Tierärztin geschult, bevor sie die Arena betreten. Außerdem sollen sie die Tiere nicht unnötig brutal anfassen. Auch auf ein Brandzeichen wird inzwischen verzichtet. 

Sa, 2016-05-28 16:12
Kiew/Donezk (dpa)

Kiew: Lage in Ostukraine verschärft sich - OSZE-Beobachter beschossen

Der Friedensprozess für den Donbass steckt fest, die Kämpfe zwischen Armee und Separatisten flammen immer wieder auf. Die ukrainische Führung setzt in dieser Lage verstärkt auf westliche Berater wie neuerdings Ex-Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen.

Kiew/Donezk (dpa) - Mit Schüssen auf OSZE-Beobachter hat sich die Lage im Kriegsgebiet Ostukraine nach Darstellung der Führung in Kiew verschlechtert. Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten hätten zugenommen, sagte Andrej Lyssenko von der ukrainischen Präsidialverwaltung am Samstag. Das Militär berichtete von einem getöteten Soldaten. Auch die Aufständischen warfen der Armee Dutzende Angriffe vor.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verurteilte den Beschuss einer Beobachter-Patrouille vom Freitag. Die Gruppe sei im Gebiet Donezk mit Handfeuerwaffen angegriffen worden, kritisierte Ertugrul Apakan, Chef der Beobachter-Mission. Niemand sei verletzt worden. Zudem sei eine Drohne in der Nähe der von den Separatisten kontrollierten Stadt Horlivka abgeschossen worden.

«Ich verurteile die Gewalt gegen Menschen und Ausrüstung, die helfen, objektive und unparteiische Informationen über die Lage in der Ukraine zu beschaffen», teilte Apakan mit. Konkrete Beschuldigungen gegen die ukrainische Armee oder die Aufständischen machte er nicht.

«Derartige Angriffe auf die zivile, unbewaffnete Beobachtermission sind völlig inakzeptabel», sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Deutschland hat dieses Jahr den OSZE-Vorsitz inne. «Ich fordere alle Seiten auf, sich an die getroffenen Vereinbarungen zu halten. Das beinhaltet, die Sicherheit der Beobachter und ihren freien und uneingeschränkten Zugang im gesamten Konfliktgebiet in vollem Umfang zu gewährleisten», sagte Steinmeier nach einer Mitteilung des Auswärtigen Amtes. Eigentlich gilt im Donbass eine Waffenruhe, die aber seit Monaten brüchig ist.

Angesichts der tiefen Krise seines Landes setzt Präsident Petro Poroschenko verstärkt auf ausländische Hilfe. Per Erlass ernannte er nun den früheren Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zu seinem Berater. Der vormalige dänische Regierungschef Rasmussen war von 2009 bis 2014 Chef des westlichen Militärbündnisses. Der russische Verteidigungspolitiker Wladimir Komojedow meinte, die Ernennung werde nicht zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland beitragen. Die prowestliche ukrainische Führung strebt langfristig eine Annäherung an EU und Nato an.

Sa, 2016-05-28 16:12
Berlin (dpa)

Aufräumen nach Hagel und Starkregen - «Elvira» bringt weiter Gewitter

Entlaubte Weinberge, Erdrutsche, umgestürzte Bäume - die jüngsten Unwetter hinterließen ihre Spuren. Doch Starkregen und Gewitter haben sich noch nicht aus Deutschland verabschiedet.

Berlin (dpa) - Großes Aufräumen nach Unwettern: Starkregen und Hagelmassen haben in mehreren Bundesländern Schäden angerichtet. In Rheinland-Pfalz war nach einem Erdrutsch sogar ein Zug auf dem Weg nach Trier zwischen Hatzenport und Moselkern entgleist. Verletzt wurde aber niemand. Gewitter mit Unwetterpotenzial sind am Wochenende weiterhin möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mitteilte. Tief «Elvira» bringe schwülwarme «Waschküchenluft» von Südwesten her ins Land.

Vielerorts waren am Samstag Straßen gesperrt, Keller voller Wasser oder Weinberge entlaubt. In einigen Straßen hatten Hagelkörner eine 30 Zentimeter dicke Schicht gebildet. Polizei und Feuerwehren waren in vielen Regionen seit Freitagnachmittag im Dauereinsatz.

Auch Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt machte das Unwetter zu schaffen, wie ein Sprecher am Samstag sagte. Es kam zu 20 Flugausfällen sowie zu Verspätungen und Umleitungen. Ein Taxifahrer, der in Wiesbaden durch die Regenmassen in seinem Auto eingeschlossen war, musste von den Rettern befreit werden.

Im sächsischen Brand-Erbisdorf setzte ein Blitz den Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. Regenmassen machten unter anderem Straßen bei Heidenheim in Baden-Württemberg unpassierbar. In der bayerischen Gemeinde Tuntenhausen kamen Hagelkörner von bis zu drei Zentimetern Durchmesser vom Himmel.

Die Meteorologen rechnen auch am Sonntag mit kräftigen Gewittern und Regen. Morgens seien besonders der Westen und Südwesten betroffen. Zum Nachmittag sollen dann fast alle Landesteile mehr oder weniger stark Gewittern ausgesetzt sein. Einige von ihnen könnten sich zu Unwettern entwickeln. Wo genau, sei nicht vorherzusagen.

Zu Beginn der kommenden Woche sollen sich die Gewitter dann in den Nordosten verlagern, wo es nach der Vorhersage des Wetterdiensts wieder zu Unwettern kommen kann. Im Südwesten gebe es dann noch Regen und Regenschauer - aber keine Gewitter mehr.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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