Di, 2015-03-03 12:51
Essen (dpa)

Medienbericht: RWE zahlt trotz schwachen Geschäfts stabile Dividende

Essen (dpa) - Der RWE-Konzern will nach einem Medienbericht trotz des schwachen Geschäfts 2014 den Aktionären erneut einen Euro Dividende zahlen. Das berichtet die «Rheinische Post» (Dienstag) unter Berufung auf Konzernkreise. Eine Firmensprecherin wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

RWE hatte 2013 die Dividende wegen der Gewinnrückgänge bereits auf einen Euro halbiert. Weitere Kürzungen wollen viele Kommunen, die insgesamt rund ein Viertel der RWE-Anteile halten, nicht hinnehmen. Dies gilt insbesondere nach dem Abschluss des Dea-Verkaufs in dieser Woche, der RWE rund 5,1 Milliarden Euro bringt.

«Wir erwarten nicht nur für 2014 eine Dividende von einem Euro je Aktie, sondern auch für 2015 und darüber hinaus», sagte etwa Lars Martin Klieve, Kämmerer der Stadt Essen, der Zeitung. Essen hält rund drei Prozent an RWE.

Konzernchef Peter Terium hatte kürzlich eine neue Dividendenpolitik ohne Mindestdividende angekündigt. Damit soll sich die Auszahlung - anders als beim Konkurrenten Eon - künftig nicht mehr allein am Ertrag, sondern unter anderem auch an der Verschuldung und an Wachstumsperspektiven, also an Investitionschancen orientieren.

Für die Dividende 2014 gilt aber noch die alte Vorgabe von 50 bis 60 Prozent Ausschüttung des nachhaltigen Nettoergebnisses. Bei 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro 2014 (Prognose) und knapp 600 Millionen Aktien wäre eine 1-Euro-Dividende damit rechnerisch nachvollziehbar.

Di, 2015-03-03 12:49
Peking (dpa)

«Chinas Gehirn»: Baidu plant Großprojekt zu künstlicher Intelligenz Von Stephan Scheuer, dpa

Wissenschaftler überall auf der Welt arbeiten an superintelligenten Computern. Künstliche Intelligenz könnte unsere Zukunft bestimmen. China will auf dem Markt eine Führungsrolle übernehmen.

Peking (dpa) - China will die internationale Forschung zu künstlicher Intelligenz (KI) aufmischen. Mit einem Großprojekt unter dem Namen «Chinas Gehirn» sollen mit staatlicher Förderung Firmen und Universitäten gemeinsamen an zukunftsweisenden Technologien arbeiten, kündigte der Chef von Chinas Internetgiganten Baidu, Robin Li, am Dienstag in Peking an. «Künstliche Intelligenz ist eine der wichtigsten Technologien des 21. Jahrhunderts», sagte Li. China müsse in dem Bereich eine internationale Führungsrolle übernehmen.

Chinas Computerforschung genießt einen guten Ruf. «Ich traue den Chinesen sehr viel zu», sagte Reinhard Karger, Sprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. «Wenn man künstliche Intelligenz weiterentwickeln möchte, braucht man viel Geld, Talent und Konsequenz - alles das hat China.» Deshalb sei die Ankündigung sehr ernst zu nehmen.

Robin Li stellte das landesweite Projekt zum Auftakt der Konsultativkonferenz vor, die jedes Jahr wenige Tage vor der Jahressitzung des Volkskongresses in Peking beginnt. «Entwickelte Staaten haben ihre KI-Anstrengungen ausgeweitet. China scheint aber noch bei der Grundlagenforschung zurückzuliegen», klagte Li. Deshalb müsse die Regierung den Aufbau der Plattform für KI-Forschung unterstützen. Künftige Technologien könnten beispielsweise selbstfahrende Autos, automatisierte Diagnoseinstrumente in der Medizin oder intelligente Drohnen sein.

«Die chinesische Informatik hat einen herausragenden Stand», sagte Karger, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen ist. «Brillante Ergebnisse wird man haben, wenn man Zugriff auf viele Daten hat.» Gerade in China sei es möglicherweise leichter möglich, Zugang zu großen Datenmengen zu bekommen. Daher könnte ein Forschungsprojekt auf nationaler Ebene beeindruckende Qualität liefern.

Künstliche Intelligenz sei etwa bei der Lösung von Problemen im Umweltschutz oder Herausforderungen des demografischen Wandels wichtig. «Das ist alles wichtig für China», sagte Karger. Als bevölkerungsreichstes Land der Erde hätten die Probleme eine besondere Brisanz. Es sei China nur zu wünschen, dass es in seinen Anstrengungen erfolgreich sein werde.

Baidu gehört zu Chinas Vorreitern bei der Forschung zu künstlicher Intelligenz. Der Betreiber von Chinas größter Suchmaschine hatte vergangenes Jahr Forscher von Google abgeworben und im kalifornischen Silicon Valley ein KI-Entwicklungszentrum eröffnet. Baidu behauptet, die weltweit beste Spracherkennung in Englisch anzubieten - besser als die Konkurrenten Google und Apple.

Das Milliardenreich China ist die größte Internetnation der Welt. Neben Baidu dominieren die chinesischen Firmen Tencent und Alibaba das Geschäft mit Produkten und Dienstleistungen für die mehr als 600 Millionen Onlinenutzer.

Di, 2015-03-03 12:47
Berlin (dpa)

Bahn will in diesem Jahr über 5000 leisere Güterwaggons (Foto-aktuell, Foto-Archiv)

Berlin (dpa) - Zum besseren Lärmschutz für Anwohner an Gleisstrecken will die Deutsche Bahn weitere Güterwaggons umrüsten. Bis Jahresende sollen 20 000 statt bisher 14 500 Wagen in der Flotte mit besonders leisen Bremsen ausgestattet sein, wie Konzernchef Rüdiger Grube am Dienstag in Berlin sagte. Mit der vom Bund geförderten Modernisierung soll Bahnlärm bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2000 halbiert werden. «An diesem Ziel wird nicht mehr gerüttelt», sagte Grube. Angesichts höherer Wartungskosten der neuen Bremsen warb er für Fördermittel, um die Wettbewerbsfähigkeit der Züge im Vergleich zu Lkws zu erhalten.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bekräftigte, dass laute Güterwaggons ohne neue Bremsen ab 2020 nicht mehr auf dem deutschen Netz fahren dürfen. Dafür werde ein Gesetz vorbereitet.

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Di, 2015-03-03 12:46
Genf (dpa)

Steinmeier fordert Einsatz gegen Ursachen für Extremismus

Genf (dpa) - Vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstag mehr Einsatz zur Behebung der tieferen Ursachen des Extremismus gefordert. Blutrünstige Terrormilizen wie der Islamische Staat (IS) oder Boko Haram müssten zwar «mit allen verfügbaren Mitteln» bekämpft werden. «Doch um ihnen den Nährboden zu entziehen, müssen wir auch kritisch hinterfragen, wie solche mittelalterlichen Denkweisen zu Beginn des 21. Jahrhunderts überhaupt Fuß fassen können», sagte der Minister. Es sei wichtig zu verstehen, warum im Westen aufgewachsene junge Menschen von «Predigern des Hasses und der Barbarei in ihren Bann gezogen werden».

Di, 2015-03-03 12:42
Berlin/Sao Pãulo (dpa)

Papageien-Geschwister nach Brasilien ausgeflogen (Foto - Handout)

Berlin/Sao Pãulo (dpa) - Zwei in Berlin geborene Spix-Aras sind nach Brasilien, das Heimatland der extrem seltenen Papageien, ausgeflogen worden. Am Dienstag landeten die Geschwister «Carla» und «Tiago» auf dem Flughafen von Sao Pãulo. Tags zuvor waren sie von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks verabschiedet worden. «Wir wünschen uns, dass sie oder ihre Nachkommen in ein paar Jahren in die Wildnis entlassen werden können», sagte die SPD-Politikerin.

Spix-Aras gelten seit 2000 als in freier Wildbahn ausgestorben. Weltweit gibt es nur noch rund 90 Exemplare. Die beiden Jungvögel waren im April 2014 in einer Zuchtstation geschlüpft, die mit der brasilianischen Regierung kooperiert.

Ob «Carla» und «Tiago» je in die freie Wildbahn entlassen werden, ist unklar. Voraussetzung sei ein Zuchtstock von mindestens 150 Vögeln, teilte das Umweltministerium mit.

Di, 2015-03-03 12:35
Den Haag (dpa)

Chemiewaffen-Kontrolleure zerstören erste Chemiefabriken in Syrien

Den Haag (dpa) - Internationale Chemiewaffenexperten haben die ersten zwei Fabriken für Chemiewaffen in Syrien unschädlich gemacht. In diesem Sommer sollten alle 12 Produktionsanlagen zerstört sein, teilte die Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) in Den Haag in ihrem jüngsten Monatsbericht mit.

Syrien verfügt demnach noch über drei unterirdische Fabriken und sieben Flugzeughangars, in denen chemische Waffen hergestellt werden könnten. Die Anlagen waren bereits Ende 2013 außer Betrieb gesetzt worden.

Die von Syrien gemeldeten chemischen Waffen und hochgiftigen Kampfstoffe waren im vergangenen Jahr auf einem US-amerikanischen Marineschiff im Mittelmeer vernichtet worden. Der UN-Sicherheitsrat hatte 2013 die Vernichtung des Waffenarsenals und der Fabriken angeordnet, nachdem bei einem Giftgasangriff in Damaskus Hunderte Menschen getötet worden waren.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Di, 2015-03-03 12:29
Kairo (dpa)

Parlamentswahl in Ägypten muss endgültig verschoben werden

Kairo (dpa) - Die für Ende März geplante Parlamentswahl in Ägypten muss wie erwartet verschoben werden. Ein Verwaltungsgericht in Kairo ordnete am Dienstag an, alle Vorbereitungen für die Abstimmung zu stoppen, wie die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram meldete.

Das Gericht folgte damit einem Urteil des höchsten ägyptischen Verfassungsgerichts, das am Wochenende ein Gesetz über die Einteilung von Wahlkreisen für ungültig erklärt hatte.

Die Parlamentswahl sollte am 21. März beginnen und über mehrere Wochen laufen. Sie gilt als wichtige Etappe auf dem Weg Richtung Demokratie, den Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi versprochen hat.

Ägypten hat seit Mitte 2012 kein Parlament mehr, nachdem das Verfassungsgericht die freien Wahlen zur damaligen Versammlung für ungültig erklärt hatte.

Der Staatschef regiert deswegen mit Dekreten. Kritiker werfen ihm vor, der frühere Militärchef habe das Land in eine neue Diktatur verwandelt. So hat die Regierung das Demonstrationsrecht stark eingeschränkt. Das ägyptische Militär hatte unter Führung von Al-Sisi im Sommer 2013 nach Massenprotesten den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi abgesetzt.

Di, 2015-03-03 12:03
031203 Mrz 15)

Zitat: CSU-Landesgruppenchefin zu rot-rot-grünen Gesprächen

«So eine Koalition ist ja kein Wellness-Tempel.»

(Die Berliner CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt am Dienstag zum Treffen von rund 25 Politikern von SPD, Grünen und Linken, die am Wochenende Schnittmengen für eine rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl 2017 ausgelotet hatten.)

Di, 2015-03-03 13:00
Berlin (DUH)

Umweltministerin Hendricks erteilt Umweltbundesamt einen Maulkorb beim Mehrwegschutz

Abgabe in Höhe von 20 Cent auf Getränkedosen und Einwegflaschen adäquate Antwort auf den Mehrweg-Ausstieg von Coca-Cola

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stützt die Präsidentin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger, die am Wochenende eine Lenkungsabgabe in Höhe von 20 Cent auf Einweg-Getränkeverpackungen ins Gespräch gebracht hat. Für den Umwelt- und Verbraucherschutzverband ist es völlig überraschend, dass die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dem Umweltbundesamt in den Rücken gefallen ist, indem sie eine Abgabe auf Einweg als wirksamstes Instrument zum Schutz des weltweit größten Mehrwegsystems ablehnt. Dies ist eine Entscheidung zu Lasten von 150.000 grünen Arbeitsplätzen und 14.000 mittelständischen Mehrweg-Betrieben, die einen entscheidenden Beitrag für den Klimaschutz leisten.

Der amerikanische Erfrischungsgetränkekonzern Coca-Cola kämpft bereits seit Jahrzehnten weltweit gegen Umweltgesetze, unterstützt Kampagnen gegen die Pfandpflicht und kämpft gegen Mehrweg. In vielen europäischen Staaten hat sich Coca-Cola bereits von Mehrweg verabschiedet. Nur in Deutschland ist es dem Konzern bislang nicht gelungen, das von einer überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung unterstützte und durch die Verpackungsverordnung geschützte Mehrwegsystem zu beseitigen. Frühere Angriffe von Coca-Cola auf das deutsche Mehrwegsystem wurden durch die ehemaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer, Angela Merkel, Jürgen Trittin und Sigmar Gabriel abgewehrt.

Weil die Mehrwegquote durch den von Coca-Cola vorangetriebenen Mehrwegausstieg erdrutschartig zu sinken droht, äußerte die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, dass eine Abgabe auf Einweggetränkeverpackungen nicht mehr auszuschließen sei. Stunden später wurde sie jedoch von Bundesumweltministerin Hendricks zurückgepfiffen. Diese ließ verkünden, dass eine Einwegabgabe nicht notwendig sei.

„Es ist ein einmaliger Vorgang, dass die aktuelle Umweltministerin Hendricks dem Umweltbundesamt beim Mehrwegschutz in den Rücken fällt. Anstatt das deutsche Mehrwegsystem zu verteidigen, unterstützt Hendricks faktisch Coca-Cola und andere internationale Einwegkonzerne, die das deutsche Mehrwegsystem schleifen wollen. Umweltministerin Hendricks sollte sich ein Beispiel an vier ihrer Vorgänger nehmen, die Coca-Cola erfolgreich zu einem mehrwegfreundlichen und rechtskonformen Handeln gezwungen haben“, erklärt der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Um das umweltfreundliche deutsche Mehrwegsystem zu stabilisieren, sind nach Auffassung des Umweltschutzverbandes, zusätzlich zum geltenden Einwegpfand, die Einführung einer Abgabe in Höhe von 20 Cent auf unökologische Einweg-Getränkeverpackungen und eine Regelung zur klaren Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg auf der Verpackung notwendig. Nur so kann das gesetzlich festgelegte Ziel von 80 Prozent ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen überhaupt noch erreicht werden.

„Die Einführung einer Lenkungsabgabe ist nicht neu, sondern ein bewährtes und bereits existierendes Modell in Deutschland. So wurde 2004 eine zusätzlich zum Einwegpfand zu erhebende Lenkungsabgabe auf Alkopops erhoben. Dadurch konnten diese für die Jugend schädlichen Getränke erfolgreich zurückgedrängt werden. Genauso würden die 20 Cent Lenkungsabgabe auf unökologische Einweggetränkeverpackungen wirken“, sagt der DUH-Bereichsleiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer. Durch eine Abgabe würden Getränke in unökologischen Einweg-Getränkeverpackungen teurer und die Verbraucher würden auf das Angebot in Mehrweg ausweichen. Dadurch würden vor allem regionale Produkte gefördert und grüne Arbeitsplätze geschaffen.

Mit der eingeleiteten Umstellung auf Einweg und dem erhofften Zusammenbruch des deutschen Mehrwegsystems möchte Coca-Cola nicht nur bei sich mehr als 1.000 grüne Arbeitsplätze abbauen und so den Profit zu Lasten der Umwelt weiter steigern. Es geht auch um einen Verdrängungskampf gegen die überwiegend mittelständischen deutschen Limonaden- und Saftabfüller, Brauereien, Mineralbrunnen und Getränkefachhändler.
 

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
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Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

keine Anzeige des türkischen Tourismus-Ministers

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