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Mi, 2016-05-25 15:15
Köln (dpa)

Telekom-Chef kündigt mehr Techniker am Samstag an Von Marco Engemann, dpa-AFX

Der Telekom-Chef wirft Wettbewerbern vor, sie jammerten zu viel. Für Kunden hat er auf der Hauptversammlung auch eine Nachricht: Techniker sollen künftig öfters samstags Zeit haben.

Köln (dpa) - Die Geschäfte laufen endlich wieder rund bei der Deutschen Telekom - doch Chef Tim Höttges brennt weiter einiges auf den Nägeln. Auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Köln kündigte er an, dass Techniker des Konzerns künftig häufiger auch samstags beim Kunden auftauchen sollen, damit diese sich nicht so oft frei nehmen müssen. Und an der Konkurrenz ließ er im Streit um die schnelle DSL-Vectoring-Technik kaum ein gutes Haar.

Beim Vectoring können etwa anstelle von Glasfaser über herkömmliche Kupferkabel Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Wettbewerber monieren, die Technik sei gerade im Vergleich mit Glasfaser oder Fernsehkabel rückständig und könne daher nur ein Zwischenschritt sein. Sie kritisieren aber vor allem, dass die Telekom in einem bestimmten Netzbereich das DSL-Vectoring exklusiv betreiben will.

Die Bonner führen dafür technische Gründe an. Die Bundesnetzagentur hatte dem Vorhaben zugestimmt, die EU-Kommission nimmt die Entscheidung derzeit jedoch unter die Lupe. Die Telekom führt auch ins Feld, dass die Breitbandziele der Bundesregierung für schnelleres Internet in der Fläche ohne die Technik nicht zu erreichen seien.

«Unsere Wettbewerber kritisieren und jammern in einer Tour», sagte Höttges. Er verwies auf die eigenen Investitionen und warf den Konkurrenten vor, zu wenig Geld in den Netzausbau zu stecken. Mal kritisierten die Rivalen die Telekom für die falsche Technik, mal für den schleppenden Ausbau, sagte er. Sobald die Telekom aber ausgebaut habe, böten genau diese Kritiker dann ihre Leistungen unter eigenem Namen auf dem Telekom-Netz an.

Die Telekom investierte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben konzernweit 10,8 Milliarden Euro, knapp 14 Prozent mehr als 2014. In Deutschland seien es mehr als vier Milliarden Euro gewesen.

Laut Höttges verzögert sich durch die Brüsseler Prüfung das Vectoring-Verfahren wohl um rund vier Monate. Man befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit EU und Netzagentur. Zugeständnisse seien Verhandlungssache, das Geschäft müsse sich aber weiter rechnen.

Auch an anderer Stelle will Höttges Probleme abräumen. «Viele Kunden ärgert, dass sie für einen Termin mit der Telekom extra frei nehmen müssen», sagte er. «Wir lösen das, indem wir künftig viel mehr Termine samstags anbieten.» Damit würden auch die Wochentage entlastet und es sei mehr Auswahl von Montag bis Freitag möglich. «Dafür brauchen wir flexiblere Arbeitszeiten», sagte Höttges. Er sei optimistisch, dass die Gewerkschaften dabei mitziehen.

Mi, 2016-05-25 15:58
Berlin (dpa)

Steinmeier für Lieferung von Patrouillenbooten an Saudis

Die deutschen Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien sorgen regelmäßig für Ärger. Steinmeier ist für den Verkauf von Patrouillenbooten an das streng islamische Königshaus. Der Kurs ist umstritten - auch in der SPD-Spitze.

Berlin (dpa) - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich klar für die Lieferung von insgesamt 48 Patrouillenbooten an Saudi-Arabien ausgesprochen. Bei einem Treffen mit dem  saudischen Außenminister Adel Al-Dschubair verwies Steinmeier am Mittwoch auf «legitime Schutz- und Sicherheitsinteressen» des streng islamischen Königreichs, beispielsweise bei der Sicherung der Grenzen oder dem Schutz der Küsten. Deutschland arbeite hier bereits mit Saudi-Arabien zusammen. Aus seiner Sicht gebe es «gute Gründe, diese Art von Sicherheitskooperation fortzusetzen».

Saudi-Arabien steht international wegen Verstößen gegen Bürger- und Menschenrechte immer wieder in der Kritik. In Deutschland gibt es regelmäßig Debatten darüber, ob dorthin überhaupt Rüstungsgüter geliefert werden sollen. In der Frage, ob Saudi-Arabien Patrouillenboote bekomme soll, zieht sich ein Riss durch Bundesregierung und SPD.

Nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» ist SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel entschlossen, die Lieferung zu stoppen. Offiziell gibt es dazu aus dem Wirtschaftsministerium keinen Kommentar. Über eine Genehmigung entscheidet in solchen Fällen der geheim tagende Bundessicherheitsrat, in dem sowohl Gabriel als auch Steinmeier Mitglied sind. Die Entscheidung steht noch aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt als Befürworterin.

Saudi-Arabien bemüht sich nach verschiedenen Presseberichten seit längerer Zeit in Berlin intensiv darum, für die Boote sowie für mehrere Dutzend Panzer, Sattelschlepper und auch Waffen eine Genehmigung zu bekommen. Insgesamt geht es dabei um Aufträge in Milliardenwert. Die Befürworter von solchen Lieferungen argumentieren auch damit, dass Saudi-Arabien bei der Suche nach politischen Lösungen für den Syrien-Krieg und andere Konflikte eine wichtige Rolle spiele. Kritiker halten dagegen, dass damit die Opposition klein gehalten werden kann.

Steinmeier lobte Saudi-Arabien für jüngst eingeleitete Reformen. Gesellschaftliche Veränderungen seien dort kein Tabu. Zugleich appellierte er an Riad, seinen Einfluss auf die syrische Opposition zu nutzen, um die Syrien-Friedensverhandlungen wieder in Gang zu bringen. Al-Dschubair forderte mehr internationalen Druck auf das Regime von Machthaber Baschar al-Assad, damit der vereinbarte Waffenstillstand eingehalten werde.

Mi, 2016-05-25 15:48
Schmilka (dpa)

Bahnstrecke Dresden-Prag wieder zweigleisig befahrbar

Schmilka (dpa) - Die nach einem Erdrutsch in Sachsen blockierte Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag ist wieder vollständig befahrbar. «Alles läuft wie gewohnt», sagte eine Bahnsprecherin am Mittwoch. Allerdings sind die Züge auf der betroffenen Strecke von etwa 400 Metern vorerst noch mit gedrosselter Geschwindigkeit unterwegs. Das Gleisbett muss laut Bahn in den nächsten Tagen noch einmal gründlich von Schutt und Geröll gereinigt werden. Erst dann lasse sich auch der entstandene Schaden genau beziffern, hieß es.

Ein Erdrutsch infolge eines Unwetters hatte am Montagabend den Zugverkehr zwischen Dresden und Prag durcheinandergebracht. Ein Güterzug fuhr in die Geröllmassen und entgleiste - die Strecke musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Am Dienstagnachmittag wurde die Strecke zunächst auf einem Gleis, am Dienstagabend dann zweigleisig freigegeben. Den Angaben zufolge fielen insgesamt 54 Züge im Nah-, Fern- und Güterverkehr aus.

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Mi, 2016-05-25 15:03
Berlin/Kiew (dpa)

Steinmeier: Sawtschenko-Freilassung könnte Minsk-Prozess stärken

Berlin/Kiew (dpa) - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) setzt darauf, dass die Freilassung der in Russland verurteilten ukrainischen Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko ein Signal für eine Annäherung beider Länder sein könnte. «Ich hoffe und wünsche mir, dass der heute erfolgte Austausch einen Beitrag zur Vertrauensbildung zwischen der Ukraine und Russland leistet und damit auch dem Minsk-Prozess positive Impulse verleihen kann», sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin.

Die Freilassung sei eine gute Nachricht, «für die wir lange gearbeitet haben und auf die wir dennoch lange warten mussten». Er wünsche Sawtschenko eine rasche Besserung ihres Gesundheitszustandes. «Unsere Gedanken sind bei Ihr und Ihrer Familie.»

Sawtschenko war in Russland in einem umstrittenen Prozess zu 22 Jahren Haft verurteilt worden - trotz internationaler Proteste. Die russische Justiz macht die Soldatin für die Ermordung von zwei russischen Reportern im Konfliktgebiet Ostukraine verantwortlich. Nun durfte sie nach Kiew zurückkehren.

Mi, 2016-05-25 15:06
Berlin/Rüsselsheim (dpa)

Abgas-Vorwürfe: Deutsche Umwelthilfe geht juristisch gegen Opel vor

Berlin/Rüsselsheim (dpa) - Die Deutsche Umwelthilfe macht weiter Druck auf Opel und geht juristisch gegen angeblich falsche Werbeversprechen des Autobauers vor. Ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung sei am Mittwoch vor dem Landgericht Darmstadt gestellt worden, teilte die Organisation in Berlin mit. Den Schritt hatte Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch in der vergangenen Woche angekündigt.

Opel täusche Verbraucher unter anderem mit der Aussage, seine Abgasreinigung sei bei minus 30 Grad getestet worden. Das Unternehmen hat inzwischen angegeben, dass die Abgasreinigung bei Temperaturen unter 17 Grad nur im geringeren Umfang aktiv sei.

Mi, 2016-05-25 15:07
Athen (dpa)

Evakuierung des Flüchtlingslagers Idomeni weiter friedlich

Bislang läuft alles nach Plan. Idomeni wird schrittweise geräumt. Einige Migranten sind untergetaucht, andere gehen inzwischen alleine weg. Hilfsorganisationen fordern zur Aufnahme dieser Menschen in anderen europäischen Staaten auf.

Athen (dpa) - Die Räumung des wilden Flüchtlingslagers von Idomeni an der mazedonisch-griechischen Grenze geht friedlich weiter. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, reisten am zweiten Tag des Einsatzes rund 600 Menschen in Bussen ab. Sie wurden in Lager nahe Thessaloniki gebracht, berichtete das Staatsfernsehen (ERT).  

Am Vortag waren insgesamt 2031 Menschen in staatliche Auffanglager gebracht worden. Im Idomeni befinden sich nach Angaben des Stabes für die Flüchtlingskrise noch etwas mehr als 6000 Menschen. Griechische Medien berichteten dagegen, im Lager befänden sich deutlich weniger Menschen.

Zahlreiche Migranten verließen am Mittwoch auf eigene Faust das Lager. Sie sagten Reportern vor Ort, sie wollen nicht in organisierte Auffanglager gehen, weil sie befürchten, dass sie damit für immer in Griechenland bleiben müssen.

Nach Medienberichten räumten die Polizisten am Mittwoch auch den Bahnhof und die Gleise die nach Mazedonien führen. Damit könnte die für den In- und Export wichtige Bahnverbindung nach Mitteleuropa in den kommenden zwei Tagen wieder in Betrieb gehen, berichtete der Nachrichtensender Skai.

Wie das Nachrichtenportal «in.gr» berichtete, steht den Sicherheitskräften der schwierigste Teil der Räumung noch vor: Sie müssen demnach einige Hundert aus Marokko, Algerien und Tunesien stammende junge Männer aus dem Lager oder ihren Verstecken im Umland herausholen. Diese gelten zusammen mit einigen Hundert Afghanen und Pakistanern als der «harte Kern» der Migranten von Idomeni. Sie sollen verantwortlich dafür sein, dass es am Grenzzaun zu Mazedonien immer wieder zu Randale kam.

Es wird vermutet, dass ein Teil dieser Menschen sich in den umliegenden Wäldern versteckt hat. Am Montag - einen Tag vor Beginn der Räumung - hätten sie sich «auf und davon» gemacht, hieß es in Berichten von griechischen Reportern vor Ort.

Die Presse muss weiterhin in einer Entfernung von etwa sechs Kilometern vom Lager warten. Nur das staatliche Fernsehen (ERT) sendet einige Bilder von der Evakuierungsaktion. Vertreter humanitärer Organisationen dürfen die Räumung im provisorischen Lager beobachten. Auch ihre Mitarbeiter berichteten, alles verlaufe bislang ohne Probleme und ohne Gewaltanwendung.

Unterdessen mahnte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen Deutschlands, Heinrich Bedford-Strohm, einen humanen Umgang mit den Betroffenen an. «Jetzt ist es wichtig, dass diese Menschen würdig und gut untergebracht werden», sagte Bedford-Strohm der «Heilbronner Stimme». Er forderte mehr Entschlossenheit der EU in der Flüchtlingspolitik. «Idomeni steht für das Versäumnis Europas, eine einheitliche und koordinierte Flüchtlingspolitik zu praktizieren.»

CARE International und seine Partnerorganisation Solidarity Now riefen die EU-Staaten auf, ihre eigenen Zusagen, Flüchtlinge aus Griechenland in andere Länder umzusiedeln, einzuhalten. «Die EU muss dringend einen effektiven Prozess starten, damit 46 000 Menschen zügig umgesiedelt werden», so Thomas Rottland, der das CARE-Team in Griechenland leitet. Das Ziel der EU, bis Mitte Mai 20 000 Menschen umzusiedeln, wurde verfehlt. Bis heute wurden gerade einmal 979 Menschen in anderen EU-Ländern aufgenommen.

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Mi, 2016-05-25 16:00
Bamberg (dpa)

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen geplanten «Mein Kampf»-Nachdrucks

Ein Leipziger Verlag will Hitlers «Mein Kampf» ohne Kommentar herausgeben. Das ruft Ermittler auf den Plan, denn die unkommentierte Verbreitung ist verboten.

Bamberg (dpa) - Wegen eines geplanten unkommentierten Nachdrucks von Adolf Hitlers «Mein Kampf» hat die Staatsanwaltschaft Bamberg Ermittlungen eingeleitet. «Es wird geprüft, ob wir Anklage erheben können», sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Gegen wie viele Personen ermittelt wird, wollte der Sprecher nicht sagten - und ebenso wenig, ob es sich um Rechtsextreme handelt.

Im Internet wirbt der Leipziger Verlag «Der Schelm» für die Ausgabe als «unveränderter Nachdruck der im Zentralverlag der NSDAP (...) erschienenen Auflage» von 1943. Der Verlag stellt sich nach eigenen Angaben damit gegen die kritische Edition des Texts, die das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München Anfang 2016 auf den Markt gebracht hatte. Der Eigentümer des Verlags, Adrian Preißinger, bestätigte, er wolle das Buch im Sommer herausbringen. In welcher Auflage und wo es gedruckt werden soll, wollte er nicht sagen. Er könne über Bestellungen nicht klagen. Preißinger war Ende 2002 vom Dresdner Landgericht wegen des Vertriebs rechtsextremistischer Druckerzeugnisse und Musik zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Ende 2015 waren die Urheberrechte an Hitlers Buch ausgelaufen, mit denen der Freistaat Bayern als Rechtsnachfolger einen Nachdruck in Deutschland bis dato verhinderte. Die Justizminister der deutschen Bundesländer haben entschieden, dass die unkommentierte Verbreitung von «Mein Kampf» auch nach dem Auslaufen der Urheberschutzfrist in Deutschland verboten bleiben soll.

Gegen die Edition des IfZ wiederum, die es zwischenzeitlich in die Bestseller-Liste des «Spiegel» schaffte, hatte es Widerstand auch von Charlotte Knobloch gegeben, der Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Mi, 2016-05-25 15:15
Berlin/Dresden (dpa)

Druck auf Petry - Gauland kritisiert AfD-Treffen mit Muslimen

Für ihr vielbeachtetes Gespräch mit Mazyek vom Zentralrat der Muslime muss die AfD-Vorsitzende in ihrer Partei viel Kritik einstecken. Doch wer kann bei der AfD schon sagen, ob da nicht auch persönliche Rivalitäten eine Rolle spielen.

Berlin/Dresden (dpa) - Das unharmonische Treffen zwischen AfD-Chefin Frauke Petry und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, hat ein Nachspiel. AfD-Vize Alexander Gauland will Petry wegen des von ihr abgebrochenen Gesprächs zur Rede stellen. Auch der ZMD-Vorsitzende hat noch viele Fragen an die AfD.

Bei dem Treffen zwischen Mazyek und Petry am Montag sei einiges schief gelaufen, «was bei mir verschiedene Fragen aufwirft, die geklärt werden müssen», sagte Gauland der Deutschen Presse-Agentur. Missfallen habe ihm, dass die Einladung zu dem Gespräch lediglich am Rande im Bundesvorstand diskutiert worden sei. «Darüber hinaus weiß jeder gute Verhandlungsführer, dass man in ein Gespräch nicht mit unerfüllbaren Bedingungen hinein gehen kann», fügte der stellvertretende Vorsitzende hinzu. Dies lasse nur den Schluss zu, dass es Petry «in erster Linie um etwas anderes als einen echten Dialog gegangen sein muss». Ein ernst gemeintes Gesprächsangebot sollte man aber entweder mit Ernsthaftigkeit erwidern oder es gar nicht erst annehmen.

Petry hatte das Treffen mit dem ZMD-Vorsitzenden in Berlin nach knapp einer Stunde abgebrochen. AfD-Vize Albrecht Glaser sagte der «Bild»-Zeitung später, Petry und er hätten gemeinsam mit dem ebenfalls anwesenden AfD-Vorstandsmitglied Paul Hampel vorab vereinbart, das Gespräch abzubrechen, falls sich Mazyek weigern sollte, seinen Vergleich zwischen der AfD und Hitlers NSDAP zurückzunehmen. Am Dienstag hatte bereits der Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Jörg Meuthen, die aus seiner Sicht schlechte Vorbereitung des Treffens moniert.

Die Berliner AfD-Landeschefin Beatrix von Storch warf am Mittwoch in einem «Offenen Brief» an Mazyek die Frage auf, ob die «Islamische Charta» des ZMD in allen Punkten grundgesetzkonform sei. Sie will von ihm unter anderem wissen, ob seine Organisation bereit sei, «auf die Durchsetzung eines schariabasierten Rechtestatus für Nichtmuslime zu verzichten». Und ob es nach Ansicht des Zentralrats Menschenrechte gibt, die im Widerspruch zu den «im Koran verankerten von Gott gewährten Individualrechten» stehen.

Mazyek möchte seinerseits Antworten auf sieben Fragen, mit denen er am Montag in sein Gespräch mit den AfD-Politikern gegangen war. Dazu gehöre beispielsweise die Frage, ob die AfD das Geschäft der Extremisten betreiben wolle, «indem sie die gesellschaftlichen Gruppen auseinanderdividiert?» Der Vorsitzende des Islam-Verbandes sagte auf Anfrage: «Es geht um unser Land und unsere Verfassung, deshalb hat der ZMD diese Fragen vorgestern der AfD gestellt». Die Partei habe darauf aber keine Antwort geliefert, «außer unter fadenscheinigen Argumenten unser Dialogangebot mit Gesprächsabbruch zu beantworten».

Mi, 2016-05-25 16:01
Islamabad (dpa)

Das zerrissene Netz - Der tote Talibanchef, Pakistan und die USA Von Christine-Felice Röhrs, dpa

Die Konsequenzen des Drohnenangriffs gehen über Afghanistan hinaus: Frieden bringt der Tod des Talibanchefs wohl nicht. Die Islamisten haben ein mächtiges neues Triumvirat gewählt, um ihn zu ersetzen - es könnte sie sogar stärker machen.

Islamabad (dpa) - Nach dem Tod des Talibanführers Mullah Achtar Mansur sieht es so aus, als könnte ein Schlag, der gedacht war, ein Hindernis für den Frieden aus dem Weg zu räumen, möglicherweise zu mehr Krieg führen. Überraschend schnell haben die radikalen Islamisten am Mittwoch die Wahl ihres neuen Anführers und seiner zwei Stellvertreter verkündet - die Namen: Mullah Haibatullah Achundsada, Siradschuddin Hakkani, Mullah Mohammad Jakub.

Bis auf einen (den von den USA zum Terroristen erklärten Siradschuddin Hakkani) sind die Namen nicht sehr bekannt - aber die Taliban haben damit ein mächtiges Triumvirat gewählt. Achundsada ist ein als Hardliner beschriebener respektierter religiöser Führer, Hakkani ein talentierter Terrorist und Chef der Militäroperationen der Taliban. Mullah Jakub leitet Militärkommissionen in 15 Provinzen - aber vor allem ist er der Sohn des fast schon mystisch verklärten langjährigen Talibananführers Mullah Omar.

Wollte man es poetisch ausdrücken ist alles da für eine erfolgreiche Wiedervereinigung der jüngst zerstrittenen Bewegungen: das Schwert, das Blut, das Kreuz - oder in diesem Fall der Koran.

Was die Taliban mit dieser raschen Wahl und mit der Auswahl dieser Männer zeigen wollen, scheint klar: Wir funktionieren. Die USA wollten uns enthaupten, aber wir sind viele. Und die Islamisten setzen ein weiteres Zeichen - ein blutiges. Ungefähr zu der Zeit, als ein Sprecher der Taliban auf einen Knopf drückt, um die E-Mail zu versenden, die die Wahl des neuen Anführers verkündet, drückt in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein Selbstmordattentäter auf einen Knopf, um sich in die Luft zu sprengen. Elf Menschen sterben mit ihm.

Angesichts dieser Entwicklung ist fraglich, ob die Hoffnung der afghanischen und der US-Regierung auf eine Wiederbelebung des jüngst gescheiterten Friedensprozesses gerechtfertigt ist.

Aus dem afghanischen Präsidentenpalast kommt zwar am Mittwoch der Aufruf an den neuen Talibanführer, den Kampf aufzugeben. Doch Beobachter sehen das skeptisch. «Die Taliban werden in den kommenden Monaten alles versuchen, um zu beweisen, dass - obwohl Mansur tot ist - die Bewegung lebt», sagt der afghanische Analyst Ahmad Saidi. Der ehemalige Talibankämpfer Kalam Kalamuddin, heute Mitglied des Hohen Friedensrates, sagt, viele der Talibankommandeure seien Mullah Achundsadas ehemalige Schüler. Das könnte auch helfen, die abgesplitterten Fraktionen wieder einzufangen. Der Analyst Baschir Bisan fügt hinzu, «Achundsada ist ein Hardliner, der Krieg dem Frieden vorzieht und Töten dem Leben.»

Die Ereignisse der vergangenen Tage haben aber nicht nur Konsequenzen für den Krieg in Afghanistan. Der Tod des Talibanchefs und die Wahl eines möglicherweise radikaleren Mannes an ihre Spitze berühren auch die für die Region wichtigen Beziehungen zwischen den USA und Pakistan. Dass der getötete Talibanchef Mansur durch eine pakistanische Provinz fuhr, als die US-Drohne ihn fand, dass er einen pakistanischen Pass bei sich trug, das allein schon bringe Pakistan «in riesige Verlegenheit», sagt der pakistanische Analyst Talat Masood.

Aber da ist noch mehr. Die US-Regierung, so schreiben amerikanische Kommentatoren in den vergangenen Tagen, habe möglicherweise nun endgültig die Geduld mit Pakistan verloren. In den Wochen zuvor hatte sie ordentlichen Druck auf die pakistanische Regierung ausgeübt, endlich gegen die auf ihrem Territorium lebenden Taliban und Mitglieder der gefährlichen Hakkani-Gruppe vorzugehen - vor allem nachdem diese Ende April einen Bombenanschlag in Kabul mit 68 Toten und mehr als 340 Verletzten verübt hatte.

Ein für Pakistan sehr wichtiges Finanzierungsgeschäft für acht F-16-Kampfflugzeuge liegt darüber nun auf Eis. Und der US-Kongress blockiert Hunderte Millionen Dollar Finanzhilfe für Pakistan und will erst Schritte gegen die Hakkanis sehen, bevor die Gelder freigegeben werden. Aber Pakistan reagierte nicht. Also ergriffen die USA die Initiative - mit dem Drohnenangriff auf den Talibanchef Mullah Achtar Mansur.

Das sei eine große Wende in der US-Politik in Pakistan, sagen Analysten. Vor allem reißt es große Löcher in ein sowieso schon fragiles Netz komplizierter Beziehungen. Für Pakistan sind die Konsequenzen mannigfaltig. Jahrelang hatte die pakistanische Regierung versichert, sie gewähre afghanischen Taliban keine Zuflucht. «Und obendrauf bekommen wir nun Probleme mit den Taliban», sagt der Analyst Rustam Schah Mohmand. Weil spekuliert wurde, ob Pakistan von dem Angriff auf Mansur wusste, könnte es nun zu Vergeltungsschlägen innerhalb Pakistans kommen, fürchtet er. Damit würde sich der afghanische Krieg über Grenzen hinweg ausbreiten.

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Mi, 2016-05-25 15:26
Berlin (dpa)

Steinmeier für Lieferung von Patrouillenbooten an Saudi-Arabien

Berlin (dpa) - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die geplante Lieferung von insgesamt 48 Patrouillenbooten an Saudi-Arabien verteidigt. Bei einem Treffen mit dem  saudischen Außenminister Adel Al-Dschubair verwies Steinmeier am Mittwoch in Berlin auf «legitime Sicherheitsinteressen» des Königreichs, beispielsweise bei der Sicherung der Grenzen oder beim Schutz der Küsten. Deutschland arbeite in diesem Bereich bereits mit Saudi-Arabien zusammen. Aus seiner Sicht gebe es «gute Gründe, diese Art von Sicherheitskooperation fortzusetzen».

Saudi-Arabien steht international wegen Verstößen gegen Bürger- und Menschenrechten immer wieder in der Kritik. In Deutschland gibt es regelmäßig Debatten darüber, ob an das streng islamische Land Rüstungsgüter geliefert werden sollen. Die Bitte nach Patrouillenbooten ist auch innerhalb von Bundesregierung und SPD umstritten. Die Entscheidung über eine Genehmigung durch den geheim tagenden Bundessicherheitsrat steht noch aus.

Mi, 2016-05-25 15:28
Tokio/Wolfsburg (dpa)

Toyota mit Uber, VW mit Gett: Autobauer investieren in Fahrdienste

Deal-Fieber in der Autobranche: Die Hersteller jagen Online-Firmen hinterher. Sie hoffen, mit neuen Fahrdiensten den Weg in die Zukunft zu finden. Dabei geht es auch um Roboter-Taxis als Vision.

Tokio/Wolfsburg (dpa) - Autobauer suchen im digitalen Wandel ihres Geschäfts weltweit die Nähe zu Online-Fahrdiensten. Der japanische Branchenriese Toyota steigt beim führenden Fahrdienst-Vermittler Uber ein. Volkswagen hatte nur wenige Stunden zuvor die massive Investition von 300 Millionen Dollar (267 Mio Euro) in den Uber-Rivalen Gett bekannt gegeben.

Toyota will im Rahmen des Deals unter anderem Uber-Fahrern seine Fahrzeuge per Leasing anbieten oder verkaufen. Außerdem soll die gemeinsame Entwicklung von Apps für Fahrer ausgelotet werden.

Die Höhe der Toyota-Beteiligung an Uber wurde nicht genannt. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete, die Investition sei niedrig und Toyota habe keine Absicht, einen großen Anteil zu kaufen oder die Kontrolle zu übernehmen. Der Autokonzern wolle mehr darüber erfahren, wie Verbraucher Fahrdienste nutzen, und könne leicht wieder aussteigen, wenn die Partner getrennte Wege gehen wollten, hieß es unter Berufung auf eine informierte Person.

Uber ist die Nummer eins unter den Fahrdienst-Vermittlern. Das Unternehmen aus San Francisco besorgte sich mehr als fünf Milliarden Dollar bei Investoren und soll in Finanzierungsrunden zuletzt mit über 60 Milliarden Dollar bewertet worden seien. Zugleich legte sich Uber bei der weltweiten Expansion mit Behörden und der Taxi-Branche an.

Gett ist den Angaben zufolge in mehr als 60 Städten weltweit aktiv, darunter zum Beispiel auch New York und London. Im Großteil von Manhattan bietet die Firma Fahrten zu einem Flatrate-Tarif von zehn Dollar an und sorgte damit für Aufsehen. Volkswagen macht keinen Hehl daraus, dass es dabei auch um eine Zukunft mit Roboter-Taxis geht: Die Vermittlungs-Plattform von Gett könne «auch als Grundlage dienen, um tragfähige Modelle für den On-Demand-Betrieb selbstfahrender Autos zu entwickeln», erklärte der Konzern am späten Dienstag.

VW hatte auch im Gefolge des Abgas-Skandals angekündigt, sich zu einem «Mobilitätsdienstleister» zu wandeln. Dies ist Teil einer neuen Strategie, die VW-Chef Matthias Müller noch im Sommer vorstellen will und zu denen auch mehr Elektromobilität gehört. Müller bezeichnete die Beteiligung an Gett als «Meilenstein». Gett will das Geld unter anderem in den Ausbau des Geschäfts in Europa stecken.

Die Toyota-Aktie legte am Mittwoch in Tokio um 2,3 Prozent zu, für den Volkswagen-Kurs ging es bis zum Nachmittag um rund ein Prozent aufwärts.

Die Autokonzerne sind auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen, denn vor allem die jüngeren Generationen wollen Autos zunehmend nur nutzen, statt besitzen. Außerdem dürften mit der künftigen Ausbreitung selbstfahrender Autos insgesamt weniger Wagen benötigt werden.

Deswegen gehen die Autohersteller verstärkt ins Geschäft der Fahrdienste rein. So kaufte Daimler die App MyTaxi und die Opel-Mutter General Motors investierte 500 Millionen Dollar in den Uber-Konkurrenten Lyft ein und will laut Medienberichten Roboter-Taxis testen. Dabei treten die Fahrdienste auch als Abnehmer von Wagen der Autobauer auf, Lyft zum Beispiel will den neuen Elektrischen Chevrolet Bolt von GM nutzen. Daimler verwendet seine Autos im hauseigenen Carsharing-Dienst Car2Go und BMW seine Modelle beim Konkurrenten DriveNow.

Dabei verschmelzen die klassische Autoindustrie und die Online-Branche an immer mehr Stellen und es entstehen ungewöhnliche Partnerschaften. Der iPhone-Konzern Apple, der laut Medienberichten auch an einem eigenen Auto arbeiten soll, investierte jüngst eine Milliarde Dollar in den chinesischen Uber-Konkurrenten Didi.

Ford experimentiert mit einer eigenen Mitfahr-App und Fiat Chrysler sucht sich Hilfe bei der Entwicklung selbstfahrender Autos bei Google. Zugleich entwickeln Uber, aber auch der chinesische Internet-Konzern Baidu eigene Technik für Roboter-Wagen. Die Vision ist, dass selbstfahrende Taxis, die per App bestellt werden, den Verkehr in den Städten drastisch entlasten und sicherer machen können.

Mi, 2016-05-25 16:00
Seattle (dpa)

Trump sichert sich weitere Delegierte - Ausschreitung bei Kundgebung

Konkurrenten hat Donald Trump keine mehr. Bei einer Kundgebung kommt es zu Gewalt. Und er macht sich noch mehr Feinde.

Seattle (dpa) - Der wahrscheinliche republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich im US-Bundesstaat Washington weitere Delegierte gesichert. Als einziger Bewerber, der noch im Rennen ist, kam Trump bei der Abstimmung am Dienstagabend (Ortszeit) auf 76,2 Prozent der Stimmen.

Bei den Demokraten gewann die Favoritin Hillary Clinton die Vorwahl in dem Bundesstaat im Nordwesten. Das Ergebnis hat allerdings keinerlei Auswirkungen: Die Delegierten hatte die Partei bereits bei einem Caucus im März vergeben. Damals sicherte sich Clintons Rivale Bernie Sanders 74 Delegierte; die Ex-Außenministerin bekam 27. Ein Caucus wird von den Parteien organisiert, für die Vorwahlen (Primaries) sind die Bundesstaaten verantwortlich.

Unterdessen kam es bei einer Kundgebung Trumps in New Mexico zu Ausschreitungen. Mehrere hundert Menschen protestierten am Dienstagabend (Ortszeit) in der Stadt Albuquerque gegen den umstrittenen Unternehmer. Demonstranten hätten mit Steinen und Flaschen geschmissen, teilte die Polizei mit.

Einsatzkräfte auf Pferden versuchten, die Menge vor dem Kongresszentrum auseinander zu treiben. Mehrere Polizisten wurden demnach verletzt. Mindestens ein Demonstrant sei festgenommen worden, hieß es. Auch drinnen im Saal gab es Proteste. Trumps Rede wurde durch Zwischenrufe unterbrochen. Polizisten führten Demonstranten hinaus.

In den vergangenen Monaten hatte es bei mehreren Auftritten Trumps Auseinandersetzungen zwischen Unterstützern und Gegnern des 69-Jährigen gegeben.

In seiner Rede attackierte der 69-Jährige die republikanische Gouverneurin von Nex Mexico, Susana Martinez. Er machte sie für die wirtschaftlichen Probleme des Bundesstaates im Südwesten verantwortlich. «Sie muss einen besseren Job machen», sagte er. «Sie macht ihre Arbeit nicht. Wir müssen sie dazu bewegen.» Trump hatte eigentlich erklärt, er wolle die konservative Partei einen. Mit solchen Angriffen steht er dem entgegen.

In New Mexico am 7. Juni gewählt. Es ist der Staat mit dem größten hispanischen Bevölkerungsanteil.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mi, 2016-05-25 15:51
Baku (dpa)

Aserbaidschan bedauert geplante «Völkermord»-Resolution zu Armenien

Baku (dpa) - Aserbaidschan hat sich enttäuscht über Pläne des Bundestags gezeigt, die Gräuel an den Armeniern vor 100 Jahren als «Völkermord» einzustufen. Sie setze auf die «Besonnenheit» der Abgeordneten, «alles zu tun, damit die Resolution nicht angenommen wird», sagte die Vizepräsidentin des Parlaments der Südkaukasusrepublik, Bahar Muradova. Das berichteten örtliche Medien am Mittwoch.

Aserbaidschan ist der Erzfeind des benachbarten Armenien. Im Zentrum des Konflikts steht der Streit um das Gebiet Berg-Karabach, das überwiegend von Armeniern bewohnt wird, aber völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört. Dort war es im Frühling zu den schwersten Kämpfen seit rund 25 Jahren mit mehr als 120 Toten gekommen.

Die Abstimmung über die Resolution auf Antrag von Union, SPD und Grünen ist für den 2. Juni im Bundestag geplant. Aserbaidschan ist mit der Türkei verbündet, die als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs die Gräuel bedauert, aber vehement bestreitet, dass es sich um Völkermord gehandelt habe. Die Führung in Ankara hatte den Bundestag zuletzt vor einer entsprechenden Einstufung gewarnt.

Mi, 2016-05-25 15:40
Louis (dpa)

Bayer bleibt bei Monsanto am Ball - weitere Gespräche in Sicht

Daumen runter für das erste Angebot: Bayer wird tiefer in die Tasche greifen müssen, um Monsanto von seinem Übernahmeplan zu überzeugen. Doch ganz abgeneigt scheint der US-Konzern nicht.

Leverkusen/St. Louis (dpa) - Im Übernahmepoker mit Monsanto hat sich Bayer in der ersten Runde eine Abfuhr geholt. Doch beim Buhlen um den US-Rivalen im lukrativen Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäft lassen die Leverkusener nicht locker.

Bayer stehe zu seinem Angebot und sehe «konstruktiven» Gesprächen entgegen, teilte der Dax-Konzern mit. Zugleich signalisierte Monsanto seine Bereitschaft für weitere Gespräche, was am Mittwoch an der Börse eine positives Echo hervorrief. Ein feindlicher Übernahmeversuch von Bayer zeichnet sich derzeit nicht ab.

Der von den Übernahmeplänen schwer in Mitleidenschaft gezogene Aktienkurs erholte sich weiter. Die Bayer-Papiere lagen am Mittag mit 87,17 Euro leicht im Plus, nachdem Monsanto die bisherige Kaufofferte als zu niedrig abgelehnt hatte. Nach der Bestätigung der Übernahmepläne waren die Anteilsscheine bis auf 83,45 Euro gefallen - den niedrigsten Kurs von Bayer seit Mitte September 2013.

Monsanto-Chef Hugh Grant erklärte, eine «integrierte Strategie» könne erhebliche Vorteile haben. Damit signalisierte das umstrittene US-Unternehmen grundsätzliches Interesse an Fusionsgesprächen. Allerdings sei das aktuelle Angebot finanziell unzureichend.

Die Ablehnung war allgemein erwartet worden. Der Verwaltungsrat von Monsanto habe keinen Zeitplan für weitere Gespräche mit Bayer vorgegeben. «Es ist weiterhin unser Ziel, diese für beide Seiten überzeugende Transaktion gemeinsam zum Abschluss zu bringen», bekräftigte Bayer-Chef Werner Baumann.

Am Montag war bekanntgeworden, dass der deutsche Pharma- und Pflanzenschutzriese umgerechnet mehr als 55 Milliarden Euro für Monsanto bietet. Der Konzern bietet je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar in bar - insgesamt 62 Milliarden Dollar. Die Leverkusener wollen mit der Übernahme zum weltgrößten Agrarchemie-Hersteller aufsteigen. Die Ratingagenturen Moody's und Fitch drohten Bayer wegen der Fusionspläne mit deutlichen Senkungen der Bonitätsnote.

Doch nicht nur wegen des hohen Preises, sondern auch aufgrund des schlechten Rufs von Monsanto vor allem in Europa gilt das Vorhaben als riskant. Der US-Konzern steht seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte und des Umgangs mit Saatgut-Patenten in der Kritik. Zudem wird seit langem über mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen des Wirkstoffs Glyphosat diskutiert, den Monsanto in seinem weltweit verbreiteten Unkrautvernichter «Roundup» benutzt.

Mi, 2016-05-25 15:45
Baku (dpa)

Aserbaidschan bedauert geplante «Völkermord»-Resolution zu Armenien

Baku (dpa) - Aserbaidschan hat sich enttäuscht über Pläne des Bundestags gezeigt, die Gräuel an den Armeniern vor 100 Jahren als «Völkermord» einzustufen. Sie setze auf die «Besonnenheit» der Abgeordneten, «alles zu tun, damit die Resolution nicht angenommen wird», sagte die Vizepräsidentin des Parlaments der Südkaukasusrepublik, Bahar Muradova. Das berichteten örtliche Medien am Mittwoch.

Aserbaidschan der Erzfeind des benachbarten Armenien. Im Zentrum des Konflikts steht der Streit um das Gebiet Berg-Karabach, das überwiegend von Armeniern bewohnt wird, aber völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört. Dort war es im Frühling zu den schwersten Kämpfen seit rund 25 Jahren mit mehr als 120 Toten gekommen.

Die Abstimmung über die Resolution auf Antrag von Union, SPD und Grünen ist für den 2. Juni im Bundestag geplant. Aserbaidschan ist mit der Türkei verbündet, die als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs die Gräuel bedauert, aber vehement bestreitet, dass es sich um Völkermord gehandelt habe. Die Führung in Ankara hatte den Bundestag zuletzt vor einer entsprechenden Einstufung gewarnt.

Mi, 2016-05-25 16:02
Mülheim/Ruhr (dpa)

Vierjähriger stürzt aus Fenster - und wird von Müllmann aufgefangen

Mülheim/Ruhr (dpa) - In letzter Sekunde hat ein Müllmann im Ruhrgebiet einen aus dem Fenster stürzenden Vierjährigen aufgefangen und ihm damit vermutlich das Leben gerettet. Der kleine Eden kletterte am Mittwoch aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Mülheim an der Ruhr. Er konnte sich jedoch noch am Fensterbrett festhalten und hing etwa acht Meter über dem Gehweg, wie die Feuerwehr mitteilte. Zufällig sahen das drei Müllwerker. Kurzentschlossen stellte sich einer von ihnen unter das Kind, die anderen beiden versuchten, in das Gebäude zu kommen. «Nach kurzer Zeit verließen den Jungen die Kräfte und er stürzte seinem Retter direkt in die Arme», sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Vierjährige wurde nur leicht am Arm verletzt. Ein Notarzt untersuchte das Kind und übergab es dann seiner Mutter.

Nach Angaben der Polizei war das Kind zum Zeitpunkt des Absturzes kurzzeitig allein in der Wohnung. Die 40 Jahre alte Mutter war gegangen, um ihr anderes Kind abzuholen. Gegen sie wird nun wegen Verletzung der Aufsichtspflicht ermittelt.

Mi, 2016-05-25 15:04
Berlin/Rüsselsheim (dpa)

Abgas-Vorwürfe: Deutsche Umwelthilfe geht juristisch gegen Opel vor

Der Streit um Opel-Dieselautos geht weiter. Weil das Unternehmen bestimmte Werbeaussagen nicht widerrufen will, zieht die Deutsche Umwelthilfe nun vor Gericht.

Berlin/Rüsselsheim (dpa) - Die Deutsche Umwelthilfe macht weiter Druck auf Opel und geht juristisch gegen angeblich falsche Werbeversprechen des Autobauers vor. Ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen bestimmte Werbeaussagen sei am Mittwoch vor dem Landgericht Darmstadt gestellt worden, teilte die Organisation in Berlin mit. Den Schritt hatte Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch bereits in der vergangenen Woche angekündigt.

Das Gericht bestätigte am Nachmittag den Eingang des Antrags. Es stand nach Angaben einer Justizsprecherin zunächst nicht fest, wie die zuständige Kammer für Handelssachen weiter vorgeht.

Opel täusche Verbraucher unter anderem mit der Aussage, seine Abgasreinigung sei bei minus 30 Grad getestet worden, wiederholte die Umwelthilfe ihre Vorwürfe. Das Unternehmen hat inzwischen angegeben, dass die Abgasreinigung bei Temperaturen unter 17 Grad nur im geringeren Umfang aktiv sei.

Der Autobauer hatte in der vergangenen Woche auf ein entsprechendes Unterlassungsverlangen der Deutschen Umwelthilfe reagiert und sich verpflichtet, zwei von zehn kritisierten Aussagen nicht mehr im Zusammenhang mit dem Modell Zafira Diesel zu wiederholen. In der einstweiligen Verfügung geht es nun um die übrigen acht Aussagen. Am Mittwoch wollte Opel die Vorwürfe nicht erneut kommentieren.

Mi, 2016-05-25 14:41
Ise-Shima (dpa)

G7-Staaten machen Front gegen Terrorismus und Cyber-Attacken

Der Gipfel ist der größte Sicherheitseinsatz in Japans jüngerer Geschichte. Die Staats- und Regierungschefs der G7 treffen sich im Ferienort Ise-Shima. Welche Antworten finden sie auf die Krisen der Welt?

Ise-Shima (dpa) - Die Gruppe sieben großer Industrienationen macht gemeinsam Front gegen Terroristen und Cyber-Angriffe. Auf ihrem Gipfel im japanischen Ise-Shima wollen die Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe nicht nur einen Aktionsplan gegen den Terror, sondern auch energische Schutzmaßnahmen gegen Angriffe über das Internet beschließen. Weitere Themen des zweitägigen Gipfels am Donnerstag und Freitag sind die Konflikte in Syrien und in der Ukraine, die Flüchtlingskrise in Europa, die schwache Weltkonjunktur, der Klimaschutz und der Kampf gegen grenzüberschreitende Epidemien.

Während Kanzlerin Angela Merkel aus Berlin abreiste, traf US-Präsident Barack Obama aus Vietnam kommend bereits am Mittwoch in Ise-Shima ein. Er will nach dem Gipfel am Freitag als erster amtierender US-Präsident die japanische Stadt Hiroshima besuchen - den Ort des ersten Abwurfs einer Atombombe durch die USA. Die historische Visite hat hohen symbolischen Charakter, doch plant Obama keine Entschuldigung. Schätzungsweise 70 000 Bewohner starben sofort durch den Atombomben-Einsatz im August 1945, rund 70 000 bis 80 000 später.

Erstmals wird die Kanzlerin auf einem G7-Gipfel im Ausland von ihrem Mann Joachim Sauer begleitet. Das Spitzentreffen in der beliebten Ferienregion 300 Kilometer südwestlich von Tokio wird von 23 000 Polizisten geschützt. Der Sicherheitsaufwand ist einer größten in der jüngeren Geschichte des Landes. Der G7 gehören die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada an.

Mit einem Aktionsplan gegen Terror und extremistische Gewalt, der am Donnerstag verabschiedet wird, wollen die G7-Staaten den Terroristen die Geldströme kappen, ihre Bewegungsmöglichkeiten sowie den Zugang zu Waffen und Ausrüstung beschränken. Verschärft werden soll auch das Vorgehen gegen Angriffe über das Internet durch Länder, terroristische Gruppen oder individuelle Hacker, wie die japanische Zeitung «Yomiuri Shimbun» berichtete.

Das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen sollen auch für Internet-Attacken gelten. Damit können sich Staaten auf das Recht zur Selbstverteidigung berufen und gewaltsam gegen Angreifer vorgehen. Die G7 will sich laut Bericht auch indirekt gegen die Internetsperren Chinas, Russlands oder anderer Länder wenden, indem sie sich für den freien Fluss von Informationen aussprechen und «Beschränkungen für grenzüberschreitenden Datentransfer ablehnen».

Als Lehre aus den schlechten Erfahrungen im Umgang mit dem Ausbruch von Ebola in Afrika will die G7 die internationale Reaktion auf Pandemien verbessern und beschleunigen. Wie aus dem Entwurf des Abschlusskommuniqués hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, soll die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die «zentrale Rolle» bei der Koordinierung der Antwort auf gesundheitliche Notfälle spielen. Die G7 ruft zur Finanzierung des geplanten Nothilfefonds (CFE) auf und begrüßt auch den Pandemiefonds (PEF), den die Weltbank mit privaten Versicherern aufsetzen will.

Entwicklungsorganisationen forderten die reichen Staaten auf, mehr für den Kampf gegen Armut und Hunger zu tun. 805 Millionen Menschen weltweit hätten nicht genug Nahrung, um ein gesundes und aktives Leben führen zu können. Durch Nahrungsmangel kämen jährlich 3,1 Milionen Kinder ums Leben, kritisierte Global Citizen. Für das Versprechen, 500 Millionen Menschen bis 2030 vom Hunger befreien zu wollen, müsse jetzt ein Finanzierungsmechanismus aufgestellt werden.

Nahrungsmittelsicherheit, eine Stärkung der Gesundheitssysteme, allgemeiner Zugang zu Krankenversorgung, die stärkere Rolle von Frauen, Korruptionsbekämpfung und mehr Unterstützung für Flüchtlinge sind Kernforderungen der zivilgesellschaftlichen Organisationen, die in den G7-Prozess eingebunden sind.

Russland wird zum dritten Mal nicht an dem Gipfel teilnehmen. Die G7 hatte Präsident Wladimir Putin 2014 wegen der Annexion der Krim ausgeschlossen. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hält das rückblickend für einen Fehler. «Die G7-Gruppe ist nicht im Stande, große internationale Krisen alleine zu lösen», sagte er der dpa. «Weder die Ukraine-Krise noch der Syrien-Konflikt sind ohne Russland zu lösen.» Eine Rückkehr ist für Ischinger unter den gegenwärtigen Umständen aber nicht denkbar.

Mi, 2016-05-25 14:38
Kiew (dpa)

«Symbol» Sawtschenko kehrt aus Russland heim in die Ukraine

Genau zwei Jahre nach seiner Wahl zum Präsidenten hat der ukrainische Staatschef Poroschenko ein wichtiges Ziel erreicht: Im Zuge eines spektakulären Gefangenenaustauschs kehrt die in Russland inhaftierte Soldatin Sawtschenko in ihre Heimat zurück.

Kiew (dpa) - Russland hat die verurteilte ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko begnadigt und an ihr Heimatland überstellt. Die 35-Jährige landete am Mittwoch in der Ukraine, wie Präsident Petro Poroschenko über Twitter mitteilte. Kremlchef Wladimir Putin habe die Soldatin begnadigt, teilte dessen Sprecher mit. Am Kiewer Flughafen Borispol hatten Poroschenko sowie Sawtschenkos Mutter, ihre Schwester und zahlreiche Parlamentarier die 35-Jährige gewartet. Sawtschenko habe bereits mit ihrer Mutter telefoniert.

«Ich freue mich - gemeinsam mit dem ganzen Land», sagte der ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman. Sawtschenko war in der früheren Sowjetrepublik zum Symbol und zum Gesicht des Krieges im Osten des Landes geworden. Ihre Freilassung fällt auf den zweiten Jahrestag der Wahl Poroschenkos zum Präsidenten am 25. Mai 2014.

Im Gegenzug entließ die Regierung in Kiew zwei mutmaßliche russische Soldaten, die in der Ukraine zu Haft verurteilt worden waren. Die Männer seien in Moskau gelandet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Den Begriff «Soldaten» benutzte er nicht. Ein Treffen mit Putin sei nicht geplant. Russland bestreitet den Einsatz aktiver Soldaten im Kriegsgebiet Ostukraine.

Sawtschenko war in Russland in einem umstrittenen Prozess zu 22 Jahren Haft verurteilt worden - trotz internationaler Proteste. Die russische Justiz macht die Soldatin für die Ermordung von zwei russischen Reportern im Konfliktgebiet Ostukraine verantwortlich. Die Angehörigen der Journalisten hätten Putin um Swatschenkos Begnadigung gebeten. «Ich hoffe, dass ähnliche Schritte, die vor allem von den Motiven des Humanismus diktiert sind, zur Senkung der Gewalt in der Konfliktzone beitragen und helfen werden, schreckliche und unnötige Verluste zu vermeiden», sagte Putin der Agentur Interfax zufolge bei einem Treffen mit Hinterbliebenen der Getöteten.

Sawtschenkos Anwalt Nikolai Polosow sagte, die Soldatin sei als «absolut freier Mensch» in die Ukraine gereist. Der Jurist wollte nichts dazu sagen, ob er oder die Pilotin Putin um die Begnadigung gebeten habe.

Das Schicksal der 35-Jährigen war immer wieder Thema von Krisengesprächen westlicher Politiker mit Putin. Poroschenko hatte Sawtschenkos Heimkehr als Priorität bezeichnet. Die junge Frau, die in russischer Haft immer wieder mit Hungerstreiks auf sich aufmerksam gemacht hatte, war in ihrer Heimat 2014 in Abwesenheit ins Parlament gewählt worden. Auch die EU hatte ihre Freilassung gefordert. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz begrüßte die Überstellung als «gutes Signal». Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich «froh und erleichtert».

Der Vorsitzende beim russischen Menschenrechtsrat im Kreml, Michail Fedotow, nannte den Austausch einen ernsthaften Schritt hin zur Erfüllung des Minsker Friedensabkommens für die Ostukraine. Die Beziehungen zwischen Russland und der benachbarten Ex-Sowjetrepublik Ukraine werden von dem blutigen Konflikt schwer belastet.

Ein Gericht in Kiew hatte im April gegen Protest aus Moskau die angeblichen Soldaten aus Russland zu je 14 Jahren Haft verurteilt. Sie sollen im Kriegsgebiet Donbass für prorussische Aufständische gekämpft haben.

Mi, 2016-05-25 14:27
Bamberg (dpa)

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen geplanten «Mein Kampf»-Nachdrucks

Bamberg (dpa) - Wegen eines geplanten unkommentierten Nachdrucks von Adolf Hitlers «Mein Kampf» hat die Staatsanwaltschaft Bamberg Ermittlungen eingeleitet. «Es wird geprüft, ob wir Anklage erheben können», sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Gegen wie viele Personen ermittelt wird, wollte der Sprecher nicht sagten - und ebenso wenig, ob es sich um Rechtsextreme handelt.

Im Internet wirbt der Leipziger Verlag «Der Schelm» für die Ausgabe als «unveränderter Nachdruck der im Zentralverlag der NSDAP (...) erschienenen Auflage» von 1943. Der Verlag stellt sich nach eigenen Angaben damit gegen die kritische Edition des Texts, die das Institut für Zeitgeschichte in München Anfang 2016 auf den Markt gebracht hatte.

Der Eigentümer des Verlags, Adrian Preißinger, bestätigte, er wolle das Buch im Sommer herausbringen. In welcher Auflage und wo es gedruckt werden soll, wollte er nicht sagen. Es bestünde aber offenbar Bedarf an der Originalfassung, er könne über Bestellungen nicht klagen.

Mi, 2016-05-25 15:01
Ascona (dpa)

DFB-Chef zu Wirbel um Kinderschokolade-Packungen: «Geschmacklos»

Ascona (dpa) - DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Kritik in den sozialen Netzwerken an Jugendfotos von Fußball-Nationalspielern auf Kinderschokolade-Packungen scharf verurteilt. «Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist eines der besten Beispiele für gelungene Integration. Millionen von Menschen in Deutschland sind stolz auf diese Mannschaft, weil sie so ist, wie sie ist», sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes am Mittwoch im Trainingslager der Nationalmannschaft in Ascona. Grindel betonte: «Bei uns kommt es auf Leistung an und nicht auf die Herkunft eines Spielers oder an welche Religion er glaubt. Mehr sollte man zu den geschmacklosen Anmerkungen nicht sagen.»

Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich hat Kinderschokolade Packungen mit Jugendfotos der deutschen Nationalspieler in den Handel gebracht. Darauf zu sehen sind unter anderem auch Jérôme Boateng und Ilkay Gündogan. Anhänger der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung hatten sich abschätzig darüber geäußert und damit für Wirbel in den sozialen Netzwerken gesorgt.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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