Aktuell

filmtipp / 05.Feb 2016

Faszinierende Aufnahmen aus der Arktis

Bilder, die den Zuschauer frieren lassen und ihn dennoch in ihren Bann ziehen: Der Kurzfilm „In Between" erzählt auf poetische Weise von Moschusochsen in der norwegischen Arktis – und ihrer Bedrohung durch den Klimawandel. 

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

Mo, 2016-02-08 08:26
Düsseldorf (dpa)

Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt - Köln findet statt

Enttäuschung in Düsseldorf, grünes Licht in Köln: Während der Rosenmontagszug in der NRW-Landeshauptstadt wegen des Sturms abgesagt wird, soll er in Köln stattfinden. Sorgen macht man sich dort dennoch.

Düsseldorf (dpa) - Wegen Sturms ist der Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt worden, der Kölner Zug soll trotz heftiger werdender Böen stattfinden. Das haben die Veranstalter in den Karnevalshochburgen am Rhein am Montagvormittag kurzfristig entschieden. Am Sonntagabend war bereits der traditionsreiche Rosenmontagszug in Mainz abgesagt worden. In zahlreichen anderen Städten entschieden sich die Verantwortlichen ebenfalls aus Sicherheitsgründen für eine Absage. So fallen etwa in Essen, Mainz und Mülheim die Züge aus.

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug solle aber nachgeholt werden, teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) weiter mit. Eine Entscheidung über einen Termin will das CC «schnellstmöglich» bekanntgeben. Statt des ausgefallenen Zuges sollten in Düsseldorf am Vormittag die politischen Mottowagen vor dem Rathaus auffahren. Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Rosenmontagszugs sah vor, dass der Zug ab Windstärke 8 abgesagt werden muss.

Der Kölner Rosenmontagszug wird dagegen mit zahlreichen Einschränkungen stattfinden, wie das Festkomitee Kölner Karneval mitteilte. «Die Prognosen weichen nicht von gestern ab», sagte Zugleiter Christoph Kuckelkorn. Deshalb bleibe es bei den bereits geplanten Veränderungen.

Zuvor hatten die Veranstalter in der Domstadt bereits mitgeteilt, dass die sonst üblichen 500 Pferde nicht am Zug teilnehmen würden. Die Prunkwagen samt Figuren sollten aber wie geplant rollen. Nur Großfiguren in den Fußgruppen seien nicht zugelassen, ebenso wie Fahnen und Trageschilder.

Die ersten Ausläufer des Karnevals-Sturmtiefs «Ruzica» hatten am frühen Morgen den Westen Nordrhein-Westfalens erreicht.

In der Fastnachtshochburg Mainz planen einige Garden trotz der Absage des großen Rosenmontagszuges einen kleinen Musikumzug. Die «Mutter aller Garden» organisiere ab 13.11 Uhr zusammen mit anderen Garden einen Zug durch die Mainzer Altstadt, teilte der Ehren-Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde, Johannes Gerster, am Montagmorgen mit. Die «echten Idealisten der Määnzer Fassenacht» wollten trotz Sturmwarnung und Absage des Zuges auf ihre Weise Rosenmontag feiern.

Der Mainzer Rosenmontagszug wird möglicherweise nachgeholt. «Es schwebt so ein bisschen dieser Gedanke jetzt im Raum, ob wir vielleicht zum 200. Jubiläum von Rheinhessen irgendwann einen Umzug machen», sagte der Sprecher des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), Michael Bonewitz. Eine Entscheidung über einen Nachholtermin sei aber noch nicht gefallen.

Mo, 2016-02-08 08:50
Aachen/Bonn (dpa)

Rosenmontagszüge in Aachen und Bonn finden trotz Sturmwarnungen statt

Aachen/Bonn (dpa) - Die Rosenmontagszüge in Bonn und Aachen finden den Veranstaltern zufolge trotz der Sturmwarnungen wie geplant statt. «Wir fahren», bestätigte Axel Wolf, Zugleiter beim Festausschuss Bonner Karneval, am Montag. Gegebenenfalls werde man höchstens auf den Einsatz von Reitpferden verzichten. Man rechne trotz des regnerischen Wetters mit etwa 200 000 Zuschauern. Auch in Aachen wird es einen Rosenmontagszug geben, wie der Festausschuss Aachener Karneval bestätigte.

Mo, 2016-02-08 08:29
Kapstadt (dpa)

Bosch setzt auf Afrikas Bergbausektor

Stromausfälle gehören in Afrika zum Alltag. Die Engpässe machen auch den Unternehmen Probleme. Dennoch investiert Bosch intensiv auf dem Kontinent, jetzt auch im Bergbausektor.

Kapstadt (dpa) - Bosch will verstärkt in Afrika investieren und im Bergbausektor Fuß fassen. Der Zulieferer von Industrietechnik und Dienstleistungen wolle die Zahl seiner Standorte von bislang zehn auf 24 ausweiten, sagte Michael Kloss, der Geschäftsführer von Bosch südlich der Sahara, auf der Mining Indaba. Die mit 7000 Teilnehmern weltweit größte Konferenz der Bergbauindustrie hat am Montag im südafrikanischen Kapstadt begonnen.

Investitionen in Angola, Nigeria, Mosambik, Kongo, Äthiopien und Sambia stünden bei Bosch ganz oben auf der Liste, so Kloss. Bislang hat sich das Unternehmen in Afrika vor allem auf die Automobilindustrie und die Zulieferung von Elektrowerkzeugen, Sicherheitstechnik und Thermotechnik konzentriert.

Eine der größten Hürden für ausländische Investoren in Afrika bleiben die schlecht ausgebauten Elektrizitätssysteme und die damit verbundenen Ausfälle, die Wirtschaftswachstum bremsen und Profite schmälern. «Die Stromversorgung ist ganz klar eine große Herausforderung. Daraus ergeben sich auch Standortnachteile», sagte Kloss. In Südafrika, derzeit der Hauptsitz von Bosch in Afrika, hätten sich Stromausfälle im vergangenen Jahr auf mehrere Wochen summiert und die Produktion spürbar gesenkt.

Rund 70 Prozent der rund eine Milliarde Menschen in Afrika südlich der Sahara fehlt eine regelmäßige Stromversorgung. Die totale Stromerzeugungskapazität des Kontinents liegt nach Angaben der Afrikanischen Entwicklungsbank bei nur knapp 150 Gigawatt - das ist etwa so viel wie in Belgien. Aufgrund schlechter Wartung, beschädigter Leitungen, Kraftstoffmangel und Diebstahl ist die Energiemenge, die tatsächlich zur Verfügung steht, sogar noch geringer, meinen Experten.

Für Unternehmen wie Bosch ist daher klar: sie müssen in Afrika ihre eigene Energieversorgung aufbauen, um beständige Produktion gewährleisten zu können, hauptsächlich mit Hilfe von Generatoren. Das sei nicht nur teuer, sondern auch wenig umweltfreundlich, sagte Kloss. «Wir suchen kontinuierlich nach nachhaltigen Lösungen, um energieeffizient herzustellen», sagt der Geschäftsführer.

Mo, 2016-02-08 08:18
Düsseldorf (dpa)

Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt - Köln findet statt

Enttäuschung in Düsseldorf, grünes Licht in Köln: Während der Rosenmontagszug in der NRW-Landeshauptstadt wegen des Sturms abgesagt wird, soll er in Köln stattfinden. Sorgen macht man sich dort dennoch.

Düsseldorf (dpa) - Wegen Sturms ist der Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt worden, der Kölner Zug soll trotz heftiger werdender Böen stattfinden. Das haben die Veranstalter in den Karnevalshochburgen am Rhein am Montagvormittag kurzfristig entschieden. Am Sonntagabend war bereits der traditionsreiche Rosenmontagszug in Mainz abgesagt worden. In zahlreichen anderen Städten entschieden sich die Verantwortlichen ebenfalls aus Sicherheitsgründen für eine Absage. So fallen etwa in Essen, Bonn und Mülheim die Züge aus.

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug solle aber nachgeholt werden, teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) weiter mit. Eine Entscheidung über einen Termin will das CC «schnellstmöglich» bekanntgeben. Statt des ausgefallenen Zuges sollten in Düsseldorf am Vormittag die politischen Mottowagen vor dem Rathaus auffahren. Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Rosenmontagszugs sah vor, dass der Zug ab Windstärke 8 abgesagt werden muss.

Der Kölner Rosenmontagszug wird dagegen mit zahlreichen Einschränkungen stattfinden, wie das Festkomitee Kölner Karneval mitteilte. «Die Prognosen weichen nicht von gestern ab», sagte Zugleiter Christoph Kuckelkorn. Deshalb bleibe es bei den bereits geplanten Veränderungen.

Zuvor hatten die Veranstalter in der Domstadt bereits mitgeteilt, dass die sonst üblichen 500 Pferde nicht am Zug teilnehmen würden. Die Prunkwagen samt Figuren sollten aber wie geplant rollen. Nur Großfiguren in den Fußgruppen seien nicht zugelassen, ebenso wie Fahnen und Trageschilder.

Die ersten Ausläufer des Karnevals-Sturmtiefs «Ruzica» hatten am frühen Morgen den Westen Nordrhein-Westfalens erreicht.

In der Fastnachtshochburg Mainz planen einige Garden trotz der Absage des großen Rosenmontagszuges einen kleinen Musikumzug. Die «Mutter aller Garden» organisiere ab 13.11 Uhr zusammen mit anderen Garden einen Zug durch die Mainzer Altstadt, teilte der Ehren-Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde, Johannes Gerster, am Montagmorgen mit. Die «echten Idealisten der Määnzer Fassenacht» wollten trotz Sturmwarnung und Absage des Zuges auf ihre Weise Rosenmontag feiern.

Der Mainzer Rosenmontagszug wird möglicherweise nachgeholt. «Es schwebt so ein bisschen dieser Gedanke jetzt im Raum, ob wir vielleicht zum 200. Jubiläum von Rheinhessen irgendwann einen Umzug machen», sagte der Sprecher des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), Michael Bonewitz. Eine Entscheidung über einen Nachholtermin sei aber noch nicht gefallen.

Mo, 2016-02-08 08:09
Mainz (dpa)

Mainzer Fastnachtsgarden planen kleinen Umzug trotz Sturmwarnung

Mainz (dpa) - Nach der Absage des Mainzer Rosenmontagszuges planen einige Fastnachtsgarden einen kleinen Musikumzug. Die «Mutter aller Garden» organisiere ab 13.11 Uhr zusammen mit anderen Garden einen Zug durch die Mainzer Altstadt, teilte der Ehren-Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde, Johannes Gerster, am Montagmorgen mit. Zuvor werde sich die Garde in ihrem «Feldlager» im Erbacher Hof zu einem zünftigen Frühstück versammeln. Die «echten Idealisten der Määnzer Fassenacht» wollten trotz Sturmwarnung und Absage des Zuges auf ihre Weise Rosenmontag feiern. Auch in Stadtteilen wie Mombach und Weisenau luden einzelne Fastnachtsvereine zu Festen ein.

Mo, 2016-02-08 08:15
Düsseldorf (dpa)

Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt - Köln findet statt

Enttäuschung in Düsseldorf, grünes Licht in Köln: Während der Rosenmontagszug in der NRW-Landeshauptstadt wegen des Sturms abgesagt wird, soll er in Köln stattfinden. Sorgen macht man sich dort dennoch.

Düsseldorf (dpa) - Wegen Sturms ist der Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt worden, der Kölner Zug soll trotz heftiger werdender Böen stattfinden. Das haben die Veranstalter in den Karnevalshochburgen am Rhein am Montagvormittag kurzfristig entschieden. Am Sonntagabend war bereits der traditionsreiche Rosenmontagszug in Mainz abgesagt worden. In zahlreichen anderen Städten entschieden sich die Verantwortlichen ebenfalls aus Sicherheitsgründen für eine Absage. So fallen etwa in Essen und Aachen, Bonn und Mülheim die Züge aus.

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug solle aber nachgeholt werden, teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) weiter mit. Eine Entscheidung über einen Termin will das CC «schnellstmöglich» bekanntgeben. Statt des ausgefallenen Zuges sollten in Düsseldorf am Vormittag die politischen Mottowagen vor dem Rathaus auffahren. Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Rosenmontagszugs sah vor, dass der Zug ab Windstärke 8 abgesagt werden muss.

Der Kölner Rosenmontagszug wird dagegen mit zahlreichen Einschränkungen stattfinden, wie das Festkomitee Kölner Karneval mitteilte. «Die Prognosen weichen nicht von gestern ab», sagte Zugleiter Christoph Kuckelkorn. Deshalb bleibe es bei den bereits geplanten Veränderungen.

Zuvor hatten die Veranstalter in der Domstadt bereits mitgeteilt, dass die sonst üblichen 500 Pferde nicht am Zug teilnehmen würden. Die Prunkwagen samt Figuren sollten aber wie geplant rollen. Nur Großfiguren in den Fußgruppen seien nicht zugelassen, ebenso wie Fahnen und Trageschilder.

Die ersten Ausläufer des Karnevals-Sturmtiefs «Ruzica» hatten am frühen Morgen den Westen Nordrhein-Westfalens erreicht.

In der Fastnachtshochburg Mainz planen einige Garden trotz der Absage des großen Rosenmontagszuges einen kleinen Musikumzug. Die «Mutter aller Garden» organisiere ab 13.11 Uhr zusammen mit anderen Garden einen Zug durch die Mainzer Altstadt, teilte der Ehren-Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde, Johannes Gerster, am Montagmorgen mit. Die «echten Idealisten der Määnzer Fassenacht» wollten trotz Sturmwarnung und Absage des Zuges auf ihre Weise Rosenmontag feiern.

Der Mainzer Rosenmontagszug wird möglicherweise nachgeholt. «Es schwebt so ein bisschen dieser Gedanke jetzt im Raum, ob wir vielleicht zum 200. Jubiläum von Rheinhessen irgendwann einen Umzug machen», sagte der Sprecher des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), Michael Bonewitz. Eine Entscheidung über einen Nachholtermin sei aber noch nicht gefallen.

Bei uns geht's um die Welt.
Kommen Sie doch mit!

6 Ausgaben
im Jahr für nur 33,50 Euro

- 60 %

PRODUKT
der Woche

Kalender 2016 Seltene Haustierrassen

29,50 €
12,00 €

Es ist mal wieder so weit: neues Jahr, neuer Kalender – mit 27 zauberhaften Porträts seltener, bedrohter Haustierrassen wie Poitou-Esel, Vorwerkhuhn, Burenziege, Angler Sattelschwein, Schleswiger Kaltblut und vielen anderen.

Jetzt bestellen
Mo, 2016-02-08 08:24
Sydney (dpa)

Nach Diebstahl: Zoo in Australien bekommt seltene Schildkröte zurück

Sydney (dpa) - Der Zoo von Perth in Australien hat eine seltene Strahlenschildkröte zurückbekommen, die Diebe vor einigen Tagen aus ihrem Gehege gestohlen hatten. Das Tier wurde am Wochenende auf einer Polizeiwache abgegeben und nach einer tierärztlichen Untersuchung in den Zoo zurückgebracht, wie örtliche Medien am Sonntag (Ortszeit) berichteten.

Der Käufer habe zunächst nicht gewusst, wie wertvoll die Schildkröte sei, teilte die Polizei des Bundesstaates Western Australia auf Facebook mit. Als ihm nach einigen Erkundigungen klar geworden sei, dass das zehn Jahre alte Tier gestohlen sein müsse, sei er zur Polizei gegangen.

Strahlenschildkröten (Astrochelys radiata) haben besonders markant gemusterte Panzer und sind deshalb bei Wilderern beliebt. In Asien werden diese Panzer zu Schmuckstücken verarbeitet. Die Tierpfleger waren besorgt, denn die Schildkröte braucht Spezialnahrung und muss in einer bestimmten Temperatur gehalten werden.

Die aus Madagaskar stammenden Tiere können nach Angaben des Zoos bis zu 180 Jahre alt werden. Der Lebensraum der Strahlenschildkröten ist laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) durch Abholzung rapide geschrumpft, so dass sie in 45 Jahren ausgestorben sein könnten.

Mo, 2016-02-08 07:14
Berlin (dpa)

Grünen-Politikerin Göring-Eckardt: Visa-Lockerung für Türkei sinnvoll

Berlin (dpa) - Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht in der von der EU für die Türkei in Aussicht gestellte Visa-Erleichterung eine Vorbildfunktion. «Wenn man möchte, dass die Türkei irgendwie noch auf den demokratischen Weg zurückkehrt (...), dann muss man für Visa-Freiheit sorgen», sagte die Politikerin am Montag im ARD-«Morgenmagazin».

«Das ist eine der Möglichkeiten, dass die Menschen dort sehen, wie es anders geht» - gerade für junge Bürger in dem Land», sagte Göring-Eckart. Allerdings dürfe es dafür keinen Rabatt bei den Menschenrechten geben. Auch bei dem Thema Pressefreiheit dürfe die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht «einfach wegschauen».

Merkel (CDU) traf am Montagmorgen zu Gesprächen über die Flüchtlingskrise in Ankara ein. Geplant waren Treffen mit dem Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu und dem Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan. Bei den Gesprächen soll es darum gehen, welchen Beitrag die Türkei zur Begrenzung der Zahl der nach Europa drängenden Flüchtlinge leisten kann und welche Hilfe sie dafür benötigt.

Mo, 2016-02-08 07:29
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Türkische Gemeinde: Merkel soll in Ankara Menschenrechte ansprechen

Berlin (dpa) Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat Kanzlerin Angela Merkel aufgerufen, bei ihrem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auch die Verletzung von Menschenrechten in der Türkei anzusprechen. «Merkel und die EU dürfen es der Türkei nicht durchgehen lassen, dass dort viele Menschenrechte, insbesondere die der Kurden, und die Pressefreiheit mit Füßen getreten werden», sagte ihr Vorsitzender Gökay Sofuoglu der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Montag). Auch wenn die Türkei die Flüchtlingskrise als Trumpf nutze, müsse Merkel Missstände in der Türkei ansprechen.

Merkel war am Montag zu Gesprächen mit Erdogan und dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu nach Ankara geflogen. Sie will über die Begrenzung des Flüchtlingszustroms über die Türkei in die EU sprechen. Die Türkei führt gegenwärtig einen Krieg im eigenen Land gegen kurdische Rebellen und geht gegen kritische Medien vor.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

weiterlesen

Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

Großbritannien: Schlafende Konten

Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

Außerdem Interessant

Geht doch!

Es muss nicht immer das Auto sein


Ein innovatives Mobilitätskonzept für Finnlands Hauptstadt Helsinki soll die Verkehrsdichte lindern und Mensch und Umwelt zugute kommen.

weiterlesen

Finnlands Hauptstadt will die Blechlawinen eindämmen. Aber nicht mit Verboten, sondern mit einer attraktiven Mobilitäts-App: Mit einem Klick verrät diese das optimale Verkehrsmittel für die jeweilige Route. Die Kunden können flexibel Carsharing, Leihräder, Busse, Bahnen oder auch Kleinbusse nutzen. Diese holen Passagiere nach Bedarf ab und bieten Gratis-Wi-Fi. Bezahlt werden muss nicht jeder Fahrschein einzeln, das System rechnet die Fahrten zentral ab. Bis 2025 will die Stadtverwaltung Helsinkis das innovative Konzept einführen und dadurch den öffentlichen Nahverkehr so einfach und günstig machen, dass private Autos überflüssig werden. Stadtentwickler und Verkehrsplaner schwärmen schon heute von den neuen Perspektiven für die Bewohner: Aus Parkplätzen werden Radwege, Alleen oder Fußgängerzonen und aus Parkhäusern Wohnraum. Die kommunale Verkehrsexpertin Sonja Heikkilä ist überzeugt, dass sich diese Vision realisieren lässt, zumal die junge Generation Autos nicht mehr als Statussymbol betrachte. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: An Konzernen wie Google führt bei dieser Mobilitätsnutzung kein Weg vorbei. Der Fahrgast wird gläsern.
hsl.fi/en/strategy

Hamburg/Dortmund: Draht nach Hause
Angeblich um eine illegale Nutzung zu verhindern, stellen die Behörden in Flüchtlingsheimen oft keinen Internetzugang bereit. Private Initiativen wie die Freifunker wollen das ändern: Sie stellen WLAN-Router zur Verfügung und ermöglichen Hunderten von Flüchtlingen, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, online Deutsch zu lernen oder sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
freifunk.net

USA – Ölfressende Pflanzen
Biologisch abbaubare Substanzen sollen in Zukunft Ölteppiche beseitigen. Aus Pflanzen entwickelten US-Wissenschaftler einen als Phytol bezeichneten Alkohol, der den Ölfilm zusammendrängt. Die organischen Moleküle werden im Wasser gespalten und abgebaut. Aufgelegt wurde das Forschungsprogramm nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Finanziert hat es ausgerechnet der Mineralölkonzern BP.

Kopenhagen – Reste à la carte
Im dänischen Restaurant „Rub & Stub“ kommt seit Herbst 2014 auf den Tisch, was sonst im Müll gelandet wäre. Das nachhaltige Konzept kommt gut an – die Gäste stehen Schlange und sind gespannt darauf, welches Menü die Küchencrew aus den gelieferten Zutaten zaubert. In Amsterdam und Berlin macht das Experiment Schule. „Restlos glücklich“ heißt der deutsche Ableger. Das deutsche Start-up rief Mitte August eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Die Macher wollen nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch ihre Gäste zum Nachdenken über ihren Umgang mit Nahrungsmitteln anregen.

Außerdem Interessant

Geht doch!

Hoffnung für Hähnchen

Biobrütereien in der Alpenrepublik beenden ab 2017 das massenhafte Kükentöten
 

weiterlesen

Da männliche Küken später keine Eier legen, werden sie direkt nach dem Schlupf getötet. Damit wollen österreichische Biobrütereien spätestens ab 2017 Schluss machen: Im Nachbarland einigten sie sich mit dem Biodachverband und dem Lebensmitteleinzelhandel darauf, in Zukunft Bioeier nur noch dann als „bio“ zu kennzeichnen, wenn Henne und Hahn aufgezogen werden. Gelingen soll das mit einer robusten Legerasse, deren Brudertiere bei der Mast Fleisch ansetzen, wenn auch langsamer und weniger als sonst üblich. Die Branche rechnet mit Mehrkosten von zwei bis drei Cent pro Ei. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat die landesweite Lösung mit auf den Weg gebracht und hofft nun, dass diese wegweisend für ganz Europa sein wird. In Deutschland gibt es bislang nur kleine Projekte wie etwa die „Bruderhahn-Initiative“ oder „Ei-Care“. Doch auch hierzulande bewegt sich etwas: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will das Kükensterben mithilfe der Geschlechtsbestimmung im Ei beenden. Noch ist diese Technik nicht marktreif – und laut Deutschem Tierschutzbund auch nicht ausreichend: „Wir müssen das System ändern, dafür brauchen wir andere Zuchtlinien und andere Haltungssysteme.“
 

Außerdem Interessant

New York: Essen als Chance
Frisch aus dem Knast entlassenen Jugendlichen gibt das Sozialprojekt „Drive Change“ in New York City eine Perspektive: Im Team des mobilen „Snowday Food Truck“ schnippeln sie Gemüse, braten Hühnchen und bieten verschiedene Mittagessen an. Die jungen Menschen verdienen ihr eigenes Geld – für manche ist es der erste legale Job. Vor allem soll ihnen die Arbeit bei der Integration helfen, denn bisher werden zwei von drei jugendlichen Straftätern innerhalb von drei Jahren rückfällig.
snowdayfoodtruck.com

Italien: Soli-Kaffee
Von Neapel aus geht eine solidarische Idee um die Welt: Gäste können einen Kaffee bestellen – und zwei zahlen. Den Gratiskaffee bekommt irgendwann ein Obdachloser, der sich ein Heißgetränk nicht leisten kann. In Neapel wird diese Tradition schon seit mehr als hundert Jahren in der Weihnachtszeit gepflegt. Inzwischen gibt es die Geste der Nächstenliebe in fast 20 Ländern. Auch in Deutschland besteht in einigen Lokalen die Möglichkeit, einen Kaffee zu spenden.
coffeesharing.com

San Francisco: Warnung vor Limo
Werbeanzeigen für Softdrinks müssen laut Beschluss des Stadtrats von San Fransisco künftig mit Warnhinweisen versehen werden. So soll der Verbraucher erfahren, dass der zugesetzte Zucker Fettleibigkeit, Diabetes und Karies verursachen kann. Ein solches Warnlabel könnte es auch landesweit geben, die Demokraten haben einen entsprechenden Gesetzentwurf für den US-Staat Kalifornien eingereicht. Schon im vergangenen Jahr hatte Berkeley dem hohen Zuckerkonsum den Kampf angesagt. Als erste US-Stadt besteuerte die Nachbarin San Franciscos im November 2014 zuckerhaltige Getränke.
 

1 2 3
Mo, 2016-02-08 07:35
Düsseldorf (dpa)

Düsseldorfer Rosenmontagszug wegen Sturms abgesagt

Düsseldorf (dpa) - Wegen des heftiger werdenden Sturms ist der Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt worden. Das teilte der Pressesprecher des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC) am Montagmorgen mit.

Mo, 2016-02-08 07:08
Kapstadt (dpa)

Bosch investiert in Afrikas Bergbausektor

Kapstadt (dpa) - Bosch will verstärkt in Afrika investieren und im Bergbausektor Fuß fassen. Der Zulieferer von Industrietechnik und Dienstleistungen wolle die Zahl seiner Standorte von bislang zehn auf 24 ausweiten, sagte Michael Kloss, der Geschäftsführer von Bosch südlich der Sahara, auf der Bergbaukonferenz Mining Indaba. Die mit 7000 Teilnehmern weltweit größte Konferenz der Bergbauindustrie begann am Montag im südafrikanischen Kapstadt. Investitionen in Angola, Nigeria, Mosambik, Kongo, Äthiopien und Sambia stünden ganz oben auf der Liste, so Kloss.

Eine der größten Hürden für ausländische Investoren in Afrika bleiben allerdings die schlecht ausgebauten Elektrizitätssysteme. «Die Stromversorgung ist ganz klar eine große Herausforderung. Daraus ergeben sich auch Standortnachteile», sagte Kloss. In Südafrika, derzeit der Hauptsitz von Bosch in Afrika, hätten sich Stromausfälle im vergangenen Jahr auf mehrere Wochen summiert und die Produktion merkbar gesenkt.

Mo, 2016-02-08 07:11
Düsseldorf/Offenbach (dpa)

Wind - Sturm - Orkan

Düsseldorf/Offenbach (dpa) - Sturmwarnungen haben schon zur Absage von mehreren Rosenmontagszügen geführt, etwa in der Fastnachtshochburg Mainz. So werden die Windstärken eingestuft:

WIND: Windstärken werden nach der 1806 von dem englischen Admiral Francis Beaufort entwickelten Skala berechnet. Sie reicht von 0 Beaufort (Windstille) bis zur Stärke 12 (Orkan). Böen sind kräftige Windstöße, die für bis zu 20 Sekunden den Zehn-Minuten-Mittelwert der gemessenen Windgeschwindigkeit übersteigen.

STURM: Bei diesem besonders heftigen Wind wird eine mittlere Geschwindigkeit in zehn Metern Höhe über freiem Gelände von 75 bis 88 Kilometer pro Stunde gemessen (Stärke 9). Er kann kleinere Schäden an Häusern verursachen, etwa herabfallende Dachziegel. Äste brechen von Bäumen.

SCHWERER STURM: Bei 89 bis 102 Stundenkilometern (Stärke 10) entstehen größere Gebäudeschäden, Bäume können brechen. Bei Tempo 103 bis 117 (Stärke 11) spricht man von einem ORKANARTIGEN STURM, der verbreitet Schäden anrichtet und ganze Bäume entwurzeln kann.

ORKAN: Er tobt mindestens zehn Minuten lang mit 118 Kilometern pro Stunde (Stärke 12) oder mehr und richtet oft schwere Verwüstungen an. Orkane bilden sich über dem Nordatlantik, wo polare Kaltluft auf milde Meeresluft trifft. Durch den Temperaturgegensatz entstehen in oberen Luftschichten extrem starke Winde.

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

weiterlesen

Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

weiterlesen

Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

weiterlesen

Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

1 2 3
Mo, 2016-02-08 07:50
Düsseldorf (dpa)

Düsseldorfer Rosenmontagszug soll baldmöglichst nachgeholt werden

Düsseldorf (dpa) - Die Düsseldorfer Jecken wollen ihren Rosenmontagszug nachholen. Man suche schnellstmöglich nach einem Ersatztermin, teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) am Montag mit. Am Rosenmontag war der Zug wegen des Sturmtiefs «Ruzica» aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

Mo, 2016-02-08 07:42
Düsseldorf (dpa)

Düsseldorfer Rosenmontagszug wegen Sturms abgesagt

Düsseldorf (dpa) - Wegen des heftiger werdenden Sturms ist der Düsseldorfer Rosenmontagszug in diesem Jahr abgesagt worden. Das teilte der Pressesprecher des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC), Hans-Peter Suchand, am Montagmorgen mit.

Die ersten Ausläufer des Karnevals-Sturmtiefs «Ruzica» hatten am frühen Morgen den Westen Nordrhein-Westfalens erreicht. Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Rosenmontagszugs sah vor, dass der Zug ab Windstärke 8 abgesagt werden muss. Am Sonntagabend war bereits der Rosenmontagszug in Mainz abgesagt worden. In Köln sollte der Zug mit einigen Einschränkungen um 10.00 Uhr starten.

Mo, 2016-02-08 06:15
Berlin (dpa)

Erfundene Vergewaltigungen: Stimmungsmache gegen Flüchtlinge

Eine Vergewaltigung ist ein schreckliches Verbrechen. Immer öfter wird Geflüchteten in letzter Zeit unterstellt, Frauen oder Kinder sexuell missbraucht zu haben. Was steckt dahinter?

Berlin (dpa) - «Unsere Kinder sind in Gefahr!» - Ein Satz, der Angst macht. Ein Satz, der im Januar auf einem Plakat bei einer Demonstration stand. Im Hintergrund wedelte die eine oder andere Deutschlandfahne. Die Anhänger des fremdenfeindlichen Pegida-Ablegers «Bärgida» demonstrierten gegen Gewalt. Sagten sie. Und gaben sich besorgt: Ein 13-jähriges Mädchen soll von Flüchtlingen entführt und vergewaltigt worden sein. Skandal! Doch tatsächlich stand schon zu dem Zeitpunkt fest: Alles nur heiße Luft. Die Polizei erklärte: Eine Vergewaltigung habe es nie gegeben.

Die Gerüchte darüber hatten sich zuvor rasant im Netz verbreitet. Doch das ist lange nicht die einzige Falschmeldung über vermeintlich kriminelle Flüchtlinge. Derartige Geschichten finden sich momentan landauf, landab - vor allem seit den massenhaften, teils sexuellen Übergriffen gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln, an denen nach Erkenntnissen der Ermittler zahlreiche Nordafrikaner beteiligt waren.

Beispiel Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg: Die Stadtverwaltung schrieb im Januar: «Unsägliche Gerüchte über angebliche Vergewaltigungen in Schwäbisch Gmünd kursieren derzeit auf Facebook-Seiten und in vielen Gesprächen in Schwäbisch Gmünd.» Eine 14-Jährige - so die Behauptung - soll vergewaltigt worden sein, es gebe weitere Fälle. Die Polizei würde das verschweigen, um die Flüchtlingspolitik nicht zu gefährden. Die Stadt stellte klar: «Es gibt diese Vergewaltigungen und genannten Fälle nicht.»

Das Ziel solcher Lügen sei eindeutig, erklärt der Soziologe Johannes Kiess. «Es geht darum, Unruhe zu stiften und andere zu verunsichern.» Kiess forscht an der Universität Siegen zum Thema Rechtsextremismus und stellt fest: «Das Perfide daran ist, dass es Zeit braucht, das zu widerlegen.» Und ob es stimmt oder nicht: «Das Gerücht ist in der Welt. Der erste Aufschrei, das erste Unwohlsein gegen Flüchtlinge ist schon produziert.» Damit sei die Strategie der Rechten schon aufgegangen.

Doch warum werden Geflüchteten immer wieder gerade Vergewaltigungen oder Belästigungen unterstellt? «Die Nazis haben verstanden, dass das ein Thema ist», erklärt Heike Radvan, Leiterin der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus bei der Amadeu Antonio Stiftung. Die Furcht von Frauen, aber auch von Eltern werde für eine rechte Ideologie instrumentalisiert. «Sie spielen mit den Ängsten, es geht ihnen nicht um die Opfer sexueller Gewalt.» Den «Mythos des sexuell übergriffigen Fremden» gebe es schon seit dem Mittelalter, und damit könne man Menschen mobilisieren, warnt Radvan.

Doch wer verbreitet solche Falschmeldungen? «Das lässt sich schwer sagen», sagt Andre Wolf vom Verein Mimikama, der sich dem Phänomen im Netz widmet. Es gebe sowohl Privatpersonen als auch viele kleine Blogs, die «professionell» Lügen streuen. Wenn Privatpersonen in sozialen Netzwerken solche Falschmeldungen posten, sei die Darstellung oft extrem dramatisch. «Viele Großbuchstaben und Sonderzeichen oder Floskeln wie «Die Polizei darf eh nix machen» kommen dann häufig vor.» Vorsichtig müsse man immer sein, wenn es keine offiziellen Pressemeldungen der Polizei oder anderer Behörden zu den geschilderten Fällen gibt.

Manchmal behaupten die vermeintlichen Opfer auch selbst, dass Geflüchtete sie vergewaltigt haben. So etwa im thüringischen Sonneberg: Eine 21-Jährige hatte angegeben, von drei Flüchtlingen angegriffen und sexuell missbraucht worden zu sein. Die Polizei kam zu dem Ergebnis: Frei erfunden. Doch warum erzählen Frauen solche Lügen? «Es ist schon eine Strategie rechter Frauen, so etwas zu behaupten, um ihren Rassismus zu verbreiten», erklärt Radvan. Natürlich müsse man im Einzelfall gucken, was dahintersteckt. Gerade, wenn Kinder sich solche Geschichten ausdenken.

Also, alles Lüge oder was? Selbstverständlich gibt es sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder - auch bei Flüchtlingen. Deshalb müsse man jedem Fall nachgehen und ihn ernst nehmen, betont Radvan. Doch eben solche Lügen können dafür sorgen, dass den wirklichen Opfern irgendwann nicht mehr geglaubt wird - und, dass die Stimmung gegen Geflüchtete weiter aufgeheizt wird.
 

Mo, 2016-02-08 06:59
Essen (dpa)

Auch Essens zentraler Rosenmontagszug abgesagt - «schweren Herzens»

Essen (dpa) - Auch der zentrale Essener Rosenmontagszug im Stadtteil Rüttenscheid fällt wegen des drohenden Unwetters aus. «Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden», sagte der Erste Vorsitzende des Festkomitees Essener Karneval, Volker Sassen, am Montag. Bei Windstärke 6 müsse diese Entscheidung in Essen getroffen werden. Die Prognosen gingen aber von Stärke 10 aus. Unklar sei, ob der Zug komplett abgesagt oder zum Beispiel in den Sommer verschoben werde. «Aber ein Rosenmontagszug, der kann eigentlich auch nur an einem Rosenmontag stattfinden», sagte Sassen. Es waren 80 000 Zuschauer erwartet worden. Zuvor war in Essen bereits der Traditionszug im Stadtteil Kupferdreh abgesagt worden.

Mo, 2016-02-08 06:41
Singapur (dpa)

Ölpreise steigen leicht

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind zu Beginn der neuen Handelswoche leicht gestiegen. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (195 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 34,41 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im März stieg um 26 Cent auf 31,15 Dollar.

Am Wochenende hatten sich die Ölminister von Saudi-Arabien und Venezuela in Riad getroffen, um über die derzeitige Lage am Ölmarkt zu reden. Die Opec-Länder vertreten unterschiedliche Positionen: Während Venezuela seit längerem für eine Verringerung der Ölförderung eintritt, um damit den Ölpreisverfall aufzuhalten, steht Saudi-Arabien für eine Fortsetzung der Ölschwemme. Konkrete Ergebnisse des Treffens wurden zunächst nicht bekannt.

Mo, 2016-02-08 05:15
Moines (dpa)

Weißes Haar, kehlige Botschaft: Der grantige Sozialist Bernie Sanders

Bernie Sanders verspricht nicht weniger als eine politische Revolution. Wie er das bezahlen will, ist dabei nebensächlich. Viele weiß er fast so zu begeistern wie einst Barack Obama.

Des Moines (dpa) - Wenn Bernie Sanders spricht, kann er sich so richtig in ein Thema reinsteigern. Der 74-Jährige fuchtelt dann wild mit den Armen, seine Stimme wird laut, sie ist ohnehin schon ziemlich kehlig und markant, der Kopf läuft rot an. Der weißhaarige Senator aus Vermont wirkt in solchen Momenten durchaus so, als meine er es ernst.

Bernie Sanders präsentiert sich als Gegenentwurf zum Establishment, dabei ist er eigentlich tief in Washington verwurzelt. Er war ganze 16 Jahre lang Mitglied des Repräsentantenhauses, bevor er 2006 in den Senat gewählt wurde.

Sanders begeistert viele Menschen mit der Aussicht auf etwas anderes, so wie Barack Obama 2008 viele Menschen mit der Aussicht auf Wandel begeisterte, auf «change».

Vor allem junge Menschen mögen ihn, teilen seine Positionen, sehen sich seiner fundamentalen Systemkritik näher als der Haltung Hillary Clintons. Der Schauspieler Danny DeVito unterstützt ihn, Rapper machen für ihn Wahlkampf. Das Magazin «Rolling Stone» nannte ihn einen «grantigen Sozialisten», das war liebenswürdig gemeint.

Es gibt alte Fotos, auf denen Sanders ein bisschen so aussieht wie Woody Allen. Es gibt ein Folk-Album aus den Achtzigern, auf dem er statt zu singen die Liedtexte von Klassikern wie «We Shall Overcome» spricht.

Sanders gilt vielen als ein sehr europäischer Bewerber. In Deutschland würde er wohl gut in die SPD passen. Manche vergleichen ihn mit Oskar Lafontaine, weil der auf ähnliche Weise schon sehr lange und sehr robust für die gleichen Forderungen eintritt.

Sanders selbst wird nicht müde, sich als demokratischen Sozialisten zu bezeichnen. Und er verspricht nicht weniger als eine politische Revolution. Die sechs größten Banken des Landes will er zerschlagen, eine staatliche Krankenversicherung schaffen, die Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen und Universitäten abschaffen. Nur wie er das alles bezahlen will, das lässt er weitgehend offen.

Sanders stammt aus Brooklyn, was man noch deutlich an seinem breiten New Yorker Dialekt hört. Der Vater war ein jüdischer Einwanderer aus Polen, er verkaufte Farbe, die Verhältnisse der Familie waren bescheiden. «Weil das Geld fehlte, gab es Schwierigkeiten in meiner Familie, meine Eltern haben deswegen gestritten», erklärte er einmal. «Das ist etwas, was ich niemals vergessen habe. Und heute gibt es viele Millionen von Familien, denen es genauso geht.» Mit seiner Frau Jane hat er vier Kinder und sieben Enkelkinder.

Seine Konkurrentin Hillary Clinton ging ihn lange nicht hart an. Vielleicht hat sie ihn unterschätzt, das schrieb nicht nur die «New York Times». Sie machte dann aber doch einen wunden Punkt aus.

Sanders ist Senator von Vermont, einem Bundesstaat mit vielen Waffenbesitzern. Er hat zwei Mal für ein Gesetz gestimmt, das Waffenverkäufer vor Klagen schützt. Seine Begründung: Es verhindere, dass die Besitzer von kleinen Waffengeschäften zur Rechenschaft gezogen würden, wenn jemand mit einer Waffe eine Straftat begehe, die sie legal verkauft hätten. Das Thema Waffen ist auch bei den Demokraten hoch emotional besetzt, und es könnte Sanders noch Schwierigkeiten bereiten.
 

Mo, 2016-02-08 05:35
Kabul (dpa)

Drei Tote bei Talibananschlag auf Armeebus nahe Masar-i-Scharif

Kabul (dpa) - Bei einem Talibananschlag auf einen Bus der afghanischen Armee sind in der nördlichen Provinz Balch drei Soldaten getötet worden. 18 Soldaten seien bei der Explosion am Montagmorgen (Ortszeit) verletzt worden, sagte der Sprecher des Gouverneurs, Munir Farhad. Es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt. Der Täter habe sich in Dehdadi in die Luft gesprengt, etwa 30 Minuten Fahrtzeit von der Provinzhauptstadt Masar-i-Scharif entfernt, nahe einem Armeecamp. Hier liegt auch die Nordzentrale der Armee. Die Taliban bekannten sich zu der Tat und sagten, sie hätten 30 Soldaten getötet und verwundet. Die radikalen Islamisten sind für übertriebene Erfolgsmeldungen bekannt.

Mo, 2016-02-08 05:13
Concord (dpa)

«Lebe frei oder stirb»: Zehn Fakten über New Hampshire

Concord (dpa) - New Hampshire spielt traditionell eine wichtige Rolle im Wahlkampf um das Präsidentenamt. Auch sonst weist der kleine Staat im Nordosten einige Besonderheiten auf. Eine Übersicht:

- Das offizielle Motto lautet seit 1945 «Live Free or Die» («Lebe frei oder stirb»). Die Worte gehen zurück auf General John Stark, Soldat im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Er konnte 1809 nicht an einer Gedenkveranstaltung teilnehmen und schickte stattdessen einen Brief. Darin schrieb er: «Lebe frei oder stirb. Der Tod ist nicht das schlimmste Übel von allen.»

- Es ist der einzige US-Staat ohne Anschnallpflicht.

- Die Regierung erhebt weder eine Einkommenssteuer, noch eine Mehrwertsteuer.

- Es gibt eine recht große libertäre Bewegung. Ihre Anhänger treten für einen schlanken Staat ein, fordern mehr Deregulierung und einen größeren Schutz der Privatsphäre.

Diese Haltung findet sich auch im sogenannten Free State Project wieder. Die Initiative will 20 000 Menschen dazu bewegen, nach New Hampshire überzusiedeln und den US-Staat zu ihrer Basis für die libertäre Idee zu machen. Am vergangenen Mittwoch hatte das Projekt 20 000 Unterschrift zusammen.

- New Hampshire war einer der ersten Bundesstaaten, die die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubten. Das Gesetz dazu stammt aus dem Jahr 2009, es trat ein Jahr später in Kraft.

- Der Staat ist nicht sehr repräsentativ für die USA, was die Bevölkerung angeht: 95 Prozent sind weiß.

- Umfragen zufolge legen Wähler hier viel wert auf die Themen Wirtschaft, nationale Sicherheit, Umwelt und Bildung.

- Die ersten Vorwahlen (Primaries) fanden hier im Jahr 1916 statt, also vor genau 100 Jahren.

- Wer kandidieren will, sollte sich an seinem Schreibtisch blicken lassen: Bill Gardner ist seit 1976 New Hampshires Staatssekretär und damit für die Organisation der Vorwahlen zuständig. In seinem Büro im Regierungsgebäude in der Hauptstadt Concord wird Wert auf Tradition gelegt. Bewerber sollten wenn möglich in Person erscheinen, um ihre Teilnahme zu erklären. Pflicht ist das zwar nicht, aber jeder macht es. Dann müssen sie ein offizielles Formular ausfüllen, 1000 US-Dollar zahlen und Fragen beantworten.

Nach New Hampshires Verfassung ist Gardner auch dazu verpflichtet, die Vorwahlen in seinem Staat bundesweit auf Platz eins zu halten. Das ist seit 1977 festgeschrieben. Und der 67-Jährige ist sehr bemüht, dass das eingehalten wird. Verlegt ein anderer Staat seine Vorwahlen nach vorne, macht New Hampshire dies auch.

- Seit 1952 sind nur wenige zum US-Präsidenten gewählt worden, die nicht auch die Vorwahlen in New Hampshire gewonnen haben. John F. Kennedys Siegeszug im Jahr 1960 begann in diesem Staat und Ronald Reagan stoppte hier 1980 seinen innerparteilichen Widersacher George H. W. Bush bei den Republikanern. Hillary Clinton gewann 2008 in New Hampshire, unterlag Barack Obama aber später im weiteren Verlauf.

Mo, 2016-02-08 06:00
Wolfsburg (dpa)

VW-Konzern lässt 12 Modelle elektrisch fahren - 20 weitere geplant

Wolfsburg (dpa) - Im VW-Konzern gibt es zwei rein elektrisch fahrende Fahrzeuge: den E-Golf und den E-Up. Beide sind per Stecker aufladbar und kommen auf knapp 200 Kilometer Reichweite. Die Wagen kosten viel mehr als ihre Verwandten mit Verbrennungsmotor. So startet der E-Golf bei 34 900 Euro - rund doppelt so viel wie der günstigste Benziner.

Zwölf weitere Modelle hat der Konzern bereits als sogenannte Hybride unter Strom gesetzt. Sie kombinieren Verbrennungsmaschinen mit einem größeren oder kleineren Batterieantrieb, dessen rein elektrische Reichweite von wenigen Kilometern (wie beim VW-Touareg Hybrid) bis hin zu 50 Kilometern beim VW-Golf GTE oder dem Audi A3 E-Tron reicht.

Nicht alle diese Modelle sind steckdosentauglich - was die Branche auch Plug-in-Hybrid nennt. Der Jetta Hybrid gilt als sogenannter Milder Hybrid, der nicht rein elektrisch fahren kann. Seine Batterie unterstützt aber den Verbrennungsmotor. Zu den zwölf Elektro-Hybriden im VW-Konzern gehören auch zwei limitierte Kleinstserien; der Rennwagen Porsche 918 Spyder (918 Stück) und der VW-XL1 (200 Stück).

VW-Konzernchef Matthias Müller kündigte im Januar an: «Bis 2020 werden wir 20 weitere Modelle mit Elektroantrieb oder als Plug-in-Hybrid auf den Markt bringen. Rein elektrische Reichweiten von mehr als 500 Kilometer sind in absehbarer Zeit machbar.»

Zu Absatzzahlen für alternative Antriebe äußert sich VW nicht. Jedoch rollten 2015 im Wolfsburger Stammwerk gut 14 000 E-Golf vom Band.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.


Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volks-wagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU. 
Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen. 

ERPRESSO
Die Leere des Portemonnaies
 

Seiten