Mi, 2015-04-01 06:38
Berlin (dpa)

Mindestens neun Tote während des Sturms «Niklas» - Bahnverkehr stockt

Sturmtief «Niklas» hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Mindestens neun Menschen sterben durch den Sturm und bei wetterbedingten Unfällen. Der Bahnverkehr rollt zwar wieder an. Viele Pendler werden aber wieder Geduld brauchen.

Berlin (dpa) - Während des Sturmtiefs «Niklas» sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Zwar flaute der Sturm in der Nacht langsam ab - Bahnreisende müssen sich am Mittwoch aber auf weitere Behinderungen einstellen. «Denn unser Personal ist noch nicht überall an den Bahnhöfen, wo es planmäßig sein sollte», sagte eine Bahnsprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

«Niklas» war einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre. Mit Böen von bis zu 192 Stundenkilometern entwurzelte er am Dienstag vielerorts Bäume, er beschädigte Autos, Häuser und Stromleitungen.

In Bayern und Rheinland-Pfalz wurden eine Frau und zwei Männer erschlagen, als Bäume auf ihre Autos stürzten. In Sachsen-Anhalt tötete eine umgewehte Mauer einen Mann. Auch in Österreich und der Schweiz gab es zwei Unwettertote. Außerdem gab es mindestens drei Tote bei wetterbedingten Unfällen: Im baden-württembergischen Ostalbkreis starben zwei Männer auf einer schneebedeckten Straße. In Bayern wurde ein Mann bei starkem Hagel auf der Autobahn 95 getötet.

Vielerorts gab es Verletzte: In Weimar kippte ein Baum auf eine Mutter und ihre zwei Töchter, die auf einem Gehweg liefen. Eines der Mädchen im Alter von neun Jahren wurde dabei am Dienstag schwer verletzt.

Der Sturm brachte auch den Straßen-, Schiffs- und Flugverkehr durcheinander. Bundesweit waren Polizisten und Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Auf Straßen und Autobahnen blockierten umgekippte Lastwagen und Anhänger den Verkehr. Am Flughafen in Frankfurt am Main fielen mehr als 180 Starts und Landungen aus. Angesichts der Wetterlage müsse auch für Mittwoch mit Einschränkungen im Flugbetrieb gerechnet werden, sagte ein Sprecher. In Hamburg waren 63 Flüge betroffen.

Ein für das Hamburger Elbegebiet erwartete Hochwasser fiel in der Nacht niedriger aus als befürchtet. Das Wasser am Fischmarkt in St. Pauli schwappte bis zum frühen Mittwochmorgen nicht wie erwartet über die Kaikante. Zuletzt hatten im Januar die Sturmtiefs «Elon» und «Felix» für mehrere Sturmfluten an der Nordseeküste und im Elbegebiet gesorgt.

Für gestrandete Fahrgäste hatte die Bahn in mehreren Städten Übernachtungszüge bereitgestellt. In der Nacht seien aber viele Oberleitungen repariert worden, erklärte die Bahn. Gesperrt seien vor allem noch die Strecken zwischen Bremen und Hannover sowie zwischen München, Rosenheim und Salzburg. Für diese Verbindungen habe die Bahn auch noch keine Prognose, wann sie wieder befahrbar seien.

Im schwer von «Niklas» getroffenen Nordrhein-Westfalen sagte eine Bahn-Sprecherin am Morgen: «Alle Hauptstrecken sind wieder befahrbar.» Einzelne Verbindungen fielen aber noch aus oder seien verspätet. Nicht alle Züge stünden am richtigen Einsatzort.

Das Orkantief hatte von Westdeutschland aus im Laufe des Dienstags auf den Osten der Republik übergegriffen. Auf der Schiene ging vielerorts nichts mehr. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-vorpommern, Brandenburg und Berlin ruhte der Regionalverkehr teilweise seit dem Vormittag ganz. In Deutschlands größtem Bundesland Bayern wurde der Fernverkehr am Nachmittag komplett eingestellt. Anderswo rollte der Verkehr stark gedrosselt.

«Der Orkan Niklas hat die Bahn mit voller Wucht getroffen», sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß. «Wichtig ist, dass wir zum Osterreiseverkehr ab Donnerstag wieder alles in Schuss haben.»

Doch die Bahn ist mit schweren Sturmfolgen konfrontiert: «Die Sturmschäden vor allem an den Oberleitungen sind so großflächig und erheblich, dass es noch mehrere Tage dauern kann, bis wieder alle Linien bedient werden können», teilte die Bahn am späten Dienstagabend mit.

Mi, 2015-04-01 06:00
München (dpa)

Keine Preissprünge an der Tankstelle zu Ostern (Foto - Illustration

Es war fast ein Ritual: Vor den großen Ferien oder wichtigen Feiertagen wurde der Sprit teurer. Autofahrer und die Politik witterten Abzocke. Doch seit Jahren gibt es das große Plus nicht mehr - was nicht heißt, dass es keine Preiserhöhungen mehr gibt.

München (dpa) - Autofahrer müssen sich wie in den vergangenen Jahren vor den Osterfeiertagen nicht mehr auf einen großen Preissprung an den Tankstellen gefasst machen. Zwar klettern die Preise für Benzin und Diesel seit einigen Wochen nach den Tiefstständen im Januar wieder nach oben, doch zumindest im bundesweiten Durchschnitt in einem überschaubaren Ausmaß. Das liegt vor allem daran, dass der Ölpreis nicht mehr ganz so niedrig liegt wie im Januar. Vor allem aber macht der schwache Euro den auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelten Sprit teurer. Mit Ostern hat das nur wenig zu tun.

Der Durchschnittspreis für den Liter Super E10 liegt derzeit um 1,39 Euro je Liter, der für Diesel bei 1,20 Euro. Dabei schwanken die Preise je nach Uhrzeit und Region allerdings deutlich. Seit 2011 aber gibt es die lange fast traditionellen Preissprünge vor wichtigen Feiertagen oder dem Ferienbeginn nicht mehr, sagte ein ADAC-Sprecher. Lange Zeit waren die beinahe ein Ritual.

Inzwischen hat sich die Preisgestaltung deutlich verändert. Früher habe es deutliche Schwankungen zwischen den Wochentagen gegeben, sagte der ADAC-Sprecher. «Der Freitag war lange der teuerste, der Montag der günstigste Tanktag.» Nun schwanken die Preise in viel kürzeren Intervallen, abhängig von der Zeit, der Region und auch der Konkurrenzsituation vor Ort. Noch immer wird Sprit in Zeiten hoher Nachfrage teurer, jedoch verteilen sich die Preisrunden anders. Zudem sind die Preise seit Einführung der sogenannten Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt bundesweit vergleichbar.

Über Handy-Apps oder Internetseiten können Autofahrer die Preise feststellen. Dennoch gilt natürlich wie bei allen Waren und Dienstleistungen, dass eine hohe Nachfrage die Preise steigen lässt - und gerade in Ferienzeiten wie dem Sommer, wird mehr gefahren. Dazu spielen für die Preisbildung viele andere Faktoren eine Rolle, wie der Ölpreis und der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar.

Allein der treibt aus Sicht des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) bereits die Spritpreise. «Da Öl beim Import in Länder der Euro-Zone wie Deutschland aber in Euro bezahlt werden muss, bedeutet ein sinkender Eurokurs zum Dollar einen teureren Einkauf», heißt es in einer Mitteilung von Mitte März. Die Autofahrer spüren das an wieder steigenden Spritpreisen. Insgesamt liegen die aber weit unter den Rekordwerten von 2012, wo der Liter E10 zeitweise 1,70 Euro kostete.

Mi, 2015-04-01 05:30
München (dpa)

Keine Preissprünge an der Tankstelle zu Ostern

München (dpa) - Autofahrer müssen sich wie in den vergangenen Jahren vor den Osterfeiertagen nicht mehr auf einen großen Preissprung an den Tankstellen gefasst machen. Zwar klettern die Preise für Benzin und Diesel seit einigen Wochen nach den Tiefstständen im Januar wieder nach oben, doch zumindest im bundesweiten Durchschnitt in einem überschaubaren Ausmaß. Der Durchschnittspreis für den Liter Super E10 liegt derzeit um 1,39 Euro je Liter, der für Diesel bei 1,20 Euro. Dabei schwanken die Preise je nach Uhrzeit und Region allerdings deutlich. Seit 2011 allerdings gibt es die lange fast traditionellen Preissprünge vor wichtigen Feiertagen oder dem Ferienbeginn aber nicht mehr, heißt es beim ADAC.

Mi, 2015-04-01 05:08
Weimar (dpa)

Mutter mit zwei Mädchen in Weimar von umstürzendem Baum getroffen

Weimar (dpa) - Ein Baum ist in Weimar auf eine Mutter und ihre zwei Töchter gestürzt. Eines der Mädchen wurde dabei am Dienstag während des schweren Sturms «Niklas» schwer verletzt. Ihre Schwester und die Mutter erlitten leichte Verletzungen, wie eine Sprecherin der Polizei in Weimar am frühen Mittwochmorgen sagte. Die Mutter war mit ihren neun- und achtjährigen Töchtern auf einem Gehweg unterwegs, als der etwa zehn Meter hohe Baum umkippte. Das neun Jahre alte Mädchen sei noch in der Klinik, sagte die Polizeisprecherin.

Mi, 2015-04-01 04:58
Berlin (dpa)

Das Finale im «Fracking-Kampf» Von Georg Ismar, dpa

Das gibt es selten. Bevor das Kabinett das Paket zum Gas-Fracking auf den Weg gebracht hat, kündigen Union und SPD schon Verschärfungen im Bundestag an. Es gibt kein Komplettverbot, dafür Sorgen vor einem Automatismus für eine bundesweite Förderung im großen Stil.

Berlin (dpa) - Für die einen ist Fracking das neue Atom. Böse und unbeherrschbar. Für die anderen verspricht die unkonventionelle Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten eine Art moderneren Goldrausch. In den USA purzelten dadurch die Energiepreise. In Deutschland gibt es bisher keine gesetzliche Regelung, es wäre also möglich. Nach einem 2013 gescheiterten Anlauf will das Kabinett nun ein Gesetzespaket beschließen: Damit dürfte es Fracking vorerst nur auf Sparflamme geben, aber es gibt eine hochumstrittene Hintertür.

Warum sind die Gräben so tief?

Wesentlich dazu beigetragen hat der Dokumentarfilm «Gasland» (2010) über die US-Fracking-Revolution. In einem Fördergebiet in Colorado kam Wasser aus dem Hahn, das sich entzünden ließ. Doch der brennende Hahn hatte letztlich nichts mit Fracking zu tun, sondern es ging wohl nur um bodennahes Methan, das in der Gegend das Wasser belastete und sich entzünden ließ. Doch der Film veränderte auch in Deutschland massiv die öffentliche Meinung - gerade in möglichen Fördergebieten wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Bis hin zu den Bierbrauern reicht die Protestfront. Wasserführende Schichten liegen zwar meist weit höher als die Fracking-Zonen, aber viele befürchten durch Förderung und Rückflüsse eine Verunreinigung.

Wird in Deutschland nicht längst großflächig Gas «gefrackt»?

Ja. Seit 1961 wird in Deutschland mit Hilfe der Fracking-Technik aus tiefen Hohlräumen Gas gefördert - dies bleibt unter strengen Auflagen wie Umweltverträglichkeitsprüfungen weiterhin erlaubt. Die Regierung grenzt es nun ab von dem noch neuen unkonventionellen Fracking, bei dem mit Quarzsand und Chemikalien vermischtes Wasser unter hohem Druck in Schiefer- und Kohleflözgestein gepresst wird. Dadurch wird das Gestein auf großer Fläche aufgebrochen, so dass aus feinen Rissen das dort lagernde Gas entweicht, und eben nicht aus Hohlräumen.

Wie groß ist das Förderpotenzial?

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) betont, dass die technisch gewinnbare Menge an unkonventionellem Schiefergas bis zu 1,3 Billionen Kubikmeter betragen kann. Der jährliche Verbrauch liegt bei 85 bis 90 Milliarden in Deutschland - somit könnte der Verbrauch theoretisch bis zu 14 Jahre gedeckt werden. Fracking könnte auch helfen, unabhängiger von Russland zu werden. Unternehmen werden aber nur investieren, wenn sie nach der zunächst geplanten Erprobungsphase auf kommerzielle Förderung hoffen können.

Welche Auflagen wird es geben?

Geplant ist ein Fracking-Verbot für folgende Bereiche: Naturschutz-, Wasser- und Heilquellenschutzgebiete; Einzugsgebiete von Talsperren und Seen, die der Wasserversorgung dienen; für die Einzugsgebiete von Wasserentnahmestellen zur Wasserversorgung sowie im Bereich von Brunnen. Die 16 Bundesländer können das Verbot noch erweitern auf Mineralwasservorkommen und auf Wasserentnahmestellen für die Herstellung von Getränken wie zum Beispiel Bier. Außerhalb der Gebiete wird Fracking in einer Tiefe von 0 bis 3000 Metern untersagt, unkonventionelle Gas-Vorkommen liegen meist bei 1000 bis 2000 Metern.

Wo wird Fracking erlaubt? 

Theoretisch überall außerhalb der genannten «sensiblen Gebiete». Deswegen ist die 3000-Meter-Grenze auch ein wenig Augenwischerei. Stellt ein Unternehmen einen Antrag auf eine wissenschaftlich begleitete Probebohrung, muss zunächst die betreffende Landesbehörde grünes Licht geben. In dem Fall wären auch Bohrungen oberhalb der 3000-Meter-Grenze möglich. Die eingesetzte Flüssigkeit darf aber nicht wassergefährdend sein. Rückflüsse und Lagerstättenwasser müssen getrennt in Behältnissen aufgefangen werden. Das Lagerstättenwasser darf aber im Untergrund verpresst werden, wenn es sicher im Gestein eingeschlossen wird. Das ist umstritten. Mitarbeiter von ExxonMobil - größter Gasförderer in Deutschland - tranken sogar im Fernsehen jüngst einen Becher Frack-Flüssigkeit, um zu zeigen, dass sie keine giftigen Chemikalien enthalte und harmlos für das Trinkwasser sei.

Gibt es also erst einmal nur Probebohrungen?

Nein, nach 2018 kann es auch eine kommerzielle Förderung geben, also eine Gasförderung im großen Stil. Der SPD-Umweltpolitiker Frank Schwabe wirft dem Bundeskanzleramt vor, sich hier dem Lobbydruck der Gaskonzerne gebeugt zu haben, die ursprünglichen Pläne von Umweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) sahen dies nicht vor. Voraussetzung ist aber 1.) eine erfolgreiche Erprobungsmaßnahme, dann muss 2.) eine unabhängige Expertenkommission bescheinigen, dass eine Gasförderung in der Gesteinsformation unbedenklich ist. Die zuständigen Bergbau- und Wasserbehörden der Länder sind aber an deren Votum nicht gebunden.

Was ist besonders umstritten?

Viele Abgeordnete der SPD sehen die sechsköpfige Kommission kritisch. Sie soll aus Geologen, Umweltbeamten und Geoforschern bestehen und muss nicht einstimmig entscheiden. Sie fürchten einen Automatismus für kommerzielle Projekte - hierüber müsse aber der Bundestag entscheiden. «In dieser Form ist der Gesetzentwurf für zahlreiche Kolleginnen und Kollegen nicht zustimmungsfähig», sagt aber auch der CDU-Politiker Andreas Mattfeld, der eine rund 100 Abgeordnete umfassende, Fracking-kritische Unions-Gruppe steuert. Er wirft Hendricks vor, Änderungswünsche ignoriert zu haben und fordert eine Verschärfung, etwa beim Umgang mit Lagerstättenwasser. Somit dürfte hier das «Strucksche Gesetz» zur Anwendung kommen - kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es eingebracht worden ist.

Wie reagieren Opposition und Umweltschützer?

Ablehnend, sie sprechen von einem «Fracking-Ermöglichungsgesetz». Werde die jeweilige geologische Formation von der Expertenkommission als grundsätzlich unbedenklich eingestuft, könnten Unternehmen dort ungehindert fracken, meint der Präsident des Naturschutzbundes (Nabu), Olaf Tschimpke. «In der ganzen norddeutschen Tiefebene oder der Bodenseeregion wäre dann Fracking möglich.» Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter betont: «Deutschland braucht ein Frackingverbot.»

Mi, 2015-04-01 04:45
Berlin (dpa)

Spargelanbau in Deutschland

Berlin (dpa) - Spargel ist das wichtigste Gemüse in Deutschland - zumindest, wenn man seinen Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche betrachtet. Gut 25 300 Hektar umfasst der Spargelanbau nach Angaben des Statistischen Bundesamts, das entspricht mehr als einem Fünftel der Freilandfläche in Deutschland. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen in Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

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Mi, 2015-04-01 04:41
Lausanne (dpa)

Iran-Atomgespräche in der Verlängerung - Neue Gespräche am Morgen

Auch nach Ablauf einer Frist im Atomstreit mit dem Iran soll weiter verhandelt werden. Über das bislang Erreichte gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen. Fällt eine Entscheidung in der Verlängerung?

Lausanne (dpa) - Trotz Ablaufs einer Frist sollen die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm am Mittwochmorgen fortgesetzt werden. «Wir haben einiges erreicht. Ich hoffe, wir können die Arbeit am Mittwoch zu Ende führen», sagte Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif nach den jüngsten Gesprächen, die bis tief in die Nacht gingen. Ursprünglich hatten die Vertreter der UN-Vetomächte, Deutschlands und des Irans bis Mitternacht eine Grundsatzeinigung in dem zwölf Jahre andauernden Streit erreichen wollen. Iranische Medien nannten 08.00 Uhr als Anfangszeit für die neue Gesprächsrunde.

Ein Durchbruch wurde bislang nicht erzielt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte zwar, alle Unstimmigkeiten seien grundsätzlich ausgeräumt. Eine Lösung des Konflikts könne hoffentlich in den kommenden Stunden oder im Laufe des Tages zu Papier gebracht werden. Mitglieder westlicher Delegationen bestätigten hingegen nicht, dass alle Streitfragen geklärt seien. Auch Sarif hielt sich bedeckter. «Für die meisten Punkte wurden klare Lösungen gefunden», sagte Irans Außenminister. US-Präsident Barack Obama beriet sich nach Angaben des Weißen Hauses mittels einer sicheren Telefonleitung mit seinem Sicherheitsteam.

Im Kern des Konflikts geht es um die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass der Iran nicht unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms Atombomben entwickelt. Der Westen fordert verlässliche Garantien und Kontrollen. Teheran will die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. Eine Einigung würde den Iran aus der internationalen Isolation befreien. Ein umfassendes Abkommen in dem Konflikt ist bis Anfang Juli angepeilt.

Strittig war zuletzt vor allem, wie der Iran nach einer mehrjährigen Phase, in der höherwertige Atomforschung untersagt sei, weiter verfahren dürfe. Teheran will nach Ablauf einer solchen Frist sein Atomprogramm wieder uneingeschränkt betreiben dürfen. Der Westen fordert auch danach Restriktionen. Zudem ging es um den Zeitrahmen für die Aufhebung von UN-Sanktionen, die den Transfer von Atomtechnologie in den Iran verbieten, und die Frage, wie Sanktionen schnell wieder greifen könnten, falls der Iran gegen Vereinbarungen verstößt.

Mi, 2015-04-01 04:30
Berlin (dpa)

Hoeneß zum VfB Stuttgart, Pizza per Drohne - Neun Aprilscherze Von Christopher Weckwerth, dpa

Musizierende Äffchen, blaue Hummeln und ein Damm von Dänemark nach Deutschland: Zum 1. April blüht wieder der Flachs. Eine Auswahl enttarnter Scherze.

Berlin (dpa) - Scherzkekse haben zum 1. April wieder reihenweise ihre Kreativität bemüht, um Kunden, Konkurrenten und Kameraden aufs Glatteis zu führen. Eine Auswahl:

HOENE? ZUM VFB: Arbeitet Uli Hoeneß bald für den VfB Stuttgart? Das wollte der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Reinhard Löffler (CDU) von der Landesregierung wissen. Hintergrund: Finanzminister Nils Schmid (SPD) habe verkündet, Hoeneß' Verurteilung als Steuerhinterzieher sei sein Verdienst. Als Ausgleich dafür solle der frühere Bayern-Manager in die JVA Stuttgart-Stammheim verlegt werden und, wegen der Schwere der Schuld, beim VfB aushelfen.

PIZZAKOPTER: Pizza aus Deutschland gibt es in der Schweiz derzeit nur nach einer Überprüfung durch den Zoll. Doch die Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee hat eine Lösung: Lieferdienste könnten ihre Ware jetzt per «Pizzakopter» verschicken - einem Gerät, das einer Paketdrohne ähnele. Lediglich die Klapp-Pizza Calzone dürfe nicht ausgeflogen werden, weil der Zoll den Belag nicht sehen kann.

AFFEN-BAND: Eine Gruppe von sechs Äffchen werde die Besucher der Berliner Zoos und Tierparks bald mit Klavier und Trompete belustigen, teilte der Förderverein des Tierparks mit. Im Repertoire stünden Lieder wie «Die Berliner Luft» oder «Unter den Linden». Die größte Herausforderung sei dabei nicht der Unterricht gewesen, sondern die Gewöhnung der Affen-Arten aneinander.

DRACHEN: Die britische Wissenschaftszeitschrift «Nature» berichtete, dass es Drachen tatsächlich gab und dass sie aufgrund mehrerer Faktoren wie dem Klimawandel wieder auftauchen könnten. Besonders im Mittelalter seien Drachen häufig anzutreffen gewesen - schließlich habe es mit den Rittern viel Nahrung gegeben.

ZEITUMSTELLUNG: Gerade erst wurden die Uhren auf die Sommerzeit eingestellt, da fordern die Grünen in Thüringen die nächste Zeitreform. Anstatt 60 Minuten nach jedem Halbjahr sollten lieber jeden Monat 10 Minuten vor- beziehungsweise zurückgestellt werden. Das sei schonender für den persönlichen Lebensrhythmus und stärke die Monate in ihrer Individualität.

SCHWARZFAHRER: Im Kasseler Nahverkehr geht künftig ein Hund auf die Suche nach Schwarzfahrern. Diensthund Aron von der Brackwarte sei eigens für die Aufgabe ausgebildet worden, teilte die Verkehrsgesellschaft KVG mit. Mit seinem «extremen Such- und Finderwillen» sei Aron bestens für die Kontrollen geeignet.

DAMM NACH DÄNEMARK: Vielen Urlaubern, die mit dem Auto auf die Nordseeinsel Sylt wollen, hätte das sicher gefallen: Ein Damm zur Insel Rømø sollte eine direkte Verbindung nach Dänemark ermöglichen, teilte die dänische Tourismus-Agentur mit. Bis 2022 könne der Damm stehen - inklusive integrierter Austernzucht. Die Nutzung der zweispurigen Fahrbahn sollte allerdings kostenpflichtig sein.

BLITZER IM WALD: Die Deutsche Wildtier Stiftung kündigte an, auf ihrem Gut in Mecklenburg-Vorpommern Geschwindigkeitskontrollen einzuführen. Störungen durch Spaziergänger, Radfahrer oder Hunde würden dann dank einer Direktleitung zur Polizei sofort zur Anzeige gebracht. Ziel des Scherzes: Waldbesucher sollen rücksichtsvoller mit brütenden Vögeln sowie jungen Hasen und Rehen umgehen.

GLETSCHERHUMMEL: Eine biologische Sensation meldete der Naturschutzbund NABU Niedersachsen. Wegen des Kälteeinbruchs sei die bläulich gefärbte Gletscherhummel auf dem Weg nach Norddeutschland. Hummelfreunde, die dem Tier helfen wollten, sollten im Garten oder auf dem Balkon eine Eiswürfeltränke aufbauen.

Mi, 2015-04-01 04:30
Greenpeace

US-Regierung genehmigt Bohrpläne von Shell vor der Küste Alaskas - Reaktion von Greenpeace USA

In response to the Department of Interior’s approval of Shell Oil’s Chukchi Sea drilling lease, Greenpeace USA Executive Director Annie Leonard said:

“Shell may now have approval from the Obama administration to drill in the Arctic, but it does not have approval from the people. Millions around the world are saying ‘no’ to Arctic drilling and other extraction projects that we have to freeze to avoid catastrophic climate change. On the same day President Obama pledges to cut US greenhouse gas emissions by nearly a third, he opens the back door for one of the most irresponsible oil companies to drill in the Arctic. While this decision is deeply disappointing, it will also energize people around the world to oppose Shell at every turn. Shell’s Arctic oil rigs are now infamous, and all eyes will be looking north this summer.”

“No one in her right mind would trust Shell to deliver a pizza safely across town, so trusting the company to drill in the Arctic is nothing short of negligence. Shell will return to the remote Chukchi Sea with Noble Drilling, a contractor that has pleaded guilty to eight felonies, and the Noble Discoverer, an ancient rig that failed numerous safety inspections. Shell thinks its billions can buy it a free pass to Alaska this summer, but Americans hate an incompetent bully and we won’t stand by and watch this catastrophe unfold.”

“There was little doubt that federal regulators were paving the way for Shell to drill in the Arctic. The Obama administration has now been fooled twice by Shell and the shame is on them.”

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

Außerdem Interessant

Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

Außerdem Interessant

Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Mi, 2015-04-01 04:15
Berlin (dpa)

Spargelernte beginnt schleppend - Preisanstieg erwartet )

Berlin (dpa) - Die Spargelernte läuft in vielen Regionen Deutschlands nur langsam an. «Nach dem extrem frühen Saisonstart im vergangenen Jahr beginnt die Ernte 2015 mit äußerst kleinen Mengen zu Ostern», teilte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Mittwoch mit. In Niedersachsen gibt es die bundesweit größten Anbauflächen für Spargel. Auch in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz ist laut Experten zu Ostern noch nicht mit großen Mengen des weißen Gemüses zu rechnen. Etwas besser begann die Ernte in Bayern. Allerdings müssen Feinschmecker dieses Jahr wohl tiefer in die Tasche greifen: Wegen des Mindestlohns gelten höhere Preise als sehr wahrscheinlich.

Mi, 2015-04-01 04:03
Hamburg (dpa)

Hochwasser in Hamburg niedriger als erwartet )

Hamburg (dpa) - Ein für das Hamburger Elbegebiet erwartetes Hochwasser ist in der Nacht zum Mittwoch niedriger ausgefallen als befürchtet. Das Wasser am Fischmarkt in St. Pauli schwappte bis zum frühen Mittwochmorgen nicht wie erwartet über die Kaikante. Die Verkehrsleitzentrale hatte Autofahrern geraten, ihre Fahrzeuge nicht auf tiefer gelegenen Parkplätzen abzustellen. Das schwere Sturmtief «Niklas» war am Dienstag mit orkanartigen Böen über den Norden gezogen. Deshalb wurde ein mögliches Hochwasser oder eine leichte Sturmflut erwartet.

Zuletzt hatten im Januar die Sturmtiefs «Elon» und «Felix» für mehrere Sturmfluten an der Nordseeküste und im Elbegebiet gesorgt. Auch damals blieben größere Schäden aus, bis auf Sandabspülungen an der Düne von Helgoland, die auch den dortigen Flugplatz in Mitleidenschaft zogen.

Mi, 2015-04-01 04:00
Margetshöchheim (dpa)

Diabetes Typ 1 und Typ 2 - wo ist der Unterschied?

Margetshöchheim (dpa) - Wer von Diabetes spricht, meint meist Diabetes Typ 2. Diese Form der Stoffwechselerkrankung wurde früher Altersdiabetes genannt, weil sie häufig erst bei älteren Menschen auftritt. Die Bauchspeicheldrüse kann das Hormon Insulin zwar noch produzieren, es wirkt im Körper aber nicht richtig. Typ 2 ist die mit Abstand am meisten verbreitete Diabetesart.

Rund 95 Prozent der sechs Millionen Diabetiker in Deutschland leiden nach Angaben der Deutschen Diabetes-Hilfe daran. Ursachen können Fettleibigkeit, mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung sein.

Bei Diabetes Typ 1 fehlt das Hormon Insulin komplett. Betroffene müssen sich daher mehrmals täglich Insulin spritzen. Diabetes Typ 1 tritt häufig bereits im Kindesalter auf, weshalb es früher auch Jugenddiabetes genannt wurde.

Mi, 2015-04-01 04:00
Margetshöchheim (dpa)

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus

Margetshöchheim (dpa) - Weltweit leben nach Schätzungen mehr als 250 Millionen Diabetiker. In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft rund sechs Millionen Menschen betroffen. Die auch Zuckerkrankheit genannte Stoffwechselstörung Diabetes mellitus (griechisch für «(Honig-)süßer Durchfluss») kann zu schweren Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenerkrankungen und Erkrankungen der Netzhaut führen.

Den Typ-1-Diabetes haben in Deutschland nach Angaben der Deutschen Diabetes-Hilfe allein etwa 30 000 Kinder und Jugendliche bis zu 19 Jahren. Dabei versagt innerhalb kurzer Zeit die Funktion der Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Der Körper der Betroffenen kann selbst kein Insulin mehr produzieren. Sie müssen mehrmals täglich den Blutzucker messen. Ohne tägliche Insulinspritzen ist dieser Typ der Krankheit tödlich.

Mit dem Hormon Insulin regelt der Körper die Aufnahme von Zucker in seine Zellen. Es nimmt damit eine Schlüsselposition im Stoffwechsel ein. Fällt die Produktion von Insulin infolge einer Krankheit aus oder ist reduziert, muss sich der Patient das Hormon zur passenden Zeit selbst spritzen.

Die meisten Betroffenen haben jedoch die auch Altersdiabetes genannte Zuckerkrankheit Typ 2. In vielen Fällen ist die oft jahrelang unentdeckte Erkrankung eine Folge von falscher Ernährung und zu wenig Bewegung. Der Körper produziert dabei weniger Insulin.

Die Behandlung von Typ-2-Diabetes beginnt mit einer Änderung des Lebensstils. Reicht das nicht aus, folgen Medikamente zur Förderung der Insulinausschüttung. Erst, wenn diese nicht mehr helfen, erhalten die Patienten Insulin. Typ-2-Betroffene sterben im Schnitt fünf bis zehn Jahre früher, vor allem wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Mi, 2015-04-01 04:00
Berlin (dpa)

Koalition rebelliert gegen Fracking-Gesetz Von Georg Ismar, dpa

Kaum ein Umwelt-Thema war in den letzten Jahren so umstritten wie die Frage, ob Deutschland das unkonventionelle Gas-Fracking erlauben soll. Nun will das Kabinett ein Verbot mit Hintertürchen beschließen - doch der Widerstand in der Koalition ist schon vorprogrammiert.

Berlin (dpa) - Dutzende Abgeordnete der Unions-Fraktion drohen mit einer Ablehnung des von der Bundesregierung geplanten Gesetzentwurfs zum umstrittenen Gas-Fracking in tiefen Gesteinsschichten. «In dieser Form ist der Gesetzentwurf für zahlreiche Kolleginnen und Kollegen nicht zustimmungsfähig», sagte der CDU-Abgeordnete Andreas Mattfeld der Deutschen Presse-Agentur. Notwendig sei eine Verschärfung. Auch aus der SPD-Bundestagsfraktion werden Nachbesserungen gefordert.

Am Mittwoch will das Kabinett nach langer Debatte einen Entwurf für die unkonventionelle Gasförderung beschließen, der zwar ein Verbot für sensible Gebiete sowie für Bohrtiefen oberhalb von 3000 Metern vorsieht. Aber eine kommerzielle Förderung unter Auflagen wird nicht ausgeschlossen. Es werden Schiefer- und Kohleflözgasvorkommen in Deutschland vermutet, die den Bedarf über zehn Jahre decken könnten.

Bisher gibt es keine gesetzliche Regelung. 2013 war ein erster Anlauf gescheitert, weil Vorschläge der damaligen Bundesregierung aus Sicht einiger Unions-Abgeordneter keinen ausreichenden Wasserschutz boten.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte der «Rheinischen Post»: «Wir führen strenge Regeln ein, wo bislang keine klaren Regeln galten.» Sie wolle Fracking so weit einschränken, «dass keine Gefahren für Mensch und Umwelt mehr bestehen». Aber vielen geht der Entwurf nicht weit genug. Die Gruppe der Fracking-Kritiker in der Unions-Fraktion umfasse über 100 Abgeordnete, betonte Mattfeld. 

«Wir können uns nicht vorstellen, dass flächendeckend in Deutschland Erprobungsmaßnahmen stattfinden. Wir halten eine Quantifizierung für sinnvoll, orientiert an geologischen Gegebenheiten.» Es wäre klug gewesen, Änderungen etwa zum Umgang mit Lagerstättenwasser vor der Kabinettsbefassung einzuarbeiten. Aber scheinbar gehe es zum Beispiel Ministerin Hendricks «ein Stück weit vielleicht auch um Eitelkeiten.»

In der SPD wiederum gibt es starken Widerstand gegen eine geplante Kommission, die nach einer erfolgreichen Erprobungsmaßnahme in dem betreffenden Gebiet dann grünes Licht für kommerzielle Projekte geben kann. «Ich will, dass der Bundestag das Heft des Handels in der Hand hat und darüber entscheidet», sagte der SPD-Politiker Frank Schwabe. Die Kommission sei ein Zugeständnis an die Gasunternehmen, es dürfe nach Erprobungsmaßnahmen keinen Automatismus für die Förderung geben.

Beim unkonventionellen Fracking wird mit Quarzsand und Chemikalien vermischtes Wasser unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst. Mit Hilfe von Querbohrungen wird das Gestein großflächig aufgebrochen, so dass aus feinen Rissen das dort lagernde Gas entweichen kann. In den USA hat die Fördertechnik zu einem Sinken der Energiepreise geführt. Das seit über 50 Jahren praktizierte konventionelle Fracking, bei dem Gas aus sehr tief liegenden Hohlräumen gefördert wird, will die Bundesregierung unter strengen Umweltauflagen weiter erlauben.

Die Grünen warfen der Regierung vor, den Weg für Fracking im großen Stil zu ebnen. «Deutschland braucht ein Frackingverbot», sagte Fraktionschef Anton Hofreiter der dpa. Die Regierung habe sich für den Beschluss einen besonderen Tag ausgesucht. «Vor 15 Jahren gab es den Startschuss für das Erneuerbare-Energien-Gesetz - heute Fracking zu beschließen, gleicht einer Rückwärtsrolle in der Energiepolitik.»

Mi, 2015-04-01 03:31
Santiago de Chile (dpa)

Opferzahl nach Überflutungen in Chile steigt weiter an

Santiago de Chile (dpa) - Eine Woche nach Beginn der verheerenden Regenfälle im Norden Chiles ist die Opferzahl weiterhin ungewiss. Bislang wurden 23 Tote gemeldet, 57 Menschen werden vermisst, wie das Nachrichtenportal Emol am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Angaben des Katastrophenschutzes Onemi berichtete.

Auch mehrere der 33 Kumpel, die vor drei Jahren 69 Tage lang in einer verschütteten Mine überlebten, waren von den Überflutungen betroffen. Ihre Wohnungen seien von Schlamm überschwemmt worden. Zwei von ihnen waren mehrere Tage lang unauffindbar. Sie konnten aber in der Ortschaft Paipote ausgemacht werden, wo sie ohne Strom und Telefon vom Rest der Welt abgeschnitten waren, wie der Sender Radio Cooperativa berichtete.

Die eigentlich trockene Wüstenregion in dem südamerikanischen Staat war von den schlimmsten Niederschlägen seit 80 Jahren heimgesucht worden. In die betroffenen Regionen Atacama, Antofagasta und Coquimbo seien bislang 700 Tonnen Hilfsgüter entsandt worden, wie Regierungssprecher Álvaro Elizalde mitteilte. Den Stadtverwaltungen seien 6 Milliarden Peso (knapp 9 Millionen Euro) zur Überwindung der Notlage überwiesen worden.

Etwa 30 000 Wohnungen wurden durch Sturzfluten und Erdrutsche beschädigt. Die Regierung hat die Entsendung von 1200 Notunterkünften angekündigt, die von Donnerstag an in den betroffenen Gebieten installiert werden sollen. Wasserleitungen und Mobiltelefonverbindungen könnten in einigen Gegenden erst in knapp zwei Monaten normalisiert werden, erklärte am Dienstag der Verteidigungsminister Jorge Burgos, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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