Sa, 2015-03-28 10:51
Sanaa (dpa)

Die wichtigsten Akteure in der Jemen-Krise und Grafik Nr. 22442

Sanaa (dpa) - Schiitische Huthi-Rebellen haben den Jemen überrannt, Saudi-Arabien greift mit Luftschlägen von außen ein. Ein Überblick der wichtigsten Akteure im Machtkampf:

DIE HUTHIS sind ein schiitischer Volksstamm aus dem Nordjemen. Benachteiligung sowie Korruption und Vetternwirtschaft der Regierung lösten ihre Rebellion aus. Den Huthis geht es eher um Macht und Einfluss im Land als um Ideologie. Im vergangenen September eroberten rund 30 000 Anhänger die Hauptstadt Sanaa, Anfang des Jahres setzten sie dort Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und die Regierung in deren Häusern fest. Binnen weniger Wochen brachten sie die Westküste und den Süden des Landes unter Kontrolle.

PRÄSIDENT HADI gelang im Februar die Flucht aus Sanaa in die südjemenitische Stadt Aden, von wo aus er weiterzuregieren versuchte. Als die Huthis vorrückten, musste der von den USA und Saudi-Arabien unterstützte Staatschef auch seine dortige Residenz verlassen. Bei der Arabischen Liga hofft er nun auf Unterstützung.

SAUDI-ARABIEN will verhindern, dass eine Schiitenmiliz, die mit dem schiitischen Iran verbandelt sein soll, das bettelarme Nachbarland kontrolliert und aus dem Einflussbereich der Sunniten reißt. Seit Donnerstag fliegt die Monarchie Luftangriffe gegen Stellungen der Huthis und deren Verbündete. Der neue König Salman steht vor seiner ersten großen internationalen Bewährungsprobe. Als Financier vieler arabischer Staaten dominiert Riad indirekt die Arabische Liga und damit auch das weitere militärische Vorgehen im Jemen.

Der IRAN versucht als stärkster Rivale Saudi-Arabiens in der Region, via Jemen einen Fuß auf die Arabische Halbinsel zu bekommen. Das schiitische Land gilt als Verbündeter der Huthi-Rebellen und fordert einen Stopp der militärischen Angriffe Saudi-Arabiens.

EX-PRÄSIDENT ALI ABDULLAH SALIH schlug einst Aufstände der Huthis nieder, heute gilt er als heimlicher Verbündeter der Rebellen. Der Langzeitherrscher trat zwar Anfang 2012 nach Protesten zurück, zieht aber im Hintergrund weiter Strippen. Die UN werfen ihm vor, das Chaos im Jemen geschürt zu haben. Salihs Sohn Ahmed, ein ehemaliger einflussreicher General, soll wieder Truppen im Land befehligen.

AL-KAIDA AUF DER ARABISCHEN HALBINSEL (AQAP) ist der mächtigste Ableger des weltweit agierenden Terrornetzwerkes. Die sunnitischen Extremisten gelten als heimliche Gewinner im Machtpoker um den Jemen. Mit ihren Anschlägen gegen die schiitischen Huthis punkten sie vor allem bei ärmeren sunnitischen Stämmen.

Sa, 2015-03-28 10:44
Quito (dpa)

Mindestens 25 Tote bei schweren Unwettern in Ecuador

Quito (dpa) - Bei den schweren Unwettern in Ecuador ist die Zahl der Opfer nach Behördenangaben auf mindestens 25 gestiegen. Laut Medienberichten vom Samstag wurde mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Mindestens elf Menschen kamen in der Wüstenregion Atacama ums Leben, wo heftige Regenfälle zu Sturzfluten und Erdrutschen führten. Mindestens 19 Menschen galten in der Region als vermisst. Nach Blitzeinschlägen in der Hauptstadt Quito wurden zudem 52 Verletzte gezählt, 15 von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Sa, 2015-03-28 09:27
Santiago de Chile (dpa)

Neun Tote bei Unwettern in Chiles Wüstenregion vom 25.3.

Mancherorts lässt der Regen zwar nach. Doch im Norden Chiles herrscht nun Furcht vor Umweltschäden durch giftige Substanzen aus überfluteten Bergwerken.

Santiago de Chile (dpa) - Die Zahl der Toten bei den schweren Unwettern im sonst extrem trockenen Norden Chiles ist auf neun gestiegen. Noch würden 19 Menschen vermisst, teilten die Behörden am Freitag mit. «Bei der Räumung der Straßen kann die Zahl der Opfer noch ansteigen», erklärte der Leiter des Katastrophenschutzes, Onemi, Ricardo Toro.

Zudem seien Tausende Häuser beschädigt worden. Knapp 6000 Menschen mussten in Notunterkünften gebracht werden. Die von Wüste geprägten Regionen Atacama und Antofagasta erleben nach Regierungsangaben die schlimmsten Regenfälle in 80 Jahren. Mancherorts seien die Niederschläge inzwischen aber zurückgegangen.

Die Einwohner im Katastrophengebiet befürchten nach Medienberichten, dass durch die Überschwemmungen größere Mengen an gefährlichen Schwermetallen aus überfluteten Bergwerken austreten. Zudem drohe die Gefahr, dass alte Rückhaltebecken mit giftigen Bergwerksschlämmen bersten, hieß es. Die Regierung erklärte jedoch, die Situation sei unter Kontrolle.

Helfer verteilten in den betroffenen Ortschaften tonnenweise Lebensmittel, Trinkwasser, Matratzen sowie Plastikplanen, um Häuser behelfsmäßig abzudecken. Die Fluten hatten entlang eines rund 700 Kilometer langen Streifens Ortschaften unter Wasser gesetzt, Häuser fortgerissen und Schlammlawinen ausgelöst. Der Schulunterricht wurden in den betroffenen Regionen gestrichen.

Tausende Einwohner wurden zudem von der Außenwelt abgeschnitten oder flohen in Notunterkünfte. Staatschefin Michelle Bachelet hatte in dem Gebiet den Notstand ausgerufen und Militär entsandt, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen und Plünderungen vorzubeugen.

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Sa, 2015-03-28 08:41
Sanaa/Scharm el-Scheich (dpa)

Dutzende Tote im Jemen - Arabische Liga diskutiert Krise

Sanaa/Scharm el-Scheich (dpa) - Die Luftangriffe einer von Saudi-Arabien angeführten Koalition haben im Jemen bereits Dutzende Todesopfer gefordert. Allein in der Hauptstadt Sanaa seien bis zu 34 Menschen gestorben, teilte die Menschenrechtsorganisaton Human Rights Watch (HRW) am Samstag mit. Elf Tote seien bereits identifiziert worden, unter ihnen zwei Frauen und zwei Kinder.

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition arabischer Staaten hatte in der Nacht zum Donnerstag mit den Luftangriffen gegen Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen begonnen, um deren weiteren Vormarsch zu stoppen. Kampfflugzeuge griffen nach Angaben des Militärkommandos allein am Freitag 15 Ziele im Nord- und Südjemen an.

Die Staats- und Regierungschefs der Arabischen Liga wollen sich am Samstag im ägyptischen Scharm el-Scheich mit der Jemen-Krise befassen. Saudi-Arabien bemüht sich um eine Resolution, die ein militärisches Eingreifen gegen die Huthis unterstützt.

Die Huthis haben in den vergangenen Monaten große Teile des Landes und die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht. In dieser Woche stießen sie bis in die südjemenitische Hafenstadt Aden vor. Daraufhin bat die rechtmäßige Regierung arabische Nachbarländer, in den Konflikt einzugreifen. Die arabische Allianz wird logistisch von den USA unterstützt. Auch die Bundesregierung hält die Luftangriffe im Jemen für vereinbar mit dem Völkerrecht.

Sa, 2015-03-28 07:55
Ludwigshafen (dpa)

Die BASF, der Krieg und die I.G. Farben

Ludwigshafen (dpa) - Als 1914 der Erste Weltkrieg beginnt, werden viele Segnungen der Chemie bald in ihr Gegenteil verkehrt. Ammoniak, das die BASF nach aufwendigen Forschungen künstlich herstellt, um Dünger daraus zu machen, wird plötzlich zur Herstellung von Munition gebraucht. Chlor und Phosgen, laut BASF wichtige Zwischenprodukte für die Herstellung von Farbstoffen oder Arzneimitteln, werden zur Produktion von Giftgas genutzt. 1918 macht die BASF 78 Prozent ihres Umsatzes mit Kriegsmaterial, wie Jeffrey Allan Johnson in dem Buch «Die BASF. Eine Unternehmensgeschichte» schreibt.

1925 gibt das Unternehmen seine Selbstständigkeit auf und fusioniert mit Bayer, Hoechst und drei anderen Chemie-Riesen zur «Interessengemeinschaft Farben». Der Chemiekonzern wird ein wichtiger Lieferant für die Rüstungsindustrie. Im Zweiten Weltkrieg setzt er Zehntausende von Zwangsarbeitern ein. Er ist außerdem mit der Degussa AG an der Deutschen Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch) beteiligt, die das Giftgas Zyklon B herstellt. Damit werden Millionen Juden in den Konzentrationslagern ermordet.

Der Konzern finanziert außerdem das in der Nähe des Vernichtungslagers Auschwitz errichtete Konzentrationslager Monowitz. Dessen Häftlinge müssen am Bau des gleichnamigen I.G.-Werkes mitarbeiten. Schätzungen zufolge seien 20 000 bis 25 000 der Insassen gestorben, schreibt der Historiker Raymond G. Stokes. Die BASF wird nach der Entflechtung der I.G. Farben 1952 neu gegründet. Sie ist später eines von 16 Gründungsmitgliedern der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft «Erinnerung, Verantwortung, Zukunft». Aus ihr geht die Stiftung EVZ hervor, die Zahlungen an NS-Zwangsarbeiter leistet. BASF beteiligt sich mit etwa 70 Millionen Euro.

Sa, 2015-03-28 07:50
Ludwigshafen (dpa)

Was produziert die BASF?

Substanzen für Hygieneartikel, Batteriematerialien, Vitamine: Das BASF-Portfolio umfasst zahlreiche Positionen. Insgesamt hat der größte Chemiekonzern seine Aktivitäten in fünf Segmente unterteilt.

Ludwigshafen (dpa) - Die Bandbreite der BASF reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis zu Öl und Gas.

- Im Segment «Chemicals» ist das Geschäft mit Basischemikalien und Zwischenprodukten gebündelt. Dazu gehören Lösemittel, Weichmacher, Leime und Elektronikchemikalien. Ferner Ausgangsstoffe für Waschmittel, Kunststoffe, Textilfasern, Farben und Lacke sowie für Medikamente und Pflanzenschutz. Außerdem werden andere BASF-Segmente mit Chemikalien beliefert und verarbeiten diese weiter.

- Zum Segment «Performance Products» zählen Vitamine und andere Lebensmittelzusatzstoffe. Außerdem Inhaltsstoffe für Pharmazeutika, Körperpflege und Kosmetik sowie für Hygieneartikel und Haushaltspflegeprodukte. Auch Produkte für die Papierindustrie sowie für die Gewinnung von Öl, Gas und Erzen gehören zu diesem Bereich, ferner für die Wasseraufbereitung.

- «Functional Materials & Solutions» heißt das Segment, in dem BASF neben Dienstleistungen sowie branchen- und kundenspezifischen Systemlösungen neue Produkte für die Chemie-, Elektro-, Automobil- und Bauindustrie vereint, ebenso wie für Anwendungen in Haushalt, Sport und Freizeit. Dazu gehören Katalysatoren, Batteriematerialien und technische Kunststoffe sowie Polyurethansysteme, Auto- und Industrielacke. Ferner Fliesenkleber, Bautenanstrichmittel und Betonadditive.

- Im Segment «Agricultural Solutions» vereint das Unternehmen unter anderem seine Aktivitäten in den Bereichen Pflanzenschutz und Saatgutbehandlung. Auch die Forschung in der Pflanzenbiotechnologie gehört dazu. Themen sind unter anderem eine leistungsfähigere Landwirtschaft sowie eine gesündere Ernährung und die Gewinnung von nachwachsenden Rohstoffen.

- Im Segment «Oil & Gas» fasst die BASF ihre Erkundungs- und Förderaktivitäten auf mehreren Kontinenten zusammen. Auch die Gemeinschaftsprojekte mit dem russischen Energieriesen Gazprom beim Transport und bei der Speicherung von Erdgas sowie im Erdgashandel zählen zu dieser Sparte.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Sa, 2015-03-28 07:47
Ludwigshafen (dpa)

150 Jahre BASF - von der Farbstofffabrik zum Weltkonzern (Foto aktuell/Archiv

Ludwigshafen (dpa) - Die BASF hat sich von einem Hersteller synthetischer Farbstoffe zum größten Chemiekonzern der Welt entwickelt. Hier wichtige Stationen:

6.4.1865: Der Leuchtgasfabrikant Friedrich Engelhorn gründet in Mannheim mit Partnern die Aktiengesellschaft «Badische Anilin- & Soda-Fabrik» (BASF). Sie soll aus Steinkohlenteer synthetische Farbstoffe gewinnen.

1869: Der BASF gelingt mit zwei Berliner Forschern die erste Synthese eines natürlichen Farbstoffs. Das rote Alizarin wird zum ersten weltweiten Verkaufserfolg des Unternehmens.

1872: BASF beginnt mit dem Bau von Arbeiterwohnungen. Ab 1884 gibt es eine Betriebskrankenkasse.

1897: Nach jahrelanger und teurer Forschung gewinnt die BASF das Rennen um die Synthese des umsatzstarken Farbstoffs Indigo, des «Königs der Farbstoffe».

1900: Bei der Weltausstellung in Paris bezeichnet sich die BASF als das «größte Etablissement ihrer Art».

1908: Nach grundlegenden Arbeiten des Karlsruher Professors Fritz Haber beginnt ein BASF-Team unter Leitung von Carl Bosch mit der Realisierung der Ammoniaksynthese im industriellen Maßstab.

1913: BASF nimmt die weltweit erste Ammoniakanlage in Betrieb und steigt damit in die industrielle Düngemittelproduktion ein. Synthetisches Ammoniak löst Indigo als Wachstumsmotor ab.

1914: Weil Deutschland bald nach Kriegsbeginn keinen Chilesalpeter mehr erhält und seinem Heer schon Ende 1914 Munitionsmangel droht, wird synthetisches Ammoniak zu einem wichtigen Rohstoff für die Kriegswirtschaft.

1918: Nach Kriegsende ist die führende Position deutscher Farbenfabriken auf dem Weltmarkt verloren.

1921: Bei einer Explosion im BASF-Werk in Oppau sterben 561 Menschen, Werk und Ort werden schwer zerstört. Es ist das größte Unglück in der Geschichte der deutschen Industrie.

1925: Angesichts der unruhigen politischen Lage fusioniert die BASF mit Bayer, Hoechst und drei weiteren Firmen zur I.G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft (I.G. Farben). Die BASF-Werke in Ludwigshafen, Oppau und Leuna bilden künftig die Betriebsgemeinschaft Oberrhein.

1929: Mit der Styrolsynthese bricht die Ära der Kunststoffe an.

1931: Carl Bosch erhält zusammen mit Friedrich Bergius den Chemie-Nobelpreis für die Entdeckung chemischer Hochdruckverfahren wie der Ammoniaksynthese.

1933: Mit der Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler prägt zunehmend der Nationalsozialismus den Alltag in den benachbarten Werken Ludwigshafen und Oppau.

1934: Im Werk Ludwigshafen wird das Magnetophonband produziert.

1940: Im Juni beginnen die ersten Luftangriffe alliierter Bomber auf die Werke Ludwigshafen und Oppau. 1945 sind von 1470 Fabrikgebäuden 33 Prozent völlig zerstört und nur sechs Prozent unbeschädigt.

1948: Bei der Explosion eines Kesselwagens sterben auf dem Werksgelände in Ludwigshafen 207 Mitarbeiter. Viele neu errichtete Gebäude werden zerstört.

1951: BASF beginnt mit der Produktion von Styropor, das zu einem weltweiten Erfolg wird.

1952: Die Badische Anilin- & Soda-Fabrik wird nach Entflechtungsverhandlungen neu gegründet.

1957: Die BASF bezieht im Stammwerk das erste deutsche Hochhaus mit einer Stahlbetonkonstruktion.

1958: Zusammen mit der Dow Chemical Company gründet BASF in den USA ein Joint Venture und legt damit den Grundstein für ihre US-Aktivitäten.

1964: Der BASF-Standort im belgischen Antwerpen wird gegründet. Er wird zum zweitgrößten Verbundstandort in Europa.

1965: In Ludwigshafen wird der Steamcracker I fertiggestellt, eine Riesenanlage, die aus Rohbenzin (Naphta) die Schlüsselprodukte Ethylen und Propylen erzeugt.

1968: Mit dem Erwerb der Nordmark-Werke steigt die BASF in die Pharmabranche ein. 2001 trennt sie sich von der Pharmasparte.

1969: BASF schließt sich mit dem Erdöl- und -gasproduzenten Wintershall zusammen und sichert sich damit den Zugang zu petrochemischen Grundstoffen.

1969: Die BASF übernimmt die Elastomer/Elastogran-Gruppe in Europa. Das eröffnet ihr den Zugang zu den Polyurethanen. Diese Kunststoffe werden im Fahrzeugbau sowie im Sport- und Freizeitbereich verwendet.

1974: Bestimmte Teile von Playmobil-Männchen werden aus dem BASF-Kunststoff Ultraform hergestellt.

1997: Die BASF verkauft ihre weltweiten Magnetbandaktivitäten an die koreanische Kohap-Gruppe.

1999: Mit dem schwedischen Saatguthersteller Svalöf Weibull gründet die BASF ein Unternehmen für die Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenbiotechnologie, die BASF Plant Science.

2003: Die BASF-Tochter Wintershall und der russische Erdgasproduzent Gazprom gründen das Joint Venture Achimgaz, um Erdgas in Westsibirien zu fördern. Damit wird erstmals ein deutscher Produzent bei der Erdgasförderung in Russland aktiv.

2005: Mit dem chinesischen Unternehmen Sinopec nimmt BASF den Verbundstandort im chinesischen Nanjing in Betrieb. Dazu gehören ein Steamcracker und neun nachgeschaltete Anlagen.

2006: BASF übernimmt die US-amerikanische Engelhard Corporation und wird damit nach eigenen Angaben zum weltweit führenden Anbieter von Katalysatoren.

2010: BASF schließt die Übernahme des Spezialchemieunternehmens Cognis (Monheim am Rhein) ab und wird damit zum Marktführer für Inhaltsstoffe, die für Körperpflegeprodukte gebraucht werden.

2012: BASF kündigt an, den europäischen Markt für Pflanzenbiotechnologie weitgehend aufzugeben und den Sitz seines Tochterunternehmens in die USA zu verlegen. Gegen die BASF-Gen-Kartoffel «Amflora» hatte es immer wieder Proteste gegeben.

2012: Im BASF-Stammwerk erfolgt der Spatenstich für eine Anlage zur Herstellung des Kunststoffgrundprodukts TDI. Mit einem Volumen von etwa einer Milliarde Euro ist es die größte Investition der BASF.

2014: BASF eröffnet am Standort Thane in Indien ein globales Forschungs- und Entwicklungszentrum und legt in Shanghai den Grundstein für die zweite Bauphase eines Forschungs- und Entwicklungszentrums. Die Maßnahmen gehören zu dem Ziel, Forschung und Entwicklung zu globalisieren.

Sa, 2015-03-28 07:45
Ludwigshafen (dpa)

«Ein Unternehmen ist kein Museum»: 150 Jahre BASF Von Jasper Rothfels, dpa /Archiv und Grafik Nr. 22450 (Sendung Grafik am Sonntag, ca 1200

Seine ausgeklügelte Produktionsstruktur hat den Chemieriesen BASF weltweit an die Spitze gebracht. Jetzt wird er 150 Jahre alt. Der Rückblick zeigt: Die Produktpalette hat sich im Lauf der Zeit kräftig gewandelt.

Ludwigshafen (dpa) - Für den weltgrößten Chemiekonzern BASF war Energie schon immer ein Thema. Um 1970 herum wollte das Unternehmen an seinem Ludwigshafener Standort sogar ein eigenes Atomkraftwerk bauen, aber die Behörden verschärften die Sicherheitsvorschriften, und das Projekt wurde zu teuer. Das ist nur eine Episode aus der wechselvollen Geschichte des Chemieriesen, der vom Jeans-Farbstoff über Magnetband und Styropor bis zu Düngemitteln und Babywindel-Kunststoff zahlreiche Produkte entwickelt hat. Am 6. April vor 150 Jahren wurde sein Grundstein gelegt.

Das Portfolio hat sich in der Zwischenzeit nicht nur kräftig entwickelt, es wurde auch kräftig umgeformt. Die Düngemittel, ab Beginn des 20. Jahrhunderts lange das wichtigste Produkt, gehören seit ein paar Jahren nicht mehr dazu, ebenso das BASF-Magnetband. «Ein Unternehmen ist kein Museum, in das man einmal die Bilder hängt, um sie dann immer wieder zu betrachtet, sondern befindet sich in ständigem Wandel», sagt Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel.

Wichtigste Branche derzeit ist für die BASF der Automobilsektor, für den sie unter anderem Katalysatoren, Lacke und Kunststoffe herstellt und dem sie 13 Prozent ihres Umsatzes verdankt. Und in Zukunft? «Die Mutter aller Trends ist die demografische Entwicklung», sagt Engel. Die Weltbevölkerung wachse und strebe nach besseren Lebensverhältnissen, etwa nach sauberem Wasser oder besserem Wohnraum. Auch nach mehr Autos, etwa in China und Indien. «Und das ist etwas, woran wir teilhaben wollen.»

Dass das weltweit führende Chemieunternehmen ausgerechnet in Deutschland entstand, führt der Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser unter anderem auf das BASF-eigene Produktionsprinzip des «Verbunds» zurück. Damit wird ein Netzwerk von Betrieben bezeichnet, die über Produktions- und Energieströme verbunden sind und so Rohstoffe und Kosten sparen. Im Zentrum steht jeweils eine Riesenanlage, in der Rohbenzin mit Wasserdampf unter anderem in die Grundstoffe Ethylen und Propylen zerlegt wird. Allein das Ethylen ist laut BASF Ausgangsstoff für rund 30 Prozent aller Petrochemikalien. Weitere Anlagen verwandeln die Produkte des «Steamcracker» in Rohstoffe für andere Anlagen. Die Produktion werde so intelligent organisiert, dass es so gut wie keinen Abfall gebe, sagt IG BCE-Landeschef Francesco Grioli.

Mit dem von Ingenieuren perfektionierten System sei es gelungen, die klassischen chemischen Produkte weltweit am billigsten herzustellen, sagt Abelshauser, Herausgeber des Buchs «Die BASF. Eine Unternehmensgeschichte. Das in Ludwigshafen entwickelte Prinzip wurde ab 1964 exportiert, inzwischen gibt es sechs Verbundstandorte auf drei Kontinenten. «Wir rechnen mit insgesamt einer Milliarde Euro jährlichen Einsparungen, die aus dem Verbundkonzept am Standort Ludwigshafen und an anderen Verbundstandorten resultieren», sagt Engel. Hinzu kam laut Abelshauser, dass das Unternehmen nicht nur Produkte verkaufte, sondern vor allem das Know-How, was man mit ihnen machen kann. «Während man am billigsten produziert hat, hat man am teuersten verkaufen können», sagt der Historiker. Um die Jahrhundertwende herum erreichte den Vorstand dann laut Abelshauser die Nachricht: «Wir sind der Welt größter chemischer Betrieb!»

Die Verbund-Idee war bereits angeklungen, als der Leuchtgasfabrikant Friedrich Engelhorn die «Badische Anilin- & Sodafabrik» 1865 ins Leben rief. Er wollte aus Teer synthetische Farben gewinnen - ein neues und einträgliches Produkt. Aus Kostengründen sollten die Hilfsstoffe gleich im Werk mitproduziert werden.

«Die BASF reiht sich ein in die Entstehungsgeschichte einer ganz neuen Generation von Branchen», sagt Abelshauser. Zu diesen «neuen Industrien», die ab 1860 zuerst in Deutschland entstehen, zählen neben der Großchemie auch Maschinenbau und Elektrotechnik. Die Kolonialmacht England, die die Industrialisierung zu einer gewissen Perfektion gebracht hatte, kennt diese Entwicklung nicht. Sie konzentriert sich zu dieser Zeit darauf, überall in der Welt zu investieren - mit ihrer Flotte im Rücken, die die Investments sichert. Die Deutschen wollen auch am Weltmarktboom teilhaben, aber ihnen fehlt die direkte Möglichkeit, im Ausland zu investieren - «sie mussten es über Waren machen, über Produkte machen, die dann auf dem Weltmarkt abgesetzt werden konnten», erklärt Abelshauser. «Das war sozusagen der deutsche Weg.»

Die «neuen Industrien» können auch auf die Forschungsergebnisse der deutschen Universitätslandschaft zurückgreifen, die weltweit führend ist. Bald verfolgen sie das Ziel, die Erkenntnisse der Professoren in die Praxis zu übertragen, indem sie große Anlagen bauen, die für den Markt produzieren. Dazu gehört auch der Ansatz, viele Rohstoffe - etwa Ammoniak - synthetisch herzustellen. Aus Abelshausers Sicht ist das typisch für die «neuen Industrien»: Die Fähigkeit, Neuerungen - auch fachfremder Art - «wie ein Schwamm» zu absorbieren, hätten die deutschen «Brot-und-Butter-Branchen» bis heute so erfolgreich gemacht.

«Es gab auch problematische Phasen - etwa von 1965 bis zur Jahrhundertwende», sagt er. In dieser Zeit wurden die Weichen dafür gestellt, dass die BASF - im Gegensatz zu den Konkurrenten Hoechst und Bayer - weitgehend der Chemie treublieb: Das Unternehmen hatte sich auf den Konsumgütermärkten für Tonbänder, Textilfasern und Arzneimittel engagiert, weil dort eine höhere Rendite lockte. Aber BASF habe es nicht geschafft, diese Märkte zu bestimmen und alle drei wieder verlassen - «teilweise mit hohen Verlusten», sagt Abelshauser.

Der Pharmaverkauf von 2001 wird von manchem heute noch kritisch gesehen, denn BASF gab damit auch einen vielversprechenden Anti-Rheuma-Wirkstoff aus der Hand, mit dem der Käufer Milliarden umsetzt. Engel verteidigt die Entscheidung aber. Bei Pharma komme es auf Forschung und Vertrieb an. «Bei beidem waren wir zu klein und hätten einen Quantensprung machen müssen», sagt er. BASF habe bei Pharma damals auf Rang 30 gelegen.

Sa, 2015-03-28 05:17
Kiel (dpa)

Finger, Füße, Ohren - die Spuren der Verbrecher

Kiel (dpa) - Bei der Suche nach Verbrechern sichern Ermittler seit jeher Spuren am Tatort. Im Lauf der Jahre wurden immer neue Verfahren entwickelt. Einige Beispiele:

FINGERABDRÜCKE: Seit gut 100 Jahren nutzen Polizisten Spuren, die das Muster der feinen Hautoberfläche nachzeichnen. Wurden Spuren einst mit Pinsel und Pulver gesichert, läuft die Abnahme heute auch schon per Scanner.

GENTEST: Mit Hilfe des Abgleichs der menschlichen Erbsubstanz DNA können Verdächtige überführt und Unschuldige entlastet werden. Für die Untersuchung genetischen Materials genügen geringste Spuren - etwa Hautschuppen, Haare, Sperma, Schweiß oder Speichelreste.

OHRABDRÜCKE: Substanzen an der Ohrhaut bilden einen Abdruck, den Experten mit Spuren von früheren Tatorten vergleichen können. Ohrgröße, Knorpelformen oder Ohrringe können Polizisten auf die richtige Spur bringen.

SCHUHABDRÜCKE: Zur klassischen Kriminaltechnik gehören umfangreiche Schuhspurensammlungen. Die Spur wird auf eine Folie aufgebracht, fotografiert und im Computer mit anderen verglichen. Ein Stein in der Sohle oder ein schiefer Absatz können so zum Verbrecher führen.

FASERN: Am Tatort gefundene Fasern und textile Mikrospuren, die mit dem bloßen Augen nicht sichtbar sind, werden in aufwendigen Verfahren unter dem Mikroskop untersucht. Ergebnisse etwa zu Art und Farbe der Textilien werden mit Kleidungsstücken von Verdächtigen verglichen.

SCHMAUCHSPUREN: Jeder Schuss setzt mikroskopisch kleine Partikel frei, die an der Hand des Schützen und seiner Kleidung nachweisbar sind. Die Auswertung dieser Spuren kann auch über die Entfernung und Richtung des Schusses Auskunft geben.

Sa, 2015-03-28 04:30
Berlin (dpa)

Nouripour: Berlin muss zwischen Teheran und Riad vermitteln vom 26.3.)

Berlin (dpa) - Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour erhofft sich angesichts der Eskalation im Jemen-Konflikt eine stärkere Vermittlerrolle Deutschlands. «Die Bundesregierung und die EU müssen gemeinsam mit den USA versuchen, Saudi-Arabien und Iran an einen Tisch zu kriegen», sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion der Deutschen Presse-Agentur. Es sei bedauerlich, dass Berlin bislang eine so passive Rolle spiele. Zudem sei es unverantwortlich gewesen, über Jahre deutsche Waffen in die Krisenregion geliefert zu haben.

Das Auswärtige Amt bezeichnet die vom sunnitischen saudischen Königreich angeführte Militärintervention gegen den Vormarsch der schiitischen Huthi-Milizen im Nachbarland als legitim. Die Huthis sollen in dem Konflikt Unterstützung vom schiitischen Iran erhalten. Der Deutsch-Iraner Nouripour warnt: «Die Lage in Jemen ist eine Bedrohung für den Weltfrieden, weil nun eine direkte militärische Konfrontation zwischen Iran und Saudi-Arabien droht. Die Lunte, die da gerade brennt, ist sehr, sehr kurz.» Saudi-Arabien nutze die Situation im Jemen wohl auch, um als Nebeneffekt einen Durchbruch in den Atomgesprächen mit Iran zu verhindern.

Nouripour weist auf die Schattenseiten der von Deutschland und dem Westen verfolgten Strategie zur Ertüchtigung der autokratisch regierten Golfstaaten gegen den Terror hin. Deutschland habe jahrelang Waffen an Länder gegeben, aus denen Gruppen finanziert worden seien, die auch die Bundeswehr bekämpft hätten. «Was hat das mit einer verantwortungsvollen Außensicherheitspolitik zutun? Das ist einfach absurd.»

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) verhängte kürzlich ein vorläufiges Exportverbot für schwere Waffen an Saudi-Arabien. Aus Sicht der Grünen macht das die Versäumnisse der Vergangenheit nicht wett: «Waffen lösen sich nicht in Luft auf. Die bleiben in der Region und werden für den nächsten Konflikt aufbewahrt», sagte Nouripour. 

Sa, 2015-03-28 04:15
Sanaa (dpa)

Saudis suchen bei Arabischer Liga Rückendeckung für Jemenkrieg (Foto aktuell und Grafik Nr. 22442

Das radikalsunnitische Königreich Saudi-Arabien schart die arabischen Staaten hinter sich für seinen Krieg gegen die Huthis. Doch das könnte den Konflikt mit dem Schiitenstaat Iran verschärfen.

Sanaa (dpa) - Nach zwei Tagen intensiver Bombenangriffe im Jemen sucht Saudi-Arabien nun Rückendeckung von der Arabischen Liga für seinen Krieg gegen die schiitischen Huthi-Milizen. Am Liga-Gipfel an diesem Wochenende im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich nimmt auch der von den Huthis entmachtete jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi teil. Hadi war von den Saudis aus dem Jemen geholt worden.

Es wird erwartet, dass die arabischen Monarchen und Staatsoberhäupter die Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Sunnitenallianz unterstützen. Diskutiert werden soll laut Medienberichten auch über den Einsatz von Bodentruppen gegen die Huthis.

Die Arabische Liga soll zudem die Bildung einer panarabischen Kriseneingreiftruppe beschließen. Anlass ist die Gefährdung mehrerer Liga-Staaten durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die nach ihren Eroberungen in Syrien und im Irak Ableger auf dem ägyptischen Sinai, in Libyen und anderen Staaten gebildet hat. Die Außenminister der Arabischen Liga hatten sich bereits für den von Ägypten eingebrachten Vorschlag der Eingreiftruppe ausgesprochen.

Am Freitag hatten die Luftwaffen Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten den zweiten Tag in Folge Huthi-Einrichtungen in Sanaa - darunter den Präsidentenpalast - und an anderen Orten des Jemens angegriffen. Auch Versorgungsrouten sowie der Fliegerhorst Anad 50 Kilometer nördlich der Hafenstadt Aden seien bombardiert worden, sagte der Bündnis-Sprecher Ahmed Assiri. Kampfhubschrauber hätten den Huthis zudem in Saada nahe der saudischen Grenze zugesetzt.

Der saudische Sprecher rief Zivilisten auf, Huthi-Gebiete zu meiden. Den Huthis warf er vor, sich in Wohngebieten zu verschanzen. Viele Menschen flohen in Panik aus Sanaa, wie Augenzeugen berichteten.

Die Bundesregierung hält die - von den USA unterstützten - Luftangriffe im Jemen für vereinbar mit dem Völkerrecht, weil Jemens Regierung um Hilfe gebeten habe. «Wir haben keine Zweifel an der Legitimität», erklärte das Außenministerium. Allerdings hoffe Berlin auf eine nur kurze Militärintervention und eine politische Lösung. US-Präsident Barack Obama betonte am Freitag in einem Telefonat mit dem saudischen König seine Unterstützung für das Vorgehen der Koalition.

Der den Huthis nahe stehende frühere jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih rief am Freitag zu einem Ende der Kämpfe und einem Dialog auf. Laut der Website Yemen Press plädierte Salih für die Wiederaufnahme der Gespräche der jemenitischen Konfliktparteien unter UN-Vermittlung. Die Gespräche sollten aber außerhalb des Landes stattfinden.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif warnte, «strategische Fehleinschätzungen und übermotivierte Ambitionen einiger Länder» könnten für die Region verheerende Folgen haben. Die Huthis sollen in dem Konflikt Unterstützung vom schiitischen Iran erhalten. Mit dem Militäreinsatz «Sturm der Entschlossenheit» will Saudi-Arabien auch den Einfluss Teherans in der Region eindämmen.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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