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Do, 2016-02-11 12:45
Berlin/Bayanga, Zentralafrikanische Republik (WWF)

Gorillas im Baby-Glück

Malui und Makumba sind Eltern geworden. Die beiden westlichen Flachlandgorillas leben im Dzanga Sangha Schutzgebiet in der zentralafrikanischen Republik und sind das erste habituierte Gorillapaar des Schutzgebietes, das Zwillinge bekommen hat. Vor 16 Jahren wurde dort begonnen einzelne Gorillagruppen langsam an die Präsenz von Menschen zu gewöhnen. Daher lassen die Eltern nun kurze Einblicke auf ihr Babyglück zu, anstatt wie üblich jedem Zusammentreffen mit Menschen strikt aus dem Weg zu gehen. Mutter Malui hat die Zwillinge am 25 Januar geboren und trägt sie seitdem eng mit sich umher, während Silberrücken Makumba stets aufmerksam und beschützend in ihrer Nähe weilt.

Gorillas bilden einen Familienverbund, der vom Silberrücken, dem dominanten Männchen, angeführt wird. In der Regel gehören zur Familie mehrere Weibchen und vier bis fünf Jungtiere. In diesem Fall gibt es noch zwei weitere Weibchen, die Teil des Familienverbunds sind. Eine Gorilla-Schwangerschaft dauert ca. 37 Wochen, Zwillinge sind beim westlichen Flachlandgorilla selten.
 
„Der Gorilla-Zwillingsnachwuchs lässt unsere Herzen höher schlagen und macht alle sehr glücklich, die sich seit 16 Jahren vor Ort in Dzangha-Sangha für ihren Schutz einsetzen. Doch diese beiden kleinen Babys müssen sich in einer Welt durchsetzen, in der Abholzung der Regenwälder ihren Lebensraum bedroht und der mit der industriellen Abholzung einhergehende Straßenbau die Jagd auf Gorillas fördert, deren Fleisch als sogenanntes „Bushmeat“ auf lokalen Märkten landet“, sagt Johannes Kirchgatter, Afrika-Referent für den WWF Deutschland. Als meist tagaktive, relativ große und laute Tiere, die sich oft in Gruppen aufhalten, seien sie für Wilderer einfache Ziele.
 
Seit über 20 Jahren kämpft der WWF Deutschland im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet für den Erhalt des einzigartigen Naturparadieses, das 2012 als Teil des Drei-Länder Schutzgebiets Sangha Trinational in die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde. In Dzangha Sangha leben viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie Waldelefanten, Schimpansen, Bonobos und Bongoantilopen. Zudem ist das Schutzgebiet Heimat von etwa 3000 der letzten Westlichen Flachlandgorillas. Ziel der Gorilla-Arbeit ist es, einerseits ihre Krankheiten und andere Bedrohung noch besser zu verstehen, um die Tiere effektiver zu schützen. Anderseits bieten die an den Menschen gewöhnten Gorillas eine der wenigen Möglichkeiten für den Aufbau eines nachhaltigen Ökotourismus in der Region.

Vor drei Jahren wurde die Regierung der Zentralafrikanischen Republik gestürzt, seitdem ist auch die Arbeit  im weit von der Hauptstadt Bangui entfernten Schutzgebiet deutlich schwieriger geworden.
 

Do, 2016-02-11 11:38
Berlin (dpa)

Experten: Klimawandel als Fluchtursache nicht überschätzen

Berlin (dpa) - Der Klimawandel sollte nach Ansicht von Wetter- und Friedensforschern bei aller Dramatik als Ursache für massenhafte Migration, Fluchtbewegungen und potenzielle Konflikte nicht überschätzt werden. So könne das aktuelle Beispiel Syrien nicht für die These herhalten, dass etwa Dürren zwangsläufig zu Migration und im schlimmsten Fall zum Bürgerkrieg führten, sagte die Hamburger Vertretungsprofessorin für Internationale Sicherheitspolitik, Christiane Fröhlich, am Donnerstag in Berlin.

Zwar habe auch in Syrien während der schweren Dürreperiode von 2006 bis 2010 die Binnenmigration zugenommen, «doch war weder die Dürre ihr einziger Auslöser, noch waren es die «Klimamigranten», die die Proteste gegen die Assad-Regierung initiierten». Vielmehr habe das Regime selbst durch die Streichung von Subventionen und andere liberale Wirtschaftsreformen, also durch falsche Politik, den Druck auf die notleidende Bevölkerung erhöht.

Fröhlich wandte sich auf der Basis eigener Befragungen syrischer Bauern und Landarbeiter 2014/15 gegen ein vermeintlich unausweichliches Szenario mit vielen Millionen Klimaflüchtlingen, wie es in US-Studien gezeichnet werde. Bei der Berliner Veranstaltung des Deutschen Klima-Konsortiums hoben Fröhlich und der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Paul Becker, hervor, dass die Beziehungen zwischen Klimawandel, Migration und Sicherheit eine intensive Zusammenarbeit zahlreicher Forschungsdisziplinen erfordere.

Do, 2016-02-11 11:20
Berlin (dpa)

Experten: Klimawandel als Fluchtursache nicht überschätzen

Berlin (dpa) - Der Klimawandel sollte nach Einschätzung von Wetter- und Friedensforschern bei aller Dramatik als Ursache für massenhafte Migration, Fluchtbewegungen und potenzielle Konflikte nicht überschätzt werden. So könne das aktuelle Beispiel Syrien nicht für die These herhalten, dass etwa Dürren zwangsläufig zu Migration und im schlimmsten Fall zum Bürgerkrieg führten, sagte die Hamburger Vertretungsprofessorin für Internationale Sicherheitspolitik, Christiane Fröhlich, am Donnerstag in Berlin.

Zwar habe auch in Syrien während der schweren Dürreperiode von 2006 bis 2010 die Binnenmigration zugenommen, «doch war weder die Dürre ihr einziger Auslöser, noch waren es die «Klimamigranten», die die Proteste gegen die Assad-Regierung initiierten». Vielmehr habe das Regime selbst durch die Streichung von Subventionen und andere liberale Wirtschaftsreformen, also durch falsche Politik, den Druck auf die notleidende Bevölkerung erhöht.

Fröhlich wandte sich auf der Basis eigener Befragungen syrischer Bauern und Landarbeiter 2014/15 gegen ein vermeintlich unausweichliches Szenario mit vielen Millionen Klimaflüchtlingen, wie es in US-Studien gezeichnet werde. Bei der Berliner Veranstaltung des Deutschen Klima-Konsortiums hoben Fröhlich und der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Paul Becker, hervor, dass die Beziehungen zwischen Klimawandel, Migration und Sicherheit eine intensive Zusammenarbeit zahlreicher Forschungsdisziplinen erfordere.

Do, 2016-02-11 11:36
Berlin (dpa)

Böden verschlechtern sich weltweit stark - 300 Milliarden Euro Kosten

Berlin (dpa) - Die Böden auf etwa 30 Prozent der Landfläche weltweit verschlechtern sich einer Studie zufolge deutlich. Fruchtbarkeit und Produktivität verringerten sich demnach in den vergangenen 30 Jahren auf Weide- und Ackerland ebenso wie auf Waldflächen. Betroffen seien arme wie reiche Länder, insgesamt ein Lebensraum von 3,2 Milliarden Menschen. Der Trend sei «signifikant negativ», sagte der Mitherausgeber, Joachim von Braun (Universität Bonn), am Donnerstag in Berlin.

Die Kosten dieses Prozesses wurden auf 300 Milliarden Euro jährlich beziffert. Als eine der Ursachen nennen die Forscher nicht nachhaltige Landnutzung. Das internationale Team hatte etwa Satellitendaten ausgewertet und Länder-Studien angefertigt. Um die Kosten zu berechnen, bezog es neben dem Wert landwirtschaftlicher Erzeugnisse auch Folgen für Wasser, Artenvielfalt und Klima ein.

Do, 2016-02-11 11:36
Philadelphia (dpa)

70 Jahre ENIAC: 17 468 Röhren im ersten Universalcomputer der Welt Von Christoph Dernbach, dpa

Wer hat den Computer erfunden? Eine Antwort auf diese Frage fällt nicht leicht. Neben dem Deutschen Konrad Zuse kann ein Team aus den USA eine Pionierrolle beanspruchen: Vor 70 Jahren präsentierten die Forscher den ENIAC I, den ersten elektronischen Universalcomputer.

Philadelphia (dpa) - Mitten im Zweiten Weltkrieg machten sich zwei US-Wissenschaftler auf den Weg, der Artillerie der US-Army bei der komplizierten Berechnung von Flugbahnen helfen. Der Physiker John William Mauchly und der Ingenieur John Presper Eckert starten 1942 mit ihren Entwürfen für eine gewaltige Maschine, die unter dem Namen ENIAC I («Electronical Numerical Integrator and Computer») in die Technikgeschichte eingehen sollte.

Die konkrete Entwicklung des ENIAC I begann allerdings erst ein Jahr vor der Landung der Alliierten in der Normandie. Und als der ENIAC I schließlich am 15. Februar 1946 in einem Artikel der «New York Times» der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hatten die Alliierten ihre Gegner Deutschland und Japan bereits niedergerungen. Mit dem aufziehenden Kalten Krieg änderte sich dann der Verwendungszweck des Rechenmonstrums: Der ENIAC I wurde von US-Wissenschaftlern in Los Alamos verwendet, um die Zerstörungskraft der ersten Wasserstoffbombe zu berechnen.

Der ENIAC I war groß wie eine Wohnung, 27 Tonnen schwer und verfügte dabei noch nicht einmal über einen Bildschirm. Für den Betrieb waren 17 468 Elektronenröhren und 7200 Dioden notwendig, die 150 Kilowatt elektrischer Leistung verschlangen. Da beinahe ständig einzelne Röhren ausfielen, war der Rechner ziemlich unzuverlässig. Allerdings arbeitete der ENIAC I im Vergleich zu seinen mechanischen Vorgängern seine Rechenschritte deutlich schneller ab. So konnte die Riesenmaschine rund 5000 Rechenoperationen pro Sekunde bewältigen, etwa 1000 Mal schneller als mechanische Rechner. Im Vergleich: Ein aktuelles Smartphone kann in einer Sekunde über 30 Milliarden Instruktionen stemmen.

Die Programmierung ENIAC I war äußerst kompliziert, denn für jede Programmänderung mussten die technischen Komponenten neu verkabelt werden. «Das war eine anstrengende und anspruchsvolle Tätigkeit, die von den sogenannten ENIAC-Frauen erledigt wurde», erläutert Andreas Stolte vom Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn. Die ENIAC-Frauen Francis Betty Snyder Holberton, Betty Jean Jennings Bartik, Kathleen McNulty Mauchly Antonelli, Marlyn Wescoff Meltzer, Ruth Lichterman Teitelbaum und Frances Bilas Spence mussten sich lange Zeit gegen das Image von «Refrigerator Ladies» wehren. So wurden die jungen Damen auf Werbefotos bezeichnet, die vor Kühlschränken posierten, um die Maschine gut aussehen zu lassen. Inzwischen weisen Technik-Historiker den ENIAC-Frauen eine Pionierrolle zu.

Die führenden ENIAC-Entwickler Eckert und Mauchly wurden 1947 von der Universität im Streit um die Verwertungsrechte an dem Computer entlassen. Sie versuchten später, sich offiziell ein Patent für die Erfindung des Computers eintragen zu lassen. Der US Federal Patent Court lehnte 1973 diesen Anspruch allerdings ab und verwies dabei auf Konzepte von John Vincent Atanasoff und Cliffort Berry, die ebenfalls in dieser Zeit an der Entwicklung eines Computers gearbeitet hatten. Der Atanasoff-Berry-Computer war bereits einige Jahre vor dem ENIAC I entwickelt worden, konnte allerdings nicht programmiert werden, sondern nur lineare Gleichungen lösen.

Als «Erfinder des modernen Computers» sehen viele Technik-Historiker aber weder Eckert und Mauchly noch Atanasoff und Berry, sondern den Deutschen Konrad Zuse. Der Bauingenieur entwickelte zwischen 1935 und 1938 seine mechanische Rechenmaschine «Z1», die ihm monotone Statik-Kalkulationen abnehmen sollte. Das Nachfolgegerät «Z3» arbeitete bereits mit Elektrorelais und war der erste vollautomatische, programmgesteuerte und frei programmierbare Rechner der Welt. Der «Z3» dürfte sich damit den Titel des ersten funktionstüchtigen Computers der Welt verdient haben.

Zuse wurde zwar während des Krieges auch finanziell von der Rüstungsindustrie gefördert, doch spielten die Zuse-Rechner militärisch keine Rolle mehr. Nach dem Kriegsende versuchte auch Zuse, sich ein Patent für die Erfindung des Computers erteilen zu lassen, doch auch er scheiterte 1967 beim Bundespatentgericht. Während Zuse quasi als Alleinkämpfer in Deutschland agierte, löste der im Vergleich zu den Zuse-Rechnern konzeptionell unterlegene ENIAC I in den USA ein stürmische Entwicklung aus, die letztlich zur Geburt des Silicon Valley in Kalifornien führte, weil das US-Militär Firmen wie Hewlett-Packard mit Großaufträgen versorgte.

Der ENIAC I war noch bis 1955 in Betrieb. Danach wurde er auseinandergenommen und die Einzelteile («Racks») auf verschiedene Institutionen verteilt. Etliche ENIAC-Racks sind in Washington im American History Museum des Smithsonian Institute zu finden. Aber auch in Deutschland kann man sich einen Eindruck vom ENIAC I machen: Im HNF in Paderborn befindet sich seit 1996 ein Original-Rack mit ENIAC-Röhren, das die Dimensionen des ersten elektronischen Universalcomputers der Welt erahnen lässt.

Do, 2016-02-11 11:40
Berlin/Hamburg (dpa) 

Vattenfall erhöht Strompreise in Berlin und Hamburg

Berlin/Hamburg (dpa) - Hunderttausende Haushalte in Berlin und Hamburg müssen von April an für ihren Strom tiefer in die Tasche greifen. Für einen Durchschnittshaushalt in der Grundversorgung ergeben sich Preiserhöhungen bis zu 5 Prozent. Vattenfall hat in seinen beiden Hauptmärkten Berlin und Hamburg insgesamt 2,2 Millionen Kunden.

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, muss ein Hamburger Durchschnittshaushalt in Grundversorgung mit einem Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden künftig 3,14 Euro pro Monat oder 4,9 Prozent mehr zahlen. Ein Berliner Durchschnittshaushalt in der Grundversorgung mit einem Jahresverbrauch von 2200 Kilowattstunden muss künftig 2,30 Euro pro Monat oder knapp vier Prozent mehr zahlen. Der Jahresverbrauch in der Grundversorgung sei in Hamburg höher als in Berlin, erläuterte eine Vattenfall-Sprecherin. In anderen Versorgungstarifen könnten sich andere Beträge ergeben.

Vattenfall begründet die Erhöhung mit gestiegenen Gebühren, die für das Durchleiten des Stroms durch die Leitungen fällig werden. Außerdem sei etwa die EEG-Umlage - also die Vergütung zur Förderung von erneuerbaren Energien - gestiegen. Beim Endpreis schlägt Strom selbst nach Branchenangaben nur mit etwa einem Viertel zu Buche.

Auch zahlreiche andere Energieversorger hatten laut Tarifvergleichsportal Verivox ihre Preise erhöht.

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Do, 2016-02-11 12:02
Bamako (dpa)

Drei Tote bei bewaffnetem Überfall auf Zollamt im Norden Malis

Bamako (dpa) - Bei einem bewaffneten Angriff auf ein Zollamt im Norden Malis sind ein Soldat und zwei Zivilisten getötet worden. Die unbekannten Angreifer waren mit Allradfahrzeugen in den Ort Hombori gekommen und eröffneten das Feuer, wie ein Beamter der Sicherheitsbehörden am Donnerstag erklärte. Erst am Dienstag waren in der Region bei der Explosion einer Sprengfalle drei malische Soldaten getötet und zwei weitere schwer verletzt worden.

Der Ort Hombori liegt auf einer wichtigen Verkehrsachse rund 200 Kilometer südwestlich von Gao, wo demnächst bis zu 400 Bundeswehrsoldaten als Teil einer UN-Friedensmission stationiert sein werden. Die ersten 40 Soldaten trafen dort in der vergangenen Woche ein. Im stabileren Süden Malis sind bereits etwa 200 Bundeswehr-Angehörige an einem Ausbildungseinsatz beteiligt.

Am Freitag will Bundespräsident Joachim Gauck in der Hauptstadt Bamako mit Vertretern der Friedensmission und mit deutschen Soldaten zusammentreffen. Gauck soll auch eine Unterredung mit seinem malischen Amtskollegen Ibrahim Boubacar Keita haben.

Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer Kämpfer gefallen, die nur durch eine Intervention der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich zurückgedrängt werden konnten.

Do, 2016-02-11 11:33
Donezk/Kiew (dpa)

Der Ukraine-Krieg zwingt die Wirtschaft im Donbass fast an den Boden Von Andreas Stein und Friedemann Kohler, dpa

Schachtanlagen und Fabrikschlote prägen das Kohlerevier von Donezk in der Ostukraine. Doch der Krieg hat in zwei Jahren viel zerstört. Trotzdem wird über die Frontlinie hinweg auch gehandelt.

Donezk/Kiew (dpa) - Fast zwei Jahre Krieg haben den Donbass, einst das Herzland von Bergbau und Metallurgie in der Ukraine, in eine wirtschaftliche Grauzone verwandelt. Zwar steht das Herz nicht ganz still - wo die Anlagen nicht zerstört sind, wird auf niedrigem Niveau weiter Kohle gefördert, Stahl gekocht oder Handel betrieben. Doch die Front zwischen ukrainischer Armee und prorussischen Separatisten zerschneidet das Revier, das einst 6,5 Millionen Menschen zählte. Und in den sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk haben die Aufständischen viele Unternehmen an sich gerissen.

Vor einem Jahr, am 12. Februar 2015, wurde in der weißrussischen Hauptstadt Minsk eine Konfliktlösung für die Ostukraine vereinbart - vermittelt auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Etwa 9000 Tote werden in dem Konflikt bisher gezählt. Aber weil die Kämpfe andauern, wird Minsk politisch nicht umgesetzt, und damit bleiben auch die wirtschaftlichen Aussichten düster. Die Bevölkerung auf beiden Seiten der Front hat es schwer. Viele überleben nur dank humanitärer Hilfe. Was fehlt, muss durch Schmuggel ergänzt werden.

Der wirtschaftliche Ausfall des Donbass trifft die Ukraine schwer. Im ersten Halbjahr 2015 brach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Ex-Sowjetrepublik um 15,8 Prozent ein. In der Rest-Ukraine ohne Separatistengebiete lag der Rückgang noch bei 9,8 Prozent. Das berechneten deutsche Experten, die die Regierung in Kiew beraten. Für das Gesamtjahr sank das BIP nach offiziellen Angaben um 10,5 Prozent.

In der Separatistenhochburg Donezk ist zu sehen, dass bis vor kurzem noch viel Geld in der Stadt war. Doch nun sind Mode- und Luxusläden geschlossen, Einkaufszentren und Hotels verwaist, Geldautomaten sind nach vielen Plünderungen abgeschaltet. Von den großen Firmen der Region sind einer EU-finanzierten Medienrecherche zufolge etwa zwei Drittel zerstört, stillgelegt, von den Separatisten übernommen oder auf ukrainisch kontrolliertes Gebiet verlegt worden. Nur ein Drittel dieser Firmen zahle weiter Steuern an die Regierung in Kiew.

Aber auch während der blutigen Kämpfe wurde in vielen Kohlegruben gearbeitet. Der Bergmann Alexander im ukrainisch kontrollierten Dorf Solote, keine zwei Kilometer von der Front, fuhr weiter ein zur Schicht 700 Meter unter Tage. Umgerechnet 155 Euro verdient er im Monat - mehr als der Schnitt von knapp 120 Euro im Gebiet Luhansk. Doch das Geld reiche nur für «Brot mit Butter», sagt der 43-Jährige.

Von 150 Kohlegruben in der Ukraine liegen nach Angaben des Kiewer Energieministeriums 85 nun im Separatistengebiet. Nur dort wird die hochenergetische Anthrazitkohle gefördert. Also hat die Ukraine - Wirtschaftsblockade hin oder her - vergangenes Jahr 8,5 Millionen Tonnen Kohle aus den abtrünnigen Regionen importiert. Ein beträchtlicher Teil davon war Anthrazit.

Die Importe sind in Kiew ein Politikum, denn es steht der Vorwurf der «Finanzierung von Terrorismus» im Raum. Der auch in Deutschland ausgebildete Energieminister Wladimir Demtschischin muss immer wieder begründen, warum der Kauf notwendig ist. Auf der anderen Seite in Luhansk scheint es Verteilungskämpfe zu geben zwischen Republikchef Igor Plotnizki und Feldkommandeuren, wer die einträglichen Kohleexporte kontrolliert. Es gibt Berichte über Verhaftungen und sogar Tote.

Ein weiteres Hemmnis für die Wirtschaft: Die Front verhindert vielerorts den Zugang zu Fabriken oder Anlagen. So steuert ein Windkraftanlagenbauer in Kramatorsk auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet weiter alle seine Parks mit Windrädern. Nur liegen zwei davon seit 2014 schwer erreichbar in der sogenannten Volksrepublik Luhansk, einer in der «Volksrepublik» Donezk.

Andere Unternehmen sind auf beiden Seiten der Front aktiv, so das Wirtschaftsimperium des Donezker Oligarchen Rinat Achmetow. Bei ihm stehen so viele tausend Bergleute und Arbeiter auf der Gehaltsliste, dass - so meinen Experten - beide Konfliktparteien sozial in Bedrängnis geraten würden, wenn diese Jobs wegfielen. Achmetow, der immer noch als reichster Mann des Landes gilt und von den Aufständischen aus Donezk vertrieben wurde, lässt großzügig auf beiden Seiten der Front humanitäre Hilfe verteilen. Öffentlich allzu deutlich positionieren, wo er politisch steht, mag er sich aber sicherheitshalber nicht.

Do, 2016-02-11 11:30
München (dpa)

Sicherheitskonferenz-Chef regt Friedenstruppen für Syrien an

München (dpa) - Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat sich vor der Syrien-Konferenz am Donnerstagabend in München dafür stark gemacht, über eine Militärmission für Syrien nachzudenken. «Möglicherweise braucht man für eine dauerhafte Stabilisierung Friedenstruppen», sagte Ischinger dem Portal FAZ.net. Nötig seien außerdem Rückversicherungen für die beteiligten Staaten und eine institutionalisierte, regionale Sicherheitsarchitektur nach dem Vorbild der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Die Bombenangriffe gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) griffen strategisch zu kurz. Wenn man den Bürgerkrieg beenden wolle, müssten «alle Beteiligten an diesem Konflikt zu der Überzeugung kommen, dass politische und militärische Ziele auf dem Schlachtfeld nicht mehr verwirklicht werden können», sagte Ischinger.

Auch der Gründer der deutschen Hilfsorganisation Grünhelme, Rupert Neudeck, hält einen Einsatz von UN-Friedenstruppen für nötig, damit Flüchtlinge wieder zurückkehren können. «Ohne dass ein Großteil der Flüchtlinge unter bewaffnetem Blauhelm-Schutz in die Dörfer im Norden und in der Mitte Syriens zurückgebracht werden und deren Sicherheit garantiert wird, wird es weder Ruhe noch einen Waffenstillstand geben», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag).

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde
Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

Geht doch!

Es muss nicht immer das Auto sein


Ein innovatives Mobilitätskonzept für Helsinki soll Mensch und Umwelt zugute kommen.

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Finnlands Hauptstadt will die Blechlawinen eindämmen. Aber nicht mit Verboten, sondern mit einer attraktiven Mobilitäts-App: Mit einem Klick verrät diese das optimale Verkehrsmittel für die jeweilige Route. Die Kunden können flexibel Carsharing, Leihräder, Busse, Bahnen oder auch Kleinbusse nutzen. Diese holen Passagiere nach Bedarf ab und bieten Gratis-Wi-Fi. Bezahlt werden muss nicht jeder Fahrschein einzeln, das System rechnet die Fahrten zentral ab. Bis 2025 will die Stadtverwaltung Helsinkis das innovative Konzept einführen und dadurch den öffentlichen Nahverkehr so einfach und günstig machen, dass private Autos überflüssig werden. Stadtentwickler und Verkehrsplaner schwärmen schon heute von den neuen Perspektiven für die Bewohner: Aus Parkplätzen werden Radwege, Alleen oder Fußgängerzonen und aus Parkhäusern Wohnraum. Die kommunale Verkehrsexpertin Sonja Heikkilä ist überzeugt, dass sich diese Vision realisieren lässt, zumal die junge Generation Autos nicht mehr als Statussymbol betrachte. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: An Konzernen wie Google führt bei dieser Mobilitätsnutzung kein Weg vorbei. Der Fahrgast wird gläsern.
hsl.fi/en/strategy

 

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Hamburg/Dortmund: Draht nach Hause
Angeblich um eine illegale Nutzung zu verhindern, stellen die Behörden in Flüchtlingsheimen oft keinen Internetzugang bereit. Private Initiativen wie die Freifunker wollen das ändern: Sie stellen WLAN-Router zur Verfügung und ermöglichen Hunderten von Flüchtlingen, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, online Deutsch zu lernen oder sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
freifunk.net

USA: Ölfressende Pflanzen
Biologisch abbaubare Substanzen sollen in Zukunft Ölteppiche beseitigen. Aus Pflanzen entwickelten US-Wissenschaftler einen als Phytol bezeichneten Alkohol, der den Ölfilm zusammendrängt. Die organischen Moleküle werden im Wasser gespalten und abgebaut. Aufgelegt wurde das Forschungsprogramm nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Finanziert hat es ausgerechnet der Mineralölkonzern BP.

Kopenhagen: Reste à la carte
Im dänischen Restaurant „Rub & Stub“ kommt seit Herbst 2014 auf den Tisch, was sonst im Müll gelandet wäre. Das nachhaltige Konzept kommt gut an – die Gäste stehen Schlange und sind gespannt darauf, welches Menü die Küchencrew aus den gelieferten Zutaten zaubert. In Amsterdam und Berlin macht das Experiment Schule. „Restlos glücklich“ heißt der deutsche Ableger. Das deutsche Start-up rief Mitte August eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Die Macher wollen nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch ihre Gäste zum Nachdenken über ihren Umgang mit Nahrungsmitteln anregen.

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Do, 2016-02-11 11:17
Kabul (dpa)

Afghanische Taliban bekämpfen IS - erheben Steuern für den Kampf

Kabul (dpa) - Bei Gefechten zwischen Taliban und Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat sind in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sechs Kämpfer getötet und zehn verwundet worden. Fünf Tote gehörten zum IS und einer zu den Taliban, sagte am Donnerstag der Sprecher der Provinzpolizei, Hasrat Hussain Maschrikiwal.

Die beiden Extremistengruppen hätten sich in der Nacht auf Donnerstag im Bezirk Atschin bekämpft. Der IS ist in diesem Bezirk besonders aktiv. Die Taliban und der IS sind verfeindet. Es gab in Nangarhar mehrere Fälle gegenseitiger Enthauptungen.

Aus dem Bezirk Hisarak der Provinz heißt es, dass die Taliban nun eine Kopfsteuer erheben, um ihren Kampf gegen den IS zu finanzieren. Die Taliban verlangten Steuern auf unterschiedliche Dinge im Bezirk schon seit vier Jahren. Seit einigen Wochen forderten sie jeden Monat 500 Afghani (umgerechnet sieben Euro) pro Kopf eines jeden kampfestauglichen jungen Mannes einer Familie - oder, dass er sich dem Kampf anschließe, sagte der Bezirksgouverneur Abdul Chalek Marof der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Familien mit Verwandten im Ausland sollten ein Auto, Motorrad oder Gewehr stellen.

Die Taliban hätten im Bezirk die Kontrolle über etwa 100 Dörfer. Die Regierung beherrsche 20.

Do, 2016-02-11 11:55
Dortmund (dpa)

Razzien nach Angriff von Rechtsextremisten auf Polizisten in Dortmund

Rechtsextremisten greifen an Silvester in Dortmund Polizisten an. Seitdem wird ermittelt. Jetzt folgen Durchsuchungen.

Dortmund (dpa) - Nach Angriffen auf Polizisten hat die Polizei in Dortmund und Niedersachsen Wohnungen mutmaßlicher Rechtsextremisten durchsucht. Im Fokus der Aktion am Donnerstagmorgen standen insgesamt sieben Wohnungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dortmund mitteilten. Hintergrund der Razzien sind Angriffe auf Dortmunder Polizeibeamte aus einer Gruppe von Rechtsextremisten in der Silvesternacht. Damals wurden mehrere Beamte verletzt und 18 Personen festgenommen.

Die Behörden ermitteln unter anderem wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und schwerem Landfriedensbruch. Nach Polizeiangaben waren zum Jahreswechsel Beamte aus einer Gruppe von Rechtsextremen mit Böllern, Flaschen und Steinen beworfen und mit Silvesterraketen beschossen werden. Dortmund gilt als eine Hochburg von Rechtsextremisten.

Polizeipräsident Gregor Lange betonte in einer Mitteilung, dass die Dortmunder Polizei weiterhin jede rechtsstaatliche Möglichkeit nutzen werde, um «Volksverhetzer und rechtsextremistische Gewalttäter konsequent zur Verantwortung» zu ziehen. «Die gefährliche Entwicklung des gewaltbereiten Rechtsextremismus in Deutschland bedroht zunehmend Zuwanderer, Bürger mit Migrationshintergrund, Politiker, Journalisten sowie Polizeibeamte und richtet sich gegen unsere Demokratie», erklärte er. «Wir, die Polizei Dortmund, werden weiter wachsam sein.»

Do, 2016-02-11 10:40
Berlin (dpa)

Pharmaverband: Arzneimittel für seltene Krankheiten fördern

Berlin (dpa) - Die Pharmaindustrie hat Erleichterungen und steuerliche Anreize für die Entwicklung von Arzneimitteln gegen seltene Krankheiten gefordert. Angesichts der kleinen Märkte sei es «unter regulären Bedingungen für Unternehmen wenig attraktiv», solche Medikamente zu entwickeln, erklärte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) am Donnerstag in Berlin. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung ließen sich unter diesen Marktbedingungen kaum wieder erwirtschaften.

Der Verband wies Kritik zurück, die Zulassungsanforderungen für solche sogenannte Orphan Drugs seien zu gering. Es sei sicher nachvollziehbar, dass eine klinische Prüfung an wenigen Patienten anders verlaufe als bei Volkskrankheiten. Im übrigen würden Arzneimittel in der EU nur dann zugelassen, wenn der Nutzen für den Patienten mögliche Risiken überwiege. «Das gilt uneingeschränkt auch für Orphan Drugs», erklärte der Verband.

Zwangsabschläge und Diskussionen über Festbeträge für Medikamente gegen seltene Krankheiten oder ähnliche Eingriffe in den Markt gefährdeten nicht nur die Versorgung der Patienten, sondern auch innovative Ansätze von Pharma- und Biotechunternehmen, warnte der BPI. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hatte vor kurzem kritisiert, dass Arzneien gegen seltene Krankheiten ohne ausreichende Prüfung ein Zusatznutzen unterstellte werde, dem diese nur in sehr wenigen Fällen gerecht würden.

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

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Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

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Do, 2016-02-11 10:36
Ludwigshafen (dpa)

BASF spricht mit Akzo Nobel über Verkauf von Industrielack-Geschäft

Ludwigshafen (dpa) - Der Chemiekonzern BASF will sein Geschäft mit Industrielacken an den niederländischen Konkurrenten Akzo Nobel verkaufen. Akzo Nobel und BASF bestätigten am Donnerstag entsprechende Gespräche. Über die Verhandlungen hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Vortag unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen berichtet. Die Transaktion könnte demnach einen Wert von 400 Millionen Euro haben. Weder Akzo Nobel noch BASF gaben genauere Details bekannt.

Ende November hatte das für Katalysatoren, Lacke und Nordamerika zuständige BASF-Vorstandsmitglied Wayne T. Smith den Nachrichtenagenturen dpa-AFX und dpa zum Industrielacke-Geschäft gesagt, es sei profitabel, aber für die BASF eher ein kleiner Bereich. Angaben zur Zahl der Mitarbeiter und zum Umsatz hatte er nicht gemacht.

Die weltweit etwa 10 000 Mitarbeiter zählende Coatings-Sparte, zu der neben den Industrielacken - etwa für Rotorblätter von Windkraftanlagen - auch Autolacke und Bautenanstrichmittel gehören, kam 2014 auf einen Umsatz von knapp 3 Milliarden Euro. Der größte Teil des Geschäfts entfällt laut Smith mit 75 Prozent auf den Automobilbereich.

Do, 2016-02-11 10:26
Brüssel (dpa)

Nato bereitet Ägäiseinsatz gegen Schleuserbanden vor

Jeden Tag werden neue Migranten unkontrolliert über die Türkei nach Europa geschleust. Jetzt soll die Nato helfen. Es geht um die Seegrenze in der Ägäis - einen Zankapfel zwischen Ankara und Athen. Doch diesmal sind sich Türken und Griechen überraschend einig.

Brüssel (dpa) - Die Nato beginnt auf Wunsch von Deutschland, der Türkei und Griechenland mit Vorbereitungen für eine Beteiligung am Kampf gegen Schleuserbanden in der Ägäis. Das teilte US-Verteidigungsminister Ashton Carter am Donnerstag nach einem Nato-Ministertreffen in Brüssel mit.

Nach Angaben aus Kreisen der Bundesregierung soll ein Nato-Verband, der derzeit unter deutscher Führung steht, bei dem vorgeschlagenen Anti-Schleuser-Einsatz das Seegebiet zwischen der Türkei und Griechenland überwachen. Die Aufklärungsergebnisse sollen an die türkischen und griechischen Behörden weitergegeben werden. Diese sollen so in die Lage versetzt werden, kriminelle Schleuserbanden effektiver zu verfolgen.

Entdecken die Besatzungen der Nato-Schiffe in Seenot geratene Flüchtlinge, sollen diese gerettet und in die Türkei zurückgebracht werden. Die Hilfsorganisation Pro Asyl sprach von «Ausspähung der Ägäis durch die Nato» und «Beihilfe zur Aushebelung des Asylrechts».

Die Türkei ist wichtigster Zufluchtsort und auch wichtigstes Transitland für Flüchtlinge aus Syrien. Beim Versuch, von dort nach Griechenland zu kommen, ertranken seit Beginn des Jahres mehr als 340 Menschen. Viele von ihnen wurden von Schleusern auf nicht seetüchtige Boote gelockt.

Nach Angaben aus Nato-Kreisen könnte der für den Einsatz vorgesehene Bündnisverband sofort in die Ägäis verlegt werden. Die Schiffe seien lediglich zwei bis drei Tage von der Ägäis entfernt, hieß es. Der Verband besteht derzeit aus fünf Schiffen und soll im Idealfall für den Einsatz gegen Schleuser auf etwa zehn Schiffe aufgestockt werden. Dänemark sagte Angaben aus Diplomatenkreisen zufolge noch am Mittwochabend spontan ein zusätzliches Schiff für den Verband zu.

Die Pläne gehen auf das Treffen der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu am Montag in Ankara zurück. Sie hatten für viele Bündnispartner völlig überraschend die Nato als Partner im Kampf gegen Schleuserbanden ins Gespräch gebracht.

Einer der schwierigsten Punkte in den Verhandlungen über den Gemeinschaftsantrag soll der Streit um Hoheitsrechte in der Ägäis gewesen sein. Dieser dauert seit mehr als 40 Jahren an und brachte Griechenland und die Türkei mehrfach nahe an einen militärischen Konflikt - zuletzt 1996. Damals konnte ein Krieg im Streit um zwei Felseninseln in der Südostägäis erst nach Vermittlung der USA abgewendet werden. In der Ägäis werden Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet.

In den Gesprächen gelang es nach Angaben von Diplomaten, den Konflikt soweit wie möglich auszuklammern. Es wurde allerdings vereinbart, dass griechische Schiffe aus dem Nato-Verband nicht in türkische Hoheitsgewässer fahren dürfen und türkische Schiffe nicht in griechische Hoheitsgewässer.

Do, 2016-02-11 10:33
Detmold (dpa)

Prozess gegen Ex-SS-Wachmann beginnt - großer Medienandrang

Im Konzentrationslager Auschwitz soll er Teil der Tötungsmaschinerie gewesen sein. Mehr als 70 Jahre hat es gedauert, bis sich der einstige Wachmann vor Gericht verantworten muss. Nun ist er 94 und nur noch eingeschränkt verhandlungsfähig.

Detmold (dpa) - Wenige Monate nach dem Urteil von Lüneburg hat ein weiterer Auschwitz-Prozess begonnen: Ein früherer SS-Wachmann des Konzentrationslagers muss sich seit Donnerstag vor dem Landgericht Detmold verantworten. Dem 94-Jährigen aus Lippe wird Beihilfe zum Mord in mindestens 170 000 Fällen vorgeworfen.

Dutzende Journalisten aus dem In- und Ausland verfolgten den Prozessauftakt. Auch Auschwitz-Überlebende und Angehörige kamen zur Verhandlung in den Räumen der Industrie- und Handelskammer. Dorthin ist die Schwurgerichtskammer umgezogen, weil der Platz im Gericht nicht ausreichte.

Der Angeklagte soll 1943 und 1944 als Angehöriger des SS-Totenkopfsturmbanns Auschwitz im Stammlager eingesetzt worden sein. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn der Beihilfe bei der sogenannten «Ungarn-Aktion» - der gut dokumentierten Deportation und Ermordung von Juden aus Ungarn 1944 -, der Beihilfe bei Massenerschießungen und der von den Nazis so genannten Selektion von KZ-Insassen zur Ermordung.

Der Angeklagte hat bereits vor dem Prozess eingeräumt, im Stammlager eingesetzt gewesen zu sein. Eine Beteiligung an Tötungen von Menschen bestreitet er aber. Die Staatsanwaltschaft betont, mit seinem Einsatz als Wachmann habe er zum Funktionieren der Maschinerie beigetragen.

Im vergangenen Jahr war bereits ein anderer in Auschwitz eingesetzter SS-Mann am Landgericht Lüneburg in Niedersachsen wegen Beihilfe zum 300 000-fachen Mord zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil gegen den «Buchhalter von Auschwitz», Oskar Gröning, ist noch nicht rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof muss noch über die Revision entscheiden.

Für den Prozess am Detmolder Landgericht sind zunächst zwölf Prozesstage bis Ende Mai vorgesehen. Mit Rücksicht auf die Gesundheit des hochbetagten Angeklagten ist die Verhandlungsdauer auf zwei Stunden begrenzt.

Zum Prozessauftakt war auch die verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck erschienen. Die 87-Jährige wurde vor dem Eingang von Anwesenden bedrängt und musste von der Polizei geschützt werden. Sie verließ den Ort dann wieder.

Do, 2016-02-11 10:35
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Zitat: Syromolotow zu Sicherheitszonen in Syrien

«Wir würden das Ausrufen einer solchen Zone - ohne Einverständnis der syrischen Regierung und des UN-Sicherheitsrats - als eine Militärintervention ansehen.»

(Der russische Vizeaußenminister Oleg Syromolotow laut Interfax zur möglichen Einrichtung von «Sicherheitszonen» im Norden Syriens)

Do, 2016-02-11 10:03
Detmold (dpa)

Holocaust-Leugnerin erscheint bei Auschwitz-Prozess und wird bedrängt

Detmold (dpa) - Vor dem Prozessauftakt gegen einen früheren SS-Wachmann des Konzentrationslagers Auschwitz am Donnerstag in Detmold hat es einen Tumult um die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck gegeben. Die 87-Jährige wurde nach Polizeiangaben vor dem Besuchereingang körperlich bedrängt und musste von Beamten vor Übergriffen geschützt werden. Anschließend habe sie mit einem Auto den Ort verlassen, sagte ein Sprecher.

Die in rechtsextremen Kreisen populäre Haverbeck wurde zuletzt wegen Volksverhetzung in zwei Fällen zu zehn Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Sie hatte im April 2015 am Rande des Lüneburger Prozesses gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning vor Journalisten behauptet, das KZ Auschwitz sei kein Vernichtungs-, sondern ein Arbeitslager gewesen.

Do, 2016-02-11 10:32
Moskau (dpa)

Russland bekräftigt Bereitschaft zu Gesprächen über Syrien-Waffenruhe

Moskau (dpa) - Kurz vor der Syrienkonferenz in München hat Russland seine Bereitschaft zu Gesprächen über eine Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland bekräftigt. «Wir reisen nach München, um es zu besprechen», sagte Vizeaußenminister Gennadi Gatilow am Donnerstag in Moskau. Details nannte er nicht.

Das Verteidigungsministerium in Moskau schloss jedoch einen grundsätzlichen Strategiewechsel aus. Auf der Suche nach einer politischen Lösung unterstütze Russland weiter die syrische Führung, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow. Westliche Länder werfen Russland vor, mit seinen Bombardements Zivilisten zu treffen und Zehntausende in die Flucht zu treiben.

Der russische Vizeaußenminister Oleg Syromolotow warnte den Westen vor der Einrichtung von Sicherheitszonen im Norden Syriens. «Wir würden das Ausrufen einer solchen Zone - ohne Einverständnis der syrischen Regierung und des UN-Sicherheitsrats - als eine Militärintervention ansehen», sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Die internationale Gemeinschaft wollte am Donnerstag in München die Chancen für eine Wiederaufnahme der Syrien-Friedensgespräche ausloten. An der Konferenz nehmen Außenminister und andere hochrangige Vertreter aus 17 Staaten teil. Dazu gehören Deutschland, die USA, Russland, Saudi-Arabien, der Iran und die Türkei.

Do, 2016-02-11 10:29
Paris (dpa)

Total stemmt sich mit Sparprogramm gegen Ölpreisverfall

Um etwa drei Viertel sind die Ölpreise seit 2014 eingebrochen, die Branche ächzt. Auch Total schnallt den Gürtel enger.

Paris (dpa) - Der französische Öl-Konzern Total stemmt sich mit einer höheren Produktion und Sparmaßnahmen gegen den Ölpreisverfall. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sank im vergangenen Jahr zwar fast um ein Fünftel auf 10,5 Milliarden US-Dollar (9,3 Mrd Euro), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Konzernchef Patrick Pouyanné argumentierte jedoch, damit habe Total sich besser geschlagen als die anderen großen Anbieter. Der Preis für die Nordseesorte Brent ist seit Mitte 2014 um fast drei Viertel abgestürzt.

Mit einem Sparkurs einschließlich eines Stellenabbaus kämpfen die Franzosen schon länger gegen schmelzende Gewinne. Nun will der Konzern seine Investitionen von 23 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 19 Milliarden weiter kappen. Zudem will das Management weiter die Kosten drücken und wie schon im vergangenen Jahr Vermögenswerte im Umfang von 4 Milliarden Dollar verkaufen.

Die Produktion hat Total im vergangenen Jahr um gut 9 Prozent erhöht. Die gesunkenen Preise ließen den Umsatz dennoch um 30 Prozent auf 165 Milliarden Dollar absacken. Unterm Strich führten Abschreibungen auf verschiedene Förderprojekte im vierten Quartal zwar zu einem Verlust, im Gesamtjahr blieben aber rund 5,1 Milliarden Dollar als Gewinn übrig - nach 4,2 Milliarden im Vorjahr.

Der Konzern steht mit dem Problem des drastischen Verfalls der Ölpreise nicht allein da, die gesamte Branche leidet. Das Opec-Ölkartell mit Saudi-Arabien an der Spitze und die US-Fracking-Industrie pumpten im vergangenen Jahr im Kampf um Marktanteile um die Wette, zugleich schwächelt die Weltkonjunktur - das sorgt für ein Überangebot.

Auch bei Branchengiganten wie ExxonMobil und Shell brach der Gewinn im vergangenen Jahr ein. BP schrieb, auch wegen fälliger Entschädigungszahlungen für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, sogar einen Verlust.

Do, 2016-02-11 10:55
Berlin (dpa)

Pro Asyl verurteilt geplanten Nato-Einsatz in der Ägäis

Berlin (dpa) - Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl hat den geplanten Einsatz der Nato gegen Schlepper in der Ägäis als «Bruch der Menschenrechte von Flüchtlingen» verurteilt. «Dies ist Beihilfe zur Aushebelung des Asylrechts», erklärte die Organisation am Donnerstag in einer Mitteilung. Die EU wolle die Fluchtwege durch die Türkei blockieren. «Die vorgesehene Ausspähung der Ägäis durch die Nato und die Weitergabe von Daten in die Türkei ist perfide.»

Der US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte am Donnerstag in Brüssel die Beteiligung der Nato am Kampf gegen Schleuserbanden in der Ägäis angekündigt. Aus Kreisen der Bundesregierung hieß es, ein Nato-Verband solle das Seegebiet zwischen der Türkei und Griechenland überwachen. Die Aufklärungsergebnisse sollten an die türkischen und griechischen Behörden weitergegeben werden.

Pro Asyl warf der EU vor, den «kollektiven Ausstieg aus dem Flüchtlingsschutz vorzubereiten». Die Türkei solle als «sicherer Drittstaat» eingestuft und «zum Flüchtlingslager Europas» gemacht werden. Die Türkei erfülle aber die Bedingungen für einen sicheren Drittstaat nicht.

Do, 2016-02-11 11:45
Hamburg (Greenpeace e.V.)

Neuer Erfolg für Detox-Kampagne von Greenpeace: Italiens größte Textilregion produziert zukünftig giftfrei

20 Unternehmen der toskanischen Textilregion Prato schließen sich gemeinsam der Detox-Kampagne von Greenpeace an. Nach monatelangen Verhandlungen mit Greenpeace verpflichtet sich erstmals eine ganze Region giftfrei zu produzieren. Prato ist mit einem jährlichen Auftragsvolumen von 2,5 Milliarden Euro der größte Textilstandort Europas. Die italienischen Textilhersteller produzieren hier für Luxusmarken wie Burberry, Prada, Valentino, Armani und Gucci. Mit dem Greenpeace-Abkommen übernimmt der Standort den weltweit höchsten Standard für giftfreie Textilproduktion. „Pratos Entscheidung wird die globale Textilindustrie aufrütteln”, sagt Dr. Kirsten Brodde, Textil-Expertin von Greenpeace. „Für große Luxusmarken wie Gucci oder Dolce & Gabbana, die Prato beliefert, gibt es nun keine Entschuldigung mehr sich nicht vollständig der Detox-Kampagne anzuschließen.”

Das Übereinkommen betrifft über 13.000 Tonnen Garn und Rohstoffe sowie mehr als 13 Millionen Meter Stoffe pro Jahr. Dies entspricht einer Strecke von Rom bis Papua Neuguinea. Pratos Textilverband Confindustria Toscana Nord überprüft, ob alle gefährlichen Chemikalien, beispielsweise Nonylphenolethoxylate, Phthalate oder Schwermetalle, aus der kompletten Produktion der Hersteller entfernt sind. „Wir wollen der Welt zeigen, dass wir mit vollem Einsatz die Detox-Anforderungen in die Praxis umsetzen”, sagt Andrea Cavicchi, Präsident der Confindustria Toscana Nord, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Greenpeace in Mailand.

Als nächstes Etappenziel beabsichtigen Pratos Unternehmen, darunter Chemie- und Rohstofflieferanten, Stofffabrikanten, Färber und Konfektionäre, bis Sommer 2016 auf alle per- und polyflorierte Chemikalien (PFC) zu verzichten. PFC sind wasser- und schmutzabweisende Chemikalien, die hauptsächlich für die Produktion von Outdoor-Kleidung verwendet werden. Im Tierversuch wirken einige PFC krebserregend.

Die Selbstverpflichtung der Region Prato reiht sich ein in eine wachsende Liste von 35 internationalen Mode- und Textilmarken, die sich auf Druck von Greenpeace dazu entschieden haben, den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien bis zum Jahr 2020 auf Null zu fahren. Zusammen erwirtschaften sie mehr als 15 Prozent der globalen Textilproduktion. Unter diesen Marken finden sich sowohl Unternehmen wie Inditex und H&M als auch Sporthersteller wie Adidas und Puma sowie Luxusmarken wie Burberry.

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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greenpeace-magazin.de/sixt

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

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