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umweltschutz / 12.Feb 2016

Fasten für eine bessere Welt

Das vorösterliche Fasten ist ein wenig aus der Mode gekommen. Doch nun erfinden viele Menschen es neu: Warum nicht die vierzig Tage dazu nutzen, einen umweltfreundlicheren Lebensstil auszuprobieren? Wir haben vier Anregungen zusammengestellt.​

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archiv

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So, 2016-02-14 18:20
Moskau (dpa)

Medwedew nach Münchener Sicherheitskonferenz «verhalten optimistisch»

Moskau (dpa) - Nach der Münchener Sicherheitskonferenz hofft der russische Regierungschef Dmitri Medwedew auf weitere Fortschritte bei der Lösung des Syrien-Konflikts. «Ich bin verhalten optimistisch, was die Aussichten einer Zusammenarbeit auf diesem Gebiet betrifft», sagte Medwedew in einem Interview des Fernsehsenders Euronews, aus dem Moskauer Medien am Sonntag zitierten. Ohne Einigung würden in Syrien weiter Menschen getötet und sich der «massenhafte Zustrom von Flüchtlingen nach Europa» fortsetzen. «Es wird uns dann unmöglich sein, den Terrorismus zu überwinden», sagte er demnach.

Medwedew bekräftigte die Unterstützung Russlands für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad. «Er ist der amtierende Präsident, ob einem das gefällt oder nicht. Ihn zu entmachten, würde zu Chaos führen», sagte der Regierungschef und verwies auf Verwerfungen etwa in Libyen. Assad solle an allen Entscheidungen teilnehmen, sein politisches Schicksal sei aber Sache des syrischen Volkes.

Medwedew hatte in München die Ost-West-Krise drastisch mit den Worten beschrieben: «Wir sind in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges abgerutscht.» Moskau und die EU hätten ein «verdorbenes Verhältnis».

Russland stützt das Regime in Damaskus mit Luftangriffen. Der Westen wirft Moskau vor, auch Zivilisten und die Opposition zu treffen.

So, 2016-02-14 18:26
Nikosia/Athen (dpa)

Französischer Kampfbomber auf Zypern außerplanmäßig gelandet

Nikosia/Athen (dpa) - Ein französischer Kampfbomber ist am Sonntag wegen Problemen mit seinen Treibstofftanks außerplanmäßig auf dem Flughafen von Paphos der Mittelmeerinsel Zypern gelandet. Dies berichtete das Staatsradio (RIK). Das Flugzeug vom Typ Mirage sollte technisch überprüft werden. Verletzt wurde niemand, hieß es. Frankreich fliegt seit Herbst 2015 Angriffe auf Ziele der Terrormiliz Islamischer Staat im benachbarten Syrien, das von Paphos etwa 300 Kilometer entfernt liegt. Wo das Flugzeug eigentlich landen sollte, blieb zunächst unklar.

So, 2016-02-14 18:38
(dpa)

ELN-Guerilla unterbricht Stromzufuhr in Städten Kolumbiens

Bogotá (dpa) - Die linksgerichtete ELN-Guerilla hat in Kolumbien mit einem Sprengstoffanschlag gegen eine Hochspannungsleitung drei Ortschaften von der Stromzufuhr abgeschnitten. Knapp 150 000 Menschen waren in der Umgebung von Aguachica im nordöstlichen Departement César betroffen, wie die Behörden am Sonntag berichteten.

Die ELN hatte einen «bewaffneten Streik» von Sonntag bis Mittwoch ausgerufen, um des 50. Todestags des katholischen Priesters und ELN-Kämpfers Camilo Torres zu gedenken. Torres wurde 1966 bei einem Angriff der ELN auf Regierungstruppen getötet.

Die ELN («Nationale Befreiungsfront») führt seit über einem Jahr Gespräche mit der Regierung des Präsidenten Juan Manuel Santos, um formelle Friedensverhandlungen aufzunehmen. Mit der größten Guerillagruppe Kolumbiens, den Farc («Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia»), wird seit Ende 2012 auf Kuba über Frieden verhandelt. Die Farc haben noch geschätzt 8000 Kämpfer, die ELN rund 2000.

So, 2016-02-14 18:42
Hamburg (dpa)

Hamburger «Golden Pudel Club» abgebrannt - Brandstiftung vermutet

150 Menschen halten sich am frühen Morgen im Hamburger Szenelokal «Golden Pudel Club» auf, als ein Feuer ausbricht. Polizisten entdecken die Flammen, es wird niemand verletzt. Das Ergebnis der ersten Ermittlungen lautet: vorsätzliche Brandstiftung.

Hamburg (dpa) - Gut zwei Monate vor einer angesetzten Zwangsversteigerung ist der «Golden Pudel Club» am Hamburger Fischmarkt durch ein Feuer verwüstet worden. Nach einer ersten Untersuchung gehen die Ermittler von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte. Wer den Brand gelegt haben könnte, sei noch nicht bekannt. Polizeibeamte hatten am frühen Sonntagmorgen Feuer in einem Anbau des Clubs am St.-Pauli-Fischmarkt bemerkt. Die Flammen griffen auf den Dachstuhl des Szenelokals über, in dem sich rund 150 Menschen aufhielten. Sie konnten sich alle in Sicherheit bringen, niemand wurde verletzt.

Die Feuerwehr war mit rund 50 Brandbekämpfern vor Ort und deckte auch Teile des Dachs ab, um Glutnester zu finden. Die Höhe des Schadens stand noch nicht fest. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude am Hafen kann aufgrund des Brandes und des Löschwassers vorerst nicht genutzt werden. Der Dachstuhl ist nach Einschätzung der Experten teilweise einsturzgefährdet.

Für den 20. April war die Versteigerung des Gebäudes mit einem Verkehrswert von 510 000 Euro angesetzt. Der Mitbesitzer Wolf Richter hatte die Teilungsversteigerung erwirkt, wie das «Hamburger Abendblatt» berichtete. Gegen die Teilungsversteigerung positionierte sich der «Pudel Verein für Gegenkultur», der sich die «Erhaltung selbstbestimmter Urbanität insbesondere auf dem Gelände des Golden Pudel Clubs» zum Ziel gesetzt hat.

Richter hatte das Gebäude 2008 zusammen mit dem Künstler Rocko Schamoni gekauft. Schamoni betrieb den über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannten «Golden Pudel Club» im Untergeschoss, sein alter Freund Richter das Café im oberen Stockwerk. Hunderte Schaulustige machten sich noch am Sonntagmorgen ein Bild von der Zerstörung und standen vor den rauchenden Überresten des Clubs.

Ende der 80er Jahre hatten Schamoni und der Sänger Schorsch Kamerun den «Pudel Club» in einer «Nachtschwärmerboutique» auf St. Pauli gegründet. Mitte der 90er Jahre zog der Club an seinen heutigen Standort und benannte sich in «Golden Pudel Club» um. Für die Musiker der Hamburger Schule wie Tomte oder Kettcar wurde er ebenso zum zweiten Wohnzimmer wie für viele prominente DJs und Künstler, die dem Kultclub zu deutschlandweiter Bekanntheit verhalfen.

So, 2016-02-14 18:00
Frankfurt/Main (dpa)

Schmutziger Handel mit Emissionsrechten: Deutsch-Banker vor Gericht

Frankfurt/Main (dpa) - Im Skandal um Steuerbetrug beim Handel mit Luftverschmutzungsrechten müssen am Montag (9.00 Uhr) erstmals Mitarbeiter der Deutschen Bank auf der Anklagebank Platz nehmen. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wirft den acht Angeklagten «schwere bandenmäßige Steuerhinterziehung» vor. Sieben inzwischen suspendierte Beschäftigte und ein Ex-Manager der Bank sollen geholfen haben, den Staat beim Handel mit Rechten zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu betrügen.

Im konkreten Fall lautet der Vorwurf auf Hinterziehung von 220 Millionen Euro Umsatzsteuer. Das Landgericht Frankfurt hat für den Prozess Verhandlungstermine bis Ende Mai angesetzt. Die Deutsche Bank, die formal nicht auf der Anklagebank sitzt, bekräftigte, sie kooperiere mit den Behörden.

So, 2016-02-14 17:04
Greenville (dpa)

Bisher heftigste TV-Debatte der Republikaner - Bush kontra Trump

Vom «Lügner» bis zum «fiesen» Kerl: In der TV-Debatte der Republikaner fliegen die Fetzen. Jeb Bush nimmt sich den Spitzenreiter Donald Trump zur Brust - und kann punkten.

Greenville (dpa) - Eine Woche vor der nächsten Vorwahl in South Carolina haben sich die republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten ihr bisher heftigstes TV-Duell geliefert. Vor allem zwischen dem moderateren Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, und dem populistischen Milliardär Donald Trump flogen die Fetzen. Auch der erzkonservative Senator Ted Cruz griff Trump, den derzeitigen Spitzenreiter im Republikaner-Feld, in der Debatte am Samstagabend (Ortszeit) in South Carolina massiv an.

So viele Giftpfeile wurden von Bush und Cruz verschossen, dass Trump wiederholt von den Frontalangriffen aus der Bahn geworfen zu sein schien. Die heftigsten Wortgefechte gab es, als sich der Immobilien-Mogul abfällig über Jeb Bushs Bruder, den Ex-Präsidenten George W. Bush, äußerte und ihm unter anderem mit Blick auf die Anschläge vom 11. September 2001 anlastete, die Sicherheit des Landes gefährdet zu haben.

Experten sprachen von einem großen Risiko, dass Trump damit einging: George W. Bush ist in South Carolina sehr populär. Er wird daher auch ab Montag in diesem Bundesstaat für seinen Bruder werben. Viele Kommentatoren bezeichneten Jeb Bush und Floridas Senator Marco Rubio als Sieger der Debatte, während sie Trumps Auftritt als schwach einstuften.

Trump geht nach bisherigen Umfragen als Favorit in die Kandidatenkür in South Carolina. Cruz sowie Bush, Ohios Gouverneur John Kasich und Rubio kämpfen um die wichtigen zweiten und dritten Plätze.

In der Debatte in Greenville bekräftigte Trump frühere Äußerungen, nach denen George W. Bush eigentlich ein Amtsenthebungsverfahren verdient hätte, weil er den Irakkrieg begonnen habe. Der Präsident habe damals das Land in Sachen Massenvernichtungswaffen im Irak belogen. Jeb Bush antwortete: «Ich habe es satt, dass er (Trump) meine Familie angreift. Mein Vater ist in meinen Augen der größte lebende Mann...Meine Mutter ist die stärkste Person, die ich kenne.» Trump erwiderte: «Dann sollte besser sie kandidieren.»

«Das ist der Bursche, der seine Außenpolitik aus TV-Reality-Shows bezieht», sagte Bush an einem Punkt an die Adresse Trumps. Dieser wiederum antwortete auf einen Vorwurf von Senator Cruz mit den Worten: «Du bist der größte einzelne Lügner. Du bist wahrscheinlich noch schlimmer als Jeb Bush.» So erhitzt wurde der Streit an einem Punkt, dass Mitbewerber Kasich sagte: «Das ist verrückt.»

Beherrscht wurde die Debatte anfangs vom Streit um die Neubesetzung des Postens im höchsten Gericht der USA, der nach dem Tod des stramm konservativen Richters Antonin Scalia am Samstag frei geworden ist. Alle Bewerber forderten Präsident Barack Obama auf, seinem Nachfolger die Nominierung eines Nachrückers zu überlassen.

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So, 2016-02-14 17:53
Kopenhagen (dpa)

Mit Lichtern gegen den Terror: Ein Jahr nach Anschlägen in Kopenhagen

Tausende Kerzen leuchten am Jahrestag des Kopenhagener Terrors zwischen den beiden Tatorten. Die Dänen erinnern sich an die beiden Todesopfer - und fürchten einen neuen Anschlag.

Kopenhagen (dpa) - Mit einer Gedenkfeier und einem Lichter-Umzug haben Hunderte Kopenhagener der beiden Todesopfer der Terrorangriffe vor einem Jahr gedacht. Am Sonntagabend erhellten Kerzen die 3,6 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Tatorten, dem Kulturcafé Krudttønden im Stadtteil Østerbro und der Synagoge in der Innenstadt. «Auf die Weise verbinden die Lichter die beiden furchtbaren Ereignisse», sagte Ole Mølgaard, ein Freund des Opfers Finn Nørgaard. «Die Lichter sind ein Symbol für Lebenskraft, Liebe und Wärme.»

Bei zwei Attacken in der dänischen Hauptstadt waren am 14. und 15. Februar der Filmemacher Nørgaard und der Wachmann Dan Uzan gestorben. Mehrere Polizisten hatte der Attentäter Omar El-Hussein verletzt. Kurz darauf hatte die Polizei den 22-Jährigen palästinensischer Abstammung erschossen.

An den beiden Tatorten hatte Dänemarks Regierungschef Lars Løkke Rasmussen am Vormittag gemeinsam mit Kopenhagens Oberbürgermeister Frank Jensen Blumen niedergelegt. «Wir befinden uns in einer Situation, in der es immer noch eine ernste Terrordrohung gegen Dänemark gibt», sagte der Ministerpräsident.

Einer Umfrage zufolge fürchten viele Dänen den Terror nach wie vor: Sechs von zehn Einwohnern des kleinen Königreichs glauben laut einer Untersuchung im Auftrag von «Politiken», dass ihr Land innerhalb eines Jahres noch einmal von einem Terrorangriff heimgesucht wird.

Zu Ehren der Todesopfer der Angriffe vor einem Jahr hat das dänische Parlament einen Preis gestiftet, der ihren Heldenmut anerkennen soll: Beide starben, während sie versuchten, andere zu beschützen. Nørgaard soll versucht haben, El-Hussein bei seiner ersten Attacke zu stoppen.

«Finn war ein Mensch, der Verantwortung übernahm und deshalb ein Symbol für Handlungskraft wurde. Er hat mit seinem Leben bezahlt», sagte Løkke Rasmussen bei einer Gedenkfeier im Parlament am Nachmittag. Die Feier hatte die nach den Angriffen gegründeten Finn-Nørgaard-Vereinigung organisiert.

Es mache ihn «stolz und froh zu sehen, dass mein Sohn nicht umsonst gestorben ist», weil seine Mitmenschlichkeit anerkannt werde, sagte Dan Uzans Vater, Mordekhai Sergeot Uzan. Er forderte die Dänen auf, zusammenzuhalten und die Demokratie gemeinsam gegen den Terror zu verteidigen. Der 37-jährige Uzan hatte freiwillig vor der Synagoge Wache gehalten, während in dem Gebetshaus eine Bat-Mitzwa gefeiert wurde. Eine Plakette soll künftig an ihn und Nørgaard erinnern.

Anlässlich des Jahrestags der Anschläge hatte sich am Samstag bereits der schwedische Künstler Lars Vilks in der dänischen Hauptstadt für die Meinungsfreiheit stark gemacht. «Wir haben die Vorstellung, dass Meinungsfreiheit ein Weg ist, vernünftig zu sein, ein Gespräch zu beginnen», sagte Vilks bei einer Konferenz zum Thema im Kopenhagener Parlament. «Aber wenn man sich der Gewalt und Drohungen bedient, ist das nicht möglich.» Der Zeichner soll Ziel der ersten Attacke gewesen sein. Er hatte in dem Kulturcafé an einer Diskussion zum Thema «Kunst, Blasphemie und Meinungsfreiheit» teilgenommen.

So, 2016-02-14 18:00
Brüssel (dpa)

Stahlarbeiter wollen in Brüssel gegen Billigkonkurrenz demonstrieren

Brüssel (dpa) - Tausende Stahlarbeiter wollen in Brüssel aus Protest gegen die Billigkonkurrenz aus China auf die Straße gehen. Der Europäische Stahlverband Eurofer erwartet am Montag (11.30 Uhr) mehr als 5000 Teilnehmer zu der Demonstration. Die Stahlbranche in Europa ächzt unter einem Verfall der Stahl- und Rohstoffpreise. Branchengrößen wie ArcelorMittal und ThyssenKrupp kämpfen mit dem schwierigen Umfeld. In einem Brandbrief hatten Deutschland und sechs weitere Länder die EU zum Handeln aufgefordert. Die heimische Industrie müsse gegen «unfaire Handelspraktiken» geschützt werden, hieß es.

Die EU-Kommission hatte am Freitag bestimmte Stahlerzeugnisse aus China und Russland mit Einfuhrzöllen belegt. Es geht um sogenannte kaltgewalzte Flachstahlerzeugnisse. Bei drei weiteren Stahlprodukten aus China leitete die Brüsseler Behörde Anti-Dumping-Untersuchungen ein. Dabei soll festgestellt werden, ob ausländische Erzeugnisse in Europa zu einem künstlich niedrigen Preis verkauft werden.

Bei einer Konferenz der EU-Kommission am Montag (10.00 Uhr) in Brüssel soll zudem über die Lage des Stahlsektors und anderer energieintensiver Industrien diskutiert werden. Teilnehmen werden unter anderem EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska, Minister aus mehreren EU-Staaten und Vertreter verschiedener Branchen.

So, 2016-02-14 16:21
Istanbul (dpa)

Türkische Armee beschießt Kurden im Norden Syriens - mehrere Tote

Wenig bereitet der Türkei solche Sorgen wie Erfolge kurdischer Kämpfer in Nordsyrien - selbst wenn diese gegen Islamisten vorgehen. Am Wochenende beschoss die Armee neu eroberte Stellungen der Einheiten,es gab mehrere Tote.

Istanbul (dpa) - Die türkische Armee hat im Norden Syriens Gebiete unter kurdischer Kontrolle mit Artillerie beschossen. Bei den Angriffen am Wochenende auf neu eroberte Stellungen der Einheiten nördlich der heftig umkämpften Großstadt Aleppo seien am Samstag und Sonntag mindestens zwei Kämpfer getötet und sieben verletzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Die Nachrichtenagentur Hawar, die den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) nahe steht, meldete ebenfalls zwei Tote. Die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu dagegen berichtete unter Berufung auf einen Kommandeur der Rebellengruppe Jabhat Schamija von 29 getöteten kurdischen Kämpfern.

In der Region waren YPG-Einheiten und arabische Verbündete zuletzt gegen islamistische Rebellen vorgerückt. 

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte nach Angaben Anadolus im osttürkischen Erzincan, die Armee habe am Samstag gemäß der Einsatzregeln auf einen Angriff aus der nordsyrischen Region Asas reagiert. Die YPG solle sich aus der Region Asas zurückziehen, forderte er. Zu dem Beschuss vom Sonntag gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme der türkischen Regierung.

Bei der YPG handelt es sich um den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die kurdischen Volksschutzeinheiten gehören im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zum wichtigsten Verbündeten des Westens.

Die Türkei bekämpft jedoch die PKK und befürchtet, dass die YPG und ihre Verbündeten die gesamte Grenze zur Türkei unter ihre Kontrolle bringen. Die Kurden haben dort in großen Gebieten bereits eine Selbstverwaltung errichtet. Eine autonome Kurdenregion in Syrien könnte auch die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden in der Türkei befeuern, so die Sorge Ankaras.

Frankreich forderte einen sofortigen Stopp aller Bombardierungen in Nordsyrien und der Region um Aleppo. Auch die der türkische Beschuss kurdisch kontrollierter Zonen dort sollten sofort eingestellt werden, erklärte das französische Außenministerium am Sonntag. Vordringlich sei der Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) hieß es.

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde
Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

Geht doch!

Es muss nicht immer das Auto sein


Ein innovatives Mobilitätskonzept für Helsinki soll Mensch und Umwelt zugute kommen.

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Finnlands Hauptstadt will die Blechlawinen eindämmen. Aber nicht mit Verboten, sondern mit einer attraktiven Mobilitäts-App: Mit einem Klick verrät diese das optimale Verkehrsmittel für die jeweilige Route. Die Kunden können flexibel Carsharing, Leihräder, Busse, Bahnen oder auch Kleinbusse nutzen. Diese holen Passagiere nach Bedarf ab und bieten Gratis-Wi-Fi. Bezahlt werden muss nicht jeder Fahrschein einzeln, das System rechnet die Fahrten zentral ab. Bis 2025 will die Stadtverwaltung Helsinkis das innovative Konzept einführen und dadurch den öffentlichen Nahverkehr so einfach und günstig machen, dass private Autos überflüssig werden. Stadtentwickler und Verkehrsplaner schwärmen schon heute von den neuen Perspektiven für die Bewohner: Aus Parkplätzen werden Radwege, Alleen oder Fußgängerzonen und aus Parkhäusern Wohnraum. Die kommunale Verkehrsexpertin Sonja Heikkilä ist überzeugt, dass sich diese Vision realisieren lässt, zumal die junge Generation Autos nicht mehr als Statussymbol betrachte. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: An Konzernen wie Google führt bei dieser Mobilitätsnutzung kein Weg vorbei. Der Fahrgast wird gläsern.
hsl.fi/en/strategy

 

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Hamburg/Dortmund: Draht nach Hause
Angeblich um eine illegale Nutzung zu verhindern, stellen die Behörden in Flüchtlingsheimen oft keinen Internetzugang bereit. Private Initiativen wie die Freifunker wollen das ändern: Sie stellen WLAN-Router zur Verfügung und ermöglichen Hunderten von Flüchtlingen, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, online Deutsch zu lernen oder sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
freifunk.net

USA: Ölfressende Pflanzen
Biologisch abbaubare Substanzen sollen in Zukunft Ölteppiche beseitigen. Aus Pflanzen entwickelten US-Wissenschaftler einen als Phytol bezeichneten Alkohol, der den Ölfilm zusammendrängt. Die organischen Moleküle werden im Wasser gespalten und abgebaut. Aufgelegt wurde das Forschungsprogramm nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Finanziert hat es ausgerechnet der Mineralölkonzern BP.

Kopenhagen: Reste à la carte
Im dänischen Restaurant „Rub & Stub“ kommt seit Herbst 2014 auf den Tisch, was sonst im Müll gelandet wäre. Das nachhaltige Konzept kommt gut an – die Gäste stehen Schlange und sind gespannt darauf, welches Menü die Küchencrew aus den gelieferten Zutaten zaubert. In Amsterdam und Berlin macht das Experiment Schule. „Restlos glücklich“ heißt der deutsche Ableger. Das deutsche Start-up rief Mitte August eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Die Macher wollen nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch ihre Gäste zum Nachdenken über ihren Umgang mit Nahrungsmitteln anregen.

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So, 2016-02-14 16:23
Washington (dpa)

Tod eines Richters verschärft den US-Wahlkampf Von Gabriele Chwallek, dpa

Schon jetzt sind die USA politisch so gespalten wie kaum jemals zuvor. Nun platzt der Tod eines Obersten Richters mitten in den Wahlkampf - und macht die Entscheidung über den nächsten Präsidenten noch schicksalsträchtiger.

Washington (dpa) - Der erste Schock über den jähen Tod von Antonin Scalia war noch nicht abgeebbt, da begann der Streit. Wird die Berufung eines neuen Richters im Supreme Court der USA häufig zu einer politischen Schlacht, platzte die Nachricht nun mitten in den Präsidentschaftswahlkampf - in einem Land, das so tief gespalten ist wie selten zuvor.

Ausgerechnet jetzt wird ein Platz in dem selber so hochpolitischen Gericht frei - und nicht irgendein Platz. Dass Scalia geradezu ein erzkonservatives Urgestein war, eine Ikone etwa für Abtreibungsgegner, Waffenliebhaber und Todesstrafenbefürworter, macht die Auseinandersetzung um seine Nachfolge und damit die künftige Ausrichtung des Gerichts umso erbitterter.

Scalia stand in den Augen vieler Republikaner genau für das, was sie für gefährdet halten, sollte wieder ein Demokrat - oder eine Demokratin - ins Weiße Haus einziehen: eine möglichst kleine zentrale Regierung, Schutz der individuellen Rechte, eine strikte Auslegung der Verfassung ganz im ursprünglichen Sinn ihrer Autoren. Das macht die Neubesetzung für die Konservativen zu einem geradezu idealen Wahlkampfthema, unterstreicht ihre Botschaft, was dem Land drohe, wenn die Wähler ihnen nicht folgen: ein hoffnungsloses Absinken in Richtung links, wenn nicht gar hin zum Sozialismus.

Das spiegelt sich auch darin wider, dass die republikanischen Präsidentschaftsbewerber, die sich sonst unerbitterlich bekriegen, in diesem Punkt an einem Strang ziehen. Zumal kurz vor der nächsten Vorwahl in South Carolina: Dort gibt es viele evangelikale Wähler.

«Es geht um die Rettung von gleich zwei Zweigen der Regierung, nicht nur der Präsidentschaft, sondern auch des Supreme Courts», warnte etwa der selber erzkonservative Senator Ted Cruz. Und Multimilliardär Donald Trump gab die Parole aus: «Verzögern, verzögern, verzögern.»

So hat sich der Demokrat Barack Obama wohl kaum Illusionen gemacht, als er am Samstag ankündigte, dass er einen Nachfolger nominieren wird - und erwartet, dass der Senat «seiner Verantwortung gerecht wird, dieser Person ein faire Anhörung und eine zeitlich angemessene Abstimmung zu bieten.» Obama weiß genau, dass er das nur erhält, sollte er einen so überparteilich respektierten Kandidaten finden, dass ihn die Republikaner schlechthin ablehnen könnten. Aber so ein Bewerber ist in derart polarisierten Zeiten schwer zu finden.

Zweimal schon hatte Obama in seiner Amtszeit die Gelegenheit, den Supreme Court mit frischen moderaten Richtern anzufrischen: Sonia Sotomayor und Elena Kagan. Dass ihm das gelang, haben ihm die Republikaner nie verziehen. So galt es am Sonntag bereits als völlig ausgeschlossen, dass der Präsident auch nur den Fitzel einer Chance erhält, in seiner Amtszeit die Richtung des bisher fünf zu vier zugunsten der Konservativen gespaltenen Gerichts neu zu bestimmen.

Wahrscheinlicher gilt eine Blockade durch den Senat - und damit das Szenario eines fast kompletten politischen Stillstands im Land. Der Kongress bringt wegen unaufhörlichen Parteienstreits kaum etwas zustande, Obama ist, ob er es will oder nicht, schon mit einem halben Fuß aus der Tür, und der Supreme Court würde im Fall einer Vier-zu-Vier-Pattsituation weitgehend machtlos.

Letzteres wäre nicht so gravierend, hätte das Gericht in dem Land mit sehr klagefreudigen Bürgern nicht traditionell eine überaus starke Rolle. Es ist beispiellos, wie oft es in aktuellen Auseinandersetzungen um Gesetze oder auch Verfügungen das letzte Machtwort hat.

Wer sich mit einer politischen Maßnahme - etwa wie im Fall Obamacare - einfach nicht abfinden will, läuft von Pontius nach Pilatus, das heißt, von einer gerichtlichen Instanz zur nächsten, bis zum Supreme Court. Mangels eines oft wenig funktionsfähigen Kongresses ist das Gericht damit zu einer Art Ersatzparlament geworden.

So hängt Obama selber mit mindestens zwei wichtigen Maßnahmen in den Seilen, wenn es zu einem vorläufigen Patt kommt oder - schlimmer noch - ein Republikaner im Weißen Haus im nächsten Jahr Scalias Nachfolger nominieren könnte und sich bei der anstehenden Neuwahl eines Drittels des Senats nichts an der Mehrheit der Republikaner in dieser Kammer ändert. Es geht um strengere Emissionsregeln zum Klimaschutz und Restriktionen bei der Abschiebung von illegalen Immigranten - Herzensangelegenheiten Obamas und rote Tücher für die Republikaner.

Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass Scalias Tod am Ende die noch wichtigere Neubesetzung - im Weißen Haus - bestimmt. Wittert die religiöse Rechte Morgenluft, hegen moderate konservative Kreise eine andere Hoffnung: dass die neue Lage im Supreme Court den Populisten Trump und den extremen Cruz stoppt und einen gemäßigteren Republikaner an die Spitze katapultiert.

«Du kannst Scalia nicht ersetzen, wenn du nicht gewinnst», zitiert die «New York Times» Senator Lindsey Graham, der Jeb Bush unterstützt. «Ich hoffe, dass die Konservativen verstehen, dass das ein Weckruf ist.». Man müsse jemanden zum Spitzenkandidaten machen, der siegen könne, und «Donald Trump kann es nicht, Ted Cruz kann es nicht.»

Die Demokraten wiederum hoffen, das sich die Republikaner so oder so am Ende selber ins Knie schießen. Den Supreme Court praktisch ein ganzes Jahr lahmzulegen, würde ihnen Wahlkampfmunition liefern. Und angesichts wichtiger anstehender Gerichtsentscheidungen, so sagt die demokratische Strategin Stephanie Cutter voraus, «glaube ich nicht, dass es eine junge Person, eine Frau, einen Demokraten oder unabhängigen Wähler gäbe, der (bei der Wahl) zu Hause bliebe».

So, 2016-02-14 16:59
Nürnberg (dpa)

Russlanddeutsche demonstrieren gegen Asylpolitik in Deutschland

Nürnberg (dpa) - In Nürnberg hat eine Bürgerinitiave von Russlanddeutschen gegen die Asylpolitik der Bundesregierung demonstriert. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer am Sonntag auf 150. Auf der Gegenseite folgten etwa 250 Demonstranten dem Aufruf örtlicher Bündnisse gegen Rechtsextremismus. Die Gruppen wurden durch Absperrgitter und eine Polizeikette voneinander getrennt.

Der Nürnberger Verdi-Gewerkschaftsfunktionär Uli Schneeweiß warf den demonstrierenden Russlanddeutschen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus vor. An die Bevölkerung appellierte er: «Lasst nicht zu, dass offener Rassismus in die Mitte der Gesellschaft gelangt. Rassismus ist eine No-Go-Aerea».

In der Bürgerinitiative «Sichere Heimat» haben sich nach Angaben der Mitinitiatorin Elena Roon größtenteils Russlanddeutsche zusammengeschlossen. «Merkels Immigrationspolitik versagt», stand auf einem der Plakate. Der Mitinitiator Igor Jürgenson forderte in seiner Rede eine sofortige Abschiebung aller Asylbewerber, die das Asylrecht missbrauchten. Die Veranstalter bestritten, dass ihr Bündnis von Rechten unterwandert sei. Ein Mitorganisator räumte aber gegenüber dpa ein, die islamfeindliche Pegida Nürnberg habe die Lautsprecheranlage für die Kundgebung bereitgestellt.

So, 2016-02-14 16:04
Washington (dpa)

Bevorstehende Entscheidungen am Supreme Court

Washington (dpa) - Klimaschutz, Abtreibung, Einwanderung: Am Obersten Gerichtshof der USA stehen wichtige Entscheidungen an. Da der Supreme Court nach dem Tod von Antonin Scalia nur acht Richter zählt, ist künftig auch ein Patt von vier zu vier Stimmen möglich. In diesem Fall würde die jeweils vorausgegangene Entscheidung des jeweils unteren Gerichts, dessen Urteil überprüft werden soll, bestätigt. Die wichtigsten bevorstehenden Entscheidungen im Überblick:

- Im Streit um illegal eingewanderte MIGRANTEN will Präsident Barack Obama fünf Millionen in den USA lebende Menschen vor der Abschiebung bewahren. Ein Bundesrichter in Texas hatte Obamas Einwanderungserlass gestoppt. Nun soll der Supreme Court bis Ende Juni über das Schicksal der meist aus Lateinamerika stammenden Einwanderer urteilen.

- Auch die von Obama angeordnete Eindämmung von CO2-EMISSIONEN an Kraftwerken könnte vor dem Supreme Court landen. Das höchste Gericht hatte die Klimaschutzpläne wegen anhängiger Klagen bereits gestoppt. Nach einer Entscheidung eines Bezirksgerichts im Sommer oder Herbst könnte der Supreme Court sich dem Thema Ende 2016 erneut annehmen.

- Im Streit um das Recht auf ABTREIBUNG steht eine der wichtigsten Entscheidungen seit Jahren an. Im aktuellen Fall geht es um ein Gesetz in Texas, das Abtreibungskliniken hohe Standards vorschreibt. Erhält der Supreme Court es aufrecht, müssten viele Kliniken schließen. Das Urteil hätte zugleich eine landesweite Signalwirkung.

- Ähnlich aufgeladen ist die Debatte um SCHWANGERSCHAFTSVERHÜTUNG. Bereits zum vierten Mal will der Supreme Court zu Präsident Barack Obamas Gesundheitsreform urteilen. Im Kern geht es diesmal um die Frage, ob religiöse Arbeitgeber ihren Angestellten in Versicherungen kostenlose Mittel zur Empfängnisverhütung anbieten müssen.

- Den im Vergleich zu Deutschland weniger einflussreichen GEWERKSCHAFTEN droht am Supreme Court ein Rückschlag. Die Richter wollen bald darüber entscheiden, ob Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst auch dann in eine Gewerkschaftskasse einzahlen müssen, wenn sie nicht Mitglied sind. Das ist in 25 von 50 Bundesstaaten der Fall.

- Die bevorstehende Entscheidung des Supreme Court zum BILDUNGSZUGANG sind vor allem für Afroamerikaner und Latinos von Bedeutung. Colleges und Universitäten wollen diese Minderheiten mit gezielten Maßnahmen stärker fördern - so auch an der University of Texas. Kippt der Supreme Court diese Regelung, dürften weitere Hochschulen nachziehen.

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

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Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

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So, 2016-02-14 16:28
Moskau (dpa)

«Kurier des Zaren»: Medwedew bekräftigt in München Loyalität zu Putin

Moskau (dpa) - Große Auftritte wie bei der Sicherheitskonferenz in München sind für Dmitri Medwedew rar geworden, seit er für Russlands starken Mann Wladimir Putin wieder ins zweite Glied rücken musste. Nach nur vier Jahren im Kreml machte der Jurist 2012 Platz für den alten und neuen Präsidenten Putin. Damit schwanden auch im Westen Hoffnungen, der jungenhaft wirkende Medwedew könne ein neues Kapitel der Entspannung im Verhältnis zwischen Ost und West aufschlagen.

Noch 2009 war der damalige Präsident Medwedew bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei München wie ein liberaler Reformer empfangen worden. Nun spricht Medwedew als Regierungschef von einem neuen Kalten Krieg. Politische Beobachter in Moskau tun es schon lange als Wunschdenken ab, Medwedew als «Anti-Putin» zu sehen.

Der 50-Jährige verdankt seine politische Karriere vor allem - Putin. Kremlkritiker wie Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow sahen ihn stets als «Kurier des Zaren», also Putins - ohne eigenen Machtinstinkt, der mit demokratischen Versprechen den Westen freundlich stimmen sollte.

Anders als sein politischer Ziehvater stammt Medwedew aus einer Intellektuellen-Familie in St. Petersburg. Nach dem Jurastudium lernte er Putin kennen, der in der Stadtverwaltung der ehemaligen Zarenstadt arbeitete. Als Putin den Sprung nach Moskau schaffte, holte er Medwedew nach und machte ihn auch zum Vize-Regierungschef.

Zwar halten demokratische Kräfte in Russland dem Familienvater zu Gute, mit Kritik an den Zuständen im eigenen Land etwas in den Köpfen der Menschen bewegt zu haben. Vielen gilt Medwedew aber derzeit als jemand, der seine Ämter vor allem der Loyalität zu Putin verdankt.

So, 2016-02-14 16:17
Paris (dpa)

Frankreich fordert Stopp aller Bombardierungen in Nordsyrien

Paris (dpa) - Frankreich fordert einen sofortigen Stopp aller Bombardierungen in Nordsyrien und der Region um Aleppo. Auch die der türkische Beschuss kurdisch kontrollierter Zonen dort sollten sofort eingestellt werden, erklärte das französische Außenministerium am Sonntag in Paris. Vordringlich sei der Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) hieß es.

Die türkische Armee hat im Norden Syriens Gebiete unter kurdischer Kontrolle mit Artillerie beschossen. Bei den Angriffen am Wochenende auf neu eroberte Stellungen der Einheiten nördlich der heftig umkämpften Großstadt Aleppo seien am Samstag und Sonntag mindestens zwei Kämpfer getötet und sieben verletzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. In der Region waren kurdische Volksschutzeinheiten (YPG) und arabische Verbündete zuletzt gegen islamistische Rebellen vorgerückt.

So, 2016-02-14 16:33
Würzburg (dpa)

Misereor-Fastenaktion: Bischof beklagt Raubbau in Brasilien

Würzburg (dpa) - Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hat zum Start der bundesweiten Misereor-Fastenaktion die Rohstoffausbeutung in Brasilien beklagt. «Aus politischen und wirtschaftlichen Interessen ist anderen Völkern gegenüber viel Unrecht geschehen und geschieht zum Teil immer noch. Der Griff nach Rohstoffen und die Sicherung des eigenen Wohlstands standen im Vordergrund», kritisierte Hofmann beim Eröffnungsgottesdienst der Fastenaktion am Sonntag im Würzburger Dom. Noch immer profitierten die Menschen in den Industriestaaten etwa von den billigen Agrarimporten. Brasilien ist in diesem Jahr Beispielland der Misereor-Aktion.

In der gemeinsamen Predigt nannte der brasilianische Bischof Erwin Kräutler als Beispiel den Bau von Wasserkraftwerken in seinem Land. Sie entstünden in Brasilien derzeit zu Dutzenden. Im Gegenzug würden tausende Familien ihren Grund und Boden verlieren und in kleine Fertigteilhäuser umgesiedelt. Tausende Quadratkilometer tropischen Regenwalds würden abgeholzt und die Rechte der Indio-Bevölkerung missachtet. «Astronomische Gewinne und die Sicherung von Arbeitsplätzen machen die folgenschweren Eingriffe auf Mensch und Mitwelt noch lange nicht ethisch vertretbar», sagte Bischof Kräutler. Mit einer Petition soll nun zumindest der Bau eines Staudamms am Fluss Tapajos verhindert werden.

So, 2016-02-14 15:43
Istanbul (dpa)

Opposition fordert unabhängige Untersuchung im türkischen Cizre

Istanbul (dpa) - Kurz nach dem offiziellen Ende des Militäreinsatzes im türkischen Cizre hat die Opposition eine internationale Untersuchung unter Leitung der Vereinten Nationen (UN) gefordert. Sicherheitskräfte hätten dort «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» begangen, heißt es in einem offenen Brief der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP vom Sonntag, der unter anderem an das UN-Sekretariat gerichtet ist. Das Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wurde von dem HDP-Abgeordneten Faysal Sariyildiz verfasst. 

Weiter heißt es: «Während der Blockade, die unter dem Deckmantel einer Ausgangssperre durchgeführt wurde, haben Sicherheitskräfte der Regierung schwere Waffen inklusive Artillerie im Stadtzentrum benutzt». Es gebe zudem Hinweise auf den Einsatz von chemischen Waffen. Die Partei befürchte, die Vernichtung von Beweisen.

Die südosttürkische Stadt Cizre steht seit Mitte Dezember unter Ausgangssperre. Sicherheitskräfte gehen dort und in weiteren Bezirken des Südostens gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vor. Beide Parteien liefern sich regelmäßig heftige Gefechte.

Innenminister Efkan Ala hatte den Einsatz in Cizre am Donnerstag für beendet erklärt. Er sagte jedoch auch, dass die Ausgangssperre vorerst in Kraft bleibe.

So, 2016-02-14 16:01
Istanbul (dpa)

Bericht: 29 Kämpfer in Syrien durch Beschuss aus Türkei getötet

Istanbul (dpa) - Die türkische Armee hat nach einem Bericht 29 kurdische Kämpfer in Syrien durch Artilleriebeschuss getötet. Die Opfer habe es in der Region Asas im Norden Syriens gegeben, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag unter Berufung auf einen Kommandeur der Rebellengruppe Jabhat Schamija.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte dagegen mit, bei Angriffen am Samstag und Sonntag seien mindestens zwei Kämpfer getötet und sieben weitere verletzt worden. Die Nachrichtenagentur Hawar, die den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) nahe steht, meldete ebenfalls zwei getötete Kämpfer. In der Region waren YPG-Einheiten und arabische Verbündete zuletzt gegen islamistische Rebellen vorgerückt.

Bei der YPG handelt es sich um den syrischen Ableger der verbotenen Arbeiterpartei PKK. Die kurdischen Volksschutzeinheiten gehören im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zum wichtigsten Verbündeten des Westens. Die Türkei bekämpft jedoch die PKK und befürchtet, dass die YPG und ihre Verbündeten die gesamte Grenze zur Türkei unter ihre Kontrolle bringen. Die Kurden haben dort in großen Gebieten bereits eine Selbstverwaltung errichtet.

So, 2016-02-14 15:47
Berlin (dpa)

Bericht: Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Verfassungsschützer

Berlin (dpa) - Die Bundesanwaltschaft prüft nach einem Zeitungsbericht Vorwürfe gegen einen Verfassungsschützer wegen des Verdachts auf Unterstützung einer ausländischen Terrorvereinigung. Der Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) soll vor Jahren einen Informanten finanziert haben, um das Vertrauen eines Drahtziehers in der Berliner Islamisten-Szene zu gewinnen. Das Ermittlungsverfahren richte sich «gegen einen namentlich bekannten und weitere namentlich nicht bekannte Mitarbeiter», teilte die Bundesanwaltschaft nach Angaben der «Berliner Morgenpost» mit.

Die Ermittlungen gingen zurück auf Schilderungen eines aus der Islamisten-Szene ausgestiegenen einstigen V-Mannes. Der Mann hatte im Vorjahr öffentlich erklärt, er habe den Auftrag gehabt, mit einer Spende in Höhe von 500 Euro das Vertrauen einer wichtigen Führungsfigur der Berliner Islamisten-Szene zu erlangen. Sein Kontaktmann beim Verfassungsschutz habe gewusst, dass das Geld für das Terrornetzwerk Al-Kaida bestimmt war. Das Geld habe der Verfassungsschutz eigens dafür bereitgestellt.

So, 2016-02-14 14:06
Leonding (dpa)

Streit um Kinderlärm: Vater schlägt Senioren mit Eisenstange nieder

Leonding (dpa) - Im Streit über den Lärm seiner Kinder soll ein Mann in Oberösterreich ein benachbartes Ehepaar mit einer Eisenstange geschlagen und lebensgefährlich verletzt haben. Die beiden Opfer, ein 74-Jähriger und seine 71-jährige Ehefrau, erlitten Kopfverletzungen. Der 41 Jahre alte Tatverdächtige habe sich entschuldigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Offenbar habe sich das Ehepaar des Öfteren über den Lärm der beiden kleinen Kinder des Mannes aus Leonding beschwert. Als die Senioren am Samstag auf der Straße spazierten, nahm der 41-Jährige laut Polizei eine Eisenstange von einer Baustelle und schlug auf die beiden ein. Zeugen hörten Schreie und holten Hilfe.

So, 2016-02-14 14:49
München (dpa)

Bayern geht mit Spezialeinheit gegen Scheinfirmen von Terroristen vor

München (dpa) - Islamistische Terroristen betrügen die staatlichen Kassen in Deutschland nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks mittels Scheinfirmen um Millionenbeträge. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte dem Sender, die Täter gerieten ins Visier der Ermittler, da die Mechanismen bei der Terrorfinanzierung denen der Organisierten Kriminalität ziemlich ähnlich seien. 

Dabei gehe es auch um Geldwäsche, sagte Söder. «Darum haben wir jetzt extra Einheiten gebildet, die sich mit diesen Terrorfragen beschäftigen, und die insbesondere bestimmte Geschäftsfelder, aber auch regionale Aktivitäten überprüfen, um den Sumpf trocken zu legen, der sich durch Terror ergibt.» Manchmal würden bis zu 10 000 Einzelbuchungen verfolgt, um ein spezielles Muster zu erkennen.

Dem Bericht zufolge hat eine unter anderem in Deutschland aktive Tätergruppe in einem komplex angelegten Geflecht aus Scheinfirmen ein internationales Betrugskonzept entwickelt, mit dem ein dreistelliger Millionenbetrag umgesetzt wurde. Von den Finanzkassen hätten die Täter einen zweistelligen Millionenbetrag an Umsatzsteuer zurückgefordert - für Umsätze, die nie getätigt wurden. In einer Telefonüberwachung sprechen die Täter den Angaben zufolge selbst von «Economic Jihad», also einem Gotteskrieg auf wirtschaftlicher Basis.

So, 2016-02-14 14:29
Berlin (dpa)

Grünen-Politiker Palmer will mehr Flüchtlinge abweisen

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer von den Grünen eckt gern an in seiner Partei und gibt den «Bad Boy». Jetzt fordert er Zäune gegen unkontrollierte Einwanderung von Flüchtlingen. Und wird von Parteikollegen nicht nur scharf kritisiert, sondern auch verhöhnt.

Berlin (dpa) - Der Grünen-Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, spricht sich in der Flüchtlingspolitik für einen härteren Kurs aus und erntet dafür erneut scharfe Kritik aus den eigenen Reihen. «Es sind nicht die Zeiten für Pippi-Langstrumpf- oder Ponyhof-Politik», sagte Palmer dem «Spiegel». «Wir müssen die unkontrollierte Einwanderung beenden. Das bedeutet nicht, dass wir niemanden mehr reinlassen, aber wir entscheiden, wer reinkommt.»

Die EU-Außengrenzen sollen nach dem Willen Palmers mit einem Zaun und bewaffneten Grenzern gesichert werden, um deutlich mehr Flüchtlinge als bisher abzuweisen. Er sei dafür, dass Deutschland großzügig Menschen in Not aufnimmt, aber eben nicht alle. Palmer forderte die Grünen auf, die von der Union geforderte Erweiterung der Liste sogenannter sicherer Herkunftsländer um Algerien, Tunesien und Marokko mitzutragen und nicht im Bundesrat zu blockieren.

Proteste von Grünen-Politikern ließen nicht lange auf sich warten - auch mit Blick auf die Wahl in Baden-Württemberg am 13. März. Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter warf Palmer im «Tagesspiegel» (Montag) vor: «Wer Zäune und Mauern zur Begrenzung der Einwanderung von Flüchtlingen fordert, spielt in erster Linie rechten Hetzern in die Hände.» Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, und die «Grüne Jugend» machten sich im Kurznachrichtendienst Twitter über Palmer lustig.

«Ich glaube da hat ein südwestdeutscher OB zu viel Krummelus genascht», twitterte Beck in Anspielung auf Palmers Formulierung «Pippi-Langstrumpf-Politik». Krummelus-Pillen sind eine Wortschöpfung der Schriftstellerin Astrid Lindgren. Sie sollen in den Pipi-Langstrumpf-Kinderbüchern dafür sorgen, dass die Freunde Pipi, Annika und Thomas Kinder bleiben.

Die «Grüne Jugend» postete bei Twitter ein Bild, das den Oberkörper Wladimir Putins mit einem darauf montierten Kopf Palmers auf einem pinkfarbenen Einhorn zeigt, das unter einem Regenbogen hindurch reitet. Dazu heißt es: «Palmer will Zäune & weniger Ponyhof. Wir wollen weniger Zäune und konsequenten Menschrechtsschutz.»

Der streitbare Grünen-Politiker Palmer bringt regelmäßig seine Partei gegen sich auf. Der 43-Jährige hatte zuvor auch vor falscher Toleranz und einer Überforderung der Gesellschaft gewarnt. «Ich mache gern den Bad Boy, wenn es die Debatte weiterbringt», sagte Palmer dem «Spiegel». Es sei ein ungeheurer Kraftakt, etwas aufzugeben, was man 30 Jahre propagiert habe, sagte er mit Blick auf grüne Überzeugungen.

Seine Stadt Tübingen habe Probleme, den Andrang der Flüchtlinge zu bewältigen. In der Bevölkerung schwinde die Akzeptanz. «Spätestens seit den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln kommen selbst grüne Professoren zu mir, die sagen: Ich habe zwei blonde Töchter, ich sorge mich, wenn jetzt 60 arabische Männer in 200 Meter Entfernung wohnen.»

Der Linken-Parteichef und Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, Bernd Riexinger, attackierte Palmer mit den Worten: «Der reaktionäre Jungspund aus Baden-Württemberg betätigt sich wieder einmal als CSU-Sprecher und offenbart, wie die Grünen heute Politik machen: unsozial, ungerecht und scheinheilig.»

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

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