Sa, 2015-02-28 01:55
Mexiko-Stadt (dpa)

Menschenrechtsgesandter beklagt Rechtsstaatsdefizite in Mexiko

Mexiko-Stadt (dpa) - Nach seiner mehrtägigen Reise durch Mexiko hat der deutsche Menschenrechtsbeauftragte Christoph Strässer (SPD) die mangelnde Rechtsstaatlichkeit kritisiert. «Es fehlen rechtsstaatliche Strukturen im ganzen Land. Das beginnt beim fehlenden Zugang zur Justiz und geht weiter mit Folter in den Gefängnissen, Verschwindenlassen sowie Korruption», sagte er zum Abschluss seines Besuchs am Freitag. Positiv hingegen sei das Erstarken der Zivilgesellschaft in den vergangenen Jahren.

Strässer hatte in Mexiko die Angehörigen der 43 Studenten besucht, die vor fünf Monaten in Iguala von Polizisten verschleppt und vermutlich von Bandenmitgliedern getötet worden waren. Zudem traf er sich zu Gesprächen mit Außenminister José Antonio Meade, Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam, Vertretern der katholischen Kirche und Repräsentanten der Nationalen Menschenrechtskommission.

Sa, 2015-02-28 00:46
New York (dpa)

Zahl der Ölförderanlagen in USA kräftig gesunken

New York (dpa) - Amerika baut ab: Der Ölpreisverfall hat die Zahl der Bohranlagen zur Förderung auf den tiefsten Stand seit mehr als dreieinhalb Jahren gedrückt. Nach einer am Freitag veröffentlichten Statistik der Ölservicefirma Baker Hughes waren zuletzt 986 Anlagen im Einsatz. Das waren 33 weniger als in der Vorwoche und 444 weniger als vor einem Jahr, es ist der tiefste Stand seit Juni 2011. Weil die Ölpreise seit dem letzten Sommer massiv abgerutscht sind, rechnet sich die Produktion für viele Firmen nicht mehr. Durch Fracking, eine ökologisch umstrittene Fördertechnik, bei der tief lagerndes Schieferöl mit Chemikalien gelöst wird, hatte Amerika die Produktion zuvor allerdings auch stark ausgeweitet.

Sa, 2015-02-28 00:45
Washington (dpa)

USA: Blogger-Ermordung in Bangladesch feiger Angriff )

Washington (dpa) - Die US-Regierung hat die Ermordung des Bloggers Avijit Roy in Bangladesch als «feigen Angriff» verurteilt. Die Tat sei «entsetzlich in ihrer Brutalität», sagte Außenamtssprecherin Jen Psaki am Freitag.

Der in den USA lebende Roy war am Donnerstag nahe der Universität von Dhaka ermordet worden, wo er sein neues Buch vorstellen wollte. Er hatte in seinem Blog religiösen Fanatismus kritisiert und war mehrfach von Islamisten bedroht worden. Nach Polizeiangaben fielen Unbekannte mit Messern oder Hackbeilen über Roy und seine Frau her, die schwer verletzt wurde.

«Dies war nicht nur ein Angriff auf eine Person, sondern ein feiger Angriff auf die universalen Prinzipien, die in der Verfassung von Bangladesch verankert sind, und auf die stolze Tradition intellektueller und religiöser Redefreiheit», sagte Psaki.

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Sa, 2015-02-28 00:37
Kiew (dpa)

Ukrainischer Präsident äußert sich schockiert über Mord an Nemzow

Kiew (dpa) - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat sich schockiert über den Mord an dem russischen Oppositionspolitiker Boris Nemzow geäußert. «Sie haben Boris umgebracht. Es ist kaum zu glauben. Ich habe keine Zweifel, dass die Täter bestraft werden. Früher oder später», schrieb der prowestliche Staatschef in der Nacht zum Samstag bei Twitter. Nemzow war ein glühender Unterstützer des prowestlichen Kurses in der Ukraine. Er war am späten Freitagabend in Kremlnähe erschossen worden. Die Ermittler schließen einen Auftragsmord an dem scharfen Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin nicht aus.

Sa, 2015-02-28 00:20
Berlin (dpa)

«Bild»: Von Boko Haram entführte Mädchen wurden Mütter

Berlin (dpa) - Mehr als 200 meist christliche Schulmädchen wurden im April 2014 von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram in Chibok in Nordnigeria entführt. Einige von ihnen haben nach Informationen der «Bild»-Zeitung (Samstag) als Ergebnis von Vergewaltigungen nun Kinder geboren. Das Blatt beruft sich dabei auf den Australier Stephen Davis, der die nigerianische Regierung beraten habe.

Davis habe im Sommer 2014 vier Monate lang den umkämpften Norden Nigerias bereist, um eine Freilassung der Mädchen auszuhandeln. Er habe weiterhin Kontakt zu den Islamisten. «Ein Kontakt bei Boko Haram teilte mir mit, dass die ersten Chibok-Mädchen in der letzten Woche Babys zur Welt gebracht haben», schrieb Davis der Zeitung zufolge.

Die Massenentführung hatte weltweit Schlagzeilen gemacht, auch wegen einer Kampagne «bring back our girls» (bringt unsere Mädchen zurück). Die Islamisten erklärten, sie würden die Mädchen versklaven und zum Islam konvertieren. Einige Mädchen entkamen ihren Peinigern. Seitdem gab es mehrere weitere Entführungen.

Fr, 2015-02-27 20:53
Stralsund (dpa)

Merkel setzt weiter auf diplomatische Lösung der Ukraine-Krise

Stralsund (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt in der Ukraine-Krise weiter auf Diplomatie. Alle Kraft müsse daran gesetzt werden, mit Russland und der Ukraine eine Lösung zu finden, wie der schwierige Zustand überwunden werden könne, sagte Merkel am Freitag bei ihrem Neujahrsempfang in ihrem Wahlkreis in Stralsund. «Ich glaube nicht, dass es in diesem Fall eine militärische Lösung gibt.» Es zeichne sich aber ab, dass man noch einen langen Atem brauche.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Fr, 2015-02-27 20:48
Madrid (dpa)

Internationales Geschäft erhöht Gewinn bei Hochtief-Eigner ACS

Hochtief-Eigner ACS hat trotz Wechselkursschwankungen 2014 seinen Gewinn gesteigert. Der spanische Baukonzern will nun seinen Anteil am Essener Traditionsunternehmen deutlich erhöhen.

Madrid (dpa) - Dank anziehender Nachfrage im internationalen Geschäft hat der spanische Baukonzern ACS, Mehrheitsaktionär der Essener Hochtief AG, im vergangenen Jahr mehr verdient. Wie das Unternehmen am Freitag in Madrid mitteilte, verbesserte die ACS-Gruppe das Nettoergebnis 2014 im Vergleich zu 2013 um 2,2 Prozent auf 717 Millionen Euro.

Nach Bekanntgabe der Jahresbilanz 2014 sagte Konzernchef Florentino Pérez, man strebe an, den Anteil der spanischen Gruppe an Hochtief von zur Zeit 61,4 auf 70 bis 75 Prozent zu erhöhen. Damit würde er sich «komfortabel fühlen», so Pérez. Umsatz und Gewinn wolle man im laufenden Jahr um fünf bis zehn Prozent steigern. 2016 wolle man dann das erklärte Ziel eines Nettoergebnisses von einer Milliarde Euro erreichen. 

Die 2014 erzielte Gewinnsteigerung war nach Angaben des Unternehmens in erster Linie den internationalen Aktivitäten zu verdanken. Dies sei trotz Wechselkursschwankungen gelungen. Bei Ausklammerung währungsbedingter Einbußen hätte der Ertrag im vorigen Jahr um 4,3 Prozent zugenommen, hieß es.

Laut der Jahresbilanz 2014 fiel der Umsatz des 1997 durch Fusion zweier Unternehmen gegründeten Madrider Konzerns um 0,8 Prozent auf knapp 34,9 Milliarden Euro. 84 Prozent aller Erlöse seien dabei außerhalb Spaniens erwirtschaftet worden. Mit einem Anteil von 34 Prozent am Gesamtumsatz sei Nordamerika der wichtigste Markt gewesen.

2012 hatte ACS noch Verluste von 1,9 Milliarden Euro verzeichnet, die größtenteils auf eine Sanierung der ACS-Beteiligung am spanischen Energiekonzern Iberdrola zurückgegangen waren.

Die Grupo ACS von Pérez, der auch dem Fußball-Traditionsclub Real Madrid vorsteht, ist vor allem in den Bereichen Bau, Energie, Telekommunikation und Infrastruktur tätig. Sie beschäftigt weltweit mehr als 160 000 Mitarbeiter.

Fr, 2015-02-27 19:59
Kiew (dpa)

Poroschenko wirbt bei Merkel für EU-Friedensmission in der Ukraine

Kiew (dpa) - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat bei einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel mit Nachdruck für eine EU-Friedensmission im Kriegsgebiet Donbass geworben. Es sei wichtig, die Anstrengungen für ein solches Kontingent zu koordinieren, sagte der Staatschef am Freitag einer Mitteilung des Präsidialamtes in Kiew zufolge.

Die Ukraine habe Interesse daran, dass die Europäische Union solch einen Einsatz organisiere. Der Westen hatte der Ex-Sowjetrepublik zuletzt aber keine Hoffnung auf einen Friedenseinsatz gemacht.

Der Mitteilung zufolge kritisierte Poroschenko, dass die prorussischen Separatisten «die Feuerpause nicht einhalten». Er betonte, dass die Ukraine den am 12. Februar in Minsk vereinbarten Friedensplan umsetze. Gleichwohl warfen auch die Aufständischen der Ukraine Verstöße gegen die Waffenruhe vor.

Themen des Telefonats seien außerdem die schwierige Wirtschaftslage der Ukraine sowie mögliche zusätzliche Schritte zur Stabilisierung der Lage gewesen. Demnach stellte Merkel weitere Hilfe in Aussicht bei Finanzierungsfragen im Zuge eines erweiterten Programmes des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Ukraine hofft auf neue IWF-Milliardenkredite, um eine Staatspleite abzuwenden.

Fr, 2015-02-27 17:38
Rotterdam (dpa)

Kleine Eisbären-Zwillinge machen ihren ersten Ausflug )

Rotterdam (dpa) - Kaum drei Monate alt und irre neugierig: Zwei kleine Eisbären-Zwillinge aus dem niederländischen Zoo Blijdorp bei Rotterdam haben am Freitag zum ersten Mal frische Luft geschnuppert. Gemeinsam mit Mutter Olinka verließen sie die schützende Säuglingshöhle und erforschten ihr großes Freiluftgehege, teilte der Zoo mit. Die Geburt der beiden war eine kleine Sensation. Denn es war das erste Mal nach 18 Jahren, dass in dem Zoo Eisbären-Zwillinge geboren wurden. Die beiden sind Geschwister von Eisbär Vicks, der 2010 geboren wurde. Ihr Geschlecht ist noch nicht bekannt.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

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