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Mo, 2016-05-30 17:36
Frankfurter/Main (dpa)

Prozess gegen Ex-Deutsche-Bank-Mitarbeiter geht im Juni zu Ende

Halfen Mitarbeiter der Deutschen Bank beim schmutzigen Handel mit Luftverschmutzungsrechten? Das Landgericht Frankfurt hat sich ein Urteil gebildet und will es bald verkünden.

Frankfurter/Main (dpa) - Der Prozess gegen Ex-Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen Steuerbetrugs beim Handel mit Luftverschmutzungsrechten geht auf die Zielgerade: Am 13. Juni will die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Frankfurt ihr Urteil verkünden, wie der Vorsitzende Richter Martin Bach am Montag ankündigte.

Die Generalstaatsanwaltschaft, die von «schwerer bandenmäßiger Steuerhinterziehung» ausgeht, forderte für drei der sieben Angeklagten Haftstrafen zwischen zweieinhalb und vier Jahren. Die übrigen vier Männer könnten mit Bewährungsstrafen davonkommen - allerdings drohen ihnen als Auflage bis zu 500 000 Euro Geldbuße.

Die Verteidigung des Hauptangeklagten beantragte am Montag Freispruch: Der frühere Abteilungsleiter könne nicht für rund 145 Millionen Euro Steuerschaden verantwortlich gemacht werden. Der Mann hatte als einziger in dem seit Februar laufenden Prozess kein Geständnis abgelegt. Daher fordert die Staatsanwaltschaft für ihn als «treibende Kraft im Umsatzsteuerkarussell» mit vier Jahren Haft die höchste Strafe.

Die Angeklagten sollen sich von Herbst 2009 bis Frühjahr 2010 an einem kriminellen Umsatzsteuer-Karussell beteiligt haben - als Geschäftskundenbetreuer, Mitarbeiter der Handelsabteilung oder der Steuerabteilung der Deutschen Bank. Beim Handel mit Rechten zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) wurden nach Erkenntnissen der Ermittler über deutsche Gesellschaften Emissionsrechte aus dem Ausland gekauft und im Inland über Zwischenfirmen weiterverkauft, ohne Umsatzsteuer zu bezahlen. Die jeweils letzte Gesellschaft in der Kette veräußerte die Papiere wieder ins Ausland. Dafür ließen sich die Betrüger vom Finanzamt Umsatzsteuer zurückerstatten, die nie gezahlt worden war.

In einem ersten Prozess im dem Komplex waren 2011 sechs Kunden der Bank wegen schwerer Steuerhinterziehung rechtskräftig zu Haftstrafen zwischen drei Jahren sowie sieben Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Die Deutsche Bank sitzt auch im aktuellen Prozess nicht auf der Anklagebank.

Mo, 2016-05-30 17:39
Brüssel (dpa)

im letzten Satz des 1. Absatzes) Umstrittene TTIP-Verhandlungen sollen Thema bei EU-Gipfel werden

Brüssel (dpa) - Die Zukunft der umstrittenen Freihandelsgespräche mit den USA soll Thema beim EU-Gipfel Ende Juni werden. Nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sei es an der Zeit, dass die Staats- und Regierungschefs erneut darüber diskutierten, wo die Verhandlungen über TTIP stehen und wohin sie führen sollen, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel. «Wir müssen sicher stellen, dass wir alle in dieselbe Richtung rudern.»

Die Gespräche über das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) waren zuletzt durch das Bekanntwerden geheimer Verhandlungspapiere belastet worden. Verbraucher- und Umweltschützer werteten die Dokumente als weiteren Beleg dafür, dass durch das Abkommen europäische Standards gesenkt werden könnten. Die EU-Kommission und die Bundesregierung widersprechen dieser Sichtweise. Sie betonen, dass die EU keine Verwässerung von Standards akzeptieren werde.

Eine Grundsatzeinigung über TTIP soll eigentlich bis Ende dieses Jahres stehen. In etlichen EU-Staaten gibt es aber mittlerweile große Zweifel, ob der Fahrplan angesichts der noch immer weit auseinanderliegenden Positionen von EU und USA haltbar ist. Die für die EU verhandelnde EU-Kommission will jetzt von den Staats- und Regierungschefs ein klares Signal, dass sie weiter hinter dem Vorhaben stehen.

Mit der «Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft» (TTIP) soll der weltgrößte Wirtschaftsraum mit rund 800 Millionen Verbrauchern entstehen.

Mo, 2016-05-30 17:40
Stuttgart (dpa) 

Versicherungen rechnen nach Unwettern mit hohen Schäden

Stuttgart (dpa) - Die heftigen Unwetter im Südwesten haben auch die Versicherungsbranche hart erwischt. Bei der Sparkassenversicherung (SV) dürften Schäden im mindestens zweistelligen Millionen-Euro-Bereich anfallen, sagte ein Sprecher am Montag in Stuttgart. Konkrete Zahlen könne man aber erst am Dienstag nennen, wenn immer mehr Schadensmeldungen gekommen seien. Die Versicherung deckt als ehemaliger Monopolist immer noch etwa 70 Prozent der Gebäude in dem Bundesland ab.

Auch die Württembergische Versicherung rechnet mit deutlich spürbaren finanziellen Folgen. Man erwarte ein «beträchtliches Schadensaufkommen», sagte ein Sprecher. Dabei verwies er auf zahlreiche vollgelaufene Keller, Zerstörungen auf Straßen und defekte Abwassersysteme. Allein am Montagvormittag habe es 450 Anrufe wegen Schadensmeldungen gegeben. Eine Prognose zur Gesamtschadenshöhe sei noch nicht möglich.

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Mo, 2016-05-30 17:27
Brüssel/Moskau (dpa)

EU-Kommissionschef Juncker trifft Putin bei Wirtschaftsforum

Die Ukraine-Krise hat die Stimmung zwischen der EU und Russland vergiftet. Nun kündigt EU-Kommissionspräsident Juncker überraschend seine Teilnahme an Russlands wichtigster Wirtschaftskonferenz an. Setzt zwischen Moskau und Brüssel Tauwetter ein?

Brüssel/Moskau (dpa) - In der tiefsten Krise zwischen der EU und Russland seit Jahrzehnten will EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zum Wirtschaftsforum nach St. Petersburg reisen (16. bis 18. Juni). Juncker habe eine Einladung zu der renommierten internationalen Konferenz bekommen, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel. Russland verbinde mit dem Besuch die Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen zur EU, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin werde vorbereitet, sagte er.

Juncker verteidigte den Besuch. «Ich reise nicht nach Moskau, sondern zu einem Wirtschaftsgipfel», sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Treffens der christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) in Luxemburg. Zur Frage, ob er Putin treffen werde, sagte er: «Ich rede mit denen, die da sind.» Die Sanktionen der EU gegen Russland würden im Juli verlängert.

Die Krim-Annexion durch Russland hatte die schwerste Krise in den Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen seit dem Ende des Kalten Krieges ausgelöst. Russland hatte der benachbarten Ukraine die Schwarzmeerhalbinsel im März 2014 entrissen. Die Bundesregierung wie auch EU und USA sehen darin einen Völkerrechtsbruch und haben schmerzhafte Sanktionen gegen das Riesenreich verhängt. «Ich finde es wichtig, dass man zumindest in ökonomischen Fragen versucht, sich mit Russland wieder anzunähern. Aber in St. Petersburg wird es zu keiner Aufweichung europäischer Positionen kommen», sagte Juncker.

Das Verhältnis zwischen Moskau und Brüssel ist stark beschädigt. «Die Verschlechterung in der Sanktionsrethorik sowie die Ablehnung von Gesprächen und Zusammenarbeit auf zahlreichen Gebieten (durch die EU) - das alles hat natürlich einen negativen Einfluss», sagte Kremlsprecher Peskow. Putin habe immer wieder seine Gesprächsbereitschaft betont. Zugleich gab sich Peskow zurückhaltend: «Das nachlassende Vertrauen muss wieder hergestellt werden. Dafür braucht es Zeit, das gelingt nicht in einer Nacht.»

Beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg solle es in diesem Jahr vor allem auch um die Beziehungen zwischen EU und Russland gehen, kündigte Peskow an. Unter anderem sei eine öffentliche Diskussionsrunde zu dem Thema mit Außenminister Sergej Lawrow geplant. Kremlberater Juri Uschakow kündigte zudem bilaterale Treffen Putins mit dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi sowie dem kasachischen Staatschef Nursultan Nasarbajew an.

Das jährliche Petersburger Forum ist die wichtigste Wirtschaftskonferenz Russlands und Moskaus Gegenentwurf zum Weltwirtschaftsforum im Schweizer Kurort Davos. Der Kreml will damit vor allem dringend benötigte ausländische Investitionen ins Land locken und eigene Konzerne im Glanz der ehemaligen Zarenmetropole präsentieren. «Das Forum ist eine hervorragende Gelegenheit zum Uhrenvergleich mit internationalen Wirtschaftsvertretern», meinte Peskow.

Im vergangenen Jahr hatten westliche Konzernchefs das Forum wegen der Ukraine-Krise weitgehend gemieden. Der wichtigste Gast war 2015 der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras.

Juncker werde beim Wirtschaftsforum die Gelegenheit nutzen, der russischen Führung die europäische Sicht auf den aktuellen Stand der Beziehungen darzulegen, hieß es aus Brüssel. Der Luxemburger reist zum ersten Mal als EU-Kommissionspräsident nach Moskau. Er hatte das Amt 2014 nach der Eskalation der Ukraine-Krise übernommen.

Mo, 2016-05-30 17:30
Frankfurter/Main (dpa)

Urteil im Steuerbetrugs-Prozess gegen Ex-Deutsch-Banker im Juni

Frankfurter/Main (dpa) - Der Prozess gegen Ex-Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen millionenschweren Steuerbetrugs beim Handel mit Luftverschmutzungsrechten geht auf die Zielgerade: Am 13. Juni will die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Frankfurt ihr Urteil verkünden, wie der Vorsitzende Richter Martin Bach am Montag ankündigte. Die Generalstaatsanwaltschaft, die von «schwerer bandenmäßiger Steuerhinterziehung» ausgeht, forderte für drei der sieben Angeklagten Haftstrafen zwischen zweieinhalb und vier Jahren. Die übrigen vier Männer könnten mit Bewährungsstrafen davonkommen - allerdings drohen ihnen als Auflage bis zu 500 000 Euro Geldbuße. Die Verteidigung des Hauptangeklagten beantragte am Montag Freispruch.

Mo, 2016-05-30 17:46
München (dpa)

Kuh verletzt Joggerin - Viehhändler freigesprochen

Eine Kuh entwischt dem Schlachter, rast in Panik in Richtung Münchner Theresienwiese, nimmt eine Joggerin auf die Hörner. Der Viehhändler muss vor den Kadi - fahrlässige Körperverletzung durch Unachtsamkeit beim Entladen, so lautet der Vorwurf.

München (dpa) - Die Attacke einer entwischten Kuh auf eine Joggerin ist für einen Viehhändler mit einem Freispruch vor dem Amtsgericht München zu Ende gegangen. Das Urteil entsprach dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 3500 Euro gefordert, da ihrer Ansicht nach schlampiges Abstellen des Transportfahrzeugs dem Rindvieh eine Lücke zwischen Anhänger und Schutzgatter gelassen und ihm so das Entkommen ermöglicht habe. Dazu habe die Polizei aber keine ausreichenden Feststellungen getroffen, befand der Richter.

Die Kuh war frühmorgens am 2. September 2014 beim Entladen auf dem Schlachthof ausgerissen und hatte auf ihrer panischen Flucht an der Oktoberfestwiese eine junge Joggerin niedergetrampelt. Die jetzt 30 Jahre alte Frau erlitt unter anderem eine Gehirnerschütterung und Prellungen am ganzen Rücken. Sie leidet nach ihren Angaben immer noch unter Angstzuständen und ist in psychotherapeutischer Behandlung.

Für die Kuh endete die Flucht tödlich. Die Polizei besorgte sich nach vergeblichen Schüssen aus ihren Dienstpistolen ein Gewehr mit großkalibriger Munition und streckte das etwa 750 Kilogramm schwere Tier unterhalb der Bavaria an der Theresienwiese nieder. «Rinder sind Herdentiere», sagte der Viehhändler, «sobald die einzeln sind, drehen sie durch.» Dann könne so ein Tier auch schon mal ein zwei Meter hohes Hindernis überwinden.

Zwei Zeugen konnten nicht genau sagen, wie das Rind entkommen konnte. Einer von ihnen, ein Metzger beim Schlachthof, bestätigte die Aussage des Angeklagten, er sei «wie immer» beim Entladen des Viehs dabei gewesen. «Ich habe nie alleine abgeladen», hatte der Viehhändler versichert. Die Staatsanwaltschaft war vom Gegenteil ausgegangen.

Der Richter glaubte dem Angeklagten: «Er hat die Vorschrift erfüllt». Auch war nach der Aussage eines Experten der Berufsgenossenschaft der Viehhändler für das Geschehen ohnehin nicht zuständig. Ab dem Entladevorgang, so der Sachgebietsleiter, liege die Verantwortung beim Schlachthof. Diese Auffassung hatte die Verteidigung von Anfang an vertreten. Der Schlachthof habe dem auch Rechnung getragen und mittlerweile noch zwei Extra-Tore installiert.

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Mo, 2016-05-30 17:29
Berlin (dpa) 

Erfolg auf Pump: Wenn der Staat der Wirtschaft hilft

Berlin (dpa) - Immer wieder versuchen Bund und Länder, angeschlagene Unternehmen und Industriebranchen aus der Misere zu retten. Ein Überblick:

BANKENRETTUNG: In der Finanzkrise eilte der Staat dem Bankensektor zu Hilfe. Der Fortbestand der schwer angeschlagenen Hypo Real Estate etwa konnte 2008 nur mit staatlichen Hilfen in Höhe von 87 Milliarden Euro gesichert werden. Die Commerzbank erhielt rund 18 Milliarden Euro und wurde teilverstaatlicht.

ABWRACKPRÄMIE: Für das Verschrotten ihres alten Autos bekamen Neuwagenkäufer in Deutschland 2009 eine staatliche Prämie von 2500 Euro. Bedingung war, dass das alte Auto mindestens neun Jahre alt sein musste und ein Neu- oder Jahreswagen zugelassen wurde. Die Bundesregierung stellte insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung, 1,99 Millionen Menschen profitierten davon.

E-AUTO-PRÄMIE: Bund und Autobranche stellen bis längstens 2019 jeweils 600 Millionen Euro für direkte Kaufzuschüsse bereit. Sobald die Summe verbraucht ist, endet die Prämie. Für reine E-Autos soll es 4000 Euro geben, für Hybride mit Ladestecker 3000 Euro. Das Ladenetz soll mit weiteren 300 Millionen aus gebaut werden.

Mo, 2016-05-30 17:29
Gmünd/Braunsbach (dpa)

Tag eins nach dem Unwetter - Ratlosigkeit und Trauer Von den dpa-Korrespondenten

Schlamm, Wasser und Geröll verwüsten mehrere Orte im Süden Deutschlands. Tief «Elvira» trifft besonders Baden-Württemberg und Bayern. Eine Rettungsaktion in Schwäbisch-Gmünd endet in einer Tragödie, die Gemeinde Braunsbach liegt in Trümmern.

Schwäbisch Gmünd/Braunsbach (dpa) - Riesige Wassermassen stürzen ganze Orte ins Chaos, Menschen werden mitgerissen - mindestens vier kommen bei dem Unwetter und Überschwemmungen ums Leben. Im Südwesten Deutschlands herrscht Stunden nach den verheerenden Gewittern Trauer und Ratlosigkeit. Tag eins nach der Katastrophe:

BRAUNSBACH:

Motorsägen arbeiten sich durch Gehölz, Bagger dröhnen und piepen, sie heben mannshohe Gesteinsbrocken aus dem Weg. Anwohner mit müden Gesichtern schippen Schlamm und Schutt aus ihren Hauseingängen. Es riecht nach Heu und ausgelaufenem Heizöl. Gegen Mittag zeigen sich erste Sonnenstrahlen.

Der Feuerwehrmann Oresti Kenurgio steht im Ortskern von Braunsbach, seiner Heimat - oder dem, was von ihr übrig ist. «Braunsbach war einmal», sagt der 29-Jährige. «Da ist ja nichts mehr da.» Er blickt auf die Reste eines roten Feuerwehrautos, von Trümmern und Holz begraben liegt es vor ihm. Als er Sonntagabend alarmiert wird, springt er in den Mannschaftstransportwagen. Zu spät - die Wassermassen reißen das Fahrzeug mit. «Der Bach kam so schnell hinter uns», sagt er. «Ich habe gedacht, es ist vorbei.» Der Wagen wird durch das Dorf geschleudert, prallt Hunderte Meter weiter unten an einer Hauswand.

Drei, normalerweise winzige, Bäche fließen durch die 2000-Einwohner-Gemeinde in Baden-Württemberg. Durch das heftige Unwetter schwellen sie am Sonntagabend zu reißenden Flüssen an, spülen Wassermassen hinunter in den Ort, setzen das ganze Dorf unter Wasser. Eine Gerölllawine schiebt sich Hunderte Meter durch den Ort und hinterlässt eine Schneise der Zerstörung.

Bürgermeister Frank Harsch sitzt am Sonntagabend gegen 20.00 Uhr in seinem Büro im Rathaus, als er plötzlich das Grollen hört. Das Geräusch könne er gar nicht mehr so recht erklären, sagt er am Tag danach. Der Lokalpolitiker hat nicht geschlafen, er sieht blass aus, erschöpft. «Das waren Naturgewalten, man kann das nur als Wahnsinn bezeichnen.» Zwei Gebäude werden von der Schlammlawine weggerissen, viele Häuser sind einsturzgefährdet. Die Bewohner haben kein Wasser, keine Toiletten. «Wir müssen erstmal die nächsten Tage überstehen.»

Am frühen Morgen steht Luis Molina vor seinem Haus in der Ortsmitte. Das Wasser ist weg, die Schäden immens. Die Glasscheibe in der Haustür ist zertrümmert - an den Mauern sieht man die Wasserspuren. «Da ist meine Wohnung», sagt er und zeigt nach oben in den ersten Stock. Er habe am Sonntagabend plötzlich ein Krachen gehört: «Dann stand hier schon ein halber Meter Wasser», sagt er und zeigt auf die Straße. Es sei bis auf einen Meter gestiegen. Seine betagte Mieterin, ihn selbst und seinen Cousin habe man über eine hochgefahrene Baggerschaufel, in die sie klettern mussten, aus dem Haus geholt. Die Garage im Erdgeschoss ist nun voller Dreck.

«Die Bank, der Lebensmittelladen - die Geschäfte im Ort sind ausgelöscht», sagt Stefan Thaidigsmann. Der 39-Jährige verdient sein Geld mit Kanu-Ausflügen auf dem Kocher. Ständig hat er den Wasserpegel im Auge. «Gestern Abend hieß es noch 80 Zentimeter - das ist die Oberkante für die Kanutouren.» Am Ende sei der Fluss auf mehr als drei Meter gestiegen. Thaidigsmanns kleines Reisebüro wurde komplett zerstört, die Hälfte seiner 30 Boote weggespült.

Die braune Suppe fließt auch am Tag danach noch durch die Gemeinde, überall suchen sich schlammige Rinnsale ihren Weg. Auf dem Marktplatz hat es die Straße weggespült, der Beton türmt sich dort auf. Die Überreste von Autos hängen in Schaufenstern, Baumstämme haben Löcher in Fassaden gerissen. Ganze Wände fehlen an einigen Häusern. Die Bilder erinnern an einen Bombenangriff.

SCHWÄBISCH GMÜND:

Die Tragödie spielte sich in einer Straßenunterführung ab, zwischen einem Wohngebiet und dem Stadtzentrum von Schwäbisch Gmünd. Aus einem Kanalschacht, voll gelaufen mit braunem Schlamm, bergen Polizeitaucher am Montagvormittag die Leichen der 21 und 38 Jahre alten Männer. 14 Stunden zuvor waren sie vom Wasser mitgerissen worden.

Der junge Mann wird von den Wassermassen weggezogen, als er wohl einen Ball vor den Fluten retten will. Ein Feuerwehrmann versucht, ihn zu retten. Und verschwindet ebenfalls in dem Kanalschacht, wo beide sterben.

Vermutlich sei zuvor ein Kanaldeckel weggespült worden, sagt der Polizeisprecher. Dann sei möglicherweise ein extremer Sog entstanden. Die Unterführung läuft in der Nacht des verheerenden Unwetters bis knapp unter die Decke mit Wasser voll, wie das Video eines Anwohners zeigt.

Am Montag ist die Unterführung mit Bauzäunen und blickdichter Folie abgesperrt. «Das ist so ein großer Schock für die Menschen hier», sagt Stadtsprecher Markus Herrmann. Die Gmünder Feuerwehr zeigt sich «erschüttert über den Tod des ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden».

«Mir ist es eiskalt den Rücken runtergelaufen», sagt der Leiter eines Bausparkassen-Büros in Sichtweite der Unterführung, Christoph Riehm (48), zum Tod der Männer. Über das Unglück geraten die Schäden an mehreren Hundert Häusern in der Stadt beinahe in den Hintergrund. Am Tag nach dem Hochwasser seien die Menschen in Aufruhr, in der Stadt herrsche Chaos, sagt Riehm.

Gegen 22.00 Uhr, als sich das Drama ereignete, habe sich die Lage eigentlich gerade entspannt, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. «Mit dem abziehenden Wasser haben wir schon Erleichterung verspürt.» Dann aber habe ihn die Meldung der zwei Vermissten erreicht. «Das war ein Schlag.»

Von den Wassermassen, die in die Unterführung flossen, wurde auch das Sportgeschäft von Irena Schoell (43) geflutet. Das Wasser stand gut einen Meter hoch, wie Spuren an den Wänden zeigen. Helfer werfen nun Kleider, Schuhe, Schaufensterpuppen in einen Container im Hof. «Das ist ein Alptraum», sagt Schoell. 

FLACHSLANDEN/OBERNZENN:

Thomas Guggenberger erinnert sich nur, dass alles ganz schnell ging: «Das Gewitter kam, und schon kurz darauf stand alles unter Wasser. Das kam mit so einer Wucht; das konnte man einfach nicht aufhalten.» Der 58-Jährige musste ebenso wie die alarmierten Feuerwehrleute hilflos zusehen, wie sein Haus bis zum Erdgeschoss im Wasser versank. Das Gebäude am Ortsrand von Flachslanden-Sondernohe bekam die Wucht des nächtlichen Hochwassers besonders stark ab.

Guggenberger steht am Montagmorgen bei Nieselregen schockiert vor einem Schutthaufen. Was er in seinem Keller aufbewahrt hatte, wurde von den Wassermassen zerstört - Kühltruhe, Waschmaschine, Trockner, Regale, Hausrat. Feuerwehrleute sind dabei, den letzten Rest brauner Schmutzbrühe aus dem Keller zu pumpen.

Sondernohe, ein kleiner Ort auf der Frankenhöhe, 20 Autominuten von Ansbach entfernt, ist von den Folgen des starken Gewitters vom Sonntagabend besonders stark betroffen. «Das ist ein Ort der Verwüstung», berichtet ein Feuerwehrmann nach seinem nächtlichen Einsatz. «Wie nach dem Krieg» sehe ihr Ort nun aus», finden einige Anwohner.

Die Spuren der Zerstörung ziehen sich wie eine Schneise durch den Ort. Fast eineinhalb Meter hoch habe das Wasser auf der Ortsstraße gestanden, berichtet ein Bewohner. Auch am Montag ist der Kemmath-Bach noch immer ein gefährlich schnellfließendes Gewässer. «Der Ort war vom reißenden Strom für Stunden zweigeteilt», berichtet ein Anwohner.

Zu den Leidtragenden, die deswegen auch am Montag noch nicht in ihr Haus oder ihre Wohnung zurückkehren können, gehört Johannes Treuheit. Am späten Vormittag steht die Eingangsschwelle seines am Zennufer gelegenen Hauses noch immer knietief unter Wasser. Treuheit zeigt auf ein Handy-Foto, sein einziger Trost: «Heute Nacht stand das Wasser noch gut einen Meter höher.»

Mo, 2016-05-30 17:50
Berlin (dpa)

Milch zum Spottpreis - Die Branche soll's regeln Von Sascha Meyer und Teresa Dapp, dpa

Was für Verbraucher verlockend ist, wird für viele Landwirte immer bedrohlicher: Die Milchpreise kommen nicht aus dem Keller. Die Politik aktiviert Nothilfen. An den Kern der Probleme geht das nicht.

Berlin (dpa) - Ein Liter Vollmilch für 46 Cent, ein Päckchen Butter für 70 Cent - und das noch nicht mal beim Discounter. In den Kühlregalen der Supermärkte werden Schnäppchenjäger gerade locker fündig. Tausenden Milchbauern in Deutschland gehen die Billigpreise aber mittlerweile an die Existenz. Viele bekommen nicht einmal mehr ihre Kosten herein, und das schon seit Monaten. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) verkündete deswegen bei einem «Milchgipfel» am Montag akute Millionenhilfen. Doch was kommt noch, um die Ursachen des dramatischen Preisabsturz ganz grundlegend anzupacken? 

Wie dramatisch ist die Lage der Milchbauern?

«Es geht in diesen Tagen ums Ganze», heißt es beim Bauernverband. Ungefähr 23, 24 Cent bekommen Milcherzeuger im Schnitt derzeit noch für den Liter, in manchen Regionen sind es sogar weniger als 20 Cent. Dabei müssten es mindestens 30 oder 35 Cent sein, um keinen Verlust zu machen. Ohne ausreichende Reserven oder nach teuren Investitionen gehen da vielen Betrieben die flüssigen Mittel aus. Das Höfesterben droht sich weiter zu beschleunigen. Dabei halbierte sich die Zahl der Milchbetriebe seit dem Jahr 2000 inzwischen schon auf gut 73 000.

Wo liegen Ursachen der Krise?

Schwankungen der Milchpreise sind nicht neu. Schon 2009 sackten sie teils unter 22 Cent, schwangen sich 2013 aber zeitweise wieder auf mehr als 40 Cent empor. Seitdem geht es abwärts. Gerade dämpft die schwächere Nachfrage etwa in China die Geschäfte. Weil Russland wegen der Konfrontation in der Ukraine-Krise Importe abblockt, bleibt mehr Milch in der EU und verwässert die Preise. In den USA und Neuseeland legte die Erzeugung stark zu, genau wie in einigen EU-Ländern nach dem Wegfall der Milchquote als Mengenschranke 2015. Dazu kommt der Reflex, dass Bauern erst recht mehr produzieren, um ihre gewohnten Einnahmen zu erhalten. Das verschärft wieder den Preisdruck für alle.

Welche Nothilfen hat der «Milchgipfel» gebracht?

Gastgeber Schmidt wiederholte nach dem Treffen eine schon kursierende Zahl: «100 Millionen plus X» will der Bund berappen, um Entlastung in der Not zu schaffen. Ins Paket kommen sollen etwa Steuerentlastungen und Zuschüsse zur Unfallversicherung. Wie groß das X wird, ist aber erst noch mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der EU-Kommission zu klären. Der Bauernverband macht prompt Druck und bringt «Faktor 10» ins Spiel - also eine Milliarde Euro. Hohe politische Priorität hat das Thema jedenfalls. Nachdem es wegen der Milliardenförderung für Elektroautos in der Union rumorte, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) persönlich Hilfen für die Bauern zu.

Was soll sich im Markt ändern?

Die Wurzel des Problems ist zu viel Milch - da sind sich alle einig. Doch wie kommt das Angebot herunter? Von staatlichen Eingriffen will der Minister vorerst weiter nichts wissen. Der Bauernverband fordert, Molkereien müssten besser zu den Bauern rückkoppeln, welche Mengen zu vernünftigen Preisen absetzbar sind. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die nicht zum Gipfel geladen wurden, rufen dagegen nach Bonus-Zahlungen, damit Milcherzeuger die Produktion drosseln. Das bekämen sie gut hin, indem sie weniger Kraftfutter geben oder Kälber mit frischer Kuhmilch füttern, heißt es bei der AbL.

Wie geht es weiter?

Schnelle Lösungen für neue Mechanismen in der Milchkette sind vorerst nicht in Sicht - zumal der Markt ja mindestens europäisch ist. Die beteiligten Branchen will Schmidt nun in die Pflicht nehmen, dazu einen Dialog aufzunehmen. Absprachen über einheitliche Mindestpreise dürfe es aber schon kartellrechtlich nicht geben, machte der Handel gleich klar. Dabei stehen die Supermarktriesen mit ihrer großen Marktmacht besonders im Visier. Sie argumentieren, Kunden könnten aus einem breiten Angebot mit diversen Preisstufen wählen - im Kühlregal steht neben der 46-Cent-Milch zum Beispiel auch Markenmilch für 99 Cent. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert aber, der Aufpreis resultiere vor allem aus mehr Marketingkosten. «Landwirte erhalten fast immer die gleichen, niedrigen Auszahlungspreise.»

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Mo, 2016-05-30 17:25
Brüssel (dpa)

Umstrittene TTIP-Verhandlungen sollen Thema bei EU-Gipfel werden

Brüssel (dpa) - Die Zukunft der umstrittenen Freihandelsgespräche mit den USA soll Thema beim EU-Gipfel Ende Juni werden. Nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sei es an der Zeit, dass die Staats- und Regierungschefs erneut darüber diskutierten, wo die Verhandlungen über TTIP stehen und wohin sie führen sollen, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel. «Wir müssen sicher stellen, dass wird alle in dieselbe Richtung rudern.»

Die Gespräche über das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) waren zuletzt durch das Bekanntwerden geheimer Verhandlungspapiere belastet worden. Verbraucher- und Umweltschützer werteten die Dokumente als weiteren Beleg dafür, dass durch das Abkommen europäische Standards gesenkt werden könnten. Die EU-Kommission und die Bundesregierung widersprechen dieser Sichtweise. Sie betonen, dass die EU keine Verwässerung von Standards akzeptieren werde.

Eine Grundsatzeinigung über TTIP soll eigentlich bis Ende dieses Jahres stehen. In etlichen EU-Staaten gibt es aber mittlerweile große Zweifel, ob der Fahrplan angesichts der noch immer weit auseinanderliegenden Positionen von EU und USA haltbar ist. Die für die EU verhandelnde EU-Kommission will jetzt von den Staats- und Regierungschefs ein klares Signal, dass sie weiter hinter dem Vorhaben stehen.

Mit der «Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft» (TTIP) soll der weltgrößte Wirtschaftsraum mit rund 800 Millionen Verbrauchern entstehen.

Mo, 2016-05-30 17:03
Berlin (dpa)

Gauck trifft russische Aktivistin Alexejewa - «Düsteres Bild»

Berlin (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck hat am Montag in Berlin die russische Menschenrechtsaktivistin Ljudmilla Alexejewa empfangen. Er wollte sich bei dem Gespräch im Schloss Bellevue aus erster Hand über die Lage in Russland informieren. Er habe der 88-Jährigen für ihren «mutigen und heldenhaften Kampf» für die Menschenrechte gedankt, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Alexejewa habe ein eher «düsteres Bild» der aktuellen Situation gezeichnet.

Die Russin gilt als Ikone der Bürgerrechtsbewegung. Als Leiterin der Moskauer Helsinki-Gruppe schaltet sie sich immer wieder wortstark in aktuelle Diskussionen ein - sei es über den Konflikt in der Ukraine oder über die Einschränkungen für Nichtregierungsorganisationen. Für ihren Einsatz erhielt sie 2009 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland sowie den Sacharow-Preis des EU-Parlaments.

Alexejewa habe bei dem Gespräch, das auf eine Einladung Gaucks zurückging, auch von neuen Methoden der Unterdrückung in Russland berichtet. So nutze der Staat empörte Bürger, um Gewalt in die Gesellschaft hineinzutragen. Andererseits sei eine Stärkung der Zivilgesellschaft dort zu erleben, wo sich der Staat zurückziehe.

Mo, 2016-05-30 17:20
Luxemburg (dpa)

Juncker verteidigt Reise nach Russland - Sanktionen werden verlängert

Luxemburg (dpa) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat seine für Juni geplante Reise ins russische St. Petersburg verteidigt. «Ich reise nicht nach Moskau, sondern zu einem Wirtschaftsgipfel», sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Treffens der christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) in Luxemburg. Zur Frage, ob er den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen werde, sagte er: «Ich rede mit denen, die da sind.» Die Sanktionen der EU gegen Russland würden im Juli verlängert

Russland kritisiert die Strafmaßnahmen, die die EU wegen der Annexion der Krim und wegen der militärischen Unterstützung prorussischer Separatisten in der Ostukraine verhängt hatte. «Ich finde es wichtig, dass man zumindest in ökonomischen Fragen versucht, sich mit Russland wieder anzunähern. Aber in St. Petersburg wird es zu keiner Aufweichung europäischer Positionen kommen», sagte der Kommissionspräsident. «Wir werden die Sanktionen gegen Russland verlängern und wir werden deutlich machen, dass wir mit dem Vorgehen von Russland in der Ukraine und auf der Krim in keiner Hinsicht einverstanden sind», sagte Juncker.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mo, 2016-05-30 16:32
Berlin/München (dpa)

CSU auf Konfrontation zur CDU - Stoiber: Historischer Tiefpunkt

Viel Sand im Unionsgetriebe: Nicht einmal auf den Ort für eine gemeinsame Klausur können sich die Spitzen von CDU und CSU derzeit einigen. Während die CDU beschwichtigt, zündelt die CSU weiter.

Berlin/München (dpa) - Trotz des Zerwürfnisses zwischen Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer in der Flüchtlingspolitik wird es laut CDU-Generalsekretär Peter Tauber nicht zur Spaltung der Union kommen. Er sagte am Montag in Berlin: «Genau das ist der Charme und das Erfolgsgeheimnis der Union in der Vergangenheit, dass wir in Bayern mit der CSU kandidieren und im Rest die CDU zur Wahl steht.»

Am 24. und 25. Juni wollen sich die Führungskreise beider Parteien zu einer Klausur treffen, um die seit Monaten andauernde Entfremdung der beiden Schwesterparteien möglichst zu beenden. Dabei soll es auch um die langfristigen gemeinsamen Politikschwerpunkte gehen - und nicht um ein gemeinsames Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017.

Allerdings konnten sich die Parteispitzen bisher nicht einmal auf den Ort der Veranstaltung einigen. Er soll sozusagen auf neutralem Boden - also weder in Bayern noch in Berlin - liegen.

Seehofer sagte in München: «Es darf kein Krisengipfel werden, sonst sollten wir uns besser gar nicht treffen. (...) Das darf nicht irgendeine Wortakrobatik sein, sondern muss belastbar sein und eine Zukunftsvision enthalten.» Der bayerische Ministerpräsident betonte, er setze auf Wiederannäherung: «Wir bemühen uns, die nächsten Wochen die Dinge gemeinsam mit der CDU aufzulösen. Das ist unser Ziel.»

Tauber sagte zu den Bemühungen um eine Beilegung der Streitigkeiten: «An der CDU wird das sicherlich nicht scheitern.» Die CSU will konkrete inhaltliche Festlegungen: «Ein weißes Blatt Papier am Tisch macht keinen Sinn», sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Er sprach von «drei bis fünf großen Themen», darunter Europa, innere Sicherheit und die Integration der Einwanderer.

Bayerns früherer Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) sieht das Verhältnis von CDU und CSU an einem historischen Tiefpunkt angelangt. Es handele sich um «die größte inhaltliche Auseinandersetzung in der Geschichte der Unionsparteien», sagte er der «Süddeutschen Zeitung». Es gehe jetzt um die Substanz: «Betrachten wir uns als eine Partei der Mitte oder auch der demokratischen Rechten?»

Tauber sagte: «Ich weiß nicht, was Herrn Stoiber dazu bewogen hat, zu diesem Urteil zu kommen.» Es helfe nicht, etwas «künstlich hochzukochen» - «wichtig ist, dass man miteinander spricht». CDU und CSU stritten auch miteinander - aber «am Ende sind sie die Union».

Mo, 2016-05-30 16:46
Gmünd (dpa)

Tief «Elvira» bringt Tod und Verwüstung

Gewaltige Gewitter haben Tod und Chaos nach Süddeutschland gebracht. In Baden-Württemberg kamen vier Menschen um. In den nächsten Tagen sinkt das Unwetterpotenzial.

Schwäbisch Gmünd (dpa) - Bei schweren Unwettern und verheerenden Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen ums Leben gekommen. Am Montag bedecken Geröll und Schlamm viele Straßen, Keller müssen leer gepumpt, Böschungen gesichert werden. Tausende Helfer sind auch nach der Gewitternacht im Einsatz.

In Schwäbisch Gmünd wurden am Montag erst nach Stunden zwei vermisste Männer tot geborgen, sie waren in einer Bahnunterführung von Wassermassen in einen Kanalschacht gesogen worden. Ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann hatte vergeblich versucht, einen 21-Jährigen aus dem Schacht zu befreien - beide kamen um.

In Weißbach im Hohenlohekreis starb ein 60 Jahre alter Mann in einem überschwemmten Keller. Ein 13-jähriges Mädchen wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde dort von einem Zug erfasst und getötet.

Die Gewittergefahr durch das Tief «Elvira» schwächte sich am Montag zwar ab. In Nordrhein-Westfalen wurden bei heftigen Unwettern aber reihenweise Unterführungen und Keller überflutet. Mehrere Blitzeinschläge in Stellwerke und Oberleitungen störten am Morgen den Bahnverkehr. In Bottrop musste die Generalprobe für die Open-Air-Aufführung der Wagner-Oper «Fliegender Holländer» auf der Halde Haniel abgesagt werden. In Bochum wurde die Polizei selbst zum Opfer des Wetters: Nach einem Blitzeinschlag war die Notrufnummer 110 mehr als drei Stunden außer Betrieb.

In Süddeutschland bot sich am Montagmorgen vielerorts ein Bild der Verwüstung: Überschwemmte Straßen, zerstörte Häuser und Autos; überall Schlamm und Schutt. Wohl mit am schwersten wurde der kleine Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs getroffen. Kleine Bäche verwandelten sich in einen reißenden Strom und rissen alles mit. Baumstämme wurden durch die Straßen gespült, Autos an Hauswände gedrückt oder von Schlamm und Geröll verschüttet.

Auch in Bayern - vor allem in Mittelfranken - richtete die Gewitterfront große Schäden an. In den Orten Flachslanden und Obernzenn bei Ansbach verwandelten sich in der Nacht zum Montag binnen kurzer Zeit schmale Bäche in reißende Flüsse und überfluteten viele Straßen und Keller, wie Einsatzleiter Thomas Müller berichtete. Erdrutsche blockierten Straßen. Verletzte habe es zum Glück nicht gegeben.

Im thüringischen Ort Ilmenau liefen infolge der Gewitter binnen Stunden mehr als 100 Keller voll. In Rheinland-Pfalz verursachte Hagel große Schäden in einigen Weinbergen, aus Hessen wurden Ernteschäden bei Erdbeeren und Zuckerrüben gemeldet.

Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde wegen des Hochwassers in den Nebenflüssen am Montag eingestellt. Die Bahn sperrte mehrere überschwemmte Strecken, wegen umgestürzter Bäume blieben einzelne Gleisabschnitte für Stunden unpassierbar.

Tief «Elvira» hatte seit dem Wochenende Gewitter, Regen und Windböen nach Mitteleuropa gebracht. Am Montag verlagerten sich die Gewitter nach Westen und Norden. Für Niedersachsen warnte der DWD vor schwerem Gewitter, für das südliche Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin/Brandenburg gab der DWD Vorwarnungen vor schweren Gewittern für den Nachmittag und die Nacht zum Dienstag heraus.

Mo, 2016-05-30 16:46
Berlin (dpa)

So will der Agrarminister den Milchbauern helfen

Berlin (dpa) - «100 Millionen Euro plus X» und ein «Branchendialog» über Milchmengen auf dem Markt - damit will Agrarminister Christian Schmidt deutschen Milchbauern unter die Arme greifen. Viele Details sind noch offen. Die Ankündigungen des CSU-Politikers im Einzelnen:

- Branchendialog: Molkereien und Handel wollen helfen. Das könne ein längerer Weg werden, sagt Schmidt. Wer sich wann und mit wem trifft oder wann Ergebnisse vorliegen, werde in den kommenden Tagen entschieden. Ziel ist, den Milchüberschuss auf dem Markt zu drosseln.

- Zuschuss zur Versicherung: Der Bund soll kommendes Jahr mindestens 78 Millionen Euro Beihilfe zahlen für die landwirtschaftliche Unfallversicherung. Solche Hilfen gibt es schon jetzt.

- Steuerhilfen I: Den Bauern soll rückwirkend über drei Jahre die Möglichkeit einer «Gewinnglättung» gegeben werden. Heißt: Sie können einen niedrigeren Gewinn ausweisen, damit sie weniger Steuern zahlen müssen. Der Minister geht von einem Umfang von 20 Millionen Euro pro Jahr aus.

- Steuerhilfen II: Wenn ein Bauer Land verkaufen muss oder will, soll es auf den Erlös einen Freibetrag von 150 000 Euro geben. Bedingung: Das Land wird vom neuen Besitzer für mindestens drei Jahre landwirtschaftlich genutzt und der Erlös zum Beispiel zur Schuldentilgung verwendet. Auch hier geht Schmidt von einem Umfang von mindestens 20 Millionen Euro aus.

- Geld von den Ländern: Was da genau kommt, will Schmidt kommende Woche mit den Länder-Agrarministern klären.

- Geld von der EU: Deutschland verhandelt mit der EU über ein weiteres Liquiditätsprogramm. Vergangenes Jahr gab es 500 Millionen Euro für Europas Bauern, etwa 70 Millionen gingen an Deutschland.

- Bürgschaftsprogramme: Sind noch nicht versprochen, aber es wird darüber nachgedacht. Es geht darum, dass der Bund für die Bauern bürgt, damit sie weiterhin Kredite aufnehmen können.

Mo, 2016-05-30 16:39
Berlin (dpa)

Bund sagt 100 Millionen Euro Nothilfe für Milchbauern zu

Die Talfahrt der Milchpreise hat tausende Bauern in akute Bedrängnis gebracht. Der Agrarminister will ihnen mit einem Millionen-Hilfspaket Luft verschaffen. Staatliche Eingriffe in den Markt lehnt er aber ab.

Berlin (dpa) - Die deutschen Milchbauern sollen als Entlastung wegen drastisch gesunkener Preise Nothilfen von mindestens 100 Millionen Euro bekommen. Zur genauen Höhe will Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) noch Gespräche führen, wie er am Montag nach einem «Milchgipfel» mit Vertretern von Bauern, Molkereien und Handel in Berlin sagte. Der Bauernverband mahnte eine rasche Umsetzung an. Schmidt betonte, die Marktbeteiligten selbst müssten zu einer stärkeren Mengensteuerung kommen. «Ein Weiter so kann es und wird es nicht geben.» Hierüber wollten die Branchenverbände in Dialog treten.

Schmidt kündigte kurzfristige Finanzhilfen von «100 Millionen Euro plus X» an. Über die Höhe des X will er unter anderem mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der EU-Kommission reden. Schmidt sagte, er erwarte auch von den Ländern eine finanzielle Beteiligung an der Existenzsicherung der deutschen Bauern.

Im Hilfspaket des Bundes enthalten sein sollen nach Angaben des Ministers unter anderem Existenzsicherungshilfen, Steuerentlastungen und Freibetragsregelungen zur Schuldentilgung. Nachgedacht werde zudem über Bürgschaftsprogramme und eine Fortschreibung der Entlastung bei der landwirtschaftlichen Unfallversicherung im kommenden Jahr. Hierbei gehe es um Bundeszuschüsse von mindestens 78 Millionen Euro.

Bauernpräsident Joachim Rukwied sprach von Schritten in die richtige Richtung. Das X hinter den 100 Millionen Euro müsse aber «viel, viel größer ausfallen». Faktor zehn würde nicht ausgleichen, was Betriebe im Moment einbüßten. Er erwarte, «dass wir innerhalb der nächsten zwei Monate erste konkrete Ergebnisse haben. Viel länger Zeit haben unsere Milchbauern nicht.» Die Preise für die Bauern sind teils unter 20 Cent je Liter gefallen. Um die Kosten decken zu können, gelten mindestens 35 Cent als nötig. Ursache des seit Monaten andauernden Preistiefs sind große Milchmengen auf den Märkten.

Schmidt betonte: «Wir brauchen weniger Milch für bessere Preise.» Der Bund helfe kurzfristig in der Not. Es gelte aber: «Wir wollen keine Landwirtschaft, die am Tropf von Hilfszahlungen hängt.» In der Marktwirtschaft sei es nicht Aufgabe des Staates, Produktionsmengen und Preise vorzuschreiben. Der Schlüssel zur Lösung der Krise liege in den Händen von Bauern, Molkereien und Handel. Der Präsident des Handelsverbands Deutschland, Josef Sanktjohanser, sagte: «Absprachen über einheitliche Mindestpreise im Handel darf und wird es aus kartellrechtlichen Gründen nicht geben.» Der Handel nehme aber den Auftrag mit, sich auch weiterhin verstärkt dafür einzusetzen, dass deutsche Lebensmittel ihren Platz in den Supermarktregalen behalten.

Parallel zum «Milchgipfel» protestierte der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, der nicht eingeladen worden war, am Brandenburger Tor. Gummistiefel auf dem Pflaster symbolisierten aufgegebene Höfe. Der Vorsitzende Romuald Schaber sagte: «Wenn den Bauern Geld zur Verfügung gestellt wird, dann muss es an die Bedingung geknüpft werden, dass sie weniger produzieren.» Um Mengen zu senken, fordert der Verband unter anderem einen Bonus von 30 Cent für das Nichtproduzieren eines Liters Milch.

Mo, 2016-05-30 16:45
Offenbach (dpa)

Frühling nur im Südwesten zu nass - im Nordosten viel zu trocken

Tief «Elvira» hat zum Schluss enorme Regenmassen gebracht - aber der Frühling war trotzdem fast überall zu trocken. Regional gibt es Riesenunterschiede.

Offenbach (dpa) - Tief «Elvira» lud zum Schluss im Süden wahre Regenfluten ab, aber unter dem Strich ist das Frühjahr in Deutschland zu trocken gewesen. In den Monaten März, April und Mai - sie umfassen den meteorologischen Frühling - fielen im bundesweiten Schnitt rund 167 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspreche 90 Prozent des vieljährigen Mittelwerts, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in einer vorläufigen Bilanz mit. Die Durchschnittstemperatur lag knapp ein Grad höher als sonst.

Fast überall fiel zu wenig Regen, nur in Baden-Württemberg und dem Saarland regnete es mehr als sonst. Im südlichen Schwarzwald sei in den drei Monaten mit etwa 540 Litern pro Quadratmeter der meiste Niederschlag gefallen. Gundelsheim nördlich von Heilbronn habe mit 122,1 Litern pro Quadratmeter am Sonntag (29. Mai) die bundesweit höchste Tagessumme gemeldet. In der gesamten Region gingen schwere Gewitter nieder. In Vorpommern dagegen seien im gesamten Frühling örtlich kaum 50 Liter Regen pro Quadratmeter zusammengekommen.

Seit mehr als 15 Jahren halte sich der Trend zu trockenen und warmen Frühjahrsmonaten in Deutschland, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux. Lokal könne aber zum Beispiel bei Gewittern überdurchschnittlich viel Wasser auf einmal herunterkommen wie in diesem Jahr im Südwesten. Mit dem Klimawandel habe eine Dreimonatsbilanz zunächst nichts zu tun - für Meteorologen bedeute eine solche kurze Periode lediglich ein Einzelereignis.

Mo, 2016-05-30 16:23
Stuttgart (dpa)

Polizei stellt klar: Ein Unwetter-Opfer starb im Keller

Stuttgart (dpa) - Das Unwetter-Opfer von Weißbach ist nach Angaben der Polizei nicht in einer Tiefgarage ums Leben gekommen, sondern im Keller eines Mehrfamilienhauses. Der 62-Jährige sei am Sonntagabend von den «in Sekundenschnelle eintretenden Wassermassen» überrascht worden, teilte die Polizei am Montagnachmittag mit. Weitere Mitbewohner, die ebenfalls im Keller waren, hätten sich in letzter Sekunde retten können. Zunächst war das Alter des Mannes mit 60 Jahren angegeben worden.

Mo, 2016-05-30 16:59
Berlin (dpa)

ARD weist Vorwurf unzureichender Unwetter-Warnung zurück

Berlin (dpa) - Die ARD hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie habe zu wenig vor Unwettern in Süddeutschland gewarnt und zu spät und zu zurückhaltend berichtet. Ein Sprecher der Programmdirektion des Ersten Deutschen Fernsehens sagte, bereits in der 20-Uhr-Ausgabe der «Tagesschau» sei vor dem Unwetter gewarnt worden - und zwar mit den Worten: «Direkt über uns dreht ein Tief seine Kreise und verursacht teilweise unwetterartige Gewitter und Regenfälle. Es gelten entsprechende Warnungen des Deutschen Wetterdienstes. In der Nacht sind weitere Schauer und Gewitter mit Unwetterrisiko unterwegs.» Sein Fazit: «Es wurden ja, was nach derzeitigem Stand möglich war, deutliche Warnungen ausgesprochen.»

Der Meteorologe Jörg Kachelmann wirft den betroffenen ARD-Anstalten hingegen vor, zu wenig getan zu haben. «Es ist unglaublich. Wenn es Tote gibt, haben auch @DasErste @SWRdirekt und @BR_Presse diese auf dem Gewissen», twitterte er am späten Sonntagabend. In einem Beitrag auf seiner Webseite spricht er in Anspielung an den US-Politskandal Watergate von einem «Hochwatergate», das sich in der Nacht zu Montag abgespielt habe.

Mo, 2016-05-30 16:06
Berlin (dpa)

Sozialverbände warnen vor Verschlechterung bei Hartz für Kinder

Berlin (dpa) - Zahlreiche Sozialverbände haben davor gewarnt, für Kinder getrennt lebender Eltern den Hartz-IV-Bezug zu erschweren. Eine geplante Neuregelung brächte «eine deutliche Verschlechterung für sehr viele Kinder alleinerziehender Eltern», heißt es in einer am Montag in Berlin verbreiteten gemeinsamen Erklärung von Deutschem Kinderhilfswerk, Kinderschutzbund, AWO, Diakonie und anderen.

Die Verbände beziehen sich auf eine geplante Ergänzung für ein geplantes Gesetz zu Hartz-IV-Rechtsvereinfachungen. Das Gesetz wurde am Montag im Sozialausschuss im Bundestag beraten. Bei der geplanten Regelung geht es um Hartz IV für Kinder getrennt lebender Eltern. Wenn nur ein Elternteil hilfebedürftig ist, sollen bei der Berechnung der Leistungen nur die Tage berücksichtigt werden, an denen sich das Kind auch beim Elternteil mit Hartz IV aufhält.

Die gesamten Gesetzespläne für verschiedene Neuregelungen bei Hartz IV stießen in der Anhörung bei Experten auf Lob, aber auch reichlich Kritik. Der Sozialwissenschaftler Stefan Sell kritisierte, manche Sanktionen für Langzeitarbeitslose würden verschärft, zusätzlicher Aufwand für Jobcenter sei die Folge. Heftige Kritik übte der Deutsche Gewerkschaftsbund. Der Arbeitgeberverband BDA und der Landkreistag lobten Vereinfachungen, diese gingen aber nicht weit genug.

Mo, 2016-05-30 16:35
Berlin (dpa)

«Identitäre Bewegung» treibt Verfassungsschützer um

Sie warnen vor einer vermeintlichen Überfremdung und Islamisierung. Die «Identitäre Bewegung» verbreitet im Netz - und immer öfter auch im Normalleben - eifrig Bedrohungsszenarien. Verfassungsschützer horchen auf.

Berlin (dpa) - Verfassungsschützer nehmen die rechte «Identitäre Bewegung» verstärkt ins Visier. «Einige Landesämter schauen sich die «Identitären» inzwischen genauer an, weil dort die Schwelle für eine Beobachtung erreicht ist», sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der «Rheinischen Post» (Montag). «Wir haben festgestellt, dass sie in verschiedenen Bundesländern von reinen Internetaktivitäten zu Verabredungen im realen Leben übergegangen sind.»

Mehrere Landesämter für Verfassungsschutz beobachten die Gruppe schon seit längerem - unter anderem die Berliner Behörde. Auch das Bundesamt hat die Gruppe, die sich offensiv gegen «Masseneinwanderung» und «Überfremdung» wendet, im Auge. Ein «Beobachtungsobjekt» sei diese im Bund bislang aber nicht, sagte eine Sprecherin der Behörde auf dpa-Anfrage.

Die Bewegung stammt ursprünglich aus Frankreich. Der deutsche Ableger gründete sich 2012. Die Gruppe wettert gegen eine vermeintliche massenhafte Zuwanderung nach Deutschland und Europa und warnt vor Islamisierung und einem moralischen Verfall der Gesellschaft. Die Bewegung plädiert für eine «Festung Europa» und wirbt im Internet um junge Unterstützer, die bereit seien, «ihre Heimat zu erhalten und zu verteidigen».

Lange war die deutsche Gruppierung fast ausschließlich im Internet aktiv. Im Berliner Verfassungsschutzbericht 2014 heißt es noch, die Aktivitäten der Gruppe beschränkten sich «bisher hauptsächlich auf den virtuellen Raum», vor allem auf Websites, Blogs und soziale Netzwerke. «Ihre Rolle in der Realwelt scheint dagegen marginal.»

Inzwischen hat sich die Lage verändert. Aktivisten gegen Rechtsextremismus beobachten, dass die Anhänger der Bewegung seit einiger Zeit verstärkt mit Aktionen und Protesten in der Öffentlichkeit auftreten. Im vergangenen Jahr beispielsweise besetzten Mitglieder der Gruppe einen Balkon der SPD-Parteizentrale in Berlin.

Die Initiative «Netz gegen Nazis» - ein Projekt der Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich gegen Rechtsextremismus engagiert - wertet die «Identitären» mittlerweile als festen Bestandteil der rechten Szene und als «aktivste rechtsextreme Jugendbewegung in Deutschland». Es gebe auch Schnittmengen mit der rechtsextremen Partei NPD.

Verfassungsschützer sprechen von einem «modernen und betont jugendaffinen Auftreten» der Gruppe, die immer wieder auf Stilmittel der Popkultur zurückgreife.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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