Do, 2015-04-02 11:15
Oxfam/Urgewald (Berlin/Sassenberg)

Milliarden-Investitionen der IFC verursachen Menschenrechtsverletzungen

Milliardenschwere Investitionen der International Finance Corporation (IFC) verursachen weltweit Menschenrechtsverletzungen. Der Grund: Die Weltbanktochter schätzt Risiken ihrer Geschäfte mit Partnern wie Banken und Private Equity Fonds falsch ein und ergreift keine Maßnahmen, um die ärmsten sowie sozial und ökonomisch schwächsten Bevölkerungsgruppen zu schützen. Dies dokumentiert der heute von zahlreichen Nichtregierungsorganisationen, darunter Oxfam und urgewald, veröffentlichte Recherche-Bericht „The Suffering of Others“. Fallstudien aus Indien, Laos, Kambodscha, Guatemala und Honduras belegen, dass die IFC bei ihren Geschäften mit so genannten Finanzintermediären ihre Sorgfaltspflicht verletzt und schlechtes Risikomanagement betreibt. Die Folge: Lokale Gemeinschaften werden von ihrem Land vertrieben, sind Gewalt und Repressionen ausgesetzt und verlieren ihre Existenzgrundlagen. Zum Anlass des IFC Board Meetings am 2. April fordern Oxfam und urgewald: Die IFC muss ihre Investitionen in Hochrisikoprojekte, die über die private Finanzwirtschaft abgewickelt werden, einstellen, bis ein wirksames Risikomanagement etabliert ist.

Größter Teil der IFC-Darlehen geht an Banken und Private Equity Fonds Die IFC wickelt mittlerweile 62 Prozent ihres Investitionsportfolios über Partner wie Banken und Private Equity Fonds ab. 36 Milliarden US-Dollar wurden auf diese Weise in den Jahren 2009 bis 2013 als Darlehen vergeben. Diese Summe übersteigt um 50 Prozent die Ausgaben der gesamten Weltbankgruppe im Gesundheitsbereich und beträgt das Dreifache der Ausgaben im Bildungssektor im gleichen Zeitraum. Dabei gibt es erhebliche Transparenz-Defizite bei den Geschäften mit der privaten Finanzwirtschaft: Für 94 Prozent der Investitionen, die die IFC in diesem Bereich selbst als Hochrisiko-Projekte klassifiziert, liegen für die vergangenen drei Jahre (seit 2012) keine öffentlichen Informationen über den Verbleib der Finanzmittel vor. „Die Darlehenspraxis der IFC bleibt völlig im Dunkeln. Die bittere Erkenntnis ist, dass die IFC nicht weiß, was mit ihrem vielen Geld passiert“, kritisiert Knud Vöcking, Weltbankexperte bei der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald. Dies gewinnt zusätzliche Brisanz durch die Pläne der IFC, ihre Darlehen in fragile und von Konflikten betroffene Staaten um 50 Prozent zu erhöhen. Oxfam und urgewald fordern, dass die IFC die Geldempfänger und Sub-Projekte aller ihrer Investitionen über Dritte veröffentlicht.

Beispiel: Infrastrukturprojekt in Indien

Im Jahr 2008 investierte die IFC 100 Millionen US-Dollar in den Indischen Infrastrukturfonds. Dieser wiederum investierte einen Teil des Geldes in ein 1.400-MW-Kraftwerk der GMR Kamalanga Energy Limited (GKEL) im indischen Bundesstaat Odisha. Im Zuge des Projektes verloren knapp 1.300 Familien ungefähr 486 Hektar (1.200 acres) bewässertes Ackerland, obwohl ein Gesetz in Odisha die Umnutzung von Ackerland in industriell genutztes Land verbietet. Darüber hinaus erwarb das Unternehmen knapp 32 Hektar (78 acres) Wald, ohne die Landrechte der Gemeinden vor Ort zu respektieren, was eine Verletzung des Waldrechtgesetztes von 2006 darstellt. Familien wurden gezwungen, ihr Land zu einem Preis zu verkaufen, der durchschnittlich 1.600 US-Dollar/acre unterhalb dessen lag, was man in den drei Jahren vor dem Start des Projekts für diese Fläche erhalten hätte. Dem Bericht „The Suffering of Others“ zufolge hat das GKEL-Projekt den Anteil der
Haushalte ohne Landbesitz in dem Gebiet um rund 23 Prozent erhöht. Zwei Basisorganisationen aus den betroffenen Gemeinden haben bei der Ombudsstelle der IFC eine Beschwerde eingereicht, in der sie kritisieren, dass es keine öffentlichen Anhörungen gegeben habe, obwohl dies bei Landerwerb zwingend vorgeschrieben sei. Zudem seien keinerlei Projektinformationen inklusive Sozial- und Umweltverträglichkeitsprüfungen öffentlich verfügbar.

Fazit: Das GKEL-Projekt hat die ärmlichen Lebensbedingungen der Gemeinden, die bereits von hoher Umweltverschmutzung betroffen sind, nicht verbessert sondern verschärft. Ähnliche Schlüsse lassen sich auch aus den anderen Fallstudien des Recherche-Berichts ziehen: Projekte in Guatemala, Honduras, Kambodscha oder Laos haben das Leid der Menschen erhöht, statt es zu mindern.

Vogel-Strauß-Praxis der IFC muss ein Ende haben

„Unser Bericht zeigt klar und deutlich, dass die IFC die sozialen und ökologischen Risiken von Projekten teilweise selbst als hoch einschätzt, aber trotzdem keine geeigneten Maßnahmen ergreift, um dem zu begegnen. Diese Vogel-Strauß-Praxis muss ein Ende haben. Die IFC muss sicherstellen, dass bei Investitionen ihre eigenen Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Wenn Kreditnehmer diese Standards verletzen, muss das zu einem Ende der Zusammenarbeit führen“, erklärt David Hachfeld, Handelsexperte bei Oxfam.

 

Do, 2015-04-02 11:39
Bonn (dpa)

Deutsche Forscher beschreiben neue Raubechse

Sie werden über einen Meter lang und sehen wie Tiere aus einer längstvergangenen Zeit aus: Experten aus Bonn haben eine neue Waran-Artidentifiziert, die nur in einem kleinen Gebiet in Asien vorkommt.Bonn (dpa) - Bonner Forscher haben eine neue Großwaran-Artidentifiziert. Die Raubechse aus der Verwandtschaft des Wüstenwaranswerde bis zu 1,20 Meter lang und komme nur auf einem äußerstkleinen Gebiet entlang des Südwestrandes des Zagros-Gebirges im Iranvor, berichtete das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig inBonn. Das Tier heißt Varanus nesterovi. Benannt ist es nach einem russischen Forscher, der schon 1914 dreiExemplare dieses Warans an der irakisch-iranischen Grenze gesammeltund als neu erkannt hatte. Zu ihrer Beschreibung sei derWissenschaftler in den Wirren nach der Oktoberrevolution aber nichtmehr gekommen, sagte der emeritierte Professor Wolfgang Böhme vomForschungsmuseum. Auch das amerikanische Nationalmuseum in Washingtonbesitzt demnach seit 1964 ein solches Tier aus dem Südwest-Iran,konnte dessen Identität aber ebenfalls nicht klären.Böhme entdeckte eines der drei 1914 gesammelten Tiere bereits in den1980er Jahren im Magazinbestand des Zoologischen Museums SanktPetersburg. Auf Basis der insgesamt vier Exemplare identifizierte erdie Art nun mit zwei seiner Studenten und zwei russischen Kollegen. Fast alle Merkmale von Varanus nesterovi sind demnach besondersursprünglich und deuten auf eine stammesgeschichtlich sehr alteWaran-Form hin. Das Team um Böhme hat nach Angaben des BonnerForschungsmuseums bereits 15 andere Waran-Arten entdeckt. Varanusnesterovi werde im «Russian Journal of Herpetology» vorgestellt.

Do, 2015-04-02 06:55
Damaskus (dpa)

Beobachter: Islamisten übernehmen Grenzposten zu Jordanien

Damaskus (dpa) - Von der Terrorgruppe Al-Nusra-Front geführteRebellen haben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle fürMenschenrechte den Grenzübergang Nasib von Syrien nach Jordanienübernommen. Wie der Sprecher der in Großbritannien ansässigenBeobachtungsstelle, Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur amMittwoch sagte, hätten sich die syrischen Regierungssoldaten aus derGegend zurückgezogen. Nasib sei der letzte noch funktionierendeGrenzübergang zwischen beiden Ländern gewesen, der vom Regime inDamaskus kontrolliert wurde. Jordanien hatte den Übergang zumBürgerkriegsland Syrien zuvor geschlossen. Die Al-Nusra-Front stehtdem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe.Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) brachten weite Teiledes palästinensischen Flüchtlingslagers Jarmuk am Südrand vonDamaskus unter ihre Kontrolle. Dies bestätigte die Exil-OrganisationSyrische Menschenrechtsbeobachter am Mittwoch. Die Kämpfe zwischenden IS-Dschihadisten und der palästinensischen Miliz Aknaf al-Makdisdauerten an, hieß es.Es handelt sich um den bisher tiefsten Vorstoß des IS in das Gebietder syrischen Hauptstadt. Das Camp Jarmuk liegt etwa acht Kilometervom Stadtzentrum entfernt. Vor dem Bürgerkrieg in Syrien lebten dortmehr als 100 000 Palästinenser, die aus Israel vertrieben worden odergeflohen waren. Zu Beginn des Konflikts war Jarmuk zwischen denTruppen des Machthabers Baschar al-Assad und der pro-westlichenAufständischen-Miliz FSA umkämpft. Die FSA spielt heute keine Rollemehr. 

Do, 2015-04-02 07:01
Rangun (dpa)

Dawei in Zahlen und Fakten

Rangun (dpa) - Das Projekt Dawei in Myanmar mit Tiefseehafen undIndustriezone gehört zu den ehrgeizigsten Bauprojekten Südostasiens.Zahlen und Fakten: - Die 200 Quadratkilometer große Industriezone ist größer als diegesamte Insel Fehmarn.- Der Hafen soll im Jahr 250 Millionen Tonnen Fracht umschlagen undwäre damit fast 80 Prozent größer als der Hamburger Hafen.- Geplant sind in der Industriezone: eine Ölraffinerie, einStahlwerk, ein Kraftwerk, eine Chemikalienfabrik, ein Papierwerk undjede Menge Fabriken. - Die Zone soll an die nur 300 Kilometer entfernte MillionenmetropoleBangkok in Thailand und 900 Kilometer Richtung Norden bis nach Chinamit Autobahn, Eisenbahn und Pipeline angebunden werden.- Für die Manager der Firmen soll eine kleine Stadt mit Hotels,Wohnanlagen und Golfplätzen aus dem Boden gestampft werden.

Do, 2015-04-02 10:35
Berlin (dpa)

Am 4. April: Internationaler Anti-Minen-Tag

Berlin (dpa) - Nach Schätzungen wurden vor dem Landminen-Verbot von1997 in weltweit mehr als 70 Ländern bis zu 110 Millionen Minenverlegt. Am «Internationalen Tag zur Aufklärung über Minengefahren»erinnern die Vereinten Nationen an die Anti-Minen-Konvention.Jährlich am 4. April rufen sie zur Unterstützung ihrer Programmegegen Minen auf. Bisher wurden 40 Millionen Minen zerstört. Die Zahlder Todesopfer fiel von 26 000 im Jahr 1997 bis auf jeweils unter4000 in den vergangenen Jahren. Laut UN müssen noch besonders inSomalia, Angola, der Demokratischen Republik Kongo, Laos, Kambodscha,dem Irak und Afghanistan viele Minen entfernt werden.

Do, 2015-04-02 11:22
Nairobi (dpa)

Blutiger Angriff auf Universität in Kenia - Dutzende Verletzte

Es ist noch dunkel, als bewaffnete Männer die Universität von Garissastürmen. Willkürlich eröffnen sie das Feuer auf Studenten. Es istnicht der erste Angriff in Kenia. Islamisten aus Somalia wollenVergeltung.Nairobi (dpa) - Maskierte Männer haben im Südosten Kenias eineUniversität angegriffen und vermutlich mehrere Studentengetötet. Mindestens 30 Menschen seien mit Verletzungen inKrankenhäuser gebracht worden, vier von ihnen seien in einemkritischen Zustand, so das kenianische Rote Kreuz. Medienberichtenzufolge sollen die Täter am frühen Donnerstagmorgen die Moschee derUniversität von Garissa attackiert und wahllos auf die Anwesendengeschossen haben. Später seien sie in die Schlafsäle vorgedrungen.Eine genaue Opferzahl gab es zunächst nicht.Studenten, die entkommen konnten, berichteten der Zeitung «Standard»von mindestens fünf Angreifern. Sie hätten Geiseln genommen. Es seizu schweren Gefechten mit Sicherheitskräften gekommen, hieß es ineiner Mitteilung der Polizei. Zeugen berichteten von Schusswechselnund Explosionen. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, demGelände fern zu bleiben.Auch Stunden nach dem Beginn der Attacke blieb die Lageunübersichtlich. «Mir wurde gesagt, die Situation sei unterKontrolle, aber es gibt noch keine Details», sagte der Sprecher desInnenministeriums Mwenda Njoka der Deutschen Presse-Agentur.Das kenianische Militär und die Polizei waren im Einsatz undKrankenwagen rückten an. Der «Standard» zitierte einenSicherheitsbeamten mit den Worten, es habe zuvor Drohungen einerTerrorgruppe gegen die Universität gegeben. Garissa hat etwa 120 000Einwohner und liegt rund 330 Kilometer östlich der Hauptstadt Nairobiunweit der Grenze zu Somalia.Wer für die Tat verantwortlich ist, war zunächst unklar. Jedochverübt die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab aus dem NachbarlandSomalia immer wieder Anschläge in Kenia, weil das Land mit Truppengegen die Extremisten im Einsatz ist.Erst im Dezember hatten Unbekannte eine Granate in ein Café inGarissa geworden und zwei Menschen verletzt. Im April 2013attackierten vier Männer ein Hotel in der Stadt und töteten sechsMenschen. Auch in Nairobi schlugen Terroristen bereits zu. Bei einemAngriff auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi waren imSeptember 2013 mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen.

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Do, 2015-04-02 11:13
Bonn (dpa)

Deutsche Forscher beschreiben neue Raubechse

Bonn (dpa) - Bonner Forscher haben eine neue Großwaran-Artidentifiziert. Die Raubechse aus der Verwandtschaft des Wüstenwaranswerde bis zu 1,20 Meter lang und komme nur auf einem äußerstkleinen Gebiet entlang des Südwestrandes des Zagros-Gebirges im Iranvor, berichtete das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig inBonn. Das Tier heißt Varanus nesterovi.

Do, 2015-04-02 06:45
Mainz (dpa)

Chef der Innenministerkonferenz: Terroralarm immer wieder möglich

Mainz (dpa) - Der Chef der Innenministerkonferenz der Länder, RogerLewentz (SPD), schätzt die Terrorgefahr in Deutschland anhaltend hochein. «Wir haben derzeit keine konkreten Hinweise auf Anschläge, aberdie Bedrohung ist nähergekommen», sagte der rheinland-pfälzischeRessortchef der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf dieTerrorattacken von Paris und Kopenhagen sowie auf vereitelteAnschlagspläne in Belgien in diesem Jahr. «All dies könnte auchjederzeit bei uns geschehen. Die Grenzen in Europa sind offen,Terroristen können rasch von hier nach da reisen. Wir müssen daherumso wachsamer sein.»

Do, 2015-04-02 07:45
Istanbul (dpa) 

«Beihilfe zum Völkermord» - Deutschland und die Armenier Von Can Merey, dpa

Die Armenier im Osmanischen Reich durchlitten während des ErstenWeltkriegs unsägliches Leid. Kaum bekannt ist die unrühmliche Rolle,die der engste Bündnispartner der Türken dabei spielte: Deutschland.Istanbul (dpa) - Armenien und viele andere Staaten sprechen vonVölkermord, die Türkei lehnt das ab. Auch Deutschland vermeidet dasWort Genozid im Zusammenhang mit den Gräueltaten, die vor hundertJahren an den Armeniern im Osmanischen Reich verübt wurden - und dienach armenischen Angaben 1,5 Millionen Menschen das Leben kosteten.Welche Rolle Deutschland dabei gespielt hat, zeichnet der Autor undJournalist Jürgen Gottschlich in einem im Februar erschienenen Buchminuziös nach. Gottschlichs Vorwurf ist zugleich der Titel seinespackend zu lesenden Buches: «Beihilfe zum Völkermord».Im Jahr 1914 drängt das Deutsche Reich das bereits geschwächteOsmanische Reich in den Ersten Weltkrieg. Heute ist kaum nochbekannt, wie eng Deutsche und Türken verbündet gewesen sind. Als Chefder deutschen Militärmission wird General Otto Liman von Sanders 1914nach Konstantinopel (heute Istanbul) entsandt. Sein Stellvertreter,Fritz Bronsart von Schellendorf, wird Generalstabschef desOsmanischen Heeres. Zahlreiche weitere deutsche Offiziere übernehmenFührungsaufgaben in den osmanischen Streitkräften. Einzeitgenössisches Propagandabild mit dem Titel «Bündnistreue» zeigtden Handschlag eines deutschen und eines türkischen Soldaten.Die Armenier im Osmanischen Reich sehen sich bald dem Vorwurfausgesetzt, die Kriegsgegner zu unterstützen. Die Festnahme undanschließende Verbannung armenischer Führungspersönlichkeiten inKonstantinopel am 24. April 1915 markiert den Beginn der Gräueltatengegen die christliche Minderheit. Zwar gibt es deutsche Offiziere undDiplomaten, die Armenier (meist erfolglos) zu schützen versuchen. Ausden von Gottschlich ausgewerteten Dokumenten geht aber eindeutighervor, dass viele Deutsche nicht nur von den Massakern wissen,sondern dass einige sie sogar befürworten. Selbst ReichskanzlerTheobald von Bethmann Hollweg weiß Bescheid - und unternimmt nichts.Der deutsche Marineattaché Hans Humann schreibt in einem Vermerk imJuni 1915: «Die Armenier werden - aus Anlass ihrer Verschwörung mitden Russen! - jetzt mehr oder weniger ausgerottet. Das ist hart, abernützlich.» Im Monat darauf notiert der deutsche Chef der türkischenFlotte, Admiral Wilhelm Souchon, in seinem Tagebuch: «Für die Türkeiwürde es eine Erlösung sein, wenn sie den letzten Armenier umgebrachthat, sie würde dann die staatsfeindlichen Blutsauger los sein.»Der einstige Operationschef des türkischen Heeres, Otto von Feldmann,räumt 1921 - also lange nach Kriegsende - in einem Zeitungsbeitragein: «Es soll und darf aber nicht geleugnet werden, dass auchdeutsche Offiziere - und ich selbst gehöre zu diesen - gezwungenwaren, ihren Rat dahin zu geben, zu bestimmten Zeiten gewisse Gebieteim Rücken der Armee von Armeniern frei zu machen.»Nachdem im Oktober 1915 ein Deportationsbeschluss von einem deutschenOffizier mitunterzeichnet wird, schreibt der Chef der Bagdadbahn,Franz Günther, an Staatssekretär Gottlieb von Jagow im AuswärtigenAmt: «Denn die Unterschrift eines Mitglieds der deutschenMilitärmission beweist, dass die Deutschen nicht nur nichts getanhaben, um die Verfolgung der Armenier zu verhindern, sondernstattdessen verschiedene Befehle dazu von ihnen ausgegangen sind undunterzeichnet wurden.»Vorstöße von Diplomaten, mäßigend auf das Osmanische Reicheinzuwirken, bügelt Reichskanzler von Bethmann Hollweg persönlich ab.Ans Auswärtige Amt schreibt er Ende 1915: «Unser einziges Ziel ist,die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten,gleichgültig ob darüber Armenier zugrunde gehen oder nicht.»Gottschlich, der als Korrespondent für die «tageszeitung» («taz») ausIstanbul berichtet, hat jahrelang zur Vertreibung der Armenierrecherchiert - unter schwierigen Bedingungen, denn das Thema ist inder Türkei immer noch mit Tabus behaftet. Er nennt die deutsche Rolledabei «das dunkelste deutsche Kapitel im Ersten Weltkrieg». Und derAutor bemängelt: «Dass vor dem Genozid an den europäischen Juden im20. Jahrhundert schon einmal ein Menschheitsverbrechen stattgefundenhatte, an dem deutsche Soldaten und Diplomaten mittelbar beteiligtwaren, ist bis heute vielen Deutschen kaum bewusst.»

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Do, 2015-04-02 07:55
Mainz (dpa)

Chef der Innenministerkonferenz: Terroralarm immer wieder möglich Von Jens Albes, dpa

Im Januar und Februar kam es in Nachbarländern zu Anschlägen. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz sieht Deutschland nichtzuletzt deshalb im Fokus von Terroristen.Mainz (dpa) - Der Chef der Innenministerkonferenz der Länder, RogerLewentz (SPD), schätzt die Terrorgefahr in Deutschland anhaltend hochein. «Wir haben derzeit keine konkreten Hinweise auf Anschläge, aberdie Bedrohung ist nähergekommen», sagte der rheinland-pfälzischeInnenminister der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf dieTerrorattacken von Paris und Kopenhagen sowie auf vereitelteAnschlagspläne in Belgien in diesem Jahr. «All dies könnte auchjederzeit bei uns geschehen. Die Grenzen in Europa sind offen,Terroristen können rasch von hier nach da reisen. Wir müssen daherumso wachsamer sein.»Die deutschen Sicherheitsbehörden seien aber gut aufgestellt und inengem Kontakt. «Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ)vernetzt uns sehr gut. Es ist ein Quantensprung in der Frage, wieSicherheitsbehörden von Bund und Ländern sich austauschen», sagte derMinister in Mainz. Das GTAZ war 2004 in Berlin als Reaktion auf dieAnschläge vom 11. September 2001 eingerichtet worden.In Deutschland kann es Lewentz zufolge auch künftig immer wieder zuTerroralarm kommen, so wie schon dreimal in diesem Jahr. Kürzlichhatte es in Bremen nach Warnungen vor einer islamistischen Gewalttateinen polizeilichen Großeinsatz gegeben. Zuvor waren wegenTerrorhinweisen an einem Montag in Dresden die Pegida-Demonstrationund alle Gegenkundgebungen verboten worden. Außerdem wurde derKarnevalsumzug in Braunschweig abgesagt.Spekulationen über Überreaktionen wies Lewentz zurück. «In allen dreiFällen gab es sehr ernste Terrorhinweise. Ein Spiel mit dem Risikoist mit mir nicht machbar, die Sicherheit der Bevölkerung geht vor.» Auch der diesjährige Mainzer Rosenmontagszug mit mehr als einerhalben Million Zuschauern sei im Vorfeld in den Fokus der Behördengeraten. «Mit einer gewissen Spannung richtete sich unser Blick aufdie Sicherheit des Umzugs. Die Veranstalter waren sehr erleichtert,als wir Entwarnung geben konnten», sagte der Vorsitzende derInnenministerkonferenz.

Do, 2015-04-02 05:36
Stadt (dpa)

Vier Tote nach Explosion auf Bohrinsel - Keine Ölverschmutzung

Fünf Jahre nach der «Deepwater Horizon»-Katastrophe explodiert erneuteine Ölplattform in Golf von Mexiko. Das Feuer ist schwer unterKontrolle zu bringen.Mexiko-Stadt (dpa) - Bei der Explosion einer Ölplattform im Golf vonMexiko ist nach Betreiberangaben kein Öl ins Meer ausgelaufen.Rettungsschiffe hätten den Abfluss von Öl aus der Bohrinsel «AkatunPermanente» verhindert, teilte der Staatskonzern Pemex amMittwochabend mit. Die Löscharbeiten dauerten an. Mindestens vierMenschen waren nach Behördenangaben bei dem Unfall vor dersüdöstlichen Küste Mexikos gestorben. Weitere 16 seien verletztworden.Nach Angaben der Zeitung «Reforma» brachte das Feuer Teile derBohrinsel zum Kollaps. Laut Pemex mussten nach dem Ausbruch desFeuers am Mittwochfrüh insgesamt 302 Menschen in Sicherheit gebrachtwerden. Zwei der Opfer befanden sich im kritischen Zustand, teiltedie Firma auf ihrem Twitter-Account mit.Beide sollten in ein Krankenhaus in Mexiko-Stadt verlegt werden. Dieanderen Verletzten würden in Spitälern der Stadt Ciudad del Carmen imbenachbarten Bundesstaat Campeche behandelt werden. Zehn Schiffe versuchten, die Flammen auf der Bohrinsel unterKontrolle zu bringen. Die Ursachen des Unglücks in der Bucht vonCampeche im Süden des Golfs von Mexiko waren zunächst unklar. Nachersten Erkenntnissen war das Feuer bei den Pump- undEntwässerungsanlagen der Plattform ausgebrochen.Die Umweltorganisation Greenpeace forderte ein Ende der Ölförderungauf See. Die Explosion zeige erneut, wie gefährlich diese ArtArbeiten seien. «Fünf Jahre nach dem schweren Unfall der «DeepwaterHorizon» muss man leider feststellen, dass Unfälle nichtauszuschließen sind und jederzeit passieren können», schriebGreenpeace.Elf Arbeiter waren 2010 bei einer Explosion auf der Bohrinsel«Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko gestorben. Das Unglück löstedie bis dahin schwerste Ölpest in der Geschichte der USA aus.

Do, 2015-04-02 03:06
Berlin (dpa)

Bericht: FDP sind 2013 die Einnahmen weggebrochen

Berlin (dpa) - Der FDP sind im Bundestagswahljahr 2013 nach einemZeitungsbericht die Einnahmen weggebrochen. Im Vergleich zum Wahljahr2009 gingen sie um 23 Prozent, also fast ein Viertel, zurück,schreibt die «Süddeutsche Zeitung» (Online) unter Berufung auf denneuen Rechenschaftsbericht der Liberalen. Demnach nahm die FDP 2013noch 33,3 Millionen Euro ein - 10 Millionen Euro weniger als 2009.Bei der Wahl war die FDP aus dem Bundestag geflogen.Der Einbruch bei den Einnahmen ziehe sich durch alle Bereiche. Wegender schlechteren Wahlergebnisse erhielten die Liberalen dem Berichtzufolge 2013 mehr als 2 Millionen Euro weniger aus der staatlichenParteienfinanzierung. Das Spendenaufkommen brach sogar um mehr als 5Millionen Euro ein. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen sanken um 1Million. Die Bilanz weist dem Bericht zufolge ein Defizit von 4,5Millionen Euro aus.Vor kurzem war bekannt geworden, dass die ums politische Überlebenkämpfende FDP ihre Kreisverbände zusätzlich zur Kasse bitten will, ummehr Geld für die kommenden Wahlkampagnen aufzutreiben. Die Liberalendiskutierten zurzeit über eine befristete Sonderumlage, um diepolitische Arbeit und die Wahlkämpfe in den Ländern zu intensivieren.

Do, 2015-04-02 06:35
Warschau (dpa)

Studie zu ausländischen Kämpfern in der Ukraine - «Grund zur Sorge»

Warschau (dpa) - Der Anteil ausländischer Kämpfer im Konflikt in derOst-Ukraine wird übertrieben, ist einer polnischen Studie zufolgeaber dennoch besorgniserregend. Es müsse sowohl auf der Seite derprorussischen Separatisten wie auch der Ukrainer von etwa 100 bis 300nicht-russischen Ausländern ausgegangen werden, schrieb KacperRekawek, Autor der Studie des Polnischen Instituts für InternationaleAngelegenheiten. Diese Zahl rechtfertige weder die Behauptung einer«Fremdenlegion der Nato» noch von «Internationalen Brigaden» imDienste Russlands.Rekawek sieht einen Teil der ausländischen Kämpfer als «Vertretereines extremen politischen Milieus, das anti-atlantisch,anti-europäisch, anti-liberal und nationalistisch» sei. «Es ist mehrals wahrscheinlich, dass sie Anhänger unter Radikalen in Europafinden», schrieb Rekawek weiter. Soweit es sich um Europäer handele,könnten sie nach einer Rückkehr in ihre Heimatländer «eine Bedrohungfür die europäische Sicherheit darstellen.»

Do, 2015-04-02 11:21
London (dpa)

Eon muss Entschädigung für Übervorteilung britischer Kunden zahlen

London (dpa) - Der Energieversorger Eon muss in Großbritannien knapp7,75 Millionen Pfund (gut acht Millionen Euro) zahlen, weil dasUnternehmen Kunden geprellt hat. Eon habe bei Preiserhöhungen Kundenmehr als erlaubt zur Kasse gebeten und unerlaubte Kündigungsgebührenerhoben, teilte die staatliche Regulierungsbehörde Ofgem amDonnerstag mit. Das Geld geht an eine gemeinnützige Vereinigung, diesich für Menschen einsetzt, die ihre Stromrechnungen nicht zahlenkönnen. An übervorteilte Kunden hatte Eon bereits zuvor 400 000 Pfundzurückgezahlt.

Do, 2015-04-02 10:00
München (dpa)

Exportschlager Schoko-Osterhase erfreut auch Kinder in Australien

Ostern ist auch ein Fest für die Süßwaren-Branche: Zu keiner anderenJahreszeit wird in Deutschland so viel Schokolade genascht. In derVerbrauchergunst ganz oben steht auch in diesem Jahr der klassischeSchoko-Hase.München (dpa) - Zu Ostern warten in diesem Jahr so vieleSchokoladen-Hasen wie noch nie in den Geschäften auf Abnehmer: Rund213 Millionen Exemplare hat die deutsche Süßwarenindustriehergestellt. Das ist ein Rekord, wie der Chef desSüßwarenhandelsverbands Sweets Global Network, Hans Strohmaier, derDeutschen Presse-Agentur sagte. Rund 40 Prozent davon gehen in denExport und erfreuen Kinder, aber auch erwachsene Oster-Fans in derweiten Welt. Wichtige Exportländer sind beispielsweise Frankreich,Österreich, Tschechien und Polen, aber auch bis in die USA und sogarnach Australien werden die langohrigen Schoko-Figuren geliefert. Auch angesichts des kühlen Wetters in Deutschland in den vergangenenTagen hofft die Branche auf leicht steigende Umsätze. Wärme dämpftnämlich üblicherweise den Appetit auf Süßigkeiten und vor allem aufSchokolade. Genau sagen könne man das aber erst nach Ostern, weilsich die meisten Verbraucher erst unmittelbar vor den Feiertageneindecken, sagte Strohmaier. Die Verkaufspreise hätten wegen der gestiegenen Preise für Rohstoffewie Kakao und Kakaobutter leicht angezogen. Im vergangenen Jahrerwirtschaftete der Handel gut 414 Millionen Euro mitSchoko-Überraschungen fürs Osternest.Der Renner ist auch in diesem Jahr der klassische Schoko-Hase - obals stehende oder sitzende Figur, ob nostalgisch, frech oder mitexotischen Tier-Prints. Schon länger haben die Hasen aber auchGesellschaft bekommen von Hennen, Küken, Lämmern und anderen zurOsterzeit passenden Figuren aus Schokolade. Aber auch dieFruchtgummi- und Gebäckhersteller und mittlerweile auch dieHersteller salziger Snacks warten mit österlichen Naschereien undKnabbereien auf. Für die Schokoladen-Hersteller ist Ostern die umsatzträchtigste Zeitdes Jahres. Im Rennen um die Verbrauchergunst haben die Hasen-Figurenauch im Vergleich zu Schoko-Weihnachtsmännern schon länger die Nasedeutlich vorn: Im vergangenen Jahr kamen 146 MillionenWeihnachtsmänner aus Schokolade in den Handel im In- und Ausland.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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