Reports / Meinungen / Interviews

Tanz mit Walen

Tanz mit Walen

Umweltwissenschaften und Club-Musik klingen erstmal wie ein Gegensatzpaar. Dass sie sich wunderbar vereinen lassen, beweist die Musikerin Jayda G mit ihrem Debütalbum „Significant Changes“, das am Freitag erschienen ist.

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Montag, 25. März 2019

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Wir­bel­stür­me werden zer­stö­re­ri­scher, EU rügt deutsches Düngerecht und Wut über se­xis­ti­sche Fahr­rad­helm-Werbung

Liebe Leserinnen und Leser, 

ein Lächeln mit strahlend weißen Zähnen ist die beste Visitenkarte – findet zumindest die Zahnpastaindustrie. Und geht offenbar davon aus, dass der Kunde so geblendet ist vom Weiß um ihn herum, dass er nicht so genau hinschaut, was denn drin ist in den Tuben zur Mundhygiene. Diesen Schluss könnte man zumindest beim Blick auf die Ergebnisse des Zahnpasta-Tests von Ökotest ziehen. Vor allem Colgate Total, eine der beliebtesten Marken in deutschen Drogeriemärkten, fiel demnach negativ auf: In drei Produkten der Linie war nicht nur der Bakterienkiller Triclosan enthalten, der resistent gegen Antibiotika machen kann. Die Tester fanden auch Schleimhaut-reizendes Natriumlaurylsulfat sowie lösliche Kunststoffe. Die Firma hinter Colgate, CP Gaba, teilte auf Anfrage des Magazins mit, dass alle drei Produkte mittlerweile mit anderer Rezeptur im Handel seien. Ob die allerdings so viel besser ist? Wer – Achtung Wortspiel – weiß das schon.

Auf unserer eigenen Seite wird es musikalisch: Umweltwissenschaften und Klub-Musik – das klingt erst mal wie ein Gegensatzpaar. Dass sie sich wunderbar vereinen lassen, beweist die Musikerin Jayda G mit ihrem Debütalbum „Significant Changes“.

Wir wünschen an Ihnen dieser Stelle einen strahlend schönen Montag. Morgen mehr. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Verheerender Zyklon in Mosambik: Wirbelstürme werden zerstörerischer

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Etwa zehn Tage nach dem schweren Zyklon Idai in Mosambik steigt die Zahl der Toten weiter: Inzwi­schen werden 446 Todesopfer gemeldet. Nach Angaben des Internationalen Roten Kreuz gibt es erste Fälle von Cholera. Eine Meldung zum aktuellen Stand der Dinge hat die Tagesschau – die SZ geht unterdessen der Frage nach, welchen Einfluss der Klimawandel auf das Vorkommen und die Intensität von Wirbelstürmen hat. Die Antwort darauf, ob Zyklone durch die steigenden Temperatu­ren häufiger werden, konnte die Klimaforschung bislang nicht abschließend klären. Modellrechnun­gen liefern zum Teil widersprüchliche Ergebnisse. Viele sagen sogar weniger tropische Wirbelstürme voraus, andere deuten dagegen auf eine Zunahme hin. Das bedeutet jedoch keine Entwarnung. Anders Levermann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zufolge ist „völlig klar“, dass Wirbelstürme „durch die Erderwärmung in Zukunft mehr Energie aus dem Wasser werden aufnehmen können. Und dadurch wird auch die Zerstörungskraft dieser Ereignisse steigen.“

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Deutsches Düngerecht ist der EU zu lasch

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Beim Düngen kommen strengere Auflagen auf die deutschen Bauern zu – und wachsender Unmut aus Europa. Hintergrund ist ein Tauziehen zwischen Brüssel und dem deut­schen Landwirtschaftsministerium über die Frage, wie die Nitrat-Einbringung in Gewässer durch die Landwirtschaft verringert werden kann. Die EU hatte Deutschlands Vorgehen als nicht ausreichend gerügt. Daraufhin legte die Bundesregierung jüngst Vor­schlä­ge vor, wie das Düngerrecht verschärft werden könnte. Problem: Auch diese Vorschläge sind der EU-Kommission zu lasch. Die Causa könnte auch die Spannungen zwischen Union und SPD verschärfen. Denn: CDU-Agrarministerin Julia Klöckner zeigt Verständnis für die Bauern. Gewässer­schutz sei zwar wichtig, müsse für Landwirte aber auch machbar bleiben. SPD-Umweltministe­rin Svenja Schulze hingegen dringt auf ein rasches Handeln der Koalition. Mehr zum Thema bei Spiegel Online.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Forscher warnen vor Mikroplastik im Boden

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In unseren Böden schlummert bis zu 20-mal mehr Mikroplastik als im Meer. Bayreuther Forscher wiesen jede Menge Kunststoff auf Ackerflächen in der Landwirtschaft nach. Pro Hektar Ackerfläche errechneten sie Belastungen von 150.000 Mikroplastikteilchen. Aber auch unser Kompost ist verunreinigt: Bis zu 900 Kunststoffpartikel fanden die Wissenschaftler in einem Kilogramm. Die Hauptquellen sind: Abrieb von Autoreifen, Verluste bei der Abfallentsorgung und Kunststoff im Biomüll, aber auch Granulate von Kunstrasenplätzen, die in die Landschaft verwehen. Die fast schon systematische Vermüllung unserer Landschaft bleibt auch für den Menschen nicht ohne Folgen. Über Regenwürmer zum Beispiel gelangt Mikroplastik in die Nahrungskette. Die Hintergründe hat ZDF-heute zusammengetragen.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Wie mit dem Tod von Insekten Stimmung gegen Windräder gemacht wird

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Die Zahl klingt dramatisch: Mehr als fünf Milliarden Fluginsekten kommen im Sommer täglich an den Flügeln von Windkraftanlagen zu Tode. Der Wert stammt aus Modellanalysen des Deutschen Zen­trums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart. Ein Experte des Instituts wirft deshalb die Frage auf, ob der Schwund der Insekten auch mit der Windkraft zusammenhängen könnte. Wirklich beantwor­ten kann er diese Frage allerdings nicht – denn es gibt keine Vergleichs­zahlen. Diese aber bräuchte man, argumentiert die taz, um sagen zu können, welche Relevanz die Windkraft im Vergleich zu Pestiziden, zur intensiven Landwirtschaft, zum Verkehr, zur Flächenversiegelung, zum Gewässerver­bau und der Urbanisierung hat. Dass Insekten bedroht sind, steht indes außer Frage. Die Gründe liegen mutmaßlich jedoch woanders. Tierökologe Johannes Steidle sagt: „Entscheidend für die Größe von Insektenpopulationen ist weniger die Frage, ob irgendwo Tiere sterben, sondern ob sie den richtigen Lebensraum zur Vermehrung finden.“ Und genau an solchen Habitaten fehle es zunehmend.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Umfrage: Bundesbürger scheuen hohe Mehrkosten für mehr Klimaschutz

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Ein Großteil der Deutschen ist nicht bereit, für mehr Klimaschutz auch deutlich höhere Kosten zu schul­tern. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf eine repräsentative Um­fra­ge des Instituts INSA. Befragt wurden 1.035 Menschen. Danach lehnen 25 Prozent der Bundesbür­ger eine Mehrbelastung durch beispielsweise eine CO2-Steuer zugunsten des Klimaschutzes generell ab. 22 Prozent der Befragten erklärten, sie seien bereit, bis zu zehn Euro im Monat zusätzlich für mehr Klimaschutz zu bezahlen. 32 Prozent halten einen Betrag von maximal 50 Euro im Monat für gerechtfertigt. Doch lediglich neun Prozent sind bereit, bis zu 100 Euro mehr pro Monat für den Klima­schutz auszugeben.

Bericht, 1 Minute Lesezeit

Menschen am Montag: Alicija, Nachwuchs-Model im Fokus einer Debatte um sexistische Werbung

Das Verkehrsministerium will mit einer neuen Kampagne vor allem junge Menschen zum Tragen eines Fahrradhelms animieren. Als Testimonial fungiert unter anderem eine junge Frau, die wohl die Zielgruppe ansprechen soll: Alicija, Kandidatin in der Heidi Klum-Show Germany's Next Topmodel. Sie trägt auf einem Werbeplakat einen lilafarbenen Fahrradhelm und einen Spitzen-BH – mehr nicht.

Vor allem SPD-Politikerinnen fühlen sich von der Werbeaktion unter Schirmherrschaft von CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer abgestoßen und fordern nun sogar ihren Stopp. „Es ist peinlich, dumm und sexistisch, wenn der Verkehrsminister seine Politik mit nackter Haut verkauft“, findet Maria Noichl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratische Frauen. Die Welt bildet die Debatte ab.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.19 Tierrechte

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