Reports / Meinungen / Interviews

Verlierer, Gewinner und Menschen wie du und ich

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Vorgedrängelt hat sich wieder mal dieser Virus, aber von dem lassen wir uns nicht unterkriegen.

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Freitag, 27. März 2020

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Schrump­fen­des Ozonloch verbessert Klima auf Süd­halb­ku­gel, Hams­ter­käu­fe gehen zurück und gefangene Forscher

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt wohl wenige nachhaltige Verhaltensweisen, auf die sich die Bundesbürger so sehr verständigen können wie auf das Mülltrennen. Papier, Gelber Sack, Bio und Restmüll – mit fast religiösem Eifer klamüsern manche ihre täglichen Abfälle auseinander. Doch jetzt be­droht die grassierende Pandemie die im Sinne des Recyclings etablierte Routine: Denn wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, darf nicht mehr trennen. So lautet die abgespro­chene Ansage der Umweltministerien. Alles soll in den Restmüll, am besten in reißfesten, gut ver­kno­teten Beuteln, wie der SWR berichtet. Spitze Gegenstände müssen extra verpackt wer­den. Leere Konservengläser und Pfandflaschen sollen vorerst im Haushalt verbleiben. So soll sichergestellt werden, dass sich andere Hausbewohner und Mitarbeiter der Müllabfuhr nicht anstecken

Das Ganze gilt, das betonen die Ministerien ausdrücklich, aber nur für Quarantäne-Haushal­te. Wenn Sie also morgen zur Biotonne gehen dürfen, ist das durchaus Grund zur Freude. Andere müssen gerade Verzicht üben. 

Auf uns müssen Sie nicht lange verzichten. Am Montag sind wir zurück – bis dahin!  

Das Team vom Navigator

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Schrumpfendes Ozonloch verbessert Klima auf der Südhalbkugel

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Die allmähliche Erholung der Ozonschicht über der Antarktis hat offenbar die Verlagerung der Jetstreams Richtung Südpol gestoppt – Spiegel Online berichtet. Seit dem Jahr 2000 sei dieser Trend aufgehalten oder sogar leicht rückläufig, berichtet eine Forschergruppe der University of Colorado in der Fachzeitschrift Nature. In den Achtzigerjahren wiesen Wissen­schaftler erstmals ein Ausdünnen der Ozonschicht über der Antarktis nach. Die Entstehung trug zur Erwärmung der Antarktischen Halbinsel, Patagoniens (Südamerika) und Neusee­lands bei. West-Tasmanien und West-Neuseeland wiederum wurden trockener. Auch die Zirkulation, Temperatur und der Salzgehalt des Südlichen Ozeans sollen durch die Verlage­rung der Jetstreams beeinflusst worden sein. Unterdessen hat sich über dem Nordpol ein Ozonloch gebildet, wie der Standard meldet – und erstmals ist es laut dem Polarforscher Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven ein großes.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Klöckner: Hamsterkäufe gehen zurück

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Die Situation in deutschen Supermärkten entspannt sich derzeit wieder. Es sei zu beobach­ten, dass der Kauf von stark nachgefragten Lebensmitteln wie Nudeln, Mehl und passierten Tomaten etwas nachlasse, so Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einer Presse­konferenz zur Lebensmittelversorgung in der Corona-Krise. Hamsterkäufe seien nicht nötig, bekräftigte sie ihren Appell von vergangener Woche. Verbraucher sollten nur das kaufen, was sie wirklich brauchen. Zu oft wanderten bei übertriebener Hortung Lebensmittel vom Aufbewahrungsschrank in die Tonne, so Klöckner. Um das zu verhindern, hat ihr Ministerium in sozialen Netzwerken die Kampagne „Kauf nur, was du brauchst“ gestartet, für die Promis wie Sänger Max Giesinger und Sängerin Stefanie Hertel werben. Mehr bei der Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Schützt Amazon seine Mitarbeiter genug?

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Die Corona-Pandemie hat erhebliche Teile des Handels weltweit zum Stillstand gebracht. Doch es gibt auch Unternehmen, die profitieren. An erster Stel­le: Amazon. Nun melden sich Stimmen, die behaupten, dass Amazon angesichts dieser Ge­schäftschance beim Gesund­heits­schutz zu viele Kompromisse mache. So kritisieren drei Mitarbeiter deutscher Versand­zen­tren gegenüber Zeit Online, dass Amazon sie bei der Arbeit nicht ausreichend vor einer möglichen Ansteckung schütze. An ihrem Arbeitsplatz habe es bereits fünf bestätigte Corona-Infizierte gegeben, berichtet eine Frau aus einem Logistikzentrum bei Hamburg. Das wisse sie von Kollegen – und, weil sich ein Manager „verplappert“ habe. Amazon habe die Belegschaft allerdings nie offiziell informiert. Erst zwei Wochen nach dem ersten bestätigten Fall habe Amazon die Kantine geschlossen und die Pausenzeiten entzerrt.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit
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Forscher sitzen wegen Corona am Nordpol fest

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Eigentlich wollten die Forscher der einjährigen Nordpolexpedition an Bord der „Polarstern“ in ein paar Tagen Halbzeit feiern. Seit sechs Monaten ist das Bremerhavener Forschungs­schiff bereits unterwegs, um sich in der zentralen Arktis einfrieren zu lassen. Insgesamt 300 Wissenschaftler wollen im Eis des Nordpolarmeers untersuchen, wie sich die Klimaerwärmung auf die Arktis auswirkt. Statt Halbzeit-Feiern gibt es nun lange Gesichter, schreibt Spiegel Online. Grund: Wegen der Corona-Pandemie müssen die Forscher länger auf dem Schiff bleiben als zu­nächst geplant. Eigentlich sollten alle zwei Monate die je hundert Forscher an Bord ausge­tauscht werden. Doch nun machen Ein- und Ausreisegenehmigungen sowie Quarantäne­vorschriften den Wissenschaftlern einen Strich durch die Rechnung: Niemand darf mehr nach Norwegen einreisen.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Invasive Arten: Experten halten Asiatische Hornisse für nicht gefährlich

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Der Raubzug einer Hornisse ist durchaus beeindruckend: Ein tief brummendes, scheinbar trä­ges Insekt stürzt sich blitzschnell auf eine deutlich kleinere Biene. Es packt sie fest; nach einem erstaunlich lauten, hektisch summenden Gerangel kullert der Kopf der Biene ins Gras. Kein Wunder, dass eine gerade in Europa stattfindende Invasion Ängste auslöst: Die Asia­tische Hornisse, eine Verwandte der europäischen Hornisse, siedelt sich gerade in Deutsch­land an. Die Europäische Kommission schätzt die Asiatische Hornisse als gefährlich für die Honigbiene und sogar für ganze Ökosysteme ein und hat sie auf die Liste der invasiven Arten gesetzt. Dabei sind Wissenschaftler keineswegs in Panik: „Die Asiatische Hornisse ist weder ein ‚Monster‘, noch haben wir aktuell Hinweise darauf, dass sie besonders gefährlich ist“, sagt der deutsche Insektenkundler und Wespenexperte Rolf Witt. Hintergründe bei der SZ.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Der Eisschrank der Erde taut auf

Die russische Republik Jakutien, auch Sacha genannt, gehört zu den kältesten Orten der Welt. Doch die Region erwärmt sich dreimal so schnell wie der Rest des Globus.

Der Fotograf Alexis Pazoumian hat sich mit seiner Kamera auf eine Reise durch die Schneewälder Jakutiens begeben. Der Guardian dokumentiert seine Arbeit.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.20 Polarfieber

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Reports / Meinungen / Interviews

#zuhausebleiben
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24.Mär 2020

Wei­ter­ma­chen, Anpacken und Zuhören im Aus­nah­me­zu­stand

Weitermachen, Anpacken und Zuhören im Ausnahmezustand

Viele Menschen müssen angesichts der Corona-Pandemie Zuhause bleiben – doch auch von dort können Engagement und Kultur weitergehen. Wir zeigen wie und wo

Klimawandel
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16.Mär 2020

Co­ro­na­vi­rus: Fluch oder Segen für den Kli­ma­schutz?

Coronavirus: Fluch oder Segen für den Klimaschutz?

Das weltweit eingeschränkte öffentliche Leben wirkt sich kurzfristig positiv auf das Klima aus. Langfristig könnte die Pandemie aber die Klimakrise verschärfen

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20.Mär 2020

Frühling in Zeiten des Virus

Frühling in Zeiten des Virus

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Und was hat sich wieder in den Vordergrund geschoben? Genau.

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13.Mär 2020

Voll­brem­sung

Vollbremsung

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal versucht sie, trotz Pandemie panikfrei zu bleiben.

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Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

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