Reports / Meinungen / Interviews

9. November

9. November

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal fällt er punktgenau auf einen Tag vor dreißig Jahren.

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Mittwoch, 13. November 2019

Daily Navigator

Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Busch­brän­de bedrohen Sydney, Bun­des­re­gie­rung be­schnei­det Windkraft und die Rückkehr des Maus­hirschs

Liebe Leserinnen und Leser,

„Life Is Better at the Beach“ suggeriert ein beliebter Spruch auf Strandhandtüchern, Badehosen und Surfboards. Gerade im deutschen November ist man geneigt zuzustimmen. Doch auch Bewohner sandiger Paradiese haben mit Problemen zu kämpfen, wie aktuelle Meldungen aus Frankreich und Italien zeigen. 

Während die französische Polizei den Strand von Lacanau, knapp 40 Kilometer nordöstlich von Bor­deaux, absperren musste, weil dort seit Wochen Kokspäckchen angeschwemmt werden, ist es auf Sardinien ein Bürgermeister, der das Absperrband ausrollt. Zumindest im übertragenen Sinne. Anto­nio Diana ist Stadtherr von Stintino im Nordwesten der Insel, bekannt für seinen „himmlischen“ Strand „La Pelosa“. Weil Studien zeigen, dass die Touristenmassen, die das Fleckchen anzieht, das Ökosystem vor Ort bedrohen, will Diana künftig Eintritt zum Strand verlangen und den Andrang so auf 1.500 Besucher pro Tag begrenzen. Das Geld soll direkt wieder in den Strand fließen, schreibt der Guardian. Strandhandtücher (mit oder ohne Aufschrift) sind im Übrigen schon länger verboten. So soll verhin­dert werden, dass Urlauber absichtlich oder auch unabsichtlich Sand mitnehmen

Mit diesem Exkurs in sonnigere Gefilde verabschieden wir Sie in einen eher grauen Mittwoch. Morgen sind wir zurück!

Das Team vom Navigator

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Verheerende Buschbrände bedrohen Sydney

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Bis zu 300 Brandherde haben die australischen Behörden bisher gezählt; etliche Feuer sind außer Kon­­trolle. Temperaturen von fast 40 Grad und extreme Trockenheit verschlimmern die Situ­ation; da­zu fachen starke Winde die Feuer immer wieder an. Mittlerweile sind 10.000 Quadratki­lo­meter von den Flammen erfasst – eine Fläche halb so groß wie Hessen. Nun bedrohen die Buschbrände auch die Fünf-Millionen-Einwohner-Stadt Sydney. Dort fressen sich die Flammen durch einen Euka­lyp­tus­wald – etwa 15 Kilometer vom Zentrum ent­fernt. Auf Bildern aus den Vororten sieht man Häu­ser, Straßen, Bäume und Autos, die mit einer pink­far­be­nen Masse überzogen sind. Es ist eine Chemi­kalie, die die Feuerwehr versprüht hat, um die Aus­breitung des Feuers zu verhindern. Die Meldung hat die SZ.

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Wie die Bundesregierung die Windenergie beerdigt

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Am Mittwochmorgen macht das Wirtschaftsministerium ernst – und verschickt einen 167 Seiten star­ken Gesetzentwurf, der sich eigentlich mit einer Energie der Vergangenheit beschäftigt: dem Aus­stieg aus der Kohle. Doch gleichzeitig wird durch die geplanten Gesetzesänderungen die Windenergie massiv behindert. Demnach dürfen Windanlagen nicht mehr im Umkreis von 1.000 Metern von Sied­lungen gebaut werden. Vor einem solchen pauschalen Mindestabstand hatte nicht nur das Um­welt­bundesamt deutlich gewarnt. In dem Gesetzentwurf nun wählt Wirtschaftsminister Peter Alt­maier eine so restriktive Formulierung, dass neue Windenergieanlagen de facto un­möglich würden. Als Siedlung werden nämlich schon fünf Gebäude definiert. Zudem müsse der Min­destabstand auch zu Flächen eingehalten werden, auf denen ein Wohngebäude „errichtet wer­den kann“. Umwelt­gruppen sprechen von einem „Todesstoß für die Windenergie an Land“. Mehr bei ZDF-heute.

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In den Niederlanden gilt künftig Tempo 100 – der Umwelt zuliebe

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Auf vielen Autobahnabschnitten der Niederlande durfte bereits in der Vergangenheit höchstens 100 gefahren werden. Künftig soll das auch für jene Abschnitte gelten, auf denen bislang 130 erlaubt wa­r – zumindest zwischen 6:00 und 19:00 Uhr. Ministerpräsident Rutte sprach der Tagesschau zufolge von einem „bedeutenden Schritt“. Zuvor hatten die Regierungsparteien monatelang über Möglich­kei­ten zur Be­kämpfung der sogenannten Stickstoffkrise beraten. Sie waren unter Druck geraten, als das höchste Ge­richt, der Raad van State in Den Haag, im Mai Genehmigungsverfahren für große Bauvorhaben mit der Begrün­dung gestoppt hatte, der Stickstoffausstoß des Landes dürfe nicht noch weiter ansteigen. Selbst Woh­­nun­gen dürften nur gebaut werden, wenn es an an­de­rer Stelle eine Reduzierung der Emissionen gebe.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Rußrindenpilz: schädlich für Bäume und Menschen

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Weil der Wald durch zwei heiße Sommer geschwächt ist, haben es Schädlinge leichter. Derzeit befällt der sogenannte Rußrindenpilz Ahornbäume in ganz Deutschland. Erkennbar an kahlen Baum­kronen und rissiger Rinde, begleitet von einem Belag am Stamm – ein bisschen wie Asche auf schwar­zem Schleim. Erkrankte Bäume sterben. Und auch für Menschen sind die Sporen nicht ungefähr­lich, schreibt der Deutschlandfunk. Gärtner oder Waldarbeiter sollten sich beim Fällen betroffener Bäume selbst schützen. Beim Einatmen können die Sporen aller­gi­sche Reaktionen wie Reizhusten, Fie­ber, Atemnot und Schüttelfrost auslösen. Bei sehr intensi­vem Kon­takt kann es auch zur sogenannten Farmerlunge kommen, einer Entzündung der Lungen­bläs­­chen.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Der verloren geglaubte Maushirsch ist wieder da

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Fast 30 Jahre lang hatte kein Forscher den Vietnamesischen Maushirsch (Tragulus versicolor) zu Ge­sicht be­kommen – jetzt wurde die Art erstmals wieder in freier Wildbahn gesichtet, wie Spiegel On­line berichtet. Die nun ent­deck­ten Exemplare seien im Osten Vietnams in Kamerafallen getappt, be­richtet ein Team der Organi­sa­tion Global Wildlife Conservation (GWC) im Fachblatt Nature Ecology and Evolution. Maushirsche sind auch als Vietnam-Kantschile bekannt – 1990 waren die letzten be­kannten Tiere von einem Jäger erschossen worden. Anders als der umgangssprachliche Name ver­muten lässt, sind die Maushirsche weder mit Mäusen noch mit Hirschen verwandt. Sie ge­hören zur Familie der Hirsch­fer­kel und sind nur etwas größer als ein Hase. Ein Geweih haben sie nicht.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Wie die Klimakrise eine Familie spaltet

Jung gegen Alt, Stadt gegen Land, und obendrauf reichlich Verände­rungs­druck, Verlustängste und Verteilungsfragen – das Spaltungspotenzial, das Klimapolitik zu einem so dankbaren Thema für Rechtspopulisten macht, lässt sich ständig beobachten. Auch Familien kann das Thema entzweien.

Bei Zeit Online erzählt Redakteurin Julia Schmidt, wie ihre Mutter zur Anti-Windkraft-Gegnerin wurde – und Mutter und Tochter zu Demonstrantinnen auf entgegengesetzten Seiten.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.19 Reisen

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Reports / Meinungen / Interviews

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So kli­ma­schäd­lich sind Ge­schäfts­rei­sen

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Fern jeder Landlust

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal fällt er auf Treckerkonvois.

Klimapolitik
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31.Okt 2019

Klima-Klage: Ge­schei­tert, doch die Grund­satz­fra­ge bleibt un­be­ant­wor­tet

Klima-Klage: Gescheitert, doch die Grundsatzfrage bleibt unbeantwortet

Auf der ganzen Welt häufen sich Klimaklagen: Gegen Konzerne, gegen Institutionen, gegen Regierungen. Am Donnerstag wurde in Berlin eine Klage von drei Landwirten gegen die Bundesregierung abgewiesen – doch auch die Niederlage dient der Sache.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
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22.Okt 2019

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