Sa, 2015-03-28 21:23
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Weltweite «Earth Hour»: Auch Brandenburger Tor verdunkelt

In einer weltweiten Aktion rund um den Globus hat der WWF mit der «Earth Hour» an das Umweltbewusstsein der Menschen appelliert. In Berlin gingen am Brandenburger Tor für eine Stunde die Lichter aus.

Berlin/Sydney (dpa) - Aus Anlass der weltweiten Klimaschutzaktion «Earth Hour» sind am Samstagabend auch die Lichter am Brandenburger Tor in Berlin ausgeschaltet worden. Zu der für Deutschland zentralen Veranstaltung hatte der World Wide Fund For Nature (WWF) aufgerufen. Umweltschützer malten mit Kerzen den Schriftzug: «Safe our climate now». Auch etliche andere deutsche Städte und Gemeinden wollten sich zwischen 20.30 und 21.30 Uhr an der symbolischen Aktion beteiligen.

In Berlin sollten auch die Lichter am Roten Rathaus, an den Rathäusern von Köpenick und Treptow sowie am Bundesumweltministerium ausgehen. Der WWF hatte zum neunten Mal zu der Aktion aufgerufen. Ziel der weltweiten Aktion sei es, ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen, teilte der WWF mit. Über die verschiedenen Zeitzonen hinweg sollten die Menschen für jeweils eine Stunde das Licht ausschalten.

Auch in Niedersachsen beteiligten sich viele Städte an der Aktion. In Hannover sollten die Lichter an Museen, Bibliotheken, einigen Kirchen und Banken ausgeschaltet werden. Auch die Rathäuser unter anderem in Lüneburg, Leer, Braunschweig und Cloppenburg sowie andere Gebäude beteiligten sich.

Mit einem Konzert des Sydney Symphony Orchestra war am Samstag in Australien die «Earth Hour» gestartet. Zuvor hatten auf der Insel Samoa viele Bewohhner für eine Stunde alle Lichter gelöscht. Auch Menschen auf den Fidschi-Inseln nahmen an der Aktion teil. In Japan und Indonesien wurde es in vielen großen Städten ebenfalls dunkel, auf zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen mit Tausenden Menschen wurde das Licht gelöscht.

Der Veranstalter WWF erwartete nach eigenen Angaben in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. So wollten sich mehr als 7000 Städte in 172 Ländern beteiligen.

Die Geschichte der «Earth Hour» begann 2007 in Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen laut WWF am 31. März 2007 an der ersten «Earth Hour» teil und schalteten bei sich für eine Stunde das Licht aus. In der Folge entwickelte sich das Ganze zu einer internationalen Aktion.

2009 nahmen mit Hamburg, Berlin und Bonn erstmals deutsche Städte teil. 2014 beteiligten sich demnach über 7000 Städte und Gemeinden in 162 Ländern an der Aktion. In Deutschland machten 163 Städte und Gemeinden für eine Stunde das Licht aus. Zu den Botschaftern der «Earth Hour» gehören UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu sowie der britische Sänger Chris Martin und der italienische Designer Giorgio Armani.

Sa, 2015-03-28 20:44
282044 Mrz 15)

Poroschenko sagt ukrainischen Oligarchen den Kampf an

Kiew (dpa) - Nach dem Rücktritt des ukrainischen Milliardärs Igor Kolomoiski als Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk hat Präsident Petro Poroschenko den Oligarchen des Landes den Kampf angesagt. «Mein wichtigstes Ziel ist eine Entoligarchisierung des Landes», sagte Poroschenko am Samstagabend dem Sender ICTV. Während die Regierung Ordnung zu schaffen versuche, wollten die Oligarchen den Staat ins Chaos stürzen, kritisierte der Präsident dem Präsidialamt zufolge.

Das Entlassungsgesuch Kolomoiskis vom Mittwoch folgte auf die Besetzung von Energieunternehmen in Kiew durch bewaffnete Einheiten des Milliardärs und auf den Mord an einem Geheimdienstler. Beobachter werteten die Entwicklungen als Ausdruck eines Machtkampfes in der ukrainischen Führung. Poroschenko wies dies im TV-Interview zurück. Kolomoiskis Rücktritt dürfe nicht als Zeichen eines Konflikts innerhalb der Führung der Ex-Sowjetrepublik gewertet werden, meinte er.

In Dnipropetrowsk demonstrierten am Samstag der Agentur Tass zufolge rund 1000 Anhänger des Ex-Gouverneurs für die Einheit der Ukraine. Die Veranstalter sprachen von Tausenden Teilnehmern. Kolomoiski selbst erschien nicht zu der Kundgebung. Dnipropetrowsk liegt in der Nähe der von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete.

Sa, 2015-03-28 20:23
Stuttgart/Berlin (dpa)

FDP will befristete Sonderumlage für Wahlkämpfe erheben

Stuttgart/Berlin (dpa) - Die ums Überleben kämpfende FDP will ihre Kreisverbände zur besseren Finanzierung von Wahlkampagnen zusätzlich zur Kasse bitten. Die Liberalen diskutierten zurzeit über eine befristete Sonderumlage, um die politische Arbeit und die Wahlkämpfe in den Ländern zu intensivieren, bestätigte Bundesschatzmeister Hermann Otto Solms am Samstag. Die Entscheidung darüber soll beim Parteitag vom 15. bis zum 17. Mai in Berlin fallen. Als erstes hatte die «Südwest Presse» über die Umlage berichtet.

Die Kreisverbände sind auch für die Mitgliedsbeiträge zuständig. Wie sie die Umlage finanzieren, sei deren Sache, sagte ein Parteisprecher in Berlin. Im Wesentlichen solle aber vorhandenes Vermögen angezapt werden. Laut Solms soll ein «Solidarfonds» in Höhe von vier Millionen Euro gebildet werden. Das Geld solle in die Kampagnen zu den Wahlen bis zur Bundestagswahl im Herbst 2017 gesteckt werden.

Die «Südwest Presse» hatte zuvor von Überlegungen berichtet, wonach jedes der rund 57 000 FDP-Mitglieder in den Jahren 2015, 2016 und 2017 neben dem normalen Mitgliedsbeitrag jedes Jahr 25 Euro extra zahlen soll. Um die Sonderumlage kassieren zu können, ist aber auf jeden Fall eine Satzungsänderung nötig.

Die FDP kämpft bei den kommenden Wahlen ums Überleben. Bei der Bundestagswahl 2013 war sie aus dem Parlament geflogen - 2017 will sie die Fünf-Prozent-Hürde aber wieder überspringen. 2016 steht unter anderem die Landtagswahl in Baden-Württemberg an, das als das liberale Stammland gilt. Dort ist die FDP bislang mit sieben Abgeordneten im Landtag vertreten.

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Sa, 2015-03-28 19:46
Dortmund (dpa)

Neonazi-Aufmarsch weitgehend friedlich - BVB knipst Licht aus

Wieder einmal marschieren Neonazis in Dortmund auf. Die Polizei sorgt dafür, dass Demonstranten aus dem rechten und dem linken Lager auf Abstand bleiben. Der BVB reagiert auf seine Weise.

Dortmund (dpa) - Ein Aufmarsch von mehr als 500 Rechtsextremisten in Dortmund ist am Samstag weitgehend friedlich verlaufen. Ein Großaufgebot der Polizei hielt den Marsch, der von Mitgliedern der Gruppierung «Hooligans gegen Salafisten» unterstützt wurde, auf Distanz zu mehr als 2000 Gegendemonstranten. Die Kundgebungen fielen kleiner aus als erwartet. Die Polizei hatte vorher mit mehreren tausend, teils gewaltbereiten Demonstranten auf beiden Seiten gerechnet und einen der schwierigsten Einsätze seit Jahren befürchtet. Allerdings wurden mehrere Polizisten verletzt sowie Messer und Baseballschläger sichergestellt.

Nach Angaben der Polizei kam es im Tagesverlauf zu einzelnen Zwischenfällen. Eine Gruppe Linksautonomer habe versucht, eine Absperrung zu durchbrechen. Später seien Flaschen und Böller geflogen. Zum Abschluss eines Demonstrationsmarsches von Linken, bei denen ebenfalls Böller flogen, griff die Polizei mit dem Schlagstock ein und zog mindestens fünf Teilnehmer aus den Reihen. Die Beamten stellten Personalien fest und erteilten Platzverweise.

Den Schlusspunkt des Neonazi-Aufmarsches setzte ein Rechtsrockkonzert in der Nähe des Signal-Iduna-Parks von Borussia Dortmund, das ebenfalls von der Polizei abgeschirmt wurde. Aus Protest gegen das Konzert schaltete der BVB die sonst weithin sichtbare Stadionbeleuchtung aus. Der Verein wolle Neonazis keine Kulisse bieten, hieß es in einer Mitteilung.

Bei der Abreise der Demonstrationsteilnehmer kam es am Abend zu mindestens einem Zwischenfall. Im Regionalexpress Richtung Essen habe eine Gruppe Rechter die Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Punks gesucht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Mehrere Personen wurden leicht verletzt. Die Bundespolizei nahm mehrere Menschen in Gewahrsam und leitete Ermittlungsverfahren ein.

Die Polizei setzte bei den Demonstrationen Tausende Beamte aus ganz Deutschland ein. Ein Aufmarschverbot der Polizei hatten Gerichte zuvor aufgehoben. Anlass der Kundgebungen war ein Jahrestag: Vor genau zehn Jahren hatte ein Dortmunder Rechtsextremist einen Punker in einer U-Bahnstation erstochen.

Sa, 2015-03-28 19:25
Amsterdam/Donezk (dpa)

Erneut Reste von Opfern von Flug MH17 in die Niederlande geflogen

Ein Herkules-Transportflugzeug landet in Eindhoven. Die Fracht: drei Särge mit Leichenteilen von Opfern des Absturzes von Flug MH17. Es war der neunte Transport seit der Katastrophe im Juli 2014.

Amsterdam/Donezk (dpa) - Gut acht Monate nach dem Absturz von Flug MH17 hat erneut eine Militärmaschine sterbliche Überreste von Opfern in die Niederlande gebracht. Im Beisein von Regierungsvertretern und über 100 Hinterbliebenen wurden am Samstag drei Särge am Militärflughafen in Eindhoven mit einer kurzen Zeremonie empfangen, meldete das niederländische Fernsehen.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über dem Krisengebiet Donbass in der Ostukraine vermutlich von einer Rakete abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden dabei getötet. Die meisten waren Niederländer. Die Untersuchungen zu der Ursache dauern noch an. Das ukrainische Militär und prorussische Separatisten geben sich gegenseitig die Schuld.

In den vergangenen Tagen hatte ein niederländisches Expertenteam an der Absturzstelle erneut Leichenteile geborgen. Die Särge wurden mit einer Polizeieskorte zu einer Kaserne in Hilversum bei Amsterdam gebracht, wo die Opfer identifiziert werden sollen. Bisher konnte von zwei Opfern die Identität noch nicht festgestellt werden.

Die Lage im ostukrainischen Frontgebiet war am Samstag trotz einer seit 15. Februar geltenden Waffenruhe gespannt. Militärsprecher Andrej Lyssenko in Kiew berichtete von drei verletzten Soldaten. Die Konfliktparteien warfen sich gegenseitig Dutzende Verstöße gegen die Feuerpause vor.

Sa, 2015-03-28 17:50
Berlin (dpa)

Blogger Badawi: Ich lebe mit 30 Verbrechern auf 20 Quadratmetern

Berlin (dpa) - Der in Saudi-Arabien inhaftierte liberale Blogger Raif Badawi hat in einem bewegenden Brief seinen Gefängnisalltag geschildert. In dem Brief, den das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» in seiner aktuellen Ausgabe abdruckt, schreibt der junge Familienvater, er müsse seine 20 Quadratmeter große Zelle mit 30 Verbrechern teilen - Mördern, Dieben, Drogenhändlern und Kinderschändern.

Früher habe er aus Angst vor Verbrechern zu Hause immer alle Türen und Fenster verriegelt, «und jetzt lebe ich mitten unter ihnen». Mit Erstaunen entdeckte Badawi bei einigen Zellengenossen ein «zartes, grandioses menschliches Feingefühl». Besonders habe ihn eine Schmiererei in einer der verdreckten Toiletten der Haftanstalt berührt. Zwischen Obszönitäten entdeckte er den Satz: «Der Säkularismus ist die Lösung!»

Badawis Brief ist das Vorwort zu dem Buch «1000 Peitschenhiebe» (Ullstein), das an diesem Mittwoch erscheint. Badawi war 2012 wegen seiner liberalen Ansichten verhaftet worden. Er hatte auch Kritik an der saudischen Religionspolizei geübt. Ein Gericht verurteilte ihn wegen «Beleidigung des Islams» zu 1000 Hieben, zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe. Nach den ersten 50 Stockschlägen wurde die Vollstreckung aus gesundheitlichen Gründen ausgesetzt.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Sa, 2015-03-28 17:21
Lausanne (dpa)

Steinmeier bei Atom-Verhandlungen: Endspiel hat begonnen

Im Atom-Poker mit dem Iran setzen alle Seiten auf entscheidende Bewegung kurz vor Ende der Frist am 31. März. Der deutsche Außenminister bemüht zur Veranschaulichung der Lage sein Wissen als Wanderer.

Lausanne (dpa) - Bei den Atomgesprächen mit dem Iran hat nach den Worten von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die entscheidende Phase begonnen. «Nach zehn Jahren, fast zwölf Jahren Verhandlungen mit dem Iran beginnt hier sozusagen das Endspiel», sagte Steinmeier beim Eintreffen am Verhandlungsort in Lausanne. Der Ausgang der Gespräche sei ungewiss. «Selbst dann, wenn man das Gipfelkreuz schon vor Augen hat, dann sind die letzten Meter die schwersten, aber eben auch die entscheidenden.»

Steinmeier traf sich am Samstag mit US-Außenminister John Kerry, dem französischen Amtskollegen Laurent Fabius und mit Teherans Chefdiplomaten Mohammed Dschawad Sarif. Sarif sprach danach erneut von Fortschritten und gutem Willen. «Deutschland und Frankreich ist sehr ernsthaft an einer Einigung gelegen.» 

Zuvor hatte Fabius erklärt, Ziel sei ein «robustes Abkommen». Der Iran habe jedes Recht auf zivile Atomenergie, aber nicht auf eine Atombombe. «Ich bestehe auf Transparenz der Mechanismen und auf Kontrollen, um sicherzustellen, dass die abgemachten Kompromisse eingehalten werden», sagte Fabius.

Es geht darum, dem Iran den Weg zum Bau einer Atombombe zu versperren. Teheran hat diese Absicht stets bestritten und möchte für die Einschränkung seines Atomprogramms die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen erreichen.

Hürden für ein Abkommen sind unter anderem Zahl und Typ der noch erlaubten Zentrifugen zur Urananreicherung sowie die Laufzeit eines Vertrags.

Es wird erwartet, dass am Sonntag die Runde der Außenminister der 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) komplett ist. Angestrebt ist bis zum 31. März ein Rahmenabkommen, das Grundlage einer umfassenden Lösung des Atomkonflikts sein soll. Bis Ende Juni sollen alle restlichen Detailfragen geklärt sein. Eine Einigung wäre ein historischer Schritt in den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran, die 35 Jahre lang Erzfeinde waren.  

Sa, 2015-03-28 16:54
Santiago de Chile/Quito (dpa)

Dutzende Tote bei schweren Unwettern in Chile und Ecuador vom 27.03.

Heftige Niederschläge haben den Norden Chiles teilweise von der Außenwelt abgeschnitten. Tausende Menschen sind betroffen. Staatschefin Michel Bachelet spricht von einer verheerenden Lage.

Santiago de Chile/Quito (dpa) - Dutzende Menschen sind bei schweren Unwettern in Südamerika ums Leben gekommen. In der eigentlich extrem trockenen Wüstenregion Atacama im Norden Chiles starben mindestens zehn Menschen nach den heftigsten Regenfällen der letzten Jahrzehnte. 19 weitere galten am Samstag als vermisst. Die Zahl der Betroffenen lag bei mehr als 5 500. Auch in Ecuador starben in den vergangenen Tagen mindestens 25 Menschen.

Im trockenen Norden Chiles berichteten die Behörden von den schlimmsten Regenfällen seit 80 Jahren. Besonders betroffen waren die Regionen Antogasta, Atacama und Coquimbo, wo heftige Niederschläge zu Sturzfluten und Erdrutschen führten. Mehrere Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Laut dem Katastrophenamt Onemi mussten mindestens 5 584 Menschen in Sicherheit gebracht werden, Tausende verloren ihre Häuser. Mancherorts seien die Niederschläge inzwischen aber zurückgegangen.

Staatschefin Michel Bachelet rief in dem Gebiet den Notstand aus und entsandte das Militär, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen und Plünderungen vorzubeugen. «Die Lage ist verheerend, wir müssen schnell zu den isolierten Ortschaften gelangen», sagte Bachelet laut der Zeitung «La Tercera» nach einem Besuch in dem Katastrophengebiet.

In Loja im Süden Ecuadors gab es am Freitag neun Todesopfer nach einem Erdrutsch. Landesweit waren mindestens 16 weitere Menschen in den letzten Tagen bei heftigen Unwettern ums Leben gekommen. Nach Angaben der Zeitung «El Telégrafo» wurden in der Hauptstadt Quito zudem 52 Personen nach Blitzeinschlägen leicht verletzt.

Sa, 2015-03-28 15:57
Tunis (dpa)

Weltsozialforum fordert in Tunesien Einhaltung von Menschenrechten

Tunis (dpa) - Knapp zwei Wochen nach einem blutigen Terroranschlag in Tunesien hat das 12. Weltsozialforum (WSF) am Samstag ein Zeichen für Menschenrechte gesetzt. Unter dem Motto «Eine andere Welt ist möglich» kamen Zehntausende Globalisierungsgegner in der tunesischen Hauptstadt Tunis zusammen. Sie hätten verdeutlicht, «dass sich globale Handelsbeziehungen, Migrationspolitik und Klimagerechtigkeit an demokratischen Prinzipien und der Einhaltung der Menschenrechte ausrichten müssen», sagte Francisco Marí von der Hilfsorganisation Brot für die Welt.

Extremisten hatten vor knapp zwei Wochen bei einem Angriff auf das Museum in Tunis 21 Menschen getötet, darunter vor allem Urlauber. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu der Tat.

Am Sonntag ist ein Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer geplant. Frankreichs Präsident François Hollande hat sein Kommen angekündigt. Im Rahmen der Trauerveranstaltung soll auch das Museum wieder eröffnet werden.

Sa, 2015-03-28 15:54
Berlin (dpa)

Altkanzler Schröder hätte Russland nicht aus G8 ausgeschlossen

Berlin (dpa) - Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den Ausschluss Russlands aus der Gruppe der großen Industrienationen als Reaktion auf die Ukraine-Krise kritisiert. Dem «Spiegel» sagte er auf die Frage, ob er als Kanzler anders gehandelt hätte: «Ja. (...) Gerade in der Krise sind Gespräche zwingend erforderlich. (...) Man kann so ein Land nicht ausgrenzen.» Schröder pflegte in seiner Regierungszeit ein sehr enges Verhältnis zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bis heute nennt er ihn seinen Freund.

Dem «Spiegel» sagte der SPD-Politiker: «Wenn ich mit Putin rede, verweist er darauf, dass Russland große Vorleistungen in der Abrüstungsfrage vollbracht hat. Das sei ihm nicht gedankt worden.» Mit dem Ende der Sowjetunion habe der Warschauer Pakt aufgehört zu existieren, während sich die Nato erheblich nach Osten ausgedehnt habe. Und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hätte nicht zulassen dürfen, dass die EU-Kommission «nur mit der Ukraine und nicht auch mit Russland über eine EU-Assoziierung verhandelte». Die Einbeziehung Moskaus wäre auch ökonomisch sinnvoll gewesen.

Sa, 2015-03-28 15:42
Monrovia (dpa)

Letzte bekannte Ebola-Patientin in Liberia ist tot

Monrovia (dpa) - Im westafrikanischen Liberia ist die letzte bekannte Ebola-Patientin der Krankheit erlegen. Das berichtete der staatliche Radiosender am Samstag. Die Erkrankung der 44-Jährigen war vor rund einer Woche bekanntgeworden und zerstörte Liberias Hoffnung, die Ebola-Epidemie überwunden zu haben. Zuvor hatte es in dem Land mehr als 20 Tage lang keinen neuen bekannten Ebola-Fall gegeben. Die 44-Jährige starb den Angaben zufolge bereits am Freitagmorgen in einer Klinik in Monrovia.

In Liberia hatten sich der Weltgesundheitsorganisation zufolge seit letztem Jahr rund 9600 Menschen mit Ebola infiziert, 4300 von ihnen starben. Obwohl die schlimmste Phase des Seuchen-Ausbruchs in Westafrika vorüber ist, gibt es in Liberias Nachbarländern Guinea und Sierra Leone weiterhin wöchentlich Dutzende Neuerkrankungen.

Ebola hat eine Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen. Die doppelte Zeitspanne - 42 Tage - muss ohne Neuerkrankungen vergehen, bevor die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Land für ebolafrei erklärt.

Sa, 2015-03-28 15:36
Sanaa/Scharm el Scheich (dpa)

Saudi-Arabien stimmt auf langen Krieg im Jemen ein

Den dritten Tag in Folge bombardieren arabische Kampfjets Stellungen schiitischer Rebellen im Jemen. Bei einem Gipfeltreffen in Ägypten stehen die Zeichen auf Krieg. Im Visier ist auch ein anderer Feind.

Sanaa/Scharm el Scheich (dpa) - Saudi-Arabiens König Salman hat die arabischen Staaten auf einen langen Krieg im Jemen eingeschworen. Die Luftschläge der von seinem Land angeführten Allianz gegen Huthi-Rebellen würden solange fortgesetzt, bis der Jemen wieder stabilisiert sei, sagte Salman auf einem Gipfeltreffen der Arabischen Liga am Samstag im ägyptischen Scharm el Scheich.

Jemens von den Huthis entmachteter Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi beschuldige den Iran, er sei für das Chaos in seinem Land verantwortlich. Die Huthis nannte er «Handlanger des Irans». Die Luftschläge müssten weitergehen, «bis sich die Huthi-Bande ergibt».

Die schiitischen Huthi-Rebellen haben in den vergangenen Monaten große Teile des Landes und die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht. In dieser Woche stießen sie bis in die südjemenitische Hafenstadt Aden vor. Dorthin war Präsident Hadi vor den Aufständischen geflohen, bis er sich jetzt nach Saudi-Arabien absetzte. Hadi bat die arabischen Nachbarländer, in den Konflikt einzugreifen. Seit Donnerstag bombardiert eine von Saudi-Arabien angeführte Allianz arabischer Länder Stellungen der Rebellen und ihrer Verbündeten.

Vor allem das saudische Königshaus will einen Machtzuwachs Teherans am Golf unbedingt verhindern. «Die Huthi-Miliz hat fremde Kräfte hervorgerufen, um die Sicherheit einer ganzen Region zu schwächen», sagte König Salman mit Blick auf den Iran.

Die Jemen-Krise gilt als erste große Bewährungsprobe für den neuen saudischen Monarchen. Der 79-Jährige war im Januar seinem verstorbenen 90-jährigen Halbbruder Abdullah auf den Thron gefolgt.

Das sunnitische saudische Königshaus und der schiitische Iran sind derzeit die größten Rivalen im Nahen Osten - im Jemen führen beide eine Art Stellvertreterkrieg. Zum Ärger des saudischen Königshauses mischt sich der Iran auch in die Konflikte im Irak und in Syrien ein. Riad befürchtet außerdem eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran, falls es einen erfolgreichen Abschluss der Atomverhandlungen geben sollte.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) starben als Folge der Luftschläge bereits Dutzende Menschen. Allein in der Hauptstadt Sanaa seien bis zu 34 Menschen ums Leben gekommen, teilte HRW am Samstag mit. Elf Tote seien bereits identifiziert worden, unter ihnen zwei Frauen und zwei Kinder. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur, viele Menschen würden in Panik aus Sanaa fliehen. Laut der jemenitischen Nachrichtenseite «Al-Masdar Online» erlebte Sanaa in der Nacht zum Samstag das bislang schlimmste Bombardement seit Beginn der Angriffe.

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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