Mo, 2015-03-30 17:58
Hamburg (dpa/lno)

Klimaforscher finden wichtige Daten im Keller des DWD

Hamburg (dpa/lno) - Klimaforscher reisen bis ans Ende der Welt, um an Daten zu kommen - manchmal hilft aber auch ein Blick in den Keller. In der Hamburger Niederlassung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind rund 800 verstaubte Wetter-Tagebücher aus den Jahren 1877 bis 1999 gefunden worden, die jetzt von Wissenschaftlern ausgewertet werden. Die Luftdruck- und Winddaten von mehr als 100 Signalstationen der Deutschen Seewarte an den Küsten von Nord- und Ostsee seien eine einzigartige Quelle, teilte das Exzellenzcluster für Klimaforschung an der Universität Hamburg am Montag mit. Die Wetter-Tagebücher wurden bereits 2011 im Keller des DWD entdeckt, inzwischen sind sie digitalisiert und für die Forschung nutzbar.

«Die historischen Messungen erzählen uns viel über die Silvestersturmflut in der Region Usedom 1913 oder das künftige Risiko für Sturmfluten an deutschen Küsten», erklärte die Meteorologin Dörte Röhrbein. Auch der Klimaforscher Hans von Storch zeigte sich begeistert: «Die in weiten Teilen handgeschriebenen Wetter-Tagebücher sind ein toller Fund!» Bislang hätten gute Langzeitdaten für den Luftdruck im Ostseeraum gefehlt. Die seien jedoch ein wichtiger Faktor für das Rekonstruieren von Stürmen und Sturmfluten.

Mo, 2015-03-30 17:54
Helsinki (dpa)

Merkel warnt in Finnland vor Alleingängen in der Ukraine-Krise

Merkel hat Finnlands Premier mit einem Besuch im Wahlkampf den Rücken gestärkt - und bei den Finnen für den gemeinsamen Kurs gegen Russland geworben. Das wirtschaftsschwache Land kämpft mit den Sanktionen.

Helsinki (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Finnland vor Alleingängen der EU-Länder in der Ukraine-Krise gewarnt. «Wir sind Partner», betonte die CDU-Politikerin nach einem Treffen mit Ministerpräsident Alexander Stubb in Helsinki am Montag. Deshalb müssten Entscheidungen über Sanktionen und Gespräche mit Russland «in enger Absprache» geschehen. «Nur gemeinsam ist die EU stark», pflichtete ihr Stubb bei einer Diskussion zu europäischer Sicherheit und dem Ukraine-Konflikt an der Universität Helsinki bei.

Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland treffen Finnland als EU-Land mit der längsten Grenze zu Russland empfindlich. Wenige Wochen vor der Parlamentswahl am 19. April muss der konservative Premier Stubb seine befürwortende Haltung gegenüber den Wählern im ohnehin wirtschaftlich schwächelnden Finnland verteidigen. Sein sozialliberaler Herausforderer Juha Sipilä hatte im Wahlkampf vor den ökonomischen Folgen der Sanktionen gewarnt und sich bilateralen Gespräche mit Russland gegenüber offener gezeigt.

Merkel stärkte ihrem Amtskollegen in Helsinki den Rücken. Wenn Europa weiter einheitlich handele, «dann wird das die Wirkung auf Russland nicht verfehlen», sagte die Kanzlerin bei einer Pressekonferenz mit Stubb. «Wir haben kein Interesse daran, dass die Sanktionen ewig weitergehen», betonte sie vor den Studenten der Universität Helsinki. Stubb betonte, die EU wolle mit Russland und nicht gegen Russland arbeiten. Er zeigte sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werde. Dafür seien aber Geduld und Ausdauer nötig.

Auch Merkel erklärte: «Unser Wunsch ist es, kooperativ mit Russland zusammenzuarbeiten, aber auf der Grundlage bestimmter Prinzipien.» Sie verwies auf die vor 40 Jahren in Helsinki unterzeichnete Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE). Die beteiligten Staaten - dazu gehörte die damalige Sowjetunion - verpflichteten sich damals zur Unverletzlichkeit der Grenzen, Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten sowie zur Wahrung der Menschenrechte und Grundfreiheiten.

Die freie Entscheidung der Ukraine, die sich in Teilen mehr an Europa als an Russland orientieren will, sei durch Russland heute infrage gestellt, sagte Merkel. «Die militärische Auseinandersetzung wollen wir nicht führen», betonte sie erneut.

Die deutsche Wiedervereinigung sei durch eine gute Mischung aus Härte gegenüber der Sowjetunion und immer wieder neuen Versuchen der politischen Lösung hervorgegangen. Mit Blick auf die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE), die aus der KSZE entstand, sagte Merkel, die OSZE überwache den Waffenstillstand in der Ukraine. Das sei ein Zeichen für die Wichtigkeit dieser Institution.

In Bezug auf die Schuldenkrise in Griechenland mahnte Merkel: «Zum Schluss muss der Gesamtrahmen stimmen.» Sie erwartet, dass die Reformvorschläge aus Athen dem vereinbarten Rahmen entsprechen, der neue internationale Hilfen möglich macht.

Das Ergebnis der Gespräche Athens mit der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds warte sie ab. Die Kanzlerin bekräftigte: «Wir arbeiten darauf hin, dass Griechenland Teil des Euro bleiben kann.» Stubb sagte, es solle weiter daran gearbeitet werden, eine Lösung zu finden. Die Zeit werde aber knapp, und die Bedingungen würden nicht geändert.

Mo, 2015-03-30 17:54
Berlin (dpa)

Linke nennt Kauders und Gabriels Ägyptenreisen «geschmacklos» )

Berlin (dpa) - Die Linke hat Besuche von Unionsfraktionschef Volker Kauder und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in Ägypten scharf kritisiert. Der Bundesregierung seien die Geschäftsbeziehungen wohl wichtiger als die Menschenrechte, sagte die Linke-Politikerin Christine Buchholz laut einer am Montag verbreiteten Erklärung der Partei. Unter dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi seien Hunderte Menschen in Schnellverfahren zum Tode verurteilt worden; Journalisten sowie Tausende politische Gegner seien inhaftiert. Die Linke lehne auch Waffenlieferungen an Ägypten ab.

Kauder hatte sich am Montag nach einem Treffen mit Al-Sisi in Kairo für eine engere Partnerschaft beider Länder ausgesprochen. Kurz vor der Reise hatte er vor einem Abgleiten auch Ägyptens ins Chaos gewarnt. «Sollte sich auch noch Ägypten destabilisieren, dann stünde die arabische Welt von der algerischen Grenze bis zur iranischen Grenze in Flammen. Dies müssen wir in unserem ureigensten Interesse doch verhindern», sagte er.

Gabriel hatte bei einem Besuch in Kairo vor gut zwei Wochen Al-Sisi eine Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem Staatsbesuch in Deutschland überbracht. Außerdem genehmigte er den Bau weiterer deutscher U-Boote für Ägypten.

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Mo, 2015-03-30 17:26
Neu Delhi (dpa)

17 Vermisste nach Überschwemmungen und Erdrutschen in Kaschmir  )

Neu Delhi (dpa) - Nach Erdrutschen und Überschwemmungen im indischen Teil Kaschmirs werden mindestens 17 Menschen vermisst. Im Dorf Laden im Distrikt Budgam sei ein Hang abgerutscht und habe am Montag zwei Häuser weggerissen, berichtete die indische Nachrichtenagentur IANS unter Berufung auf die Polizei. Zahlreiche Menschen der Millionenstadt Srinagar mussten ihre Häuser verlassen.

Kaschmir war erst im September vergangenen Jahres von großflächigen Überflutungen betroffen gewesen. Damals starben im Bundesstaat Jammu und Kaschmir fast 300 Menschen. An vielen Orten waren die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten noch gar nicht abgeschlossen. «Was passiert hier? Wir hatten eine Flut im Herbst, jetzt haben wir sie im Frühling. Und die Sommer in Kaschmir sind auch für Fluten bekannt», sagte Nisar Hussain der Agentur IANS.

Die einzige Verbindungsstraße nach Srinagar sowie weitere Hauptverkehrsadern wurden laut IANS geschlossen. Fotos zeigten, wie Fährboote des bei Touristen beliebten Dal Lake auf Lastwagen geladen wurden, um sie zur Fluthilfe einzusetzen. In den höheren Regionen Kaschmirs wurden Lawinen-Warnungen ausgesprochen.

Mo, 2015-03-30 17:22
Leipzig (dpa)

Ist da eine Henne im Ei? - Alternative zur Kükentötung entwickelt

40 Millionen männliche Küken werden allein in Deutschland jährlich getötet, weil sie keine Eier legen. Zehn Jahre lang haben Forscher unter der Führung der Uni Leipzig nach Alternativen gesucht - und gefunden. Doch wie praxistauglich ist ihr Vorschlag?

Leipzig (dpa) - Minihähne haben in Deutschland bisher ein sehr kurzes Leben - zumindest wenn Legehennen die Mutter sind. Als Eintagsküken werden jährlich etwa 40 Millionen Küken geschreddert oder vergast, weil sie keine Eier legen. Auf der Suche nach Alternativen setzt Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) auf ein Verfahren der Uni Leipzig. Noch im Ei soll das Geschlecht getestet werden, nur die Weibchen sollen schlüpfen. Geht es nach Schmidt, wird es 2017 flächendeckend eingesetzt. Nicht alle nehmen den Plan euphorisch auf.

Wie funktioniert die Kükenauswahl bisher?

Im Moment werden die Küken in den Brütereien nach dem Schlüpfen von Hand sortiert. Hoch qualifizierte Mitarbeiter können die Geschlechter anhand von Farbe, Federn und Kloaken unterscheiden und sortieren die männlichen Tiere aus, wie der Zentralverband Deutsche Geflügelwirtschaft erklärt. Die Minihennen werden aufgezogen. Die männlichen Tiere werden laut Verband fast ausschließlich mit Kohlendioxid vergast. Zudem sei das Zerkleinern im Häcksler erlaubt.

Wie funktioniert das neue Verfahren?

Statt nach dem Schlüpfen nach 21 Tagen können die Forscher der Universität Leipzig schon nach 72 Stunden das Geschlecht im Ei bestimmen. Dazu fräst ein Laser ein Loch von etwa einem Zentimeter Durchmesser in die Kalkhülle. Für die spektroskopische Analyse müsse keine Probe entnommen werden, erklärt die Teamleiterin Prof. Maria Krautwurst-Junghanns. Stattdessen werde die molekulare Struktur im Blut sichtbar gemacht, das bei Vögeln DNA-Informationen enthält. Binnen Sekunden wirft die Technik einen Kurvenverlauf aus, der das Geschlecht verrät. Nur die Eier mit weiblichen Küken werden mit Pflastern versehen und ausgebrütet.

Wann könnte es einsetzbar sein?

Seit zehn Jahren forschen die Leipziger an den Grundlangen. Laut Bundesagrarminister Schmidt könnte ab Mai mit dem Umsetzen der Laborergebnisse in die Praxis begonnen werden. Dazu müssen Maschinen entwickelt werden, die im Großeinsatz tauglich sind. Nach einer Testphase sollen 2017 alle deutschen Brütereien das Verfahren nutzen.

Wie praxistauglich ist das Verfahren?

Die Geflügelwirtschaft begrüßt prinzipiell die Methode der Geschlechterbestimmung im Ei. Sie scheine am besten geeignet zu sein, weil sie die Tiere schone, erklärt der Zentralverband. Eine Herausforderung sei die große Öffnung in den Eiern, durch die im Brutprozess mehr Keime in das Ei gelangen könnten. Die Forscher wollen das Verfahren weiter verfeinern, sagte Wissenschaftler Gerald Steiner. Die Schlupfrate liege unter Praxisbedingungen bisher noch 10 bis 15 Prozent niedriger als ohne Geschlechtertest.

Werden die Eier teurer?

Seriöse Abschätzungen zu den Kosten der Geschlechterbestimmung im Ei gibt es laut Branchenverband noch nicht, da die Automatisierung noch in der Entwicklung ist. Rudolf Preisinger, Geschäftsführer eines führenden deutschen Geflügelzüchters, der mit den Forschern zusammenarbeitet, rechnet mit einem geringen Mehrpreis für die Eier. Er schätzt, dass auf jede Brüterei etwa Mehrkosten von einer halben Million Euro zukommen.

Werden alle Züchter in Deutschland mitmachen?

Aus Sicht von Bundesagrarminister Schmidt bleibt ihnen nichts anderes übrig. Wenn die Bestimmung im Ei angewendet werden könne, sei sie eine Alternative zur Kükentötung. Damit greife automatisch das Tierschutzgesetz.

Birgt die Idee Wettbewerbsnachteile?

Die Geflügelzüchter befürchten das. Das Töten männlicher Eintagsküken spiele bisher nur im deutschsprachigen Raum eine Rolle, erklärt Thomas Janning vom Zentralverband Deutsche Geflügelwirtschaft. «Wir fordern eine europäische Lösung, da wir befürchten, ein nationaler Alleingang würde vor allem zu einer Produktionsverlagerung ins Ausland führen.» Die Niedersächsische Geflügelwirtschaft fordert laut einem Bericht der «Neuen Osnabrücker Zeitung» für den Ausstieg aus der Kükentötung Finanzhilfen von Bund und Ländern. Sonst könnten vor allem kleine Brütereien die Anschaffung nicht finanzieren.

Mo, 2015-03-30 17:22
Sanaa (dpa)

40 Tote bei Luftangriff auf Flüchtlingslager im Jemen

Die saudische Luftwaffe bombardiert die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen. Sie nimmt vor allem militärische Ziele ins Visier. Jetzt aber haben Bomben auch ein Flüchtlingslager getroffen.

Sanaa (dpa) - Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Bürgerkriegsland Jemen sind Dutzende Menschen getötet worden. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) sprach von 40 Toten und etwa 200 Verletzten. Die jemenitische Nachrichtenseite Barakish.net meldete, Flugzeuge der von Saudi-Arabien geführten Koalition hätten das Lager im Nordwesten des Landes bombardiert. Zunächst war von 45 Toten gesprochen worden.

Jemenitische Sicherheitskreise berichteten am Montag, Kampfflugzeuge hätten vier Angriffe auf das Flüchtlingslager Al-Masrak nahe der Grenze zu Saudi-Arabien geflogen. Unter den Toten seien auch Frauen und Kinder, hieß es weiter. In dem Lager leben laut der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen vor allem Menschen, die vor Kämpfen zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und der Armee geflohen sind. In den vergangenen zwei Tagen seien 500 Familien eingetroffen, die vor den saudischen Luftangriffen geflohen seien.

Saudi-Arabien und seine arabischen sunnitischen Verbündeten hatten in der vergangenen Woche mit Luftschlägen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen begonnen. Damit unterstützen sie Jemens Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, der vor den Huthis geflohen ist und sich derzeit im Ausland aufhält. Ein Sprecher der saudischen Koalition erklärte, die Angriffe würden so lange fortgesetzt, bis Hadi an die Macht zurückkehren könne.

Die Huthis hatten in den vergangenen Monaten große Teile des Landes unter Kontrolle gebracht und den Staatschef abgesetzt. Zuletzt rückten sie bis in die südjemenitische Stadt Aden vor. Unterstützt werden sollen die Huthis vom ebenfalls schiitischen Iran, dem größten Rivalen des sunnitischen Saudi-Arabiens in der Region.

Das von Saudi-Arabien angeführte Bündnis bombardierte im Jemen den fünften Tag in Folge Einrichtungen der Huthi-Rebellen und ihrer Verbündeten. Unter anderem seien der Präsidentenpalast und mehrere militärische Ziele in der Hauptstadt Sanaa angegriffen worden, berichteten Augenzeugen.

Der Nachrichtenkanal Al-Arabija meldete, auch eine Raketenbasis an der Küste des Roten Meeres sowie Huthi-Stellungen im Nordjemen seien bombardiert worden. Aus Sicherheitskreisen hieß es zudem, die Jets hätten auch einen Militärkonvoi der Huthis nahe der südjemenitischen Stadt Aden ins Visier genommen.

Die Rebellen und ihre Verbündeten versuchen weiterhin, Aden unter ihre Kontrolle zu bringen. In den vergangenen beiden Tagen seien bei Kämpfen in der Region mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen, berichteten Sicherheitsquellen.

Saudische Bodentruppen und pakistanische Soldaten begannen indessen an der Grenze zum Jemen eine gemeinsame Militärübung. Diese stehe jedoch in keiner Verbindung zu laufenden Militäreinsätzen, zitierte die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA einen hohen General. Die sunnitische Atommacht Pakistan hat bislang noch nicht entschieden, ob sie sich an dem Kriegseinsatz im Jemen beteiligt.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Mo, 2015-03-30 17:16
Santiago de Chile (dpa)

Unwetter verwüsten Norden Chiles - Anwohner ohne Wasser und Strom vom 29.3.

Heftige Überflutungen hinterlassen im Norden Chiles ein Bild der Verwüstung. Die Opferzahl steigt täglich an. Häuser und Straßen sind zerstört. Unter den Vermissten sind auch zwei der «33 Helden» des Minenunglücks von 2010.

Santiago de Chile (dpa) - Die Zahl der Opfer der heftigen Überflutungen im Norden Chiles steigt weiter. Mindestens 17 Menschen sind gestorben und weitere 20 gelten als vermisst, wie der stellvertretende Innenminister Mahmud Aleuy am Montag dem Fernsehsender Mega sagte. Nach Angaben der Feuerwehr sind jedoch weitere 91 Menschen in der Hafenstadt Chañaral vermisst, die bislang nicht erfasst worden waren, weil sie nicht der sesshaften Ortsbevölkerung angehörten. Das berichtete das Nachrichtenportal Emol.

«Bei 17 simultanen Sturzfluten und ohne direkten Zugang besteht Tag für Tag die Möglichkeit, dass es neue Vermisste und Tote gibt», sagte Aleuy. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, neue Opfer unter dem Schlamm zu finden. Zu den Vermissten zählten auch zwei der 33 Kumpel, die 2010 die Verschüttung der Mine San José überlebten, berichtete die Zeitung «La Tercera» am Montag.

Es wird mit monatelangen Aufräumarbeiten gerechnet. Knapp 30 000 Wohnungen wurden durch Sturzfluten und Erdrutsche beschädigt, mehrere Landstraßen unterbrochen und vier Grenzpässe nach Argentinien vorläufig geschlossen. 35 Menschen wurden wegen Vergehen gegen die nächtliche Ausgangssperre festgenommen, die zur Vorbeugung von Plünderungen ausgerufen wurde, wie das Verteidigungsministerium bekanntgab.

Die eigentlich trockene Wüstenregion in dem südamerikanischen Staat war in den vergangenen Tagen von den schlimmsten Niederschlägen seit 80 Jahren heimgesucht worden. Am stärksten betroffen waren die Einwohner der Regionen Antofagasta, Atacama und Coquimbo. Mehrere Orte waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Vielerorts gibt es weder Trinkwasser noch Strom.

Unwetter wüteten in der vergangenen Woche auch in weiteren Ländern der Region. In dem Andenstaat Peru gab es nach Behördenangaben mindestens neun Todesopfer bei einem Erdrutsch in einer Gemeinde im Osten der Hauptstadt Lima. In Ecuador starben bei Unwettern landesweit etwa 20 Menschen.

Mo, 2015-03-30 17:14
Berlin (dpa)

Grünen-Politiker Nouripour: Schlechter Iran-Deal besser als keiner

Berlin (dpa) - Der Außenpolitiker der Grünen, Omid Nouripour, hält im Atomstreit mit dem Iran selbst einen schlechten Vertrag besser als gar keinen. «Mit einem Deal könnten Kontrolleure ins Land und das Nuklearprogramm überwachen», sagte der in Teheran geborene Politiker am Montag dem Online-Portal t-online.

«Ohne einen Deal aber laufen die Zentrifugen (zur Urananreicherung) ohne Kontrolle auf Hochtouren weiter», fügte Nouripour hinzu. Vor allem Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu vertritt eine genau entgegengesetzte Meinung: Keine Einigung sei besser als eine schlechte.

Die UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschland streben bis diesen Dienstag ein Rahmenabkommen im Atomstreit mit dem Iran an. Zwar gebe es eine Annäherung, doch seien einige politische Fragen weiterhin offen, hieß es. Die 5+1-Gruppe will sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffen entwickelt. Teheran, das diese Absicht stets bestritten hat, geht es um das Recht auf ein ziviles Atomprogramm und die Aufhebung von Sanktionen.

Mo, 2015-03-30 16:15
Berlin (Reporter ohne Grenzen)

ROG: Morde an Bloggern in Bangladesch dürfen nicht straffrei bleiben

Reporter ohne Grenzen fordert die Behörden in Bangladesch dazu auf, den Mord an dem Blogger Washiqur Rahman mit Nachdruck zu verfolgen und aufzuklären. Am heutigen Montag haben Unbekannte den 27-Jährigen mit langen Messern wegen seiner Texte angegriffen und erschlagen. Vor vier Wochen erst war ein anderer Blogger mit Macheten ermordet worden: "Die Regierung in Dhaka muss jetzt verhindern, dass sich ein Klima der Angst und Selbstzensur breit macht", sagt ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske in Berlin. "Angesichts der Zunahme von Gewalt muss die Regierung Blogger und kritische Journalisten besser schützen."

Am Montagvormittag griffen drei Unbekannte Rahman in der Nähe seines Wohnhauses in Dhaka an und schlugen mit langen Messern auf ihn ein. Zwei mutmaßliche Angreifer wurden auf der Flucht gefasst, ein dritter Mann ist offenbar noch flüchtig. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Festgenommenen um Madrasa-Schüler, die islamkritische Schriften des Bloggers als Motiv für ihre Tat nannten.

Erst am 26. Februar töteten mehrere Angreifer den in Bangladesch bekannten Blogger und Buchautor Avijit Roy mit Macheten. Der in den USA lebende Roy war Gründer des Blogs Mukto-Mona, der sich kritisch mit dem Islam auseinandersetzt. Auch seine Ehefrau wurde bei dem Angriff schwer verletzt, der sich nach dem Besuch einer Buchmesse ereignete. Kurz nach dem Mord bekannte sich die bis dahin unbekannte Gruppe Ansar Bangla 7 zu der Tat. Auf ihrem Twitter-Account begründete sie den Mord mit Roys angeblichen "Verbrechen gegen den Islam". Roy war wiederholt von islamistischen Fundamentalisten bedroht worden.

WEITERE ANGRIFFE

Bereits 2013 ermordeten Islamisten den bekannten Blogger Ahmed Rajib Haider. Während zehntausende Menschen damals zu Protesten auf die Straße gingen, forderten radikale Islamisten, "atheistische Blogger" wegen Gotteslästerung hinzurichten. Die Regierung ließ später vier Blogger festnehmen und sperrte mehrere, vor allem islamkritische Webseiten und Blogs. Der Mord an Haider ist bis heute nicht aufgeklärt worden.

TODESLISTE MIT NAMEN KÜNFTIGER OPFER

Vor allem Blogger, die sich kritisch mit der Rolle des Islam und mit Themen wie der Scharia beschäftigten, müssen mit Bedrohungen und massiven Angriffen rechnen. So veröffentlichte die Islamistengruppe Ansar al Islam Bangladesh im November 2014 bei Facebook eine Todesliste mit den Namen religionskritischer Blogger und Aktivisten. Dort rühmte sie sich unter anderem mit dem Mord an dem Blogger Ahmed Rajib Haider. Als künftiges Opfer nannte sie unter anderem den Blogger Asif Mohiuddin, der eine Messerattacke am 14. Januar 2013 nur knapp überlebt hatte. ROG unterstützt Mohiuddin, der sich Anfang vergangenen Jahres nach Deutschland geflüchtet hat.
 

Mo, 2015-03-30 16:00
Berlin (Oxfam)

Dritte Geberkonferenz zu Syrien: Internationale Regierungen dürfen syrische Flüchtlinge nicht im Stich lassen

Nothilfeaufrufe der UN und des Roten Kreuzes für Syrien und von der Krise betroffene Nachbarstaaten sind im ersten Quartal 2015 nur zu 9,8% finanziert. Viele europäische Staaten haben sich bisher zu weniger als 10% ihres „gerechten Anteils“ für die Aufnahme von besonders bedrohten Flüchtlingen verpflichtet. Deutschland, Norwegen, Kanada und die Schweiz stehen an der Spitze sowohl bei der Nothilfefinanzierung als auch bei der Flüchtlingsaufnahme

Die Anzahl der Menschen, die innerhalb und außerhalb Syriens auf Hilfe angewiesen sind, steigt dramatisch an, doch die Finanzierung hält nicht Schritt. Am kommenden Dienstag treffen sich internationale Geberstaaten in Kuwait, um über die weitere Bereitstellung von Mitteln zu beraten. Oxfam fordert, deutlich mehr Gelder als bei der letztjährigen Konferenz zu mobilisieren, als die Nothilfeaufrufe für 2014 nur zu 62,5% finanziert werden konnten. Andernfalls wären die Folgen für Millionen Syrerinnen und Syrer sowie für viele Menschen in den Nachbarländern verheerend. Oxfam schätzt, dass 2015 rund 8,7 Milliarden US-Dollar benötigt werden, um 18 Millionen Menschen in Syrien und in benachbarten Ländern mit lebensrettender Hilfe zu unterstützen.

„In den ersten drei Monaten dieses Jahres konnten erst 9,8 Prozent der für 2015 benötigten Mittel aufgebracht werden. Dies ist angesichts von insgesamt 18 Millionen Menschen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind, viel zu wenig. In den letzten Monaten mussten lebensnotwendige Hilfsmaßnahmen wegen Geldmangel eingespart werden, und viele Flüchtlinge sahen sich in ihrer Verzweiflung gezwungen, ausbeuterische Arbeit anzunehmen oder ihre Kinder zu verheiraten. Hier muss dringend gehandelt werden“, sagt Oxfams Syrienreferent Robert Lindner.

Oxfam hat berechnet, dass im Jahr 2014 etwa die Hälfte der internationalen Geberstaaten nicht ihren „gerechten Anteil“ – gemessen anhand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit –  an der Nothilfefinanzierung geleistet haben. Darunter sind Russland (7%), Australien (28%) und Japan (29%). Unter den Regierungen, die im vergangenen Jahr Mittel in angemessener Höhe oder mehr aufgewendet haben, sind Kuwait (1.107%), die Vereinigten Arabischen Emirate (391%), Norwegen (254%), Großbritannien (166%) und Deutschland (111%).

Angesichts der schleppenden internationalen Hilfe und der zunehmenden Abriegelung der Grenzen durch einige syrische Nachbarländer wird die Lage für syrische Flüchtlinge immer prekärer.

„Internationale Regierungen müssen in Kuwait alles daransetzen, die Krise zu wenden und den Flüchtlingen eine Perspektive zu geben. Mehr Geld für humanitäre Hilfe ist das eine, doch wohlhabende Länder wie Deutschland sollten dringend auch mehr Flüchtlinge aufnehmen. Die dramatischen Bilder von Flüchtlingen, die ihr Leben bei gefährlichen Überfahrten übers Mittelmeer aufs Spiel setzen, sollten die europäischen Staaten endlich aufrütteln“, sagt Lindner.

Oxfam hat bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit anderen internationalen Hilfsorganisationen an wohlhabende Staaten außerhalb der Region appelliert, bis Ende 2015 fünf Prozent der am meisten bedrohten Flüchtlinge in ihren eigenen Ländern aufzunehmen. Bislang gibt es nur Zusagen für weniger als zwei Prozent der 3,9 Millionen in Frage kommenden Flüchtlinge, noch dazu ohne einen klaren Zeitrahmen. Unter den Staaten, die weniger als 10 Prozent des von Oxfam errechneten gerechten Anteils für die Aufnahme von Flüchtlingen erfüllt haben, sind Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Polen. Deutschland hat zwar seinen Anteil mit 200 Prozent übererfüllt, doch hat das Land bereits während der Balkankriege in den Neunzigerjahren bewiesen, dass es in der Lage ist, wesentlich mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

Oxfam fordert die in Kuwait versammelten Staaten außerdem auf, einen neuen Anlauf für eine friedliche Lösung der Krise zu unternehmen und einen neuen politischen Prozess auf der Basis des Genfer Kommuniqués von 2012 anzustoßen. Auch dürfen Regierungen die Gewalt nicht noch weiter anheizen und müssen sämtliche Lieferungen von Waffen und Munition nach Syrien unterlassen.
 

So, 2015-03-29 11:56
Magdeburg (dpa)

Haseloff: Ältere Menschen sollten Flüchtlingspaten werden

Magdeburg (dpa) - Zur schnelleren Integration von Flüchtlingen hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) den Einsatz älterer Menschen als Paten angeregt. Die Rentnergeneration besitze besonderes Potenzial, sich tagtäglich in die Gesellschaft einzubringen, sagte der CDU-Politiker der «Welt am Sonntag». Man müsse jetzt über Integrationsmaßnahmen nachdenken, die der außergewöhnlichen Situation gerecht werden. Zudem würden mehr Deutschlehrer, mehr Kita-Plätze und mehr dezentrale Unterkünfte gebraucht.

Die Politik könne die Rahmenbedingungen schaffen, aber damit sei noch keine Integration geleistet, betonte Haseloff. Er warb für ein gemeinsames Leben von Einheimischen mit Flüchtlingen. Man werde mögliche Vorbehalte sicher nicht abbauen, wenn Asylbewerber hinter Mauern abgeschottet lebten.

So, 2015-03-29 12:00
Abuja (dpa)

Nach Präsidentenwahl in Nigeria zeichnet sich knappes Rennen ab

Die Wahl in Nigeria verlief relativ friedlich. Die Terrorgruppe Boko Haram konnte die Abstimmung nur vereinzelt stören. Erste Ergebnisse deuten auf einen knappen Ausgang hin.

Abuja (dpa) - Einen Tag nach der Präsidentenwahl im westafrikanischen Nigeria deutete am Sonntag alles auf ein knappes Rennen hin. Erste Auszählungsergebnisse in einigen Wahlbezirken sahen den muslimischen Herausforderer Muhammadu Buhari leicht vor dem christlichen Amtsinhaber Goodluck Jonathan. Verlässliche Ergebnisse sollte es jedoch nach Auskunft der Wahlkommission nicht vor Montag geben. Rund 70 Millionen Nigerianer waren am Samstag im bevölkerungsreichsten Land des Kontinents aufgerufen, unter starken Sicherheitsvorkehrungen einen neuen Staatschef zu wählen.

Sollte der 72 Jahre alte früheren Militärdiktator Buhari den 57 Jahre alten Amtsinhaber Jonathan ablösen, wäre es der erste Wahlsieg der Opposition seit der Rückkehr des westafrikanischen Lands zur Demokratie 1999. 

Viele Wähler standen stundenlang an, um bis in die Nacht ihre Stimme abgeben zu können. Doch in etwa 300 der 150 000 Wahllokale gab es aufgrund technischer Probleme bei der Registrierung der Wähler so große Verzögerungen, dass die Abstimmung auf den Sonntag verlegt werden musste, teilte die Wahlkommission mit.     

Nigerianer wählen meist nach ethnischer Abstammung und Religionszugehörigkeit. Ungefähr die Hälfte der 178 Millionen Nigerianer sind Muslime und etwa 45 Prozent sind Christen, hauptsächlich im Süden des Landes. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass viele von Jonathans Amtsführung enttäuschte Christen für Buhari gestimmt habenn könnten.

Der Amtsinhaber und seine regierende Demokratischen Volkspartei (PDP) versprachen den Wählern Kontinuität, Buhari und sein Oppositionsbündnis Partei der Fortschrittlichen (APC) warben mit der Bekämpfung der grassierenden Korruption und einem Sieg über den islamischen Terrorismus der Boko Haram. 

Die Wahl war ursprünglich bereits für den 14. Februar angesetzt, wurde aber wegen des Terrorfeldzugs von Boko Haram im Nordosten des Landes verschoben. Auch am Samstag wurden bei Anschlägen etwa 30 Menschen getötet. Seit 2009 töteten die sunnitischen Extremisten mindestens 14 000 Menschen.

Rund um die Wahl waren etwa 360 000 Polizisten im Einsatz, um Zusammenstöße zwischen Anhängern der großen politischen Lager zu verhindern. Bei der letzten Wahl 2011 kamen dabei Schätzungen zufolge rund 1000 Menschen ums Leben. 

Um die Präsidentenwahl zu gewinnen, muss ein Kandidat neben einer absoluten Stimmenmehrheit auch mindestens 25 Prozent der Stimmen in zwei Dritteln der 36 Bundesstaaten des Landes gewinnen. Zur Wahl stehen zwar 14 Kandidaten. Sollte keiner die nötige Mehrheit erreichen, wäre in zwei Wochen eine Stichwahl fällig. Am Samstag wurde auch ein neues Parlament gewählt. 
 

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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