Aktuell

umweltschutz / 12.Feb 2016

Fasten für eine bessere Welt

Das vorösterliche Fasten ist ein wenig aus der Mode gekommen. Doch nun erfinden viele Menschen es neu: Warum nicht die vierzig Tage dazu nutzen, einen umweltfreundlicheren Lebensstil auszuprobieren? Wir haben vier Anregungen zusammengestellt.​

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

So, 2016-02-14 03:00
Janeiro (dpa)

Brasilien im «Zika-Krieg» - Präsidentin: Lösung bis Olympia Von Georg Ismar und Juan Garff, dpa

Im August sind die Olympischen Spiele in Rio, die Welt schaut auf Brasilien. Die Zika-Epidemie kommt zur Unzeit. Am Wochenende zieht das Militär in den Kampf gegen die Mücken, die das Virus übertragen. Mit Flugblättern. Die Präsidentin verspricht: Olympia wird Zika-frei.

Rio de Janeiro (dpa) - Mit Hilfe von 220 000 Soldaten hat Brasilien eine großangelegte Bekämpfung des mysteriösen Zika-Virus gestartet. «Bis zu den Olympischen Spielen werden wir beachtliche Erfolge bei der Vernichtung der Moskitos sehen», versprach Präsidentin Dilma Rousseff zum Start der Offensive. Zika wird von der Moskitoart Aedes aegypti übertragen wird. Die Olympischen Spiele finden vom 5. bis 21. August in Rio de Janeiro statt - erste Sportler erwägen bereits einen Verzicht. Das Militär verteilte am Samstag vier Millionen Flugblätter mit Tipps zur Moskitobekämpfung, bevor ab Montag als nächste Etappe 50 000 Soldaten mit Insektiziden den Mücken zu Leibe rücken sollen.

Rousseff nahm in der Olympia-Stadt Rio de Janeiro an der Aktion teil und erklärte Bürgern, dass selbst kleine Pfützen und Wasserrückstände vermieden werden müssen. Gelbfiebermücken, die das Virus übertragen, legen dort ihre Eier ab und vermehren sich so.

Die 220 000 Soldaten und tausende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden schwärmten in 353 Städten mit Informationsblättern aus. Sie sollten bis zu drei Millionen Häuser besuchen. Besonders in den Favelas gibt es mangels moderner Abwassersysteme viele Brutstellen für Moskitos. Allerdings sollten die Soldaten Favelas weitgehend meiden, zumindest dort, wo das Risiko von Zusammenstößen mit Drogenhändlern bestand.

Rousseff betonte, die Aufklärungsaktion sei nur der Anfang. Als nächster Schritt sollen nun in besonders betroffenen Gegenden Moskitos und Eiablageplätze mit Insektiziden eliminiert werden. Insgesamt hat die Regierung für 2016 Ausgaben von 2,4 Milliarden Reais (526 Mio. Euro) zur Bekämpfung der Mücken vorgesehen.

Das Ziel der Regierung lautet: «Zero Zika» («Null Zika»). Aber bis dahin wird es ein weiter Weg sein - die Moskitoart hat sich zuletzt dramatisch vermehrt und soll auf rund 80 Prozent der Landesfläche aktiv sein. Sie überträgt auch das Dengue- und das Chikungunya-Virus. «Der Kampf gegen die Moskitos ist derzeit das einzige Mittel, um diese drei Virus-Arten zu bekämpfen», betonte der nationale Sekretär für Schutz und Zivilverteidigung, Adriano Pereira Júnior.

Die Behörden schätzen die Zahl der Zika-Infektionen in Brasilien auf 500 000 bis 1,5 Millionen. Das Virus steht im Verdacht, bei Infektionen von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei ihren Babys zu verursachen. Die Zahl der bestätigten Fälle dieser Mikrozephalie bei Babys, deren Mütter sich in der Schwangerschaft mit Zika infiziert haben, ist 41 Fälle gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium. In der Vorwoche waren erst 17 Fälle bekannt. Insgesamt gibt es in Brasilien laut Behörden 462 bestätigte und 3852 Verdachtsfälle von Mikrozephalie. Die steigenden Zahlen hängen auch damit zusammen, dass es seit dem Verdacht eines Zusammenhangs mit Zika im Oktober eine Meldepflicht gibt. Verdacht auf Mikrozephalie besteht, wenn ein Baby mit einem Kopfumfang von 32 Zentimetern oder weniger zur Welt kommt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Zika mittlerweile in 39 Ländern aufgetaucht. Rousseff vergleicht den Kampf gegen die Mücken mit einem «Krieg». Mit US-Präsident Barack Obama hat sie die Entwicklung eines Impfstoffes durch Forscher beider Länder vereinbart. Noch 2016 könnte ein Zika-Impfstoff getestet werden, sagte der Direktor des Nationalen US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), Anthony Fauci, in Washington.

Sa, 2016-02-13 23:11
Berlin (dpa)

Steinmeier ruft zu Schritten für Waffenruhe in Syrien auf

Berlin (dpa) - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat an das Assad-Regime und die syrische Opposition appelliert, die Kampfhandlungen zurückzufahren. «Ich rufe Russland und alle anderen Staaten, die am Waffenruheplan beteiligt sind, dazu auf, ihren Einfluss gelten zu machen, damit humanitäre Hilfe überall in Syrien möglich wird und das Assad-Regime wie auch die syrische Opposition, die Kampfhandlungen zurückfahren», sagte Steinmeier der «Bild am Sonntag». «Wir dürfen nicht zulassen, dass die «Münchener Verpflichtungen» im Bombenhagel des Assad-Regimes und der fortgesetzten entgrenzten Brutalität der Kämpfe in Syrien untergehen.»

Kurz nach der Münchner Syrien-Konferenz hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow die Hoffnungen auf eine baldige Waffenruhe gedämpft. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz machte Lawrow am Samstag deutlich, dass er dafür nicht einmal eine fünfzigprozentige Chance sieht. US-Außenminister John Kerry warnte vor einem Scheitern der Münchner Vereinbarungen und betonte: «Wir sind an einem Scheidepunkt.» Nach Angaben von Aktivisten verstärkte Russland seine Luftangriffe im Norden Syriens am Samstag weiter.

Sa, 2016-02-13 23:03
Stockholm (dpa)

Eagles of Death Metal setzen nach Terrorattacken Europatour fort

Stockholm (dpa) - Genau drei Monate nach der Terrorattacke bei ihrem Konzert in Paris hat die US-Band Eagles of Death Metal ihre Europatournee in Stockholm fortgesetzt. Die Musikgruppe spielte am Samstagabend in dem Club «Debaser Medis» in der schwedischen Hauptstadt. Am Sonntag sollte ein Auftritt in Oslo folgen. Am Dienstag tritt die Band erstmals seit den Anschlägen wieder mit einem eigenen Konzert in Paris auf.

Der Musikclub «Bataclan» war am 13. November 2015 während eines Auftritts der Gruppe von einem der drei Terrorkommandos überfallen worden. Dort starben die meisten der 130 Todesopfer der Attacken in Saint-Denis und Paris.

Sa, 2016-02-13 23:05
Berlin (dpa)

Dobrindt will 15 000 neue Ladestationen für Elektroautos

Berlin (dpa) - Als Anreiz für den Einsatz von E-Autos will Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) 15 000 zusätzliche Elektro-Ladesäulen in ganz Deutschland aufstellen lassen. Dobrindt sagte der «Bild am Sonntag»: «Dafür werden 300 Millionen Euro in die Hand genommen. Betrieben werden sollen diese Ladesäulen unter anderem von privaten Investoren. Für Supermarktketten, Shopping-Center oder Baumärkte kann das ein Geschäftsmodell sein.»

Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland ist weiter schwach. Im vergangenen Jahr wurden 12 363 E-Autos neu zugelassen - verglichen mit 3,2 Millionen Pkw. Die Bundesregierung hält dennoch am Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 auf deutschen Straßen fest. Als Hauptprobleme gelten neben vergleichsweise hohen Preisen für E-Autos die geringere Reichweite und das noch löchrige Netz an Ladestationen. Bisher gibt es nach VDA-Angaben 5600 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland.

Sa, 2016-02-13 23:01
Berlin (dpa)

Bundesverkehrsministerium will unangemeldete Abgaskontrollen

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal bei Volkswagen den Druck auf Automobilhersteller erhöhen. Dobrindt sagte der «Bild am Sonntag»: «Es wird Kontrollen für Kraftfahrzeuge im Stile von Dopingtests geben. Unangemeldet, jedes Jahr. Nach dem Zufallsprinzip werden Fahrzeuge beispielsweise über Autovermietungen ausgewählt und deren Schadstoffausstoß getestet.» Sein Ministerium wolle sicherstellen, dass solche Manipulationen nicht wieder passieren.

Im Januar hatte das Bundesverkehrsministerium bereits mehrere Neuregelungen in den Blick genommen. Technische Prüfdienste, die für einen Autohersteller tätig sind, sollten sich künftig in einer Rotation abwechseln, hatte ein Sprecher in Berlin mitgeteilt. Die VW-Untersuchungskommission des Ministeriums habe zudem vorgeschlagen, staatliche Prüfstände für Emissions-Nachmessungen aufzubauen. Damit könnten nach Ansicht von Experten wirtschaftliche Abhängigkeiten zwischen Prüfinstituten und Herstellern vermieden werden.

Außerdem sollen Hersteller dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) künftig ihre Motorsoftware offenlegen. Dadurch wäre es leichter, etwaige Abschaltvorrichtungen, mit denen ein Fahrzeug «merkt», ob gerade ein Abgastest läuft, zu erkennen.

Sa, 2016-02-13 20:01
Istanbul (dpa)

Türkische Armee beschießt Kurden im Norden Syriens

Istanbul (dpa) - Die türkische Armee hat im Norden Syriens Gebiete unter kurdischer Kontrolle mit Artillerie beschossen. Angegriffen worden sei nördlich der Stadt Aleppo eine Region, die die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) und arabische Verbündete vor zwei Tagen eingenommen hätten, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, es habe sich um eine Reaktion auf einen Angriff auf die türkische Provinz Hatay gehandelt.

Bei der YPG handelt es sich um den syrischen Ableger der verbotenen Arbeiterpartei PKK. Die kurdischen Volksschutzeinheiten gehören im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zum wichtigsten Verbündeten des Westens. Die Türkei bekämpft jedoch die PKK und befürchtet, dass die YPG und ihre Verbündeten die gesamte Grenze zur Türkei unter ihre Kontrolle bringen. Die Kurden haben dort in großen Gebieten bereits eine Selbstverwaltung errichtet.

Bei uns geht's um die Welt.
Kommen Sie doch mit!

6 Ausgaben
im Jahr für nur 33,50 Euro

- 20 %

PRODUKT
der Woche
Sa, 2016-02-13 18:44
München (dpa)

Steinmeier: Libyen kann uns nicht egal sein

Alle sprechen über Syrien. Aber auch in Libyen gibt es Bürgerkrieg und breitet sich die Terrororganisation Islamischer Staat aus. Deutschland will an der Stabilisierung des Landes mitwirken.

München (dpa) - Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Bereitschaft Deutschlands zur Mithilfe bei der Stabilisierung Libyens bekräftigt. «Uns in Deutschland und Europa kann nicht egal sein, was sich ein paar hundert Kilometer südlich von Italien am anderen Ufer des Mittelmeers abspielt», sagte er am Samstag nach einem Treffen mehrerer Außenminister zu der Krise in dem nordafrikanischen Land. «Es kann uns nicht egal sein, wenn inmitten von Chaos und Bürgerkrieg skrupellose Schlepperbanden ungestört ihrem kriminellen Geschäft nachgehen. Und es kann uns erst recht nicht egal sein, wenn am Rande Europas die Terrormilizen von ISIS (Islamischer Staat) fest Fuß fassen.»

Deutschland, Europa und die internationale Gemeinschaft seien bereit, jede mögliche Hilfe anzubieten, um eine künftige libysche Einheitsregierung bei der Stabilisierung des Landes zu unterstützen. «Das gilt auch für den Aufbau staatlicher Strukturen und für die Ausbildung von Sicherheitskräften», erklärte Steinmeier.

An dem Treffen nahmen die USA, mehrere EU-Länder und Ägypten teil. Libyen gilt als Rückzugsgebiet für Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Staat aus Syrien und dem Irak. Fünf Jahre nach den ersten Protesten gegen den später gestürzten und getöteten Diktator Muammar al-Gaddafi stehen sich eine islamistische und eine weltliche Führung sowie zwei miteinander konkurrierende Parlamente gegenüber. Die Einsetzung einer von den UN vermittelten Einheitsregierung ist bislang am Widerstand beider Seiten gescheitert.

Sa, 2016-02-13 18:49
Dresden (dpa)

Mahnende Worte bei Gedenken an Zerstörung Dresdens im Krieg

Dresden macht heute vor allem durch die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung Schlagzeilen. Diese spielte diesmal auch beim jährlichen Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg eine Rolle.

Dresden (dpa) - Mit zahlreichen Veranstaltungen haben die Bürger Dresdens am Samstag der Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber vor 71 Jahren und der rund 25 000 Opfer der Luftangriffe gedacht. Höhepunkt war am Abend eine Menschenkette, mit der rund 13 000 Bürger ein Zeichen für Miteinander und Toleranz setzten. Unter dem Geläut der Kirchenglocken verband sie am Abend beide Seiten der Elbe.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) forderte die Menschen auf, Lehren aus dem Geschehenen zu ziehen. «Wer die Vergangenheit von vor über 70 Jahren von dem trennt, was wir heute in Teilen der Welt erleben, wer sein Herz gegenüber denjenigen verschließt, die bei uns Schutz suchen, der hat die Botschaft des 13. Februars nicht verstanden.»

Hilbert hatte zusammen mit einem breiten Bündnis aus Kirchen, Institutionen, Vereinen und Initiativen zu der Menschenkette aufgerufen. Diese führte erstmals auch durch den Zwinger und über den Theaterplatz vor der Semperoper, der in den vergangenen Monaten häufig die Kulisse für Demonstrationen des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses bildete. Auch Landtagspräsident Matthias Rößler, Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Innenminister Markus Ulbig (alle CDU) reihten sich auf dem Theaterplatz ein.

Die Gedenkfeiern hatten am Vormittag mit Veranstaltungen an fünf verschiedenen Orten begonnen. Ein zentrales Gedenken der Stadt gab es diesmal nicht. Bei einer Kranzniederlegung auf dem St.-Pauli-Friedhof betonte Hilbert, dass bei dem Gedenken an die Opfer nicht vergessen werden dürfe, wer den Zweiten Weltkrieg herbeigeführt habe. Auf dem Friedhof liegen von Nazis ermordete Kinder osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen. Gedenkveranstaltungen fanden unter anderem auch auf dem Heidefriedhof statt, wo viele der Bombenopfer begraben sind; außerdem am Güterbahnhof Neustadt, von dem aus in der NS-Zeit Juden deportiert wurden.

Dresden war eine Hochburg der Nationalsozialisten, die bei den Reichstagswahlen 1932 und 1933 in Sachsen besonders gut abgeschnitten hatten. In der Elbestadt fand die erste Bücherverbrennung und die erste Ausstellung über «entartete Kunst» statt. Mit dem Gang an die Tatorte will das Bündnis Nazifrei einer Mythisierung Dresdens als unschuldige Opferstadt entgegenwirken.

Wie in den vergangenen Jahren versuchten auch diesmal Rechtsextreme, das Gedenken zu missbrauchen. Einem Neonazi-Aufmarsch in einem Plattenbauviertel am Stadtrand stellten sich am Freitagabend Hunderte Bürger mit lautem Protest entgegen. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Die Polizei war seit Freitag mit neun Hundertschaften stark präsent.

Sa, 2016-02-13 18:00
München (dpa)

Afrika und Flüchtlingskrise im Mittelpunkt der Sicherheitskonferenz

München (dpa) - Die Konflikte in Afrika und der Golfregion sowie die Flüchtlingskrise stehen am Sonntag zum Abschluss der Münchner Sicherheitskonferenz im Mittelpunkt. Zu den Rednern zählen US-Senator John McCain, der irakische Kurden-Präsident Massud Barsani und UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. An dem weltweit wichtigsten sicherheitspolitischen Expertentreffen nahmen seit Samstag mehr als 30 Staats- und Regierungschefs sowie etwa 60 Außen- und Verteidigungsminister teil. Der Syrien-Konflikt war das klar dominierende Thema.

Am Samstag hatte Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew für Furore gesorgt, als er in seiner Rede einen «neuen kalten Krieg» beklagte. Kurz danach warb er aber für eine Wiederannäherung zwischen Ost und West.

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

weiterlesen

Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde
Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Außerdem Interessant

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

weiterlesen

Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

Außerdem Interessant

Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

Geht doch!

Es muss nicht immer das Auto sein


Ein innovatives Mobilitätskonzept für Helsinki soll Mensch und Umwelt zugute kommen.

weiterlesen

Finnlands Hauptstadt will die Blechlawinen eindämmen. Aber nicht mit Verboten, sondern mit einer attraktiven Mobilitäts-App: Mit einem Klick verrät diese das optimale Verkehrsmittel für die jeweilige Route. Die Kunden können flexibel Carsharing, Leihräder, Busse, Bahnen oder auch Kleinbusse nutzen. Diese holen Passagiere nach Bedarf ab und bieten Gratis-Wi-Fi. Bezahlt werden muss nicht jeder Fahrschein einzeln, das System rechnet die Fahrten zentral ab. Bis 2025 will die Stadtverwaltung Helsinkis das innovative Konzept einführen und dadurch den öffentlichen Nahverkehr so einfach und günstig machen, dass private Autos überflüssig werden. Stadtentwickler und Verkehrsplaner schwärmen schon heute von den neuen Perspektiven für die Bewohner: Aus Parkplätzen werden Radwege, Alleen oder Fußgängerzonen und aus Parkhäusern Wohnraum. Die kommunale Verkehrsexpertin Sonja Heikkilä ist überzeugt, dass sich diese Vision realisieren lässt, zumal die junge Generation Autos nicht mehr als Statussymbol betrachte. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: An Konzernen wie Google führt bei dieser Mobilitätsnutzung kein Weg vorbei. Der Fahrgast wird gläsern.
hsl.fi/en/strategy

 

Außerdem Interessant

Hamburg/Dortmund: Draht nach Hause
Angeblich um eine illegale Nutzung zu verhindern, stellen die Behörden in Flüchtlingsheimen oft keinen Internetzugang bereit. Private Initiativen wie die Freifunker wollen das ändern: Sie stellen WLAN-Router zur Verfügung und ermöglichen Hunderten von Flüchtlingen, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, online Deutsch zu lernen oder sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
freifunk.net

USA: Ölfressende Pflanzen
Biologisch abbaubare Substanzen sollen in Zukunft Ölteppiche beseitigen. Aus Pflanzen entwickelten US-Wissenschaftler einen als Phytol bezeichneten Alkohol, der den Ölfilm zusammendrängt. Die organischen Moleküle werden im Wasser gespalten und abgebaut. Aufgelegt wurde das Forschungsprogramm nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Finanziert hat es ausgerechnet der Mineralölkonzern BP.

Kopenhagen: Reste à la carte
Im dänischen Restaurant „Rub & Stub“ kommt seit Herbst 2014 auf den Tisch, was sonst im Müll gelandet wäre. Das nachhaltige Konzept kommt gut an – die Gäste stehen Schlange und sind gespannt darauf, welches Menü die Küchencrew aus den gelieferten Zutaten zaubert. In Amsterdam und Berlin macht das Experiment Schule. „Restlos glücklich“ heißt der deutsche Ableger. Das deutsche Start-up rief Mitte August eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Die Macher wollen nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch ihre Gäste zum Nachdenken über ihren Umgang mit Nahrungsmitteln anregen.

1 2 3
Sa, 2016-02-13 17:37
Mogadischu (dpa)

Terrorgruppe Al-Shabaab bekennt sich zu Anschlag auf Flugzeug

Mogadischu (dpa) - Knapp zwei Wochen nach einer Bombenexplosion in einem Passagierflugzeug hat sich die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab zu dem Anschlag bekannt. Dieser sei eine Vergeltungsmaßnahme für Verbrechen westlicher «Kreuzfahrer» in Somalia, hieß es in der Botschaft vom Samstag. Die Angaben der sunnitischen Terrormiliz konnten nicht unabhängig bestätigt werden. 

Der Anschlag galt Al-Shabaab zufolge eigentlich einer Maschine der Turkish Airlines. Daallo Airlines hatte nach dem Zwischenfall erklärt, dass der mutmaßliche Attentäter an jenem Tag auf einem Flug von Turkish Airlines gebucht war. Daallo beförderte ihn und weitere Passagiere nur Richtung Dschibuti, weil Turkish Airlines den eigenen Flug kurzfristig abgesagt hatte. 

Die Bombe an Bord des Airbus A321 der Daallo Airlines war am 2. Februar kurz nach dem Start in Mogadischu explodiert. Die Explosion riss ein etwa ein Meter hohes Loch in die Außenhülle des Flugzeugs, durch das der Attentäter nach außen geschleudert wurde. Der Pilot konnte das Flugzeug noch in Mogadischu notlanden. Alle außer dem Attentäter überlebten. Wäre die Bombe erst nach Erreichen der Reiseflughöhe gezündet worden, wäre eine Katastrophe Experten zufolge wohl unausweichlich gewesen.

Sa, 2016-02-13 17:11
Kopenhagen (dpa)

Umfrage ein Jahr nach Anschlägen: Dänen fürchten Terror immer noch

Kopenhagen (dpa) - Ein Jahr nach den Anschlägen auf ein Kulturcafé und eine Synagoge in Kopenhagen fürchtet die Mehrheit der Dänen einer Umfrage zufolge immer noch den Terror. Sechs von zehn Dänen sagten laut der repräsentativen Untersuchung für die Zeitung «Politiken» und den Fernsehsender TV2, sie erwarteten einen neuen Terrorangriff in Dänemark im Laufe eines Jahres. In einer Umfrage kurz nach den beiden Terroranschlägen am 14. und 15. Februar 2015 hatten sich etwa genauso viele Dänen entsprechend geäußert.

«Nach dem Angriff stand der Terror sehr im Fokus, und gleichzeitig geschehen eine Menge Dinge um uns herum - der Krieg in Syrien, IS und der Flüchtlingszustrom -, die allgemeine Unsicherheit mit sich bringen», sagte der Psychologe Keld Molin «Politiken». «Diese Dinge hängen im Bewusstsein der Menschen zusammen.»

Der Attentäter Omar El-Hussein hatte in der dänischen Hauptstadt am Valentinstag Schüsse auf ein Kulturcafé abgefeuert und einen Filmemacher getötet. In der darauffolgenden Nacht hatte er einen freiwilligen Wachmann vor einer Synagoge erschossen. Am frühen Morgen hatte die Polizei den Terroristen getötet. Am Sonntag erinnern sich die Kopenhagener mit einer Gedenkfeier und einer Demonstration an die beiden Todesopfer.

Sa, 2016-02-13 16:54
München (dpa)

Der zweite Tag in Kürze: Das Wichtigste von der Sicherheitskonferenz

München (dpa) - Klagen über einen neuen «Kalten Krieg», die Krise in Syrien, der Kampf gegen den Terror - das waren die zentralen Themen des zweiten Tages der Münchner Sicherheitskonferenz. Ein Überblick:

KALTER KRIEG: Der russische Präsident Dmitri Medwedew sorgt mit drastischen Worten für Aufsehen: Er sieht Ost und West wieder in einem Kalten Krieg. Außenminister Frank-Walter Steinmeier meint, man könne den Zustand der Beziehungen zwischen dem Westen und Russland nicht so beschreiben. Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite sagt mit Blick auf Syrien und die Ukraine, es sei alles noch viel schlimmer: «Das ist alles andere als kalt - das ist jetzt schon heiß.»

SYRIEN: Kurz nach der Münchner Syrien-Konferenz dämpft Russlands Außenminister Sergej Lawrow die Hoffnungen auf eine baldige Waffenruhe. Als er gefragt wird, wie hoch er auf einer Skala von 1 bis 100 die Chance einschätze, dass es wirklich zu einer Feuerpause komme, sagt Lawrow nach einer sehr ausführlichen Antwort: «49». US-Außenminister John Kerry warnt vor einem Scheitern der Münchner Einigung, wonach es innerhalb einer Woche eine Waffenruhe geben soll.

UKRAINE: Ein Jahr nach der Minsker Einigung auf einen Friedensplan für die Ostukraine zieht Außenminister Steinmeier eine ernüchternde Bilanz. Man sei «ein ganzes Stück von der Umsetzung» entfernt, sagt er nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Russland, der Ukraine und Frankreich (Normandie-Format) am Rande der Sicherheitskonferenz.

KAMPF GEGEN DEN TERROR: Frankreichs Premierminister Manuel Valls warnt vor weiteren islamistischen Terrorattacken in der Art der Pariser Anschläge: «Es wird weitere Angriffe geben, große Anschläge geben, so viel ist sicher.» Mit der Terrormiliz Islamischer Staat sei keine Diplomatie möglich, sagt er - den IS müsse man ausrotten.

FLÜCHTLINGSKRISE: Wenige Tage vor dem EU-Gipfel schließt Valls aus, dass Frankreich Land weitere Flüchtlinge aufnimmt als bisher vereinbart. Er stellt sich damit gegen Pläne von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Schutzsuchende in der EU gleichmäßiger zu verteilen.

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

weiterlesen

 

„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

weiterlesen

Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

weiterlesen

Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

1 2 3
Sa, 2016-02-13 16:02
München (dpa)

Russlands doppeltes Spiel Von Michael Fischer und Ansgar Haase, dpa

Erst schrille, dann versöhnliche Töne: Russland gibt sich beim wichtigsten sicherheitspolitischen Forum der Welt in der Sache kooperationsbereit. Alles nur Show? Manch einer sieht sogar die Möglichkeit eines heißen Krieges aufkommen.

München (dpa) - Stecken wir in einem neuen Kalten Krieg? Diese Frage ist seit Beginn der Ukraine-Krise schon oft gestellt worden. Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew gibt am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine klare Antwort: «Wir sind in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges abgerutscht.»

Warnungen vor einem Rückfall in die Zeit, als sich ein Eiserner Vorhang durch Europa zog und sich West und Ost hochgerüstet und unversöhnlich gegenüberstanden, sind nichts Neues. Aber dass wir schon mittendrin sein sollen, hört man nicht so häufig.

Dennoch hält Medwedew insgesamt betrachtet keine Brandrede, wie man sie von Präsident Wladimir Putin nur zu gut kennt. Der russische Staatschef ging vor neun Jahren mit heftigen Attacken gegen die Nato in die Annalen der Sicherheitskonferenz ein. Den USA warf er vor, die Welt als einzige globale Macht dominieren zu wollen.

Trotz Einladung verzichtete Putin in diesem Jahr darauf, nach München zurückzukehren und schickte Regierungschef Medwedew.

Der zweite Mann im Staat gilt nicht als Haudrauf. Zu Beginn seines Programms in München trifft er sich zunächst einmal mit Vertretern der deutschen Wirtschaft zum Frühstück. Das ist für ihn fast wie ein Heimspiel. Die deutschen Unternehmer sehnen sich angesichts der massiv eingebrochenen Handelsbilanz mit Russland nach politischer Entspannung. Seine Kritik an den wegen der Ukraine-Krise verhängten Wirtschaftssanktionen kommt in diesem Kreis gut an.

Wenig später liefert er auf dem Podium der Sicherheitskonferenz zunächst einmal die übliche Kritik an der Nato ab - Putin lässt grüßen - , warnt dann aber vor einer weiteren Eskalation der Lage. «Kann es wirklich sein, dass wir noch eine dritte weltweite Erschütterung brauchen, um zu verstehen, wie nötig jetzt die Zusammenarbeit ist und nicht die Konfrontation?» Und er wirbt für die Wiederherstellung von Vertrauen. «Wir müssen diesen Prozess anfangen. Und da darf es keine Vorbedingungen geben.»

Medwedew kann sich die versöhnlichen Worte erlauben, ohne Gefahr zu laufen, dass sein Land als Bittsteller angesehen wird. Das aktive Eingreifen russischer Streitkräfte in den Syrien-Konflikt hat dazu geführt, dass Russland wieder als unverzichtbarer Player auf dem internationalen Parkett wahrgenommen wird. Noch 2014 verspottete US-Präsident Barack Obama das größte Land der Erde als «Regionalmacht». In München nennt Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Russland nun wieder eine «internationale Macht» - zum ersten Mal in einer großen Rede.

Sind die entgegenkommenden Worte des russischen Regierungschefs ernst zu nehmen? Die dazu passenden Taten fehlen jedenfalls. In der Nacht zu Freitag willigte Russland in eine Vereinbarung ein, die zu einer Feuerpause in Syrien führen soll. Die russischen Luftangriffe werden am Samstag aber sogar verstärkt.

«In Syrien gibt es keinen Bürgerkrieg, das sind ihre Flugzeuge, die Zivilbevölkerung bombardieren, Herr Putin», wettert der ukrainische Präsident Petro Poroschenko direkt im Anschluss an die Medwedew-Rede - und wirft dem Kreml-Chef erneut vor, die prorussischen Separatisten in seinem Land noch immer mit Soldaten und Waffenlieferungen zu unterstützen.

Wie beschwerlich die Bemühungen um Frieden in der Ukraine sind, zeigt sich auch in München. Samstagfrüh treffen sich dort die Außenminister der Ukraine, Russlands, Deutschlands und Frankreichs, um fast genau ein Jahr nach der Minsker Einigung auf einen Friedensplan Bilanz zu ziehen. Die fällt sehr ernüchternd aus. «Die offenen Punkte lassen sich leicht benennen, aber bleiben schwer zu lösen», sagt Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach dem Treffen.

Für einige Osteuropäer ist das sogar der Grund das Bild von der Sicherheit in Europa und Umgebung noch düsterer zu zeichnen als Medwedew mit seinem Kalten Krieg. «Wahrscheinlich stehen wir sogar vor einem heißen Krieg», sagt die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite. Mit Blick auf die militärischen Aktionen Russlands in der Ukraine und Syrien fügte sie hinzu: «Das ist alles andere als kalt - das ist jetzt schon heiß.»

Sa, 2016-02-13 16:11
München/Aleppo (dpa)

Lawrow zweifelt an baldiger Waffenruhe in Syrien - Neue Angriffe

Gibt es in Syrien bald einen Waffenruhe? Viele Beobachter sind skeptisch. Auch Russlands Außenminister meldet massive Zweifel an.

München/Aleppo (dpa) - Kurz nach der Münchner Syrien-Konferenz hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow die Hoffnungen auf eine baldige Waffenruhe gedämpft. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz machte Lawrow am Samstag deutlich, dass er dafür nicht einmal eine fünfzigprozentige Chance sieht. US-Außenminister John Kerry warnte vor einem Scheitern der Münchner Vereinbarungen und betonte: «Wir sind an einem Scheidepunkt.» Nach Angaben von Aktivisten verstärkte Russland seine Luftangriffe im Norden Syriens am Samstag weiter.

Russland, die USA und wichtige Regionalmächte wie der Iran, die Türkei und Saudi-Arabien hatten sich in der Nacht auf Freitag in München auf das Ziel einer Feuerpause in Syrien geeinigt, die innerhalb von einer Woche in Kraft treten soll. Ausgenommen sind Angriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, einen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Als Lawrow in München gefragt wurde, wie hoch er auf einer Skala von 1 bis 100 die Chance einschätze, dass es wirklich zu einer Feuerpause komme, sagte er nach einer sehr ausführlichen Antwort: «49». Darauf entgegnete der britische Außenminister Philip Hammond, der ebenfalls neben Lawrow auf dem Podium saß, für ihn hätten sich Lawrows Worte angehört wie «irgendwo nahe null». Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach dagagen immerhin von einer 51-prozentigen Chance.

Lawrow sagte, er habe langsam Zweifel und sei sich nicht mehr ganz sicher, ob das Treffen der sogenannten Syrien-Unterstützergruppe so erfolgreich gewesen sei. Er stellte infrage, ob die USA wirklich zu weiteren Schritten bereit seien. «Offensichtlich geht es vor allem darum, die Angriffe der russischen Luftwaffe zu beenden.» Nötig sei aber eine enge militärische Kooperation zwischen USA und Russland.

Kerry betonte: «Die Entscheidungen, die in den kommenden Tagen, Wochen und wenigen Monaten getroffen werden, könnten den Krieg in Syrien beenden. Oder sie können dazu führen, dass wir in Zukunft mit anderen sehr schwierigen Optionen konfrontiert werden.» Ob er damit die mögliche Einrichtung von Flugverbotszonen oder den Einsatz von Bodentruppen in Syrien meint, sagte Kerry allerdings nicht.

Kerry forderte Russland auf, die Luftangriffe in Syrien auf Terrorgruppen zu beschränken. Die große Mehrheit der russischen Angriffe habe bislang auf legitime Oppositionsgruppen abgezielt, sagte er. Russland unterstützt Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte nahm die Intensität der russischen Angriffe zu. Er gehe davon aus, dass dies der Vorbereitung eines Vormarsches der Regime-Anhänger nördlich der umkämpften Metropole Aleppo diene, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Russische Jets hätten in der Nacht auf Samstag nahe der Grenze zur Türkei mindestens zwölf Angriffe geflogen. In der Region sind demnach islamistische Gruppen, gemäßigte Rebellen der Freien Syrischen Armee und die radikale Al-Nusra-Front aktiv.

Die Armee und ihre Verbündeten hatten Anfang des Monates mit russischer Luftunterstützung im Norden Syriens große Geländegewinne erzielt. So konnten sie etwa die wichtigste Nachschubroute der Rebellen aus der umkämpften Stadt Aleppo in Richtung Türkei kappen.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu schloss unterdessen einen möglichen Bodeneinsatz der Türkei und Saudi-Arabiens gegen den IS in Syrien nicht aus. «Die Türkei und Saudi-Arabien könnten eine Bodenoperation starten», sagte er der Zeitung «Yeni Safak». Sie müsste allerdings Teil einer breiteren Anti-IS-Strategie sein.

Sa, 2016-02-13 16:28
Moskau (dpa)

Russland schickt weiteres Kriegsschiff vor die syrische Küste

Moskau (dpa) - Im Syrien-Konflikt schickt Russland ein weiteres Kriegsschiff vom Schwarzen Meer in die Unruheregion. Der mit Marschflugkörpern vom Typ «Kalibr» ausgerüstete Raketenkreuzer «Seljony Dol» werde vor der Küste des Bürgerkriegslands vor Anker gehen, meldete die Agentur Ria Nowosti am Samstag. «Die Teilnahme an Kampfhandlungen ist nicht ausgeschlossen», sagte ein Militärsprecher.

Russland fliegt zur Unterstützung des Regimes in Damaskus seit Ende September Luftangriffe in Syrien und hat auch Marschflugkörper auf Ziele in dem Land abgefeuert. Der Westen wirft Moskau vor, auch Zivilisten und gemäßigte Regimegegner zu treffen.

Russlands Luftwaffenchef Viktor Bondarew lobte die Luftangriffe. Von den russischen Bombardements profitiere nicht nur die syrische Armee, sondern auch die westliche Militärkoalition in ihrem Kampf gegen Terrororganisationen im Irak, meinte der General.

Der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschjow sagte zu den laufenden Gesprächen über eine mögliche Feuerpause in Syrien, er halte eine solche Waffenruhe für gut denkbar. Voraussetzung sei eine Einigung der syrischen Armee mit der «bewaffneten Opposition». «Wir handeln allein auf Bitten von Präsident Baschar al-Assad», sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates.

Sa, 2016-02-13 16:44
Janeiro (dpa)

Zika-«Krieg» mit Flugblättern Von Georg Ismar, dpa

Soldaten kreuzen im Friseursalon, im Kiosk, im Lottogeschäft auf. Ihre Mission: Brasiliens Staatsfeind Nummer 1 zu bekämpfen - eine Mücke, die Zika überträgt. Die Soldaten kommen aber nicht mit der Chemiekeule - sie verteilen Flugblätter. Ist Zika so zu besiegen?

Rio de Janeiro (dpa) - Die schärfste Waffe von Yuri Cardoso Diaz Barreto ist das Klebeband. Wild entschlossen reißt der Marinesoldat mit den Zähnen einen Klebestreifen ab. Ein prüfender Blick. Und auch im Friseursalon hängt nun ein Flugblatt, darauf rot durchgestrichen eine Mücke und der Slogan «#ZikaZero» («Null Zika»). Angesichts der aus Hochleistungsföhnen strömenden Heißluft dürfte der Salon aber ohnehin kein attraktiver Lebensraum für die Moskitos sein.

So sieht er aus, der von Staatspräsidentin Dilma Rousseff erklärte «Krieg» gegen den Staatsfeind Nummer 1: die Gelbfiebermücke Aedes aegypti, die im ganzen Land neben dem Dengue- und Chikungunya-Virus nun auch noch Zika überträgt. Zika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits in 39 Ländern aufgetaucht, auch in Deutschland haben es rund 15 Reiserückkehrer eingeschleppt. Aber hier gibt es nicht diese Moskitoart. Die WHO hat wegen der Ausbreitung des mysteriösen Virus den globalen Notstand ausgerufen.

220 000 Soldaten sind angeblich am Samstag in dem Land unterwegs. Aber nicht in Schutzanzügen und mit Atemmasken ausgerüstet, um ganze Stadtviertel mit Insektiziden einzunebeln. Nein, Yuri Cardoso Diaz Barreto, ist in seiner blütenweißen Marineuniform unterwegs, in Dreiergruppen werden mehrere Straßenzüge im Stadtteil Vila Isabel abgeklappert, selbst am Fußballtempel Maracanã haben Soldaten Stellung im Zika-Kampf bezogen.

Mit Bussen kommen die Soldaten an - und wirken wie Fremdkörper. Zusammen mit Yuri Cardoso sind Juracy Souza Magalhães und Nicolly Aguiar unterwegs - sie macht sich auf einer Liste Notizen, welche Häuser man in der Straße 28 de Setembro schon besucht hat. Das sieht so aus: Klingeln, ein Portier erscheint. «Wir sind von der Marine, wir sind im Kampf gegen die Moskitos Aedes aegypti.» Etwas ratloser Blick des Portiers, er lässt sich erklären, wie Aufzüge und Foyer frei zu halten sind von den Moskitos. Und verspricht das Flugblatt aufzuhängen. Auf der Rückseite finden sich Tipps: Abfluss trocknen, Flaschen komplett leeren, beim Gießen Wasserrückstände vermeiden.

Denn in noch so kleinen Wasserflächen legen die nur vier Millimeter großen Moskitos ihre Eier ab, sie vermehren sich rasend schnell, auf 80 Prozent der Landesfläche sind sie inzwischen aktiv. Als jüngst Gesundheitsminister Marcelo Castro diesen Krieg als verloren und aussichtslos einstufte, hagelte es massive Kritik für ihn. Rousseff hat betont: «Ein Moskito ist nicht stärker als ein ganzes Land» - dieser Satz prangt nun auch groß auf den vier Millionen Flugblättern.

Rousseff selbst ist ebenfalls nach Rio gereist, es gilt die Bürger zu beruhigen und auf den gemeinsamen Kampf einzuschwören - denn viele Schwangere sind wegen Zika schwer verunsichert, es gibt Berichte über mehr Abtreibungen. Nach neuen Zahlen des Gesundheitsministeriums gibt es 41 bestätigte Fälle von Schädelfehlbildungen bei Babys, bei denen sich die Mütter zuvor definitiv mit Zika infiziert hatten. Bewiesen ist dieser Zusammenhang noch nicht - insgesamt gibt es derzeit im Land 462 bestätigte Fälle von Mikrozephalie und 3852 Verdachtsfälle.

Die Präsidentin will auch ein Signal nach außen senden, schließlich sind im August Olympische Spiele in Rio. Aber vielleicht löst sich das Problem bis dahin von allein: Im brasilianischen Winter komme die Moskitoart in Rio gar nicht vor, meint Bürgermeister Eduardo Paes.

Rousseff bringt bei ihrem Besuch erst einmal öffentlichkeitswirksam Insektizide in die Abwasserrohre besuchter Wohnungen ein, um dort eine weitere Vermehrung der Moskitos zu verhindern. Tagaus, tagein laufen in Radio und TV Hinweise, wie den Moskitos beizukommen ist, was bringt da die Flugblattaktion? Das sei nur der erste Schritt, Aufklärung der Bürger, meint der für den Einsatz hier zuständige Korvettenkapitän Rodrigo Godoy. Als nächstes Manöver wird nun eine Moskito-Vernichtungsoffensive eingeleitet - mit 50 000 Soldaten.

32 Wohnungen in zwei Stunden hat das Marine-Trio in Vila Isabel geschafft, bei knapp einem Viertel machte keiner auf. Und die in Lottoläden, Kiosken und Imbissen angeklebten Flugblätter haben gerade mal Din-A5-Format. Eine Passantin kommt angeeilt: «Was soll das?», fragt Maria Lucia Rocha (60). «In den Wohnungen schützen wir uns doch genug» - der Verkauf von Moskitosprays ist in den letzten Wochen um 50 Prozent gestiegen. «Da hinten, die Baustelle, da müsst ihr was machen.» Dort sind in der Tat großflächige Pfützen. «Besprühen steht erst ab Montag auf dem Programm», klärt sie Gruppenleiter Juracy Souza Magalhães auf. Man werde die mögliche Brutstelle aber notieren.

Sa, 2016-02-13 16:16
Janeiro (dpa)

Aktionstag «Zero Zika»: Hunderttausende Soldaten im «Virus-Krieg» Von Georg Ismar und Juan Garff, dpa

Im August sind die Olympischen Spiele in Rio, die Welt schaut auf Brasilien. Die Zika-Epidemie kommt zur Unzeit. Nun bekämpft das Militär die Moskitos, die das Virus übertragen.

Rio de Janeiro (dpa) - In einem Großeinsatz haben am Samstag in Brasilien rund 220 000 Soldaten und Tausende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden den Kampf gegen das Zika-Virus unterstützt. Auch Staatschefin Dilma Rousseff nahm in der Olympia-Stadt Rio de Janeiro an der Aktion teil und erklärte Bürgern, dass selbst kleine Pfützen und Wasserrückstände vermieden werden müssen. Gelbfiebermücken, die das Virus übertragen, legen dort ihre Eier ab und vermehren sich so.

Die Soldaten und Helfer schwärmten in 353 Städten mit Informationsblättern zum Erreger aus. Sie sollten bis zu drei Millionen Häuser besuchen. Besonders in den Favelas gibt es mangels moderner Abwassersysteme viele Brutstellen. Allerdings sollten die Soldaten gerade nicht in die Favelas gehen, weil dort das Risiko gewaltsamer Zusammenstöße mit Drogenhändlern besteht.

Nach der Informationskampagne und der Identifizierung von Brutstellen sollen in einer zweiten Etappe in den nächsten Wochen 50 000 Soldaten in besonders betroffenen Gegenden Moskitos und Eiablageplätze mit Insektiziden dauerhaft eliminieren. Die Aktion wird mit einem Etat von 500 Millionen Reais (110 Millionen Euro) vorangetrieben. Insgesamt hat die Regierung für 2016 Ausgaben von 2,4 Milliarden Reais (526 Mio. Euro) zur Bekämpfung der Mücken vorgesehen.

Das Ziel der Regierung lautet: «Zero Zika» («Null Zika»). Aber bis dahin wird es ein weiter Weg sein - die Moskitoart Aedes aegypti hat sich dramatisch vermehrt und soll auf rund 80 Prozent der Landesfläche aktiv sein. Sie überträgt auch das Dengue- und das Chikungunya-Virus. «Der Kampf gegen die Moskitos ist derzeit das einzige Mittel, um diese drei Virus-Arten zu bekämpfen», betonte der nationale Sekretär für Schutz und Zivilverteidigung, Adriano Pereira Júnior.

Die Behörden schätzen die Zahl der Zika-Infektionen in Brasilien auf 500 000 bis 1,5 Millionen. Das Virus steht im Verdacht, bei Infektionen von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei ihren Babys zu verursachen. Die Zahl der bestätigten Fälle dieser Mikrozephalie bei Kindern, deren Mütter sich während der Schwangerschaft mit Zika infiziert haben, ist gestiegen: Es gebe 41 solche Fälle, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. In der Vorwoche waren 17 Fälle bekannt.

Insgesamt gibt es in Brasilien laut Behörden derzeit 462 bestätigte und 3852 Verdachtsfälle von Mikrozephalie. Die steigenden Diagnosen hängen auch damit zusammen, dass es seit dem Verdacht eines Zusammenhangs mit dem Zika-Virus im Oktober eine Meldepflicht gibt. Der Verdacht auf Mikrozephalie besteht, wenn ein Baby mit einem Kopfumfang von 32 Zentimetern oder weniger zur Welt kommt.

Bei dem Anti-Zika-Aktionstag kamen allein im Bundesstaat Rio de Janeiro 71 000 Soldaten zum Einsatz - dies gilt auch als Signal nach außen: Mit aller Macht soll versucht werden, ein Risiko für die Olympischen Spiele abzuwenden, die im August stattfinden. Die Regierung steht unter großem Druck, weil Zika Touristen und Sportler davon abhalten könnte, nach Rio zu reisen - wenngleich die Moskitoart im August kaum aktiv ist.

Rousseff vergleicht den Kampf gegen die Mücken mit einem «Krieg». Mit US-Präsident Barack Obama hat sie die Entwicklung eines Impfstoffes durch Forscher beider Länder vereinbart. Nach Einschätzung eines US-Experten soll noch in diesem Jahr ein Impfstoff gegen das Virus getestet werden. Das sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), Anthony Fauci, am Freitag (Ortszeit) auf einer Konferenz in Washington.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Zika mittlerweile in 39 Ländern aufgetaucht. In vielen Ländern wie etwa Deutschland, wo mehr als ein Dutzend Fälle bekanntwurden, wurden die Infektionen jedoch von Reiserückkehrern eingeschleppt.

Am Zika-Virus sollen in Brasilien - unabhängig von toten Babys durch mögliche Mikrozephalie - drei Menschen gestorben sein. Meist führt das Virus nur zu Symptomen wie Fieber, Hautrötungen oder Kopfschmerzen. Kolumbien meldete drei Tote, die am Lähmungssyndrom Guillain-Barré starben, das womöglich von Zika ausgelöst wurde; auch Venezuela meldet drei Zika-Tote. Aber oft ist unklar, ob nicht auch andere Erkrankungen die Ursache sein könnten. Das ursprünglich im Zika-Wald von Uganda entdeckte Virus ist kaum erforscht. Weltweit werden die Mittel erhöht, um Klarheit über die Folgen zu bekommen. Wegen der Zika-Ausbreitung hatte die WHO Anfang Februar den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Sa, 2016-02-13 16:16
München/Aleppo (dpa)

Medwedew beklagt «neuen Kalten Krieg» - Mehr Bomben auf Syrien

Was will Russland? Putin-Vertreter Medwedew rüttelt die Münchner Sicherheitskonferenz mit einem Satz über einen «neuen Kalten Krieg» auf. Dann streckt er dem Westen die Hand aus. In Syrien fliegen die Russen fast zeitgleich noch mehr Angriffe.

München/Aleppo (dpa) - Russland Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat in drastischen Worten eine neue Ost-West-Konfrontation beklagt und für Entspannung geworben. «Wir sind in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges abgerutscht», sagte Medwedew am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Angesichts der Konflikte in der Ukraine und in Syrien müsse jetzt wieder Vertrauen aufgebaut werden. Dies sei zwar ein schwieriger Weg. «Aber wir müssen diesen Prozess anfangen. Und da darf es keine Vorbedingungen geben», sagte der Regierungschef, der in München Präsident Wladimir Putin vertrat.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg versicherte, das westliche Militärbündnis sei nicht an Konfrontation interessiert. «Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg.» Die Nato-Verteidigungsminister hatten jüngst eine Verstärkung der Truppen in den östlichen Mitgliedstaaten angekündigt. Länder wie Litauen, Estland, Lettland und Polen fühlen sich von Russland bedroht. Mit Blick auf den Zustand der Beziehungen Russlands zur Europäischen Union sprach Medwedew von einem verdorbenen Verhältnis.

Dann fragte er: «Kann es wirklich sein, dass wir noch eine dritte weltweite Erschütterung brauchen, um zu verstehen, wie nötig jetzt die Zusammenarbeit ist und nicht die Konfrontation?»

In der Syrien-Krise schwinden nach der Münchner Vereinbarung vom Freitag die Hoffnungen, dass es wirklich rasch zu einer Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland kommen kann. Russland verstärkte nach Angaben von Aktivisten seine Luftschläge im Norden Syriens. Medwedew wies Vorwürfe zurück. «Wir werden weiterhin an der Umsetzung der gemeinsamen Friedensinitiativen arbeiten», sagte er. Dies sei zwar schwierig, aber alternativlos.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow stellte infrage, ob die Amerikaner zu weiteren Schritten bereit seien. «Offensichtlich geht es vor allem darum, die Angriffe der russischen Luftwaffe zu beenden.» Nötig sei aber eine enge militärische Kooperation zwischen USA und Russland. Die Chance auf eine Feuerpause schätzte er auf 49 Prozent. Russland unterstützt das Regime von Machthaber Baschar al-Assad.

US-Außenminister John Kerry warnte ebenfalls vor einem Scheitern der Vereinbarung auf eine Feuerpause und sagte, man stehe nun an einem Scheideweg. «Die Entscheidungen, die in den kommenden Tagen, Wochen und wenigen Monaten getroffen werden, könnten den Krieg in Syrien beenden», sagte er. «Oder sie können dazu führen, dass wir in Zukunft mit anderen sehr schwierigen Optionen konfrontiert werden.» Ob er damit zum Beispiel die mögliche Einrichtung von Flugverbotszonen oder den Einsatz von Bodentruppen in Syrien meint, ließ er offen.

Kerry forderte Russland auf, die Luftangriffe in Syrien auf Terrorgruppen zu beschränken. Die große Mehrheit der russischen Angriffe habe bislang auf legitime Oppositionsgruppen abgezielt, sagte er. Dem fünfjährigen Bürgerkrieg sind Hunderttausende Menschen zum Opfer gefallen, Millionen sind auf der Flucht.

Russland, die USA und wichtige Regionalmächte wie der Iran, die Türkei und Saudi-Arabien hatten sich in der Nacht zu Freitag in München auf das Ziel einer Feuerpause in Syrien geeinigt, die innerhalb von einer Woche in Kraft treten soll. Ausgenommen sind Angriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Sa, 2016-02-13 16:02
Dresden (dpa)

Dresden gedenkt der Zerstörung im Krieg und erinnert an NS-Verbrechen

Das Gedenken an die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist ein heikles Thema in Dresden. Die einen sehen die Stadt als frühere Hochburg der Nazis zu sehr zum Opfer stilisiert. Andere meinen, das Gedenken an die vielen tausend Bombenopfer komme zu kurz.

Dresden (dpa) - Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen ist in Dresden an die Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber im Zweiten Weltkrieg erinnert worden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) betonte bei einer Kranzniederlegung auf dem St.-Pauli-Friedhof, dass bei dem Gedenken an die rund 25 000 Todesopfer nicht vergessen werden dürfe, wer den Krieg herbeigeführt habe. Auf dem Friedhof liegen von Nazis ermordete Kinder osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen.

Ein Mahngang des Bündnisses Dresden Nazifrei führte an verschiedene Punkte der Stadt, an denen NS-Verbrechen begangen oder geplant worden waren. Mit einer Menschenkette, die am Abend die beiden Elbufer der Innenstadt verbinden sollte, wollte Dresden zudem ein Zeichen des Miteinanders gegen Krieg und Gewalt setzen.

Wer verstehen wolle, was am 13. Februar 1945 passiert sei und wie es dazu gekommen sei, müsse zuhören können, sagte Hilbert bei einem Bürgerdialog. Er wünsche sich, dass die Dresdner dies wieder mehr tun, meinte er mit Blick auf die Spaltung der Stadtgesellschaft nach über einem Jahr Pegida.

Eine Gedenkveranstaltung fand auch auf dem Äußeren Matthäusfriedhof, am Güterbahnhof Neustadt statt, von dem aus in der NS-Zeit Juden deportiert wurden. Eine weitere Veranstaltung gab es am Urnenhain Tolkewitz, wo sich eine Gedenkstätte für die Euthanasieopfer der NS-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein befindet.

Dresden war eine Hochburg der Nationalsozialisten, die bei den Reichstagswahlen 1932 und 1933 in Sachsen besonders gut abschnitten. In der Elbestadt fand die erste Bücherverbrennung und die erste Ausstellung über «Entartete Kunst» statt. Mit dem Gang an die Tatorte in der Stadt will Dresden Nazifrei einer Mythisierung Dresdens als unschuldige Opferstadt entgegenwirken.

Wie in den vergangenen Jahren versuchten auch diesmal Rechtsextreme, das Gedenken zu missbrauchen. Einem Neonazi-Aufmarsch in einem Plattenbauviertel am Stadtrand stellten sich am Freitagabend Hunderte mit lautstarkem Protest entgegen. Die Polizei war mit neun Hundertschaften aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg im Einsatz.

Sa, 2016-02-13 15:32
Janeiro (dpa)

Präsidentin Rousseff bei Zika-Großeinsatz in Rio

Rio de Janeiro (dpa) - Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff hat persönlich am Start des Großeinsatzes gegen das Zika-Virus teilgenommen. Die Präsidentin besuchte am Samstag Häuser in Rio de Janeiro und erläuterte den Bewohnern, dass die Mückenart Aedes aegypti, die den Erreger verbreitet, ihre Eier auch in kleinen Pfützen ablegt und sich so vermehrt. Rousseff brachte Insektizide in Abwasserrohre ein, um die Fortpflanzung der Moskitos zu verhindern. «Wir müssen die Mücke bekämpfen, weil sie das Virus verbreitet», sagte sie.

Rund 220 000 Militärs und Tausende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden besuchten am Samstag Häuser und verteilten Flugblätter zum Zika-Virus. Insgesamt sollten sie bis zu drei Millionen Häuser besuchen. In den kommenden Wochen sollen dann in einem zweiten Schritt in besonders betroffenen Gegenden Moskitos und Eiablageplätze gezielt mit Insektiziden eliminiert werden.

Zika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher in 39 Ländern aufgetaucht. In Brasilien, dem am stärksten betroffenen Land, schätzen die Behörden die Zahl der Infektionen auf 500 000 bis 1,5 Millionen. Das Virus steht im Verdacht, bei Infektionen von Schwangeren bei ihren Babys Schädelfehlbildungen zu verursachen.

Sa, 2016-02-13 15:03
Kopenhagen (dpa)

Ein Jahr nach Anschlägen: Vilks für Meinungsfreiheit der Kunst

Kopenhagen (dpa) - Ein Jahr nach den Terrorangriffen von Kopenhagen hat sich der schwedische Künstler Lars Vilks in der dänischen Hauptstadt für Meinungsfreiheit in der Kunst stark gemacht. «Wir haben die Vorstellung, dass Meinungsfreiheit ein Weg ist, vernünftig zu sein, ein Gespräch zu beginnen», sagte Vilks am Samstag bei einer Konferenz zum Thema im Kopenhagener Parlament. «Aber wenn man sich der Gewalt und Drohungen bedient, ist das nicht möglich.»

Der frühere Mohammed-Zeichner soll Ziel der ersten von zwei Attacken gewesen sein, die Kopenhagen am 14. und 15. Februar 2015 erschütterten. Damals hatte er an einer Diskussion zum Thema «Kunst, Blasphemie und Meinungsfreiheit» in einem Kulturcafé teilgenommen, als der Attentäter Omar El-Hussein das Feuer eröffnete. Vilks entkam dem Anschlag, ein Filmemacher starb durch Schüsse des Terroristen. Später tötete der Terrorist einen Wachmann vor einer Synagoge in der Innenstadt, ehe er von der Polizei erschossen wurde.

Bei der Konferenz am Samstag gedachten einige hundert Gäste der beiden Todesopfer mit einer Schweigeminute. Am Sonntag ist eine Gedenkfeier geplant. Zuvor will der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen Kränze an den Tatorten niederlegen. 

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Seiten