So, 2015-05-03 11:08
Kairo/Sanaa (dpa)

Bericht: Saudi-Arabien wirft über dem Jemen Splitterbomben ab

Kairo/Sanaa (dpa) - Saudi-Arabien wirft gemäß einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) über dem Jemen international geächtete Streu- und Splitterbomben ab. «Seit Mitte April 2015 tauchten Fotografien, Videos und andere Beweismittel auf, die belegen, dass die (saudisch geführte) Koalition bei ihren Luftangriffen in der nördlichen jemenitischen Provinz Saada Splitterbomben eingesetzt hat», heißt es in dem Bericht, der am Sonntag veröffentlicht wurde.

Ein von Saudi-Arabien geführtes arabisch-sunnitisches Bündnis bombardiert seit Ende März Stellungen und Waffenlager der schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen. Die Koalition will damit den Vormarsch der Huthis stoppen, die große Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa, unter ihre Kontrolle gebracht haben. Die Provinz Saada ist das Stammland der Huthis. 

Wie der HRW-Bericht weiter festhält, gingen etliche der aus amerikanischer Produktion stammenden Splitterbomben auf landwirtschaftlichen Flächen in der Nähe von Dörfern nieder. Die Waffe stellt eine enorme Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar, weil sie eine große Zahl kleinerer Bomben verstreut und Blindgänger unter ihnen später Menschen töten und verstümmeln können.

Splitterbomben sind durch eine internationale Konvention geächtet. Dieser sind allerdings die USA, Saudi-Arabien und der Jemen nicht beigetreten.

So, 2015-05-03 11:40
Eindhoven (dpa)

Der letzte Trauerzug - doch Fragen zu Flug MH17 bleiben Von Annette Birschel, dpa

17. Juli 2014: 298 Menschen sind an Bord von Flug MH17 auf dem Weg in den Urlaub, zu einer Aids-Konferenz oder nach Hause. Sie sterben über der Ostukraine. Was geschah?

Eindhoven (dpa) - Erneut Stille nach dem ohrenbetäubenden Lärm der Flugzeugmotoren. Zum zehnten Mal nach dem 17. Juli 2014 erlebten die Niederlande am Samstag einen Tag der Trauer. Zum letzten Mal landete eine Militärmaschine aus der Ukraine in Eindhoven. Soldaten trugen Särge auf den Platz. Eine Trompete erklang. Dann Schweigen. Minister und mehr als 300 Angehörige gedachten der Opfer von Flug MH17. Dann fuhren die Leichenwagen in langer Kolonne auf abgesperrten Autobahnen nach Hilversum bei Amsterdam.

Vor mehr als neun Monaten wurde die Boeing der Malaysia Airlines auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur vermutlich abgeschossen. Alle 298 Menschen an Bord starben, die meisten waren Niederländer. Mit diesem letzten Transport sind die Bergungsarbeiten offiziell abgeschlossen. Zwei Niederländer konnten bisher nicht identifiziert werden. Die Hoffnung ist groß, dass es nun Gewissheit gibt.

Für alle Angehörigen war jeder dieser Transporte immer auch ein persönlicher Abschied. In jedem der insgesamt 250 Särge konnte ein Teil ihrer Liebsten liegen. Die Wucht der Explosion war so groß, dass auch die Leichenteile kilometerweit verstreut lagen.

In den vergangenen Wochen hatten internationale Experten erneut die Absturzstelle in dem umkämpften Gebiet durchforstet und bis zu 60 Zentimeter tief im Boden gegraben. Sie fanden weitere Leichenteile, Trümmer, Reisepässe, Eheringe, Gepäck.

Dass in den nächsten Wochen noch mehr gefunden wird, ist nicht auszuschließen. Doch offiziell wird nicht mehr gesucht. «Wir haben das Menschenmögliche getan», sagte der Leiter des Bergungsteams, Pieter-Jaap Aalbersberg. Damit hat die niederländische Regierung auch ein Versprechen eingelöst. Erst sollten die Opfer nach Hause gebracht werden, hatte Ministerpräsident Mark Rutte am Abend des 17. Juli gesagt. Die Suche nach der Ursache und Verantwortlichen kam an zweiter Stelle.

Da die meisten Opfer aus den Niederlanden kamen, hat das Land dabei die Leitung. Viele Fragen rund Flug MH17 sind noch immer nicht beantwortet.

Was war die Ursache?

Der niederländische Sicherheitsrat will seinen Abschlussbericht im Oktober vorlegen. In einer ersten Bilanz hatten die Experten menschliches und technisches Versagen sowie einen Terroranschlag ausgeschlossen. Das Flugzeug war von außen durch eine Vielzahl kleiner Metallteile mit großer Wucht durchbohrt worden.

Die Schäden weisen auf eine Boden-Luft-Rakete hin. Die explodiert in unmittelbarer Nähe des Zielobjektes, und die winzigen Raketenteile durchlöchern es. Russland und die Rebellen aber nennen als Ursache eine Rakete, die aus einem ukrainischen Militärflugzeug abgefeuert wurde.

Wer steckt dahinter?

Die strafrechtlichen Ermittlungen konzentrieren sich auf pro-russische Rebellen, die über ein Buk-Luftabwehrsystem verfügten. In einem Zeugenaufruf veröffentlichte die niederländische Staatsanwaltschaft Videos und Ton-Dokumente. Mehrere hundert Hinweise vor allem aus der Ukraine gingen ein.

Beweise, dass ein ukrainisches Militärflugzeug eine Rakete abfeuerte, hat die Staatsanwaltschaft bisher nicht. Ermittlungsergebnisse werden nicht vor Ende des Jahres erwartet.

Werden die Täter bestraft?

Der niederländische Justizminister Ard van der Steur warnt vor großen Hoffnungen: «Es wird zweifellos so viel schwieriger sein, als wir alle hoffen», sagte er am Samstag im ukrainischen Charkiw. Die strafrechtliche Verfolgung ist auch politisch äußerst brisant. Es geht um die Frage, ob Russland den Rebellen das Raketensystem geliefert und eigene Experten eingesetzt hat.

Warum flog die Maschine über Kriegsgebiet?

Im Gegensatz zu anderen Fluggesellschaften flogen Malaysia Airlines und die KLM, der niederländische Partner beim Flug MH17, weiterhin über das umkämpfte Gebiet. Kurz vor dem 17. Juli hatte die Ukraine westliche Diplomaten darüber informiert, dass die Rebellen bereits eine Militärmaschine abgeschossen hatten. Die niederländische Regierung hatte KLM nicht gewarnt.

So, 2015-05-03 10:57
Eindhoven (dpa)

Der Absturz von Flug MH17

Eindhoven (dpa) - Am 17. Juli 2014 stürzte die Passagiermaschine der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 über der Ostukraine ab. Alle 298 Menschen an Bord starben, darunter vier Deutsche. Die Boeing war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Sie wurde in mehr als 10 000 Metern Höhe über dem zwischen prorussischen Rebellen und der Ukraine umkämpften Gebiet vermutlich von einer Rakete getroffen. Da die meisten der Opfer Niederländer waren, wurde das Land mit der Untersuchung der Ursache und der Leitung der strafrechtlichen Ermittlungen beauftragt. Nach einem ersten Bericht wurde die Maschine durch zahlreiche Objekte von außen durchlöchert. Die Untersuchungen laufen noch.

À la Saison

Krautiger Kohlrabi

(Brassica oleracea var. gongylodes)
Ob das deutscheste aller Gemüse wirklich aus Deutschland kommt, liegt – ehrlich gesagt – im Dunkeln. Erfahren Sie mehr über dieses und weitere Geheimnisse aus der Kulturgeschichte des Kohlrabi.

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Es ist ein Irrtum, dass es sich beim deutschesten aller Gemüse um Weißkohl alias Sauerkraut handelt. Zwar hat die vergorene Spezialität den Deutschen in England den Spottnamen Krauts eingetragen, aber fragen Sie mal einen Russen, Ungarn, Japaner, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen oder Briten, was Kohlrabi in seiner Sprache heißt. Die Antwort mag ka, karalábé, koolrabi, kaalrabi, kålrabbi, colrave oder kohlrabi lauten, phonetisch ist das Ergebnis das gleiche: Die Welt spricht Kohlrabi. Krautiger wird’s nimmer.

Ist es Begeisterung über den süßen, leicht nussigen, dezenten Kohlgeschmack, die Menschen zwischen Washington und Tokio veranlasst, die komisch klingende Knolle im Munde zu führen? Mitnichten. Nur das Wort, nicht das Gemüse kommt ihnen über die Lippen. Kohlrabi ist so deutsch, dass vor allem die Deutschen ihn essen. 40.000 Tonnen im Jahr wachsen hier, und weil das noch zu wenig ist, bauen auch die Niederlande, Polen und Frankreich den Kreuzblütler an – für den Export.

Im Gegensatz zu Weiß- oder Blumenkohl, bei denen Blätter oder Blütenstand verzehrt werden, verdickt sich beim Kohlrabi der untere Teil der oberirdischen Sprossachse und liegt grünweiß oder blauviolett auf der Erdkrume. Innen sind alle Kohlrabis hell. Die größte Sorte heißt „Superschmelz“ und kann – ohne holzig zu werden – zur Größe eines Kohlkopfs anwachsen. Und der einzige Speck, der auch Vegetariern schmeckt, dürfte „Blauer Speck“ sein.

In Wirklichkeit enthält Kohlrabi neben viel Wasser, etwas Zucker und Eiweiß nur 0,1 Prozent Fett. In Deutschland wurde die Knolle im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie war ein Star der Barockküche – beispielsweise in Leipzig, wo sie dem Allerlei den letzten Schliff gab. Das Original hat übrigens nichts mit Erbsen-Möhren-Spargel-Dosenmatsch zu tun, sondern ist ein knackiger Genuss, der – serviert mit heller Soße und luftigen Semmelklößchen – auch Blumenkohl, Morcheln und Flusskrebsschwänze vereint.

Ein Festmahl, das noch nicht ganz vergessen war, als Kurt Tucholskys Alter Ego Peter Panter sich 1928 in einem Speiselokal über breiiges Gemüse beschwerte und die Bedienung antwortete: „Da müssen Sie mal zu meiner Mutter kommen, Herr Panter, die kocht Ihnen ein Leipziger Allerlei ...“ – „Liebe gnädige Frau, es ist so nett von Ihnen ... Aber alle Leute können doch nicht bei Ihrer Mama essen!“

Kohlrabi passt gut zu Rahmsoßen, die auch mal mit Safran oder Chili gewürzt sein dürfen. Am besten gart man ihn im Ganzen und schält und teilt ihn hinterher, damit Aroma und Nährstoffe besser erhalten bleiben: Selen, Senföle und viel Vitamin C stärken das Immunsystem. Roh harmoniert Kohlrabi mit Nüssen, Ziegenkäse, Lachs und Äpfeln. Sein Kraut gehört nicht in den Kompost, denn es enthält viele Mineralien, Karotin, B-Vitamine und Eiweiß. Die zarten Herzblätter schmecken gut in Salat und Suppe oder als Hauptgericht: In Südeuropa bereitet man aus ihrem Grün vegetarische Rouladen oder „Spinat“ zu.

Südeuropa?! Ob das vermeintlich deutsche Gemüse auch aus der Region stammt, in der es so gerne verspeist wird, liegt – um ehrlich zu sein – im Dunkeln. Es könnte genausogut ein Nachfahre des pompejanischen Kohls sein, den der Römer Plinius kurz nach der Zeitenwende beschrieb. Grimms Wörterbuch vermerkte im 19.Jahrhundert, der Begriff Kohlrabi sei „merkwürdig durch seine Gestalt, halb deutsch halb italienisch“. Klar ist: Italien spricht nicht kohlrabisch. Der inoffizielle Kulturbotschafter der Krauts heißt dort cavolo rapa, Kohlrübe.

Neu frisch aus dem Gewächshaus gibt's Kohlrabi ab April, frisch vom Feld im Mai.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen


In jeder Ausagebe des Greenpeace Magazins berichten wir über die Kulturgeschichte von Obst und Gemüse. Unsere neue Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 33,50€ im Jahresabo

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Querulante Quitte

(Cydonia oblonga)
Die Quitte ist ein vergessenes Obst wie viele andere: Wiedersehen macht Mühe. Aber die Mühe lohnt sich. Quitten enthalten mehr Vitamin C als die meisten Äpfel, viele Mineralstoffe und Spurenelemente.

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„Wenn Krieg kommt und ich hätte nichts zu essen, dann ess’ ich die auch“, sagt eine Dame und hält den Quittenschnitz mit spitzen Fingern. „Hässlicher Apfel“, kommentiert ein anderer Teilnehmer. Und eine Oma schüttelt den Kopf: „Würde ich mir nicht kaufen.“ Der Mann von der Marktforschung nickt. Verstanden. Dann fliegt eine Schrift ins Bild. „Wir machen es trotzdem.“ „Quitteschön!“, plakatierte Bionade im Frühjahr 2009 frech. Aber Frechheit siegte nicht. Letzten Sommer musste der Limobrauer die Sorte unter regem Desinteresse der Öffentlichkeit wieder vom Markt nehmen. Was ist das für ein Land, in dem die Leute zwar so etwas Exotisches wie Holundersprudel bechern, aber Quittenbrause boykottieren?

Vor 154 Jahren reimte Wilhelm Busch: „Das Quarz sitzt tief im Bergesschacht, die Quitte stiehlt man bei der Nacht“. Seither hat die Wertschätzung der „Schönen aus dem Morgenland“ rapide abgenommen. In Deutschland liegt der kommerzielle Anbau so am Boden, dass praktisch jede Quitte ein Bio-Liebhaberstück ist. „Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau“, forderte Max Goldt schon vor 20 Jahren in einem Plädoyer für das „unbeliebteste heimische Obst“. Aber auch er konnte die „Unverzehrbarkeit der Quitte im rohen Zustand“ nicht wegargumentieren: „Zum Zerteilen und Schälen bediene man sich der Erzeugnisse der Firma Black & Decker.“ Es hilft nichts. Die Quitte ist ein vergessenes Obst wie viele andere: Wiedersehen macht Mühe. (Aber die Mühe lohnt sich.)

Das Wort Quitte kommt vom lateinischen malum cidonium – Apfel aus Kydonia. Dort, im heutigen Chania auf Kreta, entdeckten die Römer einst das holzige Obst. Ursprünglich stammt es aus Vorderasien und ist viel älter als seine Kernobstgeschwister Apfel und Birne. Der „Zankapfel“ des Paris ist wohl eigentlich eine Quitte. Die goldene Frucht der Liebesgöttin Aphrodite galt in Griechenland als Symbol von Glück und Fruchtbarkeit. Bräute knabberten daran, um dem Atem Süße zu verleihen.

Quitten helfen aber nicht nur gegen Mundgeruch, sie sind auch gesund. Schon Hippokrates nutzte die rohe Frucht zum Blutstillen. Quitten enthalten mehr Vitamin C als die meisten Äpfel, viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Das Wichtigste aber: Sie sind die letzten Sommerfrüchte und bringen, kühl und luftig gelagert, bis nach Weihnachten Sonne auf den Teller. Manch erdigem Herbstmahl verleihen ihre Rosen-, Honig- oder Birnennoten Leichtigkeit. Nuancen von Ananas und Mango wärmen mit tropischer Intensität aus der Region knurrende Wintermägen.

Das sture Obst fördert außerdem die Geduld. Quittengelee braucht zwei, Quittenbrot gar bis zu vier meditative Herbsttage. Noch in den Fünfzigerjahren war Quittenbrot das Konfekt des kleinen Mannes. Doch mit dem Aufstieg der Tafelschokolade begann sein Fall und damit auch der Niedergang der Quitte. Dabei schmeckt sie auch zu Fleisch oder im Apfelkuchen. Und Quittenchutney passt hervorragend zu Jakobsmuscheln. Alles ist erlaubt – außer Quittenmarmelade. Laut einer EG-Verordnung von 1982 darf Marmelade nämlich nur Zitrusfrüchte enthalten. Sonst muss sie Konfitüre heißen. Das ist natürlich grober Unsinn. Schließlich ist die Quitte die Mutter aller Marmeladen. Marmelade kommt von marmelo – Portugiesisch für Quitte.

Neu frisch vom Feld gibt's die Quitte ab Oktober.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Beschwippste Johannisbeere

(Ribes)
Dank ihres fast schon übelriechenden Moschusdufts verliebt man sich in die Johannisbeere eher auf den zweiten Blick. Aber diese Liebe kann umso länger dauern.

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Aus Mario Adorf spricht schiere Verzweiflung: „Isch scheiß dich so was von zu mit meinem Jeld, dass du keine ruhje Minute mehr hast!“, droht er in der Rolle des rheinischen Klebstofffabrikanten Heinrich Haffenloher dem Klatschreporter Baby Schimmerlos. Denn der will ihn partout nicht in seiner Society-Kolumne erwähnen. Die Szene stammt aus der Fernsehserie „Kir Royal“. Mitte der Achtziger ausgestrahlt, heißt die bitterböse Persiflage der Münchner Schickeria nach dem Trendgetränk der Zeit: nicht zu verwechseln mit „Kir“, der nur Sekt enthält. In der königlichen Variante gehört der Johannisbeerlikör bitteschön mit Champagner aufgegossen!

In Wirklichkeit war diese neue Mode mit mindestens 30 Jahren Verspätung über den Rhein geschwappt. Benannt ist der Aperitif nach Félix Kir, dem Bürgermeister von Dijon. Der Legende nach war dem katholischen Geistlichen der Wein in seiner Stammkneipe zu sauer, weshalb er Crème de Cassis vom Nachbartisch hineingoss. Dieser Cocktail mit dem Likör der Schwarzen Johannisbeere soll ihm derart gemundet haben, dass er fortan beim Wirt nur noch „Kir“ bestellte. Im November 1951 erlaubte er einem Cassis-Produzenten, mit seinem Namen zu werben.

Ihren hochdeutschen Namen haben die Früchte, die in Österreich nach ihrem lateinischen Namen Ribiseln und in der Schweiz aus ungeklärten Gründen Meertrübeli heißen, vom traditionellen Erntebeginn am Johannistag: Um den 24. Juni herum reifen zuerst die weißen, dann die roten Rispen. Diese leichtlebigeren Schwestern der bittersüßen Schwarzen Johannisbeere müssen nicht erst verbacken, verkocht oder vergoren werden, um ihr Aroma ganz zu entfalten. Die lieblich-süßen Weißen Johannisbeeren (Ribes album) schmecken zwar zu allem, sogar zu Linsen. Am besten sind sie aber frisch vom Strauch, wo Sonnenlicht ihre Haut durchschimmert. Die delikate Säure Roter Johannisbeeren (Ribes rubrum) bereichert roh zum Beispiel Obstsalate aus süßeren Früchten und harmoniert mit Quark, Vanilleeis und gezuckertem Eischnee.

Die komplexeste der drei Ribiseln aus der Familie der Stachelbeergewächse ist jedoch die Schwarze (Ribes nigrum), die im Juli reift. Dank ihres fast schon übelriechenden Moschusdufts verliebt man sich in sie eher auf den zweiten Blick. Aber diese Liebe kann umso länger dauern: Denn die „Gichtbeere“ ist nicht nur ein Rheumamittel, sie hat auch den höchsten Eisengehalt aller Beeren und mehr als dreimal so viel Vitamin C wie Zitronen. Zudem wirkt diese volksmedizinische Wunderwaffe blutdrucksenkend, entzündungshemmend und vieles mehr. Verständlich, dass ihr Most in Kriegszeiten für Krankenhäuser reserviert war. Prosit ist übrigens auch Latein – und heißt: Es möge nützen!

Neu frisch vom Feld gibt's die Johannisbeere ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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So, 2015-05-03 11:33
Amsterdam (dpa)

Letzte Särge mit Opfern von Flug MH17 in den Niederlanden

Am 17. Juli 2014 stürzt Flug MH17 über der Ostukraine ab. 298 Menschen sterben. Jetzt bringt eine Militärmaschine erneut Opfer in die Niederlande. Es ist das letzte Mal.

Amsterdam (dpa) - Mehr als neun Monate nach dem Absturz von Flug MH17 über der Ostukraine ist der letzte Transport mit sterblichen Überresten der insgesamt 298 Opfer in den Niederlanden angekommen. Eine Militärmaschine mit sieben Särgen an Bord landete am Samstag auf dem Militärflugplatz von Eindhoven. Sie wurden anschließend in eine Kaserne nach Hilversum bei Amsterdam zur Identifizierung gefahren. Mit diesem zehnten Transport wurde der Bergungseinsatz in der Ukraine offiziell abgeschlossen. Insgesamt wurden 250 Särge aus dem ukrainischen Charkiw in die Niederlande geflogen.

Die Passagiermaschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine vermutlich von einer Rakete abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord starben, die meisten waren Niederländer. Zwei niederländische Opfer konnten bisher noch nicht identifiziert werden.

Niederländische Minister und mehr als 300 Angehörige erwiesen am Samstag in einer kurzen Zeremonie in Eindhoven den Opfern die letzte Ehre. Anschließend fuhr eine Kolonne von sieben Leichenwagen auf teilweise abgesperrten Autobahnen nach Hilversum. Mehrere hundert Menschen standen dort an den Straßen, als die Kolonne eintraf.

Seit Juli 2014 hatten internationale Experten die Absturzstelle in dem umkämpften Gebiet in mehreren Einsätzen nach Trümmern und Opfern durchsucht. In den vergangenen Wochen hatten sie noch viele menschliche Überreste sowie persönliches Eigentum der Opfer geborgen.

So, 2015-05-03 09:37
Saarbrücken (dpa)

Saarland: Ausschuss untersucht mögliche Gefahren durch Grubenflutung

Saarbrücken (dpa) - Der Landtag in Saarbrücken nimmt die umstrittenen Pläne zur Flutung der früheren Steinkohlebergwerke im Saarland unter die Lupe. Dazu konstituiert sich am Dienstag (5. Mai) ein Untersuchungsausschuss. Er will sich mit dem heftig diskutierten Vorhaben des Bergbaubetreibers RAG beschäftigen, die alten Stollen und Schächte bis 2035 schrittweise volllaufen zu lassen und das Grubenwasser in die Saar abzuleiten.

Umweltschützer und Anwohner befürchten irreparable Schäden für Menschen und Umwelt, besonders für das Trinkwasser wegen ausgeschwemmter Giftstoffe wie PCB und Asbest. Der Ausschuss soll auch die Praxis der Landesregierung bei der Genehmigung der Flutungen beleuchten. In der ersten Ausschusssitzung wollen die Parlamentarier über einen Antrag beraten, in dem RAG und Landesregierung aufgefordert werden sollen, ihnen alle relevanten Unterlagen zugänglich zu machen.

Die Einsetzung des Ausschusses geht auf eine Initiative der Grünen zurück. Sie befürchten, dass im Genehmigungsverfahren Umweltgefahren nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Die Landesregierung hat indes mehrfach betont, eine komplette Flutung werde nur genehmigt, wenn eine Gefahr insbesondere für das Trinkwasser ausgeschlossen werden könne.

So, 2015-05-03 09:45
Helsinki (dpa)

Finnisches Militär bereitet Reservisten auf Krisensituation vor

Helsinki (dpa) - Die finnischen Streitkräfte haben die 900 000 Reservisten des Landes in einem Brief auf ihre Rolle in einer möglichen Krisensituation vorbereitet. In dem Schreiben, das ab Anfang Mai verschickt werden sollte, werden die Empfänger unter anderem aufgefordert, ihre Kontaktdaten zu aktualisieren und ihren militärischen Rank anzugeben. Verteidigungsminister Carl Haglund bestritt im finnischen Rundfunk Yle, dass die Kampagne etwas mit dem angespannten Verhältnis zum Nachbarland Russland zu tun habe.

In den vergangenen Monaten hatten russische Flugzeuge immer wieder den finnischen Luftraum verletzt. Am Dienstag hatte die finnische Marine in den Gewässern vor der Hauptstadt Helsinki ein unbekanntes Unterwasserfahrzeug geortet und Warnschüsse abgefeuert. Finnland ist - wie Schweden - nicht in der Nato.

Die Briefaussendung war in der vergangenen Woche mit einem Fernsehspot angekündigt worden. Darin hieß es: «Die Wehrpflicht ist der Eckpfeiler der finnischen Verteidigungsfähigkeit.» Der Haglund sagte dazu nun: «Viele Reservisten sind daran interessiert zu wissen, welche Rolle sie haben würden, und sie sind motiviert, ein Teil der Verteidigungsarbeit dieses Landes sein. Deshalb ist es gut, dass wir sie regelmäßig darüber informieren, was wir für sie geplant haben.»

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So, 2015-05-03 09:23
Berlin (dpa)

Verbraucherzentralen befürchten Nachteile durch neue EU-Datenregeln Von Anja Semmelroch, dpa

Ob beim Online-Einkauf oder in sozialen Netzwerken - überall hinterlassen wir unsere Daten. Heikel wird es, wenn Unternehmen diese digitalen Spuren für ihre Zwecke gebrauchen. Verbraucherschützer befürchten, dass Brüssel dem Tür und Tor öffnen könnte.

Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen warnen vor einer Aufweichung der deutschen Datenschutzvorschriften durch neue Regeln aus Brüssel. Sie befürchten, dass es Unternehmen durch die EU-Datenschutzreform künftig einfacher haben, persönliche Angaben etwa aus dem Internet ohne Einwilligung des Verbrauchers für ihre Zwecke zu nutzen.

Damit wäre dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. «Darum wäre Deutschland gut beraten, sich für ein hohes Datenschutzniveau auf europäischer Ebene einzusetzen. Das bewährte Niveau des Bundesdatenschutzgesetzes darf keinesfalls unterschritten werden.»

Im Kern geht es Deutschlands oberstem Verbraucherschützer um die Beibehaltung des sogenannten Zweckbindungsgrundsatzes, also des Prinzips, dass Daten nur für den Zweck verwendet werden dürfen, für den sie ursprünglich erfasst wurden. «Schwierig wird es immer dann, wenn Daten gesammelt und verknüpft werden», erläuterte er.

Denn das kann laut Müller im schlimmsten Fall Konsequenzen «in Euro und Cent» haben: zum Beispiel, wenn ein Seelsorger aus beruflichen Gründen im Internet zum Thema Schuldeninsolvenzverfahren recherchiert und auch auf Facebook entsprechende Kontakte pflegt - und ein potenzieller Kreditgeber daraus ein höheres Zahlungsausfallrisiko ableitet. Die Datenspuren, die jemand hinterlässt, könnten also Folgen haben für die Bedingungen, zu denen man einen Bankkredit bekommt, eine Versicherung abschließen oder online einkaufen kann.

Das Ganze habe natürlich auch Vorteile, etwa wenn den Kunden einer Online-Buchhandlung neue Titel nach ihren Präferenzen vorgeschlagen würden. «Aber das A und O ist, dass ich selber meine Einwilligung dazu erkläre und natürlich auch widerrufen kann», sagte Müller.

Die EU-Staaten wollen die neuen Vorgaben im Juni auf den Weg bringen. Über die Reform der geltenden EU-Datenschutzregeln von 1995, ein Riesenprojekt, wird seit Jahren in Etappen verhandelt. Anschließend müssen sich die Staaten noch mit dem EU-Parlament einig werden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte sich im März zuversichtlich gezeigt, dass die deutschen Standards gewahrt bleiben. Müller hingegen befürchtet einen «Ausverkauf des Datenschutzes in Europa». Alternativlos sei eine Regelung auf EU-Ebene allerdings - sonst könnten sich Unternehmen einfach das Land mit dem niedrigsten Datenschutzniveau als Geschäftssitz auswählen, zurzeit Irland.

In einer Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen waren neun von zehn Befragten (89 Prozent) dagegen, dass Unternehmen persönliche Daten aus dem Internet zu einem Profil zusammenführen, auswerten und für sich nutzen dürfen. Nur zehn Prozent glauben, dass die Bildung solcher Profile dem Verbraucher unterm Strich mehr Vor- als Nachteile bringen würde. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es immerhin 20 Prozent, bei den Befragten ab 60 nur sechs Prozent.

«Das kritische Bewusstsein und die Befürchtung der Verbraucher, durch die Profilbildung Nachteile zu erleben, ist ein eindeutiger Appell an die Politik zu handeln», sagte Müller zu den Ergebnissen. «Verbraucher müssen einwilligen, dass ihre Daten erhoben und ausgewertet werden, und wir brauchen eine ganz strikte Zweckbindung.»

So, 2015-05-03 09:00
Donezk (dpa)

Separatisten in der Ukraine werfen Armee Beschuss von Donezk vor

Donezk (dpa) - Trotz einer vereinbarten Waffenruhe hat es im Krisengebiet Ostukraine nach Angaben von prorussischen Aufständischen heftige Angriffe seitens der Armee gegeben. Regierungseinheiten hätten die Separatistenhochburg Donezk mehrfach unter Feuer genommen, teilten die militanten Gruppen am Sonntag mit. Die Armee habe dabei auch aus Panzern sowie mit Artillerie und anderen schweren Waffen geschossen, die laut Friedensabkommen abgezogen sein müssten. Die Aufständischen hätten das Feuer nicht erwidert, erklärte Separatistenführer Eduard Bassurin. Angaben über Opfer gab es nicht.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte den Beschuss als «groben Verstoß» gegen das Friedensabkommen von Mitte Februar. Lawrow rief den serbischen Außenminister Ivica Dacic als amtierenden Vorsitzenden der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in einem Telefonat auf, Druck auf die ukrainische Regierung auszuüben. Die OSZE zeigte sich ihrerseits beunruhigt über den wiederholten Beschuss ihrer Beobachter in der Unruheregion.

Von der prowestlichen Führung in Kiew gab es zunächst keine Stellungnahme. Ein Armeesprecher hatte am Samstag den Separatisten den Beschuss von Stellungen bei Luhansk vorgeworfen. Dabei sei mindestens eine Frau getötet worden, hieß es.

So, 2015-05-03 09:53
Helsinki (dpa)

Finnisches Militär bereitet Reservisten auf Krisensituation vor

Helsinki (dpa) - Die finnischen Streitkräfte haben die 900 000 Reservisten des Landes in einem Brief auf ihre Rolle in einer möglichen Krisensituation vorbereitet. In dem Schreiben, das ab Anfang Mai verschickt werden sollte, werden die Empfänger unter anderem aufgefordert, ihre Kontaktdaten zu aktualisieren und ihren militärischen Rang anzugeben. Verteidigungsminister Carl Haglund bestritt im finnischen Rundfunk Yle, dass die Kampagne etwas mit dem angespannten Verhältnis zum Nachbarland Russland zu tun habe.

In den vergangenen Monaten hatten russische Flugzeuge immer wieder den finnischen Luftraum verletzt. Am Dienstag hatte die finnische Marine in den Gewässern vor der Hauptstadt Helsinki ein unbekanntes Unterwasserfahrzeug geortet und Warnschüsse abgefeuert. Finnland ist - wie Schweden - nicht in der Nato.

Die Briefaussendung war in der vergangenen Woche mit einem Fernsehspot angekündigt worden. Darin hieß es: «Die Wehrpflicht ist der Eckpfeiler der finnischen Verteidigungsfähigkeit.» Haglund sagte dazu nun: «Viele Reservisten sind daran interessiert zu wissen, welche Rolle sie haben würden, und sie sind motiviert, ein Teil der Verteidigungsarbeit dieses Landes zu sein. Deshalb ist es gut, dass wir sie regelmäßig darüber informieren, was wir für sie geplant haben.»

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

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Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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So, 2015-05-03 08:31
Aviv (dpa)

Israel warnt wegen Anschlagsgefahr vor Reisen nach Tunesien

Tel Aviv (dpa) - Israel hat seine Bürger vor Reisen nach Tunesien gewarnt. Es bestehe die unmittelbare Gefahr eines Anschlags auf Juden oder Israelis auf der tunesischen Ferieninsel Djerba, berichtete die Zeitung «Haaretz» am Sonntag unter Berufung auf das Tourismusministerium. Die Warnung betreffe den jüdischen Feiertag Lag Baomer, der in diesem Jahr auf den 7. Mai fällt. Im Jahr 2002 waren bei einem Anschlag auf die jüdische Synagoge La Ghriba auf Djerba 21 Menschen getötet worden, darunter 14 deutsche Touristen. Zu der Tat hatte sich das Terrornetz Al-Kaida bekannt.

So, 2015-05-03 07:10
Hamburg (dpa)

Spektakuläre Aktionen von Rüdiger Nehberg

Hamburg (dpa) - Der Menschenrechtler und Überlebenskünstler Rüdiger Nehberg hat viele Abenteuer erlebt. Einige spektakuläre Aktionen:

- Blauer Nil: Nach einem ersten Versuch 1970 gelingt Nehberg 1972 die Erstbefahrung des Blauen Nils in Äthiopien. Bei einer weiteren Fahrt 1975 wird sein Kameramann Michael Teichmann erschossen.

- Deutschlandmarsch: 1981 wandert er 1000 Kilometer ohne Geld und Nahrung von Hamburg nach Oberstdorf. Er trainiert damit für das Überleben im brasilianischen Regenwald, wo er Kontakt zu den bedrohten Yanomami-Indianern aufnimmt.

- Atlantik: 1987 überquert er per Tretboot den Atlantik, 1992 segelt er mit einem Bambusfloß, im Jahr 2000 auf einer 18 Meter langen, massiven Tanne - alles Aktionen für das Überleben der Yanomami.

- Urwald: 2003 lässt sich Nehberg von einem Hubschrauber per Seil im brasilianischen Regenwald absetzen - ohne Ausrüstung und Nahrung. Alles was er braucht, soll der Urwald liefern. Er baut sich ein Floß, treibt einen Fluss abwärts und findet nach rund drei Wochen zurück.

- Karawane der Hoffnung: 2005 ziehen Nehberg und seine Lebensgefährtin Annette Weber mit einer Kamelkarawane 500 Kilometer von Oase zu Oase durch die mauretanische Wüste. Damit wollen sie ein neues religiöses Rechtsgutachten (Fatwa) bekanntmachen. Die Botschaft steht in weißer Schrift auf grünen Fahnen: «Der Islam sagt Nein zur weiblichen Genitalverstümmelung. Sie ist Sünde.»

So, 2015-05-03 07:41
Berlin (dpa)

Zahlen und Fakten rund ums Brot

Berlin (dpa) - Die Deutschen sind bekannt für ihre Brotkultur. Einige Zahlen und Fakten:

- Mehr als 90 Prozent der Bundesbürger essen täglich Brot und Backwaren.

- 2014 kauften die privaten Haushalte rund 1,83 Millionen Tonnen Brot, ermittelte die Gesellschaft für Konsumforschung.

- Der Konsum von Brot und Backwaren lag demnach pro Haushalt bei etwa 60 Kilogramm.

- Im deutschen Brotkorb findet sich an erster Stelle Mischbrot (2014: 32,4 Prozent), gefolgt von Toastbrot (18,6 Prozent), Körnerbroten (14,8 Prozent) und Vollkorn-/Schwarzbrot (9,9 Prozent).

- Mindestens 300 Brotsorten soll es in Deutschland geben und noch viel mehr Varianten. Das Brotregister des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks weist schon mehr als 3200 Spezialitäten auf.

- Einige neue Kreationen: Blütenkruste, Braumeisterbrot, Erbsen-Kräuter-Käse-Brot, Lupinenbrot, Maronenbrot, Spargelkrüstchen.

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Erschienen in Ausgabe 3.15

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!


Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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