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Di, 2016-05-24 11:00
Berlin (dpa)

Studie: Arabische Bildungsmisere ist Bedrohung für Europa

Berlin (dpa) - Die Bildungsmisere der arabischen Welt stellt laut einer aktuellen Studie nicht nur für die wenigen stabilen Staaten der Region eine Bedrohung dar, sondern auch für Europa. Die Autoren der am Dienstag veröffentlichten Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung haben unabhängig von den derzeitigen Krisen und Kriegen drei Risikofaktoren identifiziert: Lehrinhalte, die nicht auf den Beruf vorbereiten, schlechte Rahmenbedingungen für die Gründung mittelständischer Unternehmen und die niedrige Erwerbsquote der Frauen.

Sie stellen fest, Lebensperspektiven für die jungen Menschen in Nordafrika und Nahost seien notwendig, «um die Anfälligkeit für unvorhersehbare Konflikte zu minimieren». Sollte dies nicht gelingen, sei mit einer weiteren Destabilisierung der Region, einem Anstieg der Flüchtlingszahlen und einer «Verlagerung dortiger Konflikte nach Europa» zu rechnen. 

Denn die Bevölkerung im Erwerbsalter wächst seit vielen Jahren schneller als die Zahl der Arbeitsplätze. Die formalen Bildungswerte seien zwar zuletzt gestiegen, hält die Studie fest. Die «Bildungsqualität» entspreche aber nur selten den Anforderungen des 21. Jahrhunderts. Naturwissenschaften, Technik und Fremdsprachen spielten meist eine untergeordnete Rolle. Daher fehlten vielerorts Fachkräfte. 

Di, 2016-05-24 10:15
Hiroshima (dpa)

«Keine schlafenden Hunde wecken» - Obama vor Balanceakt in Hiroshima Von Lars Nicolaysen, dpa

Vor fast 71 Jahren warfen die USA die erste Atombombe auf Hiroshima. Nun besucht Obama als erster amtierender US-Präsident die Gedenkstätte. Mancher Überlebender des atomaren Infernos blickt jedoch mit eher gemischten Gefühlen auf den historischen Besuch.

Hiroshima (dpa) - Auf diesen Tag hat Haruko Moritaki jahrzehntelang gewartet. Wenn US-Präsident Barack Obama am 27. Mai als erster amtierender US-Präsident die Gedenkstätte des Atombombenabwurfs in Hiroshima besucht, hat Moritaki große Erwartungen: «Sagen Sie der Welt als Präsident einer Nation, die uns ins Atomzeitalter versetzt hat, dass der Abwurf der Atombomben ein Fehler war», heißt es in einem Brief, den die 77-jährige Japanerin als Vertreterin einer Organisation zur Abschaffung von Atomwaffen im Vorfeld an Obama schickte. Und weiter: «Bitte entschuldigen Sie sich bei den Opfern».

Doch das wird Obama nicht tun. Er will vielmehr mit seinem historischen Besuch ein Signal setzen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Japans rechtskonservativer Premier Shinzo Abe, der Obama begleiten wird, hat auch gar keine Entschuldigung gefordert, denn das läge nach Meinung von Beobachtern ohnehin nicht in seinem Interesse.

Der gemeinsame Besuch hat große symbolische Bedeutung. «Er ist ein Schritt, der zeigen soll, dass die japanisch-amerikanische Wiederaussöhnung in der Nachkriegszeit erfolgreich war», sagte Sven Saaler, Professor für moderne Geschichte an Tokios renommierter Universität Sophia, der Deutschen Presse-Agentur. Japan denkt schon im Gegenzug über einen Besuch Abes in Pearl Harbour nach. Nach Japans Angriff 1941 auf die in Pearl Harbor auf Hawaii liegende US-Pazifikflotte waren die USA in den Krieg eingetreten.

Die Betonung der heute engen Allianz ist auch ein klares Signal an China oder Südkorea, mit denen es immer wieder zu Spannungen kommt - auch wegen Tokios Umgang mit seinen früheren Kriegsverbrechen. Die Geschichte der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ist in Japan indes seit Jahrzehnten unvermeidlich durch die Opferperspektive bestimmt. Dass Hiroshima eine logische Konsequenz für Japans Aggressionskrieg war, akzeptieren nur wenige. Japan habe zwar Unrecht begangen. Trotzdem seien die Atombomben Verbrechen an Unschuldigen gewesen. Die Mehrheit der Amerikaner hält die Atombombenabwürfe dagegen für richtig, auch wenn die Zahl der Befürworter geringer geworden ist.

Das macht den Besuch für Obama zu einem Balanceakt, will er nicht die öffentliche Meinung im eigenen Land gegen sich aufbringen. Jeder Schritt in Hiroshima wird mit Argusaugen verfolgt werden. Um jedes Missverständnis auszuschließen, ließ das Weiße Haus bereits wissen, dass sich Obama in Hiroshima nicht bei Japan entschuldigen werde.

Aber auch Abe müsste nach Einschätzung von Beobachtern fürchten, dass eine Entschuldigung der USA eine Pandorabüchse öffnet: Erneut könnte es Fragen nach Japans eigenem Verhalten in Asien und neue Forderungen nach Entschuldigungen geben. Abe gehört jedoch zu jener Generation von Japanern, die es endgültig leid sind, dass sich ihr Land ständig wegen begangener Gräuel im Zweiten Weltkrieg entschuldigen soll.

Abe verfolgt mit Macht eine nationalistische Agenda, deren Ziel es ist, sich vom Nachkriegsregime zu verabschieden und die militärische Rolle Japans an der Seite der USA, von dessen Atomschild es seit Jahrzehnten beschützt wird, deutlich auszuweiten. Abes Regierung ist sogar der Auffassung, dass es nicht gegen die Verfassung des Landes verstoßen würde, wenn Japan eines Tages selbst Atomwaffen hätte.

Würde sich Obama entschuldigen oder sein Besuch als Entschuldigung gesehen werden, so die Sorge, würde dies den Gegnern der Allianz nur in die Hände spielen. Zudem könnte dies den seit dem GAU in Fukushima spürbaren Widerstand in Japan gegen die Atomkraft stärken. «Kurzum: Lieber nicht die schlafenden Hunde wecken», brachte es der Politikprofessor Koichi Nakano in einem Interview auf den Punkt.

Überlebende des Atombombenabwurfs blicken denn auch mit gemischten Gefühlen auf den gemeinsamen Besuch von Obama und Abe in Hiroshima. «Es wird wohl bei einer symbolischen Darbietung bleiben», sagte der heute 89-jährige Shozo Muneto der dpa, fügte jedoch hinzu: «Aber es wäre großartig, wenn Präsident Obama den Weg für eine Abschaffung von Atomwaffen ebnen würde». Das wollte Obama eigentlich schon 2009 mit seiner Rede in Prag. «Seither haben wir keine Fortschritte gesehen», kritisiert Frau Moritaki. «Wir hoffen, dass Präsident Obama durch seinen Besuch in Hiroshima seine eigenen Widersprüche überwindet».

Di, 2016-05-24 10:27
Wiesbaden (dpa)

Turbo-Start ins Jahr 2016: Wirtschaftswachstum mehr als verdoppelt

Die deutsche Konjunktur hat zum Jahresbeginn die Drehzahl kräftig erhöht. Sie wächst so stark wie seit zwei Jahren nicht. Ob sie das hohe Tempo halten kann, ist allerdings fraglich.

Wiesbaden (dpa) - Kauflustige Verbraucher, steigende Investitionen der Unternehmen und der milde Winter haben der deutschen Wirtschaft einen Traumstart ins Jahr 2016 beschert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Es war das stärkste Plus seit zwei Jahren. Im vierten Quartal 2015 war die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent gewachsen. Nach Einschätzung von Ökonomen wird das Tempo im Frühjahr allerdings etwas nachlassen.

Impulse kamen zum Jahresanfang vor allem aus dem Inland. Begünstigt durch den milden Winter zogen die Bauinvestitionen kräftig um 2,3 Prozent an. Die Unternehmen investierten zudem mehr in Ausrüstungen (plus 1,9 Prozent) - zum Beispiel Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Angekurbelt wurde die Konjunktur auch von der Kauflust der Verbraucher und den Ausgaben des Staates für die Unterbringung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge.

Vielen Verbrauchern sitzt das Geld seit Monaten locker. Sparen wird kaum noch belohnt, die gesunkenen Energiepreise entlasten die Haushalte, die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch günstig. «Das Kalkül der Konsumenten ist denkbar einfach: Wenn es auf dem Konto keine Zinsen gibt, wird eben die Einkaufstasche besonders gut gefüllt», erklärte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Schweizer VP Bank Gruppe.

Trotz der Abkühlung der Weltkonjunktur exportierten die deutschen Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen 1 Prozent mehr als im Vorquartal. Da die Importe noch stärker stiegen, dämpfte der Außenhandel unter dem Strich allerdings das Wachstum.

Die Konjunktursorgen vom Jahresanfang wegen der Abkühlung wichtiger Exportmärkte hätten sich als unbegründet erwiesen, erklärte BayernLB-Experte Stefan Kipar. Der Anstieg der Importe sei ein Zeichen für die Stärke der deutschen Binnenwirtschaft. «Das Fundament des Aufschwungs bleibt auch in stürmischen außenwirtschaftlichen Zeiten die Binnennachfrage.»

Ökonomen rechnen allerdings nicht damit, dass die deutsche Konjunktur das hohe Tempo im zweiten Quartal halten wird - vor allem weil der positive Witterungseffekt wegfällt. «Das Wachstum der deutschen Wirtschaft dürfte im Frühjahr an Dynamik einbüßen», schrieb die Deutsche Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht.

Alles in allem werde die Wirtschaft im zweiten Quartal voraussichtlich nur um rund ein Viertelprozent wachsen, erklärte die staatseigene Förderbank KfW. Ab dem Sommer dürfte sie wieder an Tempo gewinnen. «Alle Zutaten für eine Fortsetzung des soliden deutschen Aufschwungs sind vorhanden: Zur verlässlich guten Inlandsnachfrage wird sich nach und nach eine Aufhellung des außenwirtschaftlichen Umfelds gesellen», sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Wachstumsmotor wird aus Sicht von Ökonomen aber vor allem die Inlandsnachfrage bleiben. Deutsche Unternehmen hatten ihre Exportaussichten nach Angaben des Ifo-Instituts zuletzt skeptischer beurteilt. Die chinesische Wirtschaft schwächelt, einstige Hoffnungsträger wie Brasilien und Russland stecken in der Krise. Hinzu kommt die Verunsicherung wegen eines möglichen EU-Austritts Großbritanniens (Brexit).

Auch im Vorjahresvergleich wuchs die deutsche Wirtschaft von Januar bis März: Das preisbereinigte BIP stieg um 1,3 Prozent - kalenderbereinigt um 1,6 Prozent, weil es einen Arbeitstag weniger gab als ein Jahr zuvor.

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Di, 2016-05-24 10:54
Damaskus (dpa)

Opferzahl nach Anschlägen in syrischen Küstenstädten gestiegen

Damaskus (dpa) - Die Zahl der Todesopfer bei mehreren Anschlägen in den vom Assad-Regime kontrollierten Küstengebieten Syriens ist nach Angaben von Aktivisten auf mindestens 159 Menschen gestiegen. Mindestens 109 Personen seien in der Stadt Dschabla umgekommen, mindestens 50 Menschen in Tartus, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mit. Zudem seien etwa 200 Menschen verletzt worden. Der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge starben 78 Menschen.

Am Montag wurden nach Informationen der Menschenrechtsbeobachter neun Anschläge in den beiden Städten verübt. In dem seit fünf Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg waren es die bisher verheerendsten Anschläge in der Region. In einem Internetschreiben bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu den Taten. Dies konnte nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.

Die Küstenprovinzen Latakia und Tartus sind seit Beginn des Bürgerkriegs in den Händen von Regimekräften. Dort leben viele Alawiten - eine Religionsgruppe der auch der syrische Machthaber Baschar al-Assad angehört - und Regimeunterstützer sowie Flüchtlinge aus anderen Teilen Syriens.

Di, 2016-05-24 10:17
Berlin (dpa)

Große Gesten und Worte der Nachkriegsgeschichte

Berlin (dpa) - Das Gedenken an die Schlacht von Verdun vor 100 Jahren am nächsten Sonntag wird auch die Erinnerung an eine historische Versöhnungsgeste wecken: Am 22. September 1984 reichten sich der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Präsident François Mitterrand über den Gräbern von Verdun die Hand. Nur wenige andere Gesten oder Worte der Nachkriegsgeschichte sind so tief im kollektiven Gedächtnis der Deutschen verankert wie diese. Hier einige Beispiele:

- 26. Juni 1963: «Ich bin ein Berliner»

Mit diesen Worten versichert US-Präsident John F. Kennedy den West-Berlinern zwei Jahre nach dem Mauerbau der Solidarität der USA. Vor dem Schöneberger Rathaus wird er dafür von Hundertausenden bejubelt.

- 7. Dezember 1970: Kniefall von Warschau

Bundeskanzler Willy Brandt kniet am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos nieder und verneigt sich damit tief vor allen Opfern des Nazi-Regimes. Im Jahr 2000 wird dieser Geste nur 150 Meter von dem Ehrenmal entfernt selbst ein Denkmal gesetzt.

- 7. Oktober 1979: Sozialistischer Bruderkuss

Leonid Breschnew und Erich Honecker, die Staats- und Parteichefs der Sowjetunion und der DDR, demonstrieren anlässlich des 30. Geburtstags der DDR bei den Feierlichkeiten in Ost-Berlin Einigkeit. Der Bruderkuss landet nach dem Zusammenbruch der DDR als Kunstwerk und Touristenattraktion auf dem bekanntesten Mauerrest Berlins, der sogenannten «East Side Galery».

- 22. September 1984: Händedruck von Verdun

Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Präsident François Mitterrand besuchen gemeinsam den Ort einer der grausamsten Schlachten der Kriegsgeschichte und reichen sich über den Gräbern die Hand. Es ist die bedeutendste Versöhnungsgeste zwischen den einstigen Erzfeinden Deutschland und Frankreich überhaupt.

- 12. Juni 1987: «Mr. Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!»

US-Präsident Ronald Reagan hält an der West-Seite des Brandenburger Tores, nur wenige Meter von der Berliner Mauer entfernt, seine bedeutendste Rede: «Mr. Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor. Mr. Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!», ruft er dem damaligen sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow zu. Zweieinhalb Jahre später fällt die Mauer.

Di, 2016-05-24 11:00
Berlin (dpa)

Recyclingbranche: Europäischen Müll in Deutschland verwerten

Berlin (dpa) - Dem Klimaschutz zuliebe will die deutsche Entsorgungsbranche Müll einiger EU-Länder in der Bundesrepublik verwerten. In Lettland, Rumänien und Griechenland landeten mehr als vier Fünftel der Siedlungsabfälle auf der Deponie, heißt es in einem Branchenbericht der Kreislaufwirtschaft, den der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) am Dienstag in Berlin vorstellte. In Deutschland, den Niederlanden und Belgien seien es dagegen nur null bis ein Prozent. Um Klima und Ressourcen zu schonen, sollten Abfälle in Deutschland oder in Ländern mit ähnlichen Anlagen verwertet werden, bis die anderen Staaten aufgeholt hätten.

Siedlungsabfälle sind Hausmüll und «hausmüllähnliche Gewerbeabfälle». Sie auf veralteten Deponien zu lagern, ist unter anderem schlecht fürs Klima, weil dabei das Treibhausgas Methan entsteht und in die Atmosphäre dringt. Die EU-Kommission will, dass bis 2030 in der EU nur noch zehn Prozent der Siedlungsabfälle deponiert werden.

Die Kreislaufwirtschaft in Deutschland beschäftigt dem Bericht zufolge rund 267 000 Menschen und macht etwa 70 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Die bundesweite Bedeutung der Branche hatte das Institut Prognos im Auftrag des BDE erstmals dargestellt.

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Di, 2016-05-24 09:30
Warschau (dpa)

Polen sieht Annäherung in Justizstreit mit EU - Timmermans nach Warschau

Warschau (dpa) - Im Streit der nationalkonservativen polnischen Regierung mit der EU-Kommission um die Justizreform sieht der Warschauer Europaminister Konrad Szymanski eine Annäherung. «Heute scheint es, als seien wir einer Einigung nahe», sagte er am Dienstagmorgen. Am Nachmittag werde es in Warschau ein Treffen der Regierungschefin Beata Szydlo mit dem Kommissions-Vizechef Frans Timmermans geben.

Polen gehe es einerseits darum, seine Souveränität zu schützen, und andererseits, offen für eine Zusammenarbeit mit den europäischen Institutionen zu sein, betonte Szymanski. «Wichtig für gegenseitiges Vertrauen ist persönlicher Kontakt, das ist das Ziel dieses Treffens.»

Die EU-Kommission hatte Polen eine Frist gesetzt, um Bedenken an der umstrittenen Justizreform auszuräumen. Andererseits könnte die nächste Stufe im Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit in Polen eingeleitet werden. Das Gesetz lähmt nach Ansicht von Kritikern die Arbeit des polnischen Verfassungsgerichts und wurde von den Richtern selbst im März für verfassungswidrig erklärt.

Di, 2016-05-24 09:06
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Zitat: Russland hat syrische Armee neu aufgestellt

«Die Erfolgsgeschichte ist die Neuaufstellung der syrischen Armee.»

(Der österreichische Ex-Offizier Gustav Gressel, Experte beim European Council on Foreign Relations, zu dem, was Russland im Syrien-Krieg erreicht hat)

Di, 2016-05-24 09:05
Nürnberg (dpa)

Umfrage: Katze ist beliebtestes Haustier der Deutschen

Nürnberg (dpa) - Die Katze ist einer Umfrage zufolge das beliebteste Haustier der Deutschen. Beinahe jeder dritte Bundesbürger (29 Prozent) hält demnach eine Katze zu Hause, wie die GfK am Dienstag mitteilte. Auf Rang zwei der beliebtesten Haustiere folgt mit 21 Prozent der Hund. Unten auf der Beliebtheitsskala stehen Vögel mit sechs Prozent. Mehr als die Hälfte der 1500 online Befragten in Deutschland gab an, ein Haustier zu besitzen.

In Lateinamerika ist der Anteil der Haustierbesitzer am höchsten: 80 Prozent der Argentinier und Mexikaner sowie 75 Prozent der Brasilianer halten ein Haustier - meist einen Hund. In asiatischen Ländern sind Haustiere laut der Studie dagegen weniger beliebt. Etwa in Südkorea entscheidet sich lediglich knapp ein Drittel der Menschen für Katze und Co.

Die GfK bezieht sich auf eine repräsentative Umfrage unter 27 000 weltweit befragten Internetnutzern.

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Di, 2016-05-24 09:53
York (dpa)

20 Jahre nach Vernichtungsbeschluss: Pockenviren lagern weiter Von Christina Horsten, dpa

Bei ihrer 49. Jahresversammlung beschloss die WHO, dass die letzten Pockenviren bis zum Sommer 1999 vernichtet werden sollen. Doch 20 Jahre nach dem Treffen lagern immer noch Bestände in Russland und den USA - eine Vernichtung ist nicht in Sicht.

New York (dpa) - Die Aufregung im Sommer 2014 ist groß: Bei einem Umzug finden Wissenschaftler in einem Abstellraum der US-Gesundheitsbehörde NIH nahe der Hauptstadt Washington mehrere Reagenzgläser mit Pockenviren. Sie stammten wohl aus den 1950er Jahren und waren einfach vergessen worden - dabei gehören Pocken zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. Die Reagenzgläser seien sofort in Sicherheit gebracht worden und Menschen zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, versicherte die US-Kontrollbehörde für Infektionskrankheiten CDC rasch.

Aber Vorfälle wie dieser lassen bei vielen Menschen die Angst vor den Pocken wieder aufflammen. Zu den Frühsymptomen der Krankheit zählen hohes Fieber und Abgeschlagenheit. Danach entwickeln sich besonders an Gesicht, Armen und Beinen charakteristische Bläschen.

Dabei war die Krankheit, die im 18. Jahrhundert alleine in Europa 60 Millionen Menschen das Leben kostete, regulär zum letzten Mal 1977 in Somalia aufgetreten. Kurz darauf wurden die Pocken von der Weltgesundheitsorganisation WHO nach einem weltweiten Impfprogramm offiziell als ausgerottet erklärt. Ein Riesen-Erfolg.

Auch alle noch verbliebenen Restbestände von Pockenviren in Labors sollten vernichtet werden, wie die WHO bei ihrer 49. Jahresversammlung vor genau 20 Jahren (25. Mai 1996) beschloss. Als Frist wurde der Sommer 1999 angesetzt - doch auch mehr als 15 Jahre später lagern die letzten offiziellen Bestände weiter in einem US-amerikanischen und einem russischen Labor.

Die WHO hat Frist und endgültige Entscheidung zu dem Thema immer wieder vertagt. Bei einem derzeit stattfindenden Treffen stehe es erneut auf der Tagesordnung, sagte ein WHO-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Ob diesmal eine Entscheidung fallen wird, ist noch nicht abzusehen.

«Die Hauptursache dafür ist politisch», sagt David Evans, Mediziner an der Universität im kanadischen Alberta, der sich seit Jahren mit Pocken beschäftigt. Die zuständigen Politiker schwankten zwischen der Sorge vor Bio-Terrorismus und der Notwendigkeit der Forschung an den Viren. «In den USA liegt eine endgültige Entscheidung gerade ein bisschen auf Eis. Und in Russland ziehen sie einfach mit, sie werden ihre Bestände nicht zerstören, bevor die USA sie nicht zerstören, das ist eine Sache des Nationalstolzes.»

Die Bestände seien sicher, sagt Evans, der beide Labore mehrfach inspiziert hat. Die Viren lagern in der Nähe von Nowosibirsk in Russland und in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. «Die Viren werden unter anderem von Männern mit Waffen bewacht.» Die Gefahr, dass die Erreger in die Hände von Terroristen kämen, sei extrem gering, sagt der Mediziner. «Heutzutage könnten Terroristen sie synthetisch nachbauen, das wäre viel einfacher als die Viren zu klauen.»

Die Forschung an den Pocken könnte aber deutlich heruntergefahren, wenn nicht sogar ganz beendet werden, sagt Evans. «Wir haben gegen Pocken ein gutes Medikament, einige gute Impfstoffe und gute Diagnose-Möglichkeiten. Ich bin nicht überzeugt, dass die andauernde Forschung noch von Wert ist.»

Und eine völlige Vernichtung der Viren? Das ginge zu weit, findet Evans. «Wir sollten sie da lassen, wo sie sind, wegsperren und überwachen. Wenn wir sie dann - aus was für einem Grund auch immer - doch noch einmal brauchen sollten, dann haben wir sie und müssen sie nicht extra synthetisch nachbauen.»

Di, 2016-05-24 09:03
Latakia (dpa)

Mit der Macht der Waffen - Was Russland in Syrien will Von Friedemann Kohler, dpa

Seit acht Monaten ist Russland im Syrien-Krieg voll dabei. Mit Jagdbombern am Himmel und Artillerie am Boden. Auf der Seite von Präsident Assad. Putin demonstriert Macht - und Waffen. Eine Analyse der Ziele Moskaus.

Latakia (dpa) - Wenn russische Kampfjets vom Stützpunkt Hamaimim in Syrien abheben, dröhnt die Erde. Das Mittelmeer ist in Sichtweite, Kampfhubschrauber sichern das Umfeld der Luftwaffenbasis. Eine Gruppe Journalisten, die Anfang Mai von den Russen zum Truppenbesuch eingeladen ist, steht dicht neben der Betonpiste. Ohrstöpsel? Halten die Gastgeber für unnötig. Hauptsache die Besucher filmen, was die Militärs vorführen wollen. Donnert ein grauer Bomber Suchoi Su-24 zum Start, halten sich viele Reporter die Ohren zu. 140 Dezibel, das ist Lärm über der Schmerzgrenze, ein Angriff auf den ganzen Körper. Die Offiziere in den fleischfarbenen russischen Wüstenuniformen lachen.

Und wo über Syrien werfen die Jets ihre Bomben ab? Das erfahren die beim Militär «eingebetteten» Journalisten nicht genau. Greifen die Flieger Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in dem vom Bürgerkrieg zerstörten Land an? Oder ganz andere Gegner des syrischen Machthabers Baschar al-Assad? Machen ihre Bomben womöglich auch Krankenhäuser oder weitere zivile Ziele zu unbrauchbaren Ruinen?

Bei heiklen Fragen hat Generalmajor Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium in Moskau seinen Einsatz: Der Sprecher nennt als Ziel die IS-Hochburgen Al-Rakka und Dair as-Saur im Osten. Das kann an diesem Maitag stimmen. Muss es aber nicht. Militärisch ist die Lage um die Großstadt Aleppo im Nordwesten brenzliger. Auch dort sind Luftangriffe beobachtet worden.

RUSSLAND HAT DAS BLATT FÜR ASSAD GEWENDET 

Syrien - das deutet fünf Jahre Krieg. Bis zu 400 000 Tote. Und Millionen Menschen, die vertrieben wurden. Männer, Frauen und Kinder, die zerbombte Städte und Dörfer verlassen haben. Ein Teil der Flüchtlinge hat es bis nach Europa, bis zu uns, geschafft. Syrien, das bedeutet auch Nachbarmächte mit eigenen Interessen: Türkei, Iran, Saudi-Arabien. Und Baschar al-Assad (50) - ein Diktator, der nicht gehen will. Vor acht Monaten, im September 2015, hat Russland überraschend in das Morden eingegriffen.

Präsident Wladimir Putin schickte Luft- und Bodentruppen. Nicht gegen Assad, dessen Regime wenig Skrupel zeigt, Giftgas und für Menschen besonders verheerende Fassbomben einzusetzen. Sondern für den weithin geächteten, fast schon geschlagenen Machthaber. «Durch Russlands Eingreifen wurde Assads Niederlage abgewendet», sagt Hans-Joachim Schmidt, Sicherheitsexperte von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in Frankfurt.

Andere Mächte, auch die USA, haben in Syrien gezögert. Präsident Barack Obama wollte nicht in den Sumpf und die schwer kalkulierbare Interessenlage hineingezogen werden. Russland jedoch kommt, so wirkt es, mit einem Plan. Den setzt sein Militär unerbittlich um, auch wenn der Rest der Welt die Hilfe für Assad verurteilt. Russland führt diesen Krieg, wie es regiert wird: grob und oft zynisch.

MOSKAUS ZIELE IN SYRIEN

Es geht den Russen um vieles. Ihr Land, das sich auf der Weltbühne gedemütigt fühlt, kehrt im Nahen Osten als Großmacht zurück. Es zwingt sich den USA als Partner auf. Das Signal: Ohne Russland läuft in Syrien nichts!

Mehr als um die Person Assad fürchtet Moskau um den Erhalt Syriens. Das arabische Land, halb so groß wie Deutschland, soll nicht zerfallen. Es soll nicht zum Dauersitz von Terroristen werden. Denn Terror, etwa von Islamisten, fürchtet Russland auch zu Hause.

Ein russischer Krieg gegen muslimische Aufständische? Auf fremdem Gebiet, 2500 Kilometer südlich von Moskau. Das hat ungute Vorbilder. Aus Afghanistan musste die Weltmacht Sowjetunion 1989 geschlagen abziehen. Im eigenen Süden trieb Russland tschetschenische Rebellen durch brutalen Armee-Einsatz in den Dschihadisten-Terror. Der Krieg endete 2009, ein moskautreuer Statthalter sorgt für Friedhofsruhe.

DIE GRENZEN DES EINSATZES

Aber, ist der Kampf in Syrien für Russland überhaupt ein Krieg? Generalmajor Konaschenkow will davon nichts wissen. «Das ist nur eine Operation», sagt der Militär, kräftig gebaut mit randloser Brille.

Der Einsatz ist begrenzt, so deuten es auch westliche Experten. Und das in mehrfacher Hinsicht. Oberstes militärisches Gebot: Treffen, aber nicht getroffen werden. Deshalb operiert Moskau massiv mit Luftangriffen. Am Boden wird mit Artillerie russischer Bauart gefeuert. Geschossen wird auf Distanz. Den Vormarsch im Gelände, bei dem viele eigene Leute sterben können, sollen die Syrer leisten.

Denn der Feldzug in der Ferne ist in Russland nicht so populär, als dass sich die Führung Tote und Verletzte erlauben könnte. Bislang starb, so die offizielle Angabe, nur eine Handvoll russischer Soldaten in Syrien.

Auch politisch lassen sich Grenzen ausmachen: Russland hilft Assad, seine Herrschaft im Westen des Landes wieder zu festigen. Dazu wird nicht etwa gezielt der IS angegriffen, wie die Moskauer Propaganda behauptet. Auch nicht der Al-Kaida-Ableger Nusra-Front. Andere Gegner des Machthabers, die Freie Syrische Armee und weitere Milizen, sollen besiegt werden. Das erhöht Assads Wert in den internationalen Friedensgesprächen.

Doch das ganze Land, wie Assad es erträumt, wird Russland ihm nicht zurückerobern. Nicht die IS-Gebiete im Osten, auch nicht die Kurdengebiete im Norden. Zum Ärger der Türkei, die selbst Konflikte mit Kurden austrägt, will Moskau diese mit am Verhandlungstisch sehen.

MOSKAUS STÜTZPUNKTE AUCH AM MITTELMEER 

Auf 3500 bis 4100 Soldaten schätzte das britische Forschungsinstitut RUSI vergangenen November Russlands Streitmacht in Syrien. Die Überraschung: Mehr als die Hälfte sind Bodentruppen. Moskau dagegen sagt, es seien nur wenige Heeressoldaten. Sie sicherten den Einsatz, seien Ausbilder. Im Hafen Tartus unterhält Russland eine Marinebasis, die einzige außerhalb der früheren Sowjetunion. Und, für Experten bedeutsam, am Mittelmeer.

Das Kommando sitzt auf der Luftwaffenbasis Hamaimim, das ist der ehemalige Flughafen der Provinzhauptstadt Latakia. Wohncontainer in langen Reihen. Die Soldaten haben sich eingerichtet. Es gibt Sportplätze, eine Bibliothek. Wenn beim Besuch von Reportern befohlen ist, dass Soldaten lesen, dann lesen sie, ohne den Blick zu heben. Wenn Volleyball befohlen ist, wird stundenlang Volleyball gespielt.

Am Rande des Geländes fahren Betonmischer, es wird gebaut. Russland stellt sich deutlich darauf ein, in Syrien zu bleiben. Eine weitere Basis sei aber nicht geplant, sagt Generalmajor Konaschenkow. Doch die russische Luftwaffe lässt Kampfhubschrauber auch von anderen Militärflughäfen starten, wie Satellitenbilder zeigen.

Ein neues Militärlager ist in nur wenigen Wochen in der Wüstenstadt Palmyra entstanden. Syrer, Russen und Iraner haben die antike Stätte im März vom Islamischen Staat zurückerobert. Pioniere räumten die Minen aus dem Ruinenfeld.

In einem Propaganda-Coup brachte das Militär nicht nur rund hundert Journalisten nach Palmyra. Auch das halbe Mariinski-Orchester aus St. Petersburg flog ein unter Leitung von Valery Gergiev, zugleich Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. In dem Amphitheater, in dem der IS Menschen hingerichtet hatte, erklang klassische Musik.

Das Verteidigungsministerium reagiert aber verärgert auf Berichte, das Lager sei nicht nur für die Pioniere gedacht, sondern solle ausgebaut werden. Dabei wird das Areal von Panzerwagen und Luftabwehr gesichert. Es wirkt nicht, als solle es bald wieder verschwinden.

KRIEG ALS WERBUNG FÜR WAFFEN

Von September bis Mitte Mai hat Moskaus Luftwaffe über 10 000 Einsätze geflogen und 30 000 Ziele angegriffen - so Putins Zahlen. Anfangs feuerte Russland auch Marschflugkörper von Schiffen im Mittelmeer und Kaspischen Meer ab. Es setzte Langstreckenbomber ein. Im März verkündete der Präsident einen Teilabzug. Es sieht eher nach einer Umgruppierung aus: weniger Flugzeuge, mehr Kampfhubschrauber.

Modernste russische Jagdbomber Su-34 (Fullback) fliegen in Syrien. Und die Luftüberlegenheitsjäger Su-35S (Flanker-E) - leicht, libellenartig, tödlich. Für Piloten lässt sich der Krieg als willkommenes Training sehen. Zugleich kann man mit dem Einsatz für eigene Waffen werben: Moskau hofft auf Rüstungsverkäufe.

Für viele Angriffe werden die Bomber Su-24 genutzt. Etwa ein Dutzend startete Anfang Mai von Haimaimim aus. Der Flugzeugtyp, Nato-Name Fencer (Fechter), altert. Er ist seit den 1980er Jahren im Einsatz. Die Bomben, die er abwirft, sind nicht lenkbar. «Die Freifallbomben sind nicht sehr präzise», sagt HSFK-Rüstungsexperte Schmidt.

Zwar behauptet das russische Militär, keine Zivilisten getroffen zu haben. Doch dafür existieren zu viele Bilder zerstörter Städte, Krankenhäuser, Schulen; nicht immer wird es die syrische Luftwaffe gewesen sein. Die Erfahrung aus Afghanistan und Tschetschenien besagt zudem: Russland nimmt zivile Opfer in Kauf, um Widerstand zu brechen.

Als Demonstration der Macht steht in Hamaimim auch eine Luftabwehr vom Typ S-400. Das System schützt die russischen Jets. Aber bei 400 Kilometern Reichweite hat es potenziell den Flugverkehr im ganzen Nahen Osten im Visier. Israels wichtigster Flughafen in Tel Aviv wird erfasst, auch die Nato-Basis Incirlik in der Südtürkei. Von Incirlik fliegen die USA Angriffe gegen den IS, deutsche Tornados stehen dort. Washington und alle anderen müssen sich also mit Moskau arrangieren.

FEUERWALZEN IM KAMPF AM BODEN 

Die Stärke in der Luft wird offen gezeigt, doch bei den Bodentruppen gibt sich Moskau zugeknöpft. Dabei dürfte gerade deren Einsatz die Lage verändert haben. «Die große Erfolgsgeschichte waren nicht die Luftschläge», sagt der österreichische Ex-Offizier Gustav Gressel, Experte beim European Council on Foreign Relations. «Die Erfolgsgeschichte ist die Neuaufstellung der syrischen Armee.»

Russland hat nach RUSI-Angaben Marineinfanterie, Artilleristen, Aufklärer und Spezialisten für elektronische Kriegsführung nach Syrien entsandt. Die russische Armee ist in den letzten Jahren reformiert worden. Sie ist kleiner, aber schlagkräftiger geworden. In Syrien stoppten russische Ausbilder mit «hartnäckigem Training» (Gressel) den Zerfall von Assads Armee nach Jahren des Kriegs.

Mit Artilleriefeuer bereiten Syrer und Russen nun das Vorrücken von Infanterie gegen Rebellengruppen vor. Im Arsenal nach Videoaufnahmen: Haubitzen, Raketenwerfer Grad (Hagel), Uragan (Orkan) und Smertsch (Tornado) sowie Flammenwerfer TOS-1 Buratino. In Moskau spricht Ex-General Leonid Iwaschow von «Salvenfeuer-Systemen». Aus Sicht von Angegriffenen könnte man auch sagen: eine Feuerwalze.

Nur wer die Lage am Boden beherrscht, hat die Kontrolle. Deshalb sind die Amerikaner in der Militärlogik im Nachteil. Sie und ihre Koalition fliegen von außen Luftangriffe. Im Land operieren nur rund 300 Mann. Ziel dieser US-Spezialkräfte: Aus Rebellen eine Truppe für den Anti-IS-Kampf machen.

ASSAD-PLAKATE IN VERSÖHNTEN DÖRFERN

Doch die Russen kämpfen nicht nur. Sie vermitteln angeblich auch lokale Friedensschlüsse. So soll sich der Waffenstillstand ausweiten, der offiziell seit Februar gilt und gemeinsam mit den USA überwacht wird. In Hamaimim sitzen Offiziere in einem sogenannten Versöhnungszentrum. Sie nehmen Anrufe von Milizen an, die - so wird es den Besuchern präsentiert - den Kampf einstellen wollen.

Eines von diesen über 100 «versöhnten» Dörfern ist Kokab (Qau Qab) in der Provinz Hama - im westlichen Zentrum des Landes. Terroristen seien von dort vertrieben worden, sagt Oberst Sergej Iwanow. Nun wollen Regime-Anhänger und -Gegner Frieden schließen. Dorfbewohner jubeln vor den Kameras, sie schwenken Assad-Plakate. Arabische Medien berichten, dass solche Abkommen geschlossen werden, wenn die Assad-Truppen ein Dorf schon erobert haben. Nur Propaganda sei das, sagt auch Rami Abdel Rahman, Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London. Doch was immer hinter der russischen Aktion steckt: Ein weiterer Ort ist für Assads Herrschaft gesichert.

Russland schreitet mit seinen Plänen voran. Unter Druck sind im Syrien-Konflikt die Europäer, zu denen viele Flüchtlinge kommen. Und die etwas hilflos agierende Supermacht USA mit dem scheidenden Präsidenten Obama. Er will den IS besiegen, sich aber nicht in einen langen Krieg ziehen lassen. «Unter diesem Druck steht Putin nicht», sagt der Experte Gressel. So könnte eine russische Taktik aufgehen: Assad zu stärken und seine Gegner zu vernichten bis auf die Extremisten des IS und der Al-Nusra-Front. Damit der Machthaber den anderen Akteuren als das kleinere Übel erscheint. Er und Russland könnten dann in Verhandlungen den Preis für seine Ablösung bestimmen.

Di, 2016-05-24 09:05
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Zitat: General spricht von Operation, nicht Krieg

«Das ist nur eine Operation.»

(Russischer Generalmajor Igor Konaschenkow zum Thema, ob Moskau in Syrien Krieg führt)

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Di, 2016-05-24 09:07
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Zitat: Russland rettet Assad vor der Niederlage

«Durch Russlands Eingreifen wurde Assads Niederlage abgewendet.»

(Hans-Joachim Schmidt, Sicherheitsexperte von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung HSFK in Frankfurt am Main)

Di, 2016-05-24 09:55
Lubmin/Zug (dpa)

Konsortium treibt Bau von zweiter Erdgas-Pipeline durch Ostsee voran

Lubmin/Zug (dpa) - Unbeeindruckt von den politischen Spannungen zwischen Russland und der EU treibt das Nord-Stream-2-Konsortium seine Planungen für den Bau einer zweiten Erdgas-Pipeline durch die Ostsee voran. Die Trasse, die weitgehend parallel zur bestehenden Nord-Stream-Pipeline verläuft, soll nach Planungen des Firmenkonsortiums Ende 2019 in Betrieb gehen. «Wir verfolgen einen ambitionierten Zeitplan», sagte der Nord-Stream-2-Manager Reinhard Ontyd der Deutschen Presse-Agentur.  

Ontyd zeigte sich zuversichtlich, dass die Pipeline im vorgegebenen Rahmen verwirklicht werden kann. «Das Risiko für die Genehmigung des Nord-Stream-2-Projektes ist geringer als das Risiko bei der ersten Trasse.» Mit dem Bau von Nord Stream 1 lägen nämlich Erfahrungen vor, an denen man sich in der Antragsphase orientieren könne. Als reines Infrastrukturprojekt sei die Pipeline von den Sanktionen der EU gegen Russland nicht betroffen, sagte das Mitglied der Nord-Stream-2-Geschäftsführung.

Nord Stream 1 transportiert seit 2011 Erdgas des Staatsmonopolisten Gazprom vom russischen Wyborg durch die Ostsee ins deutsche Lubmin. Seitdem flossen mehr als 120 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Europa.

Das Nord-Stream-2-Konsortium will Anfang 2017 die Antragsunterlagen für die Genehmigung bei den nationalen Behörden der beteiligten fünf Länder einreichen. An dem Konsortium sind der russische Energieriese Gazprom mit 50 Prozent und die westeuropäischen Energieunternehmen BASF/Wintershall, Engie, Uniper, OMV und Shell mit jeweils zehn Prozent beteiligt. Die Kosten für den Bau des 1200 Kilometer langen Doppelstranges werden auf acht Milliarden Euro geschätzt.

Di, 2016-05-24 08:37
Moskau (dpa)

Wer in Syrien und im Irak gegen den IS kämpft

Moskau (dpa) - In Syrien tobt seit 2011 ein Bürgerkrieg. Daran sind viele verschiedene Gruppen beteiligt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Krieg nicht ausgelöst. Sie hat sich aber nach Beginn der Kämpfe in dem Land mit Gewalt breitgemacht. Die Extremisten wurden neben der Regierung zur stärksten Kraft dort. Sie mussten zuletzt jedoch auch Niederlagen einstecken und sich nach US-Berichten teils deutlich zurückziehen.

DAS ANTI-IS-BÜNDNIS: Im September 2014 gab US-Präsident Barack Obama die Gründung eines Bündnisses bekannt mit dem Ziel, den IS «endgültig zu zerstören». Mehr als 60 Staaten und internationale Organisationen beteiligen sich am Kampf gegen die Terrormiliz sowohl in Syrien als auch im benachbarten Irak. Neben Ländern der Europäischen Union (EU) wie Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden gehören der Koalition auch Australien sowie mehrere arabische Länder an.

LUFTANGRIFFE: Nur wenige Staaten fliegen neben den USA Luftangriffe gegen die Terrormiliz. Im Irak sind daran zum Beispiel Frankreich, Australien und Großbritannien beteiligt. In Syrien sind es neben Frankreich auch arabische Staaten wie Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und Jordanien. Die Türkei, Syriens Nachbar im Norden, hatte 2015 nach langem Zögern die Nutzung seiner Luftwaffenbasis Incirlik für Luftschläge - auch der USA - gegen den IS erlaubt.

BUNDESWEHR: Die Bundeswehr unterstützt den Kampf gegen den IS unter anderem mit «Tornado»-Aufklärungsjets. Die Maschinen bombardieren die IS-Stellungen aber nicht selbst. Teil des deutschen Beitrags sind auch ein Tankflugzeug und zeitweise eine Fregatte. Diese sicherte zusammen mit Kriegsschiffen aus Frankreich, Belgien und Großbritannien den französischen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» im Persischen Golf. Die «Augsburg» war seit Dezember 2015 dafür rund vier Monate unterwegs. Vom einzigen Flugzeugträger der französischen Marine starteten Jagdbomber zu ihren Einsätzen.

TRAINING UND WAFFEN: Im Norden Syriens unterstützen US-Spezialkräfte zudem kurdische Kämpfer. Das US-Militär und seine Verbündeten bilden im Irak außerdem das irakische Militär sowie kurdische Peschmerga-Kämpfer aus. Auch rund 130 Bundeswehrsoldaten schulen im Nordirak Peschmerga-Einheiten. Darüberhinaus beliefert Deutschland die irakischen Kurden mit Waffen.

RUSSLAND: Moskau ist nicht Teil des von den USA gegründeten Bündnisses. Russische Truppen greifen seit September 2015 unabhängig davon Ziele in Syrien an. Allerdings nicht nur Stellungen des IS. Russische Attacken richten sich auch gegen Rebellen, die mit der Terrormiliz verfeindet sind. So starten die Jets vom russischen Luftwaffenstützpunkt Hamaimim nahe Latakia im Nordwesten Syriens. Zudem wurden Marschflugkörper von Kriegsschiffen im Mittelmeer abgefeuert.

Di, 2016-05-24 08:35
Moskau (dpa)

Moskaus Militäreinsatz in Syrien

Moskau (dpa) - Russland ist eine wichtige Stütze des Regimes von Präsident Baschar al-Assad (50) in Damaskus. In Syrien herrscht seit rund fünf Jahren Bürgerkrieg. Jahrelang verhinderte Russland mit seiner Veto-Macht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) eine Verurteilung des Machthabers. Assads Gegner werfen ihm Unterdrückung und Massaker an der eigenen Bevölkerung vor. Dann beteiligte sich Moskau an diplomatischen Friedensbemühungen. Schließlich griff es auch militärisch in den Konflikt ein.

September 2015: Assads Verbündeter Russland beginnt Luftangriffe in Syrien. Neben Bombern und Kampfjets werden Hubschrauber und Marschflugkörper von Kriegsschiffen eingesetzt. Damit soll nach Kreml-Angaben die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft werden. Ein Großteil der Angriffe richtet sich jedoch, wie Kritiker immer wieder herausstellen, gegen Rebellen, die mit den Dschihadisten des IS verfeindet sind.

Oktober 2015: Das syrische Regime beginnt mit russischer Luftunterstützung eine Bodenoffensive gegen Rebellengruppen. Assads Einheiten erzielen in mehreren Provinzen Geländegewinne.

November 2015: In Wien einigen sich die Teilnehmer einer Syrien-Konferenz, darunter Russland, auf einen Friedensfahrplan. Er sieht auch eine Übergangsregierung vor.

November 2015: Die Türkei schießt ein russisches Kriegsflugzeug im Grenzgebiet zu Syrien ab. Der Pilot stirbt. Manche fürchten eine Eskalation des Konfliktes zwischen dem Nato-Mitglied Türkei und Moskau. Als Vergeltung erlässt Präsident Wladimir Putin Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei.

Februar 2016: Die angesehene Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte macht Russland für Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser verantwortlich. Dabei sollen rund 50 Menschen getötet worden sein. Syriens Botschafter in Moskau hatte zuvor erklärt, US-Kampfflugzeuge hätten eine Klinik zerstört.

März 2016: Mit russischer Luftunterstützung erobert Assads Armee die antike Oasenstadt Palmyra vom IS zurück. Wladimir Putin befiehlt militärische Veränderungen, die Rede ist von einem Teilabzug. Nach Ansicht von Beobachtern nimmt die Zahl russischer Waffen und Soldaten zunächst aber kaum ab.

Mai 2015: Mit dem Konzert eines Symphonie-Orchesters aus St. Petersburg im Amphitheater von Palmyra zeigt Syriens enger Partner Russland demonstrativ seine starke Rolle im Bürgerkrieg.

Di, 2016-05-24 08:42
Istanbul (dpa)

Internationales Rotes Kreuz beklagt wachsende Gewalt gegen Zivilisten

Istanbul (dpa) - Zivilisten und Helfer werden in Kriegsgebieten nach Ansicht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) immer häufiger Ziel von Gewalt. Es gebe eine wachsende Lücke zwischen dem humanitären Völkerrecht und der Realität, sagte IKRK-Präsident Peter Maurer am Dienstag auf dem UN-Weltnothilfegipfel in Istanbul.

Bei dem Treffen in der Türkei könne jetzt Druck auf die Konfliktparteien ausgeübt werden, damit sie ihr Verhalten ändern. Der Gipfel sei ein wichtiger Schritt, damit eine Dynamik entstehe, erklärte Maurer. Durch Verstöße gegen das Völkerrecht würden nicht nur Menschen getötet oder vertrieben, sie ließen auch die Kosten für humanitäre Hilfe explodieren.

Bereits am ersten Tag des zweitägigen Gipfels hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag die Einhaltung des Völkerrechts angemahnt. Sie kritisierte insbesondere, dass im Bürgerkriegsland Syrien und anderswo systematisch Klinken bombardiert und Ärzte getötet werden.

Bei dem zweitägigen Gipfel in Istanbul geht es darum, die oft unzureichende Versorgung von notleidenden Menschen in Krisengebieten zu verbessern. Mit dem Treffen reagieren die UN auf die weltweit stark gestiegene Zahl von Krisen und Menschen in Not.

Di, 2016-05-24 08:31
Berlin/Potsdam (dpa)

Gewitter führt zu Bränden und Wasserschäden in Berlin

Berlin/Potsdam (dpa) - Ein Gewitter hat in Berlin und Brandenburg die Feuerwehren zwei Stunden lang auf Trab gehalten. In der Hauptstadt rückte die Feuerwehr am späten Montagabend witterungsbedingt zu 38 Einsätzen aus. Gemeldet wurden 13 Brände nach Blitzeinschlägen, wobei jedoch in neun Fällen nur die Alarmanlagen angeschlagen hatten. Die Schäden seien überschaubar, teilten Polizei und Feuerwehr in Berlin und Potsdam am Dienstag mit. Vereinzelt stürzten Bäume um und Keller liefen mit Regenwasser voll. Verletzte wurde nach ersten Angaben der Polizei nicht registriert.

Teilweise fielen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Potsdam 25 Liter Regenwasser pro Quadratmeter und Stunde. Dazu kamen heftige Windböen. In Teilen von Brandenburg stürzten Bäume um und es kam zu Wasserschäden. Der DWD warnte für Dienstag vor weiteren Gewittern mit starkem Regen, Sturmböen und vereinzelt Hagel in der Region.

Di, 2016-05-24 08:40
Schmilka (dpa)

Erdrutsch blockiert Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag

Ein kleiner Erdrutsch, keine Verletzten - aber enorme Auswirkungen auf den internationalen Bahnverkehr: Ein Unwetter hat die Züge zwischen Prag und Dresden gestoppt.

Schmilka (dpa) - Ein Erdrutsch hat den Zugverkehr auf der internationalen Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag lahmgelegt. Ein Güterzug war am Montagabend in die Geröllmassen gefahren, die Lok entgleiste. Seitdem liefen dort Bergungs- und Aufräumarbeiten mit zahlreichen Helfern. Der Fernverkehr auf der Strecke von Budapest, Bratislava und Wien nach Berlin war unterbrochen.

Züge aus Deutschland fuhren nach Angaben der Bahn bis Dresden; auf tschechischer Seite endeten sie aus Prag kommend am Dienstagmorgen in Ústí nad Labem. Dazwischen sollten Busse die Reisenden weiterbringen. Auch auf der Regionalbahnstrecke zwischen Bad Schandau und Schöna verkehrten Busse statt der üblichen Züge. Das Provisorium sollte bis zum Mittag andauern.

«Der Hilfszug ist vor Ort», sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen zu den Arbeiten. Die Lok des Güterzugs sei schon ins Gleis gehoben worden, der Zug sollte abgeschleppt werden. Dann werde untersucht, ob die Strecke wieder freigegeben werden kann oder ob es noch zu beseitigende Schäden an den Gleisen gibt.

Am Montagabend war während eines Unwetters Geröll auf einer Breite von rund 150 Metern auf die Schienen gerutscht. Verletzt wurde niemand. Zur Beseitigung des Gerölls war ein Großaufgebot von Helfern aus der Region im Einsatz. Wie lange die Aufräumarbeiten dauern, war am Morgen noch nicht absehbar.

Di, 2016-05-24 08:31
Moskau/Kiew (dpa) 

Putin fordert Deeskalation in Ostukraine

Moskau/Kiew (dpa) - Angesichts andauernder Kämpfe im Kriegsgebiet Ostukraine hat der russische Präsident Wladimir Putin die Konfliktparteien zur Deeskalation aufgefordert. Putin habe Kanzlerin Angela Merkel sowie den Präsidenten Frankreichs und der Ukraine, François Hollande und Petro Poroschenko, in einem Telefonat unter anderem Vorschläge für Wahlen im Donbass gemacht, teilte der Kreml in der Nacht zum Dienstag mit. Eine Waffenruhe zwischen der Armee und prorussischen Separatisten in der Konfliktregion ist seit Monaten brüchig, der Friedensprozess steckt in einer Sackgasse.

Poroschenko rief Moskau nach Angaben seines Büros in Kiew auf, russische Soldaten aus der Ostukraine abzuziehen. Russland unterstützt die Aufständischen, hat aber nach eigener Darstellung keine regulären Truppen im Donbass im Einsatz.

Di, 2016-05-24 07:32
Singapur (dpa)

Ölpreise geben etwas nach

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 48,14 US-Dollar. Das waren 21 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 18 Cent auf 47,90 Dollar.

Starke Impulse blieben am Ölmarkt zunächst aus. In den vergangenen Tagen sind die Rohölpreise in der Tendenz moderat gefallen. Experten begründen die Entwicklung mit der etwas weniger angespannten Lage in Kanada, wo massive Waldbrände einen erheblichen Teil der Ölproduktion lahmgelegt hatten. Seit Jahresbeginn haben die Weltmarktpreise einen Teil ihrer seit Mitte 2014 erlittenen drastischen Verluste aufholen können.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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