Fr, 2015-03-06 14:55
Paris (dpa)

Entsetzen über Nimrud-Zerstörung durch IS - Unesco: Kriegsverbrechen

Die Terrormiliz Islamischer Staat zerstört alles, was ihrer radikalen Ideologie widerspricht. Erneut zertrümmern die Extremisten im Irak einzigartige altorientalische Kulturgüter. Fachleute sind schockiert.

Paris (dpa) - Die Zerstörung der Jahrtausende alten Stadt Nimrud durch die IS-Terrormiliz im Norden des Iraks hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Unesco-Chefin Irina Bokowa nannte die neue Tat des Islamischen Staates (IS) am Freitag ein «Kriegsverbrechen». Der Direkter des Vorderasiatischen Museum in Berlin, Markus Hilgert, sprach von einer «Katastrophe für das Kulturerbe der Menschheit».

Auch der höchste schiitische Geistliche im  Irak, Großajatollah Ali al-Sistani, verurteilte die Zerstörung. Sie sei ein weiterer Beweis für die Brutalität des IS und seiner Feindschaft zum irakischen Volk, erklärte er in seiner Freitagspredigt in Kerbela.

Der IS hatte am Donnerstag nach Angaben des irakischen Altertumministeriums die Stadt Nimrud mit ihren einmaligen Kulturgütern überrannt. Demnach begannen IS-Anhänger damit, die antike Stätte mit schwerem Gerät zu zerstören. Die irakische Nachrichtenseite Al-Mada zitierte Augenzeugen, der IS habe die Zerstörung etwa seit einer Woche vorbereitet.

Nimrud ist eine bedeutende assyrische Ruinenstätte knapp 40 Kilometer südlich der IS-Hochburg Mossul. Dort stehen Überreste von Palästen und einzigartige Torhüterfiguren, geflügelte Stierkörper mit Menschenköpfen. Die historische Stadt wurde um 1270 v. Chr. gegründet und war zeitweilig die Hauptstadt Assyriens.

Erst Ende Februar hatten die Dschihadisten ein Video veröffentlicht, das die Zerstörung assyrischer Kulturgüter zeigt. So zertrümmerten sie Statuen im Museum Mossul und eine einzigartige assyrische Torhüterfigur, die mehr als 2600 Jahre alt ist. In dem Video erklärt ein IS-Anhänger, die Statuen hätten der Vielgötterei gedient. Die Sunnitenmiliz beruft sich dabei auf eine Interpretation des Islams, die die bildliche Darstellung von Menschen und Gott verbietet.

Die Zerstörung in Nimrud sei «noch eine Steigerung gegenüber dem, was in Mossul geschehen ist», sagte der Altorientalist Hilgert der Deutschen Presse-Agentur. «In Nimrud wird auch der archäologische Kontext zerstört, der viel über die Fundstücke erzählt und ihnen erst ihre Bedeutung gibt.» Die neuesten Taten der Islamisten seien ein Weckruf an die internationale Gemeinschaft, erklärte Hilgert.

Auch Unesco-Chefin Bokowa erklärte, angesichts dieser Taten dürfe niemand schweigen. Dieser neue Angriff rufe in Erinnerung, dass die im Irak wütende kulturelle Säuberung nichts und niemanden ausspare, erklärte sie in Paris. Bokowa forderte die Verantwortlichen in der Region auf, «sich gegen diese neue Barbarei zu erheben».

Nach der ersten Zerstörung altorientalischer Kulturgüter durch den IS Ende Februar hatte sie bereits eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates verlangt und sich an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gewandt.

Fr, 2015-03-06 14:53
Wellington (dpa)

Weiße Kiwi-Jungen in Neuseeland, wiederentdeckte Vogelart in Myanmar (Foto - Handout

In Neuseeland haben Wildhüter zwei sehr seltene weiße Kiwi-Jungen im Nest entdeckt. Und auch in Myanmar erspähten Forscher einen besonderen Vogel: Die Art galt 70 Jahre lang als ausgestorben.

Wellington (dpa) - Zwei extrem seltene weiße Kiwi-Junge verzücken die Ranger in einem Wildpark in Neuseeland. Es sei «wie ein Sechser im Lotto», sagte Helen Tickner, Managerin des Pukaha Mount Bruce-Parks 125 Kilometer nördlich von Wellington, am Freitag. Die beiden flauschigen Jungvögel seien zusammen mit ihren drei älteren Geschwistern vermutlich die einzigen weißen Kiwis der Welt. Ein Wildhüter hatte die Kleinen vergangene Woche in einem Nest entdeckt. Auch aus Myanmar gab es am Freitag überraschende Vogel-Neuigkeiten: Dort tauchte nach mehr als 70 Jahren eine als ausgestorben geltende Art wieder auf.

Wissenschaftler fanden mehrere Exemplare der Jerdontimalie (Chrysomma altirostre altirostre) 150 Kilometer nördlich von Rangun, berichtete die amerikanische Wildlife Conservation Society. Der Grasland-Vogel war in dem südostasiatischen Land zuletzt 1941 gesichtet worden. Er gehört zu den Singvögeln aus der Familie der Sperlingsvögel und ähnelt einem Spatz.

Spatz-braun sind auch die Eltern der beiden weißen Kiwi-Jungen. Sie haben jedoch beide ein Gen für weiße Federn. Es sei Zufall, dass die zwei sich gefunden hätten, sagte Wildpark-Managerin Tickner. Die Wildhüter hätten nicht nachgeholfen, um weiße Küken zu produzieren. Der Kiwi ist das Nationaltier Neuseelands. Die kaum mehr als 40 Zentimeter großen Tiere sind die kleinsten Laufvögel der Welt. Sie können nicht fliegen. Weil die Ureinwohner die Kiwis einst jagten und Siedler Tiere wie Hunde, Katzen und Füchse einschleppten, sind die Vögel in weiten Teilen Neuseelands ausgerottet.

Fr, 2015-03-06 14:48
Addis Abeba (dpa)

Südsudan-Verhandlungen vorerst gescheitert - jetzt drohen Sanktionen

Seit 14 Monaten tobt im Südsudan ein blutiger Konflikt. Fast genauso lange ringen die Spitzenpolitiker des Landes um Lösungen - vergeblich. Jetzt könnten beide Seiten Sanktionen auferlegt bekommen.

Addis Abeba (dpa) - Ungeachtet aller Sanktionsdrohungen der Internationalen Gemeinschaft sind die Friedensverhandlungen zwischen den südsudanesischen Konfliktparteien vorerst gescheitert. Tagelange Gespräche zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hätten zu keinem brauchbaren Ergebnis geführt, teilte der äthiopische Ministerpräsident und Vorsitzende der ostafrikanischen Staatengemeinschaft Igad, Hailemariam Desalegn, am Freitag mit.

«Ich muss leider bekanntgeben, dass bei den Gesprächen kein Durchbruch erzielt wurde», so Desalegn. «Während beide Seiten zu glauben scheinen, dass solche Friedensgespräche für immer andauern können, wisst ihr - das Volk Südsudans - dass der Frieden wiederhergestellt werden muss, und zwar jetzt.»

Der Staatenblock versucht seit Monaten, in dem Konflikt zu vermitteln. Immer wieder gab es Vorwürfe, dass die Delegationen, die während der Gespräche in Luxushotels in Addis Abeba wohnen, keine Eile zeigen, um eine Vereinbarung zu erzielen.

Bereits mehrmals hatten Kiir und Machar Abkommen über Waffenruhen unterzeichnet, die jedoch jedes Mal wieder gebrochen wurden. Auch geht es um die künftige Machtaufteilung sowie die genaue Struktur der geplanten Übergangsregierung und der Armee. «Wir haben unser Bestes getan, um eine Einigung zu erzielen, aber dies war wegen der Position der Regierung nicht möglich», erklärte Machar. «Wir sind aber weiter zu Gesprächen bereit.»

Igad hatte beiden Seiten ein Ultimatum bis zum Ende dieser Woche gesetzt, um eine Lösung für die noch ausstehenden Fragen zu finden. Vor wenigen Tagen hatte der UN-Sicherheitsrat eine Resolution mit möglichen Sanktionen verabschiedet. Kiir und Machar könnten nun mit Reiseverboten und Kontensperrungen belegt werden.

Das erst 2011 unabhängig gewordene Land war Ende 2013 ins Chaos gerutscht, nachdem ein Machtkampf zwischen den beiden Spitzenpolitikern eskaliert war. Die Gewalt ist auch ethnisch motiviert. In dem Konflikt wurden Tausende Menschen getötet, zwei Millionen wurden UN-Schätzungen zufolge vertrieben.

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Fr, 2015-03-06 14:47
München/Düsseldorf (dpa)

Paradoxe Energiewende: Effiziente Gaskraftwerke chancenlos am Markt Von Rolf Schraa, dpa

Klimafreundliche Gaskraftwerke sind durch die Energiewende in die roten Zahlen gerutscht. Das war nicht das Ziel der Reform. Eine der modernsten Anlagen Europas in Irsching soll sogar stillgelegt werden.

München/Düsseldorf (dpa) - Fast noch nagelneue Gaskraftwerke - klimafreundlich und für die Versorgung vor allem in Süddeutschland dringend benötigt - sind seit Jahren am Strommarkt chancenlos. Jetzt soll die wohl modernste Anlage Deutschlands bei Ingolstadt sogar stillgelegt werden. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nennt das einen «Treppenwitz». Die Folgen wären aber ernst.

Wie können 2010 und 2011 ans Netz gegangene Gaskraftwerke - also fast neue Anlagen - bereits nach so kurzer Zeit unrentabel sein?

Als die Anlagen Ende des vergangenen Jahrzehnts geplant wurden, lag der Strompreis deutlich über 50 Euro pro Megawattstunde, 2008 sogar bei 80 Euro. Auf dieser Grundlage waren Gaskraftwerke ein sicheres und gleichzeitig klimafreundliches Geschäft. Die Politik hat bei den Versorgern kräftig geworben, viele neue Gaskraftwerke zu bauen, was auch geschah.

Und dann?

Der für viele Betreiber überraschend starke Zuwachs an subventioniertem Wind-, Sonnen- und Biomassestrom ließ den Preis im Strom-Großhandel einbrechen. Seit 2008 hat er sich mehr als halbiert, Strom für den Folgetag kostet an der Börse aktuell rund 32 Euro pro Megawattstunde. Damit lässt sich kein noch so modernes Gaskraftwerk wirtschaftlich betreiben. Die Anlagen brauchen nach Schätzungen ein Börsenpreisniveau von mindestens 50 bis 55 Euro.

Was sind die Folgen?

Viele der frisch gebauten Anlagen stehen den Großteil der Zeit still und produzieren Verluste, weil die Kapital- und Personalkosten weiterlaufen. Die Versorger reagieren mit vorübergehendem Einmotten oder sogar endgültigem Stilllegen vor allem von Gas- und Kohlekraftwerken. Aktuell liegen bei der Bundesnetzagentur Stilllegungsanzeigen für 48 Kraftwerksblöcke vor. Bis 2018 sind laut der Behörde fast 12 000 Megawatt Kraftwerkskapazität in Deutschland zur endgültigen Stilllegung vorgesehen, so viel wie zehn moderne Atomkraftwerke - davon fast 7000 Megawatt in Süddeutschland.

Was bedeutet das für den Süden?

Die Stromversorgung ist dort sowieso angespannter als im Norden mit seinem Windstrom oder im Westen und Osten, die auf günstigen Braunkohle-Grundlaststrom zurückgreifen können. Daher genehmigt die Bundesnetzagentur als Kontrollbehörde bisher keine Stilllegungen südlich der Main-Linie.

Ist die Versorgung also in Gefahr?

Das Stromnetz ist insgesamt weiterhin sicher - der Aufwand, den die Netztechniker dafür treiben müssen, hat aber enorm zugenommen. Das dürfte sich mit der Stilllegung der Atomkraftwerke im Süden - als nächstes Grafenrheinfeld Ende Mai - noch verstärken. Durch weniger kontinuierlichen Grundlast-Strom und mehr schwankende Produktion von Wind- und Sonnenstrom sind zur Sicherung der Stromnetze immer häufiger kurzfristige Eingriffe von außen nötig, etwa das Hoch- und Runterfahren von Anlagen. Die Zahl stieg laut Bundesnetzagentur von rund 1600 im Jahr 2010 auf 8120 im vergangenen Jahr.

Was kann man tun, um das Netz zu stabilisieren?

Die Industrie fordert lautstark Geld für das Bereithalten von Energie, den sogenannten Kapazitätsmarkt. Dann würden sich konventionelle Kraftwerke wie etwa das in Irsching, die für die Versorgungssicherheit nötig sind, wieder lohnen. Die Politik befürchtet aber eine milliardenschwere Dauersubvention, von der sie nie mehr herunterkommt. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat der Idee schon im vergangenen Sommer eine überraschend klare Absage erteilt - sein Spruch von einem «Hartz IV für Kraftwerke» wurde seitdem oft zitiert.

Und was geschieht jetzt mit dem Kraftwerk Irsching?

Dass es wirklich schließt, glaubt eigentlich kaum jemand. Denn wenn die Betreiber tatsächlich eine Stilllegung beantragen, würde die Netzagentur dies höchstwahrscheinlich ablehnen. Dann würde die Anlage nach der sogenannten Reservekraftwerksverordnung und gegen Ersatz der Kosten weiterlaufen. Gar nicht gebrauchen kann die Debatte aber Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Der CSU-Politiker steht jetzt noch mehr unter Druck, seinen Widerstand gegen den Neubau von Stromtrassen aus dem windreichen Norden nach Bayern aufzugeben.

Fr, 2015-03-06 14:44
Neu-Ulm (dpa)

Polizei ermittelt wegen islamistischer Parolen von Grundschülern

Islamistische Parolen von Kindern im Ethikunterricht schockieren die Lehrer in einer schwäbischen Grundschule. Die Polizei beschäftigt die Frage: Wer hat die Schüler aufgehetzt?

Neu-Ulm (dpa) - In einer Grundschule in Neu-Ulm sind mehrere Schüler mit islamistischen Äußerungen im Unterricht aufgefallen. Die Behörden bestätigten am Freitag einen entsprechenden Bericht der «Augsburger Allgemeinen». Demnach äußerten die Kinder in Ethik-Stunden die Ansicht, dass Christen getötet werden müssten und die Terroropfer des französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo» den Tod verdient hätten.

Etwa zehn Schüler sollen extremistische Äußerungen von sich gegeben haben. Nicht alle muslimischen Kinder seien so aufgefallen, «es sind aber auch zu viele, um von Einzelfällen zu sprechen», zitiert die Zeitung die Rektorin der Grundschule.

Die Polizei versucht nun herauszufinden, woher die strafunmündigen Kinder die Parolen haben. Es werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen unbekannt ermittelt, sagte ein Polizeisprecher.

Die Schule will keine Intoleranz dulden und hat mit mehreren Projekten auf die Vorfälle reagiert. So gibt es auch eine entsprechende Resolution des Elternbeirates. «Das sind Aussagen, die man nicht stehen lassen kann», sagte Ludwig Unger, Pressesprecher des Kultusministeriums in München.

Das schwäbische Neu-Ulm und das benachbarte Ulm galten früher als eine Hochburg des islamischen Extremismus. Im Jahr 2005 wurde das sogenannte Multikulturhaus in Neu-Ulm geschlossen und der entsprechende Verein vom bayerischen Innenministerium verboten. In dem Zentrum soll es zuvor immer wieder Hass-Predigten gegeben haben. Die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg waren an den Aktionen gegen die damalige Islamistenszene in beiden Städten beteiligt.

Fr, 2015-03-06 13:56
Pineto (dpa)

Gasleitung nach Erdrutsch explodiert: Mehrere Verletzte in Italien )

Pineto (dpa) - Bei der Explosion einer Gasleitung sind in Italien mindestens acht Menschen leicht verletzt worden. Nach starken Unwettern brachte am Freitag ein Erdrutsch bei Pineto in den Abruzzen einen Turm zum Einsturz, der auf die Pipeline krachte, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die hoch schlagenden Flammen waren aus großer Entfernung noch zu sehen. Acht Bewohner aus nahen Wohnhäusern mussten laut Ansa in Krankenhäuser gebracht werden. Nach mehreren Stunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.

Auch andere Teile Mittelitaliens hatten am Freitag weiter mit schweren Unwettern zu kämpfen. Die Autobahnen 24 und 25 im Zentrum des Landes mussten wegen starker Schneefälle gesperrt werden. Zahlreiche Schulen blieben geschlossen, durch den heftigen Wind umgestürzte Bäume verursachten vielerorts Behinderungen. Auch die Fährverbindungen zur Insel Capri im Golf von Neapel wurden laut Ansa eingestellt. Besonders betroffen waren die Regionen Toskana, Marken und die Abruzzen, wo es starke Unwetter und heftige Winde gab.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Fr, 2015-03-06 13:52
München (dpa)

Bayern will Gaskraftwerk Irsching am Netz halten

München (dpa) - Die bayerische Regierung will das Gaskraftwerk Irsching trotz der Schließungswünsche seiner Eigentümer weiter betreiben lassen. «Es kann nicht sein, dass Irsching vom Netz geht, während veraltete Kohlekraftwerke weiterlaufen», sagte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am Freitag in München. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) müsse sofort handeln und den wirtschaftlichen Betrieb solcher modernen und umweltfreundlichen Gaskraftwerke wie Irsching ermöglichen. «Das hat erste Priorität. Der Bundeswirtschaftsminister redet zu viel über den Stromtransport und zu wenig über die Stromproduktion», sagte Aigner.

Irsching gilt als das modernste Gaskraftwerk Deutschlands. Der Betrieb ist jedoch unter den derzeitigen Bedingungen unrentabel, weil Gasstrom in der Herstellung vergleichsweise teuer ist und Ökostrom Vorrang bei der Einspeisung ins Stromnetz hat. Die Betreiber hatten bereits 2012 mit der Abschaltung gedroht. 2013 wurde dann ein Sondervertrag für drei Jahre unterzeichnet. Die Kraftwerksbetreiber erklärten sich gegen Zuschüsse in mutmaßlich zweistelliger Millionenhöhe bereit, das Kraftwerk weiter zu betreiben. Dieser Vertrag läuft Ende März 2016 aus. Nun wiederholt sich offensichtlich das politische Spiel um die Zuschüsse. Der Bund könnte über die Reservekraftwerksverordnung auch den Weiterbetrieb anordnen.

Fr, 2015-03-06 13:49
Bagdad (dpa)

Vernichtungswille ohne Grenzen - IS zerstört einzigartiges Kulturerbe Von Jan Kuhlmann, dpa

Der heutige Irak war einst Heimat früher Hochkulturen. Viele Stätten von damals haben überlebt - bis die IS-Terrormiliz kam. Experten sind höchst alarmiert. Doch die Regierung in Bagdad ist hilflos.

Bagdad (dpa) - Die assyrische Stadt Nimrud hat über die Jahrtausende viele stürmische Zeiten erlebt. Einst war die altorientalische Metropole im Norden des heutigen Iraks Zentrum eines Reiches, dessen Macht bis ans Mittelmeer reichte. Prächtige Paläste standen hier, bewacht von Torhüterfiguren aus, Stiere mit Flügeln und Köpfen von Menschen. Fast 3000 Jahre ist das her. Vieles davon hat bis heute überlebt - trotz unzähliger Kriege und Katastrophen. Nun aber könnte dieses einmalige Kulturerbe verschwinden. Und zwar für immer.

Erneut haben Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen. Mit schwerem Gerät, so Iraks Altertumsministerium, hätten sie begonnen, die Ausgrabungsstätte Nimrud zu zerstören. Bilder von diesem «Kriegsverbrechen», wie es die Unesco nennt, sind diesmal zwar zunächst nicht aufgetaucht. Aber es gibt nur wenig Zweifel daran, dass diese Nachricht stimmt.

Der Vernichtungswille des IS schreckt weder vor Menschen noch vor Kulturgütern zurück. Die sunnitischen Extremisten zerstören alles, was ihrer Ideologie widerspricht: schiitische Moscheen genauso wie christliche Kirchen und altorientalische Stätten. Und sie sorgen mit Internetvideos dafür, dass die Welt von ihren Gräueltaten erfährt.

Vor rund einer Woche war etwa ein Film im Netz aufgetaucht, der nicht nur die Fachleute erschreckte. Mit schweren Hämmern zertrümmern die Dschihadisten darin im Museum von Mossul assyrische Statuen - viele von ihnen waren laut Experten echt. Die Statuen hätten der Vielgötterei gedient, doziert ein IS-Anhänger in dem Video. Auch der Prophet Mohammed habe alle Götzenbilder zerstört.

Der Schock über die Tat ist groß. «Sie begehen einen kulturellen Genozid», zitierte eine Bagdader Zeitung den irakischen Autor Riad Abdul Karim. «Zuerst haben sie Menschen zerstört und jetzt zerstören sie das menschliche Erbe.» Und Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museum in Berlin, klagt: «Die Zerstörung von Nimrud ist eine Katastrophe für das Kulturerbe der Menschheit.»

Zehntausende archäologische Stätten gibt es noch immer im Irak. Sie mussten ohnehin viel mitmachen im Lauf der Zeit. Seit dem Ausbruch des blutigen Konflikts mit dem Iran 1980 hat der Irak fast nichts anderes erlebt als Kriege, Krisen und Sanktionen. Die historischen Stätten sind diesem Unheil schutzlos ausgeliefert.

Eine Katastrophe erlebt auch das Nachbarland Syrien. Seit vier Jahren tobt dort ein Bürgerkrieg, der den historische Stätten hart zusetzt. Granaten und Bomben zerstören einzigartige Orte wie die Altstadt der nordsyrischen Stadt Aleppo. Was dem Krieg entgeht, gerät ins Visier von Plünderern, denn die IS-Terrormiliz finanziert sich nicht zuletzt aus dem Schmuggel von Altertümern. Angesichts der Zerstörung warnt Hilgert: «Wenn nichts getan wird, dann ist das einmalige Kulturerbe im Irak und auch in Syrien in zehn oder 15 Jahren verschwunden.»

Doch was tun? Die Regierung in Bagdad ist hilflos. Große Gebiete im Norden und Westen des Landes stehen unter Kontrolle des IS, darunter Stätten wie die Wüstenstadt Hatra, die zum Weltkulturerbe der Unesco zählt. Für Archäologen sind die Gebiete unter IS-Herrschaft unzugänglich, erst recht, wenn sie die Stätten retten wollen.

So reagiert Iraks Regierung mit Symbolik: Nach der ersten Zerstörung historischer Güter in Mossul ließ sie am vergangene Wochenende nach zwölf Jahren das Nationalmuseum in Bagdad wiedereröffnen. Ministerpräsident Haidar al-Abadi schwor, die Verantwortlichen für die Zerstörung würden bestraft - laute Worte, denen er kaum Taten folgen lassen kann. Und selbst wenn die Täter eines Tages geschnappt werden sollten, könnte es für viel Kulturgüter schon zu spät sein.

Fr, 2015-03-06 13:45
Prag (dpa)

Studie untersucht Reaktionen auf «Charlie Hebdo»-Anschlag

Prag (dpa) - Nach dem Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» haben in Deutschland und Frankreich Zeichen für Toleranz und Dialog bei weitem Forderungen nach Konfrontation und Rache überwogen. Das geht aus einer Datenanalyse von Onlinemedien des tschechischen Instituts Semantic Visions hervor. Der Anschlag habe die französische Gesellschaft «eher zusammengeschweißt als gespalten», berichteten die Studienautoren am Freitag.

In Deutschland hätten vor dem Hintergrund der Pegida-Debatte Vorstellungen eines Konflikts mit dem Islam und Rufe nach Rache eine größere Rolle gespielt als im Land des Anschlags selbst. Das sei ein «beunruhigender Trend», sagte Projektleiter Pavel Dyurych in Prag der Deutschen Presse-Agentur.

Ausgewertet wurden den Angaben zufolge Millionen Internetseiten über einen Zeitraum von einem Monat vor und nach dem Pariser Anschlag. Die Beiträge wurden in konsenssuchende und konfliktfördernde eingeteilt. Am 7. Januar hatten Islamisten die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» gestürmt und zwölf Menschen erschossen.

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Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

keine Anzeige des türkischen Tourismus-Ministers

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