Do, 2015-07-02 10:13
Berlin (dpa)

Gabriel: Energie-Paket wird auch aus Steuergeld bezahlt

Berlin (dpa) - Die milliardenschweren Energie-Beschlüsse der Koalitionsspitze werden laut Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zu einem erheblichen Teil auch mit Steuergeld bezahlt. Die für den Bundeshaushalt relevanten Pläne seien mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) besprochen: «Der war dabei. Sonst wäre das Papier nicht viel wert», sagte Gabriel am Donnerstag in Berlin.

Für die Förderung von mehr Energie-Effizienz bei Verbrauchern und Kommunen sollen insgesamt ab 2016 zusätzlich rund 1,16 Milliarden Euro über den Energie- und Klimafonds des Bundes bezahlt werden. «Das ist nur möglich, weil wir eine ausgesprochen gute wirtschaftliche Lage haben», so Gabriel.

Auch will die Koalition die Förderung für umweltfreundliche Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) von heute 0,5 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro aufstocken. Das müssen vor allem private Stromkunden und Mittelstand über eine höhere KWK-Umlage bezahlen. Wie stark das den Strompreis belastet, sei noch offen: «Das kann ich ihnen nicht in 0,0 Cent sagen», erklärte Gabriel. Klar sei, dass die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben sei.

Die Ergebnisse des fünfstündigen Spitzentreffens bewertete der Vizekanzler als einen «historischen Pakt für neuen Wohlstand». Die Einigung der drei Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Gabriel selbst sei die «von vielen ersehnte Blaupause zur Versöhnung von Ökologie und Ökonomie», meinte der SPD-Vorsitzende. 

Do, 2015-07-02 14:24
Berlin (dpa)

Stillstudie: Babys gebildeter Mütter mit Startvorteil

Schon Babys haben unterschiedliche Startvoraussetzungen ins Leben: So spielt das Geschlecht der Kinder und der Bildungsgrad der Mutter eine Rolle. Trotz gemessener Glyphosat-Rückstände empfiehlt der Berufsverband der Frauenärzte das Stillen auf jeden Fall.

Berlin (dpa) - Jedes dritte Baby in Deutschland wird mindestens vier Monate lang voll gestillt - doch von diesem Startvorteil profitieren vor allem Kinder gebildeter Mütter. Das geht aus dem neuen Faktenblatt des Robert Koch-Instituts zum Stillverhalten hervor, das auf Daten der Studie zur Kinder- und Jugendgesundheit KiGGS fußt: Demnach hat etwa die Hälfte der Babys, die vier Monate lang ausschließlich die Brust bekommen, eine Mutter mit höherem Bildungsstand, und nur jedes fünfte eine mit einfacher Bildung.

Insgesamt ist die Stillbereitschaft in Deutschland in den vergangenen Jahren gestiegen. 82 Prozent der Kindern zwischen null und sechs Jahren sind von 2002 bis 2012 als Säuglinge zumindest kurz gestillt worden, im Durchschnitt insgesamt 7,5 Monate lang. In der Vorgängeruntersuchung für die Geburtsjahrgänge 1986 bis 2006 hatte die Stillquote bei 78 Prozent gelegen.

Neben den größeren Unterschieden mit Blick auf Bildung und Stillbereitschaft, zeigen sich kleinere Unterschiede beim Geschlecht der Babys: So werden 36,5 Prozent der kleinen Mädchen mindestens vier Monate lang voll gestillt, aber nur 31,7 Prozent der kleinen Jungs. «Da sich die Stillbereitschaft bereits während der Schwangerschaft entwickelt, sollte die Stillförderung vor der Geburt beginnen und nach der Geburt fortgesetzt werden», so das RKI. Dabei sollten Hebammen, Geburtskliniken und Ärzte Mütter mit geringem Bildungsstand besonders unterstützen.

Die Nationale Stillkommission empfiehlt, Säuglinge mindestens vier Monate lang voll zu stillen, da Muttermilch besonders gut auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt ist und das Risiko für spätere Allergien oder Infektionskrankheiten mindert. Auch angesichts der derzeitigen Diskussion um Glyphosat-Rückstände, bleibe Muttermilch der Favorit zur Ernährung von Säuglingen, betonte der Berufsverband Frauenärzte am Donnerstag. «Die Vorteile des Stillens überwiegen die Nachteile bei weitem», so Verbandspräsident Christian Albring.

Mi, 2015-07-01 17:20
Nürnberg (dpa)

BAMF-Chef will Taschengeld für Westbalkan-Flüchtlinge streichen

Nürnberg (dpa) - Der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, hat sich für Leistungskürzungen bei Asylbewerbern aus sicheren Herkunftsländern ausgesprochen. «Wir müssen Menschen, die vermutlich kein Asyl bekommen, sagen, dass sie vom ersten Tag in Deutschland an kein Taschengeld erhalten. Dann würde der Zustrom schnell abnehmen», sagte Schmidt der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag).

Die 140 Euro Taschengeld, die es in Deutschland während des Asylverfahrens gebe, entsprächen in etwa einem durchschnittlichen Monatsverdienst in Südserbien. Dort liege die Arbeitslosigkeit insgesamt bei 40 Prozent, bei einigen Minderheiten sogar bei knapp 80 Prozent. «Da lohnt selbst für drei Monate die Reise nach Deutschland», sagte Schmidt. Wenn das Taschengeld gestrichen würde, sinke für diese Menschen der Anreiz, nach Deutschland zu kommen.

Schmidt wies darauf hin, dass noch immer sehr viele Asylbewerber aus den Staaten des Westbalkans nach Deutschland kommen. Doch nur 0,1 bis 0,2 Prozent von ihnen erhielten Schutz zugesprochen, alle anderen würden abgelehnt. Schmidt forderte erneut, alle Länder des westlichen Balkans, also auch Albanien, Kosovo und Montenegro, als sichere Herkunftsstaaten einzustufen. Bei Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina habe das zu einem deutlichen Rückgang des Zuzugs geführt.

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

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Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Krautiger Kohlrabi

(Brassica oleracea var. gongylodes)
Ob das deutscheste aller Gemüse wirklich aus Deutschland kommt, liegt – ehrlich gesagt – im Dunkeln. Erfahren Sie mehr über dieses und weitere Geheimnisse aus der Kulturgeschichte des Kohlrabi.

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Es ist ein Irrtum, dass es sich beim deutschesten aller Gemüse um Weißkohl alias Sauerkraut handelt. Zwar hat die vergorene Spezialität den Deutschen in England den Spottnamen Krauts eingetragen, aber fragen Sie mal einen Russen, Ungarn, Japaner, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen oder Briten, was Kohlrabi in seiner Sprache heißt. Die Antwort mag ka, karalábé, koolrabi, kaalrabi, kålrabbi, colrave oder kohlrabi lauten, phonetisch ist das Ergebnis das gleiche: Die Welt spricht Kohlrabi. Krautiger wird’s nimmer.

Ist es Begeisterung über den süßen, leicht nussigen, dezenten Kohlgeschmack, die Menschen zwischen Washington und Tokio veranlasst, die komisch klingende Knolle im Munde zu führen? Mitnichten. Nur das Wort, nicht das Gemüse kommt ihnen über die Lippen. Kohlrabi ist so deutsch, dass vor allem die Deutschen ihn essen. 40.000 Tonnen im Jahr wachsen hier, und weil das noch zu wenig ist, bauen auch die Niederlande, Polen und Frankreich den Kreuzblütler an – für den Export.

Im Gegensatz zu Weiß- oder Blumenkohl, bei denen Blätter oder Blütenstand verzehrt werden, verdickt sich beim Kohlrabi der untere Teil der oberirdischen Sprossachse und liegt grünweiß oder blauviolett auf der Erdkrume. Innen sind alle Kohlrabis hell. Die größte Sorte heißt „Superschmelz“ und kann – ohne holzig zu werden – zur Größe eines Kohlkopfs anwachsen. Und der einzige Speck, der auch Vegetariern schmeckt, dürfte „Blauer Speck“ sein.

In Wirklichkeit enthält Kohlrabi neben viel Wasser, etwas Zucker und Eiweiß nur 0,1 Prozent Fett. In Deutschland wurde die Knolle im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie war ein Star der Barockküche – beispielsweise in Leipzig, wo sie dem Allerlei den letzten Schliff gab. Das Original hat übrigens nichts mit Erbsen-Möhren-Spargel-Dosenmatsch zu tun, sondern ist ein knackiger Genuss, der – serviert mit heller Soße und luftigen Semmelklößchen – auch Blumenkohl, Morcheln und Flusskrebsschwänze vereint.

Ein Festmahl, das noch nicht ganz vergessen war, als Kurt Tucholskys Alter Ego Peter Panter sich 1928 in einem Speiselokal über breiiges Gemüse beschwerte und die Bedienung antwortete: „Da müssen Sie mal zu meiner Mutter kommen, Herr Panter, die kocht Ihnen ein Leipziger Allerlei ...“ – „Liebe gnädige Frau, es ist so nett von Ihnen ... Aber alle Leute können doch nicht bei Ihrer Mama essen!“

Kohlrabi passt gut zu Rahmsoßen, die auch mal mit Safran oder Chili gewürzt sein dürfen. Am besten gart man ihn im Ganzen und schält und teilt ihn hinterher, damit Aroma und Nährstoffe besser erhalten bleiben: Selen, Senföle und viel Vitamin C stärken das Immunsystem. Roh harmoniert Kohlrabi mit Nüssen, Ziegenkäse, Lachs und Äpfeln. Sein Kraut gehört nicht in den Kompost, denn es enthält viele Mineralien, Karotin, B-Vitamine und Eiweiß. Die zarten Herzblätter schmecken gut in Salat und Suppe oder als Hauptgericht: In Südeuropa bereitet man aus ihrem Grün vegetarische Rouladen oder „Spinat“ zu.

Südeuropa?! Ob das vermeintlich deutsche Gemüse auch aus der Region stammt, in der es so gerne verspeist wird, liegt – um ehrlich zu sein – im Dunkeln. Es könnte genausogut ein Nachfahre des pompejanischen Kohls sein, den der Römer Plinius kurz nach der Zeitenwende beschrieb. Grimms Wörterbuch vermerkte im 19.Jahrhundert, der Begriff Kohlrabi sei „merkwürdig durch seine Gestalt, halb deutsch halb italienisch“. Klar ist: Italien spricht nicht kohlrabisch. Der inoffizielle Kulturbotschafter der Krauts heißt dort cavolo rapa, Kohlrübe.

Neu frisch aus dem Gewächshaus gibt's Kohlrabi ab April, frisch vom Feld im Mai.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen


In jeder Ausagebe des Greenpeace Magazins berichten wir über die Kulturgeschichte von Obst und Gemüse. Unsere neue Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 33,50€ im Jahresabo

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Do, 2015-07-02 07:42
Hamburg (dpa)

Prokon - eine der größten Wirtschaftspleiten Deutschlands

Hamburg (dpa) - Mit etwa 100 000 Gläubigern ist die Prokon-Pleite eines der größten Insolvenzverfahren in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Rund 1,4 Milliarden Euro hatten rund 75 000 Geldgeber - vor allem Privatleute - über Genussrechte in der Windenergie-Firma mit Sitz in Itzehoe (Schleswig-Holstein) angelegt. Sie war 1995 von «Öko-Pionier» Carsten Rodbertus gegründet worden, der mit langem Haarzopf und legerer Kleidung ein Alternativ-Image pflegte und bankenunabhängig agieren wollte.

Nachdem die Firma 2014 die Zinsen für das Genusskapital nicht mehr aufbringen konnte und Anleger ihr Geld zurückforderten, musste sie im Mai 2014 in ein Insolvenzverfahren. Der Firmengründer ist raus aus der Firma; offen ist, ob er sich noch wegen Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten muss. Prokon betreibt 54 Windenergieparks mit 318 Anlagen und ist als Stromanbieter tätig. Neben den Anlegern sind Banken, Lieferanten und Stromkunden Gläubiger.

Do, 2015-07-02 11:27
Berlin (dpa)

Seehofer: Sämtliche «Monstertrassen» in Bayern vom Tisch

Berlin (dpa) - CSU-Chef Horst Seehofer hat nach eigener Einschätzung beim Energie-Gipfel im Kanzleramt alle Kernanliegen Bayerns durchgesetzt. Er sei mit den Ergebnissen «rundum zufrieden». Zur Einigung beim umstrittenen Bau neuer Nord-Süd-Stromleitungen sagte Seehofer am Donnerstag in Berlin mit Blick auf sein Bundesland: «Da kann ich sagen, dass sämtliche Monstertrassen vom Tisch sind. Das ist ein Riesenerfolg.» 

Durch den Vorrang von Erdkabeln und die Nutzung bestehender Trassen bei den neuen Stromleitungen würden Mensch und Natur geschont. «Das ist ein Riesenfortschritt, auch was die Akzeptanz in der Bevölkerung angeht», meinte Seehofer. Die politischen Ziele der Parteichefs bei den Netzen seien «keine weiße Salbe», sondern würden der Bundesnetzagentur klare juristische Vorgaben machen. Der Südost-Link ende nicht mehr in Gundremmingen, sondern im Raum Landshut. 

Sehr erfreulich sei, dass das modernste Gaskraftwerk der Welt in Irsching auch nach dem Frühjahr 2016 in Betrieb bleiben werde. Zusätzlich würden ab 2021 zwei neue Reservekraftwerke in Bayern betrieben. Dabei ist je eine Gasturbine mit einer Leistung von 600 Megawatt in Leipheim und in Heimingen geplant.

Im Streit um die Zwischenlagerung von 26 Atommüll-Castoren pocht Seehofer auf neue Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Ihm gehe es nicht um Blockade oder ein Schwarze-Peter-Spiel. Die Bayern wollen Atommüll aus dem Forschungsreaktor Garching im nordrhein-westfälischen Ahaus zwischenlagern. Das löste bei anderen Ländern Proteste aus. Die Bundesregierung will aufbereiteten deutschen Atommüll aus Frankreich und England zurückbringen und auf vier Bundesländer verteilen.

Do, 2015-07-02 07:00
Köln (dpa)

In der Hitze des Ramadan: Wenn Kinder und Jugendliche fasten Von Yuriko Wahl-Immel, dpa

Sollen auch Kinder und Jugendliche im Ramadan fasten? Nicht trinken, selbst wenn die Sonne brennt? Ärzte warnen vor Übelkeit und Kreislaufkollaps. Islamverbände sagen: kein Zwang, nicht übertreiben.

Köln (dpa) - Benedikt wundert sich. Mit seinen Freunden ist er stundenlang durch den Freizeitpark bei Köln geflitzt, alle haben Pommes gefuttert, Süßes - und vor allem viel Eis an dem heißen Tag. Nur einer nicht. «Schon krass, Dogan hat nichts gegessen und noch nicht mal was getrunken. Er fastet. Wir anderen fanden das hart», schildert der 15-Jährige nach dem Ausflug. «Irgendwie habe ich übelsten Respekt davor. Aber wozu das gut sein soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Gesund ist das bestimmt nicht.»

Ginge es nach dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, sollte ganztägiger Verzicht auf Essen und Trinken bei Heranwachsenden tabu sein. «Das Fasten schädigt die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen», sagt Verbandschef Wolfram Hartmann und nennt Folgen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Kreislaufkollaps.

Während der Fastenzeit sollen Muslime von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichten. Da der Ramadan diesmal - vom 18. Juni bis 16. Juli - auf lange Sommertage mit hohen Temperaturen falle, seien die Risiken besonders groß. «Bei Kindern ist der Wasseranteil am Körpergewicht sehr hoch, sie müssen daher regelmäßig über den Tag verteilt ausreichend trinken», sagt Hartmann. Sie könnten Flüssigkeit schlecht speichern.

Der Ramadan sei eine wichtige Zeit, betont Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. «In diesem Monat erfährt der Muslim spirituelle Reinigung.» Das Fasten-Gebot gelte ab der Pubertät. Da aber oft schon Kinder mitfasten wollten, handelten einige Eltern mit ihnen einen Kompromiss aus, etwa ein Verzichten am Wochenende. Wichtig: «Die körperliche Unversehrtheit ist ein religiöses Gebot und steht noch über dem Fasten.»

Die Türkisch-Islamische Union Ditib betont: «Die islamische Lehre, aber auch die Tradition, sieht das Fasten für Kinder nicht vor.» Zekeriya Altug, Abteilungsleiter für Außenbeziehungen, sagt: «Manchmal wollen Kinder aber den Erwachsenen nacheifern und wollen unbedingt mitfasten.» Manche Eltern erlaubten das, allerdings nicht ganztägig. Üblicherweise gebe es mittags etwas zu essen und trinken. Jugendliche könnten das Fasten aber körperlich durchstehen und seien dazu angehalten. Es gelte immer: «Ein Zwang zum Fasten kann und darf nicht von Außenstehenden ausgeübt werden.»

Lamya Kaddor, die im nordrhein-westfälischen Dinslaken islamischen Religionsunterricht gibt, sagt: «Sobald einer meiner Schüler akute Kopfschmerzen hat, über Schwindel klagt oder meint, es nicht mehr zu packen, sage ich: «stopp, sofort aufhören mit dem Fasten». Es sind ja zum Teil auch schon Fünftklässler dabei, also Elfjährige.» Die Gründerin des Liberal-Islamischen Bunds stellt klar: «Der Islam ist keine rigide Religion. Manche Muslime wissen das aber nicht und machen es sich und ihren Kindern zu schwer.» Es gebe klare Ausnahmen. «Wer krank ist oder droht, krank zu werden, soll nicht fasten.»

Islamexpertin Kaddor rät, den Nachwuchs ohne Druck an das Thema heranzuführen. «Man könnte zum Beispiel zwei Stunden am Tag vereinbaren, in denen Kinder altersgemäß das Verzichten üben.» Kaddor schätzt, dass 60 bis 70 Prozent der muslimischen Heranwachsenden in Deutschland mitfasten - auch wegen des Zugehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühls. «Eine deutlich sichtbare Gruppe fastet aber nicht und das ist total in Ordnung. Das liegt im persönlichen Ermessen.» Sie selbst fastet.

Dennoch werde bei Minderjährigen mitunter übertrieben, schildern Ärzte: «Die meisten unserer Kollegen haben bereits negative Erfahrungen gemacht, wenn Kinder und Jugendliche fasten», sagt Jugendmediziner Hartmann. Das Problem beschäftige die Kinderärzte bereits seit vielen Jahren. Er appelliert an Eltern, ihren Kinder schon wegen des Bewegungsdrangs über den Tag zumindest kleine Mengen Essen und Trinken zu geben. Und: «Nutzen Sie den Ramadan, um von Limo, Fruchtsaftgetränken, Eistee und Cola auf gesundes Wasser umzustellen.»

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Mi, 2015-07-01 18:03
Wien (dpa)

Kerry zu Neustart in Kuba: Führungskraft kann Dinge verändern

Wien (dpa) - US-Außenminister John Kerry sieht die Wiedereröffnung der US-Botschaft in Kuba als wichtigen Schritt auf dem Weg zu normalen Beziehungen. Zwar hätten die USA und Kuba weiter große Differenzen bei Themen wie Demokratie und Menschenrechten, sagte Kerry am Mittwoch in Wien. Aber es gebe bereits jetzt große gemeinsame Interessen bei Fragen des Umweltschutzes, der Strafverfolgung oder auch der Migration.

«Dieser Übergang, dieser historische Moment ereignet sich, weil Präsident (Barack) Obama ganz persönlich die fundamentale Entscheidung getroffen hat, eine Politik zu ändern, die nicht funktioniert hat», sagte Kerry. «Ich denke, das ist Führungsstärke.»  

Beide Länder hätten sich entschieden, sich auf die Themen und Möglichkeiten zu konzentrieren, die die Zukunft biete - und nicht in der Vergangenheit zu verharren. Gerade in einer Welt voller Konflikte wie heute sei die Botschaft wichtig: «Dinge können sich ändern, Führungskraft kann gestalten», sagte Kerry ausdrücklich auch mit Blick auf die laufenden Verhandlungen mit dem Iran über dessen Atomprogramm.

Die USA und Kuba wollen ihre Botschaften nach 54 Jahren Eiszeit in der jeweils anderen Hauptstadt am 20. Juli wieder öffnen. 

Do, 2015-07-02 06:00
Berlin (dpa)

Letzte Station: Ladentheke - Handel gegen Elektromüll-Gesetz Von Georg Ismar und Anja Semmelroch, dpa

Elektrogeräte im Hausmüll schaden der Umwelt. Die Bundesregierung will deshalb neue Rücknahmepflichten einführen. Bei den Händlern stößt das auf wenig Gegenliebe. Sie finden die Reform überflüssig.

Berlin (dpa) - Der alte Fernseher steht oft noch nach Jahren im Keller. Und der kaputte Toaster landet kurzerhand im Müll. Damit Verbraucher ihre Elektrogeräte in Zukunft an der richtigen Stelle loswerden, will die Bundesregierung den Handel in die Pflicht nehmen. Der Bundestag berät an diesem Donnerstag über die Reformpläne.

Was genau soll sich ändern?

Wer Elektro- und Elektronikgeräte auf mehr als 400 Quadratmetern verkauft, wird verpflichtet, Altgeräte unter bestimmten Bedingungen kostenlos anzunehmen. Betroffen sind also Märkte wie Saturn oder Media Markt, nicht aber der Laden an der Ecke, der nur in einem Regal ein paar Geräte im Angebot hat. Den alten Kassenbon braucht man dafür nicht. Eine Rolle spielt aber die Größe: Bis zu einer Kantenlänge von 25 Zentimetern muss der Händler jedes Gerät zurücknehmen - darüber nur dann, wenn ein gleichwertiges neues gekauft wird. Handys und Ladegeräte werden Verbraucher also in jedem Fall los.

Und was ist mit dem Online-Handel?

Auch hier gilt die kostenlose Rücknahme-Pflicht - und zwar für alle Händler mit mehr als 400 Quadratmetern Lagerfläche. Bisher berechnet beispielsweise Amazon pauschal 15 Euro, wenn bei der Lieferung einer Waschmaschine oder eines Kühlschranks das alte Gerät gleich mit abgeholt wird. In Zukunft müssen die Händler sicherstellen, dass jeder Verbraucher in zumutbarer Entfernung eine Rücknahmestelle oder Versandmöglichkeit vorfindet. Das Umweltministerium, das die Reform vorbereitet hat, empfiehlt dafür Kooperationen mit dem stationären Handel oder Sozialeinrichtungen wie der Caritas, in deren Werkstätten sich Menschen um das Recycling von Elektrogeräten kümmern.

Was sagt der Handel dazu?

Vor allem die Online-Händler sind wenig begeistert. «Wir sehen das rundweg kritisch», sagt Sebastian Schulz vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel. Er geht nicht davon aus, dass viele Verbraucher den alten Toaster oder das Telefon zur Paketannahmestelle bringen und an einen Händler verschicken. «Trotzdem müssen die Unternehmen unter Einsatz von viel Geld und Personal die Infrastruktur vorhalten.»

Der Handelsverband Deutschland (HDE) findet zwar richtig, dass das Recycling von Elektrogeräten verbessert wird. Der Handel habe aber bereits freiwillig mehr als 9000 Sammelstellen eingerichtet, sagt HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Wozu also das Gesetz? «Wir sind der Auffassung, mehr Kommunikation an die Verbraucher hätte auch dazu beigetragen, die Sammelmengen zu erhöhen.»

Wie viel Elektromüll fällt überhaupt in Deutschland an?

Jährlich schätzungsweise rund 23 Kilogramm pro Kopf. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurden zuletzt knapp 780 000 Tonnen Altgeräte im Jahr gesammelt, davon 723 000 Tonnen aus privaten Haushalten - macht 8,8 Kilogramm pro Einwohner. Denn auch wenn es nicht erlaubt ist: Viele Geräte werden eben im Hausmüll entsorgt. Das schadet nicht nur der Umwelt, es gehen auch wertvolle Metalle wie seltene Erden verloren. Eine neue EU-Richtlinie sieht vor, dass bis zum Jahr 2016 mindestens 45 Prozent des anfallenden Elektromülls erfasst und wenn möglich wiederverwertet werden, bis 2019 soll die Quote auf 65 Prozent steigen. Mit der Reform des Elektrogerätegesetzes setzt die Bundesregierung die Vorgabe in deutsches Recht um.

Wie geht es jetzt weiter?

Passiert die Reform den Bundestag, muss nach der Sommerpause noch der Bundesrat zustimmen. Das Umweltministerium strebt an, dass die Regeln dann zum 1. Oktober in Kraft treten. Gelten sollen sie ab 2016.

Mi, 2015-07-01 18:07
Kairo (dpa)

Medienbericht: Ägyptische Polizei tötet neun Islamisten bei Razzia

Kairo (dpa) - Ägyptische Sicherheitskräfte haben bei einer Razzia in der Nähe Kairos neun Islamisten getötet. «Es gab eine Schießerei mit den gesuchten Terroristen, als die Polizei sie festnehmen wollte», zitierte die staatliche Zeitung «Al-Ahram» einen Sprecher der Sicherheitskräfte. Nach Angaben der privaten Zeitung «Al-Masry Al-Youm» seien zwei der am Mittwoch Getöteten Mitglieder der verbotenen islamistischen Muslimbrüder gewesen.

Terrorangriffe hatten sich in den vergangenen Tagen in Ägypten gehäuft. Am Montag war Generalstaatsanwalt Hischam Barakat bei einem Bombenanschlag in Kairo getötet worden. Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi hatte daraufhin angekündigt, Prozesse künftig beschleunigen zu wollen - dies ist Teil seines Kampfes gegen die Muslimbruderschaft, die die Regierung für eine Reihe von Attentaten verantwortlich macht. Die Bruderschaft bestreit, Gewalttaten zu verüben.

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Drohnen als Förster

Unbemannte Flugkörper sollen pro Jahr weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen

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Jährlich werden auf der Erde rund 26 Milliarden Bäume gefällt. Der ehemalige Nasa-Ingenieur Lauren Fletcher nimmt den Kampf gegen die globale Entwaldung auf. Um den Schwund wettzumachen, entwickelte seine in Oxford ansässige, gemeinnützige Firma Bio Carbon Engineering eine innovative Drohne. Diese scannt auch unzugängliche Gegenden, kartografiert baumlose Regionen und bestimmt die Bodenart. Zusammen mit Ökologen entscheidet das Unternehmen, welche Bäume wo gepflanzt werden. Dann wird der Flugkörper ein zweites Mal losgeschickt. Per Druckluft schießt er kleine Saatgut-Kapseln in den Boden. Die Kapseln sind biologisch abbaubar und schützen das keimende Saatgut in der ersten Zeit. „Der industriellen Waldvernichtung können wir nur mit industrieller Aufforstung begegnen“, ist Fletcher überzeugt. Das Projekt befindet sich in der Entwicklungsphase, erste Tests sind im Laufe des Jahres geplant. Obwohl dem britischen Start-up noch Investoren fehlen, hofft Fletcher, dass die Firma schon bald Regierungen für Aufforstungsprojekte begeistern und jedes Jahr eine Milliarde Bäume pflanzen kann.
biocarbonengineering.com

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Frankreich
Mit einem Ende Mai verabschiedeten Gesetz will die französische Nationalversammlung die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen: Große Supermärkte werden verpflichtet, überschüssige Produkte künftig an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Für Menschen ungeeignete Reste können laut Beschluss des Parlaments auch kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Dabei wandern in Frankreich pro Person und Jahr „nur“
bis zu 30 Kilogramm ungenutzt in den Müll. Hierzulande fallen pro Kopf und Jahr rund 82 Kilo Essensabfälle an.
 

Münster
Seit 1989 dürfen in Münster auf kommunalen Flächen der westfälischen Stadt keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Sprießendes Unkraut wird mit Heißluftwalzen oder Wildkrautbürsten entfernt. Diese Verfahren sind zwar aufwendiger und teurer, aber giftfrei. Dank einer Beratung durch den BUND verzichten inzwischen etliche Kommunen auf Pestizide. Dem Vorreiter Münster folgten zum Beispiel Saarbrücken, Tübingen und Bielefeld.
bund.net/pestizidfrei

Berlin
Heimischen Dünger stellen die Berliner Wasserwerke her, indem sie Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. Der Wasserversorger verkauft das recycelte Düngemittel unter dem Namen „Berliner Pflanze“ an Landwirte. Das Verfahren haben sich die Ingenieure patentieren lassen. Es dürfte weltweit auf Nachfrage stoßen, denn die globalen Phosphatvorräte gehen zur Neige.
bwb.de/berlinerpflanze
 

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

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Do, 2015-07-02 01:00
Berlin (dpa)

Koalitionseinigung zu Stromnetzen und Kohle-Kraftwerken

Berlin (dpa) - Die Koalitionsspitzen haben sich auf die Stilllegung von Braunkohlekraftwerken für die Erreichung der Klimaschutzziele bis 2020 verständigt. Auch erzielten die Parteichefs von CDU, CSU und SPD in der Nacht zu Donnerstag eine Lösung beim umstrittenen Ausbau der Stromnetze, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.

Do, 2015-07-02 12:52
Berlin (dpa)

Genussschein

Berlin (dpa) - Die auch von Prokon ausgegebenen Genussscheine sind Wertpapiere, die eine Sonderstellung zwischen Aktien und Anleihen haben. Unternehmen kommen an Kapital, der Käufer der Genussrechte erhält im Gegenzug regelmäßige Zinszahlungen. Im Unterschied zu Anleihen können diese Zahlungen aber auch gestrichen oder verschoben werden, wenn kein Gewinn anfällt. Im Gegensatz zum Aktienbesitzer hat der Inhaber von Genussscheinen kein Mitspracherecht bei der Firma. Geht sie pleite und wird sie abgewickelt, werden Genussscheine erst nach den anderen Forderungen bedient. Es besteht also die Gefahr des Totalverlusts. Genussscheine sind risikoreicher als andere Wertpapiere, die Zinssätze deshalb gemeinhin höher.

Do, 2015-07-02 10:42
Berlin (dpa)

Umwelthilfe: Rücknahmepflicht für Elektromüll unter EU-Standard

Berlin (dpa) - Mit den geplanten Regeln zur Elektromüll-Rückgabe hinkt Deutschland aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe anderen EU-Ländern deutlich hinterher. Dort könnten die Verbraucher ihre ausrangierten Geräte problemlos beim Händler entsorgen. Was die Bundesregierung plane, sei hingegen «nicht praktikabel», sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Der Bundestag stimmt darüber am Abend ab.

Der Gesetzentwurf verpflichtet die Händler, kleinere Geräte kostenlos und größere beim Kauf eines gleichwertigen neuen Geräts zurückzunehmen - allerdings nur, wenn sich deren Elektro-Sortiment über mehr als 400 Quadratmeter erstreckt. Resch nannte es absurd, «dass der Verbraucher mit einem Maßband ins Geschäft gehen muss, erstmal messen muss, ob dort die Elektrogeräte zusammen eine Verkaufsfläche von über 400 Quadratmeter haben - und dann kann er sich überlegen, dort sein altes Elektrogerät zurückzubringen».

Do, 2015-07-02 11:13
Monrovia (dpa)

Zwei neue Ebola-Fälle in Liberia: Rückschlag im Kampf gegen Seuche

Monrovia (dpa) - Wenige Tage nach Bekanntwerden eines neuen Ebola-Falls in Liberia sind in dem westafrikanischen Land zwei weitere Menschen an dem Virus erkrankt. Die Patienten seien Angehörige eines 17-Jährigen, der Ende Juni an der Seuche gestorben war, berichtete die Zeitung «Liberian Observer» am Donnerstag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden. Die Infektion war erst nach seinem Tod festgestellt worden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Liberia erst Anfang Mai für Ebola-frei erklärt. Die neuen Fälle gelten als Rückschlag im Kampf gegen die Epidemie. Sofern aber keine weiteren Fälle auftauchten, dauere es jetzt wieder 42 Tage, bis das Land für Ebola-frei erklärt werden könne, so die WHO.

Nach jüngsten Zahlen der WHO sind in Sierra Leone, Guinea und Liberia seit Ausbruch der Seuche etwa 27 400 Menschen erkrankt und mehr als 11 200 daran gestorben.

Do, 2015-07-02 10:25
Berlin (dpa)

Maizière verteidigt teilweise Verschärfung des Asylrechts

Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die geplante teilweise Verschärfung des Asylrechts verteidigt. «Das Bleiberechtsgesetz, das wir heute verabschieden, hat zwei Botschaften: eine einladende und eine abweisende», sagte de Maizière am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». «Die einladende ist, dass Zehntausende von Geduldeten, die hier leben, die integriert sind, die Deutsch können, jetzt eine sichere Bleibeperspektive bekommen.» Die abweisende Botschaft sei, dass der Aufenthalt derjenigen ohne Aufenthaltsstatus auch effektiv beendet werden könne.

Betroffen seien vor allem die Personen, die ihre Identität verschleierten. «Wer hier Schutz beantragt, da ist es nicht zu viel verlangt, von demjenigen zu verlangen, dass er seinen Namen sagt und wo er herkommt. Da können wir in Zukunft Handys auslesen, um festzustellen, woher er kommt.» Eine Ausweisungsverfügung könne gegebenenfalls auch mit Abschiebehaft durchgesetzt werden, wofür es jetzt klare Haftgründe gebe. «Das ist ein rechtsstaatlicher Fortschritt», sagte de Maizière.

Mi, 2015-07-01 18:00
Jaunde (dpa)

Kamerun lässt 84 Kinder nach sechs Monaten Gefangenschaft frei

Jaunde (dpa) - Die Behörden in Kamerun haben 84 Kinder nach über sechs Monaten Gefangenschaft wieder in die Freiheit entlassen. Mindestens 41 von ihnen seien bereits mit ihren Familien vereint worden, sagte der regionale Gouverneur Mijiyawa Bakary am Mittwoch. Die Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren waren Ende Dezember festgenommen worden, nachdem das Militär des zentralafrikanischen Landes mehrere Koranschulen im Norden an der Grenze zu Nigeria gestürmt hatte.

Die Armee ist überzeugt, dass die Schulen von der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram als Rekrutierungs- und Ausbildungsstätten genutzt werden. Menschenrechtler werfen dem Militär vor, in seinem Anti-Terror-Kampf schwere Menschenrechtsverletzungen zu begehen.

Die Organisation Amnesty International hatte sich intensiv um die Freilassung der Kinder bemüht. «Die Regierung hat immer gesagt, dass der Respekt für die Menschenrechte im Mittelpunkt ihrer Bemühungen steht, die Zivilbevölkerung vor der Boko Haram zu beschützen», sagte der Amnesty-Vizedirektor für Zentral- und Westafrika, Steve Cockburn. «Wir hoffen, dass die Freilassung der Kinder ein erster von vielen konkreten Schritten in diese Richtung ist.»

Kamerun unterstützt das Nachbarland Nigeria im Kampf gegen die Boko Haram. Die Islamistengruppe will im Norden Nigerias einen Gottesstaat aufbauen und verübt immer wieder schwere Angriffe und Anschläge.

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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