Mi, 2015-04-01 08:42
Kiew (dpa)

Poroschenko und Merkel für baldiges Ukraine-Vierer-Treffen

Kiew (dpa) - Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko und Kanzlerin Angela Merkel haben sich bei einem Telefonat für ein neues Vierer-Treffen zur Lösung des Konflikts im Donbass ausgesprochen. Das teilte die Präsidialverwaltung in Kiew am Mittwoch mit. Demnach sollten in den nächsten Tagen die Außenminister der Ukraine, Deutschlands, Frankreichs und Russlands über die Umsetzung des Minsker Friedensplanes beraten. Ein Termin wurde nicht genannt.

«Die von Russland unterstützten Kämpfer müssen die Feuerpause einhalten und alle Punkte der Minsker Vereinbarungen erfüllen, einschließlich der Freilassung der Geiseln», hieß es in der Mitteilung der Präsidialverwaltung. Die weiteren Schritte für die Umsetzung des Minsker Abkommens von Mitte Februar sollten an diesem Mittwoch bei Gesprächen der Ukraine-Kontaktgruppe erörtert werden.

Poroschenko begrüßte die Ratifizierung des EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine durch den Deutschen Bundestag. Er dankte Merkel zudem für die medizinische Hilfe bei der Versorgung verletzter ukrainischer Soldaten. Deutschland hatte der Ex-Sowjetrepublik medizinische Ausrüstungsgegenstände übergeben. Immer wieder wurden auch Soldaten zur Behandlung in deutsche Krankenhäuser gebracht.

Mi, 2015-04-01 08:40
Manila (dpa)

Starker Taifun bedroht Philippinen zum Osterwochenende

Werden die Philippinen schon wieder von einem schweren Sturm getroffen? «Maysak» wirbelt bereits über dem Meer. Ostern könnte er auf Land treffen.

Manila (dpa) - Ein starker Taifun tobt im Pazifik und bedroht die Philippinen. Das Unwetter könnte den Inselstaat am Osterwochenende erreichen, wie die Wetterbehörde am Mittwoch mitteilte. Taifun «Maysak» wirbelte bereits mit Spitzengeschwindigkeiten von 250 Kilometern in der Stunde. Taifun «Haiyan», der im November 2013 wahrscheinlich mehr als 7000 Menschenleben auf den Philippinen forderte, war mit Spitzenböen von mehr als 300 Kilometern in der Stunde an Land gekommen.

Die Nordostküste müsse sich auf schwere See und heftigen Regen vorbereiten, warnte die Behörde. Der Taifun wirbelte am Mittwoch mehr als 100 Kilometer vor der Küste von Guiuan in den Zentralphilippinen. Er sollte am Wochenende die nördlichen Inseln erreichen.

Erschwert wurden die Vorbereitungen, weil Ostern in dem katholischen Land die wichtigste Reisesaison ist. Millionen Menschen verbringen das Fest bei ihren Familien auf dem Land.

Die Philippinen erleben jedes Jahr Taifune. Das letzte große Unwetter war Taifun «Hagupit», der Anfang Dezember 2014 dasselbe Gebiet in den Zentralphilippinen heimsuchte, das durch «Haiyan» zerstört worden war. Dank guter Vorbereitung kamen aber weniger als zwei Dutzend Menschen ums Leben. Zuletzt wirbelte Taifun «Pam» im März im Südpazifik und verwüstete den Inselstaat Vanuatu schwer.

Mi, 2015-04-01 08:28
Lausanne (dpa)

Atomverhandlungen mit dem Iran in Lausanne fortgesetzt

Lausanne (dpa) - Die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm sind am Mittwochmorgen in Lausanne fortgesetzt worden. Vertreter der fünf UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschlands, der EU und des Irans kamen erneut zusammen, um ein Rahmenabkommen in dem zwölf Jahre währenden Konflikt zu erreichen. Die Beteiligten hofften, im Laufe des Tages zu einer Einigung zu kommen. In der Nacht informierte US-Außenminister John Kerry Präsident Barack Obama in einer Videokonferenz über den Stand der Verhandlungen. Der Iran soll nach Willen des Westens ein ziviles Atomprogramm betreiben, aber keine Atomwaffen erlangen dürfen. Teheran fordert eine Aufhebung von Sanktionen.

Mi, 2015-04-01 08:05
Brüssel (dpa)

EU-Außenbeauftragte gratuliert Buhari zu Wahlsieg in Nigeria

Brüssel (dpa) - Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat Muhammadu Buhari zum Sieg bei den Präsidentschaftswahlen in Nigeria gratuliert. Dem scheidenden Präsidenten Goodluck Jonathan danke sie für die Festigung der Demokratie in dem westafrikanischen Land, teilte Mogherini in der Nacht zum Mittwoch in Brüssel mit. Mogherini lobte die Wahlen vom Wochenende als «friedlich, transparent und glaubwürdig». Wer das Ergebnis anfechten wolle, solle sich an die vorgesehenen Verfahren halten. Die EU-Wahlbeobachtermission werde zur Beobachtung der Gouverneurswahlen am 11. April im Land bleiben.

Mi, 2015-04-01 07:55
Durham (dpa)

Balzgesänge: Mäuse werben wie Singvögel um Weibchen

ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR DER SPERRFRIST, 1. April 15.00 Uhr VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER STUDIEN EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN.

Männliche Mäuse singen ähnlich wie Vögel, um um Weibchen zu werben. Dabei benutzen sie erstaunlich komplexe Muster. US-Forscher haben diese Gesänge nun entschlüsselt.

Durham (dpa) - Männliche Mäuse benutzen unterschiedliche und erstaunlich komplexe Gesänge, um Weibchen zu bezirzen. Die Fähigkeit der Nager ähnelt dabei der von Singvögeln, auch wenn sie nicht so ausgefeilt ist. Das berichten US-Forscher der Duke University in Durham (US-Staat North Carolina) im Fachblatt «Frontiers of Behavioral Neuroscience». Die Pressestelle der Universität bestätigte auf Anfrage, dass es sich nicht um einen Aprilscherz handelt.

Dass Mäuse (Mus musculus) singen, ist bereits seit Jahrzehnten bekannt. Allerdings sind die Ultraschalltöne für Menschen nicht hörbar. Bereits Jungtiere quietschen nicht nur, sondern rufen singend nach ihrer Mutter. Je älter die Mäuse werden, umso komplexer werden auch ihre «Lieder», die sie etwa einsetzen, um ihr Territorium zu markieren oder zu balzen. Unklar war bislang, mit welchen Gesängen die Tiere auf welche Situationen reagieren.

Das Team um die Neurobiologen Jonathan Chabout und Erich Jarvis fand nun heraus, dass Männchen besonders laut und komplex singen, wenn sie frischen Urin eines Weibchens riechen, dieses selbst aber nicht sehen. In einem zur Studie veröffentlichten Video ist dieser Gesang, der mit speziellen Mikrofonen aufgenommen wurde, als schnelle Abfolge fiepender Töne hörbar, die sequenzartig den Rhythmus verändern.

Ist das Weibchen dagegen sichtbar, werden die Gesänge der Männchen länger und einfacher. «Wir glauben, dass die komplexeren Gesänge wie Locklieder sind. Sieht das Männchen das Weibchen hingegen, wechselt es zu einfacheren Liedern, um Energie zu sparen und sie so gleichzeitig jagen und umwerben zu können», wird Jarvis in einer Mitteilung seiner Universität zitiert.

Erstaunlich fanden die Wissenschaftler zudem, wie sehr sich die Gesänge - eine vermutlich angeborene Fähigkeit - in verschiedenen sozialen Kontexten verändern. Dies hängt etwa davon ab, ob die Mäuse mit betäubten Männchen, betäubten Weibchen, wachen weiblichen Tieren oder eben dem Urin von Artgenossen beiderlei Geschlechts konfrontiert wurden. «Es ist klar, dass die Fähigkeit von Mäusen zu singen, wesentlich beschränkter ist als die von Vögeln oder Menschen, und doch sind die von uns beobachteten Unterschiede in der Komplexität des Gesangs bemerkenswert», sagt Jarvis.

Die Forscher untersuchten auch, wie die Weibchen auf die gesungene Werbung reagierten: Diese fühlten sich von komplexeren Liedern stärker angezogen als von einfachen Gesängen. Auch bei Vögeln sind jene Männchen am erfolgreichsten, die am komplexesten singen.

Die ähnliche Beobachtung der aktuellen Studie lasse den Schluss zu, dass die verschiedenen Lieder bei Mäusen eine Bedeutung haben, meint Jonathan Chabout. Die Wissenschaftler wollen nun herausfinden, welche Rolle verschiedene Gene und bestimmte Areale des Hirns für die Gesänge spielen. Unklar bleibt allerdings, ob die Mäuse lernen, ihre Gesänge zu verändern oder nur unter verschiedenen festen Mustern wählen.

Die Forscher der Duke Universität luden die aufgenommenen Gesänge auch auf «MouseTube» hoch, einer digitalen Datenbank des Pariser Pasteur-Instituts. Zudem entwickelten sie ein Computer-gestütztes Analyseraster, um die aufgenommenen Gesänge zu kategorisieren.

Schon 2012 waren Biologen der Veterinärmedizinischen Universität Wien den Balzgesängen von Mäusen auf die Spur gekommen. Dabei hatten sie entdeckt, dass weibliche Mäuse in der Lage sind, den Gesang von Geschwistern von denen nicht verwandter Artgenossen zu unterscheiden. Vermutlich vermeiden Mäuse so Inzucht.

Mi, 2015-04-01 07:44
Manila (dpa)

Starker Taifun bedroht Philippinen zum Osterwochenende

Manila (dpa) - Ein starker Taifun tobt im Pazifik und bedroht die Philippinen. Das Unwetter könnte den Inselstaat am Osterwochenende erreichen, wie die Wetterbehörde am Mittwoch mitteilte. Taifun «Maysak» wirbelte bereits mit Spitzengeschwindigkeiten von 250 Kilometern in der Stunde. Taifun «Haiyan», der im November 2013 wahrscheinlich mehr als 7000 Menschenleben auf den Philippinen forderte, war mit Spitzenböen von mehr als 300 Kilometern in der Stunde an Land gekommen.

Bei uns geht's um die Welt.
Kommen Sie doch mit!

6 Ausgaben
im Jahr für nur 33,50 Euro

- 20 %

PRODUKT
der Woche
Mi, 2015-04-01 07:43
Berlin (dpa)

Nach «Niklas»: Bahnkunden müssen weiter mit Behinderungen rechnen )

Berlin (dpa) - Wegen des Sturmtiefs «Niklas» müssen sich Bahnreisende in Deutschland auch am Mittwoch vielerorts auf Behinderungen einstellen. Die meisten Strecken seien zwar frei, sagte Bahnsprecher Achim Stauß im ZDF-«Morgenmagazin». «Aber wie immer in solchen Fällen muss das Personal neu disponiert werden. Viele Fahrzeuge, viele Lokomotiven sind nicht da, wo sie hingehören.» Ausfälle werde es sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr geben. An Ostern sollen die Züge wieder planmäßig fahren: «Da müssten dann die Umlaufpläne wieder so stimmen, dass die Züge überall da sind, wo sie auch hingehören.»

Laut Bahn sind die Strecken zwischen Bremen und Hannover sowie zwischen München, Rosenheim und Salzburg noch gesperrt. Die Höhe des entstandenen Schadens für die Bahn ist noch unklar: «Es gab bundesweit Schäden. Ich kann noch keine Summen nennen», sagte Stauß.

«Niklas» war einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre. Mit Böen von bis zu 192 Stundenkilometern entwurzelte er Bäume, beschädigte Autos, Häuser und Stromleitungen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen während des Sturms mindestens neun Menschen ums Leben.

Mi, 2015-04-01 07:30
Longmont/New York(dpa)

Amerika baut ab: Ölpreissturz trifft Förderindustrie ins Mark Von Hannes Breustedt, dpa

Die US-Energieunternehmen zollen dem Ölpreis-Absturz immer stärker Tribut. Der Abbau von Arbeitsplätzen, Investitionen und Ausrüstung ist die Folge. Eine Trendwende scheint vorerst nicht in Sicht.

Longmont/New York(dpa) - Riesige Tanklaster, Bulldozer und Schaufelbagger soweit das Auge reicht: Das schwere Gerät gehört eigentlich nicht auf den Hof eines Auktionshauses, sondern auf amerikanische Ölfelder. Doch die Industrie leidet immer heftiger unter dem massiven Ölpreisverfall. Das bedeutet Abbau - von Jobs, Investitionen und Ausrüstung.

Der Notverkauf von Förder-Equipment zieht Schnäppchenjäger an. So zum Beispiel Shawn Kluver, der extra von North Dakota nach Longmont (Colorado) geflogen ist. Die Firma Ritchie Brothers versteigert dort diverse Ausrüstungsgüter, die wegen der gesunkenen Ölpreise auf den Markt kommen. «Alle sagen wir seien verrückt, aber wir hoffen, vom Abschwung zu profitieren», sagte Kluver der Zeitung «USA Today».

Für 142 000 Dollar hat er zwei hydraulische Spezial-Trucks erstanden, die bei der Säuberung von Ölbohranlagen eingesetzt werden. Der Neupreis für eines der Fahrzeuge liegt bei etwa einer halben Million Dollar. Doch die Förderindustrie musste in den vergangenen Monaten massive Abstriche machen, deshalb wechselt das Gerät nun zu Schleuderpreisen den Besitzer.

Die Zahl der US-Bohranlagen ist laut einer Statistik der Ölservicefirma Baker Hughes seit Mitte Oktober um fast 50 Prozent auf zuletzt 813 gesunken. Weil sich der Ölpreis seit Sommer mehr als halbiert hat, rechnet sich die Produktion für viele Firmen nicht mehr. Die US-Industrie ist an dem Preisverfall allerdings selbst alles andere als unschuldig.

Durch Fracking, eine ökologisch umstrittene Fördertechnik, bei der tief lagerndes Schieferöl mit Chemikalien gelöst wird, hatte Amerika die Produktion in den Vorjahren kräftig ausgeweitet. Weil auch andere große Ölstaaten wie Saudi-Arabien ihr Angebot nicht drosseln, schwimmt die Weltwirtschaft in billigem Öl, für das es keine ausreichende Nachfrage gibt - deshalb fallen die Preise.

Fast alle Unternehmen der Branche trifft das ins Mark, wie sich bereits an den letzten Quartalsergebnissen ablesen ließ. Branchenriesen wie Exxon, Chevron oder Shell mussten erhebliche Abstriche beim Gewinn machen. Die größten Dienstleister der Ölindustrie wie die vor der Fusion stehenden Konzerne Halliburton und Baker Hughes oder Schlumberger haben den Abbau tausender Jobs angekündigt.

Einen raschen Anstieg der Ölpreise erwarten die meisten Analysten nicht. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat angesichts der anhaltend hohen Ölproduktion in den USA erst kürzlich vor weiter fallenden Ölpreisen gewarnt. Zuletzt erreichten die US-Reserven an Rohöl laut Daten des Energieministeriums ein Rekordhoch von 466,7 Millionen Fässern.

Viele Experten rechnen mit einer anhaltenden Flaute am Ölmarkt. Zu einem wirklich dramatischen Ausverkauf von Ausrüstungsgütern sei es bislang noch gar nicht gekommen, sagte ein Sprecher vom Auktionshaus Ritchie Brothers. Schnäppchenjäger Kluver ist trotzdem glücklich mit seinen ersteigerten Trucks. Früher oder später klopfe die Ölindustrie schon wieder an. «Sie kommt zurück.»

Mi, 2015-04-01 07:29
Singapur (dpa)

Ölpreise sinken

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 55,10 US-Dollar und damit zwei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um fünf Cent auf 47,55 Dollar.

Im Fokus der Teilnehmer am Ölmarkt stehen weiterhin die Verhandlungen um das iranische Atomprogramm. Am Dienstag verstrich zwar zunächst die Frist für eine Einigung, bei den Verhandlungen wurden jedoch wichtige Fortschritte gemacht, so dass die Gespräche in Lausanne am Mittwoch fortgesetzt werden sollen. Ein Ende der westlichen Sanktionen gegen den Iran würde das globale Überangebot auf dem Ölmarkt noch einmal verschärfen.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

weiterlesen

Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

weiterlesen

England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

Außerdem Interessant

Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

weiterlesen

Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

Außerdem Interessant

Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

1 2 3
Mi, 2015-04-01 07:19
Moskau (dpa)

Lawrow sieht Einigung in «Schlüsselfragen» bei Atomstreit mit Iran )

Moskau (dpa) - Die Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran haben nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow zu einer Einigung in «allen Schlüsselfragen» geführt. Die grundsätzlichen Vereinbarungen zur Lösung des Konflikts sollten in den nächsten Stunden oder im Laufe des Tages schriftlich festgehalten werden, sagte Lawrow dem russischen Staatsfernsehen am Mittwoch.

«Bis Ende Juni sollen Experten die Einzelheiten ausarbeiten. Der Teufel liegt - wie bekannt - im Detail», sagte der Minister. Die Verhandlungen in Lausanne waren in der Nacht unterbrochen worden und sollen an diesem Mittwoch fortgesetzt werden.

Nach Darstellung von Lawrow beinhaltet die Einigung die seit Jahren von Russland vertretene Position, wonach der Iran Anspruch auf eine zivile Nutzung der Atomenergie hat. Dazu gehöre auch die Urananreicherung, eine «verlässliche Kontrolle» des Programms durch Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sowie eine Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran, sagte der Minister.

Mi, 2015-04-01 06:38
Berlin (dpa)

Mindestens neun Tote während des Sturms «Niklas» - Bahnverkehr stockt

Sturmtief «Niklas» hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Mindestens neun Menschen sterben durch den Sturm und bei wetterbedingten Unfällen. Der Bahnverkehr rollt zwar wieder an. Viele Pendler werden aber wieder Geduld brauchen.

Berlin (dpa) - Während des Sturmtiefs «Niklas» sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Zwar flaute der Sturm in der Nacht langsam ab - Bahnreisende müssen sich am Mittwoch aber auf weitere Behinderungen einstellen. «Denn unser Personal ist noch nicht überall an den Bahnhöfen, wo es planmäßig sein sollte», sagte eine Bahnsprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

«Niklas» war einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre. Mit Böen von bis zu 192 Stundenkilometern entwurzelte er am Dienstag vielerorts Bäume, er beschädigte Autos, Häuser und Stromleitungen.

In Bayern und Rheinland-Pfalz wurden eine Frau und zwei Männer erschlagen, als Bäume auf ihre Autos stürzten. In Sachsen-Anhalt tötete eine umgewehte Mauer einen Mann. Auch in Österreich und der Schweiz gab es zwei Unwettertote. Außerdem gab es mindestens drei Tote bei wetterbedingten Unfällen: Im baden-württembergischen Ostalbkreis starben zwei Männer auf einer schneebedeckten Straße. In Bayern wurde ein Mann bei starkem Hagel auf der Autobahn 95 getötet.

Vielerorts gab es Verletzte: In Weimar kippte ein Baum auf eine Mutter und ihre zwei Töchter, die auf einem Gehweg liefen. Eines der Mädchen im Alter von neun Jahren wurde dabei am Dienstag schwer verletzt.

Der Sturm brachte auch den Straßen-, Schiffs- und Flugverkehr durcheinander. Bundesweit waren Polizisten und Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Auf Straßen und Autobahnen blockierten umgekippte Lastwagen und Anhänger den Verkehr. Am Flughafen in Frankfurt am Main fielen mehr als 180 Starts und Landungen aus. Angesichts der Wetterlage müsse auch für Mittwoch mit Einschränkungen im Flugbetrieb gerechnet werden, sagte ein Sprecher. In Hamburg waren 63 Flüge betroffen.

Ein für das Hamburger Elbegebiet erwartete Hochwasser fiel in der Nacht niedriger aus als befürchtet. Das Wasser am Fischmarkt in St. Pauli schwappte bis zum frühen Mittwochmorgen nicht wie erwartet über die Kaikante. Zuletzt hatten im Januar die Sturmtiefs «Elon» und «Felix» für mehrere Sturmfluten an der Nordseeküste und im Elbegebiet gesorgt.

Für gestrandete Fahrgäste hatte die Bahn in mehreren Städten Übernachtungszüge bereitgestellt. In der Nacht seien aber viele Oberleitungen repariert worden, erklärte die Bahn. Gesperrt seien vor allem noch die Strecken zwischen Bremen und Hannover sowie zwischen München, Rosenheim und Salzburg. Für diese Verbindungen habe die Bahn auch noch keine Prognose, wann sie wieder befahrbar seien.

Im schwer von «Niklas» getroffenen Nordrhein-Westfalen sagte eine Bahn-Sprecherin am Morgen: «Alle Hauptstrecken sind wieder befahrbar.» Einzelne Verbindungen fielen aber noch aus oder seien verspätet. Nicht alle Züge stünden am richtigen Einsatzort.

Das Orkantief hatte von Westdeutschland aus im Laufe des Dienstags auf den Osten der Republik übergegriffen. Auf der Schiene ging vielerorts nichts mehr. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-vorpommern, Brandenburg und Berlin ruhte der Regionalverkehr teilweise seit dem Vormittag ganz. In Deutschlands größtem Bundesland Bayern wurde der Fernverkehr am Nachmittag komplett eingestellt. Anderswo rollte der Verkehr stark gedrosselt.

«Der Orkan Niklas hat die Bahn mit voller Wucht getroffen», sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß. «Wichtig ist, dass wir zum Osterreiseverkehr ab Donnerstag wieder alles in Schuss haben.»

Doch die Bahn ist mit schweren Sturmfolgen konfrontiert: «Die Sturmschäden vor allem an den Oberleitungen sind so großflächig und erheblich, dass es noch mehrere Tage dauern kann, bis wieder alle Linien bedient werden können», teilte die Bahn am späten Dienstagabend mit.

Mi, 2015-04-01 06:00
München (dpa)

Keine Preissprünge an der Tankstelle zu Ostern (Foto - Illustration

Es war fast ein Ritual: Vor den großen Ferien oder wichtigen Feiertagen wurde der Sprit teurer. Autofahrer und die Politik witterten Abzocke. Doch seit Jahren gibt es das große Plus nicht mehr - was nicht heißt, dass es keine Preiserhöhungen mehr gibt.

München (dpa) - Autofahrer müssen sich wie in den vergangenen Jahren vor den Osterfeiertagen nicht mehr auf einen großen Preissprung an den Tankstellen gefasst machen. Zwar klettern die Preise für Benzin und Diesel seit einigen Wochen nach den Tiefstständen im Januar wieder nach oben, doch zumindest im bundesweiten Durchschnitt in einem überschaubaren Ausmaß. Das liegt vor allem daran, dass der Ölpreis nicht mehr ganz so niedrig liegt wie im Januar. Vor allem aber macht der schwache Euro den auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelten Sprit teurer. Mit Ostern hat das nur wenig zu tun.

Der Durchschnittspreis für den Liter Super E10 liegt derzeit um 1,39 Euro je Liter, der für Diesel bei 1,20 Euro. Dabei schwanken die Preise je nach Uhrzeit und Region allerdings deutlich. Seit 2011 aber gibt es die lange fast traditionellen Preissprünge vor wichtigen Feiertagen oder dem Ferienbeginn nicht mehr, sagte ein ADAC-Sprecher. Lange Zeit waren die beinahe ein Ritual.

Inzwischen hat sich die Preisgestaltung deutlich verändert. Früher habe es deutliche Schwankungen zwischen den Wochentagen gegeben, sagte der ADAC-Sprecher. «Der Freitag war lange der teuerste, der Montag der günstigste Tanktag.» Nun schwanken die Preise in viel kürzeren Intervallen, abhängig von der Zeit, der Region und auch der Konkurrenzsituation vor Ort. Noch immer wird Sprit in Zeiten hoher Nachfrage teurer, jedoch verteilen sich die Preisrunden anders. Zudem sind die Preise seit Einführung der sogenannten Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt bundesweit vergleichbar.

Über Handy-Apps oder Internetseiten können Autofahrer die Preise feststellen. Dennoch gilt natürlich wie bei allen Waren und Dienstleistungen, dass eine hohe Nachfrage die Preise steigen lässt - und gerade in Ferienzeiten wie dem Sommer, wird mehr gefahren. Dazu spielen für die Preisbildung viele andere Faktoren eine Rolle, wie der Ölpreis und der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar.

Allein der treibt aus Sicht des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) bereits die Spritpreise. «Da Öl beim Import in Länder der Euro-Zone wie Deutschland aber in Euro bezahlt werden muss, bedeutet ein sinkender Eurokurs zum Dollar einen teureren Einkauf», heißt es in einer Mitteilung von Mitte März. Die Autofahrer spüren das an wieder steigenden Spritpreisen. Insgesamt liegen die aber weit unter den Rekordwerten von 2012, wo der Liter E10 zeitweise 1,70 Euro kostete.

Mi, 2015-04-01 05:30
München (dpa)

Keine Preissprünge an der Tankstelle zu Ostern

München (dpa) - Autofahrer müssen sich wie in den vergangenen Jahren vor den Osterfeiertagen nicht mehr auf einen großen Preissprung an den Tankstellen gefasst machen. Zwar klettern die Preise für Benzin und Diesel seit einigen Wochen nach den Tiefstständen im Januar wieder nach oben, doch zumindest im bundesweiten Durchschnitt in einem überschaubaren Ausmaß. Der Durchschnittspreis für den Liter Super E10 liegt derzeit um 1,39 Euro je Liter, der für Diesel bei 1,20 Euro. Dabei schwanken die Preise je nach Uhrzeit und Region allerdings deutlich. Seit 2011 allerdings gibt es die lange fast traditionellen Preissprünge vor wichtigen Feiertagen oder dem Ferienbeginn aber nicht mehr, heißt es beim ADAC.

Mi, 2015-04-01 05:08
Weimar (dpa)

Mutter mit zwei Mädchen in Weimar von umstürzendem Baum getroffen

Weimar (dpa) - Ein Baum ist in Weimar auf eine Mutter und ihre zwei Töchter gestürzt. Eines der Mädchen wurde dabei am Dienstag während des schweren Sturms «Niklas» schwer verletzt. Ihre Schwester und die Mutter erlitten leichte Verletzungen, wie eine Sprecherin der Polizei in Weimar am frühen Mittwochmorgen sagte. Die Mutter war mit ihren neun- und achtjährigen Töchtern auf einem Gehweg unterwegs, als der etwa zehn Meter hohe Baum umkippte. Das neun Jahre alte Mädchen sei noch in der Klinik, sagte die Polizeisprecherin.

Mi, 2015-04-01 04:58
Berlin (dpa)

Das Finale im «Fracking-Kampf» Von Georg Ismar, dpa

Das gibt es selten. Bevor das Kabinett das Paket zum Gas-Fracking auf den Weg gebracht hat, kündigen Union und SPD schon Verschärfungen im Bundestag an. Es gibt kein Komplettverbot, dafür Sorgen vor einem Automatismus für eine bundesweite Förderung im großen Stil.

Berlin (dpa) - Für die einen ist Fracking das neue Atom. Böse und unbeherrschbar. Für die anderen verspricht die unkonventionelle Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten eine Art moderneren Goldrausch. In den USA purzelten dadurch die Energiepreise. In Deutschland gibt es bisher keine gesetzliche Regelung, es wäre also möglich. Nach einem 2013 gescheiterten Anlauf will das Kabinett nun ein Gesetzespaket beschließen: Damit dürfte es Fracking vorerst nur auf Sparflamme geben, aber es gibt eine hochumstrittene Hintertür.

Warum sind die Gräben so tief?

Wesentlich dazu beigetragen hat der Dokumentarfilm «Gasland» (2010) über die US-Fracking-Revolution. In einem Fördergebiet in Colorado kam Wasser aus dem Hahn, das sich entzünden ließ. Doch der brennende Hahn hatte letztlich nichts mit Fracking zu tun, sondern es ging wohl nur um bodennahes Methan, das in der Gegend das Wasser belastete und sich entzünden ließ. Doch der Film veränderte auch in Deutschland massiv die öffentliche Meinung - gerade in möglichen Fördergebieten wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Bis hin zu den Bierbrauern reicht die Protestfront. Wasserführende Schichten liegen zwar meist weit höher als die Fracking-Zonen, aber viele befürchten durch Förderung und Rückflüsse eine Verunreinigung.

Wird in Deutschland nicht längst großflächig Gas «gefrackt»?

Ja. Seit 1961 wird in Deutschland mit Hilfe der Fracking-Technik aus tiefen Hohlräumen Gas gefördert - dies bleibt unter strengen Auflagen wie Umweltverträglichkeitsprüfungen weiterhin erlaubt. Die Regierung grenzt es nun ab von dem noch neuen unkonventionellen Fracking, bei dem mit Quarzsand und Chemikalien vermischtes Wasser unter hohem Druck in Schiefer- und Kohleflözgestein gepresst wird. Dadurch wird das Gestein auf großer Fläche aufgebrochen, so dass aus feinen Rissen das dort lagernde Gas entweicht, und eben nicht aus Hohlräumen.

Wie groß ist das Förderpotenzial?

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) betont, dass die technisch gewinnbare Menge an unkonventionellem Schiefergas bis zu 1,3 Billionen Kubikmeter betragen kann. Der jährliche Verbrauch liegt bei 85 bis 90 Milliarden in Deutschland - somit könnte der Verbrauch theoretisch bis zu 14 Jahre gedeckt werden. Fracking könnte auch helfen, unabhängiger von Russland zu werden. Unternehmen werden aber nur investieren, wenn sie nach der zunächst geplanten Erprobungsphase auf kommerzielle Förderung hoffen können.

Welche Auflagen wird es geben?

Geplant ist ein Fracking-Verbot für folgende Bereiche: Naturschutz-, Wasser- und Heilquellenschutzgebiete; Einzugsgebiete von Talsperren und Seen, die der Wasserversorgung dienen; für die Einzugsgebiete von Wasserentnahmestellen zur Wasserversorgung sowie im Bereich von Brunnen. Die 16 Bundesländer können das Verbot noch erweitern auf Mineralwasservorkommen und auf Wasserentnahmestellen für die Herstellung von Getränken wie zum Beispiel Bier. Außerhalb der Gebiete wird Fracking in einer Tiefe von 0 bis 3000 Metern untersagt, unkonventionelle Gas-Vorkommen liegen meist bei 1000 bis 2000 Metern.

Wo wird Fracking erlaubt? 

Theoretisch überall außerhalb der genannten «sensiblen Gebiete». Deswegen ist die 3000-Meter-Grenze auch ein wenig Augenwischerei. Stellt ein Unternehmen einen Antrag auf eine wissenschaftlich begleitete Probebohrung, muss zunächst die betreffende Landesbehörde grünes Licht geben. In dem Fall wären auch Bohrungen oberhalb der 3000-Meter-Grenze möglich. Die eingesetzte Flüssigkeit darf aber nicht wassergefährdend sein. Rückflüsse und Lagerstättenwasser müssen getrennt in Behältnissen aufgefangen werden. Das Lagerstättenwasser darf aber im Untergrund verpresst werden, wenn es sicher im Gestein eingeschlossen wird. Das ist umstritten. Mitarbeiter von ExxonMobil - größter Gasförderer in Deutschland - tranken sogar im Fernsehen jüngst einen Becher Frack-Flüssigkeit, um zu zeigen, dass sie keine giftigen Chemikalien enthalte und harmlos für das Trinkwasser sei.

Gibt es also erst einmal nur Probebohrungen?

Nein, nach 2018 kann es auch eine kommerzielle Förderung geben, also eine Gasförderung im großen Stil. Der SPD-Umweltpolitiker Frank Schwabe wirft dem Bundeskanzleramt vor, sich hier dem Lobbydruck der Gaskonzerne gebeugt zu haben, die ursprünglichen Pläne von Umweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) sahen dies nicht vor. Voraussetzung ist aber 1.) eine erfolgreiche Erprobungsmaßnahme, dann muss 2.) eine unabhängige Expertenkommission bescheinigen, dass eine Gasförderung in der Gesteinsformation unbedenklich ist. Die zuständigen Bergbau- und Wasserbehörden der Länder sind aber an deren Votum nicht gebunden.

Was ist besonders umstritten?

Viele Abgeordnete der SPD sehen die sechsköpfige Kommission kritisch. Sie soll aus Geologen, Umweltbeamten und Geoforschern bestehen und muss nicht einstimmig entscheiden. Sie fürchten einen Automatismus für kommerzielle Projekte - hierüber müsse aber der Bundestag entscheiden. «In dieser Form ist der Gesetzentwurf für zahlreiche Kolleginnen und Kollegen nicht zustimmungsfähig», sagt aber auch der CDU-Politiker Andreas Mattfeld, der eine rund 100 Abgeordnete umfassende, Fracking-kritische Unions-Gruppe steuert. Er wirft Hendricks vor, Änderungswünsche ignoriert zu haben und fordert eine Verschärfung, etwa beim Umgang mit Lagerstättenwasser. Somit dürfte hier das «Strucksche Gesetz» zur Anwendung kommen - kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es eingebracht worden ist.

Wie reagieren Opposition und Umweltschützer?

Ablehnend, sie sprechen von einem «Fracking-Ermöglichungsgesetz». Werde die jeweilige geologische Formation von der Expertenkommission als grundsätzlich unbedenklich eingestuft, könnten Unternehmen dort ungehindert fracken, meint der Präsident des Naturschutzbundes (Nabu), Olaf Tschimpke. «In der ganzen norddeutschen Tiefebene oder der Bodenseeregion wäre dann Fracking möglich.» Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter betont: «Deutschland braucht ein Frackingverbot.»

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!


Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

Seiten