So, 2015-04-19 01:05
(dpa)

Zwei Tote nach neuen Luftangriffen auf Farc in Kolumbien

Bogotá (dpa) - Nach der Wiederaufnahme der Luftangriffe auf die linke Guerillaorganisation Farc sind in Kolumbien zwei Rebellen bei Bombardements ums Leben gekommen. Die Militäroperation fand rund 180 Kilometer südlich von Bogotá im zentralen Department Meta statt, wie der Rundfunksender Caracol Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón am Samstag zitierte.

Staatschef Juan Manuel Santos hatte drei Tage zuvor neue Bombardements gegen Farc-Stellungen angeordnet, nachdem die Rebellen bei einer nächtlichen Attacke elf Militärs getötet hatten. Die Regierung hatte im März ihre Luftangriffe als eine Geste im Friedensprozess mit den Farc eingestellt.

Beide Seiten verhandeln seit November 2012 auf Kuba über einen Friedensvertrag zur Beendigung des über 50 Jahren währenden Konflikts. Eine Waffenruhe wurde für die Zeit der Gespräche nicht vereinbart. Obwohl die Farc-Rebellen Mitte Dezember eine einseitige Gefechtspause angekündigt hatten, kam es in den letzten Monaten immer wieder zu blutigen Gefechten in dem Andenstaat.

So, 2015-04-19 01:40
Abuja (dpa)

Jährlich Hunderttausende Tote durch Malaria - viele Opfer bitterarm Von Jürgen Bätz, dpa

Ebola hat Malaria in den Schatten gestellt. Die Krankheit geriet bei vielen in Vergessenheit. Doch der Stich der Anopheles-Mücke kommt vor allem in Afrika weiterhin oft einem Todesurteil gleich.

Abuja (dpa) - Jede Minute stirbt in Afrika ein Kind unter fünf Jahren an Malaria. Das macht pro Tag rund 1400 Todesfälle, die Hilfsorganisationen zufolge leicht vermeidbar wären. «Gegen Malaria kann man sich einfach und kostengünstig schützen, und man kann sie auch heilen», sagt Expertin Valentina Buj vom Kinderhilfswerk Unicef. Trotzdem sterben an den Folgen des Stichs der Anopheles-Mücke jedes Jahr fast 600 000 Menschen - rund 90 Prozent davon laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Afrika südlich der Sahara.

In Nigeria etwa, dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas, haben viele Millionen Menschen kein Geld für Moskitonetze, Medikamente oder einen Arzt. «Als wir von der Schule nach Hause kamen, hatte meine Schwester Mayowa plötzlich Kopfweh und schnell ansteigendes Fieber», erinnert sich Tomiwa Oladipo aus Dutse Alhaji, einem Vorort der Hauptstadt Abuja. «Meine Eltern konnten sich die empfohlene Medizin nicht leisten, deswegen haben sie ihr örtliche Kräuter gegeben», sagt der 29-Jährige. «Dann starb sie.» Mayowa wurde nur zehn Jahre alt.

Während die Welt im vergangenen Jahr mit Entsetzen auf die Ebola-Seuche in Westafrika geblickt hat, geriet die weit mehr Opfer fordernde Plage Malaria etwas in Vergessenheit. Zum Weltmalariatag am 25. April setzt die WHO jedoch auf ehrgeizige Ziele: Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl der Malaria-Erkrankungen und Todesfälle jeweils um 90 Prozent sinken. Um das zu erreichen, müssten jährlich etwa 5,1 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) für den Kampf gegen Malaria zur Verfügung stehen. 2013 waren es aber nur 2,7 Milliarden Dollar.

Unicef setzt zum Weltmalariatag mit einer neuen Kampagne darauf, die medizinische Malaria-Prophylaxe bei Schwangeren auszubauen. «Die nötigen Medikamente kosten pro Mutter weniger als einen halben Dollar», sagt Expertin Buj.

Nigeria hält einen traurigen Weltrekord: In dem dicht bevölkerten westafrikanischen Staat mit rund 178 Millionen Einwohnern gibt es Schätzungen zufolge jährlich rund 100 Millionen Malaria-Erkrankungen, mehr als 300 000 Menschen sterben daran. Viele Patienten leiden unter der äußerst gefährlichen Form Malaria tropica, die durch den von der Anopheles-Mücke übertragenen Erreger Plasmodium falciparum ausgelöst wird. Nigeria ist Afrikas bedeutendster Ölproduzent und die größte Volkswirtschaft des Kontinents, doch der Wohlstand kommt nur wenigen zu Gute. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung leben in Armut und das Gesundheitssystem ist so unterfinanziert wie überfordert.

Hilfsorganisationen und die Regierung versuchen, jeder Familie ein mit Insektizid behandeltes Moskitonetz zu geben. Doch dies muss auch von Aufklärungskampagnen flankiert werden. «Ich nutze das Moskitonetz nicht», sagt Aisha Mohammed, eine 32-jährige Händlerin aus einem Vorort von Abuja. Sie habe es während der Schwangerschaft von der Regierung bekommen. «Aber ich reagiere auf die Chemikalien, und darunter wird es so heiß», sagt die zweifache Mutter entschuldigend.

Der WHO zufolge leben in Afrika immer noch rund 280 Millionen Menschen ohne adäquates Moskitonetz in ihrem Zuhause. Weltweit leben laut WHO 3,3 Milliarden Menschen in Malaria-Risikogebieten. Im wohlhabenderen Asien und in Lateinamerika sind jedoch Prophylaxe und ärztliche Behandlung deutlich besser, der Löwenanteil der Malaria-Erkrankungen entfällt daher auf Afrika.

Doch Experten sehen auch Grund zur Freude. Seit dem Jahrtausendwechsel ist die Zahl der Infektionen und Todesfälle dank besserer Prävention und Behandlung deutlich zurückgegangen. Unicef geht davon aus, dass es daher seit 2001 etwa 670 Millionen weniger Malaria-Erkrankungen gegeben hat und 4,3 Millionen Leben gerettet wurden. Rund 3,9 Millionen davon waren afrikanische Kinder.

So, 2015-04-19 01:41
Abuja (dpa)

Die Formen der Malaria

Abuja (dpa) - Die auch Sumpffieber genannte Tropenkrankheit Malaria wird von weiblichen Anopheles-Mücken übertragen. Der Erreger, ein Parasit, gelangt durch den Mückenstich in die Blutbahn des Menschen.

MALARIA TROPICA als gefährlichste Form verläuft bei fehlender oder zu spät einsetzender Therapie oft tödlich. Periodische Fieberanfälle sind selten. Malaria tropica überwiegt in den Tropen und Subtropen.

MALARIA TERTIANA mit unregelmäßigem Anfangsfieber ohne Schüttelfrost tritt vorwiegend in den gemäßigten Klimazonen (Ferner Osten) auf. Typisch sind starke Milz- und Leberschwellungen.

MALARIA QUARTANA mit einem zögernden Fieberbeginn kommt vorwiegend in eng begrenzten Ausbruchsgebieten in den Tropen vor.

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Sa, 2015-04-18 21:47
Washington (dpa)

Finanzwelt sieht Erholung der Weltwirtschaft auf wackeligen Beinen

Das Wachstum ist zerbrechlich. Das ist die Kernbotschaft eines Treffens von Finanzministern und Notenbankchefs aus 188 Ländern beim IWF in Washington. Die Liste der Konjunktur-Gefahren ist lang - und Griechenland steht weit oben.

Washington (dpa) - Die Erholung der Weltwirtschaft steht nach Einschätzung von Finanzministern und Notenbankchefs trotz guter Anzeichen auf wackeligen Beinen. Die Griechenland-Krise, eine asynchrone Geldpolitik in Europa und den USA sowie die niedrige Inflation in entwickelten Volkswirtschaften galten beim Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington  als stärkste Risiken für die globale Konjunktur. 

«Die weltwirtschaftliche Erholung geht weiter, obwohl das Wachstum mit uneinheitlichen Aussichten moderat bleibt», erklärte der IWF-Lenkungsausschuss (IMFC) am Samstag im Abschlusspapier der Tagung. Großes Schwanken der Wechselkurse und Rohstoffpreise, hohe Schulden vieler Staaten und geopolitische Spannungen machten «Wachsamkeit» notwendig. Vor allem das geringe Wachstumspotenzial in vielen Ländern sei ein langfristiges Problem.

Nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erkennen die Top-Wirtschaftsmächte zunehmend die Notwendigkeit solider Staatsfinanzen an. Es werde nicht mehr bestritten, dass eine nachhaltige Finanzpolitik wichtig sei für nachhaltiges Wirtschaftswachstum, sagte er. Es gehe verstärkt um den richtigen Mix aus Geld- und Finanzpolitik sowie Strukturreformen.

Die USA mahnten von Deutschland hingegen deutlich mehr staatliche Investitionen an, um die heimische Nachfrage anzukurbeln. Dies sei vor allem wegen des gravierenden Handelsbilanzüberschusses der Bundesrepublik angemessen, sagte US-Finanzminister Jack Lew. Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) versprachen, die Nachfrage und das potenzielle Wachstum in der Welt ankurbeln zu wollen. Dabei sollten die Schulden in Zaum gehalten werden.

Schäuble zog ein positives Fazit. «Die Sitzung war entspannter als in früheren Jahren.» Grund dafür sei nicht nur die gute US-Konjunktur, sondern vor allem die bessere Lage in der Eurozone. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nannte es «erstaunlich», wie deutlich sich der Fokus in den Debatten im G20- und IWF-Kreis verschoben habe. Weder Deutschland noch Europa hätten im Zentrum gestanden.

Allerdings sorgte der Streit zwischen Griechenland und seinen internationalen Geldgebern am Rande der Tagung für Aufregung. «Die Stimmung ist deutlich düsterer als beim letzten internationalen Treffen», sagte der britische Finanzminister George Osborne. Er warnte vor einer «gefährlichen Situation» für Europa. Sein US-Kollege Lew sagte: «Sollte keine Vereinbarung getroffen werden, würde das Griechenland unmittelbar in eine Notlage bringen und Unsicherheit in Europa und der Weltwirtschaft auslösen.» 

Die Finanzminister und Notenbankchefs blickten besorgt auf die unterschiedliche Geldpolitik in Europa und den USA. Während die Europäische Zentralbank (EZB) in den kommenden Jahren den Markt mit billigem Geld flutet, steht die US-Notenbank vor Zinserhöhungen. Diese ungleichen Schritte seien angemessen, erforderten aber «vorsichtige Justierung und wirksame Kommunikation», um negative Folgen für die Weltwirtschaft zu vermeiden. «Wir wissen um die Risiken für die Finanzstabilität», heißt es im IMFC-Papier.

Laut Weidmann wurde zunehmend auch über die Risiken der extrem lockeren Geldpolitik diskutiert. Aus Sicht des IWF sei die Geldpolitik an die Grenze dessen gelangt, was sie leisten könne.

EZB-Präsident Mario Draghi verteidigte die Flutung der Märkte mit billigem Geld erneut. Die Maßnahmen hätten dazu beigetragen, die Konjunktur in der Eurozone zu beleben. Da das Bankensystem heute gesünder sei, komme das billige Geld besser bei Unternehmen und Verbrauchern an. Auch die Inflation werde anziehen und 2017 bei 0,8 Prozent liegen. Die EZB hatte im Januar ein mehr als eine Billion Euro schweres Programm zum Kauf von Staatsanleihen gestartet. Zudem liegt der Leitzins auf einem Rekordtief von 0,05 Prozent.

Sa, 2015-04-18 18:48
Berlin (dpa)

Musiker singen für Flüchtlinge - Tausende Menschen bei Kundgebung

Berlin (dpa) - Mehrere Tausend Menschen haben in Berlin gegen Verschärfungen beim Bleiberecht für Asylsuchende demonstriert. Zu der Kundgebung mit Konzerten namhafter Musiker kamen am Samstag laut Veranstalter 7000 Menschen. Die Polizei sprach am Nachmittag von bis zu 3500 Teilnehmern. «Die Bundesregierung gießt mit ihrem Vorhaben die Pegida-Forderungen in Gesetzesform», kritisierte die Sprecherin des Bündnisses für ein bedingungsloses Bleiberecht, Mareike Singer.

Mit der Kundgebung wandte sich das Bündnis linker Gruppen gegen Pläne der Bundesregierung für umfangreiche Änderungen am Aufenthaltsgesetz für Ausländer und Flüchtlinge. Damit soll unter anderem erreicht werden, dass kriminelle Ausländer, aber auch andere Menschen ohne Aufenthaltsberechtigung künftig einfacher abgeschoben und mit Wiedereinreisesperren belegt werden können. Menschen, die bisher nur geduldet sind, sich aber gut integriert haben, sollen aber bessere Möglichkeiten bekommen, längerfristig in Deutschland zu bleiben.

Vor der geplanten Verabschiedung im Bundestag will das Bündnis nach eigenen Angaben Anfang Mai noch einmal zu einer Demonstration im Regierungsviertel aufrufen.

Sa, 2015-04-18 18:06
Pritzwalk (dpa)

Gauland als AfD-Landeschef bestätigt - «Scharfkantige» Asylpolitik

Pritzwalk (dpa) - Die Brandenburger AfD hat mit großer Mehrheit Alexander Gauland als Landeschef bestätigt. Der 74-Jährige erhielt am Samstag auf dem Landesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Pritzwalk (Prignitz) 110 Ja-Stimmen der 124 anwesenden Mitglieder, das sind 88,7 Prozent. Zuvor hatte Gauland den Parteitag auf seinen rechten Kurs einer «scharfkantigen» Asyl- und Zuwanderungspolitik eingeschworen: «Wir sind für die Menschen da, die nicht, ohne gefragt zu werden, in ihrer Nachbarschaft ein Asylbewerberheim haben wollen.»

Gauland betonte, dass er angesichts seines Alters in zwei Jahren nicht erneut zur Wahl für den Vorsitz antreten wolle. Im Februar vergangenen Jahres war er erstmals mit rund 80 Prozent der Stimmen zum Nachfolger des zurückgetretenen Roland Scheel gewählt worden.

Mit Blick auf den Richtungsstreit in der Partei zwischen wirtschaftlich-liberalen und national-konservativen Kräften betonte Gauland die eigenständige Politik der Brandenburger AfD. «Wir sind die Partei der Sorgen und Nöte der Leute, die nicht in der Politik der Parteien, sei es CDU, SPD oder Linke, vorkommen», sagte Gauland. «Wir sind im Moment die Partei der kleinen Leute.»

Der Parteitag sollte am Sonntag mit Beratungen über Anträge zur Asyl-, Wirtschafts- und Energiepolitik fortgesetzt werden. So wird gefordert, für Flüchtlinge deutsche Aufnahmeeinrichtungen in deren Herkunftsregionen wie Nordafrika einzurichten. Ein Antrag richtet sich gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA.

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Sa, 2015-04-18 18:15
Athen (dpa)

Finanzspritzen für Athen aus China und Russland? Kreml reserviert

Die griechische Staatskasse ist so gut wie leer, Hilfsdarlehen der internationalen Geldgeber fließen seit Monaten nicht mehr. Über Reformen wird in Brüssel weiter zäh gerungen. Athen ist unter Zeitdruck und auf der verzweifelten Suche nach anderen Geldquellen.

Athen (dpa) - Angesichts der dramatischen Finanzlage versucht Athen offenbar mit aller Macht, Geldquellen in China und Russland zu finden. Es gehe um bis zu 15 Milliarden Euro, berichteten die griechischen Wochenzeitungen «Agorá» und «Karfí» am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Zehn Milliarden Euro sollen demnach aus China kommen. Peking könnte das Geld als eine Art Vorauszahlung für die Nutzung des Hafens von Piräus und einen Einstieg bei der griechischen Eisenbahn leisten, berichtete das Blatt «Karfí».

Athen hoffe zudem auf drei bis fünf Milliarden Euro aus Russland. Dieser Betrag könnte nach einem Bericht der Zeitung «Agora» als eine Art Vorschuss für künftige Transitgebühren für die geplante Erdgas-Pipeline Turkish Stream fließen. Russland möchte über Griechenland Energie nach Südosteuropa verkaufen.

Kremlsprecher Dmitri Peskow gab sich am Samstag reserviert. Griechenland könne nicht mit Finanzhilfen aus Russland rechnen, sagte er dem Radiosender Business FM. Moskau habe keine konkrete Finanzhilfe angeboten, und Athen habe keine beantragt. Bei ihrem Treffen Anfang April hätten Präsident Wladimir Putin und Regierungschef Alexis Tsipras aber durchaus über eine Zusammenarbeit im Energiebereich gesprochen. Putin hat dem krisengeschüttelten EU-Staat Hunderte Millionen Euro an Transitgebühren in Aussicht gestellt, wenn er sich an der Gaspipeline Turkish Stream beteiligt.

Nach Informationen von «Spiegel Online» könnte das Abkommen mit Russland bereits kommenden Dienstag unterzeichnet werden. Dann solle aus Russland eine Vorauszahlung auf künftige Einnahmen Griechenlands aus den Transitgebühren fließen und später verrechnet werden. Ein hochrangiger Beamter der griechischen Regierungspartei Syriza, der mit dem Vorgang vertraut sei, habe gesagt: Der Deal könne für Griechenland «das Blatt wenden».

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) würde ein mögliches Energiegeschäft Griechenlands mit Russland begrüßen. «Ich freue mich für Griechenland, wenn's so ist. Hoffentlich ist es so», sagte Schäuble in Washington am Rande der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank. «Alles, was Griechenland hilft, ist gut.»

Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis hatte wiederholt angekündigt, eine Absichtserklärung solle bereits in der kommenden Woche unterzeichnet werden. Von einer Vorauszahlung sprach er nicht. Das Projekt der Verlängerung der russischen Pipeline nach Griechenland muss von der EU genehmigt werden und soll 2019 fertig sein. Finanzexperten griechischer Banken sagten der Deutschen Presse-Agentur, sie könnten sich «schwer vorstellen», wie Gelder für ein Projekt fließen könnten, das noch gar nicht genehmigt ist.

Die Experten der Geldgeber haben unterdessen ihre Verhandlungen mit Griechenland über das verlangte Reformpaket fortgesetzt. Die sogenannte «Brüssel-Gruppe» nahm am Samstag die Gespräche wieder auf - diese sollen das ganze Wochenende über dauern, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Mit Entscheidungen sei nicht zu rechnen. Die Experten wollen das Treffen der EU-Finanzminister am kommenden Freitag (24. April) im lettischen Riga vorbereiten.

Zu der Gruppe gehören Vertreter der Athener Regierung sowie Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), des Rettungsschirms ESM sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Die EU beklagt mangelnde Reformfortschritte Griechenlands. Deshalb werden die Finanzminister voraussichtlich nur eine Bestandsaufnahme machen können, aber noch nicht über die Freigabe von Krediten entscheiden. Griechenland benötigt dringend frisches Geld.

Die internationalen Geldgeber haben die noch fälligen Hilfen aus den Hilfsprogrammen von 7,2 Milliarden Euro auf Eis gelegt. Die Mittel sollen erst freigegeben werden, wenn Athen eine konkrete Liste von Reformen vorlegt und diese auch umsetzt.

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis warb am Rande des Wirtschaftsgipfels in Washington um Verständnis. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus traf er auch US-Präsident Barack Obama. Nach Obamas Ansicht muss Griechenland «harte Entscheidungen» treffen und sein wackliges Finanzsystem mit Reformen stabilisieren. «Sie müssen Steuern eintreiben. Sie müssen ihre Bürokratie abbauen», sagte Obama am Freitag. Den Kreditgebern müsse Athen beweisen, dass das Land beginnt, sich selbst zu helfen.

Sa, 2015-04-18 17:30
Teheran (dpa)

Irans Präsident fordert Ende der Militärangriffe auf den Jemen

Für über drei Jahrzehnte waren die USA und Israel die Erzfeinde des Irans. Nun ist es Saudi-Arabien. Spätestens seit den Angriffen auf die von Teheran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen, gibt es fast jeden Tag verbale Attacken gegen die Führer in Riad.

Teheran (dpa) - Irans Präsident Hassan Ruhani hat Saudi-Arabien aufgefordert, die Militärangriffe auf Huthi-Rebellen im Jemen einzustellen. «Was immer Ihr (Saudis) verfolgt, Angriffe auf unschuldige Kinder bringen Euch keine regionale Vormachtstellung, sondern nur Schande», sagte Ruhani am Samstag während einer Militärparade in Teheran. Die Angriffe würden eine Spirale der Gewalt in der Region auslösen, was letztendlich auch Konsequenzen für Saudi-Arabien haben werde.

Ruhani verlangte erneut eine politische Lösung der Jemen-Krise. Der Atomstreit mit dem Westen habe gezeigt, dass es keine Differenzen in der Welt gebe, die nicht durch politische Verhandlungen gelöst werden könnten, sagte der Kleriker.

Bei einem Treffen mit der australischen Außenministerin Julie Isabel Bishop forderte Ruhani die Vereinten Nationen zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses auf. Dieser solle feststellen, wie viele unschuldige Menschen durch die Angriffe der vergangenen drei Wochen ums Leben gekommen seien. Zumindest sollten die Saudis humanitäre Hilfe und Lieferung von Medizin und Nahrungsmitteln für die Menschen in Jemen wieder ermöglichen. 

Mit Blick auf die zahlreichen Flüchtlinge sagte Ruhani, alle Seiten sollten darauf achten, dass sie sich nicht aus Verzweiflung terroristischen Gruppen anschlössen. «Der Iran ist bereit mit allen Ländern in und außerhalb der Region zusammenzuarbeiten, um das Blutvergießen in Jemen zu beenden», sagte Ruhani.

Eine von Saudi-Arabien geführte arabische Allianz hatte am 26. März in den jemenitischen Bürgerkrieg eingegriffen. Die Angriffe richten sich gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die weite Teile des Landes einschließlich der Hauptstadt Sanaa eingenommen haben. Der nach Saudi-Arabien geflüchtete jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hat dem Iran vorgeworfen, die Huthi-Rebellen zu unterstützen.

Sa, 2015-04-18 17:42
Bagdad (dpa)

Tausende Iraker fliehen vor Terrormiliz IS aus Ramadi

Panik im Westen von Bagdad: Tausende fliehen vor dem Terror des Kalifatstaats. Doch in die Hauptstadt dürfen sie nicht. Die Regierung befürchtet das Einsickern von Dschihadisten. In Nahost bahnt sich eine neue Flüchtlingskrise an.

Bagdad (dpa) - Tausende Iraker sind auf der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Vor Bagdad spielten sich am Samstag chaotische Szenen ab, weil die Behörden den Flüchtlingen den Zugang zur Hauptstadt verwehrten. Tausende Menschen aus der westlichen Stadt Ramadi campierten am Stadtrand unter freiem Himmel und ohne Zugang zu Trinkwasser und Lebensmitteln, berichteten irakische Menschenrechtsaktivisten.

Die Behörden begründen die Aussperrung der Flüchtlinge mit Sicherheitserwägungen. Damit solle verhindert werden, dass IS-Terroristen, die sich unter die Menge gemischt haben könnten, nach Bagdad einsickern, hieß es. 

IS-Milizen waren vor zwei Tagen in Ramadi 100 Kilometer westlich von Bagdad eingedrungen. Das Stadtzentrum und die Regierungsgebäude wurden zuletzt noch von Regierungstruppen gehalten. Die meisten Dörfer rund um die Hauptstadt der Provinz Anbar werden vom IS kontrolliert.

Im Irak kämpfen Truppen und Milizen der schiitischen Regierung in Bagdad und kurdische Guerillas gegen den IS, der sich aus der sunnitischen Bevölkerung rekrutiert. Die Provinz Anbar reicht nah an Bagdad heran und erstreckt sich entlang des Euphrat-Tals bis an die Grenzen Syriens und Jordaniens. 90 Prozent ihrer Bewohner sind Sunniten.

Der staatliche Fernsehkanal Al-Irakija sendete Video-Clips mit Kampfliedern. Eine seit Tagen erwartete Offensive gegen den IS in Anbar wurde allerdings nicht angekündigt. Ein Sprecher des Innenministeriums gab lediglich bekannt, dass eine Brigade der irakischen Bundespolizei nach Ramadi in Marsch gesetzt worden sei, um die Verteidiger der Stadt zu entlasten.

Offizielle in Bagdad bestätigten indes, dass eine DNA-Analyse in Auftrag gegeben wurde, um zu ermitteln, ob es sich bei einem am Vortag getöteten Mann um den langjährigen Saddam-Vertrauten Isset Ibrahim al-Duri handelt. Er hatte dem inneren Machtzirkel des früheren Diktators Saddam Hussein angehört. Saddam selbst war 2003 verhaftet und 2006 hingerichtet worden.

Bei dem Selbstmordanschlag vor dem US-Konsulat in der nordirakischen Stadt Erbil waren am Freitag laut dem Außenministerium in Ankara auch zwei türkische Staatsbürger ums Leben gekommen, insgesamt waren es neun Tote. Der IS bekannte sich zu der Tat, wie die Dschihad-Beobachterplattform Site berichtete.

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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Sa, 2015-04-18 17:50
Brüssel (dpa)

EU-Außenbeauftragte Mogherini besorgt über Lage in Jarmuk

Brüssel (dpa) - Die EU hat in der Syrien-Krise zu einem Ende der Gewalt im Flüchtlingslager Jarmuk aufgerufen. Alle Seiten sollten ihre Feindseligkeiten beenden und uneingeschränkt humanitäre Hilfe in das Lager lassen, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Samstag in Brüssel. In dem Flüchtlingslager am südlichen Stadtrand von Damaskus liefern sich palästinensische Milizen schwere Kämpfe mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

«Die EU ist sehr besorgt über die kontinuierliche Verschlechterung der Sicherheitslage und der humanitären Situation in Syrien», sagte Mogherini laut Erklärung. Flüchtlinge, die dies wollten, müssten das Lager sicher verlassen können. Nach ihren Angaben hat die EU-Kommission 2,5 Millionen Euro Direkthilfe für Einsätze des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Syrien - darunter in Jarmuk - bereitgestellt. Die EU werde weiter helfen, eine politische Lösung zu finden.

Sa, 2015-04-18 17:00
Pritzwalk (dpa)

Gauland mit großer Mehrheit als AfD-Landeschef bestätigt

Pritzwalk (dpa) - Der Brandenburger AfD-Vorsitzende Alexander Gauland ist auf dem Landesparteitag in Pritzwalk (Prignitz) mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt worden. Für den 74-Jährigen stimmten am Samstag 110 der 124 anwesenden Mitglieder, das sind 88,7 Prozent. Zuvor hatte Gauland den Parteitag auf seinen rechten Kurs einer «scharfkantigen» Asyl- und Zuwanderungspolitik eingeschworen. «Wir sind die Partei der Sorgen und Nöte der Leute, die nicht in der Politik der Parteien, sei es CDU, SPD oder Linke, vorkommen», sagte er. Gauland betonte, dass er angesichts seines Alters in zwei Jahren nicht erneut zur Wahl für den Vorsitz antreten wolle.

Sa, 2015-04-18 17:11
Berlin (dpa)

Hunderte Menschen demonstrieren gegen Verschärfungen beim Bleiberecht

Berlin (dpa) - Hunderte Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Verschärfungen beim Bleiberecht demonstriert. Die Veranstalter der Kundgebung am Oranienplatz im Stadtteil Kreuzberg sprachen von rund 1000 Teilnehmern. «Die Bundesregierung gießt mit ihrem Vorhaben die Pegida-Forderungen in Gesetzesform», kritisierte die Sprecherin des Bündnisses für ein bedingungsloses Bleiberecht, Mareike Singer. Die Regierung will unter anderem dafür sorgen, dass kriminelle Ausländer, aber auch andere Menschen ohne Aufenthaltsberechtigung einfacher abgeschoben und mit Wiedereinreisesperren belegt werden können. Ein Bündnis linker Gruppen hatte den Protest organisiert.

Sa, 2015-04-18 17:47
Berlin/Frankfurt (dpa)

Zehntausende protestieren gegen Freihandelsabkommen TTIP

In den nächsten Tagen verhandeln EU und USA weiter über das transatlantische Handelsabkommen TTIP. Zuvor melden sich die Kritiker mit einem internationalen Aktionstag zu Wort.

Berlin/Frankfurt (dpa) - Zehntausende Gegner des geplanten Freihandelsabkommens TTIP haben bei einem internationalen Aktionstag auch in Deutschland ihren Protest auf die Straße getragen. «Wir wollen damit deutlich machen, dass der Widerstand weitergeht», sagte am Samstag Roland Süß vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac, das zahlreiche Veranstaltungen mitorganisiert hatte. Laut Attac waren rund 750 Aktionen in etwa 45 Ländern geplant, davon mehr als 230 in Deutschland. Die Proteste richteten sich auch gegen das vorgesehene Abkommen mit Kanada (CETA) und ein geplantes Dienstleistungsabkommen mit den Vereinigten Staaten (TISA).

An diesem Montag beginnt in New York die mittlerweile neunte Verhandlungsrunde zum TTIP-Abkommen zwischen USA und Europäischer Union. Die Vereinbarung soll Hemmnisse im transatlantischen Handel abbauen und grenzüberschreitende Investitionen ankurbeln. Wirtschaftsverbände wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sehen darin Chancen für Wachstum und Beschäftigung.

Kritiker befürchten dagegen, dass europäische Standards etwa im Verbraucher- und Umweltschutz oder im sozialen Bereich gesenkt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versuchte zu beruhigen. Die Standards seien Gesetz und blieben es auch, sagte sie am Samstag in Greifswald, wo sie in ihrem Wahlkreis bei einer Veranstaltung für den Oberbürgermeister-Kandidaten auftrat.

Die Verbraucherschützer von Foodwatch sehen dagegen «ein ganz großes Risiko». «TTIP wird unsere demokratischen Rechte einschränken. Denn in Zukunft werden die Konzerne noch mehr Einfluss darauf haben, wie die Gesetze geschrieben werden», warnte Geschäftsführer Thilo Bode im Sender NDR-Info. Linke-Chef Bernd Riexinger warnte am Samstag bei einer Kundgebung in Kassel: «Selbstverständliche Standards für Lebensmittel, Umwelt, Beschäftigung, öffentliche Dienste - mit TTIP wird die Welt auf den Kopf gestellt.»

In München protestierten fast 20 000 Demonstranten gegen TTIP. Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, warnte bei der Kundgebung vor einem «Abbau der ökologischen, sozialen und kulturellen Standards». TTIP stelle einen «umfassenden Angriff auf unsere Lebensqualität» dar.

In Köln verlangten einige Hundert TTIP-Gegner in umgedichteten Karnevalsliedern mehr Schutz für Umwelt, Arbeitnehmer, Konsumenten und deren Gesundheit. In Stuttgart zählte die Polizei rund 1000 Demonstranten, in Ulm etwa 1200. In Kiel waren rund 600 Demonstranten auf den Beinen, in Leipzig waren es nach Attac-Angaben 2000. In Berlin-Mitte demonstrierten einige Hundert Menschen mit einer Menschenkette. Die Polizei zählte 600 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von deutlich mehr als den erwarteten 1000.

In Österreich zählten die Organisatoren der Proteste landesweit 22 000 Teilnehmer. In der Hauptstadt Wien demonstrierten laut Polizei rund 6000 Menschen.

Die Grünen im Bundestag forderten die Europäische Kommission und die Bundesregierung auf, die Proteste gegen TTIP ernst zu nehmen. Die Allianz der Gegner reiche mittlerweile von Gewerkschaften und Kirchen über Mittelstandsvertreter und kommunale Verbände bis hin zu Umwelt- und Datenschützern, sagte die Grünen-Abgeordnete Katharina Dröge.

Sa, 2015-04-18 15:59
Moskau/Donezk (dpa)

Russland lädt Veteranen aus dem Donbass zu Siegesparade am 9. Mai ein

Moskau/Donezk (dpa) - Zum 70. Jahrestag des Sieges über den Faschismus hat Russland Veteranen aus dem Kriegsgebiet Donbass nach Moskau eingeladen. Das sagte der Duma-Abgeordnete Michail Monsejew bei einem Besuch in Donezk am Samstag. Rund 50 Veteranen aus der Ostukraine würden voraussichtlich bei der Parade am 9. Mai in Moskau sein, kündigten die prorussischen Separatisten Berichten zufolge an.

Die krisengeschüttelte Ukraine ist im Gedenken an den Zweiten Weltkrieg gespalten. Der russisch geprägte Osten feiert die Verdienste der Sowjetarmee. Im proeuropäischen Westen gilt diese eher als Besatzungsmacht. Ende März hatte Präsident Petro Poroschenko in einem umstrittenen Schritt den 8. Mai als weiteren Gedenktag zum Ende des Krieges neben dem auch in Russland gefeierten 9. Mai eingeführt.

Trotz der offenen Nähe zwischen den ostukrainischen Aufständischen und Russland ist eine immer wieder in Moskau diskutierte mögliche Anerkennung der Separatistenhochburgen Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten für Kremlchef Wladimir Putin derzeit kein Thema. Ein solcher Schritt sei vorerst ausgeschlossen, aber Russland beobachte die Entwicklungen im Kriegsgebiet Donbass, sagte Putin dem TV-Sender Rossija 1. Im März 2014 hatte sich Russland unter Protest der ukrainischen Führung die Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibt.

Sa, 2015-04-18 16:09
Kathmandu (dpa)

Nepal erinnert zum Jahrestag an tote Sherpas am Everest

Kathmandu (dpa) - Nepal hat am Samstag der 16 Sherpas gedacht, die vor einem Jahr von einer Lawine am Mount Everest getötet wurden. Zu einer Gedenkfeier in der Hauptstadt Kathmandu kamen Angehörige und Regierungsvertreter zusammen. Im Everest-Basis-Lager beteten Bergsteiger für die Getöteten.

Am 18. April 2014 war ein gigantischer Eisbrocken aus dem Khumbu-Eisfall herausgebrochen und hatte eine Lawine ausgelöst, die über die Aufstiegsroute fegte. 16 nepalesische Träger starben. Es war das schlimmste Unglück in der Geschichte des mit 8848 Metern höchsten Berges der Welt.

Beim Gedenken am Samstag legten Angehörige Blumen vor den Fotos der Verstorbenen nieder und entzündeten Räucherstäbchen. Der Generaldirektor für Tourismus, Tulsi Gautam, sagte, die Regierung wolle einen neuen Sozialfonds für die nepalesischen Kletterer schaffen. Dieser soll aus den Bergsteiger-Gebühren gespeist werden.

Die Everest-Saison hat in diesem Monat begonnen, rund 350 ausländische Bergsteiger sind bereits in Nepal eingetroffen. Jeder Ausländer in einer Gruppe muss 11 000 US-Dollar (etwa 10 400 Euro) für eine Gipfelgenehmigung zahlen, 1000 Dollar mehr als voriges Jahr. Hinzu kommen umgerechnet 200 Dollar für ein Datenerfassungssystem. Von letzteren sollen zehn Prozent in den Sozialfonds fließen.

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Erschienen in Ausgabe 3.15

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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