Aktuell

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

Di, 2016-05-03 18:55
Budapest (dpa)

Ungarn: Gericht ermöglicht Referendum über EU-Flüchtlingsquote

Budapest (dpa) - Das Oberste Gericht in Budapest hat grünes Licht für eine Volksabstimmung über die EU-Flüchtlingsquote gegeben. Die Richter erhoben keinen Einwand gegen das von der rechts-konservativen Regierung initiierte Referendum, berichtete die Nachrichtenagentur MTI. Das Gericht folgte damit dem positiven Entscheid der Landeswahlkommission (NVB), gegen den Oppositionelle Einspruch erhoben hatten.

Ungarns Bürger können nun im Sommer oder Herbst über die folgende Frage abstimmen: «Wollen Sie, dass die Europäische Union auch ohne Zustimmung des Parlaments die zwingende Ansiedlung von nicht ungarischen Staatsbürgern in Ungarn vorschreiben kann?» Ein Termin für das Referendum steht noch nicht fest. Die Opposition kündigte einen Boykott an.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban betreibt eine Politik der Abschottung gegenüber Flüchtlingen, die von fremdenfeindlichen Kampagnen begleitet wird. Unter anderen ließ er Zäunen an den Grenzen Ungarns zu Serbien und Kroatien errichten. Die EU-Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen hatte Orban von Anfang an abgelehnt.

Gemäß dem Quotenbeschluss der EU sollen in den kommenden zwei Jahren 160 000 Flüchtlinge aus Griechenland und Italien auf die anderen Mitgliedsländer der EU verteilt werden. Auf Ungarn würden knapp 1300 Asylsuchende entfallen.

Di, 2016-05-03 18:28
Dresden (dpa)

Hohe Geldstrafe wegen Volksverhetzung - Pegida-Chef verurteilt

Pegida-Chef Lutz Bachmann nimmt die Anklage wegen Volksverhetzung locker. Selbstsicher sitzt er beide Prozesstage im Gericht ab, seine Frau an seiner Seite. Auch das Urteil schockt ihn nicht.

Dresden (dpa) - Schuldig im Sinne der Anklage: Pegida-Gründer Lutz Bachmann ist wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Strafrichter Hans Hlavka verhängte am Dienstag im Dresdner Amtsgericht eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 80 Euro - insgesamt 9600 Euro - gegen den Chef des islam- und fremdenfeindlichen Bündnisses. Er ließ unter Verweis auf Zeugenaussagen keinen Zweifel daran, dass er den 43-Jährigen für den Autor der Facebook-Kommentare vom September 2014 hält, in denen Flüchtlinge herabgewürdigt wurden und zum Hass gegen sie angestachelt wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der wegen anderer Delikte wie Diebstahl und Drogenhandel bereits vorbestrafte Angeklagte hatte bestritten, dass diese Posts von ihm stammten. Richter Hlavka wertete Bachmanns Erklärung dazu bei einer Pegida-Kundgebung Anfang Februar als «klares Schuldeingeständnis». Bachmann hatte sich damals «für Worte entschuldigt, die jeder schon am Stammtisch benutzt hat».

Laut Anklage hatte Bachmann Flüchtlinge bei Facebook unter anderem als «Viehzeug», «Gelumpe» und «Dreckspack» beschimpft. Nachdem das durch die Medien ging, hatte seine Chatpartnerin Ausdrucke des Gesprächsverlaufs über einen Journalisten der Staatsanwaltschaft zugespielt. Er habe prüfen lassen wollen, ob das rechtmäßig sei, erklärte der Reporter am Vormittag als Zeuge.

Der Angeklagte könne sich auch nicht auf Meinungsfreiheit berufen, sagte Hlavka. Er habe Flüchtlinge in ihrer Menschenwürde herabgesetzt und dadurch den öffentlichen Frieden gestört, begründete er das Urteil. Das nahm Bachmann emotionslos auf und schrieb während der rund 20-minütigen Begründung eifrig mit. Geäußert hat er sich auch am zweiten und letzten Verhandlungstag nicht.

Die Staatsanwaltschaft wollte ihn hinter Gittern sehen und plädierte auf eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung. Sie will nun prüfen, ob sie in Berufung geht. Die Verteidigerin verlangte Freispruch und betonte, dass ihr Mandant im geschlossenen Account gechattet habe. Sie warf der Staatsanwaltschaft vor, bei Facebook keinen Nachweis für die Urheberschaft der umstrittenen Posts eingeholt zu haben. Mehrere Beweisanträge, unter anderem auf Anhörung eines Technikexperten von Facebook, wurden abgelehnt. Der Prozess hatte am 19. April begonnen.

Di, 2016-05-03 18:32
Berlin (dpa)

Berliner Fessel-Ballon gerät in Unwetterfront

Berlin (dpa) - Schreckmoment in Berlin: Der Aussichts-Fesselballon nahe dem Checkpoint Charlie ist am Dienstagabend durch Windböen in Turbulenzen geraten. Der Ballon sei in 150 Meter Höhe in eine Unwetterfront geraten, erklärte ein Sprecher der Polizei. In der halboffenen Kabine für Passagiere unterhalb des Ballons waren zu dem Zeitpunkt 20 Menschen, so der Sprecher. Einige kauerten sich einem Augenzeugenbericht zufolge hin und hielten sich fest. Wegen des starken Windes gelang es für mehrere Minuten nicht, den Ballon wieder an den Boden zu holen. Er driftete immer wieder in Richtung eines Hauses ab.

Nach Angaben der Polizei konnten die Passagiere schließlich in Sicherheit gebracht werden. Die Menschen wurden vor Ort medizinisch betreut. Ob sie verletzt wurden, war noch unklar. Der Ballon, der zum Berliner Stadtbild gehört, ist am Boden befestigt und steigt normalerweise nur auf und ab.

Di, 2016-05-03 18:56
Berlin (dpa)

Arbeiten 4.0 - Nahles stellt sich Fragen der re:publica-Besucher

Wie werden wir morgen arbeiten? Wie die digitale Transformation die Arbeitswelt erfasst, wird auf der re:publica heiß diskutiert. Andere drängende Themen für die Community sind die Flüchtlingskrise und der Umgang mit Hasskommentaren in Netz

Berlin (dpa) - Wie sieht die Arbeitswelt in Zeiten von Industrie 4.0 aus? Der Diskussion auf der re:publica in Berlin hat sich am Dienstag auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gestellt. «Dass nicht alles so bleiben wird wie es ist, ist - glaube ich - ziemlich klar», sagte Nahles. Es müssten nun alle Beteiligten darüber verhandeln, wohin die Reise gehe. Den «Katastrophenalarm», den etwa viele aktuelle Studien verbreiten, wolle sie selbst aber nicht wiederholen. Es gehe viel eher darum, Kompromisse zu finden.

Unter anderem beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar war eine Studie veröffentlicht worden, wonach in den kommenden Jahren fünf Millionen Arbeitsplätze durch Vernetzung und Automatisierung in der Industrie 4.0 vernichtet werden könnten. Andere Studie sagen einen Verlust von bis zu 50 Prozent der Arbeitsplätze voraus. Die Prognosen werden jedoch vielfach als zu vage und teils aus der Luft gegriffen kritisiert.

Doch als gewiss gilt, dass sich die Arbeit voraussichtlich radikal verändert, wenn Arbeitsbereiche immer mehr durch Softwarelösungen automatisiert oder Fertigung und Dienstleistungen von intelligenten Maschinen und Robotern übernommen werden können. Nahles forderte deshalb ein Recht auf Weiterbildung, die die Arbeitnehmer fit für die Transformation machen könne - «ohne den Apokalyptikern damit Recht geben zu wollen».

Auch ausgebildete Arbeitnehmer müssten sich weiterbilden können. Bei Bosch gebe es etwa ein Modellprojekt, bei dem über Weiterbildungsmodule die Arbeitnehmer an Arbeiten der Zukunft herangeführt würden. «Dafür müssen wir die nächsten Jahre in den Betrieben werben.»

Nahles sagte, sie habe darauf gedrungen, dass die Arbeitsministerin überhaupt an der Digitalen Agenda beteiligt sei. «Wir sind erst seit letztem Jahr dabei.» Im Grünbuch Arbeiten 4.0 habe ihr Ministerium eine breite Debatte angestoßen und Orientierungsräume geschaffen, darunter über Wahlarbeitszeit, intelligente Lösungen für Selbstständige, und bessere Finanzierung von Start-ups in der zweiten Entwicklungsphase. Das Ergebnis werde als Weißbuch im Herbst vorliegen. 

Auf der re:publica stehen noch bis einschließlich Mittwoch die Herausforderungen in der digitalen Welt zur Diskussion. Auch die Media Convention ist mit einem eigenen Vortragsprogramm vertreten.

Mehrere Debatten am Dienstag beschäftigten sich mit der Flüchtlingskrise und der Problematik mit Hasskommentaren im Internet. Der Rechtsphilosoph Ino Augsberg von der Universität Kiel warnte davor Entscheidungskompetenzen in Sachen Hate Speech an private Unternehmen übertragen. «Die Verlagerung der Prüfungskompetenz darüber, ob eine zulässige Meinungsäußerung vorliegt, an ein privates Unternehmen wie Facebook, ist hochproblematisch», sagte er.

«Das müsste ein Rechtsstaat, das müsste gegebenenfalls ein Parlament entscheiden und nicht eine nicht-öffentliche Arbeitsgruppe». Für ihn sei der Weg richtig, «Sonderstaatsanwaltschaften gegen Cyberkriminalität einzurichten, die gezielt geschult sind, die strafrechtlichen Maßstäbe anzuwenden.» Vorgestellt wurde zudem die Europarat-Kampagne «No Hate Speech». Ihr Ziel ist, Hassreden im Netz «in aller Form» zu bekämfen und Opfer zu schützen und zu stärken.

Für den syrischen YouTuber Firas Alshater (25) sind Toleranz, Geduld - aber auch Humor - Schlüssel zur Integration. «Alle Menschen lachen in derselben Sprache», sagte er. «Humor ist der beste Weg, um das Herz der Menschen zu öffnen.» Alshater gilt als der erste Flüchtling hierzulande mit einem YouTube-Kanal. Mit seinen Video «Wer sind diese Deutschen?» landete er Anfang des Jahres einen enormen Erfolg. Ein großes Problem sei die Bürokratie in Deutschland, sagte Alshater. «Ich kenne einen Flüchtling, der seit sechs Jahren auf seine Aufenthaltserlaubnis wartet. Wie soll da Integration gelingen?» 

Die Soziologin und Migrations-Expertin Saskia Sassen von der Columbia-University kündigte dramatische Veränderungen an. So werden etwa der Klimawandel ganze Migrationswellen in Bewegung setzen, da beispielsweise durch den steigendenden Meeresspiegel und die Versteppung Teile der Erde unbewohnbar würden.

Die re:publica wurde 2007 von den Gründern der Blogs netzpolitik.org und Spreeblick ins Leben gerufen. Bis Mittwochabend wurden 8000 Besucher in Berlin erwartet.

Di, 2016-05-03 19:00
Luxemburg (dpa)

Der EuGH urteilt über Klagen gegen die EU-Tabakrichtlinie

Luxemburg (dpa) - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) urteilt am Mittwoch (9.30 Uhr) über mehrere Klagen gegen die EU-Tabakrichtlinie. Polen klagt etwa gegen das künftige Verbot von Mentholzigaretten. Die britische Firma «Totally Wicked» wehrt sich gegen Auflagen für elektronische Zigaretten und die Tabakkonzerne Philip Morris und British American Tobacco gehen gegen die Umsetzung der EU-Richtlinie in britisches Recht vor.

Die Tabakrichtlinie war 2014 ausgehandelt worden. Unter anderem müssen demnach Aromen, die den Tabakgeschmack überdecken, künftig vom Markt verschwinden. Zudem sollen in Zukunft für elektronische Zigaretten weitgehend die gleichen Werbebeschränkungen gelten wie für andere Tabakerzeugnisse.

Di, 2016-05-03 19:00
Berlin (dpa)

Syrien-Spitzengespräch in Berlin

Berlin (dpa) - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) will die stockenden Friedensgespräche für Syrien wieder in Gang bringen. Deshalb empfängt er am Mittwoch (16.00 Uhr) in Berlin den syrischen Oppositionsführer Riad Hidschab, den UN-Sondergesandte Staffan de Mistura sowie Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault. Bei dem Treffen in der Villa Borsig am Tegeler See soll es vor allem um die Voraussetzungen gehen, unter denen die Genfer Friedensverhandlungen fortgesetzt werden können.

Trotz Waffenruhe hatte die Gewalt in Syrien zuletzt wieder massiv zugenommen, vor allem im nordsyrischen Aleppo. Die Opposition macht dafür das Regime von Machthaber Baschar al-Assad verantwortlich. Aus Protest gegen die Eskalation waren die Regimegegner in der vorvergangenen Woche von den Genfer Friedensgesprächen abgereist.

Die Welt besser machen.
Wie? Steht im Greenpeace Magazin!

6 Ausgaben im Jahr
gedruckt oder als App
ab 29,50 Euro

Produkt der Woche Button

Gartenmesser

31,50 €
25,20 €

Dieses handwerklich gefertigte Gartenmesser wurde in einem Traditionsbetrieb im Frankenwald, der für seine Qualitätswerkzeuge bekannt ist, gefertigt.

Jetzt bestellen
Di, 2016-05-03 18:51
Berlin (dpa)

Berliner Fessel-Ballon gerät in Unwetterfront

Berlin (dpa) - Schreckmoment in Berlin: Der Aussichts-Fesselballon nahe dem Checkpoint Charlie ist am Dienstagabend durch Windböen in Turbulenzen geraten. Der Ballon sei in 150 Meter Höhe in eine Unwetterfront geraten, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. In der halboffenen Kabine für Passagiere unterhalb des Ballons waren zu dem Zeitpunkt 20 Menschen, so der Sprecher. Einige kauerten sich einem Augenzeugenbericht zufolge hin und hielten sich fest. Wegen des starken Windes gelang es für mehrere Minuten nicht, den Ballon wieder an den Boden zu holen. Er driftete immer wieder in Richtung eines Hauses ab.

Nach Angaben der Polizei konnten die Passagiere schließlich in Sicherheit gebracht werden. Die Menschen wurden vor Ort medizinisch betreut. Ob sie verletzt wurden, war noch unklar. Der Ballon, der zum Berliner Stadtbild gehört, ist am Boden befestigt und steigt normalerweise nur auf und ab.

Di, 2016-05-03 18:26
Washington (dpa)

Trump bringt Vater von Cruz mit Kennedy-Mörder in Verbindung

Washington (dpa) - Der US-Vorwahlkampf der Republikaner hat am Dienstag noch einmal an Schärfe und Bitterkeit zugelegt. Präsidentschaftsbewerber Donald Trump griff eine Meldung des Boulevardblattes «National Enquirer» auf und brachte den Vater seines Erzrivalen Ted Cruz mit dem Attentäter von John F. Kennedy in Verbindung. Cruz reagierte überaus empört, nannte Trump einen «pathologischen Lügner» und warnte, die USA könnten in einen Abgrund stürzen, sollte Trump zum Präsidenten gewählt werden.

Zur neuerlichen verbalen Eskalation kam es während der möglicherweise entscheidenden Vorwahl am Dienstag im Bundesstaat Indiana. Räumt Trump dort ab, hätte Cruz kaum noch Chancen, dem Multimilliardär die Nominierung als Spitzenkandidat streitig zu machen.

Trump übernahm in einem Telefoninterview des Senders Fox News die Darstellung des «Enquirer», Rafael Cruz sei kurz vor dem Mord an Kennedy mit dem Attentäter Lee Harvey Oswald zusammengewesen. Dem Blatt zufolge zeigt ihn ein Bild mit Oswald beim Verteilen von Pro-Fidel-Castro-Flugblättern in New Orleans im Jahr 1963 - ein paar Monate vor Kennedys Ermordung in Dallas.

«Was hatte er mit Lee Harvey Oswald zu schaffen, kurz vor dem Tod?» fragte Trump. «Es ist schrecklich.»

Di, 2016-05-03 18:35
York (dpa)

Rebellen treffen Klinik im syrischen Aleppo - Hoffnung auf Waffenruhe und -Handout

Aleppo ist der umkämpfteste Schauplatz in Syriens Bürgerkrieg. Von einer Waffenruhe ist dort nichts zu spüren. Und wieder trifft es eine Klinik. Können Moskau und Washington ihren Einfluss geltend machen?

Aleppo/New York (dpa) - Bei Angriffen im nordsyrischen Aleppo haben Rebellen nach Angaben des Regimes auch ein Krankenhaus getroffen und dabei mindestens drei Frauen getötet. Seit Beginn des Bürgerkriegs ist es in Syrien nach UN-Angaben bereits zu mehr als 360 Angriffen auf rund 250 medizinische Einrichtungen gekommen. In einer am Dienstag einstimmig verabschiedeten Resolution verurteilte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Angriffe auf Krankenhäuser, andere Gesundheitseinrichtungen und deren Mitarbeiter scharf.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, dass solche Angriffe nicht nur in Syrien stattfänden. Auch im Jemen, im Irak und im Südsudan würden Krankenhäuser ins Visier genommen. «Was wir brauchen, ist ein grundlegender Verhaltenswandel in der Kriegsführung», sagte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer. Joanne Liu, Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, sprach von einer «Epidemie an Attacken auf Gesundheitseinrichtungen».

Erst Mitte vergangener Woche waren mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen, als eine Klinik im Rebellengebiet bei Luftangriffen getroffen wurde. Die Opposition und Regierungen im Westen machten dafür die syrische Luftwaffe verantwortlich, die das zurückwies.

Der UN-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura geht davon aus, dass in dem Krieg inzwischen bereits 400 000 Menschen getötet worden sind.

Insgesamt starben am Dienstag bei massivem Beschuss von Vierteln unter Kontrolle von Anhängern der Regierung mindestens 14 Menschen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete. Menschenrechtler bezifferten die Zahl der Opfer in Aleppos Regimegebiet auf 19 Tote und rund 80 Verletzte. Helikopter der syrischen Luftwaffe hätten zudem international geächtete Fassbomben über Rebellengebieten abgeworfen.

Aleppo und das Umland gelten als der umkämpfteste Schauplatz im syrischen Bürgerkrieg. Bereits in den vergangenen Tagen war die Gewalt in Aleppo trotz einer Feuerpause eskaliert. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge starben in den vergangenen zehn Tagen fast 280 Zivilisten in der Stadt, die zwischen Regierung und Opposition geteilt ist.

Syriens Partner Russland schloss eine baldige Rückkehr zur Waffenruhe in der Region nicht aus. «Ich hoffe, dass in allernächster Zukunft - vielleicht sogar in den nächsten Stunden - eine solche Lösung erklärt wird», sagte Moskaus Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen mit dem UN-Sonderbeauftragten De Mistura in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Er kündigte an, Russland und die USA wollten künftig auch von Genf aus die Einhaltung der Waffenruhe überwachen.

Laut Sana wurden bei dem Angriff auf die Klink am Dienstag auch 17 Frauen und Kinder verletzt. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle meldete ebenfalls Opfer und erklärte, das Krankenhaus sei stark beschädigt worden.

Syriens Armeeführung machte die radikale Al-Nusra-Front und andere Rebellengruppen für den Beschuss der Regimegebiete verantwortlich und erklärte, sie schlage die Angriffe zurück, wie Sana berichtete. Die Al-Nusra-Front ist ein Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Sie hat in den Rebellengebieten Aleppos und im Umland der Stadt Stellungen. Die Ende Februar geltende Waffenruhe gilt für sie genauso wenig wie für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

weiterlesen

Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Außerdem Interessant

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

weiterlesen

Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

Außerdem Interessant

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

weiterlesen

Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

Außerdem Interessant

Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

1 2 3
Di, 2016-05-03 17:49
Dresden (dpa)

Pegida-Chef Bachmann wegen Volksverhetzung verurteilt - Geldstrafe

Dresden (dpa) - Pegida-Gründer Lutz Bachmann ist wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Dresdner Amtsgericht verhängte 120 Tagessätze zu je 80 Euro, insgesamt 9600 Euro, gegen den Chef des islam- und fremdenfeindlichen Bündnisses. Richter Hans Hlavka ließ unter Verweis auf Zeugen keinen Zweifel daran, dass er den 43-Jährigen für den Autor der Facebook-Kommentare hält, in denen Flüchtlinge herabgewürdigt wurden und zum Hass gegen sie angestachelt wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der wegen anderer Delikte wie Diebstahl und Drogenhandel bereits vorbestrafte Angeklagte hatte bestritten, dass diese Posts von ihm stammten. Richter Hlavka wertete aber Bachmanns Erklärung dazu bei einer Pegida-Kundgebung als «klares Schuldeingeständnis». Der Angeklagte könne sich nicht auf Meinungsfreiheit berufen. «Wenn ein Gesetz verletzt wird, dann gibt es keine Meinungsfreiheit», betonte der Richter. Bachmann habe Flüchtlinge in ihrer Menschenwürde herabgesetzt und dadurch den öffentlichen Frieden gestört, sagte er.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung gefordert. Sie will eine Revision prüfen. Die Verteidigung hatte einen Freispruch verlangt. Bachmann nahm die Entscheidung emotionslos auf und äußerte sich nicht.

Di, 2016-05-03 18:00
Berlin (dpa)

Arbeiten 4.0 - Nahles stellt sich Fragen der re:publica-Besucher

Wie werden wir morgen arbeiten? Wie die digitale Transformation die Arbeitswelt erfasst, wird auf der re:publica heiß diskutiert. Andere drängende Themen für die Community sind die Flüchtlingskrise und der Umgang mit Hasskomentaren in Netz

Berlin (dpa) - Wie sieht die Arbeitswelt in Zeiten von Industrie 4.0 aus? Der Diskussion auf der re:publica in Berlin hat sich am Dienstag auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gestellt. «Dass nicht alles so bleiben wird wie es ist, ist - glaube ich - ziemlich klar», sagte Nahles. Es müssten nun alle Beteiligten darüber verhandeln, wohin die Reise gehe. Den «Katastrophenalarm», den etwa viele aktuelle Studien verbreiten, wolle sie selbst aber nicht wiederholen. Es gehe viel eher darum, Kompromisse zu finden.

Unter anderem beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar war eine Studie veröffentlicht worden, wonach in den kommenden Jahren fünf Millionen Arbeitsplätze durch Vernetzung und Automatisierung in der Industrie 4.0 vernichtet werden könnten. Andere Studie sagen einen Verlust von bis zu 50 Prozent der Arbeitsplätze voraus. Die Prognosen werden jedoch vielfach als zu vage und teils aus der Luft gegriffen kritisiert.

Doch als gewiss gilt, dass sich die Arbeit voraussichtlich radikal verändert, wenn Arbeitsbereiche immer mehr durch Softwarelösungen automatisiert oder Fertigung und Dienstleistungen von intelligenten Maschinen und Robotern übernommen werden können. Nahles forderte deshalb ein Recht auf Weiterbildung, die die Arbeitnehmer fit für die Transformation machen könne - «ohne den Apokalyptikern damit Recht geben zu wollen».

Auch ausgebildete Arbeitnehmer müssten sich weiterbilden können. Bei Bosch gebe es etwa ein Modellprojekt, bei dem über Weiterbildungsmodule die Arbeitnehmer an Arbeiten der Zukunft herangeführt würden. «Dafür müssen wir die nächsten Jahre in den Betrieben werben.»

Nahles sagte, sie habe darauf gedrungen, dass die Arbeitsministerin überhaupt an der Digitalen Agenda beteiligt sei. «Wir sind erst seit letztem Jahr dabei.» Im Grünbuch Arbeiten 4.0 habe ihr Ministerium eine breite Debatte angestoßen und Orientierungsräume geschaffen, darunter über Wahlarbeitszeit, intelligente Lösungen für Selbständige, und bessere Finanzierung von Start-ups in der zweiten Entwicklungsphase. Das Ergebnis werde als Weißbuch im Herbst vorliegen. 

Auf der re:publica stehen noch bis einschließlich Mittwoch die Herausforderungen in der digitalen Welt zur Diskussion. Auch die Media Convention ist mit einem eigenen Vortragsprogramm vertreten.

Mehrere Debatten am Dienstag beschäftigten sich mit der Flüchtlingskrise und der Problematik mit Hasskommentaren im Internet. Der Rechtsphilosoph Ino Augsberg von der Universität Kiel warnte davor Entscheidungskompetenzen in Sachen Hate Speech an private Unternehmen übertragen. «Die Verlagerung der Prüfungskompetenz darüber, ob eine zulässige Meinungsäußerung vorliegt, an ein privates Unternehmen wie Facebook, ist hochproblematisch», sagte er.

«Das müsste ein Rechtsstaat, das müsste gegebenenfalls ein Parlament entscheiden und nicht eine nicht-öffentliche Arbeitsgruppe». Für ihn sei der Weg richtig, «Sonderstaatsanwaltschaften gegen Cyberkriminalität einzurichten, die gezielt geschult sind, die strafrechtlichen Maßstäbe anzuwenden.» Vorgestellt wurde zudem die Europarat-Kampagne «No Hate Speech». Ihr Ziel ist, Hassreden im Netz «in aller Form» zu bekämpft werden und Opfer zu schützen und zu stärken.

Für den syrischen YouTuber Firas Alshater (25) sind Toleranz, Geduld - aber auch Humor - Schlüssel zur Integration. «Alle Menschen lachen in derselben Sprache», sagte er auf der re:publica. «Humor ist der beste Weg, um das Herz der Menschen zu öffnen.» Alshater gilt als der erste Flüchtling hierzulande mit einem YouTube-Kanal. Mit seinen Video «Wer sind diese Deutschen?» landete er Anfang des Jahres einen enormen Erfolg. Ein großes Problem sei die Bürokratie in Deutschland, sagte Alshater. «Ich kenne einen Flüchtling, der seit sechs Jahren auf seine Aufenthaltserlaubnis wartet. Wie soll da Integration gelingen?» 

Die Soziologin und Migrations-Expertin von der Columbia-University kündigte dramtische Veränderungen an. So werden etwa der Klimawandel ganze Migrationswellen in Bewegung setzen, da beispielsweise durch den steigendenden Meeresspiegel und die Versteppung Teile der Erde unbewohnbar würden.

Die re:publica wurde 2007 von den Gründern der Blogs netzpolitik.org und Spreeblick ins Leben gerufen. Bis Mittwochabend wurden 8000 Besucher in Berlin erwartet.

Di, 2016-05-03 17:19
Herndon (dpa)

VW verkauft in USA erneut weniger Autos

Herndon (dpa) - US-Autokäufer machen nach dem Abgas-Skandal weiter einen Bogen um Volkswagen. Der Neuwagen-Absatz der Marke VW brach im April verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent auf 27 112 Stück ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit fiel das Minus allerdings nicht mehr ganz so deutlich aus wie im Vormonat.

Golf und Passat blieben Ladenhüter, auch der einstige Verkaufsschlager Jetta schwächelte weiter. Ein dickes Plus gab es einzig beim Stadtgeländewagen Tiguan. Seit Jahresbeginn gingen die Verkäufe insgesamt um 11,7 Prozent zurück.

Der Wolfsburger Hersteller tut sich auf dem US-Markt schon lange schwer. Die im September 2015 bekanntgewordene Affäre um manipulierte Abgaswerte verschärfte die Situation noch weiter. VW hatte den Verkauf von Diesel-Modellen danach gestoppt, was den Absatz seit Monaten zusätzlich belastet.

Deutlich besser lief es im April bei der VW-Oberklassetochter Audi. Die Ingolstädter verkauften 17 801 Wagen und damit 5,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den ersten vier Monaten lagen sie damit 5,6 Prozent über den Verkaufszahlen des Vorjahres.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

weiterlesen

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

weiterlesen

 

„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

weiterlesen

Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

1 2 3
Di, 2016-05-03 17:23
Stendal (dpa)

Bewährungsstrafe für Nazi-Schmierereien in Salzwedel

Stendal (dpa) - Wegen Nazi-Schmierereien an Hauswänden und Schaufenstern in der Innenstadt von Salzwedel (Sachsen-Anhalt) ist ein 24-Jähriger zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Stendal habe den Mann am Dienstag im Berufungsprozess anhand mehrerer Indizien für schuldig befunden, sagte ein Sprecher. Zudem müsse er 1000 Euro an die Staatskasse zahlen. In erster Instanz hatte das Amtsgericht Salzwedel den Angeklagten im vergangenen Oktober freigesprochen, weil es die Indizien als nicht ausreichend erachtete. Das aktuelle Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht in Stendal überzeugte unter anderem, dass das Auto des Mannes am Tatort gesehen wurde und ausgeschlossen werden konnte, dass es jemand anderes genutzt hat. Zudem habe es einen Chatverkehr gegeben, in dem der Beschuldigte einen mutmaßlichen Mittäter aufforderte, Quittungen zu vernichten, die im Zusammenhang mit der Tat standen, sagte der Gerichtssprecher. Zudem habe eine Zeugin eine Personenbeschreibung geliefert, die auf den Angeklagten gepasst habe.

Di, 2016-05-03 17:48
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Zitat: Trump schaut schon über Indiana hinaus

«Ich werde jetzt anfangen, mich auf Hillary zu konzentrieren. Das wird so einfach sein, das wird so großartig. Es wird so großartig werden. Schlechtes Urteilsvermögen. Die unehrliche Hillary, erinnert Ihr Euch? Die unehrliche Hillary. Schlechtes Urteilsvermögen. Ich habe das nicht gesagt! Es war Bernie (Sanders), der das gesagt hat. Sollte ich Kritik abbekommen, wo doch Bernie das gesagt hat? Nun, hier ist die Geschichte. Bernie hat gesagt: schlechtes Urteilsvermögen. Und es ist wahr.»

(Donald Trump, republikanischer Bewerber im Rennen um das Weiße Haus, vor der Wahl in Indiana in einem typisch Trump'schen rhetorischen Muster.)

Di, 2016-05-03 17:04
Dresden (dpa)

Pegida-Chef Bachmann wegen Volksverhetzung zu Geldstrafe verurteilt

Dresden (dpa) - Pegida-Gründer Lutz Bachmann ist vom Amtsgericht Dresden wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 9600 Euro (120 Tagessätze zu je 80 Euro) verurteilt worden. Der Kopf des islam- und fremdenfeindlichen Bündnisses soll Flüchtlinge in Facebook-Kommentaren herabgewürdigt und zum Hass gegen sie angestachelt haben. Der wegen anderer Delikte wie Diebstahls und Drogenhandels bereits vorbestrafte 43-Jährige hatte bestritten, dass diese Kommentare von ihm stammten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Monaten gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Das Urteil vom Dienstag ist noch nicht rechtskräftig.

Di, 2016-05-03 17:11
Brüssel (dpa)

Ein Leak mit Folgen? TTIP nach den Greenpeace-Veröffentlichungen

Greenpeace hat geheime Papiere zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP veröffentlicht. Bislang fanden die Verhandlungen vor allem in Hinterzimmern statt. Doch auch einen Tag nach dem Leak sind die Folgen für die Gespräche noch nicht völlig absehbar.

Brüssel (dpa) - 800 Millionen Verbraucher, eine gemeinsame Freihandelszone. Die «Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft» (TTIP) soll Zölle und andere Handelsbarrieren zwischen der EU und den USA abbauen. Greenpeace hat 240 Seiten Verhandlungsdokumente zu dem geplanten Abkommen veröffentlicht. Was bedeutet das für die weiteren Gespräche? Ein Überblick:

Welche Auswirkungen haben die Leaks auf den Fortgang der Verhandlungen und das Verhältnis zu den USA?

Die US-Seite habe stets Vertraulichkeit in den Verhandlungen verlangt, sagte EU-Chefunterhändler Ignacio Garcia Bercero. Er fürchtete, das Vertrauen zwischen den Verhandlungspartnern könne beeinträchtigt werden. Die offizielle Reaktion der USA fiel jedoch betont gelassen aus. Ein «materieller Einfluss» auf das Abkommen sei nicht zu erwarten, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. 

Führende EU-Parlamentarier gehen zumindest nicht davon aus, dass die Beziehungen zwischen den USA und der EU nachhaltig beschädigt sind. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange (SPD), sieht in den veröffentlichten Dokumenten allerdings die Blockadehaltung der USA bestätigt, die sich «in ihren fundamentalen Positionen Null Komma Null bewegen».

Ist der Zeitplan der Verhandlungen einzuhalten?

Es mehren sich Zweifel, dass das TTIP-Abkommen noch in der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama zum Abschluss kommt. Zu lang sei die Liste mit offenen Punkten, in denen sich die EU und die USA noch beharkten, sagt etwa der EU-Abgeordnete Lange. Chefunterhändler Bercero sagt, bis Endes des Jahres solle so viel Fortschritt wie möglich erzielt werden. Zumindest TTIP-Eckpunkte sollen bis dahin stehen. Die EU-Kommission gibt sich zuversichtlich, dass das erreicht werden könne. Der EU-Parlamentarier und Handelsexperte Daniel Caspary (CDU) betont, Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit. Denkbar ist jedoch auch ein Vertragsabschluss mit dem Amtsnachfolger Obamas.

Wie reagiert die EU? Wie kann die EU-Kommission das Leck nun finden?

Für die EU-Kommission ist das Leck in erster Linie unangenehm. Sie hatte den USA in den Verhandlungen Vertraulichkeit zugesichert. Für die Öffentlichkeit waren die Verhandlungsdokumente nicht vollständig einsehbar, die EU machte eigene Verhandlungspositionen bekannt, die Forderungen und Verhandlungsführung der US-Seite blieben jedoch weitgehend unter Verschluss. Europaabgeordnete durften sie etwa lediglich in speziellen Leseräumen einsehen, ohne jedoch Kopien anfertigen zu können. Bei den geleakten Dokumenten handelt es sich nun um Abschriften, so dass nicht ohne Weiteres erkennbar ist, woher die Texte stammen. Die EU-Kommission werde dem Leck jedoch nachgehen, hieß es vage.

Di, 2016-05-03 17:30
Dresden (dpa)

Pegida-Chef Bachmann wegen Volksverhetzung zu Geldstrafe verurteilt

Dresden (dpa) - Pegida-Gründer Lutz Bachmann ist vom Amtsgericht Dresden wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 9600 Euro (120 Tagessätze zu je 80 Euro) verurteilt worden. Der Kopf des islam- und fremdenfeindlichen Bündnisses soll Flüchtlinge in Facebook-Kommentaren herabgewürdigt und zum Hass gegen sie angestachelt haben. Der wegen anderer Delikte wie Diebstahl und Drogenhandel bereits vorbestrafte 43-Jährige hatte bestritten, dass diese Kommentare von ihm stammten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Monaten gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Das Urteil vom Dienstag ist noch nicht rechtskräftig.

Di, 2016-05-03 17:26
York (dpa)

UN-Sicherheitsrat will Krankenhäuser in Kriegsgebieten schützen

New York (dpa) - Krankenhäuser in Kriegsgebieten sollen nach dem Willen des UN-Sicherheitsrats künftig besser geschützt werden. In einer am Dienstag einstimmig verabschiedeten Resolution verurteilt das höchste UN-Gremium Angriffe auf Krankenhäuser, andere Gesundheitseinrichtungen und deren Mitarbeiter scharf. Die Sitzung in New York fand nur Stunden nach Angriffen auf ein Krankenhaus im nordsyrischen Aleppo statt, bei dem mindestens drei Menschen starben. Seit Beginn des Bürgerkriegs kam es in Syrien nach UN-Angaben zu mehr als 360 Angriffen auf rund 250 medizinische Einrichtungen.

Angriffe auf Verwundete und Kranke sowie auf medizinisches und humanitäres Personal verurteilt die Resolution scharf und fordert alle beteiligten Parteien eines Konflikts auf, ihre Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken. Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen werden zudem als Bruch internationalen humanitären Rechts eingestuft.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, dass solche Angriffe nicht nur in Syrien stattfänden. Auch im Jemen, im Irak und im Südsudan würden Krankenhäuser ins Visier genommen. Zudem war im vergangenen Oktober ein Krankenhaus im afghanischen Kundus bei einem Bombardement des US-Militärs zerstört worden - Dutzende Menschen starben dabei.

«Was wir brauchen, ist ein grundlegender Verhaltenswandel in der Kriegsführung», sagte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer. Joanne Liu, Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, sprach in der Sitzung von einer «Epidemie an Attacken auf Gesundheitseinrichtungen».

Di, 2016-05-03 16:31
Dresden (dpa)

Staatsanwalt fordert Freiheitsstrafe für Bachmann

Dresden (dpa) - Im Prozess gegen Pegida-Gründer Lutz Bachmann wegen Volksverhetzung hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten gefordert. Dem Kopf des islam- und fremdenfeindlichen Bündnisses wird vorgeworfen, Flüchtlinge in Facebook-Kommentaren herabgewürdigt und zum Hass gegen sie angestachelt zu haben. Der wegen anderer Delikte wie Diebstahl und Drogenhandel bereits vorbestrafte 43-Jährige bestreitet, dass die Kommentare von ihm stammten. Die Verteidigung plädierte am Dienstag auf Freispruch. Das Amtsgericht Dresden wollte noch am Nachmittag sein Urteil sprechen.

Di, 2016-05-03 16:22
au-Prince (dpa)

Mehrere Tote nach Unwettern in Haiti

Port-au-Prince (dpa) - In Haiti sind mehrere Menschen nach heftigen Unwettern ums Leben gekommen. Wie lokale Medien unter Berufung auf das Innenministerium in Port-au-Prince am Dienstag berichteten, starben am Wochenende mindestens acht Menschen bei einem Bootsunglück vor der Küste des verarmten Karibikstaats.

Einem Bericht des Senders Radio Metropole zufolge hatten zudem starke Niederschläge in den vergangenen Tagen landesweit zu Überschwemmungen geführt, darunter in der Hauptstadt Port-au-Prince. Dabei kamen demnach mindestens zwei Menschen ums Leben. Bilder örtlicher Medien zeigten ganze Straßenzüge unter Wasser. Im südlichen Département Nippes seien in der Landwirtschaft viele Felder in der Nähe der übergetretenen Flüsse zerstört worden.

Di, 2016-05-03 16:08
Düsseldorf (dpa)

Islamist quälte Frau und Kind: Fast drei Jahre Haft

Düsseldorf (dpa) - Ein Islamist aus Mönchengladbach ist für die Misshandlung seiner schwangeren Verlobten und ihres Sohnes zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht in Düsseldorf sprach den 31-Jährigen aus dem Umfeld des inhaftierten Salafistenführers Sven Lau wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung schuldig. Mit seinen Quälereien habe er den Jungen «stählen und zum Gotteskrieger machen wollen». Das Gericht ging mit dem Urteil noch ein halbes Jahr über den Strafantrag der Anklage hinaus.

Die Richterin kritisierte die Rechtsanwälte: Auf deren Betreiben hin habe das Paar während der Untersuchungshaft geheiratet und damit die Aussage des elfjährigen Jungen vor Gericht verhindert und frühere Angaben mit einem Verwertungsverbot belegt. «Leider ist es passiert, dass die Anwälte verhindert haben, dass der kleine junge sein Recht bekam», sagte die Richterin. Die vollverschleiert erschienene Frau hatte die Aussage verweigert. Deshalb wurde auf eine ältere Vernehmung zurückgegriffen, bei der sie die Misshandlungen geschildert hatte.

Der Angeklagte soll seine Verlobte mehrmals gewürgt, geschlagen und getreten sowie ihren elfjährigen Sohn ebenfalls schwer misshandelt haben. Die Frau war in ein Frauenhaus geflüchtet, später aber zu ihrem Peiniger zurückgekehrt.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Seiten