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Fr, 2015-09-04 04:02
Lübtheen (dpa)

Wölfe in Deutschland

Lübtheen (dpa) - Lange war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Immer wieder wanderten vereinzelte Tiere aus Polen ein, doch erst nach Öffnung der Grenzen zwischen Ost und West vor 25 Jahren kam der Wolf auf Dauer zurück. Mittlerweile leben bundesweit wieder bis zu 300 Tiere in freier Natur. Die meisten von ihnen ziehen durch Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Kaum ein Raubtier wurde jahrhundertelang so gefürchtet wie der Wolf. Durch Märchen geistert er als blutrünstige Bestie.

Die in Mitteleuropa etwa 30 Kilogramm schweren Tiere sind in Deutschland streng geschützt und dürfen nicht gejagt werden. Das Revier eines Rudels ist häufig mehr als 200 Quadratkilometer groß. Auf seinen Streifzügen kann ein Wolf in einer Nacht gut 50 Kilometer zurücklegen. Auf seinem Speiseplan stehen Rehe, Hirsche und Wildschweine. Er reißt vor allem schwache und kranke Tiere. Auch Schafe schätzt er als leichte Beute, wenn sie nicht ausreichend geschützt werden.

Fr, 2015-09-04 04:00
Lübtheen (dpa)

Was tun, wenn der Wolf kommt? Von Anne-Beatrice Clasmann, dpa

Für Artenschutz kann man in Deutschland viele Menschen begeistern, sogar manchen Jäger. Es sei denn, es geht um den Wolf. Denn der stört nicht nur die Schäfer.

Lübtheen (dpa) - Er war gerade erst hier, und er kam wohl alleine. Die Spuren des Wolfsrüden sind noch gut zu erkennen in dem vom Regen durchweichten Sand der Wanderdüne. Leise streicht der Wind über die violett blühende Heide. Menschen leben hier auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im mecklenburgischen Lübtheen schon lange nicht mehr. Das freut den Wolf. Denn der Fleischfresser ist ein scheues Tier. Er weicht zurück, sobald sich die großen, lärmenden Zweibeiner nähern. Einzige Ausnahmen: der Wolf ist tollwütig oder wurde als Welpe von Menschen gefüttert.

Wird in Deutschland doch einmal ein Wolf auf einer Dorfstraße gesichtet, gilt er als verhaltensauffällig. Sanktionen drohen. Zuerst wird an seinem Körper ein Sender angebracht. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn - wir erinnern uns - Wölfe sind scheu. Die deutschen Wolfsforscher haben sich deshalb eine Zeit lang mit «gepolsterten Tellereisen» beholfen. Das sind Tierfallen, bei denen die Eisenteile ausgepolstert sind, damit die Tiere keinen Schaden nehmen. Heute ist das allerdings nicht mehr möglich. Denn ausgerechnet die Jäger, deren Verband sich für eine Herabstufung des Wolfes in eine niedrigere Schutzkategorie einsetzt, haben die Forscher wegen der Verwendung dieser durch eine EU-Verordnung verbotenen Tellereisen angezeigt.

Für die Tierschützer bedeutet das: Sie müssen sich jetzt viele Stunden auf die Lauer legen. So lange, bis sich eine Gelegenheit bietet, den gesuchten Wolf mit dem Betäubungsgewehr zu erwischen.

Taucht der mit dem Sender versehene Wolf dann erneut in menschlichen Siedlungen auf, droht ihm der Abschuss. Gerhard Adams, der im Bundesumweltministerium die Abteilung Artenschutz leitet, rät Menschen, die einen Wolf in der Ferne auf sich zukommen sehen, sich vorsichtig zurückzuziehen. Spaziergänger mit Hund müssten allerdings damit rechnen, dass der Wolf den Hund angreife, den er als Eindringling in seinem Revier wahrnehme. «Dann sollte man laut schreien und mit den Armen fuchteln, um den Wolf zu vertreiben», sagt Adams. Das Ministerium will demnächst auf seiner Website auch Verhaltensregeln für Begegnungen mit dem Wolf veröffentlichen.

Ganz andere Sorgen bereitet das schlanke Raubtier der Wanderschäferin Heike Griem aus Boizenburg. Seitdem der Wolf in ihrer Gegend ist, müssen sie und ihre Helfer jedes Mal, wenn die Herde weiterzieht, einen mobilen elektrischen Weidezaun aufstellen. Zusätzlichen Schutz liefern Herdenschutzhunde. Für den Zaun und die sechs Pyrenäenberghunde gab es Zuschüsse von zwei Landesregierungen. Denn Griems rund 2200 Schafe und Lämmer weiden in Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins, die als «Wolfserwartungsgebiete» gelten.

Zwar zeigen sich die Wölfe, die am Tag bis zu 70 Kilometer zurücklegen, gelegentlich auch in anderen Regionen. Dort gibt es allerdings keine Zuschüsse für Schutzmaßnahmen, sondern nur Entschädigungszahlungen für jedes Schaf, das mutmaßlich von einem Wolf gerissen wurde.

Heike Griem (45) hat persönlich nichts gegen den Wolf, obwohl er ihr viel Arbeit macht. Vier bis fünf Stunden dauert es, bis eine neue Weide eingezäunt ist. Der schwere Zaun, den sie dafür über die Wiese schleppen muss, wiegt 14 Kilogramm. Die kräftige Frau mit dem Schlapphut sagt: «Der Wolf und ich, wir sind einander ähnlich - wir sind beide Grenzgänger.»

Griem hat viel zu tun. Als Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) kürzlich da war, um sich im Naturschutzgebiet Büchener Sander zeigen zu lassen, wie Wolfsschutz in der Praxis funktioniert, eilten die beiden Frauen so schnell über die Wiesen, dass die angereisten Fotografen alle Mühe hatten, dranzubleiben. Die Herdenschutzhunde schlugen prompt an, als der Tross aus Berlin den Weidezaun erreichte.

Die vierbeinigen Beschützer der Schafe ticken anders als Hütehunde. «Der Hütehund hält die Herde zusammen, er ist immer bei mir und führt meine Anweisungen aus», erklärt Schäferin Griem. Der Herdenschutzhund arbeite dagegen selbstständig. Da er unter Schafen großgeworden sei, fühle er sich als Teil der Herde. Griem sagt: «Er ist halt der Kumpel von den Schafen.»

Aus Sicht des Landwirtschaftsministers von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), ist der Wolf auf jeden Fall leichter zu managen, als der Rechtsextremismus, der sich in seinem dünn besiedelten Bundesland ebenso ausgebreitet hat wie die Raubtiere. Im Schweriner Landtag ist die NPD mit fünf Abgeordneten vertreten. In der kleinen Stadt Lübtheen, unweit des ehemaligen Truppenübungsplatzes, sind die Rechten besonders aktiv. Vom «braunen Osten» will Backhaus aber trotzdem nichts hören. Er weißt darauf hin, dass einige führende NPD-Funktionäre, die hier leben, ursprünglich aus der alten Bundesrepublik stammen. So auch Udo Pastörs, der sich vor einigen Jahren in Lübtheen niedergelassen hat.

Auf dem Truppenübungsplatz Lübtheener Heide lebt schon lange niemand mehr. Die Bewohner des Dorfes Quast waren schon zu DDR-Zeiten zwangsumgesiedelt worden. Quast musste 1961 einer Erweiterung des Übungsplatzes für die Nationale Volksarmee weichen. Der letzte Einwohner des kleinen 80-Seelen-Dorfes war ein sperriger, heimatverbundener Geselle. Der alte Mann habe sich an seinem Bett festgekettet und sei dann mitsamt dem Bett weggetragen worden, erzählt Revierförster Joachim Kolmer.

Danach wurde auf dem nun auf über 6000 Hektar angewachsenen Gelände, das schon von der Wehrmacht für Übungen genutzt worden war, nur noch kommandiert, geschossen und durch den Schlamm gerobbt. Nach dem Untergang der DDR nutzte die Bundeswehr den Truppenübungsplatz auch, um in nachgebauten «afghanischen Dörfern» Häuserkampf zu üben. Im Herbst 2013 zog die Bundeswehr ab. Jetzt lebt hier nur noch der Wolf.

Das Gelände ist öffentlich zugänglich. Dass hier in der Mittagssonne jetzt eine Mutter mit ihren Kindern und einem Schäferhund spazieren geht, missfällt den Forstbeamten nicht etwa deshalb, weil sie eine Begegnung mit dem Wolf befürchten. Ihnen ist nicht ganz wohl wegen der vielen Munition, die hier noch im Boden liegt. Am Rande des Kiefernwaldes stehen Warnschilder mit der Aufschrift «Munitionsverseuchtes Gelände - Lebensgefahr - Betreten verboten!»

Trotzdem ist der ehemalige Truppenübungsplatz, der im vergangenen Juni zusammen mit weiteren 25 000 Hektar im gesamten Bundesgebiet dem «Nationalen Naturerbe» zugeschlagen wurde, ein «Sahnestück». Was das Gebiet aus Sicht der Naturschützer so wertvoll macht, sind erstens seine schiere Größe und zweitens die unbewaldeten Heideflächen, auf denen der Wolf jetzt seine Kreise zieht.

Mehr als 100 Jahre lang gab es keine Wölfe in Deutschland. Seit 15 Jahren ist der Canis lupus wieder da. Die meisten der schätzungsweise 300 Wölfe leben in Sachsen.

Einzelne Tiere, die früher von Osten kommend versucht hatten, hier heimisch zu werden, lebten meist nicht lange. Denn bis zur Wiedervereinigung galten die Wölfe in der DDR als jagbares Wild.

Auch jetzt noch gibt es Menschen, die sich um das Abschuss-Verbot nicht scheren. Die meisten deutschen Wölfe, die nicht an Altersschwäche oder krankheitsbedingt sterben, werden entweder illegal geschossen oder überfahren. In seltenen Fällen verlieren sie auch einmal einen Kampf gegen Wildschweine. Die sind nach Rehen und Rotwild ihre drittliebsten Beutetiere. Schafe und Ziegen stehen dagegen nur in Ausnahmefällen auf dem Speiseplan von Meister Isegrim.

Die gute Nachricht für die Jäger: Seitdem der Wolf zurück in Deutschland ist, wird nicht weniger Wild von Jägern erlegt als zuvor. Und auch nicht jedes Schaf, das angeblich vom Wolf gerissen wurde, starb auch wirklich zwischen den Zähnen eines Wolfes. Artenschutz-Experte Adams weiß: «Da, wo der Wolf auftaucht, wird ihm einfach alles in die Schuhe geschoben.» Das gilt möglicherweise auch für Frankreich. In Paris waren wütende Schafzüchter im vergangenen November mit ihren Tieren zum Eiffelturm gezogen, um eine höhere Abschuss-Quote für den Wolf zu fordern.

Fr, 2015-09-04 02:16
Ankara (dpa)

Türkisches Parlament verlängert Militäreinsätze in Syrien und im Irak

Ankara (dpa) - Das türkische Parlament hat eine Verlängerung des Mandats für Militäreinsätze in Syrien und im Irak beschlossen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in einer Sondersitzung in Ankara für eine Ausdehnung um ein weiteres Jahr, wie die regierungsnahe Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Das Mandat erlaubt den türkischen Truppen demnach grenzüberschreitende Einsätze gegen «terroristische Bedrohungen», darunter die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK. Ausländischen Streitkräften wird darin die Nutzung von Stützpunkten eingeräumt. Das alte Mandat wäre am 1. Oktober ausgelaufen.

Geht doch!

Hoffnung für Hähnchen

Biobrütereien in der Alpenrepublik beenden ab 2017 das massenhafte Kükentöten
 

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Da männliche Küken später keine Eier legen, werden sie direkt nach dem Schlupf getötet. Damit wollen österreichische Biobrütereien spätestens ab 2017 Schluss machen: Im Nachbarland einigten sie sich mit dem Biodachverband und dem Lebensmitteleinzelhandel darauf, in Zukunft Bioeier nur noch dann als „bio“ zu kennzeichnen, wenn Henne und Hahn aufgezogen werden. Gelingen soll das mit einer robusten Legerasse, deren Brudertiere bei der Mast Fleisch ansetzen, wenn auch langsamer und weniger als sonst üblich. Die Branche rechnet mit Mehrkosten von zwei bis drei Cent pro Ei. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat die landesweite Lösung mit auf den Weg gebracht und hofft nun, dass diese wegweisend für ganz Europa sein wird. In Deutschland gibt es bislang nur kleine Projekte wie etwa die „Bruderhahn-Initiative“ oder „Ei-Care“. Doch auch hierzulande bewegt sich etwas: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will das Kükensterben mithilfe der Geschlechtsbestimmung im Ei beenden. Noch ist diese Technik nicht marktreif – und laut Deutschem Tierschutzbund auch nicht ausreichend: „Wir müssen das System ändern, dafür brauchen wir andere Zuchtlinien und andere Haltungssysteme.“
 

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New York: Essen als Chance
Frisch aus dem Knast entlassenen Jugendlichen gibt das Sozialprojekt „Drive Change“ in New York City eine Perspektive: Im Team des mobilen „Snowday Food Truck“ schnippeln sie Gemüse, braten Hühnchen und bieten verschiedene Mittagessen an. Die jungen Menschen verdienen ihr eigenes Geld – für manche ist es der erste legale Job. Vor allem soll ihnen die Arbeit bei der Integration helfen, denn bisher werden zwei von drei jugendlichen Straftätern innerhalb von drei Jahren rückfällig.
snowdayfoodtruck.com

Italien: Soli-Kaffee
Von Neapel aus geht eine solidarische Idee um die Welt: Gäste können einen Kaffee bestellen – und zwei zahlen. Den Gratiskaffee bekommt irgendwann ein Obdachloser, der sich ein Heißgetränk nicht leisten kann. In Neapel wird diese Tradition schon seit mehr als hundert Jahren in der Weihnachtszeit gepflegt. Inzwischen gibt es die Geste der Nächstenliebe in fast 20 Ländern. Auch in Deutschland besteht in einigen Lokalen die Möglichkeit, einen Kaffee zu spenden.
coffeesharing.com

San Francisco: Warnung vor Limo
Werbeanzeigen für Softdrinks müssen laut Beschluss des Stadtrats von San Fransisco künftig mit Warnhinweisen versehen werden. So soll der Verbraucher erfahren, dass der zugesetzte Zucker Fettleibigkeit, Diabetes und Karies verursachen kann. Ein solches Warnlabel könnte es auch landesweit geben, die Demokraten haben einen entsprechenden Gesetzentwurf für den US-Staat Kalifornien eingereicht. Schon im vergangenen Jahr hatte Berkeley dem hohen Zuckerkonsum den Kampf angesagt. Als erste US-Stadt besteuerte die Nachbarin San Franciscos im November 2014 zuckerhaltige Getränke.
 

Geht doch!

Drohnen als Förster

Unbemannte Flugkörper sollen pro Jahr weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen

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Jährlich werden auf der Erde rund 26 Milliarden Bäume gefällt. Der ehemalige Nasa-Ingenieur Lauren Fletcher nimmt den Kampf gegen die globale Entwaldung auf. Um den Schwund wettzumachen, entwickelte seine in Oxford ansässige, gemeinnützige Firma Bio Carbon Engineering eine innovative Drohne. Diese scannt auch unzugängliche Gegenden, kartografiert baumlose Regionen und bestimmt die Bodenart. Zusammen mit Ökologen entscheidet das Unternehmen, welche Bäume wo gepflanzt werden. Dann wird der Flugkörper ein zweites Mal losgeschickt. Per Druckluft schießt er kleine Saatgut-Kapseln in den Boden. Die Kapseln sind biologisch abbaubar und schützen das keimende Saatgut in der ersten Zeit. „Der industriellen Waldvernichtung können wir nur mit industrieller Aufforstung begegnen“, ist Fletcher überzeugt. Das Projekt befindet sich in der Entwicklungsphase, erste Tests sind im Laufe des Jahres geplant. Obwohl dem britischen Start-up noch Investoren fehlen, hofft Fletcher, dass die Firma schon bald Regierungen für Aufforstungsprojekte begeistern und jedes Jahr eine Milliarde Bäume pflanzen kann.
biocarbonengineering.com

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Frankreich: Wegwerfverbot für Essbares
Mit einem Ende Mai verabschiedeten Gesetz will die französische Nationalversammlung die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen: Große Supermärkte werden verpflichtet, überschüssige Produkte künftig an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Für Menschen ungeeignete Reste können laut Beschluss des Parlaments auch kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Dabei wandern in Frankreich pro Person und Jahr „nur“
bis zu 30 Kilogramm ungenutzt in den Müll. Hierzulande fallen pro Kopf und Jahr rund 82 Kilo Essensabfälle an.
 

Münster: Pestizidfreie Kommune
Seit 1989 dürfen in Münster auf kommunalen Flächen der westfälischen Stadt keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Sprießendes Unkraut wird mit Heißluftwalzen oder Wildkrautbürsten entfernt. Diese Verfahren sind zwar aufwendiger und teurer, aber giftfrei. Dank einer Beratung durch den BUND verzichten inzwischen etliche Kommunen auf Pestizide. Dem Vorreiter Münster folgten zum Beispiel Saarbrücken, Tübingen und Bielefeld.
bund.net/pestizidfrei

Berlin: „Berliner Pflanze“
Heimischen Dünger stellen die Berliner Wasserwerke her, indem sie Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. Der Wasserversorger verkauft das recycelte Düngemittel unter dem Namen „Berliner Pflanze“ an Landwirte. Das Verfahren haben sich die Ingenieure patentieren lassen. Es dürfte weltweit auf Nachfrage stoßen, denn die globalen Phosphatvorräte gehen zur Neige.
bwb.de/berlinerpflanze
 

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

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Fr, 2015-09-04 01:00
Frankfurt/Main (dpa)

Mehr Nitrat in deutschen Gewässern

Frankfurt/Main (dpa) - Wegen zu viel Dünger auf den Feldern sind in Deutschland rund ein Viertel aller Trinkwasser-Reservoirs mit gesundheitsschädlichem Nitrat überbelastet. Zudem ist die Zahl der Fließgewässer, in denen der Nitratwert zu hoch ist, in den letzten Jahren gestiegen. Dies teilte die Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage mit, wie die «Frankfurter Rundschau» (Freitag) berichtet. Laut Bundesumweltministerium sind bundesweit 306 von 1203 «Grundwasserkörpern» aufgrund der hohen Nitratbelastung in einem schlechten Zustand.

Von den natürlichen Fluss- und Bachabschnitten befänden sich nur zehn Prozent in gutem oder sehr gutem ökologischen Zustand, hieß es. Die Ursache dafür seien neben Verbauung und Begradigung die zu hohen, meist aus der Landwirtschaft stammenden Nährstoffbelastungen - vor allem Phosphat und Stickstoff. Nach Statistiken der Bundesländer wird in der überwiegenden Zahl der überwachten Bäche und Flüsse der 50-Milligramm-Wert für Nitrat nicht überschritten. Allerdings verschlechtert sich die Situation, wie die «FR» berichtet. Grenzwert-Überschreitungen waren 2010 in 82 Fällen festgestellt worden, bis 2015 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt - auf 190.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald sagte dem Blatt: «Dass nur zehn Prozent der fließenden Gewässer in Deutschland richtig sauber sind, ist eine Klatsche für die Umweltpolitik der Bundesregierung.»

Mit 16,7 Millionen Hektar wird fast die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik landwirtschaftlich genutzt.

Fr, 2015-09-04 00:17
Birkenfeld (dpa)

Noroviren wohl Ursache für Magen-Darm-Infektionen in Birkenfeld

Birkenfeld (dpa) - Die Behörden gehen von Noroviren als Ursache für die Dutzenden Magen-Darm-Infektionen im rheinland-pfälzischen Birkenfeld aus. «Zusammen mit der geschilderten Symptomatik und der Dynamik des Geschehens spricht dieser Befund für Noroviren als wahrscheinliche Ursache des Krankheitsgeschehens», teilte das Landesuntersuchungsamt (LUA) am Donnerstagabend nach der Analyse erster Stuhlproben mit.

Die Zahl der Erkrankten, die über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall klagten, stieg laut Kreisverwaltung auf 110. Die Symptome waren seit Mittwochabend vor allem bei Menschen aufgetreten, die an einem Berufsförderungswerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Ausbildungslehrgang absolvierten und in der Mensa aßen. Auch etliche Patienten aus dem dazugehörigen DRK-Krankenhaus erkrankten.

Die Kreisverwaltung hatte am Nachmittag noch von 80 Erkrankten berichtet. Mehr als 30 befanden sich in stationärer Behandlung. Nach Angaben der Klinikleitung waren sie aber auf dem Weg der Besserung.

Der Katastrophenschutz hob am Donnerstagabend die Absperrung des Geländes auf. Zuvor hatte die Kreisverwaltung Katastrophenalarm ausgelöst und das gesamte Gelände abgeriegelt. Feuerwehr und Polizei durften nur noch Notfallpatienten auf das Gelände lassen.

Fr, 2015-09-04 00:16
Hamburg (dpa)

Radiomacher im Rampenlicht - Stars protestieren gegen Fremdenhass

Deutschlands beste Radiomacher werden gekürt. Bands wie a-ha reisen an. Prominente Laudatoren kommen zum Gratulieren. Aber nicht nur: Stars wie Iris Berben und Udo Lindenberg machen sich für Flüchtlinge stark. Auch Heiner Geißler findet deutliche Worte.

Hamburg (dpa) - Radiomacher im Rampenlicht und prominente Proteste gegen Fremdenhass: Internationale Musikstars wie die norwegische Band a-ha und die Sänger Olly Murs, George Ezra und Kwabs sind zu denen gekommen, die in Deutschland täglich ihre Songs spielen. Bei einer Gala vor rund 1000 geladenen Gästen in Hamburg erhielten Hörfunkmacher am Donnerstagabend in elf Kategorien den Deutschen Radiopreis. Prominente Gratulanten wie Schauspielerin Iris Berben und Rockmusiker Udo Lindenberg fanden deutliche Worte gegen Rechtsextremismus. 67 öffentlich-rechtliche und private Radioprogramme übertrugen die Show live. 

Bei der sechsten Verleihung des Preises hofften 33 Nominierte auf Trophäen - auf a-ha wartete ein Sonderpreis. Stars nutzten ihre Auftritte, um an das Schicksal der vielen Flüchtlinge zu erinnern. Mit eindringlichen Worten wandte sich Schauspielerin Berben gegen rechte Gewalt: «Wichtig ist es, die Menschenfänger dieses Landes zu bekämpfen, die mit ihren dumpfen brutalen Parolen Angst verbreiten», sagte die 65-Jährige. «Der Mob muss Angst bekommen - nicht die Flüchtlinge, nicht die Ausländer, nicht die Juden und nicht die Homosexuellen.»

Um Flüchtlinge ging es auch in der besten Reportage, die 105,5 Spreeradio mit «Schlepperbanden - Menschenleben werden Ware» lieferte. Mehr als ein Jahr dauerten die Recherchen, um die Routen der Schlepperbanden nachzuzeichnen und handelnde Personen zur Rede zu stellen, hieß es. Doch am Ende bleibe die Frage: «Sind Schlepper skrupellose Verbrecher oder Helfer in der Not?» 

Den Preis überreichte der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler. «Deutschland macht zur Zeit eine sehr gute Präsentation, auch der Menschlichkeit, der Humanität. Das sieht die ganze Welt, das ist das wirkliche Deutschland - und nicht die rechtsradikale Kriminalität», sagte der 85-Jährige. «Aber wir müssen natürlich etwas verändern.» Europäische Agrarprodukte etwa dürften nicht «in den Schwellenländern den dort wohnenden Landwirten und Bauern Konkurrenz» machen. Zudem werde immer gesagt, es sei kein Geld vorhanden. «Wir haben auf der Erde Geld wie Dreck - es haben nur die falschen Leute.» 

Rockmusiker Udo Lindenberg, der wie Berben und Geißler als Gratulant in der von Entertainerin Barbara Schöneberger moderierten Show im Schuppen 52 - einer ehemaligen Lagerhalle - auftrat, appellierte an die Deutschen, weiterhin so viel Engagement für Flüchtlinge zu zeigen. «Das wird immer mehr eine echte bunte Republik Deutschland», lobte der 69-Jährige. «Es gibt noch ein paar dunkle Flecken, aber die kriegen wir auch noch weg.»

So bekannt die Laudatoren auch waren, die Preisträger selbst sind oft nicht über ihre Sendergebiete hinaus prominent. Erst recht nicht als Newcomer - in dieser Kategorie siegte Moderatorin Julia Bamberg (radio ffn). Sie bekam ihren Preis von TV-Kollegin Sandra Maischberger, die an ihre eigenen Radiowurzeln erinnerte. Genau 30 Jahre sei es her, dass sie beim Bayerischen Rundfunk erstmals im Studio gesessen und «noch selbst Schallplatten aufgelegt habe», erzählte die 49-jährige.

Musiker Rea Garvey beglückwünschte Bayern 3 zur besten Sendung: «Die Stefans». Nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» in Paris Anfang des Jahres erzählten in der Sendung unter dem Motto «Drei Religionen, ein Humor» ein Christ, ein Muslim und ein Jude Witze über ihren Glauben - «eine hörenswerte Sendung mit Humor und Fingerspitzengefühl zu einem heiklen Thema», wie die Jury meinte.

Als beste Moderatoren siegten Thorsten Schorn (1Live/WDR) und Siham El-Maimouni (WDR Funkhaus Europa). Weitere Auszeichnungen gab es etwa in den Sparten Interview, Comedy und Morgensendung. Während Olly Murs, George Ezra und Kwabs nur im Showprogramm auftraten, standen a-ha auch als Preisträger auf der Bühne - für ihre drei Jahrzehnte lange «außergewöhnliche Karriere». 

Do, 2015-09-03 20:33
York (dpa) 

Erklärung unterzeichnet: Trump verpflichtet sich Republikanern

Die US-Republikaner sind einer Sorge ledig, zumindest bis auf weiteres. Donald Trump wird wohl nicht als unabhängiger Kandidat in den Wahlkampf ziehen. Allerdings ist «The Donald» ein Meister des Meinungswechsels.

New York (dpa) - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will nicht als unabhängiger Kandidat in den Wahlkampf ziehen. Trump unterzeichnete am Donnerstag eine entsprechende Erklärung der republikanischen Partei. Darin verpflichtet er sich, jeden republikanischen Bewerber zu unterstützen, wenn er die Vorwahlen nicht selbst gewinnen sollte.

Trump präsentierte die Erklärung im New Yorker Trump Tower. Die Republikaner hatten am Mittwoch die Präsidentschaftsbewerber um einen entsprechenden Treue-Eid gebeten, der klar auf Trump abzielte.

Unter den republikanischen Bewerbern führt der milliardenschwere Unternehmer derzeit die Umfragen an. Parteistrategen fürchten, dass eine unabhängige Kandidatur Trumps einem republikanischen Kandidaten bei den Wahlen im November 2016 die notwendigen Stimmen zum Sieg nehmen und letztlich zum Wahlerfolg der Demokraten führen könnte.

Bei der ersten TV-Debatte der zehn Spitzenkandidaten hatte sich Trump ein unabhängiges Rennen ums Weiße Haus als einziger noch offen gehalten.

Es ist nicht sicher, wie viel die Erklärung Trumps wert ist, gilt der Unternehmer doch als sehr flexibel in seinen Meinungen und Ansichten. Auf die Frage, was er für die jetzt abgegebene Erklärung bekommen habe, sagte Trump: «Nichts. Ich habe gar nichts dafür bekommen.» Er fügte hinzu: «Ich werde von niemand anderem kontrolliert als vom Volk der Vereinigten Staaten von Amerika.»

Do, 2015-09-03 20:44
Jaunde (dpa)

Boko-Haram-Anschläge im Kamerun - 34 Tote

Jaunde (dpa) - Mutmaßliche Mitglieder der nigerianischen Terrormiliz Boko Haram haben bei zwei Anschlägen in Kamerun 34 Menschen getötet. Die Extremisten hätten in Kerawa im Grenzgebiet zu Nigeria einen Sprengsatz auf einem Markt gezündet und auch ein Krankenhaus attackiert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Donnerstag weiter. Es habe auch mehr als 100 Verletzte gegeben.

Die Boko Haram hat im Kampf für einen sogenannten Gottesstaat seit 2009 mindestens 14 000 Menschen getötet. Sie verbreitet ihren blutigen Terror vor allem im Norden Nigerias, greift aber auch immer wieder Dörfer in den Nachbarländern Kamerun, Niger und Tschad an. Bei sechs Bombenanschlägen waren in Kamerun allein im Juli 60 Menschen getötet worden.

Do, 2015-09-03 19:34
Washington/Istanbul (dpa)

USA lassen Familien von Militär und Diplomaten aus Türkei abreisen

Washington/Istanbul (dpa) - Die USA ermöglichen Hunderten Angehörigen ihrer Diplomaten und Militärangehörigen die kostenlose Abreise aus der Gegend rund um den türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik. Grund seien die laufenden Angriffe des internationalen Bündnisses gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), sagte Pentagonsprecher Peter Cook am Donnerstag. «Dies ist ein aktiver Luftwaffenstützpunkt, von dem Operationen durchgeführt werden», sagte Cook, ohne sich über eine mögliche akute Bedrohung gegen Incirlik zu äußern. Die Basis liegt etwa 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt.

Betroffen seien rund 900 Familien, darunter auch Angehörige der Diplomaten des US-Konsulats in Adana. Wie viele das Angebot einer Abreise auf Kosten der Regierung annehmen würden, sei aber schwer abzuschätzen, sagte Cook. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die Entscheidung sei den Familien freigestellt. Für Angehörige in anderen Gegenden gelte die Regelung nicht. Das US-Außenministerium warnte zeitgleich erneut vor Reisen in die Türkei.

Die Türkei hatte erst vergangene Woche erste Luftangriffen in Syrien als Teil der von den USA angeführten Militärallianz geflogen. Der IS hat im Irak und in Syrien große Gebiete erobert und dort ein Kalifat ausgerufen.

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À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

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Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

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Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Do, 2015-09-03 19:01
Rostock (dpa)

Kleingärtner treffen sich in Rostock - «Die wahren Grünen»

Rostock (dpa) - Etwa 150 Kleingärtner kommen ab diesem Freitag (19.00 Uhr) in Rostock zu einem zweitägigen Treffen des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde zusammen. Zentrales Thema ist das grüne Selbstverständnis der Kleingärtner, die sich als «die wahren Grünen» sehen.

Naturnahes Gärtnern nach den Regeln der Nachhaltigkeit werde in den kleinen Gärten schon lange gefördert. Nun müsse jedoch der Zusammenhalt der Kleingärtner gestärkt werden. Denn trotz des Bekenntnisses der Politik zur grünen Stadtentwicklung müssten die kleinen Gärten immer wieder gegen andere Nutzungsinteressen verteidigt werden.

Am Samstag werden Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (beide SPD) in Rostock erwartet.

Do, 2015-09-03 19:00
Bonn (dpa)

UN-Klimakonferenz geht zuende - Countdown zum Weltklimagipfel

Bonn (dpa) - Eine Vorbereitungskonferenz für den Weltklimagipfel im Dezember in Paris geht am Freitag in Bonn zuende. Fünf Tage haben Experten aus den verschiedenen Ländern über den bisher noch sehr schwammigen Entwurf für das geplante Klimaabkommen beraten. Der Text listet bisher lediglich Wünsche aller beteiligten Staaten auf, ohne bestimmte Optionen im Vorhinein auszuschließen.

Eine möglichst konkrete Vorlage mit einigen wenigen klaren Alternativen gilt als Voraussetzung dafür, dass in Paris trotz der enormen Verhandlungsmasse ein Beschluss gefasst werden kann. Andernfalls befürchten Politiker und Umweltschutzorganisationen einen Flop wie beim Klimagipfel 2009 in Kopenhagen.

Do, 2015-09-03 19:08
York (dpa)

Unicef: Nicht das letzte herzzerreißende Flüchtlingsbild

New York (dpa) - In der Flüchtlingskrise hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Taten gefordert. «In der sich verschärfenden Krise wird das nicht das letzte herzzerreißende Bild gewesen sein», sagte Unicef-Chef Anthony Lake am Donnerstag in New York zum Foto eines toten Flüchtlingskindes. «Aber es genügt nicht für die Welt, schockiert zu sein. Schock muss sich in Handlungen niederschlagen.»

Lake sagte weiter: «Die Not dieser Kinder ist weder von ihnen gewollt noch von ihnen beeinflussbar. Sie brauchen Schutz. Und sie haben das Recht auf Schutz.» Der Unicef-Chef Lake forderte vier Punkte: Schutz für die Kinder durch eine umfassende Grundversorgung, einschließlich einer angemessenen Unterbringung für Flüchtlinge. Den Einsatz von ausgebildeten Helfern für die Flüchtlingskinder und ihre Familien. Die Ausweitung der Rettungsmissionen auch auf das Land. Und: alle politischen Entscheidungen sollten von den Interessen der Kinder geleitet seien.

«Wir sollten nicht vergessen, was hinter diesen Kindern und ihren Familien liegt», sagte Lake. «Nur eine Ende der Konflikte wie der in Syrien kann für so viele das Elend beenden.»

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU. 
Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen. 

ERPRESSO
Die Leere des Portemonnaies
 

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Schaurige Leistung.
Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten.

Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich.

VW. Das Böse.
 

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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