Aktuell

filmtipp / 05.Feb 2016

Faszinierende Aufnahmen aus der Arktis

Bilder, die den Zuschauer frieren lassen und ihn dennoch in ihren Bann ziehen: Der Kurzfilm „In Between" erzählt auf poetische Weise von Moschusochsen in der norwegischen Arktis – und ihrer Bedrohung durch den Klimawandel. 

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

So, 2016-02-07 13:39
Wattenberg (dpa)

«Die schiere Verzweiflung»: Fünf Skitourengeher sterben unter Lawine Von Sandra Walder und Michael Heitmann, dpa

Mehrere hundert Meter lang und fünf Meter hoch ist die Lawine, die 17 Tschechen unter sich begräbt. Fünf Alpinisten sterben. Ein Mann hatte sie gewarnt.

Wattenberg (dpa) - Die Lawinengefahr war erheblich, der starke Wind verschärfte die Situation und der Hang war besonders steil: 17 Skitourengeher aus Tschechien ignorierten am Samstag in Tirol alle Warnungen und wurden von einer gewaltigen Lawine erfasst. Fünf Alpinisten verloren ihr Leben. Zwei weitere aus der Gruppe von erfahrenen Wintersportlern kamen mit leichten Knieverletzungen davon, der Rest der Teilnehmer eines Skicamps zum Fahren im freien Gelände blieb unverletzt. Dabei wäre das Unglück in Wattenberg bei Innsbruck nach Aussagen von Einheimischen zu vermeiden gewesen.

«Ich habe zu meinen Gästen gesagt, ich würde heute nicht gehen», sagte der Besitzer der Lizumer Hütte, Anton Nigg, der Deutschen Presse-Agentur. Seit vielen Jahren stiegen die gut ausgerüsteten und vorwiegend jungen Tschechen bereits in der Hütte in den Tuxer Alpen ab. Nigg hatte noch versucht, die 15 Männer und zwei Frauen von ihrem Aufstieg im steilen Gelände auf die mehr als 2800 Meter hohe Geierspitze abzuhalten. Jeden Tag hängt der Hüttenwirt auch den offiziellen Lawinenbericht aus, wie er sagte. Auch Martin Waldhart von der Tiroler Bergrettung sprach von einer «absoluten Risikozone», in der sich die Tschechen befunden hätten.

Der tschechische Veranstalter des betroffenen Skicamps widerspricht dieser Darstellung. Der Ski-Freerider Robin Kaleta findet nicht, dass Warnungen leichtfertig missachtet worden seien. Es seien zwei erfahrene Bergführer dabeigewesen. «Sie waren jederzeit bereit, umzukehren, und hatten keinen Grund, ein Risiko einzugehen», sagte er der tschechischen Zeitung «MF Dnes» (Onlineausgabe).

Insgesamt seien die Tourengeher laut Polizeiangaben von drei Lawinen erfasst worden, einer Hauptlawine, die zwei weitere Schneebretter nach sich zog. Alle Mitglieder der Gruppen waren mit Lawinen-Airbags und -Piepern ausgerüstet gewesen, bestätigten die Ermittler.

Die gute Ausrüstung habe bei einigen Verschütteten vermutlich Schlimmeres verhindert. «Erst habe ich noch ganz mit dem Kopf herausgeguckt, weil der Lawinen-Airbag funktioniert hatte, aber dann kam die zweite Welle», beschrieb eine der überlebenden jungen Frauen dem tschechischen Rundfunk (CRo) den Hergang des Unglücks. Die Zeit bis zur Rettung sei ihr unendlich lange vorgekommen. «Es ist die schiere Verzweiflung, weil einem nichts anderes bleibt, als zu warten», sagte sie. Die Gruppe habe vor dem Unglück immer wieder die Schneedecke mit einer Sonde auf die Lawinengefahr hin untersucht. «Es hat definitiv keine Warnung im Sinne von «Geht da nicht hin, das ist gefährlich» gegeben», sagte die Alpinistin.

Trotzdem kam für fünf ihrer Kameraden jede Hilfe zu spät, nachdem sie die mehrere hundert Meter breite und fünf Meter hohe Lawine verschüttet hatte. Die Wintersportler waren laut neuesten Erkenntnissen bis zu drei Meter unter den Schneemassen begraben. Doch die Zahl der Todesopfer hätte höher sein können, wären nicht viele Helfer zufällig in der Gegend gewesen. Mehrere Retter hatten mit ihren Lawinenhunden in der Nähe einen Trainingskurs absolviert und wurden sofort zum Unglücksort abgezogen.

Die Einsatzkräfte in Tirol hatten am Samstag ohnehin viel zu tun. Insgesamt gingen 18 Lawinen in den beliebten Wintersportgebieten nahe der deutschen Grenze ab. Dabei wurden weitere Alpinisten verschüttet, einige trugen leichtere Verletzungen davon, keiner kam ums Leben. Der Großteil konnte sich selbst befreien.

So, 2016-02-07 13:03
Brüssel (dpa)

Nato-Chef verurteilt Nordkoreas Raketentest

Brüssel (dpa) - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Nordkoreas Raketenstart verurteilt. Damit verletze die Regierung in Pjöngjang fünf Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, erklärte Stoltenberg am Sonntag in Brüssel. Der Chef des westlichen Verteidigungsbündnisses rief die Führung des kommunistischen Landes auf, keine weiteren Raketenstarts anzudrohen oder durchzuführen und von «jeglichen weiteren provokativen Handlungen» abzusehen.

Nordkorea hatte einen Satelliten mit einer Trägerrakete in eine Erdumlaufbahn gebracht. Der Westen mutmaßt, dass damit Technik einer militärischen Langstreckenrakete getestet werden sollte.

So, 2016-02-07 13:09
Wattenberg (dpa)

Trotz Warnungen: Fünf Alpinisten sterben bei Lawinenunglück in Tirol

Für fünf Tschechen endete ein Ausflug in die Tiroler Berge tödlich. Sie wurden mit zwölf weiteren Kameraden unter Schneemassen begraben und starben. Auch mehrere Deutsche verletzten sich auf den Pisten.

Wattenberg (dpa) - Bei einem massiven Lawinenabgang in Tirol sind am Samstag fünf Tschechen ums Leben gekommen. Zwei weitere Wintersportler der insgesamt 17-köpfigen Gruppe wurden leicht am Knie verletzt, mussten laut Polizeiangaben am Sonntag aber nicht mehr ärztlich behandelt werden. Die restlichen zehn tschechischen Urlauber waren bei dem Unglück bei Wattenberg nahe Innsbruck nicht verletzt worden. Bislang war nicht klar, ob sie die Schneemassen selbst ausgelöst hatten. Am Wochenende herrschte erhebliche Lawinengefahr in Tirol.

Die tschechischen Skitourengeher wurden am Sonntag in Tirol von den Ermittlern zum genauen Unfallhergang befragt. Die Verschütteten waren in der Lizumer Hütte in den Tuxer Alpen abgestiegen. Ihr Besitzer, Anton Nigg, hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, er habe die als erfahren geltenden Alpinisten vor ihrem Aufstieg noch vor der erheblichen Lawinengefahr gewarnt.

Die Tschechen waren Samstagmittag in zwei Gruppen im steilen Gelände auf dem Weg auf den mehr als 2800 Meter hohen Geier in den Tuxer Alpen, als es zum Lawinenabgang kam. Das Schneebrett war laut Polizei mehrere hundert Meter breit und ebenso lang. Das Unglück ereignete sich auf dem Truppenübungsgelände des österreichischen Bundesheeres, das von Skitourengehern genutzt werden darf. Die Bergwand nahe Wattenburg ist rund 25 Kilometer von Innsbruck entfernt, im Westen Österreichs.

Auch wegen Unfällen von deutschen Skifahrern gab es am Samstag auf Tirols Pisten mehrere Rettungseinsätze. Ein 15-jähriger Berliner fuhr im Skigebiet St. Johann abseits der Piste und prallte gegen eine Liftstütze. Der junge Urlauber musste schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ein 17 Jahre alter Deutscher verlor nach einer Kollision mit einem 53-Jährigen in Christlum in Achenkirch das Bewusstsein. In Sölden prallte ein 53-jähriger Mann aus Freiburg mit einer 47 Jahre alten Frau aus Dortmund zusammen. Während die Frau nur leicht verletzt wurde, musste der Mann mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

So, 2016-02-07 13:25
London (dpa)

Britischer Oppositionschef verlangt Auskunft über Libyen-Pläne

London (dpa) - Der britische Oppositionschef Jeremy Corbyn fordert von der Regierung Auskunft über Pläne einer militärischen Intervention gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen. Es gebe «zunehmende Anzeichen, dass die britische Regierung ein militärisches Eingreifen in Libyen vorbereiten könnte», zitiert die Zeitung «Independent» den Labour-Vorsitzenden.

Premierminister David Cameron solle das Parlament vor einer Entscheidung die Chance zur Debatte geben. Dabei gehe es auch um den Einsatz britischer Kampfdrohnen.

Die Zeitung berichtet am Sonntag von italienischen Plänen, wonach eine 6000 Mann starke Truppe in Libyen eingreifen solle, darunter etwa 1000 britische Soldaten. Einzelheiten werden nicht genannt. IS-Kämpfer bauen seit Monaten ihren Einfluss in dem nordafrikanischen Land aus. 

Der «Independent» zitierte eine namentlich nicht genannte britische Regierungsquelle, wonach mit dem IS in Libyen «etwas geschehen muss». Doch eine Militäraktion solle es erst geben, wenn eine Regierung der nationalen Einheit gebildet sei und diese eine Intervention erbitte.

So, 2016-02-07 13:18
Paris (dpa)

Paris: Blutspender aus Zika-Gebieten müssen warten

Paris (dpa) - Nach Besuchen in vom Zika-Virus betroffenen Regionen müssen Blutspender in Frankreich vier Wochen lang aussetzen. «Wir bemühen uns darum, sicherzustellen, dass Blutspenden nicht mit dem Zika-Virus infiziert sind», sagte Frankreichs Gesundheitsministerin Marisol Touraine am Sonntag im Sender iTélé. «Wer aus einem Gebiet zurückkommt, wo es Zika gibt, kann 28 Tage lang kein Blut spenden», erläuterte Touraine. Gleichzeitig würden alle Blutspenden in zu Frankreich gehörenden Überseegebieten wie Französisch-Guayana, Martinique, Guadeloupe oder Saint Martin getestet. Touraine erneuerte ihren Appell an Schwangere, Reisen in betroffene Regionen aufzuschieben. In Deutschland wird jeder potentielle Blutspender nach Auslandsaufenthalten in den vergangenen sechs Monaten gefragt. Das geschieht insbesondere mit Blick auf tropische Länder.

So, 2016-02-07 13:07
Seoul (dpa)

Nordkorea hält mit Atomtest und Raketenstart die Welt in Atem Von Dirk Godder, dpa

Der Satellit, den Nordkorea in den Orbit gebracht haben will, ist nach Einschätzung Südkoreas wertlos. Das lässt auf ganz andere Absichten hinter Nordkoreas jüngsten Raketenstart schließen.

Seoul (dpa) - Gerade noch herrschte im UN-Sicherheitsrat wegen des nordkoreanischen Atomtests vom Januar Uneinigkeit über die Art weiterer Sanktionen, da löst das isolierte Regime in Pjöngjang mit einem Raketenstart bereits neuen Alarm aus. Die Ereignisse liegen nur einen Monat auseinander. Das schnelle Vorgehen der von Kim Jong Un geführten Diktatur deutet deshalb auf kühle Berechnung hin. Was aber erreicht Pjöngjang damit, erneut die Weltgemeinschaft gegen sich aufzubringen? Die Diskussionen über neue Strafmaßnahmen gegen Nordkorea dürften jetzt durch den Raketenstart eher beschleunigt werden, vermutet ein Beobachter. 

Gegen Pjöngjang baute sich am Sonntag wegen des Starts einer Weltraumrakete ein neuer Sturm der Entrüstung auf. Südkorea, die USA und Japan beantragten eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats. Nordkorea dagegen jubelt über den «erfolgreichen Start eines Erdbeobachtungssatelliten» und feiert wie schon beim umstrittenen Start einer Weltraumrakete Ende 2012 vor allem sich selber. «Der volle Erfolg des Starts von Kwangmyongsong-4 ist das stolze Ergebnis der Politik der großen Arbeiterpartei», wurde die nationale Raumfahrtbehörde von den Staatsmedien zitiert. 

Nach Angaben der Behörde brachte eine Trägerrakete den Satelliten auf eine Umlaufbahn. Mit dem Start verfolge man friedliche Zwecke zur Weltraumerforschung, hieß es. Der Satellit sei viel zu klein, um funktionstüchtig zu sein, teilte dagegen Südkoreas Geheimdienst vor Abgeordneten in Seoul mit. Wie die USA sieht Südkorea in solchen Raketenstarts den verschleierten Test für die Technologie einer atomar bestückten Interkontinentalrakete. 

Nordkorea könne beim Raketentest unter Zeitdruck gestanden haben, sagt der Leiter des Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Seoul, Lars-André Richter. In der vergangenen Woche habe noch ein hochrangiger chinesischer Diplomat bei einem Besuch in Pjöngjang das Regime um Zurückhaltung gebeten. Dann habe Nordkorea jedoch den Starttermin vorverlegt. «Ich habe so das Gefühl, die haben den Termin vorgezogen, so dass noch nicht weiter zwei, drei Wochen spekuliert, gedroht und verhandelt wird.» In Südkorea berichtete der Geheimdienst bereits über Anzeichen für Vorbereitungen auf einen fünften Atomtest in Nordkorea.

Wie die USA und Südkorea drohen auch andere Länder dem Regime in Pjöngjang jetzt mit ernsthaften Konsequenzen. Südkorea und die USA sehen dabei vor allem China gefordert. Für Peking ist Nordkoreas Atomwaffenentwicklung zwar ein großes Ärgernis, doch spielt das Land im Kampf um größeren Einfluss in Asien auch eine strategisch wichtige Rolle für China. Peking will vor allem verhindern, dass das Regime mit unabsehbaren Folgen für die Region zusammenbricht. 

In den Sanktionen wird derzeit das einzige seriöse Mittel gesehen, noch weiteren politischen Druck aufzubauen. «Der Punkt aber scheint zu sein, dass die Sanktionen von China nicht konsequent umgesetzt werden», sagt Richter. 

Mit seinen Raketenstarts wird vor allem für die USA ein Bedrohungsszenario immer konkreter. Sie befürchten, dass Nordkorea mit jedem erfolgreichen Raketentest seinem Ziel näher kommen könnte, Atomraketen zu bauen. «Natürlich kann Nordkorea von Satellitenstarts viel über die Technologie lernen, die es beim Bau von ballistischen Raketen nutzen kann», schrieb der Physiker und Co-Direktor der «Vereinigung besorgter Wissenschaftler» in den USA in einem Blog der Gruppe, nachdem Nordkorea den Raketenstart in der vergangenen Woche angekündigt hatte. Beide Raketentypen nutzten die gleiche Basis-Technologie. «Das ist die Quelle der Besorgnis wegen solcher Starts.»

Den Raketentest könnte Pjöngjang jetzt propagandistisch ausnutzen. Im Mai soll erstmals seit 36 Jahren wieder ein Kongress der herrschenden Arbeiterpartei stattfinden. «Ein einschneidender Termin», glaubt Experte Richter, es könnten wichtige Personalentscheidungen getroffen werden. Schon der Atomtest sei größtenteils ein innenpolitisches Signal gewesen. Mit den Raketentests sei das ähnlich. Kim Jong Un versuche, «weiter an Autorität zu gewinnen und die Zweifler hinter sich zu bringen». 

Bei uns geht's um die Welt.
Kommen Sie doch mit!

6 Ausgaben
im Jahr für nur 33,50 Euro

- 60 %

PRODUKT
der Woche

Kalender 2016 Seltene Haustierrassen

29,50 €
12,00 €

Es ist mal wieder so weit: neues Jahr, neuer Kalender – mit 27 zauberhaften Porträts seltener, bedrohter Haustierrassen wie Poitou-Esel, Vorwerkhuhn, Burenziege, Angler Sattelschwein, Schleswiger Kaltblut und vielen anderen.

Jetzt bestellen
So, 2016-02-07 14:00
Manchester (dpa)

Rubio unter Druck - «Underdogs» beherrschen Republikaner-Debatte    

Es war die «Nacht der Gouverneure». Drei bisher abgeschlagene Bewerber im Präsidentschaftsrennen der Republikaner fordern in einer TV-Debatte die Spitzenreiter heraus. Kann einer von ihnen bei der Vorwahl in New Hampshire das Feld aufmischen?

Manchester (dpa) - Schlechte Nacht für die Spitzenreiter: Kurz vor der nächsten Vorwahl im US-Präsidentschaftsrennen in New Hampshire sind die «Underdogs» bei den Republikanern in die Offensive gegangen. In einer TV-Debatte am Samstagabend (Ortszeit) geriet vor allem der in der jüngsten Zeit aufgestiegene Senator Marco Rubio unter Druck: In einem Dauerfeuer hielt ihm New Jerseys Gouverneur Chris Christie Unerfahrenheit und Reden aus der Konserve vor.

Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush lieferte sich einen heftigen Schlagabtausch mit dem bisherigen Favoriten Donald Trump, der sogar einmal vom Publikum ausgebuht wurde. Für Christie und Bush geht es bei der Vorwahl am Dienstag ums Überleben. Sie müssen vor allem rasch Rubio stoppen, der versucht, sich als Alternative zu Trump und dem erzkonservativen texanischen Senator Ted Cruz zu positionieren.

Christie hielt dem erst 44-jährigen Rubio vor, er habe nicht das Zeug für das höchste Amt, niemals für eine wirklich wichtige Entscheidung geradestehen müssen und sondere in erster Linie auswendig gelernte «25-Sekunden»-Soundbites ab. Bei vielen Abstimmungen im Senat habe Rubio zudem gefehlt: «Das ist nicht Führungskraft. Das ist Schwänzerei.»

Bush warf Trump im TV-Duell in Manchester (New Hampshire) unter anderem herzlose Praktiken als Unternehmer vor. «Wie stark ist es, einer alten Frau den Grundbesitz wegzunehmen?», konterte er, als Trump ihm vorhielt, er versuche, sich als «starker Mann» zu profilieren. Nach Buhrufen gegen ihn war Trump so genervt, dass er sagte, im Publikum säßen offensichtlich «Bushs Spender und Vertreter besonderer Interessen». Er brauche deren Geld nicht.

Trump geht als Favorit in die Vorwahl in New Hampshire, ist aber nach seiner Niederlage gegen den erzkonservativen texanischen Senator Ted Cruz bei der ersten Vorwahl am vergangenen Montag in Iowa angeschlagen. Cruz liegt in Umfragen in New Hampshire hinter Rubio auf Platz drei, aber Gouverneur John Kasich aus Ohio sitzt ihm im Nacken. Auch Kasich, ein Realpolitiker, der beharrlich Frontalangriffe vermeidet und bewusst auf eine «positive Botschaft» setzt, wurde gutes Abschneiden in der Debatte bescheinigt.

Nach der «Nacht der Gouverneure» wird nun ein engeres Rennen um den dritten Platz in New Hampshire erwartet, zumal Cruz in der Debatte in Manchester mit insgesamt sieben Kandidaten auf der Bühne wenig punkten konnte. Der frühere Kinderneurochirurg Ben Carson spielte praktisch überhaupt keine Rolle.

So, 2016-02-07 13:09
Dresden (dpa)

Pegida findet mit Ruf nach «Festung Europa» wenig Zulauf

Das Pegida-Bündnis wollte über Dresden hinauswachsen, suchte den europäischen Schulterschluss. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus.

Dresden (dpa) - Deutlich weniger Anhänger von Pegida und anderen islamfeindlichen Bündnissen als erwartet haben in Dresden und weiteren europäischen Städten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. An der zentralen Veranstaltung in der sächsischen Landeshauptstadt nahmen am Samstag nach Angaben der Forschungsgruppe «Durchgezählt» rund 8000 Menschen teil. Der Hauptredner und Mitbegründer der Bewegung, Lutz Bachmann, fiel wegen Krankheit aus. Zudem war eine Gegendemonstration wesentlich lautstärker. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von fast 2000 Beamten im Einsatz. Es blieb insgesamt ruhig, bilanzierte ein Sprecher am Sonntag.

In Warschau rief Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling auf einer Kundgebung polnischer Nationalisten zum europäischen Schulterschluss gegen islamische Einwanderung auf. Sie erinnerte an den Kampf von «Polen und Litauern, Sachsen und Österreichern» bei der Verteidigung Wiens gegen die Türken im 17. Jahrhundert. Damals habe das Heer des polnischen Königs das christliche Abendland gerettet. Nun gelte: «Lasst uns gemeinsam die Schlacht gegen die Islamisierung führen.»

In Dresden kamen Liveschaltungen zu Kundgebungen nach Bratislava und Prag wegen technischer Probleme nicht zustande. Stattdessen gab es Einspielfilme rechter Bündnisse aus der Slowakei, Ungarn, den Niederlanden und Estland. «Schämen sie sich, Kanzlerin Merkel», hieß es darin unter anderem. Durch die Einladung «massenhaft nicht integrierbarer oder unwilliger» Flüchtlinge stelle sie eine «Gefahr für die Freiheit und die Sicherheit Europas» dar.

Laut Polizeibericht waren in Dresden 1930 Beamte aus mehreren Bundesländern im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern. «Kleinere Handgreiflichkeiten unterbanden die Einsatzkräfte sofort», hieß es. Die Ordnungshüter kontrollierten 40 Personen unter anderem wegen Pyrotechnik. Ein 35-Jähriger wurde auf dem Weg zur Pegida-Kundgebung in Dresden von mehreren Unbekannten attackiert. Er kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Aus Polen, Frankreich oder Dänemark wurden jeweils nur wenige hundert Teilnehmer am gemeinsamen Aktionstag unter dem Motto «Festung Europa» gemeldet. In Prag gab es bei einer mit Pegida abgestimmten islamfeindlichen Kundgebung Zusammenstöße mit Gegendemonstranten. Es flogen Flaschen und Feuerwerkskörper. Rund 1500 Islamgegner versammelten sich mit Spruchbändern wie «Nein zur Einwanderung - Stopp der Merkelisierung» vor der Prager Burg.

In Amsterdam kam es zu Rangeleien zwischen Pegida-Anhängern und Teilnehmern einer Gegenkundgebung. 20 meist linke Protestierer wurden vorübergehend festgenommen. Auch in Kopenhagen und im nordfranzösischen Calais, wo jeweils etwa 100 Demonstranten gezählt wurden, gab es einige Festnahmen. In Montpellier in Südfrankreich gingen etwa 200 Demonstranten gegen Migranten auf die Straße, in Warschau etwa 350. Bei einer Demonstration von 400 Islamfeinden im australischen Canberra wurde skandiert: «Wir lieben Schweinefleisch» und «Wer zum Teufel ist Allah?».

So, 2016-02-07 13:49
York (dpa)

Erhöhte Radioaktivität nach Leck in Akw bei New York gemessen

New York (dpa) - In der Nähe eines Atomkraftwerks im US-Bundesstaat New York ist eine deutlich erhöhte Konzentration von radioaktiven Stoffen im Grundwasser gemessen worden. Die Werte an den Reaktoren in Indian Point lägen um das 650-fache über dem Normalwert, erklärte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag. Das Akw steht rund 50 Kilometer nördlich von New York in der Stadt Buchanan und kann etwa ein Viertel des Energiebedarfs der Millionenmetropole decken.

Vermutlich sei nur das Grundwasser direkt unter dem Kraftwerk vom Austreten des radioaktiven Stoffes Tritium betroffen, hieß es. Nun werde untersucht, ob das Leck eine Bedrohung für die Gesundheit der Anwohner darstelle.

«Das ist nicht das erste Austreten radioaktiven Wassers dieser Art», ergänzte Cuomo. «Dieser Störfall zeigt erneut, dass Indian Point nicht auf eine Art betrieben werden kann, die die öffentliche Gesundheit schützt.» Die beiden noch genutzten Blöcke des Kraftwerks wurden 1974 und 1976 in Betrieb genommen.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

weiterlesen

Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

Großbritannien: Schlafende Konten

Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

Außerdem Interessant

Geht doch!

Es muss nicht immer das Auto sein


Ein innovatives Mobilitätskonzept für Finnlands Hauptstadt Helsinki soll die Verkehrsdichte lindern und Mensch und Umwelt zugute kommen.

weiterlesen

Finnlands Hauptstadt will die Blechlawinen eindämmen. Aber nicht mit Verboten, sondern mit einer attraktiven Mobilitäts-App: Mit einem Klick verrät diese das optimale Verkehrsmittel für die jeweilige Route. Die Kunden können flexibel Carsharing, Leihräder, Busse, Bahnen oder auch Kleinbusse nutzen. Diese holen Passagiere nach Bedarf ab und bieten Gratis-Wi-Fi. Bezahlt werden muss nicht jeder Fahrschein einzeln, das System rechnet die Fahrten zentral ab. Bis 2025 will die Stadtverwaltung Helsinkis das innovative Konzept einführen und dadurch den öffentlichen Nahverkehr so einfach und günstig machen, dass private Autos überflüssig werden. Stadtentwickler und Verkehrsplaner schwärmen schon heute von den neuen Perspektiven für die Bewohner: Aus Parkplätzen werden Radwege, Alleen oder Fußgängerzonen und aus Parkhäusern Wohnraum. Die kommunale Verkehrsexpertin Sonja Heikkilä ist überzeugt, dass sich diese Vision realisieren lässt, zumal die junge Generation Autos nicht mehr als Statussymbol betrachte. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: An Konzernen wie Google führt bei dieser Mobilitätsnutzung kein Weg vorbei. Der Fahrgast wird gläsern.
hsl.fi/en/strategy

Hamburg/Dortmund: Draht nach Hause
Angeblich um eine illegale Nutzung zu verhindern, stellen die Behörden in Flüchtlingsheimen oft keinen Internetzugang bereit. Private Initiativen wie die Freifunker wollen das ändern: Sie stellen WLAN-Router zur Verfügung und ermöglichen Hunderten von Flüchtlingen, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, online Deutsch zu lernen oder sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
freifunk.net

USA – Ölfressende Pflanzen
Biologisch abbaubare Substanzen sollen in Zukunft Ölteppiche beseitigen. Aus Pflanzen entwickelten US-Wissenschaftler einen als Phytol bezeichneten Alkohol, der den Ölfilm zusammendrängt. Die organischen Moleküle werden im Wasser gespalten und abgebaut. Aufgelegt wurde das Forschungsprogramm nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Finanziert hat es ausgerechnet der Mineralölkonzern BP.

Kopenhagen – Reste à la carte
Im dänischen Restaurant „Rub & Stub“ kommt seit Herbst 2014 auf den Tisch, was sonst im Müll gelandet wäre. Das nachhaltige Konzept kommt gut an – die Gäste stehen Schlange und sind gespannt darauf, welches Menü die Küchencrew aus den gelieferten Zutaten zaubert. In Amsterdam und Berlin macht das Experiment Schule. „Restlos glücklich“ heißt der deutsche Ableger. Das deutsche Start-up rief Mitte August eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Die Macher wollen nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch ihre Gäste zum Nachdenken über ihren Umgang mit Nahrungsmitteln anregen.

Außerdem Interessant

Geht doch!

Hoffnung für Hähnchen

Biobrütereien in der Alpenrepublik beenden ab 2017 das massenhafte Kükentöten
 

weiterlesen

Da männliche Küken später keine Eier legen, werden sie direkt nach dem Schlupf getötet. Damit wollen österreichische Biobrütereien spätestens ab 2017 Schluss machen: Im Nachbarland einigten sie sich mit dem Biodachverband und dem Lebensmitteleinzelhandel darauf, in Zukunft Bioeier nur noch dann als „bio“ zu kennzeichnen, wenn Henne und Hahn aufgezogen werden. Gelingen soll das mit einer robusten Legerasse, deren Brudertiere bei der Mast Fleisch ansetzen, wenn auch langsamer und weniger als sonst üblich. Die Branche rechnet mit Mehrkosten von zwei bis drei Cent pro Ei. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat die landesweite Lösung mit auf den Weg gebracht und hofft nun, dass diese wegweisend für ganz Europa sein wird. In Deutschland gibt es bislang nur kleine Projekte wie etwa die „Bruderhahn-Initiative“ oder „Ei-Care“. Doch auch hierzulande bewegt sich etwas: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will das Kükensterben mithilfe der Geschlechtsbestimmung im Ei beenden. Noch ist diese Technik nicht marktreif – und laut Deutschem Tierschutzbund auch nicht ausreichend: „Wir müssen das System ändern, dafür brauchen wir andere Zuchtlinien und andere Haltungssysteme.“
 

Außerdem Interessant

New York: Essen als Chance
Frisch aus dem Knast entlassenen Jugendlichen gibt das Sozialprojekt „Drive Change“ in New York City eine Perspektive: Im Team des mobilen „Snowday Food Truck“ schnippeln sie Gemüse, braten Hühnchen und bieten verschiedene Mittagessen an. Die jungen Menschen verdienen ihr eigenes Geld – für manche ist es der erste legale Job. Vor allem soll ihnen die Arbeit bei der Integration helfen, denn bisher werden zwei von drei jugendlichen Straftätern innerhalb von drei Jahren rückfällig.
snowdayfoodtruck.com

Italien: Soli-Kaffee
Von Neapel aus geht eine solidarische Idee um die Welt: Gäste können einen Kaffee bestellen – und zwei zahlen. Den Gratiskaffee bekommt irgendwann ein Obdachloser, der sich ein Heißgetränk nicht leisten kann. In Neapel wird diese Tradition schon seit mehr als hundert Jahren in der Weihnachtszeit gepflegt. Inzwischen gibt es die Geste der Nächstenliebe in fast 20 Ländern. Auch in Deutschland besteht in einigen Lokalen die Möglichkeit, einen Kaffee zu spenden.
coffeesharing.com

San Francisco: Warnung vor Limo
Werbeanzeigen für Softdrinks müssen laut Beschluss des Stadtrats von San Fransisco künftig mit Warnhinweisen versehen werden. So soll der Verbraucher erfahren, dass der zugesetzte Zucker Fettleibigkeit, Diabetes und Karies verursachen kann. Ein solches Warnlabel könnte es auch landesweit geben, die Demokraten haben einen entsprechenden Gesetzentwurf für den US-Staat Kalifornien eingereicht. Schon im vergangenen Jahr hatte Berkeley dem hohen Zuckerkonsum den Kampf angesagt. Als erste US-Stadt besteuerte die Nachbarin San Franciscos im November 2014 zuckerhaltige Getränke.
 

1 2 3
So, 2016-02-07 12:54
Berlin (dpa)

Die Abfangrakete THAAD

Berlin (dpa) - Nach dem Start einer nordkoreanischen Trägerrakete ist Südkorea bereit, mit den USA über die Aufstellung von Abfangraketen des Typs THAAD durch die US-Streitkräfte in Südkorea zu verhandeln. THAAD-Systeme in Südkorea werden von den Nachbarstaaten China und Russland als Bedrohung angesehen, weil sie die strategische Bedeutung ihrer Atomraketen in der Region reduzieren würden.

THAAD steht für «Terminal High Altitude Area Defense». Die 6,17 Meter langen Raketen sollen ballistische Kurz- und Mittelstreckenraketen abfangen. Sie tragen keinen Sprengkopf, sondern zerstören die Rakete durch direkten Aufprall. Dies kann innerhalb wie oberhalb der Erdatmosphäre bis in 150 Kilometer Höhe geschehen. Den ersten das ganze System umfassenden Testflug gab es 2006.

THAAD-Raketen werden von Lastwagen aus abgefeuert und sind daher sehr mobil. Zu einer THAAD-Batterie gehören neun Raketenwerfer auf Lkw mit jeweils acht Abfangraketen. Dazu kommen ein mobiles Radarsystem und eine mobile Feuerleitstelle.

Die THAAD bietet einen hohen Schutzschild über zum Beispiel eine Stadt. Darunter können Raketensysteme wie die auch von der Bundeswehr eingesetzte Patriot einen weiteren Schild legen. Erster Auslandskunde für das THAAD-System wurden 2011 die Vereinigten Arabischen Emirate.

So, 2016-02-07 12:51
Kiew/Donezk (dpa) 

Spannungen in Kriegsgebiet Ostukraine nehmen zu

Knapp ein Jahr alt ist die Minsker Friedensregelung für die Ostukraine. Doch je näher der Jahrestag rückt, desto heftiger wird dort gekämpft.

Kiew/Donezk (dpa) - Im Kriegsgebiet Donbass liefern sich ukrainische Truppen und prorussische Separatisten trotz geltenden Waffenstillstands weiter heftige Schusswechsel. In der Stadt Donezk wurde nach Angaben der Separatisten ein Mann durch ukrainischen Beschuss getötet. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) untersuchten am Sonntag den Ort des Zwischenfalls, wie die russische Agentur Interfax meldete.

Das ukrainische Militär berichtete von einem eigenen Soldaten, der von einem Scharfschützen der Gegenseite bei dem Dorf Marjinka angeschossen worden sei. Trotz geltender Waffenruhe hätten die Separatisten seit Samstag 47 Mal geschossen. Davor seien elf Soldaten bei Gefechten verletzt worden. Im Krieg im Osten der früheren Sowjetrepublik Ukraine sind seit 2014 mehr als 9000 Menschen getötet worden.

Für die kommende Woche war eigentlich eine neue Runde der Ukraine-Krisengespräche anvisiert. Dafür sollten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine zusammenkommen. Das Zustandekommen gilt jedoch mittlerweile als unwahrscheinlich.

Am Freitag jährt sich das Abkommen von Minsk zum ersten Mal. Am 12. Februar 2015 hatten sich die Konfliktparteien unter Vermittlung der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Präsidenten François Hollande in der weißrussischen Hauptstadt auf einen Friedensplan geeinigt. Dieser wird aber bislang nicht umgesetzt.

So, 2016-02-07 12:51
Berlin (dpa)

Dutzende Autos in Berlin demoliert - Innensenator: «linker Mob»

Randalierer ziehen nachts durch Berlin und demolieren Autos. Ein «Volksfahrräderkommando» spricht von «Entglasung» und «warmer Verschrottung» - der Innensenator von «Straßenterror».

Berlin (dpa) - In zwei Nächten in Folge haben in Berlin unbekannte Randalierer Dutzende Autos beschädigt oder in Brand gesteckt. Verletzte oder Festnahmen gab es nicht. Innensenator Frank Henkel machte «linke Chaoten» für die Verwüstungen verantwortlich. «Die Sicherheitsbehörden werden gegen diesen Straßenterror weiter angemessen und konsequent vorgehen», kündigte der CDU-Politiker an. «Wir werden dem linken Mob nicht die Straßen überlassen.» Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt.

Etwa 20 bis 40 Maskierte auf Fahrrädern hatten nach Polizeiangaben in der Nacht zum Samstag am Kreuzberger Gleisdreieck-Park 4 hochwertige Autos angezündet und 24 weitere beschädigt. Am späten Samstagabend passierte Ähnliches in Berlin-Neukölln. Dort wurden rund 20 Autos beschädigt. Zeugen sprachen von 50 bis 100 teils vermummten Tätern. Auch in den Stadtteilen Gesundbrunnen und Charlottenburg brannten am Wochenende Autos.

In einem Bekennerschreiben auf einer von Linken und Autonomen genutzten Webseite war nach der ersten Nacht von einem «sozialdemokratischen Volksfahrräderkommando» die Rede, das die fragliche Straße besucht und «dort Luxuskarren entglast und warm verschrottet» habe. In Berlin gibt es immer wieder Aktionen mutmaßlicher Linksautonomer gegen vermeintliche «Luxussanierungen» von Wohngebieten.

Zu einem möglichen Zusammenhang zwischen der Randale und einer Demonstration linker Gruppen am Samstag in Berlin-Friedrichshain äußerte sich die Polizei am Sonntag nicht. An dem Protestzug nahmen laut Polizei rund 4000 Menschen teil. Dabei wurden fünf Polizisten leicht verletzt und zwei Menschen festgenommen. Rund 1200 Beamte waren im Einsatz. Sie wurden vereinzelt mit Flaschen und Steinen beworfen.

Zu der Demo hatten Linke und linksradikale Gruppen unter dem Motto «für Freiräume» aufgerufen. Protestiert wurde auch gegen einen großen Polizeieinsatz in einem Gebäude der Hausbesetzerszene am 13. Januar. Zudem hatte die Polizei fast genau fünf Jahre zuvor mit einem Großaufgebot ein besetztes Haus in derselben Gegend geräumt.

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

weiterlesen

Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

weiterlesen

Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

weiterlesen

Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

1 2 3
So, 2016-02-07 11:23
Rom (dpa)

Papst ruft zu neuen Friedensgesprächen und Hilfe für Syrien auf

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat die internationale Gemeinschaft nach dem Vertagen der Friedensgespräche für Syrien zu humanitärer Hilfe und weiteren Verhandlungen aufgerufen. «Nur eine politische Lösung des Konflikts kann eine Zukunft der Versöhnung und des Friedens für dieses teure und gepeinigte Land sichern», sagte der 78-Jährige am Sonntag nach dem Angelus-Gebet in Rom. «Ich appelliere an die internationale Gemeinschaft, keine Anstrengungen zu scheuen, um die beteiligten Partien dringend an den Verhandlungstisch zu bringen.»

Die Genfer Friedensgespräche für Syrien waren am Mittwoch vertagt worden. Ein neuer Anlauf soll am 25. Februar versucht werden. Der Papst erinnerte an die «dramatische» Lage der Bevölkerung in dem Bürgerkriegsland, die gezwungen sei, «alles zurückzulassen, um vor dem Grauen des Krieges» zu fliehen. «Ich wünsche mir, dass man mit großzügiger Solidarität die nötige Hilfe liefert, um ihr Überleben und ihre Würde zu sichern», forderte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor Tausenden Pilgern in Rom, die er anschließend zum Gebet für den Frieden in Syrien aufrief.

So, 2016-02-07 11:40
Brüssel (dpa)

EU verurteilt Nordkoreas Raketenstart scharf

Brüssel (dpa) - Der jüngste Raketentest Nordkoreas hat in Brüssel scharfen Protest ausgelöst. Es handle sich um eine weitere schwere Verletzung der internationalen Verpflichtungen des Landes, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Sonntag. Zusammen mit dem «extrem schwerwiegenden und illegalen Atomtest» vom 6. Januar stelle dies eine «unmittelbare Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit in der Region und darüber hinaus» dar.

Das kommunistische Land müsse seine Programme zur Entwicklung von Raketengeschossen, nuklearen Fähigkeiten und Massenvernichtungswaffen beenden, so Mogherini. Sie rief die Regierung in Pjöngjang zum Dialog auf.

Nordkorea startete am Sonntag eine Weltraumrakete, was international scharf kritisiert wurde. Nach Angaben des Regimes brachte die Rakete einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn. Südkorea und die USA sehen darin jedoch einen verdeckten Test für eine atomar bestückte Interkontinentalrakete.

So, 2016-02-07 11:54
Donezk (dpa)

Ein Toter in Donezk durch ukrainischen Beschuss

Donezk (dpa) - In der Stadt Donezk in der Ostukraine ist nach Angaben der prorussischen Separatisten ein Mann durch ukrainischen Beschuss getötet worden. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) untersuchten am Sonntag den Ort des Zwischenfalls, wie die russische Agentur Interfax meldete. Das ukrainische Militär berichtete von einem eigenen Soldaten, der durch Schüsse eines Scharfschützen der Gegenseite bei dem Dorf Marjinka verwundet worden sei. Trotz geltender Waffenruhe hätten die Separatisten seit Samstag 47 Mal geschossen. Im Krieg im Osten der früheren Sowjetrepublik Ukraine sind seit 2014 mehr als 9000 Menschen getötet worden.

So, 2016-02-07 12:01
Woronesch (dpa)

Tiger in Russland ausgebrochen

Woronesch (dpa) - Einen ausgebrochenen Tiger haben russische Sicherheitskräfte nahe der Stadt Woronesch betäubt und wieder eingefangen. Das Tier war beim Transport aus einem Lastwagen entkommen, wie der regionale Zivilschutz am Sonntag mitteilte. «Um Gefahr von der Bevölkerung abzuwenden, wurde der Aufenthaltsort des Tigers abgeriegelt.» Ein Tierarzt aus dem Zoo von Woronesch, gut 500 Kilometer südlich von Moskau, setzte den Schuss mit einem Betäubungsmittel. Dann wurde das Tier in einem Käfig im Zoo untergebracht. Freilebende Tiger gibt es in Russland nur im Fernen Osten an der Grenze zu China.

So, 2016-02-07 11:43
Kabul/Islamabad (dpa)

Friedensgespräche mit Taliban bis Ende Februar geplant

Die USA und China stehen dahinter: Noch im Februar sollen Verhandlungen der Taliban mit der afghanischen Regierung beginnen. Doch unklar bleibt, wie das gehen soll.

Kabul/Islamabad (dpa) - Die USA, China, Afghanistan und Pakistan wollen noch vor dem Monatsende direkte Verhandlungen Afghanistans mit den Taliban zur Beendigung des 15 Jahre andauernden Krieges zustande bringen. Vertreter der vier Staaten vereinbarten am Samstag in Islamabad einen entsprechenden plan. Am 23. Februar solle bei einem weiteren Treffen in Kabul der konkrete Starttermin vereinbart werden, twitterte der Sprecher des pakistanischen Präsidentenpalasts, Safar Haschemi.

Unklar blieb allerdings, wie die sich sträubenden Taliban in so kurzer Zeit an den Verhandlungstisch gebracht werden sollen. Derzeit sind die Aufständischen auf dem Schlachtfeld erfolgreich. Während der Gespräche in Islamabad waren große Teile der afghanischen Hauptstadt Kabul bereits den zehnten Tag ohne Stromversorgung, weil Taliban in der Provinz Bachlan Versorgungslinien sabotiert hatten und eine Reparatur wegen andauernder Kämpfe nicht möglich war.

Die Taliban haben Bedingungen für Friedensgespräche gestellt. Darunter waren die Abschaffung der UN-Sanktionen gegen die Taliban sowie die Freilassung von Gefangenen.

Die USA, China, Pakistan und Afghanistan riefen alle Gruppierungen der Taliban auf, an den Friedensgesprächen teilzunehmen. Am Ende des Versöhnungsprozesses müsse eine politische Lösung stehen, die zu dauerhaftem Frieden führe.

Der an den Gesprächen in Islamabad beteiligte amerikanische Afghanistanbeauftragte Richard Olson sagte dem «Spiegel», die Taliban müssten sich «von Al-Kaida lösen, der Gewalt abschwören und die Verfassung» anerkennen, wenn sie wieder eine politische Rolle in Afghanistan spielen wollten. Die Lage in Afghanistan sei schwierig. Washington werbe daher in der Nato dafür, die Milliardenhilfen für die Sicherheitskräfte bis 2020 zu verlängern.

Der deutsche Nato-General Hans-Lothar Domröse hält ein Ende des Nato-Einsatzes in Afghanistan 2017 für möglich. Das letzte Wort habe aber die Politik. «Sollte die afghanische Luftwaffe, die wir gerade mit Hubschraubern und Flugzeugen aufbauen, im nächsten Jahr ausreichend einsatzfähig sein, so würde dies die Schlagkraft der Afghanen spürbar erhöhen», sagte er der Zeitung «Die Welt» (Samstag).

An dem Ausbildungseinsatz «Resolute Support» sind 12 000 Soldaten beteiligt, darunter 830 Bundeswehrsoldaten. Ein für 2016 geplanter weitreichender Truppenabzug wurde wegen des Vordringens der Taliban verschoben. Künftig sollen Nato-Ausbilder sogar wieder verstärkt direkt in Krisenregionen eingesetzt werden.

So, 2016-02-07 11:57
Berlin (dpa)

Steinmeier wirft Nordkorea nach Raketenstart Provokation vor

Berlin (dpa) - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat den nordkoreanischen Raketenstart auf das Schärfste verurteilt. «Das Land hat sich damit erneut über die Warnungen der internationalen Gemeinschaft hinweggesetzt», sagt Steinmeier am Sonntag laut Mitteilung seines Ministeriums.

Er nannte den Start eine «verantwortungslose Provokation, die völkerrechtlich bindende Resolutionen des VN-Sicherheitsrats missachtet und die regionale Sicherheit zum wiederholten Male aufs Spiel setzt». Steinmeier fügte an: «Diese offene Herausforderung der Weltgemeinschaft durch Nordkorea darf nicht ohne spürbare Konsequenzen bleiben.»

Nordkorea startete am Sonntag eine Weltraumrakete. Nach Angaben des Regimes brachte die Rakete einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn. Länder wie Südkorea und die USA sehen darin jedoch einen verdeckten Test einer atomar bestückbaren Interkontinentalrakete.

So, 2016-02-07 11:33
Aviv (dpa)

Polizisten beleidigt: Haft auf Bewährung für arabische Abgeordnete

Tel Aviv (dpa) - Die israelisch-arabische Abgeordnete Hanin Soabi (46) ist wegen Polizistenbeleidigung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Politikerin müsse auch eine Strafe von umgerechnet gut 700 Euro bezahlten, teilte das Friedensgericht in Nazareth am Sonntag mit. Soabi habe bei einer Demonstration im Jahr 2014 arabische Polizisten als «Verräter» beschimpft, hieß es in dem Urteil.

Der Zwischenfall hatte sich kurz nach dem Mord an einem palästinensischen Teenager ereignet. In Nazareth war es damals zu Ausschreitungen gekommen, mehrere dabei festgenommene Minderjährige wurden dem Haftrichter vorgeführt. Soabi habe die Menge bei einer Demonstration vor dem Gericht unter anderem dazu aufgerufen, den arabischen Polizisten ins Gesicht zu spucken. Als Teil einer gerichtlichen Einigung entschuldigte Soabi sich später für ihr Verhalten.

Soabi ist in Israel höchst umstritten. Sie kämpft als Abgeordnete im Parlament in Jerusalem für die Rechte des palästinensischen Volkes. Nach einem Treffen Soabis und zwei weiterer arabischer Abgeordneter mit Angehörigen palästinensischer Attentäter setzt sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dafür ein, den Politikern die parlamentarische Immunität zu entziehen.

So, 2016-02-07 10:14
Manchester (dpa)

Zirkuspferd und Einhorn: Das Personalkarussell im US-Wahlkampf 

Manchester (dpa) - Der Ton wird rauer, der Druck wird größer, das Tempo steigt: Im US-Wahlkampf dreht sich mit der zweiten Vorwahl an diesem Dienstag in New Hampshire auch das Personalkarussell schneller. Ein alphabetischer Überblick zum Stand der Konstellationen bei Demokraten (D) und Republikanern (R).

JEB BUSH (R): Als Top-Favorit gestartet. Schwer gerupft. Erwartungen seiner vielen Geldgeber steigen. Wirkt immer noch fassungslos über sein Abschneiden, ist aber trotzdem noch nicht ganz am Ende, nur fast. Kaum jemand hatte vor einem halben Jahr eine so schlechte Lage für den Sohn und Bruder früherer Präsidenten vorausgesehen.

BEN CARSON (R): Vor gar nicht so langer Zeit noch top in den Umfragen, jetzt auf dem Weg zum Ausgang. War einer der Hoffnungsträger des Anti-Establishments, zog viele an, wirkt jetzt zunehmend verwirrt. Der frühere Kinder-Hirnchirurg gibt bizarre Pressekonferenzen, zitiert die Bergpredigt, ist inhaltlich nicht sattelfest.

CHRIS CHRISTIE (R): Schwer angezählter Gouverneur von New Jersey ohne Durchschlagskraft. Erwähnt in jedem Auftritt den 11. September 2001 (warum das nie mehr passieren darf und wie er das verhindert) und seine Rolle als Staatsanwalt (warum er mit vielem aufräumen würde, wenn man ihn nur ließe). Dürfte sich bald verabschieden.

HILLARY CLINTON (D): Bleibt trotz des unberechenbaren Wahljahrs Top-Favoritin der Demokraten. Herausragend vorbereitet, aber viele offene Flanken. Muss viel stärker kämpfen als gedacht. Inhaltlicher Vollprofi mit nur mittlerer Wahlkampfbegabung. Viele können sie nicht leiden: Establishment, vielleicht unaufrichtig - und aus der Dynastie der Clintons.

TED CRUZ (R): Für viele die Verkörperung des Politikers ohne Skrupel und Rücksicht. Knallharter Rechtsausleger und nah an den Evangelikalen. Hochintelligent, geschulter Schauspieler. Der Senator aus Texas gibt eine Art Super-Cop. Muss in frühen Wahlen viele Stimmen sammeln, sonst wird es schwer. Seine Partei kann ihn eigentlich nicht leiden.

CARLY FIORINA (R): Als einzige Frau im Rennen der Republikaner so etwas wie das letzte Einhorn auf dem Karussell. Durfte wegen schlechter Werte zuletzt nicht mehr im TV mit debattieren. Blasser geblieben als am Anfang der Kampagne erwartet, mit Achtungserfolgen gestartet. Ehemalige CEO von Hewlett Packard und sehr wahrscheinlich auch bald ehemalige Bewerberin.

JOHN KASICH (R): Präsentiert sich als Anti-Trump, gemäßigt, erfahren und besonnen. Kommt aber nicht recht auf Touren, wirkt gelegentlich fahrig. Muss in New Hampshire deutlich punkten, kann sich sonst bald wieder voll auf seine Rolle als Gouverneur im Swing State Ohio konzentrieren.

DONALD TRUMP (R): Marschiert in Umfragen für New Hampshire vorneweg und liegt auch USA-weit noch vorn. Musste sich vom zweiten Platz in Iowa erholen. Kein guter Verlierer, fand dann aber doch wieder zur Rolle des Zirkuspferds zurück. Teilt weiter gegen alle aus, hetzt, bleibt unberechenbar. Bekommt etwa 80 Prozent der gesamten Aufmerksamkeit.

MARCO RUBIO (R): Plötzlich Hoffnungsträger. Könnte Kompromisskandidat der Republikaner sein. Auch der Senator aus Florida ringt um die Latinos. Erst 44, muss er sich seines jungenhaften Aussehens erwehren. Außenpolitischer Falke mit einigen Fragezeichen in puncto Erfahrung. Fährt die 3-2-1-Strategie: Dritter in Iowa, Zweiter in New Hampshire, Erster in South Carolina (20.2.), dann durchstarten.

BERNIE SANDERS (D): Die große Überraschung. Kommt mit dezidiert linken Positionen, Banken- und Systemkritik sehr gut an. Punktet trotz seiner 74 Jahre bestens bei jungen Wählern. Wird New Hampshire gewinnen. Sammelte viel Geld für längeren Wahlkampf, aber sein Abschneiden fern der Heimat im US-Nordosten (Senator, Vermont) ist kaum vorherzusagen.

VOM KARRUSSELL DER DEMOKRATEN ABGESTIEGEN: Martin O'Malley, Lincoln Chafee, Lawrence Lessig, Jim Webb.

VOM KARRUSSELL DER REPUBLIKANER ABGESTIEGEN: Scott Walker, Mike Huckabee, Rand Paul, Rick Santorum, Bobby Jindal, Rick Perry, Lindsey Graham

So, 2016-02-07 11:00
Wolfsburg (dpa)

VW will trotz Abgas-Skandal den Marktanteil in Deutschland halten

Der Jahresbeginn war für den vom Abgas-Skandal gebeutelten VW-Konzern ernüchternd. Viele Wagen blieben bei den Händlern stehen, der Absatz sackte ab. Nun geben sich die Wolfsburger kämpferisch.

Wolfsburg (dpa) - Volkswagen will trotz eines schwachen Starts ins neue Jahr den Marktanteil der Kernmarke VW in Deutschland verteidigen. «Wir werden schon im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Aufwärtstrend sehen», sagte der Vertriebschef für Volkswagen Pkw in Deutschland, Thomas-Werner Zahn, der «Automobilwoche». «Wir trauen uns zu, mit Volkswagen in Deutschland im Geschäftsjahr 2016 die Marktanteile von 2014 und 2015 wieder zu erreichen.» Diese lagen dem Branchenblatt zufolge bei je etwa 21 Prozent.

Der Januar lief für den vom Abgas-Skandal gebeutelten Konzern ernüchternd. Viele Kunden hielten sich beim Kauf zurück. In Deutschland sackten die Verkäufe der Marke Volkswagen nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts im Jahresvergleich um 8,8 Prozent ab. Noch schlechter lief es in den USA. Der US-Absatz der Pkw-Kernmarke VW lag im ersten Monat des Jahres um 14,6 Prozent unter Vorjahresniveau.

Die schwierigste Aufgabe sei es, das Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit wiederherzustellen, sagte Zahn. Dies soll mit einer neuen Werbekampagne unterstützt werden, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Sorgen um ein schleichendes Aus für Diesel hat Manager nicht: «Wir sehen keinerlei Ausschläge beim Motoren-Mix. Und wir glauben fest an die Zukunft des Dieselantriebs in Deutschland.» Spezielle Werbemaßnahmen für Diesel seien nicht geplant.

Unterdessen nimmt die Klagewelle gegen Volkswagen in den USA weiter Fahrt auf. Auch der Bundesstaat New Jersey hat ein Verfahren gegen den deutschen Autobauer eröffnet, wie der zuständige Generalbundesanwalt John J. Hoffmann am Freitag mitteilte. VW wird vorgeworfen, durch den Einbau von illegaler Software Verbraucher getäuscht und das Gesetz zur Luftreinhaltung verletzt zu haben.

Der Konzern, auch die Töchter Audi und Porsche sind explizit genannt, habe von den Manipulationen profitiert, weil er Absatz, Marktanteil und Gewinne dadurch habe steigern können. New Jersey folgt ähnlichen Klagen von US-Landkreisen und -Bundesstaaten. Anfang Januar hatte auch das Justizministerium im Auftrag der US-Umweltbehörde EPA ein Zivilverfahren eröffnet. VW drohen Strafen in zweistelliger Milliardenhöhe. Zudem muss sich der Konzern mit privaten Klägern auseinandersetzen. Mehr als 500 solcher Klagen sind bei einem Gericht in San Francisco gebündelt.

Da der Autobauer die Folgen des Skandals schwer abschätzen kann, hatte er am Freitag seine Jahresbilanz und das jährliche Aktionärstreffen verschoben. Für die ursprünglich für 10. März und 21. April anberaumten Termine soll es «zeitnah» Alternativen geben. Die «Bild am Sonntag» berichtete, der VW wolle die Hauptversammlung frühestens Mitte Juni in Hannover nachholen. Ende April sollten erste Zahlen bei der Bilanzpressekonferenz vorgestellt werden.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.


Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volks-wagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU. 
Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen. 

ERPRESSO
Die Leere des Portemonnaies
 

Seiten