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Di, 2016-05-31 04:30
Gmünd (dpa)

Rettungskräfte räumen nach verheerenden Gewittern auf

Unwetter haben im Süden Deutschlands vieles weggespült - und mehrere Menschen aus dem Leben gerissen. Jetzt müssen sich die Helfer weiter durch Wassermassen und Geröll arbeiten.

Schwäbisch Gmünd (dpa) - Nach den verheerenden Unwettern mit mehreren Toten in Süddeutschland laufen die Aufräumarbeiten. «Die Schäden sind nicht so schnell zu beseitigen. Das wird noch einige Zeit dauern», sagte ein Sprecher der Polizei in Heilbronn am frühen Dienstagmorgen. Die Unwetter waren in der Nacht nach Westen abgezogen.

Tief «Elvira» hatte am Montag Verwüstungen im Süden Deutschlands hinterlassen. Vier Menschen kamen ums Leben, Tausende Helfer waren bereits kurz nach der Gewitternacht im Einsatz.

Der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold, startete eine Anlaufstelle für freiwillige Helfer. Für manche Bürger sei es schwierig, die Schäden allein zu beheben, teilte die Stadtverwaltung mit. Zudem wurde ein Spendenkonto eingerichtet. In der Stadt waren zwei Menschen im Hochwasser ums Leben gekommen - ein 21-Jähriger und ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann, der ihn retten wollte.

Auch auf versperrten Wegen sind die Helfer im Einsatz. Straßen seien blockiert und Brücken verstopft, teilte etwa die Straßenmeisterei für den Landkreis Schwäbisch Hall mit, zu dem auch der besonders stark betroffene Ort Braunsbach gehört. Viele Passagen müssten noch von einer Spezialfirma freigeräumt werden. Auch in Bayern - vor allem in Mittelfranken - hatte die Gewitterfront große Schäden angerichtet.

Die Arbeit mit Bagger und Schaufel soll auch in Rheinland-Pfalz weitergehen. «Der Schlamm muss weg», sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes in Bad Kreuznach. Zahlreiche Schäden werden die Einsatzkräfte noch länger beschäftigen. Zumindest wird in den kommenden Tagen nur wenig Regen erwartet. «Die Lage entspannt sich zusehends», sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Mainz.

Welchen Sachschaden die Unwetter hinterließen, war noch unklar. Bei der Sparkassenversicherung dürften Schäden im mindestens zweistelligen Millionen-Euro-Bereich anfallen, hatte ein Sprecher in Stuttgart am Montag gesagt. Konkrete Zahlen könne man aber erst am Dienstag nennen, wenn immer mehr Schadensmeldungen gekommen seien.

Auch die Württembergische Versicherung rechnet mit deutlich spürbaren finanziellen Folgen. Der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), kündigte an, wo es «angebracht und notwendig» sei, prüfe das Land eine Soforthilfe.

Im Werk des Autobauers Audi in Neckarsulm gehen ebenfalls die Aufräumarbeiten weiter. Der starke Regen hatte Teile des Werks im Kreis Heilbronn unter Wasser gesetzt. Die Produktion wurde am Montag vorübergehend gestoppt, erst mit der Spätschicht lief sie in Teilen wieder an. Ob sie am Dienstag wieder komplett laufen kann, war einer Sprecherin zufolge aber noch unklar. «Jetzt wird natürlich mit Hochdruck aufgeräumt und dann schauen wir weiter.»

Di, 2016-05-31 04:49
Stuttgart (dpa)

Schlamm, Schutt, Überlastung - Herausforderungen für Einsatzkräfte

Wenn Helfer von Polizei, Technischem Hilfswerk oder Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen werden, müssen sie so einiges beachten - auch, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.

Stuttgart (dpa) - Bei schweren Unwettern und verheerenden Überschwemmungen sind auch die Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) schnell vor Ort. Dabei müssen sich die Einsatzkräfte zahlreichen Herausforderungen stellen: 

STEIGENDE PEGELSTÄNDE: Schwierig sind für die Helfer vor allem schnell steigende Pegelstände und starke Strömungen. «Oft kann man kann nur reagieren und der Lage hinterherlaufen», sagt Olaf Joerdel vom THW-Landesverband Baden-Württemberg. «Große Gefahren bergen auch Hindernisse, die man in dem trüben Wasser nicht sieht.» In dem kleinen Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs spülten die Wassermassen Baumstämme durch die Straßen, drückten Autos an Hauswände oder verschütteten sie unter Schlamm und Geröll.

WECHSELNDE LAGE: Was den Helfern die Arbeit auch erschweren kann: «Die Lage ist oft dynamisch», sagt Joerdel. «Das heißt, die Situation kann sich sehr schnell ändern.» Zudem gelte: Wenn das Wasser nach einer Überschwemmung erst mal weg ist, liegt viel Schutt und Schlamm auf den Straßen. Und wenn Schutt trocknet, werde er sehr hart und lasse sich schlecht entfernen. «Am besten ist es, wenn man ihn schnell wegbekommt, beispielsweise mit Wasser wegspritzen kann.»

PSYCHE: Neben der technischen Seite macht den Einsatzkräften manchmal auch das Erlebte zu schaffen. «Während des Einsatz ist man teilweise total beschäftigt», sagt Joerdel. «Das kommt eventuell erst hinterher hoch.» Schwierig sei es besonders, wenn man im eigenen oder in einem Nachbarort eingesetzt werde. Besonders hart treffe es die Helfer, wenn ein Kamerad verunglücke. In Schwäbisch Gmünd hatte ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann vergeblich versucht, einen 21-Jährigen aus einem Kanalschacht in einer Unterführung zu befreien - beide kamen um.

ÜBERLASTUNG: Um den Einsatz auch über einen längeren Zeitraum durchzuhalten, müsse man zudem die Kräfte der Helfer gut einteilen. «Das Unwetter ging beispielsweise am Abend los, da waren viele Einsatzkräfte schon den Tag über auf den Beinen», sagt Joerdel. «Auch das ist eine Herausforderung, rechtzeitig die Ablösung für das personal zu organisieren.» Nur wer auch Pausen mache, könne anschließend wieder gut anpacken.

Di, 2016-05-31 03:09
Seoul (dpa)

Seoul: Nordkorea misslingt offenbar Raketenstart

Seoul (dpa) - Nordkoreas Militär ist der neuerliche Test einer Rakete nach Angaben Südkoreas offenbar misslungen. Nordkorea habe am Dienstag an der Ostküste eine Rakete abgefeuert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Man gehe davon aus, dass der Start missglückt sei. Um was für eine Rakete es sich handelte, war zunächst unklar.

Im April waren nach Angaben Südkoreas drei Tests von nordkoreanischen Mittelstreckenraketen gescheitert. Die Lage in der Region ist seit einem Atomtest Nordkoreas im Januar und dem umstrittenen Start einer Weltraumrakete sehr gespannt. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen Nordkorea im März verschärft.

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Di, 2016-05-31 03:30
Kettershausen (dpa)

Hundehotels liegen im Trend - Fernsehraum, Pool und Familienanschluss Von Birgit Ellinger, dpa

Toben, planschen und entspannen, während Herrchen und Frauchen im Urlaub sind: In Hundehotels können Vierbeiner unter ihresgleichen Ferien machen und dabei so manchen Luxus und Service genießen.

Kettershausen (dpa) - Bruno und Mila haben ein Doppelzimmer gebucht und fühlen sich dort sichtlich wohl. Während er am Fenster steht und ins Grüne blickt, macht sie es sich auf dem Bett bequem. Als Besuch erscheint, laufen beide mit wedelndem Schwanz an die Tür. Schäferhund Bruno holt sich zuerst die Streicheleinheiten von Claudia Volz ab.

«Wir merken, dass sich die Hunde bei uns wohlfühlen. Das ist natürlich das Allerwichtigste», sagt die 49-Jährige, die in Kettershausen im Unterallgäu ein Hundehotel betreibt.

Für die Vierbeiner gibt es dort helle Einzel- und Doppelzimmer mit Postern an den Wänden, einen großen Außenbereich zum Toben, einen Spieleparcours und einen See zum Abkühlen. Auf Wunsch ist auch eine Unterbringung mit Familienanschluss möglich.

Hundehaltern fällt es oft schwer, entspannt in den Urlaub zu fahren. Wer kümmert sich um das Tier, wenn die lang ersehnten Ferien oder kurzfristige Geschäftsreisen anstehen? Die Lösung: Die Vierbeiner machen zeitgleich selbst Ferien - in einer Hundepension oder in einem Hundehotel. Damit sich die Tiere wohlfühlen, lassen sich manche Herbergen einiges einfallen.

«Der Trend zu Hundehotels mit Swimmingpool und allem drum und dran wächst. Vielen Leuten ist es wichtig, zu wissen, dass ihr Hund während der Trennung ein angenehmes Zuhause hat», sagt Heiko Anton, Vorstand des Internationalen Hundeverbands im sächsischen Moritzburg. Ein Hund habe heute eine andere soziale Stellung als früher, als er vorwiegend zum Schutz von Haus und Hof gehalten wurde. «Für viele ist der Hund ein Familienangehöriger. Und wenn ich es mir leisten kann, ihn dort unterzubringen, wo er betreut, bespaßt und ausgebildet wird, ist das doch eine tolle Sache.»

Auch das Hundehotel Volz bietet neben der Tages- und Wochenbetreuung ein individuelles Hundetraining an. «Es gibt immer wieder Kunden, die beides miteinander verbinden. Sie bringen uns ihren Hund und äußern den Wunsch, dass er während ihres Urlaubs lernt, besser zu folgen», sagt Volz, die seit vielen Jahren Hunde ausbildet.

Bei der Arbeit unterstützt wird sie von ihrem Mann, der Diensthundeführer bei der Polizei war, von ihren Kindern, einer Mitarbeiterin und einer Auszubildenden. «Wir haben manchmal bis zu 25 Hunde hier - das geht natürlich nur, wenn man ein Team hat.»

Volz' Kunden kommen nicht nur aus dem Allgäu, sondern reisen auch aus Stuttgart, Ulm, Augsburg oder München an. Den weiten Weg nehmen sie laut Volz auf sich, weil das Hundehotel in Kettershausen etwas Besonderes bietet: eine Unterbringung mit Familienanschluss. Wenn gewünscht, darf Bello in der Wohnung der Familie übernachten, dort abends vor dem Sofa sitzen, wenn der Fernseher läuft und dabei sein, wenn die Familie beim Essen zusammensitzt.

«Der direkte Familienanschluss wird immer mehr gebucht. Die Leute wollen, dass ihre Hunde so untergebracht sind wie zu Hause», sagt Volz. Dieser Service ist aber nur mit Aufschlag zu bekommen: 50 Euro pro Tag kostet die Rundumbetreuung im familiären Umfeld. Wer ein Doppelzimmer für seinen Vierbeiner bucht, ist mit 25 bis 29 Euro dabei. Das Unterhaltungsprogramm mit Spielen, Kuscheln und Gassi gehen ist für alle Hunde inklusive.

Damit sich Hund und Hundehalter während der Trennung wohlfühlen, sei es wichtig, auf die Wünsche der Kunden einzugehen, sagt Herbert Volz. Dazu gehöre, dass Herrchen oder Frauchen für ihren Liebling eine Decke, ein Kissen, ein Spielzeug oder das eigene Futter mitbringen dürfen. «Wir hatten auch schon einen Hund hier, der bekam sein Futter auf einem Silbertablett serviert.»

Keine Hundewünsche offen lassen - das wollen auch andere Hotels. Im niedersächsischen Saterland ließ ein Ehepaar sein Hundehotel nach der Lehre von Feng Shui umgestalten. Nun hören die vierbeinigen Gäste in ihren Boxen Entspannungsmusik, sehen auf Grünpflanzen und auf in Flieder und Gelb gestrichene Wände. Tiere, deren Umgebung nach dem Feng-Shui-Prinzip gestaltet werde, fühlten sich besser, könnten besser entspannen, heißt es auf der Internetseite des Hundehotels.

Auch die «Dog Lodge» der Familie Peukert in Tannheim bei Memmingen bietet einen Aufenthalt zum Wohlfühlen: Auf die Urlaubsgäste warten Bungalows mit Fußbodenheizung und Klimaanlage, ein Schwimmteich und jede Menge Sand zum Buddeln. Je nach Wunsch kann für den Hund ein 35 Quadratmeter großes Superior-Zimmer oder die Deluxe-Suite gebucht werden. Im «Blauen Salon» gibt es eine Ruhezone, in der die Vierbeiner entspannt auf dem Sofa sitzen und fernsehen können.

Die Hütten der «Dog Lodge» und der Außenbereich sind mit 16 Webcams ausgestattet. So können die Hundehalter ihren Liebling via Smartphone beobachten, während sie in Thailand am Strand liegen, sagt Eva Peukert. «Dieses Angebot gefällt den Leuten. Gerade beim ersten Mal können sich viele Hundebesitzer schlecht von ihrem Hund trennen und wollen wissen, wie es ihm geht.»

Di, 2016-05-31 03:42
Berlin (dpa)

FDP-Chef Lindner: Energiepolitik braucht mehr Marktwirtschaft

Berlin (dpa) - Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die große Koalition aufgefordert, endlich mehr Marktwirtschaft in der Energiepolitik durchzusetzen. «Organisierte Einzelinteressen und Länder blockieren den unbedingt nötigen Politikwechsel», sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur. «Die Gelddruckmaschine EEG muss gestoppt werden, indem die automatische Gewährung von Dauersubventionen beendet wird.»

Nach Lindners Einschätzung rechnen sich Erneuerbare Energien oft bereits ohne die EEG-Umlage, die Verbraucher und Wirtschaft enorm belastet. «Die FDP will die EEG-Förderung für neue Anlagen vollständig streichen und zugleich die Stromsteuer senken», sagte der FDP-Chef. «Inzwischen ist die irrationale Energiepolitik die größte Gefahr für die deutsche Industrie.» Die FDP fordere, das Tempo des Ausbaus der Erneuerbaren zukünftig strikt am Netzausbau zu orientieren. «Alles andere führt zu ökonomischen Schildbürgerstreichen.»

An diesem Dienstagabend (19.00 Uhr) treffen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der federführende Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit den Ministerpräsidenten der Länder, um nach Kompromissen für die milliardenschwere Ökostromförderung zu suchen. Ob im Kanzleramt eine Einigung gelingt, galt als offen.

Di, 2016-05-31 00:04
Berlin (dpa)

Umfrage: Koalition rutscht unter 50 Prozent

Berlin (dpa) - Die Zustimmung der Deutschen zur großen Koalition ist nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa erstmals unter die Marke von 50 Prozent gesunken. Das berichtet das Blatt (Dienstag) unter Berufung auf den neuen Meinungstrend des Instituts. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU/CSU demnach auf 30 Prozent - ein halber Punkt weniger als in der Vorwoche. Die SPD verliert der Umfrage zufolge ebenfalls einen halben Punkt und liegt nur noch auf 19 Prozent. Auch die Linke (9,5 Prozent) müsste im Vergleich zur Vorwoche einen halben Punkt abgeben, dagegen gewänne die FDP einen Punkt auf acht Prozent hinzu. Grüne und AfD halten demnach mit 13 Prozent und 15 Prozent ihre Ergebnisse der Vorwoche.

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Mo, 2016-05-30 22:12
Abuja (dpa)

Tote bei Protesten von Biafra-Separatisten in Nigeria

Abuja (dpa) - Bei gewalttätigen Zusammenstößen nigerianischer Separatisten mit Polizei und Militär sind im Süden des Landes mehrere Menschen ums Leben gekommen. Es habe Tote auf beiden Seiten gegeben, sagte Polizeisprecher Charles Muka am Montag. Nach Angaben Mukas wurden fünf Separatisten und zwei Polizisten bei Auseinandersetzungen in der Stadt Asaba getötet. Die Separatisten sprachen hingegen von über 30 weiteren Toten aus ihren Reihen in der Nachbarstadt Onitsha.

Auch darüber, von wem die Gewalt ausgegangen ist, gab es widersprüchliche Angaben. Die Separatisten feierten nach eigenen Angaben friedlich den 49. Jahrestag der Proklamation der Unabhängigkeit der Region Biafra. Die Polizei sagte, die Demonstranten hätten sie angegriffen.

Die Separatisten aus dem Volk Igbo setzen sich für die Unabhängigkeit der Region Biafra ein. Sie haben Biafra im Südosten Nigerias in den 1960er Jahren für unabhängig erklärt. Das nigerianische Militär zwang sie schließlich zur Kapitulation, Hunderttausende Menschen starben.

Mo, 2016-05-30 21:19
Gmünd (dpa)

Tief «Elvira» bringt Tod und Verwüstung

Gewaltige Gewitter haben Tod und Chaos nach Süddeutschland gebracht. In Baden-Württemberg sterben vier Menschen. In den nächsten Tagen sinkt das Unwetterpotenzial.

Schwäbisch Gmünd (dpa) - Bei schweren Unwettern und verheerenden Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen ums Leben gekommen. Am Montag bedecken Geröll und Schlamm viele Straßen, Keller müssen leer gepumpt, Böschungen gesichert werden. Tausende Helfer sind auch nach der Gewitternacht im Einsatz.

Sie retteten im Südwesten 42 Menschen aus lebensgefährlichen Situationen, wie der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), am Abend mitteilte. Feuerwehr und Polizei hätten in den betroffenen Gebieten im Osten und Norden des Bundeslandes rund 520 Menschen vor den plötzlichen Wassermassen in Sicherheit gebracht. Für vier Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

In Schwäbisch Gmünd wurden erst nach Stunden zwei vermisste Männer tot geborgen, sie waren in einer Bahnunterführung von Wassermassen in einen Kanalschacht gesogen worden. Ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann hatte dort vergeblich versucht, einen 21-Jährigen aus dem Schacht zu befreien - beide kamen um.

In Weißbach im Hohenlohekreis starb ein 62 Jahre alter Mann in einem überschwemmten Keller. Ein 13-jähriges Mädchen wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde dort von einem Zug erfasst und getötet.

Die Gewittergefahr durch das Tief «Elvira» schwächte sich am Montag zwar ab. In Nordrhein-Westfalen wurden bei heftigen Unwettern aber reihenweise Unterführungen und Keller überflutet. Mehrere Blitzeinschläge in Stellwerke und Oberleitungen störten am Morgen den Bahnverkehr. In Bottrop musste die Generalprobe für die Open-Air-Aufführung der Wagner-Oper «Fliegender Holländer» auf der Halde Haniel abgesagt werden. In Bochum wurde die Polizei selbst zum Opfer des Wetters: Nach einem Blitzeinschlag war die Notrufnummer 110 mehr als drei Stunden außer Betrieb.

In Süddeutschland bot sich am Montagmorgen vielerorts ein Bild der Verwüstung: Überschwemmte Straßen, zerstörte Häuser und Autos; überall Schlamm und Schutt. Wohl mit am schwersten wurde der kleine Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs getroffen. Kleine Bäche verwandelten sich in einen reißenden Strom und rissen alles mit. Baumstämme wurden durch die Straßen gespült, Autos an Hauswände gedrückt oder von Schlamm und Geröll verschüttet.

Auch in Bayern - vor allem in Mittelfranken - richtete die Gewitterfront große Schäden an. In den Orten Flachslanden und Obernzenn bei Ansbach verwandelten sich in der Nacht zum Montag binnen kurzer Zeit schmale Bäche in reißende Flüsse und überfluteten viele Straßen und Keller, wie Einsatzleiter Thomas Müller berichtete. Erdrutsche blockierten Straßen. Verletzte habe es zum Glück nicht gegeben.

Im thüringischen Ort Ilmenau liefen infolge der Gewitter binnen Stunden mehr als 100 Keller voll. In Rheinland-Pfalz verursachte Hagel große Schäden in einigen Weinbergen, aus Hessen wurden Ernteschäden bei Erdbeeren und Zuckerrüben gemeldet.

Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde wegen des Hochwassers in den Nebenflüssen am Montag eingestellt. Die Bahn sperrte mehrere überschwemmte Strecken, wegen umgestürzter Bäume blieben einzelne Gleisabschnitte für Stunden unpassierbar.

Tief «Elvira» hatte seit dem Wochenende Gewitter, Regen und Windböen nach Mitteleuropa gebracht. Am Montag verlagerten sich die Gewitter nach Westen und Norden, der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Abend noch vor möglichen Unwettern im Nordwesten.

In der Nacht zum Dienstag sollten die Gewitter allmählich nachlassen, wie der DWD berichtete. Im Laufe des Dienstags könnten sich erneut teils kräftige Gewitter entwickeln, Schwerpunkt sei der Nordosten. Dabei seien auch wieder Unwetter durch Starkregen oder Hagel möglich. Auch in Süddeutschland könnten sich einzelne Gewitter entwickeln, die aber nicht so kräftig ausfallen wie im Nordosten, hieß es in der DWD-Prognose.

Mo, 2016-05-30 20:21
Jerusalem (dpa)

Lieberman im Parlament als Verteidigungsminister vereidigt

Einem Hamas-Führer drohte er mit dem Tod binnen 48 Stunden nach seiner Ernennung. Rechtsaußen Lieberman hat die letzte Hürde auf dem Weg zu seinem Traumjob genommen. Verschärft Israel jetzt seine Sicherheitspolitik?

Jerusalem (dpa) - Der ultra-rechte Politiker Avigdor Lieberman ist am Montag im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten stimmten für die Ernennung und 43 dagegen. Der Rest enthielt sich oder war abwesend. Zuvor hatte bereits das Kabinett Liebermans Ernennung einstimmig gebilligt und damit eine handfeste Koalitionskrise beigelegt.

Als Preis für seine Zustimmung konnte der Vorsitzende der Siedlerpartei, Naftali Bennett, die Einsetzung eines Militärattachés durchsetzen, der die Minister im sogenannten Sicherheitskabinett auf dem Laufenden hält. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Liebermans Partei Israel Beitenu vergangene Woche in die Regierung geholt, um seine hauchdünne Mehrheit im Parlament auszubauen.

Damit hat Israel eine so rechte Regierung wie nie zuvor. Die Koalition verfügt mit Israel Beitenu nun über 66 statt bislang 61 der 120 Mandate im Parlament. Im Parlament wurden am Montag auch Liebermans Parteigenossen Sofa Landwer als Einwanderungsministerin und Zachi Hanegbi von der Regierungspartei Likud als Minister ohne Geschäftsbereich vereidigt.

Aus Protest gegen den Rechtsruck der israelischen Regierungskoalition war am Freitag Umweltschutzminister Avi Gabai von der Partei Kurani zurückgetreten. Zuvor hatte bereits Verteidigungsminister Mosche Jaalon sein Amt abgegeben. Er warnte vor einer gefährlichen Radikalisierung des Likud und des Staates Israel.

Lieberman hat in der Vergangenheit mit Äußerungen Empörung ausgelöst, die anti-arabische Ressentiments schürten. Er kämpft für eine Todesstrafe für verurteilte Terroristen. Zuletzt drohte er, nach seiner Ernennung zum Verteidigungsminister werde er binnen 48 Stunden die Tötung des Hamas-Führers Ismail Hanija im Gazastreifen anordnen, sollte dieser nicht die Rückführung der Leichen israelischer Soldaten veranlassen. 

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Mo, 2016-05-30 19:54
Jerusalem (dpa)

Lieberman im Parlament als Verteidigungsminister vereidigt

Jerusalem (dpa) - Der ultra-rechte Politiker Avigdor Lieberman ist am Montag im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten stimmten für die Ernennung und 43 dagegen. Der Rest enthielt sich oder war abwesend. Zuvor hatte bereits das Kabinett Liebermans Ernennung einstimmig gebilligt und damit eine handfeste Koalitionskrise beigelegt. Als Preis für seine Zustimmung konnte der Vorsitzende der Siedlerpartei, Naftali Bennett, die Einsetzung eines Militärattachés durchsetzen, der die Minister im sogenannten Sicherheitskabinett auf dem Laufenden hält. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Liebermans Partei Israel Beitenu vergangene Woche in die Regierung geholt, um seine hauchdünne Mehrheit im Parlament auszubauen.

Mo, 2016-05-30 19:07
Brüssel (dpa)

Nach Terror in Brüssel: Flughafen kündigt Rückkehr zur Normalität an

Brüssel (dpa) - Rund zweieinhalb Monate nach dem Terroranschlag am Brüsseler Flughafen ist die Zeit der provisorischen Abfertigung vorbei. Von Donnerstag an werden alle Reisenden wieder in der Halle einchecken können, die bei der Attacke schwer beschädigt worden war, wie der Betreiber am Montag mitteilte. Bislang muss ein Großteil der Passagiere in einem separaten Bereich außerhalb der Halle abgefertigt werden.

Seit einigen Tagen ist den Angaben nach zudem ein neuer Flugplan in Kraft, nach dem die Zahl stündlichen Abflüge von zuletzt 22 auf 28 erhöht wurde. In den kommenden Wochen sollen bis zu 44 Flugzeuge pro Stunde in der belgischen Hauptstadt abheben, um der erhöhten Nachfrage im Sommer gerecht zu werden.

Bei den Attacken in Brüssel hatten sich islamistische Terroristen in der Abflughalle des Flughafens und in der U-Bahn im Zentrum in die Luft gesprengt und 32 Menschen mit in den Tod gerissen. Der Airport war für knapp zwei Wochen geschlossen.

Mo, 2016-05-30 19:16
Gmünd (dpa)

Tief «Elvira» bringt Tod und Verwüstung

Gewaltige Gewitter haben Tod und Chaos nach Süddeutschland gebracht. In Baden-Württemberg sterben vier Menschen. In den nächsten Tagen sinkt das Unwetterpotenzial.

Schwäbisch Gmünd (dpa) - Bei schweren Unwettern und verheerenden Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen ums Leben gekommen. Am Montag bedecken Geröll und Schlamm viele Straßen, Keller müssen leer gepumpt, Böschungen gesichert werden. Tausende Helfer sind auch nach der Gewitternacht im Einsatz.

Sie retteten im Südwesten 42 Menschen aus lebensgefährlichen Situationen, wie der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), am Abend mitteilte. Feuerwehr und Polizei hätten in den betroffenen Gebieten im Osten und Norden des Bundeslandes rund 520 Menschen vor den plötzlichen Wassermassen in Sicherheit gebracht. Für vier Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

In Schwäbisch Gmünd wurden erst nach Stunden zwei vermisste Männer tot geborgen, sie waren in einer Bahnunterführung von Wassermassen in einen Kanalschacht gesogen worden. Ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann hatte dort vergeblich versucht, einen 21-Jährigen aus dem Schacht zu befreien - beide kamen um.

In Weißbach im Hohenlohekreis starb ein 60 Jahre alter Mann in einem überschwemmten Keller. Ein 13-jähriges Mädchen wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde dort von einem Zug erfasst und getötet.

Die Gewittergefahr durch das Tief «Elvira» schwächte sich am Montag zwar ab. In Nordrhein-Westfalen wurden bei heftigen Unwettern aber reihenweise Unterführungen und Keller überflutet. Mehrere Blitzeinschläge in Stellwerke und Oberleitungen störten am Morgen den Bahnverkehr. In Bottrop musste die Generalprobe für die Open-Air-Aufführung der Wagner-Oper «Fliegender Holländer» auf der Halde Haniel abgesagt werden. In Bochum wurde die Polizei selbst zum Opfer des Wetters: Nach einem Blitzeinschlag war die Notrufnummer 110 mehr als drei Stunden außer Betrieb.

In Süddeutschland bot sich am Montagmorgen vielerorts ein Bild der Verwüstung: Überschwemmte Straßen, zerstörte Häuser und Autos; überall Schlamm und Schutt. Wohl mit am schwersten wurde der kleine Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs getroffen. Kleine Bäche verwandelten sich in einen reißenden Strom und rissen alles mit. Baumstämme wurden durch die Straßen gespült, Autos an Hauswände gedrückt oder von Schlamm und Geröll verschüttet.

Auch in Bayern - vor allem in Mittelfranken - richtete die Gewitterfront große Schäden an. In den Orten Flachslanden und Obernzenn bei Ansbach verwandelten sich in der Nacht zum Montag binnen kurzer Zeit schmale Bäche in reißende Flüsse und überfluteten viele Straßen und Keller, wie Einsatzleiter Thomas Müller berichtete. Erdrutsche blockierten Straßen. Verletzte habe es zum Glück nicht gegeben.

Im thüringischen Ort Ilmenau liefen infolge der Gewitter binnen Stunden mehr als 100 Keller voll. In Rheinland-Pfalz verursachte Hagel große Schäden in einigen Weinbergen, aus Hessen wurden Ernteschäden bei Erdbeeren und Zuckerrüben gemeldet.

Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde wegen des Hochwassers in den Nebenflüssen am Montag eingestellt. Die Bahn sperrte mehrere überschwemmte Strecken, wegen umgestürzter Bäume blieben einzelne Gleisabschnitte für Stunden unpassierbar.

Tief «Elvira» hatte seit dem Wochenende Gewitter, Regen und Windböen nach Mitteleuropa gebracht. Am Montag verlagerten sich die Gewitter nach Westen und Norden, der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Abend noch vor möglichen Unwettern im Nordwesten.

In der Nacht zum Dienstag sollten die Gewitter allmählich nachlassen, wie der DWD berichtete. Im Laufe des Dienstags könnten sich erneut teils kräftige Gewitter entwickeln, Schwerpunkt sei der Nordosten. Dabei seien auch wieder Unwetter durch Starkregen oder Hagel möglich. Auch in Süddeutschland könnten sich einzelne Gewitter entwickeln, die aber nicht so kräftig ausfallen wie im Nordosten, hieß es in der DWD-Prognose.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mo, 2016-05-30 18:31
München (dpa)

Désirée Nosbusch vermisst Anreize für Umweltschutz

München (dpa) - Désirée Nosbusch (51), Schauspielerin und Moderatorin, setzt beim Umweltschutz auf die kleinen Dinge. «Vieles kann man gut in den Alltag integrieren», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Gala des GreenTec Awards in München. «Ich versuche, nicht nur Müll zu trennen, sondern ihn auch zu vermeiden.» Nosbusch wünscht sich mehr finanzielle Anreize, um die Gesellschaft zu mehr Umweltbewusstsein zu motivieren. «Aber solange die großen, starken Autos verkauft werden, wird man nicht dafür sorgen, dass es die anderen leichter zu kaufen gibt», meinte die Schauspielerin («Die Jahrhundert-Lawine») aus Luxemburg.

Mo, 2016-05-30 19:00
Berlin (dpa)

Merkel berät mit Ministerpräsidenten über Ökostromreform

Berlin (dpa) - Neue Runde im Ringen um die milliardenschwere Ökostromförderung: An diesem Dienstagabend (19.00 Uhr) treffen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der federführende Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit den Ministerpräsidenten der Länder, um nach Kompromissen zu suchen. Ob im Kanzleramt eine Einigung gelingt, galt als offen. Auch haben die Bundestagsfraktionen von Union und SPD bereits Korrekturbedarf angemeldet.

Kern des erneuten Umbaus des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist die Umstellung der bisherigen Förderung von festen Vergütungen auf Ausschreibungen, um Kosten zu senken. Aktuell müssen Verbraucher und Wirtschaft pro Jahr bis zu 24 Milliarden Euro per Umlagen für den Ausbau der grünen Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse bezahlen.

Die Bundesregierung bekennt sich grundsätzlich zum Ziel eines Anteils von 40 bis 45 Prozent erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2025 - will aus Kostengründen aber vor allem Windkraft an Land weniger stark fördern. Dagegen protestieren betroffene Länder und Umweltschützer.

Mo, 2016-05-30 18:36
Kassel (dpa)

Kasseler Neonazi zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

Schon oft hat Bernd T. gezeigt, dass ihm am Rechtsstaat nichts liegt. Er ist Gründer des rechtsextremen Vereins «Sturm 18». Nun steht ihm eine erneute Haftstrafe unter anderem wegen Freiheitsberaubung bevor.

Kassel (dpa) - Wegen Freiheitsberaubung, Nötigung und Anstiftung zur Körperverletzung hat das Landgericht Kassel einen Neonazi zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 41-jährige Bernd T. habe seine «Rechtsfeindlichkeit deutlich gezeigt», sagte der Vorsitzende Richter am Montag. Fünf Mitangeklagte erhielten Strafen von Geldbußen (150 Tagessätze zu 10 Euro) bis zu Haftstrafen von bis zu 20 Monaten ohne Bewährung. Nach Überzeugung der Kammer hatte T. unter anderem einen jungen Mann in eine Wohnung drängen und schlagen lassen, damit dieser Mitglied des von T. initiierten Vereins «Sturm 18» bleibt.

Der rechtsextreme Verein ist mittlerweile verboten. Im Vereinsnamen wird der Bezug zum Nationalsozialismus deutlich. Die Zahl 18 steht für den ersten und achten Buchstaben im Alphabet und damit für die Initialen Adolf Hitlers. Der Richter sagte: «Einzelne Taten hatten mit «Sturm 18» zu tun und hatten einen politischen Hintergrund.» Es sei aber kein politisches Urteil.

Sein Verteidiger hatte gefordert, T. lediglich wegen Fahrens ohne Führerschein zu verurteilen. Er kündigte an, eine Revision zu prüfen. T. hat rund zwei Dutzend Vorstrafen und sitzt derzeit eine Haftstrafe von 27 Monaten wegen Körperverletzung ab.

T. habe sonst vor allem Leute gefunden, die alkoholkrank sind oder keinen anderen Halt im Leben hatten, sagte der Richter. «Einen jungen Mann, der sich den Verstand noch nicht weggesoffen hat, kann man gut gebrauchen.»

Andere Angeklagte schlugen einen weiteren Mann, traten ihm Schienbeine blutig und schoren ihm gegen seinen Willen eine Glatze. Bei einer der Taten hatte eine Mitangeklagte gefragt, ob sie auch mal zuschlagen darf. Die Angeklagten hätten Spaß gehabt, das Opfer zusammenzuschlagen, sagte der Richter.

Mo, 2016-05-30 18:56
Istanbul (dpa) 

Türkei: Armenier-Resolution enthält «ungerechte» Anschuldigungen

Istanbul (dpa) - Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat die geplante Bundestagsresolution zu den Massakern an den Armeniern in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Die Resolution, die die Massaker als «Völkermord» einstuft, enthalte «ungerechte und grundlose» Anschuldigungen, sagte Yildirim nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu bei dem Gespräch am Montag. Die Regierung in Ankara, die Türkei und Millionen Türken in Deutschland beobachteten die Entwicklung «mit Sorge». Es werde erwartet, dass die Bundesregierung und der Bundestag in der Angelegenheit «gesunden Menschenverstand» an den Tag legten.

Vize-Ministerpräsident und Regierungssprecher Numan Kurtulmus sagte am Montag nach einer Kabinettssitzung in Ankara, es sei nicht Aufgabe von Parlamenten, sondern von unabhängigen Historikern, die Vorgänge von damals aufzuklären. «Niemand wird dem Wort auch nur irgendeines Parlaments in dieser Sache Beachtung schenken.»

Der Bundestag will am Donnerstag eine gemeinsame Resolution von Union, SPD und Grünen beschließen, in der die Massentötung und Deportationen von Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord eingestuft werden. Nach Schätzungen kamen dabei vor rund 100 Jahren zwischen 800 000 und 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit ums Leben. Die Türkei bedauert das, lehnt die Einstufung als Völkermord aber strikt ab.

Mo, 2016-05-30 19:00
München (dpa)

Prozess in München: Angehörige klagen für Recht auf Stolpersteine

München (dpa) - Die Stolpersteine zum Gedenken an Nazi-Opfer sind in München zu einem Fall für die Justiz geworden: Am Dienstag (9.00 Uhr) startet ein Prozess vor dem Verwaltungsgericht. Drei Männer wollen durchsetzen, dass sie mit Stolpersteinen an ihre von den Nationalsozialisten ermordeten Vorfahren erinnern dürfen. Die Stadt München hat sich offiziell gegen die Verlegung von Stolpersteinen entschieden: Die Namen von Nazi-Opfern sollen nicht mit Füßen getreten werden. Die Kläger wenden sich gegen den Bescheid, der das Verlegen der goldfarbenen Gedenksteine auf öffentlichen Straßen ablehnt. 

Mo, 2016-05-30 18:36
Kairo (dpa)

Führender Unterhändler der syrischen Opposition in Genf tritt zurück

Die Friedensgespräche um Syrien hängen bereits seit Wochen am seidenen Faden. Nun erleben sie einen weiteren Rückschlag.

Kairo (dpa) - Aus Protest gegen die Erfolglosigkeit der Syrien-Friedensgespräche in Genf ist ein ranghoher Unterhändler der Regimegegner zurückgetreten. Mohammed Allusch, Führungsmitglied der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam, begründete seinen Schritt am Sonntagabend über Twitter mit der Kompromisslosigkeit des syrischen Regimes und den fortgesetzten Angriffen gegen Zivilisten. Zugleich kritisierte er die internationale Gemeinschaft, die ihre eigenen Entscheidungen nicht umsetze.

Womöglich werde auch der Chefunterhändler Asad al-Zubi zurücktreten, sagte am Montag Samir al-Naschar, ein Mitglied der Nationalen Syrischen Koalition (SNC), eines Zusammenschlusses syrischer Regimegegner. «Wir glauben alle, dass diese Verhandlungen eine Zeitverschwendung sind und das Regime keine der Entscheidungen der internationalen Gemeinschaft umsetzt.»

Syrien-Experte Charles Lister schrieb auf Twitter, der Rücktritt von Allusch sollte als «letzte Warnung gesehen werden: kein Fortschritt, keine Gespräche». Der Genfer Friedensprozess liege in seinen letzten Zügen, schrieb er.

Allusch gehört der Delegation des Hohen Verhandlungskomitees (HNC) der Regimegegner in herausgehobener Funktion an. Seine Gruppe, die radikal-islamische Dschaisch al-Islam, gehört zu den stärksten Rebellengruppen Syriens. Die Gruppe wird vom syrischen Regime und seinem Verbündeten Moskau als Terrororganisation betrachtet. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt mit einem Vorstoß im UN-Sicherheitsrat versucht, die Brigade sowie die radikale Gruppe Ahrar al-Scham als Terrorgruppen ächten zu lassen.

Im April hatte die syrische Opposition die Friedensgespräche in Genf frühzeitig verlassen. Sie protestierte gegen einen Anstieg an Gewalt in dem Bürgerkriegland - trotz geltender Waffenruhe - und warf dem Regime vor, Hilfslieferungen für belagerte Städte zu blockieren. Die nächste Runde der Verhandlungen wird UN-Vermittler Staffan de Mistura zufolge nicht vor Mitte Juni beginnen.

Die Rebellen im Norden Syriens stehen zunehmend unter Druck der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). In den vergangenen Tagen rückten IS-Kämpfer in einer Enklave der Regimegegner nördlich der Stadt Aleppo vor und lieferten sich heftige Kämpfe mit Rebellen am Stadtrand von Marea.

Nördlich der IS-Hochburg Al-Rakka startete jedoch vergangene Woche ein von der Kurdenmiliz YPG geführtes Bündnis eine Offensive gegen die Terrormiliz. Australische Medien berichteten am Montag, ein Australier, der für die Kurden gekämpft habe, sei bei Gefechten mit dem IS umgekommen.

Die YPG ist in Syrien wichtigster Partner der US-geführten Koalition. Bei der Miliz handelt es sich um den syrischen Ableger der verbotenen türkischen Arbeiterpartei PKK. Die Türkei stuft beide Gruppen als Terrororganisation ein. Am Montag warf die YPG der Türkei vor, Stellungen der Gruppe im Norden Syriens beschossen zu haben. Türkische Kräfte hätten die Orte Ain Dikna und Bilunija mit Artillerie und Raketen angegriffen, berichtete die der Kurdenmiliz nahestehenden Nachrichtenagentur Hawar.

Mo, 2016-05-30 18:27
Kassel (dpa)

Kasseler Neonazi zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

Kassel (dpa) - Wegen Freiheitsberaubung, Nötigung und Anstiftung zur Körperverletzung ist ein Kasseler Neonazi zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 41-jährige Bernd T. habe seine «Rechtsfeindlichkeit deutlich gezeigt», sagte der Vorsitzende Richter des Landgerichts Kassel am Montag. Fünf Mitangeklagte erhielten Geldbußen und Haftstrafen von bis zu 20 Monaten ohne Bewährung.

Nach Überzeugung der Kammer hatte T. unter anderem einen Mann festgehalten und von anderen schlagen lassen, damit dieser Mitglied bei dem von T. initiierten und mittlerweile verbotenen, rechtsextremen Verein «Sturm 18» bleibt. Sein Verteidiger hatte gefordert, T. lediglich wegen Fahrens ohne Führerschein zu verurteilen.

Mo, 2016-05-30 19:00
München (dpa) 

Kripo-Beamte sagen als Zeugen im NSU-Prozess aus

München (dpa) - Nach zwei Wochen Ferienpause geht am Dienstag in München der NSU-Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier mitangeklagte mutmaßliche Unterstützer weiter. Als Zeugen hat das Gericht vier Kriminalermittler geladen. Bei den Beweisthemen geht es um einen Camping-Urlaub der beiden Freunde Zschäpes, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, unmittelbar nach dem Nagelbombenanschlag an der Kölner Keupstraße im Juni 2004. Außerdem sollen Beamte über Ermittlungen zur Anmietung von Autos und über einen Banküberfall im Jahr 2001 in Zwickau aussagen.

Zschäpe hatte mit Mundlos und Böhnhardt mutmaßlich 13 Jahre im Untergrund gelebt. Die beiden Männer sollen in dieser Zeit zehn Menschen ermordet haben, bis auf den Mord an einer Polizistin immer aus rassistischen Gründen. Zschäpe ist für diese Verbrechen als Mittäterin angeklagt, weil auch sie Mitglied des «Nationalsozialistischen Untergrunds» gewesen sein soll. 

Mo, 2016-05-30 18:34
Stuttgart (dpa)

Minister Strobl: 42 Menschen bei Unwetter aus Lebensgefahr gerettet

Stuttgart (dpa) - Bei dem schweren Unwetter haben Helfer im Südwesten 42 Menschen aus lebensgefährlichen Situationen gerettet. Das teilte der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), am Montagabend in Stuttgart mit. In den betroffenen Gebieten im Osten und Norden des Bundeslandes hätten von Feuerwehr und Polizei rund 520 Menschen vor den plötzlichen Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. Für vier Menschen kam aber jede Hilfe zu spät.

Die Höhe des Sachschadens ist laut Strobl noch nicht abschätzbar. Wo es «angebracht und notwendig» sei, prüfe das Land eine Soforthilfe. Der Innenminister lobte die Hilfsbereitschaft und «reibungslose» Arbeit der 7000 Rettungskräfte in den neun betroffenen Stadt- und Landkreisen. Auch die Solidarität der Helfer untereinander habe noch Schlimmeres verhindert.

Strobl kritisierte Menschen, die ein solches Ereignis für Gag-Videos im Internet nutzten. Solche, wo etwa Männer in eine Hochwasserfluss springen, seien recht schnell am Montag im Internet verbreitet worden. «Das ist kein Spaß, das ist Ernst.» Angesichts solcher Ereignisse sei es angebracht, Respekt vor Naturgewalten zu haben.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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