- 20 %

PRODUKT
der Woche

Beutel-Set

15,50 €
12,40 €

Der Kleinste hat es in sich: Öffnet man ihn, kommen noch zwei größere Beutel zum Vorschein. Alle drei bestehen aus T-Shirts, die wegen kleiner Produktions- fehler ausgemustert wurden. Sie haben einen praktischen Tunnelzug und sind vielseitig verwendbar, zum Beispiel auf Reisen für Schuhe oder Schmutz- wäsche, fürs Turn- oder Badezeug und manches andere. Genäht werden die Beutel in den Elbe-Werkstätten von Menschen mit Behinderung.

Jetzt bestellen
Di, 2015-07-28 13:36
Wiesbaden (dpa)

Facebook gibt Seite von hessischem Abgeordneten wieder frei

Wiesbaden (dpa) - Der hessische CDU-Integrationsexperte Ismail Tipi kann nach einer Entschuldigung des sozialen Netzwerks Facebook wieder auf seine Seite zugreifen. Facebook hatte eine siebentägige Sperrung verhängt, nachdem Tipi ein Bild des umstrittenen Salafisten- Predigers Pierre Vogel gepostet hatte. Sie wurden nach Angaben des Unternehmens nun aufgehoben. «Sie haben ihren Fehler eingeräumt und damit eingesehen, dass sie voreilig gehandelt haben und dass so etwas nicht hätte passieren dürfen», betonte der Landtagsabgeordnete am Dienstag in Wiesbaden.

Tipi habe mit dem Bild von Vogel vor den Gefahren der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) warnen wollen. Dieser hatte auf dem Foto einen Kapuzenpulli mit einem IS-Symbol an. Das Bild sollte deutlich machen, dass Vogel mit dem IS sympathisiere, erklärte Tipi.

Facebook hatte die Sperrung mit dem Hinweis erklärt, dass das Foto den Richtlinien des Unternehmens widerspreche. Dagegen hatte sich Tipi mündlich und schriftlich beschwert. Das Unternehmen räumt nun nach Angaben einer Sprecherin ein, einen Fehler begangen zu haben. Der CDU-Politiker forderte Facebook auf, Seiten von sogenannten Hasspredigern zu löschen. Diese böten eine Plattform für die Radikalisierung von jungen Menschen.

Di, 2015-07-28 13:46
Brüssel/Ankara (dpa)

Nato: Solidarität mit Ankara - Türkei beendet Friedensprozess mit Pkk

Für ihr militärisches Vorgehen gegen die Kurden erntet die Türkei viel Kritik. Doch im Kampf gegen den Terrorismus und die Extremisten des IS sichert die Nato Ankara ihre Solidarität zu.

Brüssel/Ankara (dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Friedensprozess mit den Kurden für beendet erklärt. «Es ist nicht möglich, einen Lösungsprozess fortzuführen mit denjenigen, die die Einheit und Integrität der Türkei untergraben», sagte er am Dienstag in Ankara. Zeitgleich bekräftigte die Nato nach einem Sondertreffen aller 28 Botschafter in Brüssel ihre Solidarität mit dem Bündnispartner Türkei im Kampf gegen den IS-Terrorismus.

«Terrorismus stellt eine direkte Gefahr für die Sicherheit der Nato-Staaten dar», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der westlichen Militärallianz. «Wir werden die Entwicklung an der südöstlichen Grenze der Nato sehr genau verfolgen.»

Die Regierung in Ankara hatte die Brüsseler Nato-Beratungen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags verlangt. Dieser sieht Konsultationen vor, wenn ein Nato-Mitglied meint, dass die Unversehrtheit des eigenen Territoriums, die politische Unabhängigkeit oder die eigene Sicherheit bedroht sei.

Hintergrund ist der Militäreinsatz der Türkei gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und gegen die kurdische PKK. Auslöser war ein Selbstmordanschlag in Suruc am 20. Juli mit 32 Toten, den die Türkei dem IS anlastet. Bei PKK-Anschlägen auf türkische Sicherheitskräfte, denen die Kurdenorganisation Kollaboration mit dem IS vorwarf, waren danach zwei Polizisten und zwei Soldaten gestorben. Nach türkischen Luftangriffen auf das PKK-Hauptquartier im Nordirak hatte die Organisation den seit 2013 bestehenden Waffenstillstand für beendet erklärt. Am Dienstag kündigte auch Ankara den Friedensprozess auf.

Ankara sieht die PKK - wie den IS - als Terrororganisation an. Das gilt auch für die mit der PKK verbundenen kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG), die in Syrien den IS bekämpfen. Die türkische Führung befürchtet die Gründung eines Kurdenstaats, der die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden in der Türkei beflügeln könnte.

Die pro-kurdische Oppositionspartei HDP warf Erdogan vor, die chaotische Situation ausnutzen zu wollen, um seine Macht zu erhalten. Bei immer wahrscheinlich werdenden Neuwahlen spekuliere Erdogan auf einen Stimmenzuwachs für die islamisch-konservative AKP, die bei der Parlamentswahl am 7. Juni ihre absolute Mehrheit verloren hatte.

Grünen-Chef Cem Özdemir sagte dem Sender MDR Info, die Türkei wolle sich eine Legitimation für das verschaffen, was sie da mache. Tatsächlich gehe es Ankara darum, die PKK zu kriminalisieren und die HDP zu marginalisieren. Erdogan wolle sein Land innenpolitisch ins Chaos stürzen und sich dann als Retter präsentieren. «Das heißt, er spielt - so zynisch das klingt - mit dem Blut toter Soldaten, um dadurch wieder zurück an die Macht zu kommen. Ein widerliches Szenario.»

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, sagte dem Sender WDR 5, es sei gut, dass die Nato nun involviert werde, denn es gebe im Bündnis Bedenken zum Verhalten der Türkei. Es werfe Fragen nach der Strategie der Türkei auf. Er habe den Eindruck, dass hier auf Seiten der Türkei «Dinge vermischt» würden.

Di, 2015-07-28 13:45
London/Oslo (dpa)

Ölpreisverfall lässt Gewinne von Ölkonzernen sinken

In den Quartalsbilanzen der großen Ölkonzerne zeigt der Ölpreisverfall deutliche Spuren. Nach BP und Statoil legen in dieser Woche auch ExxonMobil und Shell ihre Zahlen vor.

London/Oslo (dpa) - Die niedrigen Ölpreise machen den Ölkonzernen weiter schwer zu schaffen. Das zeigten die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse des britischen Ölkonzerns BP und der norwegischen Statoil für das zweite Quartal.

Bei BP fiel der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten im Jahresvergleich von 3,6 auf 1,3 Milliarden Dollar drastisch. Neben dem Preisrückgang beim Öl bekam BP aber auch die starke Abwertung des Rubel zu spüren. Dies führte zu einem Gewinneinbruch beim Rosneft-Anteil. BP hält fast ein Fünftel am größten russischen Ölproduzenten.

Unterm Strich rutschte BP wegen milliardenschwerer Entschädigungszahlungen für Schäden bei der Explosion der Ölplattform «Deepwater Horizon» tief in die Verlustzone. Der Konzern wies ein Minus von 5,8 Milliarden Dollar (5,2 Mrd Euro) aus, nach einem Gewinn von 3,4 Milliarden ein Jahr zuvor. Anfang Juli hatte sich der Konzern mit Behörden auf die Zahlung von maximal 18,7 Milliarden Dollar als Entschädigung geeinigt. Dies soll auf 18 Jahre gestreckt werden.

Die Ölpreise stehen weiterhin kräftig unter Druck. Am Dienstag fiel die Nordseesorte Brent mit nur noch knapp über 52 Dollar je Barrel (159 Liter) zeitweise auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr. Der Preis für die US-Referenzsorte WTI sank zuletzt auf 47,10 Dollar.

BP-Konzernchef Bob Dudley stellt sich auf eine längere Periode niedriger Ölpreise ein und will das Unternehmen dagegen wappnen. Er kappt deshalb die Investitionen und verkauft Unternehmensteile in Milliardenhöhe.

Norwegens Öl- und Gaskonzern Statoil kämpfte sich nach drei aufeinanderfolgenden verlustreichen Quartalen zwar wieder in die schwarzen Zahlen. Unterm Strich verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal 10,1 Milliarden Kronen (1,1 Mrd Euro) und damit im Vergleich zum Vorjahr gut 15 Prozent weniger. Der Umsatz ging um rund 13 Prozent auf 124,4 Milliarden Kronen zurück. Der Verfall der Ölpreise hatte den zu zwei Dritteln vom Staat kontrollierten Konzern zuletzt in die roten Zahlen rutschen lassen. In dieser Woche legen noch weitere große Ölkonzerne ihre Zahlen vor, so Shell (30.7.) und ExxonMobil (31.7.).

Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten den aktuellen Verkaufsdruck am Ölmarkt unter anderem mit der hohen Unsicherheit an den Finanzmärkten nach dem schweren Kurseinbruch am chinesischen Aktienmarkt vom Vortag. Generell belaste aber nach wie vor ein zu hohes Angebot an Rohöl die Preise, hieß es aus dem Handel. Führende Förderländer dürften die Produktion auf hohem Niveau halten oder sogar ausbauen, hieß es vom Handelshaus CMC Markets.

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

weiterlesen

Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

weiterlesen

„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Krautiger Kohlrabi

(Brassica oleracea var. gongylodes)
Ob das deutscheste aller Gemüse wirklich aus Deutschland kommt, liegt – ehrlich gesagt – im Dunkeln. Erfahren Sie mehr über dieses und weitere Geheimnisse aus der Kulturgeschichte des Kohlrabi.

weiterlesen

Es ist ein Irrtum, dass es sich beim deutschesten aller Gemüse um Weißkohl alias Sauerkraut handelt. Zwar hat die vergorene Spezialität den Deutschen in England den Spottnamen Krauts eingetragen, aber fragen Sie mal einen Russen, Ungarn, Japaner, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen oder Briten, was Kohlrabi in seiner Sprache heißt. Die Antwort mag ka, karalábé, koolrabi, kaalrabi, kålrabbi, colrave oder kohlrabi lauten, phonetisch ist das Ergebnis das gleiche: Die Welt spricht Kohlrabi. Krautiger wird’s nimmer.

Ist es Begeisterung über den süßen, leicht nussigen, dezenten Kohlgeschmack, die Menschen zwischen Washington und Tokio veranlasst, die komisch klingende Knolle im Munde zu führen? Mitnichten. Nur das Wort, nicht das Gemüse kommt ihnen über die Lippen. Kohlrabi ist so deutsch, dass vor allem die Deutschen ihn essen. 40.000 Tonnen im Jahr wachsen hier, und weil das noch zu wenig ist, bauen auch die Niederlande, Polen und Frankreich den Kreuzblütler an – für den Export.

Im Gegensatz zu Weiß- oder Blumenkohl, bei denen Blätter oder Blütenstand verzehrt werden, verdickt sich beim Kohlrabi der untere Teil der oberirdischen Sprossachse und liegt grünweiß oder blauviolett auf der Erdkrume. Innen sind alle Kohlrabis hell. Die größte Sorte heißt „Superschmelz“ und kann – ohne holzig zu werden – zur Größe eines Kohlkopfs anwachsen. Und der einzige Speck, der auch Vegetariern schmeckt, dürfte „Blauer Speck“ sein.

In Wirklichkeit enthält Kohlrabi neben viel Wasser, etwas Zucker und Eiweiß nur 0,1 Prozent Fett. In Deutschland wurde die Knolle im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie war ein Star der Barockküche – beispielsweise in Leipzig, wo sie dem Allerlei den letzten Schliff gab. Das Original hat übrigens nichts mit Erbsen-Möhren-Spargel-Dosenmatsch zu tun, sondern ist ein knackiger Genuss, der – serviert mit heller Soße und luftigen Semmelklößchen – auch Blumenkohl, Morcheln und Flusskrebsschwänze vereint.

Ein Festmahl, das noch nicht ganz vergessen war, als Kurt Tucholskys Alter Ego Peter Panter sich 1928 in einem Speiselokal über breiiges Gemüse beschwerte und die Bedienung antwortete: „Da müssen Sie mal zu meiner Mutter kommen, Herr Panter, die kocht Ihnen ein Leipziger Allerlei ...“ – „Liebe gnädige Frau, es ist so nett von Ihnen ... Aber alle Leute können doch nicht bei Ihrer Mama essen!“

Kohlrabi passt gut zu Rahmsoßen, die auch mal mit Safran oder Chili gewürzt sein dürfen. Am besten gart man ihn im Ganzen und schält und teilt ihn hinterher, damit Aroma und Nährstoffe besser erhalten bleiben: Selen, Senföle und viel Vitamin C stärken das Immunsystem. Roh harmoniert Kohlrabi mit Nüssen, Ziegenkäse, Lachs und Äpfeln. Sein Kraut gehört nicht in den Kompost, denn es enthält viele Mineralien, Karotin, B-Vitamine und Eiweiß. Die zarten Herzblätter schmecken gut in Salat und Suppe oder als Hauptgericht: In Südeuropa bereitet man aus ihrem Grün vegetarische Rouladen oder „Spinat“ zu.

Südeuropa?! Ob das vermeintlich deutsche Gemüse auch aus der Region stammt, in der es so gerne verspeist wird, liegt – um ehrlich zu sein – im Dunkeln. Es könnte genausogut ein Nachfahre des pompejanischen Kohls sein, den der Römer Plinius kurz nach der Zeitenwende beschrieb. Grimms Wörterbuch vermerkte im 19.Jahrhundert, der Begriff Kohlrabi sei „merkwürdig durch seine Gestalt, halb deutsch halb italienisch“. Klar ist: Italien spricht nicht kohlrabisch. Der inoffizielle Kulturbotschafter der Krauts heißt dort cavolo rapa, Kohlrübe.

Neu frisch aus dem Gewächshaus gibt's Kohlrabi ab April, frisch vom Feld im Mai.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen


In jeder Ausagebe des Greenpeace Magazins berichten wir über die Kulturgeschichte von Obst und Gemüse. Unsere neue Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 33,50€ im Jahresabo

1 2 3
Di, 2015-07-28 13:00
Berlin (dpa)

DRK: Zeltstädte für Flüchtlinge können nur Notlösung bis Oktober sein

Fast 5000 Flüchtlinge und Asylbewerber leben in Zeltstädten des Deutschen Roten Kreuzes. Diese Lösung kann laut DRK-Präsident Seiters nur von kurzer Dauer sein. Trotz Angriffen auf Mitarbeiter will die Organisation weiter bei der Unterbringung helfen.

Berlin (dpa) - Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, hat vor zunehmenden Problemen bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern gewarnt. Die Lage habe sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschärft und könne sich wetterbedingt im Herbst noch zuspitzen. «Ab Oktober sind Zelte als Unterkünfte nicht mehr möglich», sagte Seiters am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Trotz der Angriffe auf Mitarbeiter will das DRK Länder und Kommunen weiterhin bei der Unterbringung unterstützen. Zudem sprach Seiters sich für beschleunigte Asylverfahren bei Menschen aus sogenannten «sicheren Herkunftsländern» aus.

Das DRK ist nach eigenen Angaben in zehn Bundesländern aktiv. Mitarbeiter betreuen und versorgen dort 7300 Menschen in 21 Notunterkünften. Darunter sind acht Zeltstädte für 4600 Menschen. In Dresden und Halberstadt waren DRK-Mitarbeiter in den vergangenen Tagen von Flüchtlingsgegnern attackiert worden, zum Teil mit Steinen.

«Natürlich sind wir bestürzt über die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und auf Helfer», sagte Seiters. Es sei unerträglich, wenn Menschen, die in ihren Heimatländern in Kriegsgefahr waren, hier erneut Gewalt erleben müssten und auch noch ihre Helfer angegriffen würden. «Auf der anderen Seite erleben wir in Deutschland auch eine ganz große Welle der Hilfsbereitschaft», betonte der DRK-Präsident.

Seiters kündigte an: «Wir werden weiterhin mit Zelten, Feldbetten und Lebensmitteln aushelfen, wenn das von Ländern und Kommunen gewünscht wird.» Klar sei aber auch, dass Zeltstädte nur eine zeitlich begrenzte Möglichkeit sein können. Daher müssten Länder und Kommunen dringend für eine Unterbringung in festen Unterkünften sorgen.

«Wir brauchen wirksame humanitäre Hilfe bei der Betreuung und Unterbringung der Flüchtlinge. Das gilt auch für die Flüchtlinge aus dem Balkan», betonte Seiters. Er sprach sich allerdings dafür aus, in den Asylverfahren zwischen politisch Verfolgten sowie Kriegsflüchtlingen und Personen ohne Asylberechtigung aus «sicheren Herkunftsländern» zu unterscheiden. «Bei letzteren müssen sicherlich die Asylverfahren beschleunigt werden», sagte Seiters.

Di, 2015-07-28 13:50
Stuttgart (dpa)

Freie Fahrt für Stuttgarts Paternoster: Party im Rathaus

Stuttgart (dpa) - Er darf wieder fahren: Mit einer Party haben die Stuttgarter am Dienstag die Wiederöffnung ihres historischen Paternosters im Rathaus gefeiert. Aufgrund einer umstrittenen Verordnung aus dem Bundesarbeitsministerium stand der seltene Aufzug rund acht Wochen still. Mit einem Dauerlächeln auf den Lippen gab Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle (Grüne) Instruktionen für die Nutzung dieses «gefährlichen Dings».

Die gut 100 Party-Gäste konnten sich Paternoster-Führerscheine ausstellen lassen. Buttons mit der Aufschrift «Stuttgart fährt Paternoster» waren gefragte Souvenirs. Im 2. Stock lief passende Fahrstuhlmusik wie «Upside Down», «Love In An elevator» oder «Hello again».

Zunächst war am 1. Juni eine Neufassung der Verordnung in Kraft getreten, nach der Besucher etwa in Verwaltungsgebäuden die Aufzüge nicht mehr benutzen durften. Nach heftigen Protesten hob der Bundesrat das Fahrverbot nach sechs Wochen wieder auf - die Betreiber müssen aber auf die Gefahren deutlich hinweisen. «Wir freuen uns diebisch», gab Wölfle zu. Es sei erfreulich, dass die Bundesregierung eingesehen habe, «dass wir selbst die Risiken abschätzen können, die das Leben so mit sich bringt».

Di, 2015-07-28 13:00
Kopenhagen (dpa)

Dänische Soldaten wollen nicht mehr gegen IS kämpfen

Kopenhagen (dpa) - Die dänischen Soldaten, die vom Irak und von Kuwait aus gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpfen, wollen nicht mehr. In einem Brief an Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen und andere Parteichefs fordern ihre Gewerkschaft und militärische Vertrauensleute, den im Oktober auslaufenden Einsatz nicht zu verlängern. Die Dänen sind mit sieben F-16-Kampfjets, einem Hercules-Transportflugzeug und rund 140 Soldaten am internationalen Kampf gegen den IS beteiligt. 120 weitere Soldaten bilden irakische Sicherheitskräfte aus.

In dem Brief, den die Agentur Ritzau am Dienstag veröffentlichte, heißt es, die Soldaten seien extrem gestresst: «Wir und unsere Kollegen werden durch die Entsendung an die Brandherde dieser Welt und Übungen im Ausland bis zum Äußersten getrieben.» Vor allem die Flugingenieure seien unterbesetzt und stünden unter großem Druck. «Geben Sie den Mitarbeitern eine wohlverdiente Pause. Der Bogen ist überspannt. Sie können nicht mehr.»

Das Mandat der Dänen läuft im Oktober aus und muss durch das Parlament verlängert werden. Die Regierungspartei Venstre und die Konservativen haben sich bisher für eine Verlängerung ausgesprochen. Ein Gewerkschaftssprecher sagte, der Brief sei bereits im Juli verschickt worden, man habe aber bis heute keine Antwort erhalten.  

Di, 2015-07-28 13:23
London/Oslo (dpa)

Ölpreisverfall lässt Gewinne von Ölkonzernen sinken

In den Quartalsbilanzen der großen Ölkonzerne zeigt der Ölpreisverfall deutliche Spuren. Nach BP und Statoil legen in dieser Woche auch Exxonmobil und Shell ihre Zahlen vor.

London/Oslo (dpa) - Die niedrigen Ölpreise macht den Ölkonzernen weiter schwer zu schaffen. Das zeigten die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse des britischen Ölkonzerns BP und der norwegischen Statoil für das zweite Quartal. Bei BP fiel der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten im Jahresvergleich von 3,6 auf 1,3 Milliarden Dollar drastisch. Neben dem Preisrückgang beim Öl bekam BP aber auch die starke Abwertung des Rubel zu spüren. Dies führte zu einem Gewinneinbruch beim Rosneft-Anteil. BP hält fast ein Fünftel am größten russischen Ölproduzenten.

Unterm Strich rutschte BP wegen milliardenschwerer Entschädigungszahlungen für Schäden bei der Explosion der Ölplattform «Deepwater Horizon» tief in die Verlustzone. Der Konzern wies ein Minus von 5,8 Milliarden Dollar (5,2 Mrd Euro) aus, nach einem Gewinn von 3,4 Milliarden ein Jahr zuvor. Anfang Juli hatte sich der Konzern mit Behörden auf die Zahlung von maximal 18,7 Milliarden Dollar als Entschädigung für Schäden bei der Explosion der Ölplattform geeinigt. Die Zahlung soll auf 18 Jahre gestreckt werden.

Die Ölpreise stehen weiterhin kräftig unter Druck. Am Dienstag fiel die Nordseesorte Brent mit nur noch knapp über 52 Dollar je Barrel (159 Liter) zeitweise auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr. Der Preis für die US-Referenzsorte WTI sank zuletzt auf 47,10 Dollar.

BP-Konzernchef Bob Dudley stellt sich auf eine längere Periode niedriger Ölpreise ein und will das Unternehmen dagegen wappnen. Er kappt deshalb die Investitionen und verkauft Unternehmensteile in Milliardenhöhe.

Norwegens Öl- und Gaskonzern Statoil kämpfte sich nach drei aufeinanderfolgenden verlustreichen Quartalen zwar wieder in die schwarzen Zahlen. Unterm Strich verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal 10,1 Milliarden Kronen (1,1 Mrd Euro) und damit im Vergleich zum Vorjahr gut 15 Prozent weniger. Der Umsatz ging um rund 13 Prozent auf 124,4 Milliarden Kronen zurück. Der Verfall der Ölpreise hatte den zu zwei Dritteln vom Staat kontrollierten Konzern zuletzt in die roten Zahlen rutschen lassen. In dieser Woche legen noch weitere große Ölkonzerne ihre Zahlen vor, so Shell (30.7.) und Exxonmobil (31.7.).

Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten den aktuellen Verkaufsdruck am Ölmarkt unter anderem mit der hohen Unsicherheit an den Finanzmärkten nach dem schweren Kurseinbruch am chinesischen Aktienmarkt vom Vortag. Generell belaste aber nach wie vor ein zu hohes Angebot an Rohöl die Preise, hieß es aus dem Handel. Führende Förderländer dürften die Produktion auf hohem Niveau halten oder sogar ausbauen, hieß es vom Handelshaus CMC Markets.

Di, 2015-07-28 13:28
Prag (dpa)

Extrem seltenes Nördliches Breitmaulnashorn gestorben

Prag (dpa) - Eines der letzten Nördlichen Breitmaulnashörner der Welt ist in einem tschechischen Zoo gestorben. «Es ist ein schwer zu beschreibender Verlust», sagte der Leiter des Tierparks in Dvur Kralove, Premysl Rabas, am Dienstag. Die Nashornkuh Nabiré sei im Alter von 31 Jahren an einer geplatzten Zyste gestorben. Damit gebe es weltweit nur noch vier Tiere dieser Unterart. Drei von ihnen leben im Ol-Pejeta-Reservat in Kenia und eines im Zoo von San Diego.

Das Nördliche Breitmaulnashorn gilt als seltenstes Großsäugetier der Welt und als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es war ursprünglich in einem Gebiet vom Kongo über Uganda und den Sudan bis hinein in den Tschad verbreitet. Der Bestand des Südlichen Breitmaulnashorns ist hingegen nach Angaben der Umweltorganisation WWF nach Schutzmaßnahmen inzwischen wieder auf über 20 400 Tiere angewachsen.

Di, 2015-07-28 13:52
Bamako (dpa)

Von der Leyen mahnt Türkei zur Fortsetzung des Friedensprozesses

Bamako (dpa) - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich in einem Telefonat mit ihrem türkischen Kollegen Vecdi Gönül besorgt über die türkischen Luftschläge gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK geäußert. «Ich habe eindringlich darauf hingewiesen, dass die Verhältnismäßigkeit in diesem Prozess unbedingt gewahrt sein muss und dass der Versöhnungsprozess mit den Kurden innerhalb der Türkei nicht gestört oder aufgekündigt werden darf», sagte von der Leyen am Dienstag in der malischen Hauptstadt Bamako vor Journalisten.

Auf die Äußerung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der den Friedensprozess mit der PKK am Dienstag für beendet erklärt hat, ging sie nicht ein. «Der gemeinsame Kampf gegen den Islamischen Staat muss unser gemeinsames Ziel sein», erklärte die CDU-Politikerin.

Von der Leyen machte auch deutlich, dass der Einsatz der Bundeswehr im Süden der Türkei angesichts der neuen Lage nun «sehr sorgfältig» beobachtet werde. Die Sicherheit der Soldaten müsse «absolute Priorität» haben, betonte sie. Die Bundeswehr hatte vor zweieinhalb Jahren auf Wunsch der Türkei «Patriot»-Raketenabwehrstaffeln 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt stationiert. Sie sollen den Nato-Partner vor Luftangriffen aus Syrien schützen. Das Mandat für den Einsatz läuft Ende Januar aus.

Bei uns geht's um die Welt.
Kommen Sie doch mit!

6 Ausgaben
im Jahr für nur 33,50 Euro

Di, 2015-07-28 12:44
Brüssel (dpa)

Nato-Staaten bekräftigen Solidarität mit Türkei

Brüssel (dpa) - Die Nato-Staaten haben bei einem Sondertreffen in Brüssel ihre Solidarität mit dem Bündnispartner Türkei bekräftigt. «Terrorismus stellt eine direkte Gefahr für die Sicherheit der Nato-Staaten dar», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. «Wir werden die Entwicklung an der südöstlichen Grenze der Nato sehr genau verfolgen.»

Di, 2015-07-28 12:52
Berlin (dpa)

Attentäter von Mogadischu gehörte wohl zu Bonner Islamisten-Szene

Berlin (dpa) - Der jüngste Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu mit 18 Toten soll auf das Konto eines Islamisten gehen, der einige Zeit in Deutschland gelebt hat. Aus deutschen Sicherheitskreisen hieß es am Dienstag, es gebe Hinweise darauf, dass der Mann zur Bonner Islamisten-Szene gehört habe. Er sei 2012 aus Deutschland ausgereist - zunächst wohl nach Ägypten und später weiter nach Somalia.

Der Mann wurde den Angaben nach 1985 in Libyen geboren und hatte die somalische und libysche Staatsbürgerschaft. Einen deutschen Pass habe er aber nie besessen. Zuvor hatte ein ranghoher Sicherheitsbeamter in Mogadischu gesagt, der Täter sei Deutsch-Somalier gewesen.

Die «Welt» berichtete - ebenfalls unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise -, es handele sich bei dem Attentäter mit hoher Wahrscheinlichkeit um Abdirazak B. Er habe zu einer Gruppe radikaler Somalier gehört, die unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden gestanden habe. 2008 sei ein erster Ausreiseversuch des Mannes aus Deutschland verhindert worden.

Zu dem Anschlag am Sonntag auf das Hotel Jazeera Palace bekannte sich die islamistische Al-Shabaab-Miliz. In dem Hotel, das neben Büros der Vereinten Nationen direkt an der Straße zum Flughafen liegt, verkehren vor allem Diplomaten, Vertreter internationaler Hilfsorganisationen und Regierungsbeamte.

Di, 2015-07-28 11:59
Istanbul (dpa)

Erdogan beendet Friedensprozess mit Kurden

Istanbul (dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Friedensprozess mit den Kurden für beendet erklärt. «Es ist nicht möglich, einen Lösungsprozess fortzuführen mit denjenigen, die die Einheit und Integrität der Türkei untergraben», sagte er am Dienstag in Ankara nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu.

Hintergrund ist der Konflikt mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK, der sich in den vergangenen Tagen zugespitzt hat. Nach dem Selbstmordanschlag in Suruc mit 32 Toten vergangene Woche, den die Türkei der Terrormiliz Islamischen Staat (IS) anlastete, tötete die PKK zwei Polizisten als «Vergeltung». Sie warf den Beamten Kollaboration mit dem IS vor.

Nach Luftangriffen der Türkei auf den IS in Syrien, aber auch auf das PKK-Hauptquartier in den nordirakischen Kandil-Bergen, erklärte die PKK den seit 2013 bestehenden Waffenstillstand für beendet. Es folgten mehrere Anschläge auf Sicherheitskräfte, bei denen zwei Soldaten und ein Mitglied der Gendarmerie starben.

Erdogan sagte weiter, er sei gegen einen Verbot der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP, es könne jedoch gegen einzelne Parteimitglieder vorgegangen werden, die Verbindungen zu Extremisten hätten. Die HDP hatte bei den Parlamentswahlen am 7. Juni zum ersten Mal die Zehn-Prozent-Hürde überwunden. Eine neue Regierung wurde noch nicht gebildet.

Die Friedensverhandlungen mit den Kurden waren von Erdogan angestoßen worden.

Geht doch!

Drohnen als Förster

Unbemannte Flugkörper sollen pro Jahr weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen

weiterlesen

Jährlich werden auf der Erde rund 26 Milliarden Bäume gefällt. Der ehemalige Nasa-Ingenieur Lauren Fletcher nimmt den Kampf gegen die globale Entwaldung auf. Um den Schwund wettzumachen, entwickelte seine in Oxford ansässige, gemeinnützige Firma Bio Carbon Engineering eine innovative Drohne. Diese scannt auch unzugängliche Gegenden, kartografiert baumlose Regionen und bestimmt die Bodenart. Zusammen mit Ökologen entscheidet das Unternehmen, welche Bäume wo gepflanzt werden. Dann wird der Flugkörper ein zweites Mal losgeschickt. Per Druckluft schießt er kleine Saatgut-Kapseln in den Boden. Die Kapseln sind biologisch abbaubar und schützen das keimende Saatgut in der ersten Zeit. „Der industriellen Waldvernichtung können wir nur mit industrieller Aufforstung begegnen“, ist Fletcher überzeugt. Das Projekt befindet sich in der Entwicklungsphase, erste Tests sind im Laufe des Jahres geplant. Obwohl dem britischen Start-up noch Investoren fehlen, hofft Fletcher, dass die Firma schon bald Regierungen für Aufforstungsprojekte begeistern und jedes Jahr eine Milliarde Bäume pflanzen kann.
biocarbonengineering.com

Außerdem Interessant

Frankreich
Mit einem Ende Mai verabschiedeten Gesetz will die französische Nationalversammlung die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen: Große Supermärkte werden verpflichtet, überschüssige Produkte künftig an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Für Menschen ungeeignete Reste können laut Beschluss des Parlaments auch kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Dabei wandern in Frankreich pro Person und Jahr „nur“
bis zu 30 Kilogramm ungenutzt in den Müll. Hierzulande fallen pro Kopf und Jahr rund 82 Kilo Essensabfälle an.
 

Münster
Seit 1989 dürfen in Münster auf kommunalen Flächen der westfälischen Stadt keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Sprießendes Unkraut wird mit Heißluftwalzen oder Wildkrautbürsten entfernt. Diese Verfahren sind zwar aufwendiger und teurer, aber giftfrei. Dank einer Beratung durch den BUND verzichten inzwischen etliche Kommunen auf Pestizide. Dem Vorreiter Münster folgten zum Beispiel Saarbrücken, Tübingen und Bielefeld.
bund.net/pestizidfrei

Berlin
Heimischen Dünger stellen die Berliner Wasserwerke her, indem sie Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. Der Wasserversorger verkauft das recycelte Düngemittel unter dem Namen „Berliner Pflanze“ an Landwirte. Das Verfahren haben sich die Ingenieure patentieren lassen. Es dürfte weltweit auf Nachfrage stoßen, denn die globalen Phosphatvorräte gehen zur Neige.
bwb.de/berlinerpflanze
 

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

weiterlesen

Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

weiterlesen

Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

1 2 3
Di, 2015-07-28 12:52
Kiew (dpa)

OSZE-Beobachter im Kriegsgebiet Ostukraine leicht verletzt

Kiew (dpa) - Bei einer Explosion im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass ist ein Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verletzt worden. Der Mitarbeiter habe bei dem Zwischenfall in Schyrokyne eine leichte Gehirnerschütterung und eine Quetschung erlitten und sei nach kurzer Zeit aus einer Klinik entlassen worden, teilte die OSZE am Dienstag in Kiew mit.

Die Organisation überwacht die im Februar zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten vereinbarte Feuerpause im Konfliktgebiet. Die Waffenruhe ist allerdings brüchig.

Die Armee räumte unterdessen den - versehentlichen - Beschuss von zivilen Objekten in der Region ein. «Es kommt manchmal dazu», sagte Alexander Rosmasnin vom Generalstab in einer Talkshow beim Sender ICTV. Zuvor sei das Militär von dieser Stelle aus beschossen worden. «Wir sind gezwungen, das Feuer zu erwidern», meinte der Generalmajor.

Die Staatsagentur für den Wiederaufbau des Donbass sprach von riesigen Schäden in der Region nach rund 16 Monaten Krieg. Zur Wiederherstellung der Infrastruktur seien insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar (fast 1,63 Mrd. Euro) nötig, sagte Agenturchef Wadim Tschernysch. Davon müssten internationalen Partnern zufolge allein 316 Millionen US-Dollar für humanitäre Zwecke verwendet werden.

Di, 2015-07-28 11:57
Hamburg (dpa)

Foodwatch klagt gegen Unilever - Margarine-Streit vor Gericht

Hamburg (dpa) - Das Hanseatische Oberlandesgericht ist seit Dienstag mit einem Margarine-Streit befasst. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat gegen den Lebensmittelkonzern Unilever (Az 7 U 7/13) geklagt, der die cholesterinsenkende Margarine «Becel pro.activ» vertreibt. Es geht darum, ob Aussagen des Konzerns zu seinem Produkt als Meinungsäußerung oder als Tatsachenbehauptung zu bewerten sind.

Nach der Entscheidung der Vorinstanz durfte Unilever weiter behaupten, es gebe keine Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken der Margarine. Foodwatch legte Berufung gegen das Urteil ein. Die Organisation wirft dem Konzern vor, Nebenwirkungen der mit Pflanzensterinen angereicherten Margarine zu verschleiern.

Di, 2015-07-28 12:36
Islamabad (dpa)

Zahl der Toten bei Unwettern in Pakistan steigt auf 69

Islamabad (dpa) - Überschwemmungen und schwere Regenfälle haben die Zahl der Todesopfer in Pakistan auf 69 steigen lassen. Rettungskräfte versuchten, etwa 300 000 Menschen in der Stadt Chitral im Norden zu erreichen, teilten die Behörden am Dienstag mit. Dorthin hatten sich viele gerettet, nachdem das Wasser eines Gletschersees mehrere Dörfer weggespült hatte. Ihnen fehlt es an Essen und Trinkwasser.

In Teilen Ostpakistans überschwemmten über die Ufer getretene Flüsse Hunderte Dörfer. Zehntausende Menschen hätten deshalb ihre Häuser verlassen müssen, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Im vergangenen Jahr kamen bei Überschwemmungen mindestens 400 Menschen ums Leben. Die Monsunzeit in Pakistan dauert von Mitte Juli bis Ende August.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)


Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)


Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

Seiten

Array ( )