Di, 2015-03-03 04:00
Berlin (dpa)

Syphilis und Fußleiden: «Kranke» Wachsfiguren in der Medizin gefragt Von Lena Klimkeit, dpa

Sie sind zum Anschauen, zum Lernen - oder zum Ekeln: Moulagen bilden krankhafte Körperregionen in Wachs ab. Einst waren sie das wichtigste Lehrmittel in der Dermatologie. Heute sind sie wieder gefragt - auch, weil überwunden geglaubte Infektionen wieder zunehmen.

Berlin (dpa) - Hände und Füße, Brüste und Köpfe liegen auf dem Seziertisch. Einige sind blass, manche haben starke Rötungen, andere sind weiß. Gipsweiß. Die Körperteile hat Navena Widulin angefertigt, aus Gips und Wachs, es sind Entwürfe und fertige Moulagen. Moulagen - Modelle aus Wachs - waren bis Mitte des 20. Jahrhunderts das wichtigste Lehrmittel in der Dermatologie. Am Patienten angefertigt bildeten sie krankhafte Körperregionen täuschend echt ab. Heute stehen die meisten im Museum - und werden wieder wichtiger für Lehre und Medizin.

Vor zehn Jahren konnte Widulin nichts anfangen mit Moulagen. Als medizinische Präparatorin war es ihr Job, Leichen zu sezieren. Dann erzählte ihr der Direktor des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité (BMM) von den Wachsfiguren und steckte sie mit seiner Begeisterung an. Bis sie das Moulieren lernte.

«Das ist der Fuß einer Freundin», sagt die 42-Jährige und zeigt auf eine schwarze Platte. «Sie trägt gerne hochhackige Schuhe und hat einen ausgeprägten Hallux valgus.» Der Knochen unterhalb des zierlichen Zehs ist wie eine Beule nach außen ausgeprägt. Die Nägel sind pink lackiert, so wie sie ihre Freundin gerne trägt. Die Moulage wurde ausgestellt - in einer Schau zur Geschichte des Schuhs.

Moulagen sind wieder nachgefragt, nachdem sie mit der Verbreitung der Farbfotografie an Bedeutung verloren hatten, wie Widulin erzählt. Die Moulagen, die die Präparatorin herstellt, sollen Teil einer Lehrsammlung für Studenten werden. Neben operativ veränderten Körperteilen mouliert Widulin dafür auch rechtsmedizinische Fälle: etwa den Oberkörper einer Frau, in dem ein Messer unterhalb des Brustbeins steckt. Widulin hat dafür mit den Pathologen an der Leiche besprochen, worauf es beim Befund ankam.

Die alten, nach 1850 entstandenen Moulagen zeigen vor allem Hautkrankheiten. Weil es für die im Unterricht besprochenen Erkrankungen nicht immer Vorzeige-Patienten gab, konnten die Dozenten den Studenten die Leiden an solchen Modellen zeigen. Im Berliner Museum sind Augenkrankheiten zu sehen: zum Beispiel ein Trachom, bei dem die Lidpartie stark vernarbt und gerötet ist. Die insgesamt 17 Moulagensammlungen in Deutschland bilden aber von Pocken über nässende Ekzeme bis zu Neurodermitis vielfältige Krankheitsbilder ab.

Viele historische Objekte sind hochaktuell: Sie zeigen Ausprägungen von Infektionskrankheiten, die überwunden geglaubt waren und nun wieder auf dem Vormarsch sind. Wie Syphilis, die dem Robert Koch-Institut zufolge seit 2001 wieder häufiger in Deutschland diagnostiziert wird. Zur Sammlung der Bonner Universitätshautklinik gehören viele Moulagen, die Hautveränderungen durch Syphilis zeigen. «Heutzutage gibt es Syphilis nicht in so krassen Ausprägungen», sagt die Kuratorin der Sammlung, Béatrice Bieber. Die Krankheit im Ausprägungsstadium zu kennen, sei aber enorm wichtig.

Anhand von Moulagen könnten Krankheiten losgelöst vom Patienten erklärt werden, sagt Bieber. «Die Menschen begreifen, was für ein Schicksal dahinter steht. Denn Hautkrankheiten stigmatisieren, auch heute noch.» Anders als in der Berliner Sammlung liegen in Bonn Patientenakten zu vielen der rund 1000 Moulagen vor. «Eine Patientengeschichte berührt immer», sagt Bieber. «Wenn aber 100 Jahre dazwischen liegen, hat sie noch einen anderen Reiz.»

Für die Wachsfiguren interessieren sich laut Widulin nicht nur Mediziner. Auch Kulturwissenschaftler und Kunststudenten fragen nach ihnen. Widulin tauscht sich für ihre Arbeit mit Make-up-Artists aus. «Die fragen mich, wie Totenflecke oder eine Moorleiche aussehen. Ich frage nach der Technik. So bin ich auch auf das spezielle Silikon gekommen, mit dem ich die Hautabformungen mache.»

Den Silikonabdruck stabilisiert Widulin anschließend mit Gips, dann gießt sie die Silikonform mit heißem Wachs aus. Je nach Grundton der Haut mischt sie Ölfarbe in den Wachs. «Viele sagen: «Du bist ein Künstler!» Ich fühle mich wie ein Handwerker», sagt Widulin. Wenn die Form fertig ist, muss sie noch hauchdünn mit Lasurfarben bemalt werden, von hell nach dunkel, so realitätsnah wie möglich. «Moulagen sind im Dazwischen. Sie sehen echt aus, sind sie aber nicht.»

Di, 2015-03-03 04:00
Washington/Montreux (dpa)

Netanjahu im US-Kongress: Atomverhandlung mit Iran entfacht Streit

Israels Regierungschef Netanjahu ist auf undiplomatischer Mission in Washington. Er will den US-Kongress vor einer Einigung im Atomstreit mit dem Iran warnen. Die Obama-Regierung hat er mit seinem unerwünschten Besuch schwer verstimmt.

Washington/Montreux (dpa) - Kurz vor dem umstrittenen Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im US-Kongress haben die Amerikaner die Atomverhandlungen mit dem Iran verteidigt. «Starke Diplomatie unterstützt durch Druck» könne Teheran daran hindern, eine Atomwaffe zu bauen, sagte die Sicherheitsberaterin von US-Präsident Barack Obama, Susan Rice, am Montag bei einer Veranstaltung der pro-israelischen Lobby-Organisation Aipac in Washington. «Bloße Worte» könnten das nicht, ergänzte sie.

Netanjahu will am Dienstag (17.00 Uhr MEZ) auf Einladung der oppositionellen Republikaner seine tiefe Skepsis über die Verhandlungen bekunden. In seiner Rede gehe es um die «potenzielle Einigung mit dem Iran, die das Überleben Israels gefährden könnte», sagte er.

Die Obama-Regierung ist schwer verstimmt, dass Netanjahu seinen Besuch nicht mit dem Weißen Haus abstimmte. Der Präsident empfängt ihn nicht - mit der offiziellen Begründung, dass in zwei Wochen Parlamentswahlen in Israel stattfinden. Auch kein anderes hohes Regierungsmitglied trifft Netanjahu.

Beide Seiten versuchten am Montag, die Wogen zu glätten. Netanjahu beschwor die israelisch-amerikanische Freundschaft und versicherte, seine Rede sei keinesfalls gegen Obama gerichtet. Die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power sagte bei der Aipac-Veranstaltung: «Die Vereinigten Staaten werden es niemals zulassen, dass der Iran Atomwaffen erhält. Punkt». Rice erklärte, der Bund beider Länder sei unzerbrechlich.

Doch in der Sache blieben beide Seiten hart. Die USA und der Iran setzten ihre Atomgespräche am Montag im schweizerischen Montreux fort. US-Außenminister John Kerry traf sich mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif. Ergebnisse der mehrstündigen Runde wurden zunächst nicht bekannt. Laut Kerrys Sprecherin Marie Harf gehen die Verhandlungen am Dienstag weiter. Die 5+1-Gruppe (die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats plus Deutschland) haben noch bis Ende März Zeit für eine Einigung. Der Westen will verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickeln kann. Teheran betont, es wolle keine Atombombe bauen.

Rice wies derweil die israelische Forderung nach einem vollständigen Stopp der Urananreicherung im Iran als «völlig unerreichbares Ideal» zurück. «Niemand kann den Iran dazu bringen, die wissenschaftliche Nuklear-Expertise zu verlernen, die es bereits besitzt.» Sollten die Gespräche scheitern, würden die Iraner ihr bereits gedrosseltes Atomprogramm wieder aufnehmen, und der Westen verliere die Möglichkeit für Inspektionen.

Die US-Regierung verstehe die israelische Besorgnis, sagte die Sicherheitsberaterin. Sie versprach, eine Einigung mit Iran werde keine Nachteile für Israel bringen. «Ein schlechtes Abkommen ist schlimmer als kein Abkommen», sagte Rice. «Und wenn das die Wahl ist, dann wird es kein Abkommen geben.» Es gebe immer noch große Differenzen zwischen den Verhandlungspartnern.

Sarif hatte mit Blick auf die Verhandlungen in der Schweiz von «gewissen Fortschritten» gesprochen. Deshalb sei das erneute Treffen innerhalb einer Woche angesetzt worden. Was die Fortschritte sind, sagte er nicht. Auch die US-Seite machte keine näheren Angaben.

Di, 2015-03-03 03:39
Brüssel (dpa)

Ukraine wendet drohenden Lieferstopp für russisches Gas ab (Foto Archiv und Grafik 22335

Ohne Gas aus Russland wird es kalt in der Ukraine. Das klamme Land braucht die Energie vom großen Nachbarn. Kiew sichert nun ausreichende Vorauszahlungen für den Rest des Winters zu.

Brüssel (dpa) - Die pleitebedrohte Ukraine hat einen Lieferstopp für russisches Gas abgewendet. Kiew versprach ausreichende Vorauszahlungen für den Monat März, wie die EU-Kommission am späten Montagabend in Brüssel nach mehrstündigen Verhandlungen mitteilte. Auch der Transport von russischem Gas nach Europa sei gesichert. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Gas auf dem Weg nach Westen. Russland hatte zuvor im Streit um unbezahlte Rechnungen gedroht, der Ukraine von Dienstag an das Gas abzustellen.

Moskau und Kiew wollen den Kontakt nicht abreißen lassen. Die Gespräche sollen unter EU-Vermittlung Ende März fortgesetzt werden. Dabei soll es um die Belieferung der Ukraine vom April an gehen.

Der russische Monopolist Gazprom werde lediglich jene Mengen liefern, die vorab bezahlt würden, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak nach dem Gespräch mit seinem ukrainischen Kollegen Wladimir Demtschischin laut Agentur Tass.

«Ich bin beruhigt, dass die Gasversorgung für die EU-Märkte sicher bleibt», erklärte der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic. Der für Energie verantwortliche Kommissar aus der Slowakei vermittelte in dem Streit.

Das Treffen der Minister Russlands, der Ukraine und der Kommission sei nicht einfach gewesen, ergänzten Diplomaten. Es sei sinnvoll und nötig, dass die Kommission einen Rahmen für Diskussionen geschaffen habe. Ohne diesen Rahmen wäre es zwischen beiden Ländern zu weiteren Spannungen im Energiebereich gekommen, so ein Diplomat.

Im vergangenen Herbst hatten sich Moskau und Kiew nach zähen Verhandlungen auf die Gasversorgung der Ukraine für die Wintermonate geeinigt. Dieses «Winterpaket» soll nun nach Angaben der Kommission wie geplant umgesetzt werden.

Über Lieferungen in die zwischen prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee umkämpfte Ostukraine soll weiter gesprochen werden.

Die EU setzt sich dafür ein, dass die Minsker Vereinbarungen für einen Waffenstillstand in der Region umgesetzt werden. Die Union hatte das Engagement von Kanzlerin Angela Merkel und des französischen Staatspräsidenten François Hollande Mitte Februar in der weißrussischen Hauptstadt ausdrücklich unterstützt.

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Di, 2015-03-03 03:11
Tegucigalpa (dpa)

Sagenumwobene Stadt im honduranischen Regenwald entdeckt

Tegucigalpa (dpa) - Wissenschaftler haben im honduranischen Regenwald die sagenumwobene «Weiße Stadt» entdeckt. Die Forscher hätten in der Region La Mosquitia im Nordosten des Landes Überreste von Plätzen, Erdwällen und einer Pyramide entdeckt, berichtete die Zeitschrift «National Geographic» am Montag. Eines der spektakulärsten Fundstücke sei der Kopf einer Statue, die ein mystisches Wesen - halb Mensch, halb Jaguar - darstelle.

Die Fundstelle sei so gut wie unberührt, sagte der Archäologe Christopher Fisher von der US-Universität Colorado. Die Wissenschaftler datierten die Artefakte auf 1000 bis 1400 nach Christus. Im Gegensatz zu den ebenfalls in der Region heimischen Maya sei über diese Kultur so gut wie nichts bekannt.

Die Legende von der «Weißen Stadt» oder der «Stadt des Affengotts» wird in der Gegend seit Jahrhunderten erzählt. Erste konkrete Hinweise auf die Anlage erhielten Wissenschaftler 2012 durch Luftaufnahmen. Nach der Expedition gehen die Forscher nun davon aus, dass sie nicht nur auf eine einzelne Stadt, sondern auf die Überreste einer ganzen untergegangenen Zivilisation gestoßen sind.

Di, 2015-03-03 02:54
Buenos Aires (dpa)

Feuer zerstört große Waldflächen in Südargentinien

Buenos Aires (dpa) - Verheerende Brände haben im Süden Argentiniens mindestens 34 000 Hektar Wald und Buschlandschaft zerstört. Der Kabinettschef der Regierung, Aníbal Fernández, erklärte am Montag, Ursache des Feuers in der patagonischen Provinz Chubut sei Brandstiftung. Die Zerstörung geschützter Waldgebiete verfolge den Zweck, Immobiliengeschäfte zu betreiben. Das vor zwei Wochen entfachte Feuer um den Anden-See Cholila brennt auf einer 35 Kilometer breiten Front. Weitere Brände gab es an den naheliegenden Seen Puelo und Epuyén. Bislang gab es keine Opfer. Sechs Löschflugzeuge und mehrere Hubschrauber waren im Einsatz gegen die Flammen.

Mo, 2015-03-02 23:51
Brüssel (dpa)

Russische Gaslieferungen für Ukraine für Rest des Winters abgesichert (Foto Archiv und Grafik 22335

Ohne russisches Gas wird es kalt in der Ukraine. Das klamme Land braucht die Energie vom großen Nachbarn. Ein drohender Lieferstopp ist erst einmal abgewendet. Auch in die EU fließt ausreichend Gas.

Brüssel (dpa) - Die Lieferung von russischem Gas in die pleitebedrohte Ukraine ist für den Rest des Winters abgesichert. Die Ukraine versprach ausreichende Vorauszahlungen für den Monat März, wie die EU-Kommission am Montagabend in Brüssel nach mehrstündigen Verhandlungen mit verantwortlichen Ministern aus Moskau und Kiew berichtete. Auch der Transit von russischem Gas nach Europa sei gesichert.

Der russische Monopolist Gazprom werde lediglich jene Mengen liefern, die vorab bezahlt würden, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak nach dem Gespräch mit seinem ukrainischen Kollegen Wladimir Demtschischin laut Agentur Tass.

Russland hatte zuvor im Streit um unbezahlte Gasrechnungen gedroht, der Ukraine von Dienstag an das Gas abzustellen. Moskau und Kiew wollen ihre Gespräche unter EU-Vermittlung Ende März fortsetzen. Dabei soll es um die Belieferung der Ukraine von April an gehen.

«Ich bin beruhigt, dass die Gasversorgung für die EU-Märkte sicher bleibt», erklärte der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic. Der für Energie verantwortliche Kommissar aus der Slowakei vermittelte in dem Streit. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Gas auf dem Weg nach Westen.

Im vergangenen Herbst hatten sich Moskau und Kiew nach zähen Verhandlungen auf die Gasversorgung der Ukraine für die Wintermonate geeinigt. Dieses «Winterpaket» soll nun nach Angaben der Kommission wie geplant umgesetzt werden.

Über Lieferungen in die Ostukraine, in der es Kämpfe zwischen pro-russischen Separatisten und der ukrainischen Armee gab, soll weiter gesprochen werden.

Die EU setzt sich dafür ein, dass die Minsker Vereinbarungen für einen Waffenstillstand in der Ostukraine umgesetzt werden. Die Union hatte das Engagement von Kanzlerin Angela Merkel und des französischen Staatspräsidenten François Hollande Mitte Februar in Minsk ausdrücklich unterstützt.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Mo, 2015-03-02 21:42
Lima (dpa)

Erdöl nach Sabotage in Urwald von Peru ausgelaufen

Lima (dpa) - Ein mutmaßlicher Sabotageakt auf eine Pipeline im peruanischen Urwald hat rund 30 000 Liter Erdöl auslaufen lassen. Knapp 8000 Liter hätten den Fluss Patuyacu im Nordosten Perus erreicht, berichtete am Montag die Nachrichtenagentur Andina nach Angaben der Erdölfirma Pluspetrol. Die Pipeline sei angesägt worden, erklärte das argentinische Unternehmen. Das bereits dichtgemachte Leck habe nicht die Indio-Gemeinden der Umgebung betroffen. Die Eingeborenen protestierten wiederholt gegen Umweltrisiken der Erdölförderung im Departement Loreto. Vor einer Woche besetzten rund hundert Urwaldbewohner vorübergehend einen Flughafen von Pluspetrol.

Mo, 2015-03-02 20:39
Boston (dpa)

Verhandlungen in letzter Minute vor Prozess um Boston-Attentat vom 27.2.)

Boston (dpa) - Kurz vor Beginn des Prozesses gegen den mutmaßlichen Boston-Attentäter ist ein Streit über die Rolle des Bruders des angeklagten Dschochar Zarnajew in dem Verfahren entbrannt. Die Verteidigung wies am Montag bei einer Anhörung einen Vorstoß der Staatsanwaltschaft zurück, wonach die Beziehung der Brüder zunächst keine Rolle spielen solle. Der Prozess soll an diesem Mittwoch mit den Eröffnungsplädoyers beginnen. Vorausgegangen war eine lange, schwierige Auswahl der Juroren.

Die Anwälte argumentieren, der Angeklagte sei durch seinen älteren Bruder Tamerlan manipuliert worden, der wenige Tage nach dem Anschlag im April 2013 von der Polizei erschossen wurde. Es sei «unfair», die Vorwürfe gegen Dschochar isoliert zu betrachten. Der ältere Bruder habe sich zum radikalen Islamisten gewandelt und ihn angestiftet. Dschochar sei in den USA gut integriert gewesen.

Die Staatsanwaltschaft will, dass sich der Richter in der ersten Phase des Prozesses allein auf die persönliche Schuld des Angeklagten konzentriert. Die Anklage wirft dem 21-jährigen vor, mit seinem Bruder Tamerlan auf der Zielgeraden des berühmten Boston-Marathons zwei Bomben gezündet zu haben. Bei dem Terroranschlag waren drei Zuschauer getötet und 260 verletzt worden. Zarnajew muss sich zudem wegen Mordes an einem Polizisten während der Flucht verantworten. Bei dieser war sein 26 Jahre alter Bruder erschossen worden.

Mo, 2015-03-02 19:00
Montreux (dpa)

USA und Iran setzen Atomgespräche fort  

Montreux (dpa) - Die USA und der Iran setzen an diesem Dienstag ihre Atomgespräche fort. Dazu kommen US-Außenminister John Kerry und sein   iranischer Kollege Mohammed Dschawad Sarif in Montreux am Genfer See zusammen. Die 5+1-Gruppe (die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats plus Deutschland) haben noch bis Ende März Zeit für eine Einigung. Der Westen will verhindern, dass der Iran Atomwaffen bauen kann. Bei den Verhandlungen geht es um die Frage, wie viel Uran Teheran anreichern darf. Teheran betont, es wolle keine Atomwaffen entwickeln.  

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!


Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

keine Anzeige von Grünländer

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

keine Anzeige des türkischen Tourismus-Ministers

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