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Mi, 2016-05-25 13:36
Moskau (dpa)

Moskau stellt Luftangriffe auf syrische Rebellen vorübergehend ein

Moskau (dpa) - Die russische Luftwaffe will ihre Angriffe auf syrische Rebellen vorübergehend aussetzen. Damit sollen gemäßigtere Regimegegner Zeit bekommen, ihre Reihen von denen der islamistischen Al-Nusra-Front zu trennen. Russland habe in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Bitten bewaffneter Gruppen aus verschiedenen Provinzen erhalten, keine Luftangriffe zu fliegen, bis die Trennung vollzogen sei, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau laut der russischen Nachrichtenagentur Tass am Mittwoch.

Demnach soll zudem genau bestimmt werden, welche Gebiete von gemäßigteren Gruppen kontrolliert werden, ehe die Luftangriffe weitergehen. Bei der Al-Nusra-Front handelt es sich um den syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Ihre Stellungen sind bisher oft eng mit denen anderer Regimegegner verbunden.

Für die Al-Nusra-Front gilt die im Februar ausgehandelte Waffenruhe genauso wenig wie für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Russland unterstützt seit September Syriens Regime mit Luftangriffen und bombardiert dabei auch immer wieder gemäßigtere Rebellen.

Mi, 2016-05-25 13:22
London (dpa)

Ölkonzern Shell beschleunigt Stellenabbau

London (dpa) - Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell plant den Abbau zusätzlicher Stellen. Weitere 2200 Jobs würden bis Ende des Jahres gestrichen, teilte Shell am Mittwoch mit. Dadurch erhöht sich die Zahl der zur Disposition stehenden Arbeitsplätze auf 12 500.

«Dies sind schwere Zeiten für unsere Industrie», sagte Shell-Manager Paul Goodfellow laut Mitteilung. Die Einschnitte seien aber unumgänglich, denn Shell müsse wettbewerbsfähig bleiben.

Die gesamte Ölindustrie ächzt unter niedrigeren Ölpreisen. Bei Shell war der Gewinn im vergangenen Jahr dadurch um fast 90 Prozent eingebrochen. Der Konzern muss derzeit zudem die Übernahme des Konkurrenten BG Group verdauen.

Mi, 2016-05-25 13:39
Dresden (dpa)

Akten durch Hochwasser vernichtet - Folgen auch für NSU-Ermittlungen

Dresden (dpa) - Hochwasser hat in Archivräumen der Staatsanwaltschaft Dresden Tausende Ermittlungsakten vernichtet. Während für die Jahrhundertflut 2002 keine konkreten Angaben mehr gemacht werden könnten, seien 2010 circa «600 laufende Meter Akten» dem Hochwasser zum Opfer gefallen, heißt es in der Antwort des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Linke). Sie geht davon aus, dass durch den Verlust der Unterlagen auch die Aufklärung im NSU-Komplex erschwert wird.

Zwar gehe aus der Antwort des Justizministers nicht hervor, wie hoch der Anteil der Akten mit Bezug zur politisch motivierten Kriminalität sei. «Aber nach meinen Informationen waren unter den vernichteten Beständen auch Ermittlungsverfahren zu mehreren mutmaßlichen NSU-Unterstützern», sagte Köditz am Mittwoch. Wie erst kürzlich bekanntgeworden war, hatte das Hochwasser auch eine vom NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages angeforderte Akte zum V-Mann Ralf Marschner vernichtet.

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Mi, 2016-05-25 13:23
Bielefeld (dpa)

Leiche im Altpapiercontainer - Kein Hinweis auf Gewalt

Bielefeld (dpa) - An der in einem Altpapiercontainer in Bielefeld gefundenen Leiche gibt es keine Anzeichen äußerlicher Gewalt. Das ergab die Obduktion, wie die ermittelnde Staatsanwältin Stefanie Jürgenlohmann am Mittwoch sagte, nachdem auch die «Neue Westfälische» berichtet hatte. Die Todesursache müsse jetzt mit weiteren Untersuchungen herausgefunden werden. Mit einem Ergebnis der toxikologischen und feingeweblichen Untersuchung sei erst nach Wochen zu rechnen. Ein Flaschensammler hatte am Montagabend in dem Container die Leiche eines bislang unbekannten Mannes gefunden. Die Polizei schloss ein Gewaltverbrechen nicht aus.

Mi, 2016-05-25 13:59
Albuquerque (dpa)

Verletzte und Festnahmen bei Kundgebung von Donald Trump

Albuquerque (dpa) - Bei einer Kundgebung des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump im Bundesstaat New Mexico hat es Verletzte und Festnahmen gegeben. Mehrere hundert Menschen protestierten am Dienstagabend (Ortszeit) in der Stadt Albuquerque gegen den umstrittenen Unternehmer. Dabei kam es zu Gewalt.

Demonstranten hätten mit Steinen und Flaschen geschmissen, teilte die Polizei mit. Einsatzkräfte auf Pferden versuchten, die Menge vor dem Kongresszentrum auseinander zu treiben. Mehrere Polizisten wurden demnach verletzt. Mindestens ein Demonstrant sei festgenommen worden, hieß es. Auch drinnen im Saal gab es Proteste. Trumps Rede wurde durch Zwischenrufe unterbrochen. Polizisten führten Demonstranten hinaus.

In New Mexico wird an diesem Dienstag gewählt. Es ist der Staat mit dem größten hispanischen Bevölkerungsanteil.

In den vergangenen Wochen hatte es bei mehreren Auftritten Trumps Auseinandersetzungen zwischen Unterstützern und Gegnern des 69-Jährigen gegeben.

Mi, 2016-05-25 13:57
Kiew (dpa)

Russland überstellt verurteilte Pilotin Sawtschenko an Ukraine

Kiew (dpa) - Nach monatelangen Geheimverhandlungen hat Russland die verurteilte ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko an ihr Heimatland überstellt. Die 35-Jährige landete am Mittwoch in Kiew, wie Präsident Petro Poroschenko bei Twitter mitteilte.

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Mi, 2016-05-25 13:40
Berlin (dpa)

Untertanen mit Mut - 80 Jahre evangelische Denkschrift an Hitler Von Esteban Engel, dpa

Vor 80 Jahren schrieben zehn Kirchenleute einen Protest an Adolf Hitler. Die Denkschrift gehört zu den Schlüsseldokumenten der evangelischen Kirche. Ein Mitarbeiter an dem Text wurde von SS-Männern ermordet.

Berlin (dpa) - Zunächst entboten sie «dem Führer und Reichskanzler einen ehererbietigen Gruß». Die Kirchenmänner, die am 28. Mai 1936 einen Brief an Adolf Hitler schrieben, fühlten sich mit dem Diktator «in der Fürbitte eng verbunden». Die Pfarrer aus Berlin-Dahlem hatten monatelang an dem Text gefeilt. Bis dahin hatten Deutschlands Protestanten ihre Stimme gegen die Ausgrenzung des Christentums im NS-Staat erhoben. Nun prangerte eine Gruppe aus der oppositionellen Bekennenden Kirche erstmals seit Hitlers Machtantritt die Verfolgung der Juden an, die Konzentrationslager, Polizeiterror und Führerkult.

Die Denkschrift gehört zu den Schlüsseldokumenten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sieben Schreibmaschinen-Seiten, aus denen der deutsche Protestantismus kirchliches und politisches Engagement ableitet. Auf Grundlage dieses Dokuments formulierte die Kirche 1945 das «Stuttgarter Schuldbekenntnis». Dort übernahm sie Mitverantwortung für ihre Rolle in der NS-Zeit.

Aus der Denkschrift ergebe sich die Verpflichtung, Zivilcourage zu zeigen, wo die Würde des Menschen durch staatliches Handeln oder durch Hetze gegen Minderheiten in Frage gestellt wird, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm jetzt zum 80. Jahrestag der Niederschrift.

Zwar ist der Brief im Ton einer «untertänigen Eingabe» formuliert, wie sie noch bis zum 19. Jahrhundert an Monarchen gerichtet wurde, sagt Professor Manfred Gailus vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Der Text würdigt den «Sieg über den Bolschewismus», einem Feind, «der auch das Christentum und die christlichen Kirchen bekämpfte und zu zerstören drohte».

Doch dann fragen die zehn Unterzeichner, darunter der Theologe Martin Niemöller, ob die Entchristlichung nun Regierungskurs sei und der Antisemitismus Staatsdoktrin. Hitler werde eine Verehrung entgegengebracht, wie sie nur Gott zukomme. Noch immer gebe es Konzentrationslager, obwohl sich Deutschland als Rechtsstaat bezeichne, die Gestapo herrsche ohne richterliche Kontrolle.

Den Spitzenleuten der Bekennenden Kirche fiel der Protest nicht leicht. Viele waren zu Beginn vom Nationalsozialismus begeistert. Nun rückten sie in das Visier des NS-Staats.

Dabei war das Dokument zunächst nicht für die Öffentlichkeit gedacht. «Not to be published or quoted before made public in Germany», hieß es neben der Anrede auf Englisch. Die Schrift sollte weder zitiert noch zu früh veröffentlicht werden. Die Verfasser wollten Hitler nicht brüskieren.

Doch im Juli 1936 erschien der Text in der «New York Herald Tribune», der «Basler Zeitung» und anderen Blättern. Der Zeitpunkt war für Hitler äußerst ungelegen. Nur wenige Wochen vor den Olympischen Spielen in Berlin wollte das NS-Regime ein Bild des Friedens und der Einheit zwischen Volk und Machthabern vermitteln.

Wie der Brief an die Öffentlichkeit kam, ist bis heute offen. Einem Mitarbeiter der «Vorläufigen Kirchenleitung» wurde die Veröffentlichung zum Verhängnis. Der 1891 in Schlesien geborene Jurist Friedrich Weißler, getaufter Sohn aus jüdischem Elterhaus, hatte als Bürochef der Bekennenden Kirche an dem Text mitgearbeitet. Nach seiner Verhaftung gestand er, dem Journalisten Werner Koch und dem Theologiestudenten Ernst Tillich einen Entwurf - und nicht den Brief selber - übergeben zu haben. Die beiden waren Informanten ausländischer Medien.

Die Erklärung nützte nichts. Weißler, der im Februar 1933 als Magdeburger Landgerichtsdirektor aus seinem Amt gejagt worden war, galt den Nazis als «Volljude» und Verräter. Im Februar 1937 wurde er in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht und wenige Tage später dort von SS-Männern ermordet.

Zu den dunklen Kapiteln gehört das Verhalten der Bekennenden Kirche gegenüber Weißler. Seine Verhaftung hätten die Pfarrer als «politischen Vorgang» gewertet, sagte der Historiker Gailus auf einer Veranstaltung im Berliner Dokumentationszentrum «Topographie des Terrors». Sie rückten von ihm ab. «Keine Solidaritäts-Kampagne, kein Aufschrei» - Niemöller habe einen Schlussstrich in der Affäre ziehen wollen.

Das Schweigen half Niemöller nichts. Im Juli 1937 wurde der Pastor verhaftet und nach Sachsenhausen gebracht. Erst 1945 befreiten ihn US-Truppen. Auch die Ehrbekundungen der Kirchenmänner gegenüber Hitler blieben unerhört. Laut Gailus gibt es keine Hinweise, dass der Diktator den Brief je zur Kenntnis nahm. Von vielen Kanzeln wurde die Denkschrift später dennoch verlesen.

Mi, 2016-05-25 13:37
Budapest (dpa)

Ungarn gegen automatische Verlängerung der EU-Russland-Sanktionen

Budapest (dpa) - Ungarn hat sich gegen die automatische Verlängerung der EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland durch den Außenminister-Rat der Union ausgesprochen. «Wir meinen, dass dies auf der höchsten politischen Ebene (d.h. vom Rat der Staats- und Regierungschefs) beraten und entschieden werden muss», erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Budapest. «Wir wollen bestimmt nicht, dass das im stillen Kämmerchen ausgehandelt wird», fügte er hinzu.  

Die 2014 verfügten EU-Sanktionen sind jeweils auf ein halbes Jahr befristet und gelten derzeit bis Ende Juli. Sie sollen aufgehoben werden, wenn sich Russland vollständig an die Vereinbarung von Minsk zur Beilegung des Ukraine-Konflikts hält. In der Regel beschloss bisher der Außenminister-Rat die jeweilige Verlängerung. 

Lawrow war zuvor mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zusammengetroffen. Das Gespräch bezeichnete er vor der Presse als «sehr konstruktiv und zuversichtlich stimmend». Der rechtskonservative Orban gilt als mehr oder weniger prorussisch. Bislang hatte das ostmitteleuropäische EU-Land die Verlängerung der Sanktionen nicht blockiert.

Mi, 2016-05-25 13:24
Moskau (dpa)

Putin gibt Öltransport vom ersten eisfreien Arktis-Terminal frei

Moskau (dpa) - Russland hat ein erstes Tankschiff mit Öl vom neuen eisfreien Terminal auf der Jamal-Halbinsel auf den Weg geschickt. In einer Videoschalte zum Terminal «Arktisches Tor» jenseits des Polarkreises gab Präsident Wladimir Putin in Moskau den Startschuss für den Transport, wie die Agentur Tass am Mittwoch meldete.

Das «Arktische Tor» mit einer Jahresleistung von rund 8,5 Millionen Tonnen - das erste eisfreie Terminal in der Arktis - soll ununterbrochene Öllieferungen ermöglichen. Die Gazprom-Öltochter Gazprom Neft hatte rund 2,5 Milliarden Euro in die Anlage investiert.

Das Öl fließt vom Feld Nowoportowskoje, das etwa 250 Kilometer nördlich der Stadt Nadym liegt und somit weit von vorhandenen Leitungen entfernt ist. Feld und Terminal sind mit einer 10,5 Kilometer langen Pipeline verbunden. Experten zufolge betragen die Reserven des Feldes 250 Millionen Tonnen Öl und Gaskondensat sowie rund 320 Milliarden Kubikmeter Gas. Neues Rohöl der Marke Novy Port hat im Vergleich zur bekannten russischen Marke Urals einen geringeren Schwefelgehalt.

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Mi, 2016-05-25 13:09
Kiew (dpa)

Medien: In Russland inhaftierte Sawtschenko ist im Anflug auf Kiew

Kiew (dpa) - Die in Russland inhaftierte ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko ist Medienberichten zufolge auf dem Weg nach Kiew. Ein Flugzeug mit der 35-Jährigen an Bord werde schon bald in der ukrainischen Hauptstadt landen, berichtete der Fernsehsender 112 Ukraina am Mittwoch unter Berufung auf eigene Quellen. Der ukrainische Parlamentsabgeordnete Igor Luzenko verbreitete dieselbe Nachricht über Twitter. Präsident Petro Poroschenko sei zum Flughafen gefahren, berichtete der Sender. Die Agentur Unian meldete, in Moskau sei ein Flugzeug aus Kiew mit zwei mutmaßlichen russischen Soldaten gelandet, die gegen Sawtschenko ausgetauscht würden.

Mi, 2016-05-25 13:04
Berlin/Dresden (dpa)

Druck auf Petry - Gauland kritisiert AfD-Treffen mit Muslimen

Für ihr vielbeachtetes Gespräch mit Mazyek vom Zentralrat der Muslime muss die AfD-Vorsitzende in ihrer Partei viel Kritik einstecken. Doch wer kann bei der AfD schon sagen, ob da nicht auch persönliche Rivalitäten eine Rolle spielen.

Berlin/Dresden (dpa) - Das unharmonische Treffen zwischen AfD-Chefin Frauke Petry und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, hat ein parteiinternes Nachspiel. AfD-Vize Alexander Gauland will Petry wegen des von ihr abgebrochenen Gesprächs zur Rede stellen. Die Berliner AfD-Landeschefin Beatrix von Storch schrieb am Mittwoch einen «Offenen Brief» an Mazyek.

Bei dem Treffen zwischen Mazyek und Petry am vergangenen Montag sei einiges schief gelaufen, «was bei mir verschiedene Fragen aufwirft, die geklärt werden müssen», sagte Gauland der Deutschen Presse-Agentur. Missfallen habe ihm, dass die Einladung zu dem Gespräch lediglich am Rande im Bundesvorstand diskutiert worden sei. «Darüber hinaus weiß jeder gute Verhandlungsführer, dass man in ein Gespräch nicht mit unerfüllbaren Bedingungen hinein gehen kann», fügte der stellvertretende Vorsitzende hinzu. Dies lasse nur den Schluss zu, dass es Petry «in erster Linie um etwas anderes als einen echten Dialog gegangen sein muss». Ein ernst gemeintes Gesprächsangebot sollte man aber entweder mit Ernsthaftigkeit erwidern oder es gar nicht erst annehmen.

Petry hatte das Treffen mit dem ZMD-Vorsitzenden in Berlin nach knapp einer Stunde abgebrochen. AfD-Vize Albrecht Glaser sagte der «Bild»-Zeitung später, Petry und er hätten gemeinsam mit dem ebenfalls anwesenden AfD-Vorstandsmitglied Paul Hampel vorab vereinbart, das Gespräch abzubrechen, falls sich Mazyek weigern sollte, seinen Vergleich zwischen der AfD und Hitlers NSDAP zurückzunehmen. Am Dienstag hatte bereits der Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Jörg Meuthen, die aus seiner Sicht schlechte Vorbereitung des Treffens moniert.

Ärger droht Petry auch von anderer Seite. Die Staatsanwaltschaft Dresden nahm Ermittlungen wegen des Verdachts auf Meineid und uneidliche Falschaussage gegen die AfD-Chefin auf. Da Petry auch Abgeordnete des sächsischen Landtags ist, sei das Parlamentspräsidium entsprechend informiert worden, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase. Zuvor hatte die «Morgenpost» darüber berichtet. Petry wird beschuldigt, Ende 2015 vor dem Wahlprüfungsausschuss des Landtags falsche Angaben gemacht zu haben. Dabei ging es unter anderem um Darlehen, die ihre Partei von den Mitgliedern zur Wahlkampffinanzierung eingefordert haben soll.

Von Storch wirft in ihrem Brief an Mazyek die Frage auf, ob die «Islamische Charta» des ZMD in allen Punkten grundgesetzkonform sei. Sie will von ihm unter anderem wissen, ob seine Organisation bereit sei, «auf die Durchsetzung eines schariabasierten Rechtestatus für Nichtmuslime zu verzichten». Und ob es nach Ansicht des Zentralrats Menschenrechte gibt, die im Widerspruch zu den «im Koran verankerten von Gott gewährten Individualrechten» stehen.

Mi, 2016-05-25 12:42
Berlin (dpa)

Merkel zum G7-Gipfel nach Japan abgereist

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Mittwochmittag zum G7-Gipfel nach Japan abgereist. Am Donnerstag und Freitag kommen in der Ferienregion Ise-Shima die Staats- und Regierungschefs der USA, von Kanada, Japan, Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland zusammen. Schwerpunktthemen sind die aktuellen Risiken für die Weltwirtschaft, der Syrien-Krieg, die Flüchtlingskrise, Terrorbedrohungen und der Klimawandel.

Rund 23 000 Polizisten schützen den Gipfel in dem Ort, der rund 300 Kilometer von der Hauptstadt Tokio entfernt liegt. Eine gewaltbereite Protestkultur hat das ostasiatische Land allerdings derzeit nicht.

Japan will bei dem Gipfel auf eine Steigerung des Wirtschaftswachstums unter anderem durch schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme pochen. Das lehnt Merkel ab. Sie setzt wiederum auf Signale für gemeinsame Reaktionen auf die Flüchtlingsbewegung, etwa durch das Bekämpfen von Fluchtursachen und durch Hilfe von internationalen Entwicklungsbanken. Eine gemeinsame Haltung wollen die G7 zum Anti-Terror-Kampf und zur Abwehr von Hacker-Attacken einnehmen.

Merkel wird zum ersten Mal von ihrem Mann Joachim Sauer zu einem G7-Gipfel ins Ausland begleitet.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mi, 2016-05-25 12:07
Kopenhagen (dpa)

Getrübter Badespaß - Keime in Gewässern

Kopenhagen (dpa) - In Gewässern können verschiedene Keime Risiken für die Gesundheit bergen. Einige Beispiele:

- ESCHERIA COLI BAKTERIEN (E.coli) kommen im Darm vieler Tiere vor und gelangen etwa durch Vogelkot oder von Kuh- und Schafweiden in Ufernähe auch in Badegewässer. Meist sind die Fäkalkeime harmlos und keine Krankheitserreger. Einige E.coli-Bakterien können aber beim Menschen Übelkeit, Durchfall und Fieber verursachen. Bisweilen lösen die Keime Harnwegsinfektionen aus, die zu Nierenschäden führen können.

- COLIFORME BAKTERIEN kommen sowohl im Darm als auch in der Natur vor. Im Gegensatz zu den E.coli können sie sich bei genügend Nährstoffen im Wasser vermehren. Auch Coliforme Bakterien sind nicht zwingend Krankheitserreger. In stark genutzten, nährstoffreichen Badeseen gibt es bisweilen eine Grundbelastung durch die Keime.

- DARMENTEROKOKKEN deuten in größeren Mengen ebenfalls auf fäkale Verschmutzungen hin. Im Wasser halten sich die Bakterien länger als im Boden. Wer sie verschluckt und in den Magen-Darm-Trakt aufnimmt, dem droht keine Infektion. Gelangen die Enterokokken aber über Wunden in den Körper, können sie schwere Erkrankungen verursachen.

- KRYPTOSPORIDIEN sind sehr kleine Parasiten. Wer sich mit den Erregern infiziert, bekommt Bauchschmerzen, leichten Durchfall und manchmal Fieber. Die Erreger werden fäkal ausgeschieden.

- CYANOBAKTERIEN bestimmter Blaualgenarten bilden Gifte, die sogenannten Algentoxine. Beim Verschlucken von Wasser werden sie mit aufgenommen und können zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Gefährdet sind besonders kleine Kinder, die beim Toben am Ufer mitunter Wasser verschlucken. Bei empfindlichen Menschen kann es zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen kommen.

Mi, 2016-05-25 12:34
Washington (dpa)

Der Schlamm fliegt schon vor der Schlacht - US-Wahlkampf ganz unten Von Michael Donhauser, dpa

Donald Trump ist noch nicht einmal richtig Kandidat, doch die Angriffe auf seine mutmaßliche Kontrahentin Hillary Clinton gehen schon jetzt unter die Gürtellinie. Der US-Wahlkampf 2016 verspricht zwei Dinge: Minimalen Inhalt, maximalen Boulevardeffekt.

Washington (dpa) - Ungefähr zwei Monate dauert es noch, bevor Hillary Clinton und Donald Trump offizielle Kandidaten ihrer Parteien für den US-Präsidentschaftswahlkampf sein können. Doch der Wahlkampf ist schon längst nicht nur in vollem Gang - er hat auch bereits kaum für mögliche gehaltene Tiefen erreicht. Trump, der Populist, kramt in der Vergangenheit der Clintons, natürlich geht es um Sex und Gewalt, er deutet sogar Verbrechen und Verschwörungstheorien an.

Wenn es ernst wird, ist Trumps Taktik die seit Monaten bewährte: Zurückrudern. «Ich bringe das Thema nicht auf, ich sage nur, es gibt Leute, die bringen es auf», sagt Trump. Er verschweigt, dass diese «Leute« die Redaktion des Revolverblattes «National Enquirer» ist, deren Geschichten praktisch nie stimmen. Die Wirkungstreffer in seiner Wählerzielgruppe sind dann längst gesetzt.

«Sollte irgendjemand Zweifel daran haben, wie schmutzig der Wahlkampf in den nächsten Wochen werden wird - Donald Trump hat sie zerstreut», schreibt das Fachmagazin «Politico». «Very fishy», «ziemlich schlüpfrig» nennt der Immobilienmogul aus New York etwa den Selbstmord von Vince Foster, einem ehemaligen Berater von Präsident Bill Clinton im Weißen Haus. Der Jugendfreund Clintons hatte sich 1993 mit einer Pistole in den Mund geschossen, fünf unterschiedliche Untersuchungen bestätigten die Suizid-Annahme. Verschwörungstheorien hielten sich, vor allem gespeist durch das konservative «Arkansas Projekt». In dem südlichen Bundesstaat war Clinton einst Gouverneur.

Trump veröffentlichte einen Werbespot in dem die Stimmen zweier Frauen zu hören sind - beide behaupten, von Bill Clinton sexuell belästigt worden zu sein. Beide Fälle liegen Jahrzehnte zurück, zumindest in einem Fall gab es kein juristisches Vorgehen gegen Clinton. Paula Jones, Monica Lewinsky - da war doch was. Trump verstieg sich sogar zu der These, Hillary Clinton habe die Seitensprünge ihres Mannes erst ermöglicht - also eine Mittäterin. «Widerlich», nennt Trump das und gibt sich kaum Mühe, seine Scheinheiligkeit zu verbergen, wenn er sich auf die Seite der Frauen schlägt - immerhin 53 Prozent der Wählerschaft, wenn es am 8. November an die Urnen geht.

Clinton weiß, dass die Affären ihres Mannes in den 1990er Jahren wohl eher nicht die Chancen ihrer Kandidatur schmälern. Aber Trump zerrt sie mit diesem Mittel in eine Schmutzkampagne. Und die frühere Außenministerin zeigt, dass sie zurückschlagen kann. Prompt veröffentlichte sie ein Video, das die Folgen der Finanzkrise zeigt: Arbeitslosigkeit, Armut, Hoffnungslosigkeit. Das Ganze ist unterlegt mit einem Tonbandmitschnitt Donald Trumps. Der sagt, dass Leute wie er von der Finanzkrise profitierten, weil sie billig investieren könnten. «Gewinnt Donald Trump, verlierst Du!», endet der Werbespot.

Die Griffe unter die Gürtellinie sind offenbar erst der Anfang in einem Wahljahr 2016, das den US-Bürgern ohnehin schon Kopfzerbrechen bereitet. «Das Amerikanische Volk will einen Fighter», sagte Trumps Wahlkampfmanager Corey Lewandowski dem Sender CBS. Trump werde «härter zur Sache gehen, als sie es gewohnt waren», sagte er mit Blick auf die Clintons.

Trump wäre nicht Trump, hätte er Clinton nicht längst das Wort im Munde umgedreht. Er sei halt ein Geschäftsmann und habe in schrumpfenden Märkten eine Menge Geld verdient. Amerika gehe es schlecht, weil Politiker genau dies nicht draufhätten. «Sie haben einfach keine Ahnung!», wetterte der bald 70 Jahre alte Immobilienmogul.

Mi, 2016-05-25 12:17
Leipzig (dpa)

Kraken, Kuno und Kaninchen - tierische Medienstars

Leipzig (dpa) - Koala Oobi-Ooobi aus dem Leipziger Zoo dürfte es als Orakel zur Fußball-EM zu einiger Bekanntheit bringen. Tierische Medienstars haben in Deutschland schon oft für Schlagzeilen gesorgt:

Krakenorakel PAUL: Der Urvater der tierischen Sport-Orakel aus dem Aquarium Oberhausen wurde 2010 bekannt: Er sagte den Ausgang aller Spiele der deutschen Elf bei der Fußball-WM richtig voraus. Weil er auch Deutschlands Halbfinal-Niederlage gegen den späteren Weltmeister Spanien prophezeite, wurde «el pulpo Paul» dort zum Nationalhelden. Bei Facebook entstanden mehrere Fanseiten, ein US-Musiker komponierte sogar einen Song: «Paul the octopus, we love you.»

Oscar-Opossum HEIDI: Die übergewichtige Beutelratte aus dem Leipziger Zoo machte 2011 Karriere in Hollywood. Sie hatte sich bereits weltweit in die Herzen der Fans geschielt und durfte sich bei der Oscar-Verleihung im US-Fernsehen als Orakel bewähren. Dabei hatte Heidi den richtigen Blick für Colin Firth und Natalie Portman als beste Hauptdarsteller.

Trauerschwan PETRA: Der schwarze Vogel fiel 2006 durch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte auf dem Aasee in Münster auf. Petra betete ein Tretboot in Schwanengestalt an und wich ihm wochenlang nicht von der Bugwelle. Noch eine unglückliche Liebe aus dem Münsterland: Höckerschwan SCHWANI aus Velen entflammte 2011 für einen Traktor. Sobald der Motor knatterte, watschelte er dem Gefährt durch die Grünanlagen eines Hotels hinterher, ohne auf Gegenliebe zu stoßen. Schließlich verließ Schwani den Traktor für eine Gans.

«Reh-Kuh» YVONNE: Als die Kuh, die sich für ein Reh hielt, wurde 2011 Yvonne ein Medien-Star. Auf der Flucht vor dem Schlachter türmte sie bei Ampfing in Oberbayern in den Wald und ließ sich drei Monate lang nicht fangen. Erst nach einem Schuss aus einem Betäubungsgewehr konnte sie zum Tiergnadenhof Gut Aiderbichl gebracht werden.

Killerwels KUNO: Der Riesenfisch soll 2001 in einem Mönchengladbacher Weiher einen arglos am Ufer schnüffelnden Dackel verspeist haben. Ob Fakt oder Fiktion, blieb ungeklärt. Ein 1,50 Meter langer und fast einen Zentner schwerer Fisch trieb eineinhalb Jahre später tot auf dem Teich. Er wurde zu «Kuno» erklärt und kam ausgestopft ins Museum.

Kaiman SAMMY: Der damals 80 Zentimeter lange Brillenkaiman wurde 1994 zur «Bestie vom Baggersee». Sammy war bei einem Badeausflug mit seinem Besitzer nahe Dormagen im Rheinland abgetaucht und hatte tagelang trotz sonnigem Sommerwetter für leere Badestellen gesorgt. Nach einem Medienspektakel mit einwöchiger «Großwildjagd» fand Sammy schließlich Exil in einem Krokodilzoo.

Keinohrkaninchen: Dem namenlosen Tier wurde der Medienrummel zum Verhängnis. 2012 kam es in einem Tierpark bei Chemnitz ohne Ohren zur Welt - wie der «Keinohrhase» in Til Schweigers Kinokomödie. Doch bei Dreharbeiten geschah das Drama: Ein Kameramann passte nicht auf und versetzte dem Tierchen einen unabsichtlichen Todestritt.

Mi, 2016-05-25 12:56
Zwickau (dpa)

Mord-Ermittlungen nach Anschlag auf Flüchtlingsheim in Zwickau

Zwickau (dpa) - Nach einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Zwickau (Sachsen) ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt wegen versuchten Mordes. Der Vorwurf sei hochgestuft worden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Zuvor hatte die «Freie Presse» darüber berichtet. Zunächst war nur wegen versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt worden. Unbekannte hatten die Brandsätze geworfen. Bei dem Anschlag in der Nacht zum Sonntag hielten sich 15 Asylbewerber in der Unterkunft auf. Ein 36-Jähriger rutschte beim Verlassen des Gebäudes aus und zog sich Schnittverletzungen an der Hand zu. Ermittelt werde in alle Richtungen, sagte eine Sprecherin des für extremistische Taten zuständigen Operativen Abwehrzentrums der sächsischen Polizei.

Mi, 2016-05-25 12:18
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Rechtsruck in Israel: Netanjahu schließt Pakt mit ultrarechter Partei

Ein Jahr lang regierte Netanjahu mit einer knappen Mehrheit von nur einem Abgeordneten. Jetzt holt er einen alten Rivalen mit ins Boot. Doch schon zeigen sich neue Risse in seiner rechts-religiösen Koalition.

Jerusalem(dpa) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Mittwoch ein Bündnis mit der ultrarechten Partei Israel Beitenu besiegelt. Der umstrittene Parteivorsitzende Avigdor Lieberman wird Israels neuer Verteidigungsminister. Damit rückt Netanjahus Bündnis noch weiter nach rechts und umfasst jetzt alle rechten und religiösen Parteien im Parlament. Eine friedliche Lösung des Konflikts mit den Palästinensern gilt nun als noch unwahrscheinlicher.

Bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags zwischen seinem Likud und Israel Beitenu (Unser Haus Israel) betonte Netanjahu allerdings, er werde «weiterhin alles unternehmen, um ein Friedensabkommen mit den Palästinensern zu erzielen». Die Koalition aus rechts-religiösen Parteien verfügt nun über 66 statt bislang 61 der 120 Mandate im Parlament. Sofa Landwer von Israel Beitenu soll wieder Einwanderungsministerin werden. Das Amt hatte sie auch in der letzten Regierung Netanjahus inne.

Netanjahu rief die Mitte-Links-Opposition von Izchak Herzog dazu auf, sich dem Bündnis ebenfalls anzuschließen. «Israel braucht eine stabile Regierung, damit wir uns den bevorstehenden Herausforderungen stellen und künftige Chancen ergreifen können», sagte der Regierungschef.

Lieberman sagte, er werde als Verteidigungsminister eine «vernünftige Politik verfolgen, die Stabilität in der Region und in unserem Land gewährleistet». Der Ex-Außenminister hat in der Vergangenheit immer wieder mit umstrittenen Äußerungen anti-arabische Ressentiments geschürt. Früher ein enger Bündnispartner Netanjahus, kritisierte er dessen Palästinenserpolitik in den letzten Jahren immer wieder als zu «lasch». Netanjahu und Lieberman sagten bei der Pressekonferenz, sie hätten ihre Meinungsverschiedenheiten hinter sich gelassen.

Der bisherige Verteidigungsminister Mosche Jaalon (Likud) war am Freitag zurückgetreten, um seiner Ablösung durch Lieberman zuvorzukommen. Er warnte vor einer gefährlichen Radikalisierung Israels und der regierenden Likud-Partei.

Israel Beitenu hatte ursprünglich sechs Mandate, eine Abgeordnete entschied jedoch in der vergangenen Woche, in der Opposition zu bleiben.

Nach der Vereinbarung mit Lieberman steht Netanjahu nun womöglich eine neue Koalitionskrise bevor. Die Siedlerpartei will die Ernennung Liebermans zum Verteidigungsminister nicht unterstützen, falls Forderungen ihres Parteivorsitzenden Naftali Bennett nicht erfüllt werden. Bennett verlangt die Ernennung eines Militärattachés, der die Minister im sogenannten Sicherheitskabinett auf dem Laufenden hält. In vergangenen Kriegen seien die Minister nicht ausreichend über wichtige Entwicklungen informiert worden, argumentiert er. Der Likud lehnt seine Forderung bisher ab.

Mi, 2016-05-25 12:48
Don (dpa)

Medien: Austausch von ukrainischer Pilotin aus Russland steht bevor

Es wäre ein spektakulärer Austausch: Die Nachbarländer Russland und Ukraine wollen gegenseitig ihre prominentesten Gefangenen überstellen. Für den ukrainischen Präsidenten Poroschenko hat die Rückkehr der Kampfpilotin Sawtschenko oberste Priorität.

Rostow am Don (dpa) - Der Austausch der in Russland inhaftierten ukrainischen Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko steht Medienberichten zufolge kurz bevor. Die 35-Jährige sei zum Flughafen der südrussischen Großstadt Rostow am Don gebracht worden, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Regierungskreise am Mittwoch. Dort sei bereits in der Nacht ein ukrainisches Flugzeug gelandet. Die Regierung in Kiew tausche Sawtschenko gegen zwei mutmaßliche russische Soldaten aus, die in der Ukraine gefangen genommen worden waren, hieß es weiter. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kündigte noch für Mittwochnachmittag eine Mitteilung an.

Sawtschenko war in Russland in einem umstrittenen Prozess zu 22 Jahren Haft verurteilt worden - trotz internationaler Proteste. Die russische Justiz macht die Soldatin für die Ermordung von zwei russischen Reportern im Konfliktgebiet Ostukraine verantwortlich.

Das Schicksal der 35-Jährigen war immer wieder Thema von Krisengesprächen westlicher Politiker mit Präsident Wladimir Putin. Poroschenko hatte Sawtschenkos Heimkehr als Priorität bezeichnet. Die junge Frau, die in russischer Haft immer wieder mit Hungerstreiks auf sich aufmerksam gemacht hatte, war in ihrer Heimat 2014 in Abwesenheit ins Parlament gewählt worden. Auch die EU hatte ihre Freilassung gefordert.

Ein Gericht in Kiew hatte im April gegen Protest aus Moskau die angeblichen Soldaten aus Russland zu je 14 Jahren Haft verurteilt. Sie sollen im Kriegsgebiet Donbass für prorussische Aufständische gekämpft haben. Die Beziehungen zwischen Russland und der benachbarten Ex-Sowjetrepublik Ukraine werden von dem blutigen Konflikt schwer belastet.

Mi, 2016-05-25 12:52
Athen (dpa)

Evakuierung des Flüchtlingslagers Idomeni weiter friedlich

Bislang läuft alles nach Plan. Idomeni wird stufenweise geräumt. Einige Migranten sind aber verschwunden. Humanitäre Organisationen fordern zur Aufnahme dieser Menschen in anderen europäischen Staaten auf.

Athen (dpa) - Die Räumung des wilden Lagers von Idomeni an der mazedonisch-griechischen Grenze ist am Mittwoch weitergegangen. Der Einsatz verlief auch am zweiten Tag problemlos und gewaltfrei, wie Vertreter humanitärer Organisationen und die griechische Polizei mitteilten.

Am Vortag waren insgesamt 2031 Menschen in staatliche Auffanglager gebracht worden. Im Lager befinden sich nach Angaben des Stabes für die Flüchtlingskrise etwas mehr als 6000 Menschen.

Nach Medienberichten räumten die Polizisten am Mittwoch auch den Bahnhof und die Gleise des Grenzbahnhofs. Damit könnte die für den Im-und Export wichtige Bahnverbindung nach Mitteleuropa in den kommenden zwei Tagen wieder in Betrieb gehen, wie der Nachrichtensender Skai berichtete.

Wie das Nachrichtenportal «in.gr» berichtet, steht den Sicherheitskräften der schwierigste Teil der Räumung noch vor: Sie müssen demnach einige Hundert aus Marokko, Algerien und Tunesien stammende junge Männer aus dem Lager oder ihren Verstecken im Umland herausholen. Diese gelten zusammen mit einigen Hundert Afghanen und Pakistanern als der «harte Kern» der Migranten von Idomeni. Sie sollen verantwortlich dafür sein, dass es am Grenzzaun zu Mazedonien immer wieder zu Randale kam.

Es wird vermutet dass ein Teil dieser Menschen sich in den umliegenden Wäldern versteckt hat. Am Montag - einen Tag vor Beginn der Räumung - hätten sie sich «auf und davon» gemacht, hieß es in Berichten von griechischen Reportern vor Ort.

Die Presse muss weiterhin in einer Entfernung von etwa sechs Kilometern vom Lager warten. Nur das staatliche Fernsehen (ERT) sendet einige Bilder von der Evakuierungsaktion. Vertreter humanitärer Organisationen dürfen die Räumung im provisorischen Lager beobachten. Auch ihre Mitarbeiter berichteten, alles verlaufe bislang ohne Probleme und ohne Gewaltanwendung.

Unterdessen mahnte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen Deutschlands, Heinrich Bedford-Strohm, einen humanen Umgang mit den Betroffenen an. «Jetzt ist es wichtig, dass diese Menschen würdig und gut untergebracht werden», sagte Bedford-Strohm der «Heilbronner Stimme». Er forderte mehr Entschlossenheit der EU in der Flüchtlingspolitik. «Idomeni steht für das Versäumnis Europas, eine einheitliche und koordinierte Flüchtlingspolitik zu praktizieren.»

CARE International und seine Partnerorganisation Solidarity Now riefen die EU-Staaten auf, ihre eigenen Zusagen, Flüchtlinge aus Griechenland in andere Länder umzusiedeln, einzuhalten. «Die EU muss dringend einen effektiven Prozess starten, damit 46,000 Menschen zügig umgesiedelt werden», so Thomas Rottland, der das CARE-Team in Griechenland leitet. Das Ziel der EU, bis Mitte Mai 20,000 Menschen umzusiedeln, wurde verfehlt. Bis heute wurden gerade einmal 979 Menschen in anderen EU-Ländern aufgenommen.

Mi, 2016-05-25 12:06
Rostow (dpa)

Medien: Austausch von ukrainischer Pilotin aus Russland steht bevor

Rostow (dpa) - Der Austausch der in Russland inhaftierten ukrainischen Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko steht Medienberichten zufolge kurz bevor. Die 35-Jährige sei zum Flughafen der südrussischen Großstadt Rostow gebracht worden, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Regierungskreise am Mittwoch. Dort sei bereits in der Nacht ein ukrainisches Flugzeug gelandet. Die Ukraine tausche Sawtschenko gegen zwei mutmaßliche russische Soldaten aus, die in der Ukraine gefangen genommen worden waren, hieß es weiter. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kündigte noch für Mittwochnachmittag eine Mitteilung an.

Mi, 2016-05-25 12:02
Kopenhagen (dpa)

Von Sylt bis Bodensee: In Deutschland ist Baden eine saubere Sache Von Julia Wäschenbach, dpa

Ungetrübter Schwimmspaß erwartet Badefreunde im Sommer an den meisten deutschen Flüssen und Seen. Auch ins Mittelmeer können Urlauber vielerorts bedenkenlos hüpfen. Aber nicht überall ist das Wasser sauber.

Kopenhagen (dpa) - Gute Nachricht kurz vor dem Sommer: Ob See, Fluss oder Meer - in Deutschland können Schwimmbegeisterte fast überall bedenkenlos in die Fluten springen. Ein EU-Bericht zur Qualität der Badegewässer stellt den allermeisten Badestellen zwischen Westerland und dem Bodensee ein sehr gutes Zeugnis aus.

Fast 98 Prozent erfüllen die EU-Mindeststandards, bei einem großen Teil der 2292 untersuchten Badeplätzen wird die Wasserqualität sogar als «ausgezeichnet» eingestuft. Nur an ganz wenigen Stellen sollten Badenixen vorsichtig sein: Fünf Gewässer fielen bei den Testern durch.

Bewertet wird in dem aktuellen Bericht, den die Europäische Umweltagentur (EEA) in Kopenhagen am Mittwoch vorstellte, die Wasserqualität in der vergangenen Badesaison - also von Mai bis September 2015. Den Stempel «mangelhaft» bekamen drei Badeplätze in Baden-Württemberg - am Strandbad Eriskirch, dem Finsterroter See in Wüstenrot und der Kocherbadebucht in Künzelsau. Im Saarland fiel eine Badestelle an der Nied in Rehlingen-Siersburg durch, in Mecklenburg-Vorpommern war es die Glöwitzer Bucht bei Barth.

Welche Ursachen die schlechte Wasserqualität an den einzelnen Stellen genau hat, listet der EU-Bericht nicht auf. «Am häufigsten sind schwere Regenfälle und überfließende Kanalisation der Grund», sagt der EEA-Experte Peter Kristensen. «Im Landesinneren kann es auch daran liegen, dass es viele Gänse oder andere Vögel in der Nähe der Badestellen gibt.» Deren Kot kann das Wasser verunreinigen, genau wie der von Hunden, die mit ihren Herrchen am Strand unterwegs sind.

Abgesehen von den wenigen Ausnahmen ist das Baden in Deutschland ein zunehmend sauberes Vergnügen. Beim letzten EU-Bericht zur Gewässer-Qualität waren noch 14 Badestellen als mangelhaft eingestuft worden. Auch anderswo können die Europäer unbekümmerter schwimmen als früher. «Einige der Badeplätze mit schlechter Wasserqualität sind geschlossen worden», sagt Kristensen. Von den 21 000 Badeplätzen, die in den EU-Ländern sowie der Schweiz und Albanien geprüft wurden, schnitten 2015 nur 385 schlecht ab. An 9 von 10 Badestellen war die Wasserqualität ausgezeichnet.

Wen es im Sommer zum Badeurlaub in den Süden zieht, dem sei die Insel Zypern empfohlen. Auch auf Malta, in Griechenland und Kroatien lässt es sich unbesorgt schwimmen und planschen. «In vielen Mittelmeerländern ist die Wasserqualität gut», sagt Kristensen. Das ist auch deshalb so, weil es in den Sommermonaten nicht viel regnet. «Außerdem ist das Wasser dort häufig tiefer als bei uns im Norden, wo wir viele flache Strände haben.» Auch das satte Sonnenlicht trage dazu bei, Bakterien den Garaus zu machen.

Wer in Sachen Wasserqualität auf Nummer Sicher gehen will, reist nach Luxemburg. Hier gab es für alle elf gemeldeten Badestellen die Topnote. In Frankreich oder Italien sah es schlechter aus: Dort fielen jeweils 95 Badestellen bei den Proben durch. Allerdings gebe es dort auch besonders viele Badeplätze, gibt Kristensen zu bedenken. In Frankreich wurden 3355 getestet, in Italien waren es sogar 5518.

Die Untersuchungen nehmen die Behörden in den Ländern selbst vor. Sie achten dabei vor allem auf zwei Darmbakterien - E.coli und Darmenterokokken, weil diese gute Indikatoren für eine schlechte Wasserqualität sind. Die EEA sammelt die Daten und arbeitet sie auf. Hat sie eine Badestelle mit «mangelhaft» bewertet, liegt die Wahrscheinlichkeit bei etwa eins zu zehn, dass man davon krank wird.

Mindestens «ausreichend» sollte die Wasserqualität also sein. Wer sicher gehen will, kann in den Bericht schauen oder sich beim Umweltbundesamt informieren. Bei den vielen guten Badestellen müssen Schwimmer nichts riskieren, meint EEA-Experte Kristensen: «Wer die Wahl hat, sollte immer einen Strand mit guter oder exzellenter Wasserqualität besuchen.»

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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