Di, 2015-04-21 07:53
York (dpa)

Comedy-Star Roseanne Barr sieht immer weniger

New York (dpa) - Die US-Schauspielerin Roseanne Barr (62, «Die Teufelin») hat in einem Interview über ihre Augenkrankheit berichtet. «Meine Sehkraft wird immer schlechter», sagte sie dem US-Internetportal «Daily Beast». Sie leide unter grünem Star und Makuladegeneration, einer Erkrankung der Netzhaut. Barr machte sich in diesem Zusammenhang erneut für die Legalisierung von Marihuana stark, da es «eine gute Medizin für viele Dinge» sei.

In einem Tweet stellte die Komikerin am Montag (Ortszeit) klar, dass sie derzeit noch sehen könne. «Ich habe gesagt, dass ich eines Tages mein Augenlicht verlieren werde und mein peripheres Sehen eingeschränkt ist. Ich bin nicht blind und werde es in naher Zukunft auch nicht sein», sagte Barr.

Die meisten Fernseh-Zuschauer in den USA kennen Barr aus der nach ihr benannten Sitcom. An der Seite von John Goodman spielte sie in «Roseanne» ab 1988 für neun Jahre die übergewichtige Mutter einer Großfamilie. Dafür erhielt sie einen Golden Globe und einen Emmy. In der schwarzen Komödie «Die Teufelin» (1989) machte die vierfache Mutter als betrogene Ehefrau ihrer Nebenbuhlerin - gespielt von Meryl Streep - das Leben zur Hölle.

Di, 2015-04-21 07:31
Singapur (dpa)

Ölpreise bewegen sich wenig

Singapur (dpa) - Die Ölpreise haben sich am Dienstag zunächst wenig bewegt. Wesentliche Impulse blieben aus. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 63,41 US-Dollar und damit vier Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Mai-Lieferung fiel um einen Cent auf 56,37 Dollar.

In den vergangenen Wochen haben sich die Ölpreise spürbar von ihrem Einbruch seit Mitte 2014 erholt. Beobachter warnen jedoch davor, schon von einer Trendwende zu sprechen. Die Rohstoffexperten von der Commerzbank verweisen darauf, dass die Erholung vor allem auf den erwarteten Rückgang der US-Produktion zurückgehe. «Der jüngste Preisanstieg war somit größtenteils spekulativ getrieben.»

Di, 2015-04-21 07:44
Stuttgart (dpa) 

Bosch schließt Zellfertigung für E-Auto-Batterien in Europa nicht aus

Stuttgart (dpa) - Eine Fertigung von Batteriezellen für E-Autos ist für den Zulieferer Bosch noch nicht vom Tisch. «Es wird eine Zellproduktion in Europa geben, wenn die Nachfrage groß genug ist», sagt auch Boschs Leiter E-Mobilität und Batterietechnologie, Joachim Fetzer, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Offen ist, wer diese aufbaut und betreibt.» Aktuell sehe man auch bei Bosch keinen Anreiz, in eine Zellfertigung zu investieren, so Fetzer. Das könne sich aber ändern: «Die Frage ist: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Investitionen in eine Zellproduktion.»

Batterien gelten als der Schlüssel zum Erfolg für E-Autos. Sie sind nicht nur wesentlich für den Preis verantwortlich, sondern bestimmen auch die Reichweite. Während der E-Auto-Pionier Tesla in Nevada zusammen mit dem japanischen Lithium-Ionen-Spezialisten Panasonic aufbaut, wird Daimler die bislang einzige Zellfertigung im Laufe des Jahres einstellen. Die deutschen Hersteller sehen derzeit mehr Wettbewerbsvorteile in der Batterietechnologie, die auf den Zellen aufbaut. Daimlers Entwicklungsvorstand Thomas Weber sprach zudem jüngst von «Überkapazitäten» bei den Zellen. Die Nationale Plattform Elektromobilität hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr Möglichkeiten für eine integrierte Batterie- und Zellproduktion in Deutschland auszuloten.

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Di, 2015-04-21 06:30
Essen (dpa)

Zur falschen Zeit am falschen Ort - RWE stolpert durch Energiewende Von Erik Nebel, dpa-afx und Rolf Schraa, dpa

Die Energiewende erschüttert RWE in den Grundfesten. Viele Kritiker vermissen darauf eine überzeugende Antwort des Managements. Bei der Hauptversammlung dürfte es hoch hergehen.

Essen (dpa) - RWE würde so gerne «vorweggehen», wie es in der Werbung heißt. Doch die Realität sieht anders aus. Die Energiewende hat den Stromriesen in die wohl tiefste Krise seiner fast 120-jährigen Geschichte gestürzt. Die Aktionäre werden langsam ungeduldig. Bei der Hauptversammlung an diesem Donnerstag dürfte viel Kritik laut werden. Denn vor allem die kommunalen Aktionäre brauchen die Dividendeneinnahmen dringend für ihre Haushalte. Kritiker vermissen eine überzeugende Strategie des Managements, um das Ruder endlich herum zu reißen.

Vorstandschef Peter Terium wird wohl erneut um Geduld bitten müssen. Schon bei der Vorlage der Jahresbilanz hatte er mehrfach betont, «Schritt für Schritt» vorgehen zu wollen. Das macht die Konkurrenz anders: Eon hat eine radikale Aufspaltung zwischen konventioneller Stromerzeugung und Erneuerbarer Energie angekündigt und damit viel Beifall gefunden. Das setzt RWE und seinen Chef unter erheblichem Druck - auch wenn Terium Anfang März mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2021 vom Aufsichtsrat einen starken Vertrauensbeweis bekommen hat.

Bislang bemühen sich die Essener, das alte Geschäftsmodell der Stromversorger zu verteidigen und weiterhin von der Erzeugung bis zum Vertrieb alles aus einer Hand anzubieten. Statt eines radikalen Strategiewechsels à la Eon versucht RWE, gegen die Krise anzusparen. Doch es gelingt dem Management nicht, die Kosten so schnell zu drücken wie die Gewinne wegbrechen. Vor allem die sinkenden Preise für Strom im Großhandel machen dem Unternehmen zunehmend zu schaffen.

«Irgendwie schafft es der Konzern immer, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein», stellen die Analysten der französischen Großbank Société Générale in ihrer jüngsten Studie zum Energiemarkt fest. Das Aus beim Atomstrom, der Boom bei den Erneuerbaren, an dem RWE bisher vergleichsweise wenig beteiligt ist, und zuletzt auch noch die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplante Einführung einer Klimaschutzabgabe für Kohlekraftwerke - RWE hat mit vielen Problemen zu kämpfen.

Bei der Bilanz-Vorlage im März versuchte sich der Vorstand in Zweckoptimismus. Auch wenn das «Tal der Tränen» noch nicht durchschritten sei, habe der Konzern Mut gefasst, sagte Vorstandschef Terium. «Wir blicken nach vorn - voller Zuversicht.» Die grimmigen Mienen des gesamten Vorstandes bei der Rede wollten dies aber so gar nicht untermauern.

Das Management kann oft nicht, wie es will. Viele verschiedene Interessen bremsen den Konzern. Seit langem ein Politikum bei RWE ist der große Einfluss von Städten und Kreisen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen. Sie halten knapp ein Viertel der Aktien und mit vier von zehn überproportional viele Aufsichtsratsposten.

Bei möglichen Sparprogrammen muss der RWE-Vorstand deshalb in besonderem Maß auf Standortinteressen achten. Hinzu kommen mit Verdi und der IG BCE zwei konkurrierende Gewerkschaften im Kampf um Besitzstände aus goldenen Zeiten.

Die klammen Kommunen pochen auf ihre Dividenden. Schon die Halbierung der Auszahlung im vergangenen Jahr hatte ihnen schwer zu schaffen gemacht. In diesem Jahr soll die Dividende zumindest stabil bei einem Euro pro Aktie bleiben, auch wenn RWE sich das angesichts der bescheidenen Zukunftsaussichten und hoher Schulden kaum leisten kann.

Auch eine mögliche Kapitalerhöhung ist schwer durchzusetzen. Denn die Kommunen würden in einem solchen Fall an Einfluss verlieren, da sie selbst kaum frisches Geld in den Konzern geben könnten. Zuletzt hatten etwa bereits Gerüchte über einen Einstieg von Scheichs aus Abu Dhabi für Grummeln bei den kommunalen Anteilseignern gesorgt.

Dem Vernehmen nach möchte Aufsichtsratschef Manfred Schneider den Einfluss der Kommunen künftig begrenzen und ihnen einen Platz im Kontrollgremium wegnehmen. Doch die wehren sich. In einem Positionspapier listen sie ihr Wirken für den Konzern auf. So böten sie Schutz vor Übernahmen, Unterstützung in politischen Diskussionen und den Zugang zu den für die Energiewende wichtigen Verteilnetzen in den Regionen.

Di, 2015-04-21 06:01
Mannheim (dpa)

Kartelle

Mannheim (dpa) - Kartelle sind Vereinbarungen zwischen Unternehmen, die zum Beispiel mit Absprachen über Preise, Gebiete oder Absatzmengen den Wettbewerb ausschalten, einschränken oder verfälschen. Rechtlich und wirtschaftlich bleiben die Firmen weitgehend selbstständig. Kartelle, die den Wettbewerb spürbar beschränken, sind illegal.

Die Preise in einem Kartell liegen meist höher als im Fall des freien Wettbewerbs. Für die Verbraucher sind sie daher in der Regal negativ. Es gibt auch legale Kartelle - sie unterliegen der Einkommens- oder Körperschaftsteuer sowie der Gewerbesteuer.

Di, 2015-04-21 06:00
Luxemburg (dpa)

Léa Linster kocht immer auswendig

Luxemburg (dpa) - Die Sterneköchin Léa Linster schlägt nach eigenen Worten nie in einem Kochbuch nach. «Ich koche meine Gerichte alle aus dem Kopf», sagt die Luxemburgerin, die seit fast 30 Jahren einen Michelin-Stern hält und vielen auch aus Fernsehsendungen bekannt ist («ZDF-Fernsehgarten», «The Taste»). Wichtige Kniffe hat sie bereits als Kind in der Gastwirtschaft ihrer Eltern im luxemburgischen Frisingen gelernt. «Ich habe das einfach intus.» Heute zählt ihr Restaurant zu den Top-Adressen in Luxemburg. «Das Besondere meiner Küche ist, dass ich nur das koche, was ich auch selbst liebe», sagt die Köchin, die am 27. April ihren 60. Geburtstag feiert.

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Di, 2015-04-21 06:00
Mannheim (dpa)

Zuckerhersteller in Bedrängnis: Kartell stößt Kunden bitter auf Von Christine Cornelius, dpa

Erst kam das Bußgeld vom Bundeskartellamt, jetzt gehen erste Klagen ein: Illegale Absprachen zwischen Zuckerherstellern rufen deren Kunden auf den Plan. Ein großes Verfahren steht im Frühsommer an. Weitere könnten folgen.

Mannheim (dpa) - Es ist keine leichte Zeit für die großen Zuckerhersteller: Der niedrige Preis des Rohstoffs belastet ihre Bilanz, die auslaufende Zuckermarktordnung lässt sie in eine ungewisse Zukunft blicken - und nun droht auch noch eine Klagewelle wegen überhöhter Preise. Am 3. Juli zieht zunächst Bonbonhersteller Vivil vor das Mannheimer Landgericht.

Er befürchtet, zu viel für Zucker gezahlt zu haben und verlangt von Europas größtem Zuckerhersteller Südzucker 1,3 Millionen Euro Schadenersatz. Es könnte zu noch mehr Prozessen kommen. Allein Südzucker hat nach Angaben eines Sprechers drei Klagen in dieser Sache auf dem Tisch, Details will er nicht nennen. Nordzucker sowie Pfeifer & Langen (Diamant-Zucker) wollen sich nicht dazu äußern, ob auch sie mit Klagen konfrontiert sind.

Andere Unternehmen prüfen ebenfalls Klagen, etwa der Aachener Süßwarenhersteller Lambertz. «Wir haben Akteneinsicht beim Kartellamt beantragt und werden demnächst unsere Entscheidung treffen», erklärt ein Unternehmenssprecher.

Der Hintergrund: Im Jahr 2009 waren Wettbewerbswächter eher zufällig auf die Spur eines Kartells in der Branche gestoßen, als sie ein Fusionsvorhaben prüften. Aus Sicht des Bundeskartellamts haben sich Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen über Jahre hinweg über Verkaufsgebiete, Quoten und Preise abgesprochen. Die Behörde brummte Südzucker mit 195,5 Millionen Euro die höchste Einzelstrafe auf.

«Das interessiert natürlich die Firmen und Abnehmer der betroffenen Zuckerhersteller, da sie nunmehr geltend machen, einen Schaden aufgrund überhöhter Preise erlitten zu haben», sagt der Hamburger Kartellrechtsexperte Bernd Fleischer von der Kanzlei Rose & Partner. Es dürfte aus seiner Sicht allerdings schwierig werden, den konkreten Schaden nachzuweisen und zu beziffern. Immerhin müssten die Unternehmen aber nicht mehr den Kartellverstoß an sich nachweisen. Theoretisch könnten Fleischer zufolge auch Konsumenten gegen die Zuckerhersteller klagen. Da sie in der Regel aber nicht massenhaft betroffen sind, seien diese Fälle eher unwahrscheinlich.

«Ausschließen tun wir gar nichts», sagt der Südzucker-Sprecher. «Für alle Rechtsrisiken, die wir sehen, bilden wir als gute Kaufleute Rücklagen.» Das Unternehmen fürchtet auch um sein Image. «Das ist ganz schlimm. Wir bekommen ja keine Ruhe ins Haus. Es ist natürlich ärgerlich, wenn Verbraucher uns mit solchen Dingen in Verbindung bringen.» Es habe kein Schuldeingeständnis von Südzucker gegeben. «Wir haben es mit einem Vergleich beendet, damit das Unternehmen keinen Schaden nimmt. Der Imageschaden ist natürlich trotzdem da.»

Analyst Wolfgang Vasterling von Nord/LB Company Research warnt allerdings davor, den Schaden für den Konzern zu hoch anzusetzen. «Für Südzucker ist viel wichtiger, dass der Zuckerpreis eingebrochen ist und dass sie zum dritten Mal in Folge einen Ertragseinbruch haben werden.» Aktionäre interessiere das Kartell wenig. Als die Vivil-Klage Ende März bekanntwurde, sackte die Südzucker-Aktie allerdings ab.

Die Aussicht auf mögliche Klagen kommt für die Zuckerhersteller zur Unzeit. Die Branche steht vor einer historischen Reform - und ist nervös: Sie wird sich von Herbst 2017 an dem Weltmarkt öffnen müssen. Mit dem Wegfall der Zuckermarktordnung steht ihr eine riesige Umstellung bevor. Diese hat den europäischen Markt bislang strikt über Produktionsquoten, Einfuhrzölle und Subventionen reguliert. Ohne vorgegebene Quoten fällt die Sicherheit weg, die bislang selbstverständlich war. Sicherheit - momentan ein Fremdwort für die Branche.

Di, 2015-04-21 05:30
Bonn (dpa)

Expertin besorgt: Illegaler Handel mit geschützten Tieren boomt Interview: Yuriko Wahl-Immel, dpa

Schnitzereien aus Elfenbein, lebende Papageien oder Leguane. Der illegale Handel mit geschützten Tier- oder Pflanzenarten über das Internet boomt. Experten wollen effektiver gegensteuern.

Bonn (dpa) - Zehntausendfach werden geschützte Tier- und Pflanzenarten im Internet angeboten - ein Wachstumsmarkt, der Anlass zu großer Sorge auch in Deutschland gibt. Das sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Professor Beate Jessel, vor Beginn eines Expertentreffens am Dienstag in Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Neben dem BfN wollten der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW), die Umweltministerien von Bund und NRW sowie Betreiber von Internet-Plattformen über Strategien gegen den illegalen Online-Handel beraten.

Frage: Mit welcher Größenordnung haben wir es zu tun?

Antwort: Eine Studie des Internationalen Tierschutz-Fonds hat erschreckende Ergebnisse gebracht. Innerhalb von nur sechs Wochen wurden 9500 Verkaufsangebote in 16 Staaten aufgedeckt, die sich auf 33 000 Wildtiere und deren Bestandteile bezogen haben. Deutschland hatte einen erheblichen Anteil, mit 1660 Angeboten, die sich auf 5000 Wildtiere oder deren Produkte bezogen. Der Internethandel steigt auch bei uns, denn er ist weltweit, er ist anonym und er ist 24 Stunden geöffnet. Aber auch bei den Beschlagnahmungen kam es zu einer deutlich steigenden Tendenz.

Frage: Was wird illegal angeboten und gekauft?

Antwort: Spitzenreiter sind Elfenbein und die verschiedensten Produkte daraus, die ein Drittel des Angebots ausmachen. Elfenbein kommt nicht nur vom Elefanten, sondern es wird auch vom Walross, Zahnwalen oder Flusspferden illegal verarbeitet. Je ein Viertel machen exotische Vögel aus sowie Reptilien, Echsen, Leguane. Eine nicht unerhebliche Rolle spielen auch geschützte Pflanzen wie etwa bestimmte Orchideenarten. Große Sorge bereitet uns der Markt mit Medizinprodukten, etwa mit Diät- und Schlankheitsprodukten sowie Nahrungsergänzungsmitteln, die Bestandteile geschützter Pflanzen enthalten.

Frage: Ist dem Käufer immer klar, dass er illegal online bestellt?

Antwort: Man sollte grundsätzlich große Vorsicht und höchste Sensibilität an den Tag legen, wenn es um Angebote von lebenden Tieren oder um Elfenbein-Produkte geht. Einem Verkaufsangebot muss ein Legalitätsnachweis beigefügt sein. Wichtig wäre, dass die Provider nicht im Kleingedruckten verstecken, dass der Verkäufer die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten hat. Das muss viel klarer für den Verbraucher herausgestellt werden.

Frage: Welche Verpflichtungen sehen Sie noch auf Betreiberseite?

Antwort: Sehr effektiv im Kampf gegen den illegalen Artenhandel wären Selbstverpflichtungen der Provider, dass sie dafür sorgen, dass solche Angebote gar nicht ins Netz gehen. Bekanntestes Beispiel ist eBay, das seine Angebote systematisch nach den Suchworten «Elfenbein» und «Ivory» screent. Seitdem ist das Angebot deutlich zurückgegangen. Wir würden uns wünschen, dass eine solche Selbstverpflichtung breite Praxis wird.

Frage: Mit welchen Strafen muss man rechnen?

Antwort: Es gibt beträchtliche Strafspannen. Es spielt eine Rolle, ob nur fahrlässig oder mit Vorsatz gehandelt wurde, ob die Tat gewerbsmäßig oder als Wiederholungstat begangen wurde. Es ist eine Geldstrafe möglich von bis zu 50 000 Euro und eine Gefängnisstrafe bis fünf Jahre.

ZUR PERSON: Prof. Beate Jessel (52) leitet das BfN seit Ende 2007.

Di, 2015-04-21 05:24
Hamburg (dpa)

Vier ehemalige Conergy-Vorstände vor Gericht

Bereits 2011 hatte die Staatsanwaltschaft vier Spitzenmanager des Hamburger Solarkonzerns Conergy wegen Marktmanipulation und Insiderhandel angeklagt. Nun wird den Ex-Konzernchefs der Prozess gemacht.

Hamburg (dpa) - Wegen Marktmanipulation, Bilanzfälschung und Insiderhandel stehen drei Ex-Vorstände und der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des Solarunternehmens Conergy von Mittwoch (9.15 Uhr) an vor dem Hamburger Landgericht.

In der Bilanz für 2006 sollen die Konzern-Chefs unter anderem Umsätze mit Tochtergesellschaften falsch ausgewiesen und dadurch bewusst den Aktienkurs des Unternehmens falsch hochgetrieben haben. Im Zeitraum von Dezember 2006 bis April 2007 sollen die Manager dann im Wissen um die gefälschte Bilanz ihre selbst gehaltenen Unternehmensaktien für insgesamt rund 42 Millionen Euro brutto verkauft haben. Dadurch sollen die Ex-Konzernchefs laut Staatsanwaltschaft jeweils Gewinne in der Höhe von 108 000 Euro bis rund 16,5 Millionen Euro erzielt haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte schon im Juli 2011 Anklage gegen die ehemaligen Konzern-Vorstände erhoben. Damals hatte der Ex-Vorstandschef Hans-Martin Rüter die Vorwürfe öffentlich als «schlichtweg falsch» zurückgewiesen. Der 49-jährige Unternehmensgründer war bis Ende 2007 Vorstandsvorsitzender des Conergy-Konzerns.

Durch die Vorwürfe war Conergy 2007 in eine schwere Krise geschlittert und stand kurz vor der Pleite. 2013 war das Unternehmen wegen Preisverfalls für Solarmodule und sinkenden Absatzzahlen in Probleme geraten und hatte Insolvenz angekündigt. US-Investor Kawa Capital hatte vor zwei Jahren wesentliche Teile von Conergy in dem Insolvenzverfahren übernommen. Im März 2015 kündigte der Energiekonzern RWE eine Beteiligung an.

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

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Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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Di, 2015-04-21 05:55
Berlin (dpa)

Ärzte ohne Grenzen über Ebola-Hilfe: Das hat uns sehr frustriert Interview: Andrea Barthélémy, dpa

Die Bilder sterbender Kinder vor den geschlossenen Türen überfüllter Krankenhäuser in Westafrika haben sich vielen eingebrannt. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen zieht Bilanz des Ebola-Hilfseinsatzes, den sie monatelang fast alleine bestritten.

Berlin (dpa) - Die Ebola-Epidemie in Westafrika flacht deutlich ab. Doch nach Ansicht der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières/MSF) ist das kein Anlass, sich in Europa oder Amerika stolz auf die Schulter zu klopfen. Tankred Stöbe, Präsident von MSF Deutschland im dpa-Interview:

Frage: Wie ist die Lage derzeit in den betroffenen Regionen? Ist das Schlimmste überstanden?

Antwort: Die Situation ist insgesamt nicht mehr so dramatisch wie vor einem halben Jahr. Vor allem in Sierra Leone und Liberia sind wir hoffnungsvoll. Aber die Epidemie gilt erst als überwunden, wenn es mindestens 42 Tage lang keine Neuinfektion gab. In Guinea ist die Situation noch nicht unter Kontrolle, die Infektionszahlen gehen immer wieder mal hoch. Das besorgt uns sehr. Laut WHO sind in den drei Ländern in der vergangenen Woche insgesamt 37 Neuinfektionen gezählt worden. Das hört sich wenig an, aber schon ein Patient reicht aus, um einen neuen Flächenbrand auszulösen. Daneben bereiten uns andere Krankheiten große Probleme, wie Masern, Malaria oder Meningitis. Die ohnehin fragilen Gesundheitssysteme in den drei Ländern sind ja komplett zusammengebrochen.

Frage: Was waren die größten Fehler, die gemacht wurden?

Antwort: Der Ernst der Lage wurde viel zu lange nicht erkannt. Die internationale Gemeinschaft und auch die WHO hat hier versagt. WHO-Mitarbeiter haben ja sogar abgewiegelt und uns Panikmache vorgeworfen. So hat es bis September gedauert, bis endlich Hilfe anlief. Auch Deutschland hat zu lange gezögert, es gab viele verständnisvolle und hochrangige Gespräche, aber getan hat sich erstmal nichts. Das hat uns sehr frustriert. Und die Hilfe, die dann kam, war zu wenig flexibel. Als das Krankenhaus, das mit Hilfe der Bundeswehr in Monrovia errichtet wurde, am 23. Dezember fertig war, wurde es dort für Ebola-Patienten gar nicht mehr gebraucht.

Frage: Welche Lehren für die Zukunft können aus der Epidemie gezogen werden?

Antwort: Man muss es so deutlich sagen: Durch frühere und effektivere Hilfe hätten viele Tausend Menschen vor Ebola geschützt und gerettet werden können. Wir müssen also schneller und flexibler reagieren. In der betroffenen Region, die vorher ja keine Erfahrung mit Ebola hatte, hat es notgedrungen einen großen Erfahrungszuwachs gegeben. Aber die schwachen Systeme sind weiter geschwächt. Für Ebola gilt jedenfalls: So lange wir keinen Impfstoff haben, stirbt daran jeder zweite Patient. Und Ebola ist nur eine der typischen vernachlässigten Erkrankungen, für die die Forschung wenig tut. Hier muss es dringend mehr öffentlich geförderte Entwicklungspartnerschaften geben. Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, im Rahmen ihrer G7-Präsidentschaft einen Forschungsfonds für vernachlässigte Krankheiten auf den Weg zu bringen.

ZUR PERSON: Tankred Stöbe (46) ist seit 2004 Mitglied im Vorstand und seit 2007 Präsident von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland ((Médecins Sans Frontières/MSF). 2002 tauschte der Internist und Notfallarzt zum ersten Mal seine feste Klinikstelle gegen ein Projekt der Organisation in Thailand ein - und nannte das später die wichtigste Entscheidung seines Lebens. Gegen Stress hilft ihm: Lesen und Schlafen.

Di, 2015-04-21 05:45
Istanbul (dpa)

Das Sprachrohr der Armenier und die Angst vor zu viel Aufmerksamkeit Von Linda Say und Lena Klimkeit, dpa

Noch immer kämpft die armenische Wochenzeitung «Agos» für die Ziele ihres ermordeten Gründers: die Anerkennung des «Völkermords» an den Armeniern. Bis heute löst das Unbehagen bei den Nachfahren aus, sagt ein Journalist.

Istanbul (dpa) - In die Redaktion der türkisch-armenischen Wochenzeitung «Agos» in Istanbul kommt man nur durch eine Sicherheitsschleuse. Die Fenster sind vergittert - auch noch im ersten Stock, wo der Journalist Pakrat Estukyan im Newsroom an seinem Schreibtisch sitzt. Estukyan spricht zurzeit oft über den «Völkermord» an den Armeniern vor 100 Jahren: Der Tod von möglicherweise bis zu 1,5 Millionen Menschen steht vor dem Jahrestag der Massaker am 24. April auch bei «Agos» ganz oben auf der Agenda.

Doch der «Genozid» ist ein gefährliches Thema in der Türkei. «Agos» bekam das zu spüren, als 2007 der ehemalige Chefredakteur Hrant Dink vor dem früheren Verlagshaus auf offener Straße von einem türkischen Nationalisten erschossen wurde. Dink hatte die erste und einzige armenische Zeitung in der Türkei 1996 mit Freunden gegründet, um die Probleme der Armenier in der Türkei zu thematisieren. Er engagierte sich für die Aussöhnung von Türken und Armeniern - und kämpfte für die Anerkennung der Massaker als «Völkermord».

«Die Verantwortlichen für den Mord an Hrant hat man nicht gefunden», klagt Estukyan. «Wer hat den Befehl dafür gegeben? Das ist bis heute nicht geklärt.» Estukyan kritisiert, dass die Regierung Ermittlungen gegen Staatsbeamte verhindert hat. Zwar wurde der zum Zeitpunkt des Mordes minderjährige Attentäter zu knapp 23 Jahren Gefängnis und ein Hintermann zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch die wahren Täter seien für den Mord nie belangt worden, sagt der Journalist.

Der Tod von Dink aber hat nach Ansicht des 61-Jährigen die Wahrnehmung der Armenier in der türkischen Öffentlichkeit verändert - und auch zu einem stärkeren Bewusstsein für den «Genozid» bei den Menschen geführt. «In der Türkei hat eine unübersehbare und nicht zu unterschätzende Menge von Intellektuellen angefangen, sich für dieses Thema zu interessieren», sagt Estukyan. «Verglichen mit der Situation vor 15 oder 20 Jahren ist diese Menge heute laut genug, um gehört zu werden.»

Doch obwohl sich heute mehr Menschen für das wichtigste Anliegen vieler Armenier einsetzen - dafür, dass Ankara den «Völkermord» anerkennt und Opfer entschädigt - bereite den Armeniern genau diese Aufmerksamkeit Unbehagen. «Die armenische Gesellschaft will nicht auffallen», erklärt Estukyan. «Natürlich kennt sie ihre eigene Geschichte und alles, was vorgefallen ist. Aber die Angst ist groß, dass ihnen die Diskussionen darüber zum Verhängnis werden.» Dink selbst hatte von dem Trauma der Armenier auf der einen und der Paranoia der Türken auf der anderen Seite gesprochen.

Ende des 19. Jahrhunderts lebten im Osmanischen Reich als dem Vorläuferstaat der Türkei etwa 2,5 Millionen Armenier. Die osmanische Regierung sah in der christlichen Minderheit innere Feinde und begann 1915 während des Ersten Weltkriegs mit der systematischen Vertreibung und Vernichtung der Armenier. Nach armenischen Angaben wurden 1,5 Millionen Opfer der Massaker, die Türkei geht von deutlich weniger aus. 1987 stufte das Europaparlament die Tragödie als «Völkermord» ein. So sieht es auch mehr als ein Dutzend Staaten, darunter Frankreich, die Schweiz und die Niederlande.

Estukyan nimmt das Wort «Genozid» ohne Scheu in den Mund - ein Tabubruch in der Türkei. Auf Türkisch und Armenisch führen er und mehr als elf weitere Autoren Woche für Woche Dinks Erbe fort. «Agos» versteht sich als Sprachrohr für die armenische Gesellschaft, berichtet aber auch über Demokratisierung, Rechte von Minderheiten, den Schutz und den Fortschritt des Pluralismus in der Türkei. «Wir haben zwar keine große Auflage, aber was wir sagen, ist sehr schwerwiegend», sagt Estukyan.

Einer seiner früheren Kollegen und damaliger Nachfolger von Hrant Dink sagte einmal, nach dem Mord an dem Journalisten habe die Angst immer mit am Schreibtisch gesessen. Estukyan fürchtet sich nicht. «Aber ich spüre den Druck der Verantwortung des Schreibens», sagt er. «Meine größte Angst ist, falsch verstanden zu werden.»

Di, 2015-04-21 05:30
Lünebach (dpa)

Star auf vier Pfoten: Löwenbaby Malor lockt Tausende an Von Birgit Reichert, dpa

Er ist gerade mal zehn Wochen alt und schon ein kleiner Star: Tausende pilgern in den Eifel-Zoo, um Malor zu bestaunen. Nach seinen Kurz-Auftritten geht es heim zum Schlafen ins Wohnzimmer der Zoochefin - noch zumindest.

Lünebach (dpa) - Sie rufen «Oh, wie süß» und zücken ihre Kameras. Ganz nahe vor den Besuchern tapst Löwenbaby Malor zwischen Bällen und Kuscheltieren in einem Pavillon umher. Mal spielt der Kleine mit einer Kordel, mal knabbert er eine Wolldecke an. Dann bekommt er sein Milchfläschchen, von der Leiterin des Eifel-Zoos in Lünebach, Isabelle Wallpott. Sie zieht Malor seit seiner Geburt zu Hause auf. «Er ist ein ziemlicher Star geworden», sagt die 34-Jährige bei einem der Auftritte im Zoo. Seit sich der Löwe seit wenigen Wochen blicken lasse, habe er bereits Tausende angelockt.

«Es ist schon eine einmalige Sache, einen so kleinen Löwen so nahe sehen zu können», sagt Jessica Oderburg, die eigens aus Belvaux im Südwesten Luxemburgs angereist ist. «Er ist sehr niedlich», fügt ein Vater aus Trier hinzu. Wegen Malor seien bereits Fans aus München und Augsburg in die Eifel gekommen, sagt Tierpflegerin Wallpott.

Malor entwickele sich mit seinen zehn Wochen prächtig, berichtet die Ersatz-Mama, als sie Malor nach seinem einstündigen «Job» im Zoo nach Hause fährt. Er bringe inzwischen sieben Kilogramm auf die Waage, das Zehnfache seines Anfangsgewichts. «Dass er alles ohne Manko aufgeholt hat, grenzt an ein Wunder.» Malor war viel zu früh und viel zu leicht auf die Welt gekommen und nach der Geburt von Löwenmutter Lira verstoßen worden. Seitdem lebt er im Wohnzimmer der Wallpotts in Lierfeld. Mit den Haushunden Kiki und Elmo versteht er sich auch und tobt mit ihnen gemeinsam über die Wiesen.

«Er hat unser Leben ziemlich auf den Kopf gestellt. Aber wir sind froh, dass wir ihn haben», sagt die Zoochefin, die im Wohnzimmer inzwischen einen großen Laufstall mit Wärmelampe aufgebaut hat. Sechsmal am Tag bekommt Malor ein Fläschchen mit Katzenaufzuchtmilch. Nachts schlafe er endlich durch, sagt Wallpott.

«Ich weiß, dass ich eine Löwenmutter nicht ersetzen kann», sagt sie und legt ihn nach dem letzten Fläschchen ins Bett. Sie tue dies, damit er überlebe. «Es wird kein Kuscheltier werden.» Der Expertin ist klar, dass Malor irgendwann das Wohnzimmer verlassen muss. «Sonst wird die Verletzungsgefahr für uns Menschen zu groß. Es ist und bleibt ein wildes Tier.» Bislang habe er nur Kratzer verteilt.

Vermutlich in etwa zwei Monaten soll der Löwe in ein Übergangsgehege des Eifel-Zoos kommen. Ziel sei es, ihn eines Tages wieder zu seinen Eltern zu bringen. «Er soll definitiv wieder unter seinen Artgenossen leben.» Wenn dies gelingen würde, wäre das der schönste Lohn für die Aufzuchtarbeit, meint Wallpott. Aber: «Der kleine Malor wird mir auf jeden Fall fehlen, weil man hat ihn schon ins Herz geschlossen.»

Di, 2015-04-21 05:00
Bonn (dpa)

Expertin: Illegaler Online-Handel mit geschützten Tieren nimmt zu

Bonn (dpa) - Der illegale Online-Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten nimmt nach Experten-Einschätzung deutlich zu. Auch in Deutschland boome das verbotene Geschäft via Internet, sagte Professor Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem Elfenbein und Produkte daraus würden angeboten, zudem Vögel, Reptilien oder auch geschützte Pflanzen wie bestimmte Orchideenarten. Das BfN, Vertreter der Umweltministerien von Bund und Land Nordrhein-Westfalen, Betreiber von Internet-Plattformen sowie der Internationale Tierschutz-Fonds wollten am Dienstag in Bonn über Strategien gegen den illegalen Artenhandel beraten.

Di, 2015-04-21 05:30
Stuttgart (dpa) 

Zelle oder Batterie? Firmen wägen Investitionen in E-Auto-Antrieb ab Von Annika Graf, dpa

Die Weiterentwicklung der Batterietechnik ist ein wichtiger Schrittmacher für E-Autos. Doch in Deutschland wird die einzige Produktion von E-Auto-Zellen im Laufe des Jahres eingestellt. Für immer?

Stuttgart (dpa) - Batterien gelten als Schlüssel für den Durchbruch von Elektroautos. Sie sind verantwortlich für zwei wesentliche Nachteile der Elektroflitzer: Reichweite und Preis. Im Schnitt kommt man mit einem E-Auto aktuell 150 Kilometer weit. Zu wenig für die meisten Autofahrer, die gewohnt sind, 500 Kilometer und mehr mit ihrem Auto zurücklegen zu können. Gleichzeitig machen die Batterien die E-Autos deutlich teurer als ihre Pendants mit Benzin- oder Dieselantrieb.

Die Autohersteller forschen deshalb mit Hochdruck an Batterietechnologien. Doch Batteriezellen werden derzeit überwiegend in Asien von Firmen wie LG, Panasonic oder Toshiba gefertigt. Während der E-Auto-Pionier Tesla gerade in Nevada zusammen mit Panasonic eine Zellfertigung aufbaut, will Daimler seine Produktion von Batteriezellen in Deutschland im Laufe des Jahres einstellen.

Auch die Ankündigung von Tesla-Gründer Elon Musk, man werde wohl irgendwann in Deutschland Zellen fertigen, lässt die deutsche Autobranche scheinbar kalt. «Wir sehen bei Bosch im Moment keinen Anreiz in eine Zellfertigung zu investieren», sagt auch Boschs Leiter E-Mobilität und Batterietechnologie, Joachim Fetzer, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Daimlers-Entwicklungsvorstand Thomas Weber führte jüngst «Überkapazitäten» ins Feld, die den Autohersteller vor weiteren Investitionen zurückschrecken ließen. Die Produktion habe sich als nicht wirtschaftlich erwiesen.

Das Argument der Hersteller: Sie geben die Batterien nicht aus der Hand, nur die Zelle - und die sei nicht wettbewerbskritisch. Daimler bastelt am Li-Tec-Standort Kamenz weiter an Batteriesystemen, die künftig Zellen von anderen Herstellern verbauen werden. Volkswagen entwickelt die E-Auto-Speicher zusammen mit Varta Microbattery. BMW kauft nur seine Batteriezellen vom südkoreanischen Konzern Samsung und macht alles andere selbst.

Auch Bosch tüftelt in einem Joint Venture mit GS Yuasa und Mitsubishi Corp. an Batteriesystemen. «Unsere herausragende Fähigkeit besteht darin, dass wir die Dinge so verknüpfen, dass etwas Außergewöhnliches daraus entsteht», sagt Fetzer. «Zum Beispiel bei Batterien steuern wir die Zellen besser als andere und verbinden die Batterie mit einem besseren Antriebskonzept.» Je mehr Hochtechnologie ins Spiel komme und je komplizierter es werde, desto interessanter werde es für Deutschland, heißt es bei VW.

Ganz abgeschlossen haben die deutschen Hersteller mit dem Thema Zellfertigung aber offenbar doch noch nicht. «Es wird eine Zellproduktion in Europa geben, wenn die Nachfrage groß genug ist», sagt Fetzer. «Offen ist, wer diese aufbaut und betreibt.» Daimlers Entwicklungsvorstand Thomas Weber hatte Ende vergangenen Jahres gesagt: «Hier könnte es schon Sinn machen, speziell auf dem Feld der Batteriezellen-Produktion die Kräfte zu bündeln.»

In einer Arbeitsgruppe der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) wird in diesem Jahr an einer Roadmap für eine integrierte Batterie- und Zellproduktion in Deutschland gefeilt. Allerdings soll diese erst auf der nächsten Generation von Batterietechnik aufbauen. «Das Ziel muss sein, die nächste Batteriezellengeneration und natürlich die Batterietechnik als Ganzes in Deutschland zu entwickeln und auch zu produzieren», sagt der NPE-Vorsitzende Henning Kagermann. Zentraler Punkt ist die ökonomische Tragfähigkeit einer Zellfertigung. Um mehrere Millionen Zellen herzustellen, sei ein Investitionsvolumen von mindestens einer Milliarde Euro erforderlich, heißt es im Fortschrittsbericht der NPE.

«Die Frage ist: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Investitionen in eine Zellproduktion», sagt Fetzer. Dafür müsse die Energiedichte weiter steigen und der Preis sinken. «Wir sind überzeugt, dass sich die Energiedichte von Batterien in den kommenden fünf bis zehn Jahren verdoppeln und der Preis halbieren wird.»

Die Grenzen der Lithium-Ionen-Technologie seien noch nicht erreicht, sagt Fetzer. Um die Reichweite der Fahrzeuge zu verbessern, müssten andere Rahmenbedingungen wie die Ladetechnologie- und Infrastruktur vorangebracht werden. «Deshalb ist ein Entwicklungsziel, dass Batterien in 20 Minuten um 80 Prozent aufladen.»

Di, 2015-04-21 05:00
Stuttgart (dpa) 

Bosch schließt Zellfertigung für E-Auto-Batterien in Europa nicht aus

Stuttgart (dpa) - Eine Fertigung von Batteriezellen für E-Autos ist für den Zulieferer Bosch noch nicht vom Tisch. «Es wird eine Zellproduktion in Europa geben, wenn die Nachfrage groß genug ist», sagt auch Boschs Leiter E-Mobilität und Batterietechnologie, Joachim Fetzer, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Offen ist, wer diese aufbaut und betreibt.» Aktuell sehe man auch bei Bosch keinen Anreiz, in eine Zellfertigung zu investieren, so Fetzer. Das könne sich aber ändern: «Die Frage ist: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Investitionen in eine Zellproduktion.»

Batterien gelten als der Schlüssel zum Erfolg für E-Autos. Sie sind nicht nur wesentlich für den Preis verantwortlich, sondern bestimmen auch die Reichweite. Während der E-Auto-Pionier Tesla in Nevada zusammen mit dem japanischen Lithium-Ionen-Spezialisten Panasonic aufbaut, wird Daimler die bislang einzige Zellfertigung im Laufe des Jahres einstellen. Die deutschen Hersteller sehen derzeit mehr Wettbewerbsvorteile in der Batterietechnologie, die auf den Zellen aufbaut. Daimlers Entwicklungsvorstand Thomas Weber sprach zudem jüngst von «Überkapazitäten» bei den Zellen. Die Nationale Plattform Elektromobilität hat sich trotzdem zum Ziel Ziel

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Erschienen in Ausgabe 3.15

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!


Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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