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Was Sie über den Klimastreik wissen müssen

Was Sie über den Klimastreik wissen müssen

Am Freitag wird in vielen Ländern gegen die vorherrschende Klimapolitik demonstriert. Wir erklären, was diesen Streik von anderen unterscheidet, wer plant mitzumachen und wie Sie selbst aktiv werden können.

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Freitag, 20. September 2019

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Freispruch für Fukushima-Manager, Kenia-Koalition in Bran­den­burg kommt und bittere Schlappe für Künast

Liebe Leserinnen und Leser,

für die Umwelt ist dieser Freitag der vielleicht wichtigste des Jahres. Die Bundesregierung will ihr mit Spannung erwartetes Klimapaket vorstellen. Parallel gehen weltweit Bürger auf die Straße, um der Politik deutlich zu machen, wie wichtig ihnen dieses Thema ist. Zeichen setzen kann der Mensch – ob entsprechendes Handeln folgt, bleibt abzuwarten. Die Fähigkeit zur bestechenden Sym­bolik ist im Übrigen auch im Tierreich vorzufinden. So kämpft die US-Stadt Seattle seit ge­rau­mer Zeit nicht nur mit überfüllten Müllkippen, sondern auch gegen das amerikanische Wappen­tier: Weißkopf­see­adler haben die Abfallstätten nicht nur als reichhaltige Nahrungsquelle ausge­macht, sie picken auch regelmäßig alle möglichen Arten von Müll auf und lassen ihn über den angrenzenden Nachbar­schaf­ten wieder fallen, wie die New York Times vor einiger Zeit berichtete. Für die Anwohner ein Är­gernis – symbolisch kaum zu überbieten: Der vom Menschen verursachte Müll fällt auf ihn zurück, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir hoffen, dass das, was die Koalition zur Rettung des Klimas vorschlagen wird, nicht für die Tonne ist. Am Montag wissen wir hoffentlich mehr – dann lesen wir uns wieder. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Prozess um Fukushima-Katastrophe endet mit Freispruch für AKW-Manager

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Ein Bezirksgericht in Tokio hat drei Ex-Topmanager des Stromriesen Tepco in Zusammenhang mit der Fukushima-Katastrophe freigesprochen. Damit gibt es weiterhin keinen strafrechtlich Schuldigen für den größten zivilen Atomunfall seit Tschernobyl. Der zweijährige Prozess drehte sich um die Frage, ob die Havarie im AKW Fukushima Daiichi hätte verhindert werden können. Obwohl die Führungs­kräf­te vor der Möglichkeit eines starken Tsunami gewarnt worden waren, hatten sie die Schutzmaß­nah­men der Atomanlage nicht verstärkt. Sie waren wegen „professioneller Fahrlässigkeit mit Todes­fol­ge“ angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von je fünf Jahren gefordert. „Es wäre unmöglich, ein Atom­kraftwerk zu betreiben, wenn die Betreiber verpflichtet wären, jede Möglichkeit eines Tsunami vorherzusagen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen“, begründete der Vorsitzende Richter sein Urteil. Die Meldung hat die taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Kenia in Brandenburg – SPD, CDU und Grüne beschließen Koalition

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Seit 2016 regiert ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen in Sachsen-Anhalt mehr schlecht als recht. Abzuhalten scheint das die Nachbarn allerdings nicht davor, es ebenfalls zu versuchen. Nach den zwei Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am 1. September wollen – oder müssen – nun auch dort die Parteien eine Kenia-Koalition bilden. In Sachsen finden gerade entsprechende Sondierungsgespräche statt – und in Brandenburg zeigten sich die drei Parteien am Donnerstag in der Landespressekonferenz, um zu verkünden, dass sie die Sondierungen hinter sich haben und nun Koalitionsverhandlungen aufnehmen. 60 Stunden hatten die Partner in den vergangenen zwei Wochen verhandelt; auch die Bundesgrünen-Chefin Annalena Baerbock saß am Verhandlungstisch. Herausgekommen ist ein zehnseitiges „Sondierungspapier“. Darin bekennt sich das Land unter anderem zum Kohle-Kompromiss, der einen Ausstieg aus der Kohleverstromung im Jahr 2038 vorsieht. Mehr bei Spiegel Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Artgerechte Haltung: Streit um Zwergziege „Hui Buh“ entschieden

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Seit seiner Geburt lebte „Hui Buh“ bei der Familie Anders im bayerischen Unterföhring. Das Tier wohnte mit Mutter Elisabeth und ihrer Tochter Magdalena unter einem Dach, wurde von ihnen mit der Flasche aufgezogen und durfte mitunter auch in ihren Betten nächtigen. Doch dann rückte im April dieses Jahres die Polizei an und nahm „Hui Buh“ in Gewahrsam – auf Anordnung des Landratsamts. Dieses hatte entschieden, dass der heute Eineinhalbjährige bei der Familie nicht artgerecht gehalten werde. Was man dazu sagen muss: Hui Buh ist eine Zwergziege. Tochter Magdalena Anders klagte daraufhin vor dem Verwaltungsgericht München auf Rückgabe ihrer geliebten Ziege. Doch das entschied jetzt laut SZ: Weil es gegen Mutter und Tochter wegen früheren Fehlverhaltens ein bayernweites Haltungsverbot gibt, darf „Hui Buh" weiter auf einem Gnadenhof bleiben. Dort gehe es ihm verhältnismäßig gut, berichtete eine Amtstierärztin im Prozess. Allerdings wisse der Ziegenbock wohl bis heute nicht wirklich, „dass er eine Ziege ist“. 

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Grüne erreichen in Baden-Württemberg mit 38 Prozent Umfragerekord

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Rekordwerte für die Grünen, dramatische Lage für die CDU: Nach der Ankündigung von Ministerprä­si­­dent Winfried Kretschmann, bei der Landtagswahl 2021 wieder antreten zu wollen, sind die Werte für seine Partei in Baden-Württemberg auf 38 Prozent hochgeschossen, wie Spiegel Online meldet. Die CDU liegt mit Spitzen­kan­di­datin Susanne Eisenmann und 26 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Das geht aus einer Umfrage von Infratest dimap hervor. Kretschmann regiert seit 2011, erst mit einem grün-roten Bündnis und seit 2016 mit einer grün-schwarzen Koalition. Bei der zurückliegenden Land­tags­wahl waren die Grünen auf 30,3 Prozent gekommen und erstmals stärkste Kraft bei einer Land­tagswahl überhaupt geworden. Die 38 Prozent sind der höchste Wert, den Infra­test dimap nach eige­nen Angaben bundesweit jemals für die Grünen gemessen hat.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Niederlage vor Gericht: Künast muss sich wüste Beschimpfungen gefallen lassen

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Grünen-Politikerin Renate Künast ist vorerst mit dem Versuch gescheitert, juristisch gegen Be­schimpfun­gen auf Face­book vorzugehen. Laut einem Beschluss des Landgerichts Berlin stellen entsprechende Kommentare „keine Diffamierung der Person der Antragstellerin und damit keine Beleidigungen“ dar. Unbekannte hatten die Bundestagsabgeordnete unter anderem als „Stück Scheiße“ und „Geisteskranke“ bezeichnet sowie teils noch drastischere und sexistische Posts veröffentlicht. Künast kündigte an, gegen den Gerichtsbeschluss vorzugehen. Dieser sende „ein katastrophales Zeichen, insbesondere an alle Frauen im Netz, welchen Umgang Frauen sich dort gefallen lassen sollen“. Die Politikerin hatte erreichen wollen, dass Facebook die personenbezogenen Daten von 22 Nutzern herausgeben darf, um zivilrechtliche Schritte einzuleiten. Hintergründe hat Zeit Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Surfende Pinguine und überarbeitete Braunbären

Ein Seeotter, der so erschrocken aussieht, als sei ihm gerade eingefallen, dass er vergessen hat, zu Hause den Herd auszuschalten. Oder Zebras, Kegelrobben und Schnee-Eulen, die sich vor Lachen nicht mehr einkriegen.

Die 40 Finalisten-Fotos der diesjährigen Comedy Wildlife Photography Awards zeigen, wie unfreiwillig lustig Tiere sein können. Dabei hat die Auszeichnung einen durchaus ernsten Hintergrund, wie ze.tt erklärt.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Seit dem Hitzesommer 2018 ist klar: Der Klimawandel ist da, und er ist überall. „Überleben in der Heißzeit“ ist ein Heft über die Frage: Gibt es ein richtiges Leben im falschen Klima? Jetzt lesen

Klimaanpassung – 5.19

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Reports / Meinungen / Interviews

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19.Sep 2019

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10.Sep 2019

Grüner Knopf: Warum das neue Tex­til­sie­gel wenig bringt

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Verbraucher sollen umwelt- und sozialverträgliche Kleidung künftig am „Grünen Knopf“ erkennen. Doch schon jetzt steht das erste staatliche Textilsiegel in der Kritik.

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13.Sep 2019

Heraus zum 20. September!

Auf zum Klimastreik // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal sieht sie dem weltweiten Klimastreik gespannt entgegen.

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06.Sep 2019

Hurrikan Dorian löst humanitäre und öko­lo­gi­sche Ka­ta­stro­phe aus

Hurrikan Dorian löst humanitäre und ökologische Katastrophe aus

Er ist der schwerste Sturm, der die Bahamas seit Beginn der Aufzeichnungen traf. Hurrikan Dorian hat die Inselkette schwer verwüstet. Das ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, sondern auch eine ökologische: Experten fürchten, er könnte seltene Tierarten ausgelöscht haben.

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