- 20 %

PRODUKT
der Woche

Beutel-Set

15,50 €
12,40 €

Der Kleinste hat es in sich: Öffnet man ihn, kommen noch zwei größere Beutel zum Vorschein. Alle drei bestehen aus T-Shirts, die wegen kleiner Produktions- fehler ausgemustert wurden. Sie haben einen praktischen Tunnelzug und sind vielseitig verwendbar, zum Beispiel auf Reisen für Schuhe oder Schmutz- wäsche, fürs Turn- oder Badezeug und manches andere. Genäht werden die Beutel in den Elbe-Werkstätten von Menschen mit Behinderung.

Jetzt bestellen
Di, 2015-07-28 16:58
Kiel (dpa)

Kieler Minister für Verlängerung und Erhöhung der Brennelementesteuer

Kiel (dpa) - Nach Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel hat nun auch sein schleswig-holsteinischer Amtskollege Robert Habeck (beide Grüne) eine Verlängerung der Brennelementesteuer für Atomkraftwerke gefordert. «Sie müsste sogar erhöht werden», sagte Habeck am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Er werde eine von Niedersachsen angekündigte Bundesratsinitiative für eine Verlängerung der Ende 2016 auslaufenden Steuer bis 2022 politisch unterstützen. «Allerdings habe ich große Zweifel, dass die Bundesregierung bereit ist, diesen Schritt mitzugehen. Die Große Koalition tut ja derzeit alles, um die großen Konzerne zu schützen.»

Die Brennelementesteuer war 2010 als Teil des Sparpakets der Bundesregierung beschlossen worden. Schon damals rebellierten die Energiekonzerne gegen die Abgabe. Sie sehen darin eine einseitige Diskriminierung ihrer Branche und wehren sich juristisch. Nach den Vorstellungen Wenzels könnte der Staat mit den Milliardeneinnahmen aus einer Verlängerung der Abgabe etwa Kosten für den Rückbau der Reaktoren sowie für die Endlagerung des Atommülls bezahlen.

Di, 2015-07-28 17:23
Genf (dpa)

4000 Tote im Jemen seit März - Millionen am Rande des Verhungerns

Der Bürgerkrieg im Jemen ist verheerend, das zeigen nicht nur die Bilder der Kämpfe, sondern auch neue Zahlen. Knapp 4000 Menschen sind in den vergangen Monaten gestorben - Millionen sind «am Rande des Verhungerns».

Genf (dpa) - Im Bürgerkriegsland Jemen sind seit März nach UN-Angaben knapp 4000 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mitteilte, waren mit 1859 Getöteten rund die Hälfte der 3984 Opfer Zivilisten. Zudem seien etwa 19 300 Menschen bei den Kämpfen am Boden und bei Luftangriffen verletzt worden.

Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten hatten weite Teile des Landes erobert und Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi im März zur Flucht nach Saudi-Arabien gezwungen. Seitdem bombardiert ein vom Nachbarland geführtes Militärbündnis Huthi-Stellungen. Gegner der Aufständischen drängten diese zuletzt im Süden des Landes zurück.

Durch die Gewalt steht der bitterarme Jemen seit Wochen vor dem Kollaps. Die Hilfsorganisation Oxfam veröffentlichte am Dienstag Zahlen, nach denen fast jeder Zweite der etwa 26 Millionen Einwohner nicht genug zu essen habe. «Und die Hälfte von diesen steht am Rande des Verhungerns», heißt es in der Mitteilung. Seit März sei die Zahl der Menschen ohne Zugang zu ausreichender Nahrung um 2,3 Millionen gestiegen - die höchste Zahl, die das Land je verzeichnet habe.

Die Lieferung von Gütern wird dabei vor allem durch eine Seeblockade der Militärkoalition erschwert. Neben Nahrung fehlt es unter anderem auch an Medizin und Treibstoff. Zudem breiten sich erste Seuchen in dem Land aus.

Im Moment herrscht im Jemen eine von dem saudischen Bündnis einseitig verkündete humanitäre Feuerpause. Doch die Gewalt zwischen Huthi-Rebellen und Regimeanhängern setzte bereits kurz nach Inkrafttreten der Waffenruhe wieder ein.

Di, 2015-07-28 17:54
Tostedt (dpa)

Insolvenzverfahren von Schneekoppe aufgehoben

Tostedt (dpa) - Das in bedrohliche Schieflage geratene Naturkostunternehmen Schneekoppe hat das in Eigenverantwortung geführte Insolvenzverfahren hinter sich gelassen. «Jetzt verfügt Schneekoppe wieder über echte Zukunftsperspektiven», sagte Sachwalter Malte Köster am Dienstag, nachdem das Amtsgericht Tostedt das Verfahren aufgehoben hatte. Ein Stellenabbau war laut Köster nicht nötig. Schneekoppe habe in den vergangenen Jahren viele Aufgaben ausgelagert, der Personalstock sei deshalb schon sehr klein.

Die Gläubiger hätten auf einen Großteil ihrer Ansprüche in Höhe von knapp 12 Millionen Euro verzichtet, sagte Köster. Schneekoppe hatte 2010 eine Mittelstandsanleihe ausgegeben und konnte die Zinsen nicht mehr bezahlen. Ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung steht von Zahlungsunfähigkeit bedrohten Unternehmen offen, die aber gute Aussichten auf eine Fortführung des Geschäftsbetriebes haben.

Das Unternehmen mit Sitz in Buchholz in der Nordheide ist vor allem für seine Naturkost, Säfte, Müslis, kalorienarmen Süßwaren und Diätprodukte für Diabetiker bekannt.

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

weiterlesen

Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

weiterlesen

„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Krautiger Kohlrabi

(Brassica oleracea var. gongylodes)
Ob das deutscheste aller Gemüse wirklich aus Deutschland kommt, liegt – ehrlich gesagt – im Dunkeln. Erfahren Sie mehr über dieses und weitere Geheimnisse aus der Kulturgeschichte des Kohlrabi.

weiterlesen

Es ist ein Irrtum, dass es sich beim deutschesten aller Gemüse um Weißkohl alias Sauerkraut handelt. Zwar hat die vergorene Spezialität den Deutschen in England den Spottnamen Krauts eingetragen, aber fragen Sie mal einen Russen, Ungarn, Japaner, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen oder Briten, was Kohlrabi in seiner Sprache heißt. Die Antwort mag ka, karalábé, koolrabi, kaalrabi, kålrabbi, colrave oder kohlrabi lauten, phonetisch ist das Ergebnis das gleiche: Die Welt spricht Kohlrabi. Krautiger wird’s nimmer.

Ist es Begeisterung über den süßen, leicht nussigen, dezenten Kohlgeschmack, die Menschen zwischen Washington und Tokio veranlasst, die komisch klingende Knolle im Munde zu führen? Mitnichten. Nur das Wort, nicht das Gemüse kommt ihnen über die Lippen. Kohlrabi ist so deutsch, dass vor allem die Deutschen ihn essen. 40.000 Tonnen im Jahr wachsen hier, und weil das noch zu wenig ist, bauen auch die Niederlande, Polen und Frankreich den Kreuzblütler an – für den Export.

Im Gegensatz zu Weiß- oder Blumenkohl, bei denen Blätter oder Blütenstand verzehrt werden, verdickt sich beim Kohlrabi der untere Teil der oberirdischen Sprossachse und liegt grünweiß oder blauviolett auf der Erdkrume. Innen sind alle Kohlrabis hell. Die größte Sorte heißt „Superschmelz“ und kann – ohne holzig zu werden – zur Größe eines Kohlkopfs anwachsen. Und der einzige Speck, der auch Vegetariern schmeckt, dürfte „Blauer Speck“ sein.

In Wirklichkeit enthält Kohlrabi neben viel Wasser, etwas Zucker und Eiweiß nur 0,1 Prozent Fett. In Deutschland wurde die Knolle im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie war ein Star der Barockküche – beispielsweise in Leipzig, wo sie dem Allerlei den letzten Schliff gab. Das Original hat übrigens nichts mit Erbsen-Möhren-Spargel-Dosenmatsch zu tun, sondern ist ein knackiger Genuss, der – serviert mit heller Soße und luftigen Semmelklößchen – auch Blumenkohl, Morcheln und Flusskrebsschwänze vereint.

Ein Festmahl, das noch nicht ganz vergessen war, als Kurt Tucholskys Alter Ego Peter Panter sich 1928 in einem Speiselokal über breiiges Gemüse beschwerte und die Bedienung antwortete: „Da müssen Sie mal zu meiner Mutter kommen, Herr Panter, die kocht Ihnen ein Leipziger Allerlei ...“ – „Liebe gnädige Frau, es ist so nett von Ihnen ... Aber alle Leute können doch nicht bei Ihrer Mama essen!“

Kohlrabi passt gut zu Rahmsoßen, die auch mal mit Safran oder Chili gewürzt sein dürfen. Am besten gart man ihn im Ganzen und schält und teilt ihn hinterher, damit Aroma und Nährstoffe besser erhalten bleiben: Selen, Senföle und viel Vitamin C stärken das Immunsystem. Roh harmoniert Kohlrabi mit Nüssen, Ziegenkäse, Lachs und Äpfeln. Sein Kraut gehört nicht in den Kompost, denn es enthält viele Mineralien, Karotin, B-Vitamine und Eiweiß. Die zarten Herzblätter schmecken gut in Salat und Suppe oder als Hauptgericht: In Südeuropa bereitet man aus ihrem Grün vegetarische Rouladen oder „Spinat“ zu.

Südeuropa?! Ob das vermeintlich deutsche Gemüse auch aus der Region stammt, in der es so gerne verspeist wird, liegt – um ehrlich zu sein – im Dunkeln. Es könnte genausogut ein Nachfahre des pompejanischen Kohls sein, den der Römer Plinius kurz nach der Zeitenwende beschrieb. Grimms Wörterbuch vermerkte im 19.Jahrhundert, der Begriff Kohlrabi sei „merkwürdig durch seine Gestalt, halb deutsch halb italienisch“. Klar ist: Italien spricht nicht kohlrabisch. Der inoffizielle Kulturbotschafter der Krauts heißt dort cavolo rapa, Kohlrübe.

Neu frisch aus dem Gewächshaus gibt's Kohlrabi ab April, frisch vom Feld im Mai.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen


In jeder Ausagebe des Greenpeace Magazins berichten wir über die Kulturgeschichte von Obst und Gemüse. Unsere neue Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 33,50€ im Jahresabo

1 2 3
Di, 2015-07-28 17:54
München (dpa)

NSU-Prozess trotz Krise zwischen Zschäpe und Anwälten fortgesetzt

Als sei nichts passiert, setzt das Gericht im Münchner NSU-Prozess die Beweisaufnahme fort. Hinter den Kulissen geht der Krach in der Zschäpe-Verteidigung aber weiter. Ob drei ihrer vier Anwälte gehen müssen, bleibt offen.

München (dpa) - Der Münchner NSU-Prozess ist am Dienstag trotz der tiefen Vertrauenskrise zwischen Beate Zschäpe und dreien ihrer vier Anwälte weitergegangen. Zu den offenen Anträgen auf Abberufung der Anwälte und einer Strafanzeige Zschäpes fiel den gesamten Verhandlungstag kein Wort. Einziger Zeuge war ein früherer Führungskader der NPD-Jugendorganisation «Junge Nationaldemokraten», der nach eigener Aussage bis heute der NPD angehört.

Der Ärger um Zschäpes Verteidigung schien nur einmal kurz auf, als der Vorsitzende Richter Manfred Götzl bemängelte, dass die Anwälte Wolfgang Heer und Wolfgang Stahl den Saal verlassen hatten. Hörbar genervt fragte er Anwältin Anja Sturm: «Wo sind Ihre beiden Kollegen? Was ist eigentlich los?» Sturm erwiderte, beide seien wohl zum Telefonieren aus dem Saal gegangen. Götzl unterbrach daraufhin die Verhandlung. Stahl entschuldigte sich anschließend mit den Worten: «War ein bisschen lang». Zschäpes neuer vierter Verteidiger Manfred Grasel sagte in der Verhandlung nichts.

Zschäpe hatte in der vergangenen Woche Strafanzeige gegen Heer, Stahl und Sturm erstattet und wirft ihnen Verletzung der anwaltlichen Schweigepflicht vor. Zudem forderte sie das Gericht erneut auf, alle drei zu entpflichten. Am Dienstag reichte sie zudem einen handgeschriebenen Brief ein, in dem sie kritisierte, Heer, Stahl und Sturm hätten sich nur zu ihrer Anzeige geäußert, nicht aber zu ihrem aktuellen Ablehnungsantrag. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Für letzte Stellungnahmen setzte das Gericht eine Frist bis Mittwochvormittag. Beobachter erwarten eine Entscheidung über Zschäpes Anliegen in den nächsten Tagen. Bisher hatte das Gericht sämtliche Entpflichtungsanträge abgelehnt.

Der Zeuge, der nach eigener Aussage inzwischen in Kuwait lebt, gab sich anders als die meisten Szenezeugen redselig. Er gab zu Protokoll, vier der fünf Angeklagten in den 90er Jahren kennengelernt zu haben. Mit den verstorbenen späteren mutmaßlichen Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sei er gut befreundet gewesen.

Auch Zschäpe habe er damals kennengelernt. Der Zeuge erklärte, seiner Ansicht nach habe es ein «NSU-Trio» nicht gegeben. Allein Mundlos und Böhnhardt hätten 1998 vor Strafverfolgung fliehen müssen. Als sich in der Szene herumgesprochen habe, dass auch sie verschwunden sei, seien alle überrascht gewesen und hätten sich «zusammengereimt, dass sie nur aus Loyalität und Abenteuerlust mit auf die Flucht gegangen ist». 

Dass in der Szene dann auf Konzerten Geld für die drei gesammelt wurde, habe er selber mitbekommen. Er wisse aber nicht, wie das Geld weitergereicht worden sei oder wer die Konzerte veranstaltet habe. Bis auf Gerüchte sei nichts mehr über die drei Flüchtigen bekanntgeworden. Das Thema sei zudem bewusst «tabuisiert» worden, auch deshalb, weil niemand Probleme bekommen wollte, falls die drei eines Tages gefasst würden.

Laut Anklage lebte Zschäpe 13 Jahre lang zusammen mit Mundlos und Böhnhardt im Untergrund. Während dieser Zeit sollen Mundlos und Böhnhardt die zehn Morde begangen haben, für die Zschäpe als mutmaßliche Mittäterin angeklagt ist. Mundlos und Böhnhardt sollen sich im November 2011 nach einem gescheiterten Bankraub in Eisenach das Leben genommen haben.

Di, 2015-07-28 16:12
Brüssel (dpa)

Zypern will Halloumi-Käse schützen - auf Griechisch und Türkisch

Brüssel (dpa) - Wenn es um heimischen Käse geht, hält die geteilte Insel Zypern zusammen. Halloumi (Griechisch) oder Hellim (Türkisch) wird seit langem auf der Mittelmeerinsel hergestellt. Dieses traditionelle Produkt wollen die Erzeuger nun von der EU schützen lassen. Am Dienstag veröffentlichte die Brüsseler EU-Kommission den Antrag auf Anerkennung als «geschützte Ursprungsbezeichnung». Dies bedeutet, dass das Produkt nach bestimmten Verfahren in einem bestimmten Gebiet erzeugt, verarbeitet und hergestellt worden sein muss.

Zypern ist seit 1974 geteilt in einen griechisch-zyprischen und einen türkisch-zyprischen Teil. Die gesamte Inselrepublik ist seit 2004 Mitglied der EU. Das EU-Recht und -Regelwerk gilt jedoch - solange es keine Lösung gibt - im türkisch-zyprischen Norden nicht. Die Türkische Republik Nordzypren (KKTC) wird nur von der Türkei anerkannt. Beide Seiten führen derzeit intensive Gespräche zur Überwindung der Teilung.

Ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen soll die Halloumi-Hersteller auf der gesamten Insel kontrollieren. Bevor der Schutz überhaupt erteilt werden kann, haben Kritiker noch einige Monate Zeit zum Widerspruch.

Di, 2015-07-28 16:06
Rom (dpa)

Migrationsbeauftragte Özoguz: «Dublin-System komplett gescheitert»

Rom (dpa) - Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, hält das Dubliner Abkommen zur Aufnahme von Flüchtlingen in der EU für nicht mehr zeitgemäß. «Ich finde, dass das Dublin-System komplett gescheitert ist», sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in der italienischen Hauptstadt Rom. Zuvor hatte sie in Sizilien Flüchtlingsunterkünfte, Büros von Hilfsorganisationen und die deutsche Fregatte Schleswig-Holstein besucht, die im Mittelmeer an der Flüchtlingsrettung beteiligt ist.

Die Dublin-Verordnung schreibt seit 2003 vor, dass in Europa der Staat für einen Asylantrag zuständig ist, in dem ein Flüchtling erstmals europäischen Boden betreten hat. Das kritisieren vor allem Länder wie Italien, in denen viele Flüchtlinge über das Mittelmeer ankommen. «Man kann Italien nicht vom hohen Ross herunter Vorwürfe machen», sagte Özoguz. Sie befürworte das von der EU-Kommission vorgeschlagene Quotensystem zur Verteilung von Flüchtlingen.

«Wir müssen uns an diesem Punkt auch ein Stück weit beweisen als EU und sagen, wir sind eine wirkliche Wertegemeinschaft und eine wirkliche Union», ergänzte sie. Es sei ein «Skandal», dass einige Länder innerhalb der EU sich nicht an der Verteilung der Migranten beteiligen wollten. «Wenn alle Länder mitmachen würden, hätten wir viele Diskussionen gar nicht erst», sagte die Migrationsbeauftragte.

Di, 2015-07-28 16:36
Brüssel (dpa)

Zypern will Halloumi-Käse schützen - auf Griechisch und Türkisch

Milchgeruch, Minzaroma und Salzgeschmack: So beschreiben die Hersteller auf Zypern ihren Halloumi-Käse. Dass das Original aus Zypern kommt, soll nun die EU bescheinigen. Solche Gütesiegel vergibt die EU ständig. Doch in diesem Fall geht es um mehr als Käse.

Brüssel (dpa) - Politischer Zwist mag den Norden Zypern vom Süden der Mittelmeerinsel trennen - doch bei der Vermarktung von heimischem Käse arbeiten beide Seiten zusammen. Halloumi (Griechisch) oder Hellim (Türkisch) wird seit langem auf Zypern hergestellt, vor allem aus Schafs- und Ziegenmilch. Dieses traditionelle Produkt wollen die Erzeuger nun von der EU schützen lassen.

Am Dienstag veröffentlichte die Brüsseler EU-Kommission den Antrag auf Anerkennung als «geschützte Ursprungsbezeichnung». Dies bedeutet, dass das Produkt nach bestimmten Verfahren in einem bestimmten Gebiet erzeugt, verarbeitet und hergestellt worden sein muss.

Der Vorgang hat nicht allein kulinarische oder wirtschaftliche Bedeutung. «Dieser Schritt zeigt den Willen beider Gemeinschaften auf Zypern, gemeinsam an Projekten zu arbeiten, die die gesamte Insel vereinen», kommentierte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. «Halloumi/Hellim-Käse symbolisiert das gemeinsame Erbe der Insel Zypern.»

Zypern ist seit 1974 geteilt in einen griechisch-zyprischen und einen türkisch-zyprischen Teil. Die gesamte Inselrepublik ist seit 2004 Mitglied der EU. Das EU-Recht und -Regelwerk gilt jedoch - solange es keine Lösung gibt - im türkisch-zyprischen Norden nicht. Die Türkische Republik Nordzypern wird nur von der Türkei anerkannt. Beide Seiten führen intensive Gespräche zur Überwindung der Teilung.

Ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen soll die Halloumi-Hersteller auf der gesamten Insel kontrollieren. Die Regelungen stellen laut EU-Kommission eine Übergangslösung bis zur erhofften Wiedervereinigung der Insel dar. Bevor der Schutz überhaupt erteilt werden kann, haben Kritiker noch einige Monate Zeit zum Widerspruch.

Halloumi gibt es als frischen und gereiften Käse. Er schmeckt salzig und lässt sich auch braten oder grillen. Die Schafmilch stammt zum Beispiel vom einheimischen «Fettschwanzschaf», auch die Ziegenmilch stammt von heimischen Rassen. «Der enge Bezug zwischen Mensch und Erzeugnis wird auch dadurch deutlich, dass Halloumas, Hallouma, Halloumakis und Halloumis heute in Zypern verbreitete Familiennamen sind», heißt es im Schutzantrag.

Di, 2015-07-28 16:25
Bamako (dpa)

Kommandoübergabe in Mali: Bundeswehr leitet EU-Mission

Ein Friedensabkommen gibt dem westafrikanischen Mali Hoffnung. Eine EU-Mission soll helfen, dass es umgesetzt wird. Die Bundeswehr spielt eine maßgebliche Rolle.

Bamako (dpa) - Die Bundeswehr hat in den nächsten zehn Monaten das Kommando über die EU-Ausbildungsmission im westafrikanischen Mali. In Anwesenheit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) übernahm der deutsche Brigadegeneral Franz Pfrengle am Dienstag die Leitung des Einsatzes mit 600 Soldaten aus 26 Ländern. Derzeit sind 160 deutsche Soldaten an der Trainingsmission im relativ sicheren Süden des Landes beteiligt.

«Mali braucht nachhaltige Hilfe», sagte von der Leyen. Der Norden des Landes war im Zuge eines Putsches 2012 ins Chaos gestürzt. Islamisten und Tuareg-Rebellen hatten in der Region die Macht an sich gerissen. Erst durch ein Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich im Januar 2013 konnte das Gebiet wieder weitgehend befreit werden.

Vor einem Monat schloss die Regierung mit den wichtigsten Rebellengruppen ein Friedensabkommen, in das nun große Hoffnungen gesetzt werden. Von der Leyen mahnte, die Terroristen würden versuchen den Prozess zu stören. «Umso wichtiger ist es, dass die malische Armee schlagkräftig aufgestellt wird.»

Die Ministerin begründet den Einsatz auch mit der Flucht Hundertausender Menschen aus Afrika nach Europa. «Nichts kann Menschen eher davon abhalten, die lebensgefährliche Flucht nach Europa zu wagen, als die Tatsache, dass sie in ihren Heimatländern Perspektiven haben, eine Zukunft sehen», sagte sie.

An der Zeremonie in der malischen Hauptstadt Bamako nehmen auch die Verteidigungsminister Spaniens, Österreichs und Malis teil - Pedro Morenés Eulate, Gerald Klug und Tiéman Hubert Coulibaly. Spanien hatte bisher das Kommando über die Mission.

Die Trainingsmission begann im Frühjahr 2013. Seitdem bildete die EU mehr als 5000 malische Soldaten aus. Die Armee besteht aus etwa 35 000 Soldaten. Daneben sind mehr als 10 000 UN-Blauhelmsoldaten und Polizisten aus mehr als 40 Ländern zur Friedenssicherung über das ganze Land verteilt. Ihr Einsatz ist deutlich gefährlicher als die EU-Mission.

Seit April 2013 sind 42 Blauhelmsoldaten getötet und 166 verletzt worden. Die Bundeswehr ist an diesem Einsatz namens Minusma mit sieben Soldaten im Hauptquartier in Bamako beteiligt.

Di, 2015-07-28 16:33
Stuttgart (dpa)

Liebe zu einem Fahrstuhl: Paternoster-Fans feiern in Stuttgart Von Kim Alexander Zickenheiner und Roland Böhm, dpa

Sie wollen sich ihren Paternoster nicht nehmen lassen, auf keinen Fall. Fans der alten Transport-Technik in Stuttgart feiern jetzt einen kleinen Sieg über die Berliner Bürokratie. Mit ganz besonderer Fahrstuhlmusik und Dauerlächeln.

Stuttgart (dpa) - Er setzt sich wieder in Bewegung, unter dem Applaus von mehr als 100 Partygästen: der Paternoster im Stuttgarter Rathaus. Links geht es rauf, rechts runter. Fahrgäste können jetzt wieder in den historischen Aufzug steigen - nach knapp acht Wochen Fahrverbot, verbunden mit dem drohenden Aus für das liebgewonnene Gefährt. Bei einer nicht ganz ernst gemeinten «Re-Opening-Party» feiern die Stuttgarter am Dienstagmittag ihren kleinen Sieg über die Berliner Bürokratie. Mit Fahrstuhlmusik, thematisch abgestimmten Hits wie «Upside Down» (Auf dem Kopf), «Love In An Elevator» (Liebe im Fahrstuhl) und «Hello Again».    

Es sei erfreulich, dass die Bundesregierung «bis hin zu Kanzlerin Merkel» eingesehen habe, «dass wir selbst die Risiken abschätzen können, die das Leben so mit sich bringt», spottet Grünen-Politiker und Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle. Unter Gelächter gibt er die Instruktionen für die Nutzung des «gefährlichen Dings»: Festhalten, einen Fuß rein, den anderen nachziehen. Und im gewünschten Stockwerk das Gleiche - nur andersherum.

«Das war vorher nicht gefährlich - und ist es hinterher erst recht nicht», sagt Wölfle. Und der für die «Betriebssicherheit überprüfungsbedürftiger Anlagen» zuständige Umweltminister Franz Untersteller, ebenfalls ein Grüner, versichert, dass alles getan worden sei, damit der 1956 in Betrieb genommene Oldtimer auch in seinem 60. Jahr beruhigt genutzt werden könne. So liegen eng bedruckte Betriebsanweisungen in Deutsch und Englisch aus - mit gut einem Dutzend Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln. Wobei darauf hingewiesen wird, dass die Nutzung «auf eigene Gefahr» erfolgt.

Die beiden Grünen haben sichtlich Spaß, tragen ein Dauerlächeln auf den Lippen, widerlegt die kleine Party doch den Ruf der Ökopartei als «Verbotspartei» und «Spaßbremse». Passenderweise durchschneiden sie dann auch noch ein rotes Band, stammte das vorübergehende Fahrverbot doch aus dem Bundesarbeitsministerium der roten Ministerin Andrea Nahles (SPD).

Zum 1. Juni hatte die «Verordnung zur Neuregelung der Anforderungen an den Arbeitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln und Gefahrenstoffen» des Bundes den öffentlichen Betrieb von Paternostern untersagt. Nur eingewiesene Mitarbeiter etwa eines Bürohauses durften fahren. Es folgte starker Protest, woraufhin der Bundesrat im Juli mit einer «Ersten Verordnung zur Änderung» das Ganze wieder kippte. «Wir freuen uns diebisch», gibt Wölfle zu.

Die Stadt schätzt, dass am Dienstag fast 200 Gäste ihre Mittagspause zur Fahrt im Paternoster nutzten. «Führerscheine» werden ausgestellt. Buttons mit der Aufschrift «Stuttgart fährt Paternoster» sind gefragte Souvenirs.

Paternoster, 1880 in England erfunden, haben in Deutschland von jeher zu kämpfen. 1885 fährt der erste in Hamburg - ein Jahrhundert später verbietet die damalige Bundesregierung allerdings ihren Neubau. 1994 sollen die noch laufenden Aufzüge aus Sicherheitsgründen endgültig stillgelegt werden, was zum Aufschrei unter Nostalgikern und zur Gründung des «Vereins zur Rettung der letzten Paternoster» führt.

So wie die Perlen des Rosenkranzes beim Vaterunser (lateinisch: Pater noster) durch die Finger wandern, laufen die offenen Kabinen der Aufzüge im Kreis. Am Ende des Schachts angekommen, werden sie zur Seite gesetzt und fahren weiter, rauf oder runter, je nachdem. «Wenn die vorgeschriebenen Wartungen und Prüfungen durchgeführt werden, laufen die Anlagen in der Regel sehr zuverlässig. Technische Störungen als Unfallursache sind die Ausnahme», sagt Thomas Oberst vom TÜV Süd, zuständig auch für die Paternoster im Stuttgarter Rathaus. Die seltenen Unfälle seien meist auf menschliche Fehler zurückzuführen, etwa Stolpern beim Einstieg oder «unsachgemäßes Verhalten» in der Kabine.

In Baden-Württemberg gibt es nach früheren Ministeriumsangaben noch 17 Stück, gut 20 Jahre zuvor waren es noch 31. Deutschlandweit kam man damals auf rund 500. Wie viele davon heute noch ihre Runden drehen, ist nicht klar. Eine private Webseite zählt etwa 230, auch das Onlinelexikon Wikipedia kommt auf eine dreistellige Zahl. Schwerpunkte sind demnach Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt am Main. Die wenigsten Anlagen aber sind öffentlich zugänglich: «Wir sind hier kurz vor einer Attraktion», sagt Umweltminister Untersteller.

Bei uns geht's um die Welt.
Kommen Sie doch mit!

6 Ausgaben
im Jahr für nur 33,50 Euro

Di, 2015-07-28 16:49
Bamako (dpa)

Kein neues Afghanistan - Hoffnung auf Frieden in Mali Von Michael Fischer, dpa

Vor drei Jahren stürzte Mali ins Chaos. Inzwischen sind die islamistischen Rebellen zurückgedrängt, es gibt Hoffnung auf Frieden. Die Bundeswehr wirkt bei der Stabilisierung des Landes mit. Es kann aber noch lange dauern, bis das Ziel erreicht ist.

Bamako (dpa) - Der Name ist Programm: «Schule des Friedens» heißt der Ort in der malischen Hauptstadt Bamako, an dem die Bundeswehr am Dienstag das Kommando über eine ihrer wichtigsten Auslandsmissionen übernimmt. Bei dem EU-Einsatz namens EUTM Mali geht es darum, das westafrikanischen Land nach Jahren des Terrors und der Unsicherheit auf dem Weg zum Frieden zu begleiten.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist schon am Tag vor der feierlichen Zeremonie aus Berlin angereist. Auch ihre Amtskollegen aus Spanien und Österreich sind da. Der Einsatz zeige die Verlässlichkeit des europäischen Engagements für den afrikanischen Kontinents, sagt von der Leyen. «Mali braucht nachhaltige Hilfe.»

Ihr zweitägiger Besuch in Mali ruft eine fast vergessene Krise zurück ins öffentliche Bewusstsein. Vor drei Jahren stürzte ein Putsch Mali ins Chaos. Tuareg-Rebellen und Islamisten der Al-Kaida nutzten das Machtvakuum, um große Teile des Wüstengebiets im Norden Malis unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Gegend ist doppelt so groß wie Deutschland, hat aber nur 1,3 Millionen Einwohner.

Von einem «zweiten Afghanistan» war bereits die Rede, als die ehemalige Kolonialmacht Frankreich Anfang 2013 eingriff. «Operation Serval» taufte sie ihre Militäroffensive nach einer afrikanischen Wüstenkatze, die extrem trockenen und unwegsamen Gebieten der Erde angepasst ist.

Als die Rebellen weitgehend verdrängt waren, zog die EU nach - mit einer Ausbildungsmission. Von der Leyen galt der Einsatz als Paradebeispiel dafür, wie Deutschland in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen soll: Ertüchtigung statt Einmischung. Lieber Soldaten für den Kampf gegen Terroristen oder Rebellen ausbilden, anstatt selbst in diesen Kampf zu ziehen.

Nur wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt stockte sie Anfang 2014 die Obergrenze für die Ausbildungstruppe auf. Es war ihre erste Amtshandlung in Sachen Auslandseinsätze. Damals gab es noch keine Ukraine-Krise und keinen Krieg gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Die Bundeswehreinsätze der Zukunft finden in Afrika statt - dachte man damals.

Heute redet kaum noch jemand über Mali. Das liegt an den neuen, noch schlimmeren Krisen. Das liegt aber auch daran, dass sich die Lage tatsächlich verbessert hat. Die Hälfte des Landes hat die malische Armee nun weitgehend alleine unter Kontrolle. Ganz im Norden helfen ihr eine 10 000 Soldaten starke UN-Blauhelmtruppe und die französische Armee.

Als die EU mit ihrer Ausbildung angefangen habe, seien die malischen Streitkräfte faktisch nicht existent gewesen, sagt der deutsche Kontingentführer, Oberstleutnant Andreas Bachmann. «Sie war nicht mehr in der Lage, die Bevölkerung zu schützen.» Jetzt hat die Truppe immerhin 35 000 Soldaten. Rund 5000 haben eine EU-Ausbildung.

Der große Hoffnungsschimmer ist ein nach monatelangen Verhandlungen von allen wichtigen Rebellengruppen unterzeichnetes Friedensabkommen, das nun umgesetzt werden muss. Von der Leyen trifft in Bamako einige Führer des Wüstenvolks der Tuareg, die ihr eine lange Liste mit Forderungen vortragen: Dezentralisierung, Hilfen für die Instandsetzung von Häusern, für Gesundheitseinrichtungen, Schulen, aber auch für den Kampf gegen Schmuggler und Waffenhändler.

Der Frieden ist noch lange nicht sicher. Immer wieder gibt es Rückschläge. Anfang Juli wurden sechs Blauhelmsoldaten bei einem Anschlag getötet. An ein Ende des internationalen Engagements mag deshalb auch noch niemand denken. Man müsse einen «langen Atem» haben, sagt von der Leyen.

Ein Grund für die deutsche Hilfe in Mali ist aktueller denn je: Das Land zählt zu den wichtigen Transitländern für Flüchtlinge aus Westafrika, die versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. In Lastwagen durchqueren sie in fünf bis sechs Tagen die Sahara, um nach Algerien zu gelangen. Von dort aus geht es weiter Richtung Küste. Es kann Wochen, Monate, aber auch Jahre dauern, bis die Migranten ihr Ziel erreichen. Viele kommen gar nicht an. Diese Menschen könne man am ehesten von der gefährlichen Flucht abhalten, indem man ihnen zu Hause eine sichere Perspektive schafft, sagt von der Leyen.

Di, 2015-07-28 15:59
Lima (dpa)

Dutzende Menschen aus der Gewalt peruanischer Rebellen befreit

Die Erwachsenen mussten Zwangsarbeit leisten, die Kinder wurden für den Krieg ausgebildet. Einige der Gefangenen waren seit 25 Jahren in der Hand des «Leuchtenden Pfads». Die maoistischen Rebellen widmen sich heute vor allem dem Drogenhandel.

Lima (dpa) - Die peruanische Polizei hat 39 Menschen aus der Gewalt der linken Guerillaorganisation Sendero Luminoso («Leuchtender Pfad») befreit. Darunter waren auch 26 Kinder, wie der stellvertretende Verteidigungsminister Iván Vega am Montag (Ortszeit) sagte. Die Erwachsenen wurden demnach zur Arbeit in der Landwirtschaft gezwungen, die Kinder politisch indoktriniert. Einige der Entführten waren seit 25 Jahren in der Hand der Rebellen.

Sie wurden von der letzten Einheit der ehemals mächtigen maoistischen Guerilla in einer schwer zugänglichen Gegend im Süden des Landes festgehalten. Die Gruppe wird von den Brüdern Víctor und Jorge Quispe Palomino geführt, die sich von dem inhaftierten Guerilla-Chef Abimael Guzmán losgesagt haben.

Einige Kinder seien nach Vergewaltigungen weiblicher Gefangener in dem Lager geboren worden, teilten die Behörden mit. Sie wurden demnach militärisch und politisch ausgebildet und mit 13 Jahren in den Kampf geschickt. Das jüngste Kind war gerade ein Jahr alt.

«Die Brüder Quispe Palomino müssen einsehen, dass sie die Zivilbevölkerung nicht als Sklaven halten können», sagte Vizeverteidigungsminister Vega. «Das wird die Regierung nicht zulassen.»

Bei Auseinandersetzungen zwischen dem Sendero Luminoso und staatlichen Sicherheitskräften waren zwischen 1980 und 2000 fast 70 000 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Opfer waren indigene Bauern. Im Gegensatz zu vielen anderen Bürgerkriegen in der Region war in Peru die Guerilla für einen Großteil der Toten verantwortlich. Heute widmen sich die Rebellen vor allem dem Drogenhandel. 

Di, 2015-07-28 16:01
Berlin (dpa)

Bundesamt: Weniger Antibiotikaeinsatz in der Tiermedizin

Berlin (dpa) - Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin ist im vergangenen Jahr insgesamt weiter zurückgegangen. Bei den Antibiotika, die auch für die Behandlung von Menschen eine besondere Bedeutung haben, wurde jedoch kein Rückgang registriert, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Dienstag in Berlin mitteilte.

Danach wurden 2014 in der Tiermedizin 214 Tonnen oder rund 15 Prozent weniger Antibiotika abgegeben als im Vorjahr. Gegenüber der ersten Erfassung im Jahr 2011 sank die Abgabe derartiger Wirkstoffe um etwa 468 Tonnen oder 27 Prozent.

2014 gaben pharmazeutische Unternehmen und Großhändler insgesamt 1238 Tonnen Antibiotika an Tierärzte in Deutschland ab. An der Spitze lagen wie in den vergangenen Jahren Penicilline mit etwa 450 Tonnen. Die Wirkstoffmengen lassen sich nach Angaben des Bundesamtes jedoch nicht einzelnen Tierarten zuordnen.

Die Bundesregierung versucht seit Jahren den unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika in Human- und Tiermedizin einzudämmen, da unter anderem dies die Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen beschleunige. Die Gesundheit von Mensch und Tier sei bei vielen Infektionskrankheiten «auf das Engste miteinander verwoben», heißt es in einer Broschüre des Gesundheitsministeriums.

Geht doch!

Drohnen als Förster

Unbemannte Flugkörper sollen pro Jahr weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen

weiterlesen

Jährlich werden auf der Erde rund 26 Milliarden Bäume gefällt. Der ehemalige Nasa-Ingenieur Lauren Fletcher nimmt den Kampf gegen die globale Entwaldung auf. Um den Schwund wettzumachen, entwickelte seine in Oxford ansässige, gemeinnützige Firma Bio Carbon Engineering eine innovative Drohne. Diese scannt auch unzugängliche Gegenden, kartografiert baumlose Regionen und bestimmt die Bodenart. Zusammen mit Ökologen entscheidet das Unternehmen, welche Bäume wo gepflanzt werden. Dann wird der Flugkörper ein zweites Mal losgeschickt. Per Druckluft schießt er kleine Saatgut-Kapseln in den Boden. Die Kapseln sind biologisch abbaubar und schützen das keimende Saatgut in der ersten Zeit. „Der industriellen Waldvernichtung können wir nur mit industrieller Aufforstung begegnen“, ist Fletcher überzeugt. Das Projekt befindet sich in der Entwicklungsphase, erste Tests sind im Laufe des Jahres geplant. Obwohl dem britischen Start-up noch Investoren fehlen, hofft Fletcher, dass die Firma schon bald Regierungen für Aufforstungsprojekte begeistern und jedes Jahr eine Milliarde Bäume pflanzen kann.
biocarbonengineering.com

Außerdem Interessant

Frankreich
Mit einem Ende Mai verabschiedeten Gesetz will die französische Nationalversammlung die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen: Große Supermärkte werden verpflichtet, überschüssige Produkte künftig an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Für Menschen ungeeignete Reste können laut Beschluss des Parlaments auch kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Dabei wandern in Frankreich pro Person und Jahr „nur“
bis zu 30 Kilogramm ungenutzt in den Müll. Hierzulande fallen pro Kopf und Jahr rund 82 Kilo Essensabfälle an.
 

Münster
Seit 1989 dürfen in Münster auf kommunalen Flächen der westfälischen Stadt keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Sprießendes Unkraut wird mit Heißluftwalzen oder Wildkrautbürsten entfernt. Diese Verfahren sind zwar aufwendiger und teurer, aber giftfrei. Dank einer Beratung durch den BUND verzichten inzwischen etliche Kommunen auf Pestizide. Dem Vorreiter Münster folgten zum Beispiel Saarbrücken, Tübingen und Bielefeld.
bund.net/pestizidfrei

Berlin
Heimischen Dünger stellen die Berliner Wasserwerke her, indem sie Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. Der Wasserversorger verkauft das recycelte Düngemittel unter dem Namen „Berliner Pflanze“ an Landwirte. Das Verfahren haben sich die Ingenieure patentieren lassen. Es dürfte weltweit auf Nachfrage stoßen, denn die globalen Phosphatvorräte gehen zur Neige.
bwb.de/berlinerpflanze
 

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

weiterlesen

Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

weiterlesen

Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

1 2 3
Di, 2015-07-28 15:22
York (dpa)

UN-Sicherheitsrat stimmt trotz Moskauer Drohung über MH17-Tribunal ab

New York (dpa) - Der UN-Sicherheitsrat will trotz Drohungen aus Moskau am Mittwoch über ein internationales Tribunal zur Klärung des Absturzes von Flug MH17 abstimmen. Die Boeing der Malaysia Airlines war vor einem Jahr über der Ostukraine vermutlich von einer Flugabwehrrakete abgeschossen worden. Die Regierungen in Kiew und in Moskau beschuldigen sich gegenseitig, für den Tod der 298 Menschen an Bord verantwortlich zu sein. Russland lehnt die Einrichtung eines Tribunals ab, solange die niederländischen Ermittlungen zu der Tragödie nicht abgeschlossen sind, und hat ein Veto angekündigt.

Vor allem die Niederlande und Malaysia, aber auch andere Staaten wie Australien fordern seit langem ein unabhängiges, internationales Tribunal, um zu klären, wer für den Abschuss verantwortlich ist. Mit dem Tribunal soll Russland zudem zu einer stärkeren Mitarbeit bei der Tätersuche gebracht werden. Zwei Drittel der Opfer kamen aus den Niederlanden, 27 aus Australien. Auch vier Deutsche waren dabei.

Die von Russland unterstützten Separatisten hatten die Absturzstelle lange abgeschirmt und unabhängigen Gutachtern den Zugang verweigert. Westliche Experten werfen den Rebellen vor, Beweise manipuliert zu haben. Russland hatte anfangs behauptet, ein ukrainisches Jagdflugzeug habe den Jet abgeschossen. Experten bezweifeln das aber. Die meisten vermuten, dass die Boeing von einer in Russland gebauten Buk-Rakete abgeschossen wurde. Von wem, ist heftig umstritten.

Als eines von fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates kann Moskau mit einem «Nein» selbst eine 14:1-Mehrheit zu Fall bringen. Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin hatte gesagt, eine solche Untersuchung würde nur «mehr Konfrontation» mit sich bringen. Niederländische Medien berichteten, Russland plane einen Einfuhrstopp holländischer Blumen - dies solle Druck ausüben auf Den Haag.

Di, 2015-07-28 15:51
Paris (dpa)

Waldbrände wüten in Südeuropa

Viele südeuropäische Länder kämpfen mit den Folgen der Hitze - und zahlreichen Waldbränden. Besonders hart hat es zuletzt Frankreich und Spanien getroffen.

Paris (dpa) - Trockenheit, Hitze, Wind - das kann in Waldgebieten schnell zu einer hochbrisanten Kombination werden. Waldbrände lassen in einigen Ländern Südeuropas die Feuerwehren nicht zur Ruhe kommen. In einigen Fällen sind auch Urlauber betroffen. Ein Überblick:

FRANKREICH: Die seit Tagen bei Bordeaux wütenden Brände haben die Helfer allmählich im Griff. Knapp 600 Hektar Pinienwald verbrannten, was etwa der Größe Gibraltars gleichkommt. Der zuständige Präfekt sprach am Dienstag von einer Rückkehr zur Normalität. Das bedeutet in dieser trockenen und windigen Gegend an der Atlantikküste auch: Rund 1000 Brände im Jahr. Auch an der Mittelmeerküste mussten bereits zahlreiche Brände gelöscht werden. Am Montag wurden rund 10 000 Urlauber von drei Campingplätzen bei Fréjus in Sicherheit gebracht. Sie konnten abends wieder zurückkehren.

SPANIEN: Der bisher schlimmste Brand des Sommers hat bei Òdena in Katalonien in zwei Tagen knapp 1300 Hektar Wald und Agrarfläche zerstört. Das entspricht rund 1500 Fußballfeldern. Am Sonntag wurden rund 800 Menschen aus Wohngebieten zeitweise in Sicherheit gebracht. Die seit Sonntag etwa 65 Kilometer nordwestlich von Barcelona wütenden Flammen wurden am Montagabend auch dank abflauender Winde unter Kontrolle gebracht worden, wie Medien am Dienstag unter Berufung auf Feuerwehrsprecher berichteten. Mehrere Feuerwehreinheiten seien dennoch die ganze Nacht im Einsatz geblieben, um die Erde feucht zu halten und ein Wiederaufleben der Flammen zu verhindern. Ein Landwirt aus Òdena räumte ein, er habe das Feuer ohne Absicht mit einem Strohzerkleinerer verursacht. Ihm wird Fahrlässigkeit vorgeworfen.

ITALIEN: Auch in Italien herrscht wegen der langen Hitzewelle in einigen Gegenden extreme Waldbrandgefahr, darunter auf der Ferieninsel Sardinien und in Südtirol. Insgesamt verzeichnete das nationale Forstamt etwa 50 Brände im ganzen Land, betroffen war demnach vor allem die südliche Region Kampanien mit etwa 20 Bränden.

GRIECHENLAND: In Griechenland wurden aktuell keine größeren Brände gemeldet - allerdings bleibt die Waldbrandgefahr bei extremer Trockenheit und Temperaturen um die 39 Grad Celsius sehr hoch. Die Behörden sind in Alarmbereitschaft.

Di, 2015-07-28 15:00
Berlin (dpa)

Rotes Kreuz: Zeltstädte für Flüchtlinge sind nur Notlösung bis Herbst

An vielen Orten der Republik entstehen Zeltstädte für Flüchtlinge. Wenn es kalt wird, fällt diese Option weg - meint das Deutsche Rote Kreuz. Helfer und Kommunen mahnen, die Lage spitze sich zu. Auch die Übergriffe auf Asylbewerber und Helfer treiben sie um.

Berlin (dpa) - Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor zunehmenden Problemen bei der Unterbringung von Flüchtlingen und sieht die Nutzung von Zeltstädten nur als Notlösung bis zur kälteren Jahreszeit. Die Lage habe sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschärft und könne sich wetterbedingt im Herbst noch zuspitzen, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Ab Oktober sind Zelte als Unterkünfte nicht mehr möglich.» Auch der Deutsche Städtetag erklärte, die Lage in den Kommunen werde immer schwieriger, ein Kollaps drohe aber nicht.

Die Flüchtlingszahlen wachsen seit Monaten rasant. Bis zum Jahresende rechnen die Behörden mit mindestens 450 000 Asylanträgen. Länder und Kommunen fühlen sich mit der Lage überfordert und fordern seit langem mehr Hilfe vom Bund. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin, Malu Dreyer (SPD), klagte, die Bundesregierung habe das Problem zu lange unterschätzt und werde nun von der Realität eingeholt. Sie forderte in der «Bild»-Zeitung eine Task Force von Bund, Ländern und Kommunen zur besseren Koordinierung der Arbeit aller Akteure.

Auch viele Hilfsorganisationen kümmern sich um die wachsende Zahl der Schutzsuchenden. Das DRK ist nach eigenen Angaben in zehn Bundesländern aktiv. Mitarbeiter versorgen dort 7300 Menschen in 21 Notunterkünften. Darunter sind acht Zeltstädte für 4600 Menschen. «Wir werden weiterhin mit Zelten, Feldbetten und Lebensmitteln aushelfen, wenn das von Ländern und Kommunen gewünscht wird», sagte Seiters. Klar sei aber auch, dass Zeltstädte nur eine zeitlich begrenzte Möglichkeit sein könnten. Daher müssten Länder und Kommunen dringend für eine Unterbringung in festen Unterkünften sorgen.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, sagte der «Passauer Neuen Presse», die Aufnahme von täglich tausenden Flüchtlingen sei eine gewaltige Herausforderung für die Kommunen, deshalb gebe es auch immer wieder Hilferufe an Bund und Länder. «Aber einen Kollaps sehe ich nicht auf uns zukommen.» Panikmache helfe nicht dabei, mit der Lage fertig zu werden. Zu der wachsenden Zahl an Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte sagte Articus, solche Gewalt sei völlig indiskutabel und dürfe nicht toleriert werden.

In Dresden und Halberstadt (Sachsen-Anhalt) waren in den vergangenen Tagen auch DRK-Mitarbeiter von Flüchtlingsgegnern attackiert worden, zum Teil mit Steinen. «Natürlich sind wir bestürzt über die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und auf Helfer», sagte Seiters.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hatte angesichts der Attacken vorgeschlagen, Bannmeilen um Flüchtlingsunterkünfte einzurichten, um Asylbewerber und Helfer vor gewaltbereiten Demonstranten zu schützen. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) hält davon jedoch nichts. Zum Schutz ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer könnte ein solcher Schritt zwar notwendig sein, sagte Stahlknecht der dpa. Das müsse jedoch im Einzelfall geprüft werden und immer die Ultima Ratio bleiben. «Mit generellen Bannmeilen kann ich mich nicht anfreunden.»

Auch die Grünen sind dagegen. Bannmeilen seien das völlig falsche Signal, sagte die Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic der dpa. «Denn sie sind ein Symbol der Kapitulation.» Wenn Flüchtlingsunterkünfte hermetisch abgeriegelt würden, beeinträchtige das den Einsatz der Zivilgesellschaft für Flüchtlinge und den Austausch mit Bürgern.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)


Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)


Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

Seiten