Reports / Meinungen / Interviews

Fahrrad statt Ferrari: Italien zeigt, wie Zweiradförderung geht

Fahrrad statt Ferrari: Italien zeigt, wie Zweiradförderung geht

Während in Deutschland über Autokaufprämien debattiert wird, startet im Land der Fiats und Ferraris ein sattes Förderprogramm für Fahrrädkäufer und -fahrer, begleitet von Wegeausbau-Plänen und radfreundlicher Verkehrsführung. Ein Blick nach Italien.

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Freitag, 5. Juni 2020

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Bun­des­ge­richt erteilt endgültige Ge­neh­mi­gung für Elb­ver­tie­fung, Spanien führt Plas­tik­steu­er ein und recycelter Schmuck

Liebe Leserinnen und Leser,

es klingt wie eine freudige Nachricht: In diesem Jahr droht aller Voraussicht nach keine Mücken­plage. Diese – man möchte sagen: ungestochen scharfe – Prognose hat jetzt das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung abgegeben. Die Erklärung: Der Winter war zu mild und das Frühjahr zu trocken. Die saisonalen Plagegeister über­winterten gerne in Keller­räumen oder Höhlen, zitiert ZDF-heute/AFP eine Leibniz-Ex­per­tin, doch dort würden Eier und Larven bei milden Wintertemperaturen von Pilzsporen über­wuchert. Auch das trockene Frühjahr in Teilen Deutschlands hat den Mücken demnach zugesetzt, die für ihre Fortpflan­zung eine „Schneeschmelze“ und Regengüsse benötigen, die Pfützen und Wiesen füllen. Hier wird die Sache zumindest zwiespältig. Denn schaut man sich die Tendenz vergangener Jahre an, hat beides wohl auch mit dem men­schen­gemachten Klimawandel zu tun.

Merke: Ein Mückenstich mag ein Ärgernis sein – gehört zu einem gesunden Sommer aber dazu. Damit sagen wir für diese Woche: Tschüss! Am Montag piksen wir Sie wieder wach.

Das Team vom Navigator

 

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Bundesgericht genehmigt Ausbau der Elbe endgültig

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Die umstrittene Elbvertiefung hat die letzte juristische Hürde genommen. Das Bundesver­wal­tungs­gericht in Leipzig wies die Klage von Umweltschützern gegen die ergänzten Pla­nun­gen für das Großprojekt zurück. Diese seien „nicht zu beanstanden“, begrün­de­te der Vorsitzende des 7. Senates, Andreas Korbmacher, die Entscheidung. Damit steht dem Ausbau der Elbe zumindest rechtlich nichts mehr im Wege. Die Planungen für das Vor­haben hatten schon vor mehr als 18 Jahren begonnen. Zahlreiche Klagen hatten das Groß­pro­jekt seither immer wieder gestoppt. Der Fluss soll so ausgebaut werden, dass Container­riesen mit einem Tiefgang bis zu 13,50 Meter unabhängig von der Flut und bis zu 14,50 Me­ter auf der Flutwelle den Hamburger Hafen erreichen können. Die Meldung hat Zeit Online.

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USA: Rechtsextremisten wegen Unterwanderung von Protesten verhaftet

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Bei einem Anti-Terror-Einsatz unter Führung des FBI sind drei mutmaßliche Rechtsextremis­ten aus Las Vegas festgenommen worden – Zeit Online berichtet. Der zuständige Bundesan­walt erklärte jetzt, die Männer hätten sich bei den derzeitigen Protesten unter die Demons­tran­ten gemischt und zu Gewalt angestachelt. Die drei Männer hätten versucht, die legitime Wut der Demonstranten für ihre eigenen extremistischen Bestrebungen auszunutzen. Die Festgenommenen gehören demnach der sogenannten Boogaloo-Bewegung an. Mit dem Be­griff bezeichnen US-Rechtsextremisten einen von ihnen angestrebten Bürgerkrieg.

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Bundesländer entscheiden über das Schicksal der Käfigsauen

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Seit Jahrzehnten duldet der Staat die tierschutzwidrige Haltung von Muttersauen. Am Frei­tag sollen die Länder im Bundesrat über die Zukunft der gequälten Kreaturen abstimmen. Geht es nach CDU-Land­wirt­schaftsministerin Julia Klöckner, wird die bisher illegale Haltung legalisiert – für weitere 17 Jahre. Würden allerdings die Länder mit grüner Regierungsbeteiligung gegen den Entwurf der Ministerin stimmen oder sich enthalten, wäre Klöckners Vorstoß gescheitert. Doch danach sieht es nicht aus, schreibt Spiegel Online: Die Grünen haben einen schwa­­chen Kompromiss ausgearbeitet. Er sieht vor, dass die Sauen acht Jahre, in Härtefällen sogar zehn Jahre wie bisher in den bestehenden Kastenstän­den gehalten werden dürfen.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Spanien führt Plastiksteuer ein

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Ab Juli kommenden Jahres wird es in Spanien weder Trinkhalme, noch Wegwerfgeschirr oder Wattestäbchen aus Plastik mehr geben. In Kosmetik und Waschmittel darf kein Mikro­plas­tik mehr enthalten sein. In der Verwaltung müssen Trinkbrunnen aufge­stellt und in Restaurants muss den Kunden Leitungswasser angeboten wer­den. Das soll den Verbrauch an Plastikflaschen verringern. All das steht in einem Gesetz, das weitge­hend europäische Richt­li­nien zur Plastikvermei­dung umsetzt. Dort wo weiterhin Plastik ver­wen­det wird, wird ei­ne Steuer fällig. 0,45 Euro pro Kilogramm Ver­pa­ckungs­­mate­rial wird sie betragen. Insgesamt soll dies gut 700 Millio­nen Euro pro Jahr brin­gen. Damit nicht genug: Spanien will von einer linearen auf eine zirkuläre Wirtschaft um­stellen – bisher recycelt das Land mit 36 Prozent des Mülls deutlich weniger als der EU-Schnitt. Mehr bei der taz.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Bald nur noch Recycling-Gold und -Silber bei Pandora

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Omas Ring, die Brosche von der Tante, Papas alte Krawattennadel – früher todschick, heute oft nicht mehr. Bald schon könnte in neuem Schmuck aber doch wieder der alte stecken – und zwar zu 100 Prozent. Das jedenfalls ist der Plan des dänischen Unter­neh­mens Pandora. Bis 2025, so hat es der nach Volumen weltgrößte Schmuckhersteller an­ge­kündigt, soll das gesamte selbst- und von Zulieferern verarbeitete Gold und Silber recycelt sein. Pandora ist der erste Großjuwelier, der einen solchen Schritt ankündigt. Bis 2025 will das Unternehmen komplett CO₂-neutral arbeiten, und die Versorgung mit Rohstoffen spielt dafür eine wichtige Rolle: Recyceltes Silber verursache zwei Drittel weniger Treibhausgas-Emissionen als frisch gefördertes, heißt es, recyceltes Gold sogar 99 Prozent weniger. Hinzu kommen Umwelt­schä­­den, die bei der Suche nach Edelmetallen entstehen. Über das Vorhaben schreibt die SZ.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Natur als Kunstwerk

Wolken über Neuseelands höchstem Berg, Wasserfälle auf Hawaii: Wenn Sie heute noch kein Fernweh hatten, dann bitte einmal hier entlang.

Bei der internationalen „Landscape Photography Competition“ werden die besten Landschafts­foto­grafen ausgezeichnet – Spiegel Online zeigt die Gewinnerbeiträge.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 3.20 Die Zukunft des Autos

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Autoland Deutschland: über die Macht auf vier Rädern und neue Wege für den Verkehr von morgen – ab sofort in der neuen Ausgabe des Greenpeace Magazins

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Reports / Meinungen / Interviews

Musik
/
29.Mai 2020

„Ich wünsche mir eine sinnliche Revolution“

„Ich wünsche mir eine sinnliche Revolution“

Die deutsche „Hippie-Metal“-Gruppe Selig wurde in den Neunzigerjahren mit Herzschmerzliedern wie „Ohne dich" berühmt. Nun singt die Band Liebeslieder für den Planeten Erde. Ein Gespräch mit dem Front-Sänger Jan Plewka (49) über Salami zum Frühstück, die Ökosünden der Musikindustrie und die neue Zusammenarbeit mit Greenpeace.


 

Plage
/
18.Mai 2020

Heu­schre­cken in Ostafrika: der Kampf gegen die Schwärme

Heuschrecken in Ostafrika: der Kampf gegen die Schwärme

Während der Pandemie wütet die größte Heuschreckenplage Ostafrikas seit 25 Jahren. Die betroffenen Länder bekämpfen sie mit Pestiziden – und gefährden damit die Gesundheit der Bevölkerung

Aktivismus
/
25.Mai 2020

Digitaler Protest: Hashtags statt Megafon

Digitaler Protest: Hashtags statt Megafon

Wegen der Coronakrise wandern Umweltaktivisten aus aller Welt von der Straße ins Netz. Wie verändert der digitale Protest die grüne Bewegung?

Naturschutz
/
06.Mai 2020

Um­welt­zer­stö­rung im Schatten des Virus

Umweltzerstörung im Schatten des Virus

Das Corona-Virus hält die Welt in Atem. Und während die Öffentlichkeit mit der Pandemie beschäftigt ist, vergreift man sich vielerorts unbemerkt an der Umwelt

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Platz da!

Warum ist sich auf den Straßen
jede selbst die Nächste!
Ein Essay aus unserer Auto-Ausgabe

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Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

Was Forscher in Eishöhlen am Ende der Welt herausfinden: ein Bericht aus unserer Arktis-Ausgabe

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À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: Sporadischer Spargel

Sporadischer Spargel

Gaumenschmeichler, Gesundbrunnen, Götterspeise – Asparagus officinalis beweist seit den Pharaonen in allen Lebenslagen Geschmack. Der ist süß, schwefelig und flüchtig wie eine Frühlingsliebe. Unser Gemüse der Saison im literarischen Porträt

Greenpeace Magazin - Saison: Charmanter Chicorée

Charmanter Chicorée

Er ist ein junges Gemüse und gedeiht ohne Sonne. Das ist kein Grund, Cichorium intypus varietas foliosum als Kellerkind zu behandeln. Wer aus dem Spross nur Salat macht, hat nix in der Rübe. Unser Gemüse der Saison im Porträt

Greenpeace Magazin - Saison: Populäre Pastinake

Populäre Pastinake

Manchen gilt sie als Wurzel aller Übelkeit, anderen als neuer Stern am Gastrohimmel. Den meisten aber ist sie schlicht egal. Das ist Lebensmittelverschwendung. Denn Pastinaca sativa kann so viel mehr als nur ein bisschen Babybrei
 

Greenpeace Magazin - Saison: Holde Haselnuss

Holde Haselnuss

Von der Steinzeit bis heute, von Aufstrich bis Auftritt – die Nuss der Nüsse hat es in sich. Sie ist nicht nur reif, sie ist filmreif. Es ist an der Zeit, Corylus avellana in Leinwandgröße zu bewundern
 

Geht doch!

Greenpeace Magazin - Geht doch: Wind willkommen!

Wind willkommen!

Flaute beim Windkraftausbau? Nicht in Dänemark. Dort – und anderswo – hat grüner Strom richtig Rückenwind

Greenpeace Magazin - Geht doch: Neu ist so Neunziger

Neu ist so Neunziger

Bislang hatten die Klimaproteste wenig Auswirkung auf den Konsum. Doch es gibt Anzeichen für ein Umdenken

Greenpeace Magazin - Geht doch: Wohnst Du noch oder recycelst Du schon?

Wohnst Du noch oder recycelst Du schon?

Ob Toilettenpapier oder Gartenstuhl – zu Hause gibt es immer mehr Recyceltes. Fehlt nur noch das Haus selbst
 

Greenpeace Magazin - Geht doch: Lass' das mal Mutter Natur machen

Lass' das mal Mutter Natur machen

Mensch, warum strebst du stets nach mehr? Um deinen Lebensraum zu erhalten, musst du lernen, die Füße hochzulegen