Reports / Meinungen / Interviews

Das neue Kaffeeklima: Vorsicht heiß!

Das neue Kaffeeklima: Vorsicht heiß!

Kaffee ist der Deutschen liebstes Getränk. Leider ist sein Anbau auch besonders stark durch die Klimaerwärmung gefährdet. Weltweit suchen Experten nun nach neuen Anbauregionen und robusteren Sorten – mit überraschenden Zwischenergebnissen.

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Mittwoch, 23. Januar 2019

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Deutsch-fran­zö­si­sche Freund­schaft kommt ohne CO2-Steuer aus, Nord- und Ostsee werden wärmer und Berliner Pa­pier­ti­ger

Liebe Leserinnen und Leser,

Menschen mögen Eier. Beweisstück eins: das Foto eines gewöhnlichen braunen Eis. Seit vergangener Woche ist es der bis dato erfolgreichste Instagram-Beitrag – mit mehr als 50 Millionen Likes. Vor dem Ei hielt ein amerikanischer Reality-Star den Rekord. Mehr dazu bei der New York Times. Beweis­stück zwei: neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Eiererzeugung. Demnach lieben die Deut­schen Eier nicht nur (2017 wurden 12,1 Milliarden Eier produziert) – sie legen auch immer mehr Wert auf eine ökologische Erzeugung. Womit wir quasi beim Eigelb der Sache wären. Die ökologische Haltung von Legehennen hat sich den Zahlen zufolge in den vergangenen zehn Jahren fast verdrei­facht. Mehr als jedes zehnte Ei ist heute ein Bio-Ei. Weiterführende Infos dazu gibt es bei ZDF-heute.

Damit entlassen wir Sie in den Mittwoch. Morgen sind wir mit aktuellen Ei(l)meldungen zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Neuer deutsch-französischer Freundschaftsvertrag ohne CO2-Steuer

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Im Aachener Vertrag, mit dem Frankreich und Deutschland ihre Freundschaft erneut besiegeln, bekennen sich die beiden Länder zum Klimaschutz – ein Politikfeld, das es noch nicht gab, als der Élysée-Vertrag vor 56 Jahren unterzeichnet wurde. Eine Passage fehlt allerdings: die zur CO2-Besteuerung. Dabei hatten die Parlamente der zwei Länder, der Bundestag und die französische Nationalversammlung im vergangenen Jahr die beiden Regierungen genau dazu aufgefordert: einen neuen Élysée-Vertrag zu unterzeichnen, in dem sie sich in Sachen Klimaschutz dazu verpflichten, „gemeinsame Initiativen insbesondere zum CO2-Preis vorzuschlagen“. Stattdessen bleibt das neue Klimaschutzbekenntnis nun schwammig. Umweltschützer beider Länder zeigen sich enttäuscht. Von einer „Minimallösung statt großer Visionen“ spricht Kai Niebert vom Dachverband Deutscher Naturschutzring. Über die Hintergründe berichtet klimareporter°.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Nord- und Ostsee werden wärmer

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Die Temperaturen in Nord- und Ostsee steigen – das berichtet das Bundesamt für See­schiff­fahrt und Hydrografie (BSH) in seiner Jahresbilanz. Das vergangene Jahr sei extrem gewe­sen, sagt der Vizepräsident der Behörde, Dr. Bernd Brügge. Die Oberflächentem­peratur der Nordsee habe im Sommer zwei Grad über dem langjährigen Mittel gelegen. Die Ost­see sei sogar 2,8 Grad wärmer gewesen. Und der Temperaturanstieg ist mittlerweile auch in tieferen Meeresschichten messbar. Das hat Folgen: „Man kann zum Beispiel feststellen, dass Kabeljau – das ist eine Kälte liebende Art, die in Bodennähe lebt in der Regel – dass die weiter nach Norden ausweicht, in kältere Regionen“, erklärt Brügge. Zu schaffen macht den Tieren in der Ostsee vor allem der niedrige Sauerstoffgehalt. Noch vor einigen Jahren strömte von Zeit zu Zeit sauerstoffreiches, besonders salziges Nordseewasser in die Ostsee. Dieser Zustrom bleibt immer öfter aus. An vielen Stellen können Fische wie der ohnehin unter Druck geratene Dorsch nicht mehr überleben. Mehr dazu beim Deutschlandfunk.

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Studie der Grünen: Großkonzerne in der EU weichen Steuern aus

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Wenn ein großes Unternehmen prüft, wo es sich in Europa am besten niederlassen soll, ist ein Faktor besonders ausschlaggebend: die Steuerlast. Die Höhe der Abgaben ist ziemlich leicht herauszufinden. Denn in jedem Land gibt es staatlich festgesetzte Steuersätze. Doch gelten diese auch tatsächlich? Die Grünen im Europäischen Parlament sind der Frage nachgegangen – über die Ergebnisse ihrer Studie berichtet die SZ. Das Fazit ist demnach eindeutig: In keinem Land der Europäischen Union, mit Ausnahme Bulgariens, stimmt der gesetzlich vorgeschriebene Steuersatz mit jenem überein, den multinationale Konzerne im Durchschnitt tatsächlich an den Fiskus abführen. Am stärksten ist diese Abweichung in Luxemburg. Sven Giegold, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im EU-Parlament, fordert deshalb mehr Transparenz. Die EU müsse den Bürgern vor der Europawahl zeigen, dass sie etwas Wirksames gegen dubiose Steuerpraktiken auf die Reihe bekomme.

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Klimaschutz wirkt sich positiv an der Börse aus

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Stärkere Anstrengungen beim Klimaschutz begünstigen einer Untersuchung zufolge die Aktienkurs­ent­wicklung von Unternehmen. Das zeigen Erkenntnisse der in London ansässigen Organisation CDP. So entwickelten sich die Aktien der im Auswahlindex STOXX Global Climate Leaders zusammenge­fass­ten Unternehmen im Zeitraum Dezember 2011 bis Juli 2018 um 5,4 Prozent besser als die im Ba­ro­meter STOXX Global 1800 aufgeführten Konzerne. CDP befragt Firmen zu deren Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel sowie gesondert zum Wasserverbrauch und zum Schutz der Wälder. Bestnoten im Kampf gegen den Klimawandel verteilte die Organisation etwa an Apple, L’Oréal, Mitsubishi Electric, Johnson & Johnson, Nestle, China Mobile und Microsoft. Die Meldung hat Reuters. Dass auch die Wirtschaft im Kampf gegen die Erderwärmung dringend gebraucht wird, zeigt eine weitere alarmierende Studie: Demnach hat sich der Eisverlust auf Grönland zwischen 2003 und 2013 vervierfacht. Spiegel Online berichtet.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Bundesregierung verbraucht 6.000 Tonnen Papier pro Jahr

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Faxen statt mailen, Ausdrucke statt elektronischer Akten: Der Weg zur Digitalisierung bei der Bun­des­re­gie­rung scheint noch weit. Sie verbraucht 148 Millionen Blatt Papier pro Jahr. Dabei hatte sich Berlin eigentlich schon im Jahr 2013 ein E-Government-Gesetz verordnet: Die gute alte Papier-Akte sollte durch die elektronische Akte abgelöst werden, die Bundesverwaltung flächen­deckend digitalisiert und vernetzt werden. Die Antwort auf eine Kleine Anfrage des FDP-Abgeord­ne­ten Roman Müller-Böhm zeigt nun aber: Regierung und Bundesbehörden sind weit entfernt vom nachhal­ti­gen, papierlosen Büro. Das gilt im Übrigen auch für Antworten der Regierung auf Kleine Anfragen des Parla­ments. Diese ließen sich eigentlich prima digital übermitteln, sagt Müller-Böhm – tatsächlich würden sie dem Bundestag aber in Papierform zugestellt und erst dann digitalisiert. Die ganze Geschichte gibt es bei der Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Ich, die Klimasau

In die USA fliegen, just for fun. Fleisch und Ananas essen, das von weither importiert wurde. Einen SUV fahren, weil die Wege in der Uckermark oft schlecht sind. Ja, das schadet dem Klima – aber ist die Erderwärmung für Deutschland denn so schlecht? Siehe letzter Sommer.

Wir betrügen uns beim Klima ständig selbst, findet Harald Martenstein im Tagesspiegel. Sich selbst nimmt er da nicht aus – im Gegenteil. Weil der Mensch eben sei, wie er sei, fruchteten da auch keine Moralappelle. Martenstein glaubt: Der Weg zu einem besseren, klimafreundlicheren Leben führt nur über Wissenschaft und Forschung.

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Reports / Meinungen / Interviews

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18.Jan 2019

Tierische Aha-Erlebnisse

Tierische Aha-Erlebnisse // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal geht es um Schein und Sein bei sehr großen und sehr kleinen Tieren.

Global Risk Report
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16.Jan 2019

„Schlaf­wan­delnd in die Ka­ta­stro­phe“

„Schlafwandelnd in die Katastrophe“

Der neueste Risikobericht des Weltwirtschaftsforums liest sich wie ein Horror-Thriller. Demnach geht es an verschiedenen Fronten für die Welt ums Überleben. Hoffnung macht die Organisation nicht.

100 Jahre Frauenwahlrecht
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17.Jan 2019

Der nächste Coup: Parität in den Par­la­men­ten

Der nächste Coup: Parität in den Parlamenten

Vor hundert Jahren durften Frauen in Deutschland das erste Mal wählen. Es war ein Meilenstein im Kampf um Gleichberechtigung. Zum Jahrestag fordern Verbände wie der Deutsche Frauenrat oder der Deutsche Juristinnenbund mehr: sie wollen die gleichberechtigte Teilhabe an der Macht.

Neues Verpackungsgesetz
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14.Jan 2019

Besser recyceln: Neues Ver­pa­ckungs­ge­setz bietet Anreize für Hersteller

Besser recyceln: Neues Verpackungsgesetz bietet Anreize für Hersteller

Seit Anfang des Jahres gilt ein neues Verpackungsgesetz, am Montag stellte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) die „Zentrale Stelle Verpackungsregister“ vor, die das Gesetz umsetzen soll. Doch nicht nur die Hersteller sind gefragt, auch die Konsumenten können einen Beitrag leisten.  

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.19 Frieden

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