Aktuell

widerstand / 04.Mai 2016

Vier Festnahmen im Mordfall Berta Cáceres

Die Ermordung der honduranischen Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres erschütterte die Weltöffentlichkeit. Nun hat die Regierung vier Verdächtige festgenommen. Cáceres protestierte zuletzt gegen ein Staudammprojekt, an dessen Bau die deutschen Firmen Siemens und Voith beteiligt sind.

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Do, 2016-05-05 12:18
Berlin/Seattle (dpa)

Gates-Stiftung: Malaria-Impfstoff könnte vielversprechend sein

Berlin/Seattle (dpa) - Die Bill & Melinda Gates Stiftung setzt große Hoffnungen auf den ersten Impfstoff gegen Malaria. Der Leiter des Impfprogramms der Stiftung, Orin Levine, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir sind sehr begeistert.» Allerdings müssten noch drei weitere Fragen geklärt werden. «Erstens, wie stark sind die Nebenwirkungen? Zweitens, kann es gelingen, den Impfstoff zu den Menschen zu bringen, die ihn besonders dringend benötigen? Drittens, ist die Wirksamkeit dort, wo Malaria besonders stark verbreitet ist, genauso effektiv wie in den klinischen Studien?»

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte im vergangenen Jahr das Mittel Mosquirix für den Schutz von besonders gefährdeten Kindern positiv bewertet - obwohl die Wirksamkeit begrenzt ist. Nach Angaben der Behörde überwiegen aber die Vorteile des Impfstoffs die Risiken. Eine mehrjährige Studie an Säuglingen und Kleinkindern in Afrika hatte ergeben, dass Mosquirix in einem Zeitraum von bis zu vier Jahren einen Impfschutz von 26 bis 36 Prozent bietet.

Do, 2016-05-05 12:53
Berlin/Seattle (dpa)

Gates-Stiftung setzt Hoffnungen auf Malaria-Impfstoff

Mehr als 200 Millionen Menschen haben sich im vergangenen Jahr mit Malaria angesteckt. Vor allem in Afrika sterben viele an der Krankheit. Kann ein Impfstoff in Zukunft helfen?

Berlin/Seattle (dpa) - Die Bill & Melinda Gates Stiftung setzt große Hoffnungen auf den ersten Impfstoff gegen Malaria. Der Leiter des Impfprogramms der Stiftung, Orin Levine, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir sind sehr begeistert.» Allerdings müssten noch drei Fragen geklärt werden. «Erstens, wie stark sind die Nebenwirkungen? Zweitens, kann es gelingen, den Impfstoff zu den Menschen zu bringen, die ihn besonders dringend benötigen? Drittens, ist die Wirksamkeit dort, wo Malaria besonders stark verbreitet ist, genauso effektiv wie in den klinischen Studien?»

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte im vergangenen Jahr das Mittel Mosquirix für den Schutz von besonders gefährdeten Kindern positiv bewertet - obwohl die Wirksamkeit begrenzt ist. Nach Angaben der Behörde überwiegen aber die Vorteile des Impfstoffs die Risiken. Eine mehrjährige Studie an Säuglingen und Kleinkindern in Afrika hatte ergeben, dass Mosquirix in einem Zeitraum von bis zu vier Jahren einen Impfschutz von 26 bis 36 Prozent bietet.

Der neue Impfstoff sollte nach Herstellerangaben Kindern vier Mal verabreicht werden. Experten, auch von der WHO, kritisieren dieses Schema als zu aufwendig für arme, abgelegene Regionen. In Studien soll der Impfstoff nun weiter getestet werden.

Weltweit lebt etwa jeder zweite Mensch in einem Malaria-Risikogebiet. Allein im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 214 Millionen neue Ansteckungen in 95 Ländern registriert. Die globale Sterberate ist laut WHO seit dem Jahr 2000 um 60 Prozent zurückgegangen. Im besonders stark von Malaria betroffenen Afrika sank sie sogar um 66 Prozent und bei den dortigen Kindern unter fünf Jahren um 71 Prozent. Möglich wurde das vor allem dank verstärkter Vorbeugemaßnahmen wie Moskitonetze und flächendeckende Sprühaktionen gegen Mücken, die Malaria übertragen.

Bei der von der Gates-Stiftung geförderten Forschung zur Verbesserung des Polio-Impfstoffs stehen nun praktische Fragen im Vordergrund. «Unser Ziel ist es, dass wir den gleichen Schutz, den wir heute mit drei Impfungen erreichen, künftig auch mit einer oder zwei Impfungen haben», sagte Levine. Dann stünden auch die Chancen für eine vollständige Ausrottung der Kinderlähmung besser.

Die Gates-Stiftung ist einer der größten Geldgeber der internationalen Impfallianz Gavi. Sie hat maßgeblich zum weltweiten Kampf gegen Kinderlähmung beigetragen. Die beiden einzigen Staaten, in denen im vergangenen Jahr Polio-Fälle registriert wurden, sind Pakistan und Afghanistan.

Do, 2016-05-05 12:24
München (dpa)

Die Demokratie-Kämpferin Hamm-Brücher wird 95 Von Michel Winde, dpa

Aus dem politischen Geschäft hat sich Hildegard Hamm-Brücher längst verabschiedet. Von ihrer liberalen Haltung jedoch nicht. Bald wird die einstige FDP-Politikerin 95. Ja, sie kennt einen politischen «Hoffnungsträger». Nein, er kommt nicht von den Liberalen.

München (dpa) - Nein, feiern möchte Hildegard Hamm-Brücher diesen Tag nicht. Die lange als «Grande Dame» der FDP gefeierte Liberale macht am kommenden Mittwoch (11. Mai) «Anti-Geburtstagsrummel-Urlaub», wie sie sagt. Ihren 95. Ehrentag verbringt sie nicht daheim.

Wenige Tage zuvor sitzt sie in ihrer Münchner Wohnung und nippt am Kaffee. Die Balkontür ist weit geöffnet, auf dem Tisch stehen Butterkekse. «Seit etwa einem Jahr kränkele ich, wie man das so nennt.» Zwei Oberschenkelhalsbrüche hat sie hinter sich, Gedächtnislücken und Gleichgewichtsstörungen plagen sie. Die Politik verfolgt sie dennoch. Und ihre Haltung hat sie nicht verloren.

So steht Hamm-Brücher der Islamkritik der rechtspopulistischen AfD ablehnend gegenüber. Und sie warnt: Für Tendenzen kurz vor «echtem Nazismus» bestehe in Deutschland großes Potenzial. Das Erbe des Nationalsozialismus sei nicht gebannt. «Im Grunde kann man fürchten, dass da eine ganze Menge nachgewachsen ist.»

Was dagegen hilft? «Junge Menschen müssen Demokratie erleben können. Das ist alles zu kurz gekommen.» Dazu müssten aktive Politiker mit gutem Beispiel vorangehen und dafür sorgen, dass die Erinnerung an Adolf Hitlers Terror-Herrschaft nicht schwinde.

Hamm-Brücher gehört einer Politikergeneration an, die es heute kaum mehr gibt. Geboren wurde sie 1921 in Essen, aufgewachsen ist sie in Berlin. Mit zehn Jahren verliert sie die Eltern, lebt bei der Oma in Dresden. Mit 15 erfährt die preußische Protestantin, dass sie nach den Rassegesetzen der Nazis «Halbjüdin» ist. Sie wechselt auf das Internat Schloss Salem am Bodensee, macht in Konstanz Abitur.

«Das kriegt man nicht mehr aus dem Kopf und aus dem Herzen, wie die Deutschen waren. Sie waren grässlich», sagt sie über die NS-Zeit. Der Kampf für Freiheit und Demokratie prägt ihr ganzes Leben.

1948 zieht die promovierte Chemikerin für die FDP in den Münchner Stadtrat ein. Über Jahrzehnte prägt sie die Politik der Liberalen, als Bundestagsabgeordnete und Staatsministerin im Auswärtigen Amt unter Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Doch die Krönung ihrer Laufbahn bleibt ihr versagt. Hamm-Brücher kandidiert 1994 für das Bundespräsidentenamt. Im dritten Wahlgang opfert ihre Partei sie dem Koalitionskalkül - Staatsoberhaupt wird Unionskandidat Roman Herzog.

Haltung zeigt Hamm-Brücher, als sich die FDP 1982 auf die Seite der Union schlägt, sodass Helmut Kohl (CDU) nach einem konstruktiven Misstrauensvotum Helmut Schmidt (SPD) als Kanzler ablösen kann. Sie gehört zu den FDP-Abgeordneten, die nicht mitmachen. Nach 50 Jahren in der FDP gibt sie 2002 ihr Parteibuch ab - wegen antiisraelischer Äußerungen des damaligen Parteivizes Jürgen Möllemann.

Die FDP im Frühjahr 2016 - ist das wieder ihre Partei? «Nein, das kann ich noch nicht sagen.» Zuerst müsse sich die Partei «ein bisschen bewähren». Zudem fehlten konkrete politische Vorschläge. Parteichef Christian Lindner kenne sie nicht persönlich, schätze ihn jedoch. Zwei Briefe habe er ihr geschrieben.

Mehr noch schätzt Hamm-Brücher aber einen, den sie «Hoffnungsträger» nennt: Winfried Kretschmann, den Grünen-Ministerpräsident von Baden-Württemberg, der bald eine grün-schwarze Koalition anführen wird. «Wenn der in ein paar Wochen die alten Streithammel zu einer Koalition zusammenkriegt, dann wird Baden-Württemberg vernünftig regiert, da bin ich mir sicher.»

Das alles erzählt die bald 95-Jährige ganz entspannt, das rechte Bein locker über dem linken. Ihre Lebensbilanz? «Mein Leben hatte nichts zu wünschen übrig.»

Do, 2016-05-05 12:47
Delhi (dpa)

Indiens Diesel-Kehrtwende sorgt für Proteste

Erst vor wenigen Jahren war Indien eines der dieselfreundlichsten Länder der Welt. Weit mehr als die Hälfte aller Neu-PKW waren Diesel. Doch in kürzester Zeit hat die Politik eine Kehrtwende vollzogen.

Neu Delhi (dpa) - Zwei Tage lang ging in dieser Woche auf einer der größten Zufahrtsstraßen in die indische Hauptstadt Neu Delhi so gut wie nichts mehr. Zehntausende Taxis verstopften die Verkehrsader in einer Protestaktion gegen den Obersten Gerichtshof des Landes. Der hatte verfügt, dass nur noch mit Gas betriebene Taxis für Fahrten innerhalb der Stadt zugelassen sind. Geschätzte 50 000 Dieseltaxis müssen ab sofort draußen bleiben.

Dies ist nur der jüngste Schritt in Indien, mit denen das einst so dieselfreundliche Land gegen den Treibstoff vorgeht. Noch im Jahr 2012 fuhren fast 60 Prozent aller neu zugelassenen Pkw mit einem Dieselmotor. Großzügige Subventionen für den Kraftstoff machten ihn für die Mehrzahl der indischen Autofahrer zur günstigeren Alternative. Doch in nur wenigen Jahren hat sich der Wind gedreht. In dem Land, das laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die meisten Städte mit der größten Luftverschmutzung der Welt hat, haben Politik und Gerichte Diesel schon Jahre vor dem Abgas-Skandal in den USA als einen der Übeltäter ausgemacht.

Im März 2016 hatten nach Angaben des indischen Automobilverbands SIAM noch knapp 40 Prozent der neu zugelassenen PKW einen Dieselmotor. Noch deutlicher wird der Rückgang, wenn man die Geländewagen und Kleinlaster aus der Statistik ausklammert, für die es keine Benzinvariante gibt. Wenn sie die Wahl haben, entscheiden sich inzwischen zwei von drei Pkw-Käufern in Indien für einen Benzinmotor.

Auch der Preisvorteil wird kleiner. Schon lange vor dem Abgas-Skandal in den USA hat die indische Regierung begonnen, Schritt für Schritt die Subventionen für Diesel zu senken. Im Jahr 2012 kostete ein Liter rund 34 Cent weniger als Benzin, heute noch gut 20.

Auf der anderen Seite stehen die Autobauer. Toyota hat für den Juni die Einweihung einer 130-Millionen-Euro-Einheit für Dieselmotoren angekündigt. Doch ausgerechnet das in Indien sehr beliebte Modell Innova ist von einem Zulassungsstopp für Dieselmotoren mit mehr als zwei Liter Hubraum in der Hauptstadt betroffen.

Die deutschen Anbieter halten sich mit Prognosen noch zurück. «Wir sehen eine gewisse Verunsicherung der Kunden im lokalen Markt der Hauptstadt», sagt Audi-Sprecher Moritz Drechsel. Ansonsten entwickle sich der Dieselverkauf stabil. SIAM-Generaldirektor Vishnu Mathur sieht das kritischer: «Wenn die Hauptstadt weiter große Dieselmotoren diskriminiert, wird das auch im Rest des Landes die Stimmung beeinflussen.»

In der kommenden Woche steht eine weitere Sitzung des Obersten Gerichtshofs an. Dann entscheidet sich, ob der Zulassungsstopp in der Hauptstadt noch einmal verlängert wird.

Do, 2016-05-05 11:41
Eriwan (dpa)

Armenien will mögliche Unabhängigkeit Berg-Karabachs diskutieren

Eriwan (dpa) - Trotz Warnungen aus dem Nachbarland Aserbaidschan will das Parlament von Armenien über die mögliche Anerkennung einer Unabhängigkeit der umkämpften Südkaukasusregion Berg-Karabach diskutieren. Die Regierung in Eriwan habe die Initiative am Donnerstag an das Parlament weitergeleitet, meldete die Agentur Tass. Die Debatte ist für kommenden Dienstag geplant. Aserbaidschan, zu dem Berg-Karabach völkerrechtlich gehört, droht mit schwerwiegenden Konsequenzen.

Berg-Karabach hat sich in einem Krieg in den 1990er Jahren für unabhängig erklärt. Die Region wird überwiegend von Armeniern bewohnt und von der Führung in Eriwan unterstützt. Anfang April hatte es bei einer Gewalteskalation mehr als 120 Tote gegeben.

Die internationale Gemeinschaft, darunter auch Armeniens Schutzmacht Russland und der gegenwärtige OSZE-Vorsitzende Deutschland, bemüht sich seit Jahren um Frieden im Südkaukasus. «Sollte die Region Berg-Karabach offiziell von Armenien anerkannt werden, wird der armenische Präsident Sersch Sargsjan der erste sein, der dies verkünden wird», sagte der Sprecher des Staatschefs.

Russland hat rund 5000 Soldaten in der Ex-Sowjetrepublik Armenien stationiert. Aserbaidschan ist enger Partner des Nato-Mitglieds Türkei, kauft aber auch Waffen in Russland - was Eriwan kritisiert.

Do, 2016-05-05 11:42
Sydney (dpa)

Australische Notenbank: Philip Lowe wird im September neuer Chef

Sydney (dpa) - Die australische Notenbank bekommt im September einen neuen Chef. Philip Lowe werde den bisherigen Gouverneur Glenn Stevens nachfolgen, teilte die Notenbank am Donnerstag in Sydney mit. Die Ernennung war erwartet worden. Die Amtszeit dauert sieben Jahre. Lowe war bisher der Stellvertreter von Stevens.

Lowe übernimmt die Bank in schwierigen Umständen. So hat die Notenbank erst am Dienstag den Leitzins im Kampf gegen eine drohende Deflation überraschend gesenkt. Mit 1,75 Prozent liegt er jetzt auf einem Rekordtiefstand. Das Wachstum der weltweit zwölftgrößten Volkswirtschaft leidet zudem unter den gefallenen Rohstoffpreisen.

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Do, 2016-05-05 11:21
Damaskus (dpa)

Palmyra: Unesco-Weltkulturerbe in der syrischen Wüste

Damaskus (dpa) - Die Oasenstadt Palmyra in der zentralsyrischen Wüste war eines der herausragenden Zentren im Altertum. Die Unesco - die Kulturorganisation der Vereinten Nationen - erklärte die Ruinen der ehemaligen Handelsmetropole der legendären Königin Zenobia im Jahr 1980 zum Weltkulturerbe.

Durch ihre Lage an einer der wichtigsten Handelsrouten zwischen dem Römischen Reich, Persien, Indien und China gewann Palmyra in den ersten Jahrhunderten nach Christus stetig an Bedeutung. Nach ihrer Blütezeit wurde die Stadt im Jahr 272 von den Römern zerstört.

Nachdem die Terrormiliz IS die Stadt im Mai 2015 von der syrischen Armee erobert hatte, sprengten die Dschihadisten viele Monumente des vor dem syrischen Bürgerkrieg beliebten Touristenziels, das als einer der bedeutendsten Komplexe antiker Bauten im Nahen Osten gilt.

Zu den zerstörten Bauten gehören der rund 2000 Jahre alte Baal-Tempel, der Baal-Schamin-Tempel sowie mehrere einzigartige Turmgräber, der Triumphbogen und ein Teil der berühmten Säulenstraße. Laut Unesco wurden «die meisten Statuen und Sarkophage verunstaltet» oder zerschlagen, doch blieb die historische Stätte «zum größten Teil in ihrer Einheit und in ihrem ursprünglichen Charakter erhalten».

Die Zerstörung der Kulturdenkmäler ging einher mit der Ermordung vieler Menschen wie des Archäologen Khaled Asaad, der die Erforschung und Erhaltung Palmyras mehr als 40 Jahre lang geleitet hatte.

Neben den Ruinen liegt eine gleichnamige moderne Stadt. Der Ort befindet sich nordöstlich von Damaskus.

Do, 2016-05-05 11:14
Moskau (dpa)

Russland feiert Befreiung von Palmyra mit Konzert

Moskau (dpa) - Mit einem Sinfoniekonzert in Palmyra will Syriens Partner Russland die Befreiung der historischen Oasenstadt aus der Hand der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor sechs Wochen feiern. Der Dirigent Valery Gergiev werde mit dem Orchester des St. Petersburger Mariinski-Theaters am (heutigen) Donnerstag gegen 16.00 Uhr MESZ am Amphitheater des Unesco-Weltkulturerbes auftreten, meldeten russische Agenturen. Das Konzert trage den Titel «Ein Gebet für Palmyra».

Gergiev ist seit 2015 Chefdirigent der Münchner Philharmoniker und gilt als Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die syrische Armee hatte die sunnitische Terrormiliz IS Ende März aus Palmyra vertrieben.

Do, 2016-05-05 11:12
Berlin (dpa)

Cannabis auf Rezept - Gröhes Gesetz nach langen Debatten auf dem Weg

Nach jahrelangen Diskussionen soll der Weg für Cannabis auf Rezept für Schmerzpatienten generell frei werden. Die Reaktionen sind positiv - nicht allen geht der Schritt aber weit genug.

Berlin (dpa) - Schmerzpatienten sollen künftig Cannabis auf Rezept in der Apotheke bekommen können. Nach jahrelangen Diskussionen brachte das Bundeskabinett am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf den Weg. «Wir wollen, dass für Schwerkranke die Kosten für Cannabis als Medizin von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann», sagte der CDU-Politiker in Berlin.

Eine generelle Cannabisfreigabe lehnt die Regierung ab. Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) sagte: «Cannabis ist keine harmlose Substanz. Daher darf es auch keine Legalisierung zum reinen Privatvergnügen geben.»

Patienten ohne therapeutische Alternative sollen getrocknete Cannabisblüten und -extrakte erhalten. Dafür soll der Anbau möglich gemacht werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte soll als staatliche Cannabisagentur fungieren. Diese soll das medizinische Cannabis laut Gesetzentwurf an Hersteller von Cannabis-Arzneimitteln, Großhändler oder Apotheken weiterverkaufen. Bis es den geplanten staatlich kontrollierten Anbau in Deutschland gibt, soll die Versorgung mit Importen gedeckt werden.

Bislang haben rund 650 Patienten eine Ausnahmeerlaubnis für Cannabisblüten und -extrakte aus der Apotheke. Die Erstattung, die nun generell möglich werden soll, soll aber an wissenschaftliche Begleitstudien geknüpft werden.

Der Zeitung «Die Welt» sagte Gröhe, es sei wahrscheinlich, dass das Gesetz spätestens im Frühjahr 2017 in Kraft treten könne.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft begrüßte das Vorhaben. Cannabinoide könnten für ausgewählte Patienten hilfreich sein, allerdings wirkten sie in vielen Fällen nur sehr schwach schmerzlindernd. «Bemerkenswert ist, dass in Einzelfällen speziell ausgewählte Patienten, bei denen die gebräuchlichen Schmerzmittel versagen, von der Anwendung der Cannabinoide sehr stark profitieren», so der Präsident der Schmerzgesellschaft, Michael Schäfer. Dies betreffe etwa Patienten mit multipler Sklerose, Querschnittslähmung oder Nervenverletzung. Auch Aids- oder Krebspatienten bekommen entsprechende Produkte.

Die Grünen warfen der Regierung vor, das Thema weiter mit Scheuklappen anzugehen. «Die Vorschläge von Gesundheitsminister Gröhe verbessern die Behandlungssituation von Betroffenen nur minimal», kritisierten die Abgeordneten Katja Dörner und Harald Terpe. Denn cannabishaltige Medikamente solle es nur geben, wenn die Betroffenen andere Behandlungsformen erfolglos ausprobiert haben und sich für die Forschung zur Verfügung stellen. Der Linken-Drogenpolitiker Frank Tempel sagte, er sehe dieses «Eigenanbauverhinderungsgesetz» mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) begrüßte den Gesetzentwurf, betonte aber: «Die missbräuchliche Verwendung von Cannabis-Arzneimitteln muss weiterhin ausgeschlossen werden.»

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte: «Stimmt das Parlament zu, endet für hunderte Betroffene der Spießrutenlauf durch die Bürokratie. Damit wird die illegale private Hanfplantage für Kranke endlich Vergangenheit.»

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Do, 2016-05-05 11:31
Damaskus (dpa)

Mindestens zehn Tote bei Doppelanschlag in Zentralsyrien

Damaskus (dpa) - Bei einem Doppelanschlag auf eine von der Regierung beherrschte Stadt in Mittelsyrien sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Bei der Explosion zweier Bomben in Muharram Fukani seien zudem mehr als 40 Menschen verletzt worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, zwei Selbstmordattentäter hätten sich mit einem Auto und einem Motorrad in die Luft gesprengt.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die Stadt liegt jedoch unweit des syrischen Gebietes, das von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beherrscht wird. Die Extremisten haben bereits mehrfach Attentate in dem Bürgerkriegsland verübt.

Östlich von Muharram Fukani hatte der IS zuvor nach drei Tagen heftiger Kämpfe das wichtige Gasfeld Al-Schair eingenommen, wie die Menschenrechtler weiter erklärten. Die Terrormiliz hatte dieses Gebiet bereits im Sommer 2014 kurzfristig unter Kontrolle, wurde jedoch von Kräften des Regimes wieder zurückgedrängt.

Do, 2016-05-05 11:14
Luxemburg (dpa)

EuGH bestätigt Gruselfotos und Aus für Menthol-Zigaretten

Dürfen Mentholzigaretten verboten werden? Sind strengere Werbeauflagen für E-Zigaretten zulässig? Dazu hat der Europäische Gerichtshof eindeutige Entscheidungen getroffen.

Luxemburg (dpa) - Schockfotos und Warnhinweise auf der Zigarettenschachtel sind laut Europäischem Gerichtshof (EuGH) rechtens. Die Richter lehnten am Mittwoch in Luxemburg mehrere Klagen gegen die EU-Tabakrichtlinie ab. Sowohl das geplante Verbot von Mentholzigaretten als etwa auch Auflagen für elektronische Zigaretten seien rechtmäßig, urteilten sie (Rechtssachen C-358/14, C-477/14, C-547/14).

Neben Polen hatten mehrere Tabakunternehmen gegen strengere Vorschriften für Tabakprodukte geklagt. Es ging dabei unter anderem um das künftige Verbot von Aromen in Zigaretten, Werbebeschränkungen für elektronische Zigaretten und die Umsetzung der 2014 ausgehandelten EU-Richtlinie in britisches Recht.

Das oberste Gericht der EU bestätigte in seinen Urteilen, dass die geplante Regelung zulässig sei, Aromen, die den Tabakgeschmack überdeckten, vom Markt verschwinden zu lassen. Die Richter wiesen darauf hin, dass Produkte wie Mentholzigaretten mit «angenehmem Aroma» das Rauchen gerade für Einsteiger attraktiver machen sollten. Die EU-Gesetzgeber seien daher befugt gewesen, zur Eindämmung des Tabakkonsums diese Produkte zu verbieten.

Vom Verbot betroffen sind Aromastoffe oder technische Merkmale, die Geruch, Geschmack oder Rauchintensität überdecken oder verändern. Damit sollen die Zahl der Raucher verringert und vor allem die Gesundheit junger Menschen besser geschützt werden.

Bei den beschlossenen Schockbildern und Warnhinweisen auf Zigarettenschachtel habe der Gesetzgeber zudem «nicht die Grenzen dessen überschritten, was geeignet und erforderlich» sei. Die Fotos und Hinweise müssen künftig zwei Drittel der Verpackung bedecken.

Der EuGH erklärte auch Sonderregeln für elektronische Zigaretten für rechtens. So sollen in Zukunft für E-Zigaretten weitgehend die gleichen Werbebeschränkungen gelten wie für andere Tabakerzeugnisse.

Die EU-Richtlinie muss bis zum 20. Mai in nationales Recht umgesetzt werden. Allerdings gibt es eine längere Übergangsphase, damit Hersteller und Händler ihre Bestände verkaufen können. Für sämtliche Produkte mit einem höheren Marktanteil als drei Prozent beträgt die Auslaufphase vier Jahre. Mentholzigaretten können so praktisch noch bis Mai 2020 erworben werden. Nach Schätzungen sterben jedes Jahr in der EU 700 000 Menschen an den Folgen des Rauchens.

Do, 2016-05-05 11:43
Delhi (dpa)

Apple darf keine überholten iPhones in Indien verkaufen

Neu Delhi (dpa) - Die indische Regierung hat Plänen von Apple einen Riegel vorgeschoben, generalüberholte iPhones auf dem Subkontinent gebraucht zu verkaufen. Das so genannte Refurbishing von Elektronikartikeln widerspreche den Richtlinien des Ministeriums für Telekommunikation. «Wir sind grundsätzlich gegen das Recyceln von gebrauchten Telefonen für den indischen Markt», sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Apple verkauft in Indien zwar mehr als 40 Prozent aller Smartphones im Preissegment über 300 US-Dollar, im Gesamtmarkt ist aber noch nicht einmal jedes 20. Mobiltelefon ein iPhone. Durch den Verkauf von wieder fit gemachten gebrauchten Geräten will Apple in das extrem populäre Niedrigpreissegment in Indien eindringen, ohne die Preise für seine neuesten Geräte senken zu müssen.

Erst vergangene Woche hatte Firmenchef Tim Cook betont, wie wichtig Indien als Mobilfunk-Markt sei: «Ich sehe Indien da, wo China vor sieben bis zehn Jahren stand. Ich glaube, dort liegen sehr große Chancen.»

Im vergangenen Jahr hatte das indische Umweltministerium einem ähnlichen Antrag von Apple abgelehnt. Durch den Import der gebrauchten Geräte entstehe zu viel Elektroschrott. Beobachter gehen aber davon aus, dass die indische Regierung mit dem Verbot auch das Segment von staatlich geförderten Billig-Smartphones «Made in India» schützen will.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Do, 2016-05-05 11:44
Alto (dpa)

Tesla-Chef schläft in der Fabrik Von Andrej Sokolow, dpa

Das Bild muss man sich einmal vor Augen halten: Tesla-Chef Elon Musk döst im Schlafsack in der Fabrik, um der Produktionslinie näher zu sein. Der Einsatz des Milliardärs zeigt, wie schwer es wird, auf einmal hunderttausende Teslas zu bauen.

Palo Alto (dpa) - Tesla-Chef Elon Musk zieht selbst in die Fabrik, um den bisher größten Produktions-Schub des Elektroauto-Spezialisten zu überwachen. «Mein Schreibtisch steht am Ende der Fertigungslinie. Ich habe einen Schlafsack in einem Konferenzraum daneben, den ich recht häufig nutze», erzählte der Milliardär Branchenanalysten nach Vorlage aktueller Zahlen am späten Mittwoch.

Mit diesen Worten wollte Musk vor allem unterstreichen, wie weit jeder bei Tesla gehen würde, um den auf 2018 vorgezogenen Sprung auf 500 000 Autos pro Jahr zu schaffen. Zugleich illustrierte er damit aber auch, wie weit der Weg für Tesla noch ist.

Nicht nur, dass die Firma aus dem Silicon Valley im vergangenen Jahr erst etwas über 50 000 Fahrzeuge auslieferte. Die Produktion des um mehr als ein Jahr verzögerten SUV Model X lief bis zuletzt auch nach Monaten noch holprig. «Diesen Freitag um 3.00 Uhr morgens haben wir unsere erste makellose Produktion des Model X geschafft, bei dem wir ohne Probleme durch den ganzen Fertigungsprozess gekommen sind», sagte Musk. «Das war ein großartiger Meilenstein», fügte er hinzu - und in seiner Stimme schien Selbstironie durchzuklingen.

Die Elektroautos von Tesla haben die Branche aufgemischt, die rund 400 000 Vorbestellungen bei dem für Ende 2017 angekündigten günstigeren Wagen Model 3 binnen weniger Wochen sind ein Zeichen für das Interesse der Verbraucher. Doch jetzt steht Tesla vor ihrer größten Herausforderung: Der fehlerfreien Massenproduktion.

Das Ziel von 500 000 Fahrzeugen pro Jahr zog Musk nun kurzerhand von 2020 auf 2018 vor. Wer jetzt ein Fahrzeug des Model 3 bestelle, sollte es 2018 bekommen, versprach er. In vier Jahren könne Tesla bereits auf die Kapazität von einer Million Autos kommen.

Dabei darf sich Tesla dann aber auch nicht die Qualitätsprobleme erlauben, über die zuletzt einige Neubesitzer des Model X klagten. Bei manchen gingen die markanten Flügeltüren nicht mehr auf, andere kritisierten die Verarbeitung. Und das sind Leute, die schmerzfrei über 100 000 Dollar hinblätterten und bereit waren, jahrelang zu warten. Die Toleranzschwelle der Model-3-Käufer dürfte da eine andere sein, vom größeren Ausmaß einer Rückrufaktion ganz zu schweigen. Musk ist das bewusst: «Wir sind versessen darauf, der beste Hersteller der Welt zu werden», betonte er.

Helfen soll auch, dass beim Model 3 auf unnötigen technischen Schnickschnack, der die Produktion komplizierter und anfälliger für Fehler mache, verzichtet worden sei. Eine Fliege könne man mit einer Atombombe, einer Maschinenpistole oder einer Fliegenklatsche töten, erklärte der für markante Worte bekannte Tesla-Chef als Vergleich. Die Botschaft: Beim Model 3 will Tesla nach den teuren Flügeltür-Experimenten auf dem Boden bleiben.

Zugleich sind die grundsätzlichen Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der Elektrofahrzeuge nicht ausgeräumt. «Wo sind Elektroautos erfolgreich? In den Märkten, in denen es staatliche Eingriffe gibt», sagt etwa der Branchenexperte Axel Schmidt von der Unternehmensberatung Accenture. Die Kosten pro gefahrenen Kilometer inklusive Anschaffung, Wartung und Strom bzw. Sprit seien beim Elektrofahrzeug höher als beim Verbrennungsmotor - «und dann gehört angesichts der praktischen Einschränkungen im Alltag sehr viel Idealismus dazu, wenn Sie auf ein solches Fahrzeug umsteigen». Erst wenn es in einigen Jahren die erwarteten Fortschritte bei Batterie-Technologien gäbe, «dann ist das ein anderes Spiel».

In einigen Märkten wie Norwegen profitierte Tesla von staatlicher Förderung Elektrofahrzeuge. In Deutschland sind aber die beiden aktuellen Modelle des Konzerns wegen ihres Preises von der geplanten Kaufprämie von 4000 Euro ausgeschlossen. Es gibt eine Obergrenze von 60 000 Euro - und bei Tesla kostet die günstigste Version des Model S gut 88 000 Euro. Tesla kritisiert die Schwelle als willkürlich und verweist nebenbei darauf, dass die Vorschläge zusammen mit den Chefs der deutschen Konkurrenten entworfen worden seien.

Do, 2016-05-05 11:15
Luxemburg (dpa)

Die EU-Tabakrichtlinie

Luxemburg (dpa) - Mit der Richtlinie für Tabakprodukte will die EU die Raucherquote von Jugendlichen senken. Auch sollen «Fälle der vorzeitigen Sterblichkeit» verringert werden. Nach der 2014 mühsam ausgehandelte Richtlinie müssen zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigarettenschachteln und Drehtabakverpackungen für Schockbilder und aufklärende Warnhinweise reserviert sein. Zudem müssen Aromen vom Markt verschwinden, die Geruch, Geschmack oder Rauchintensität überdecken oder verändern. Die Stoffe stehen im Verdacht, den Einstieg in den Tabakkonsum zu erleichtern. Für Mentholzigaretten gilt eine Übergangsfrist. Kleine Verpackungsgrößen sind für bestimmte Tabakwaren verboten, auch «irreführende Elemente auf Verpackungen». Nach dem Bundestag billigte im März 2016 auch der Bundesrat das Gesetz zur Umsetzung der EU-Tabakrichtlinie in Deutschland.

Do, 2016-05-05 10:41
Athen (dpa)

Idomeni: Hilfsorganisationen sollen bei der Leerung des Lagers helfen

Athen (dpa) - Die griechische Regierung hat die Hilfsorganisationen im improvisierten Flüchtlingslager von Idomeni aufgerufen, bei der Leerung des Lagers bis Ende Mai zu helfen. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die 10 000 Flüchtlinge freiwillig aus dem Lager an der Grenze zu Mazedonien in staatlich organisierte Lager zögen. Wenn Idomeni nicht gewaltsam geräumt werden solle, müssten auch die Hilfsorganisationen zur Umsiedlung aufrufen, erklärte der griechische Minister für Migration, Ioannis Mouzalas, der Athener Tageszeitung «Kathimerini» vom Donnerstag zufolge.

Seit fast sieben Wochen halten Flüchtlinge bei Idomenie den für die griechische Wirtschaft wichtigen Bahnübergang nach Mazedonien besetzt. Bewohner des Dorfes beschweren sich zunehmend über die Probleme, die durch das improvisierte Flüchtlingslager entstünden.

Dem Bericht zufolge erwartet Mouzalas, dass 40 000 Flüchtlinge und Migranten für einen längeren Zeitraum in Griechenland bleiben werden. Wegen der Schließung der mazedonischen Grenze stecken mehr als 54 000 Menschen im Land fest. Die meisten wollen weiter nach Mittel- und Nordeuropa, viele geben Deutschland als Ziel an.

Nach der Schließung der Balkanroute und dem am 20. März inkraft getretenen EU-Abkommen mit der Türkei über eine Rücknahme illegaler Einwanderer ist der Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland abgeebbt. Binnen 24 Stunden kamen bis Donnerstagmorgen nur 87 Migranten an. Das teilte der Stab für die Flüchtlingskrise in Athen mit. Am Vortag waren es 55 gewesen.

Im April waren insgesamt 3469 Menschen angekommen. Bislang sind knapp 400 Menschen in die Türkei zurückgeschickt worden.

Do, 2016-05-05 10:32
Latakia (dpa)

Russland steuert Syrien-Einsatz von Luftwaffenbasis Hamaimim Von Friedemann Kohler, dpa

Russland öffnet seinen Stützpunkt in Syrien für die Presse. Ein klares Signal: Moskau redet im Krieg wie im Frieden das entscheidende Wort.

Latakia (dpa) - Den Tag des Sieges feiert die russische Armee auch fern der Heimat in Syrien. Wenige Tage vor dem Weltkriegsgedenken am 9. Mai stehen russische Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Hamaimim in Reih und Glied. Sie üben das Paradieren vor ihrem Kommandeur und das hallende dreifache «Hurra!». Mit den Russen in ihren rötlichen Wüstenuniformen marschiert eine Abordnung der syrischen Armee, um die Waffenbrüderschaft zu unterstreichen.

Die Luftwaffenbasis nahe der Provinzhauptstadt Latakia am Mittelmeer ist Dreh- und Angelpunkt für Russlands militärisches Eingreifen in dem nahöstlichen Bürgerkriegsland. Seit September 2015 kämpft Moskau an der Seite des bedrängten syrischen Machthabers Baschar al-Assad und hat das Kräfteverhältnis wieder zu dessen Gunsten verschoben.

Auch während ein Teil der Garnison für die Weltkriegsparade übt, starten russische Kampfjets zu Angriffen auf Ziele in Syrien. Vieles auf dem Stützpunkt Hamaimim wirkt provisorisch. Trotzdem ist spürbar, dass Moskau sich auf eine längere Präsenz einstellt; es wird gebaut.

Generalmajor Igor Konoschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, führt den Stützpunkt stolz der internationalen Presse vor. Es wird in Hamaimim viel gezeigt, aber nicht alles. Die Soldaten bleiben wortkarg. Wer in die Gassen zwischen den Wohncontainern abzubiegen versucht, den stoppt ein Militärpolizist im roten Barrett.

Zu sehen ist aber, dass in jedem Container vier Betten stehen und ein kleiner Spind; Licht kommt durch ein kleines Fenster. Offen vorgeführt wird die militärische Schlagkraft der russischen Luftwaffe in Syrien. Trotz eines Teilabzugs im Februar sind immer noch viele Flugzeuge in Hamaimim stationiert. Die bulligen Bomber Suchoi Su-24 (Nato-Code: Fencer) bringen beim Starten fast die Trommelfelle der Zuschauer zum Platzen. Auch das Erdkampfflugzeug Su-25 und die neuen Jagdflugzeuge Su-34 und Su-35 sind im Einsatz.

Bevor die Jets abheben, spähen Kampfhubschrauber nach möglichen Angreifern im Umfeld. Eine hochmoderne russische Flugabwehr S-400 sichert die Basis nicht gegen die syrischen Rebellen, die eh keine Flugzeuge haben, sondern gegen die USA und ihre Verbündeten.

Die umstrittenen russischen Luftangriffe gehen trotz der Waffenruhe weiter, denn diese gilt nicht für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Brisant ist militärische Lage dieser Tage in der nordsyrischen Großstadt Aleppo. Auch gilt jetzt eine neue Feuerpause. Doch Konaschenkow ist skeptisch, ob sich die Al-Nusra-Front daran halten wird. In seiner Sicht auf den Krieg bleibt er der russischen Linie treu. «Es hängt alles davon ab, dass niemand mehr die internationalen Terroristen unterstützt», sagt er.

Der Stolz des Generals in Hamaimim ist das Zentrum für Versöhnung, untergebracht ebenfalls in einem Container. Von dort aus überwachen russische Offiziere die Einhaltung der Waffenruhe. Sie sind in ständigem Kontakt mit einem ähnlichen Zentrum der US-Streitkräfte in der jordanischen Hauptstadt Ammann.

Doch die Russen versuchen sich auch im Mikromanagement des Waffenstillstands. «Wir arbeiten mit den Bürgern auf verschiedenen Kanälen», erläutert der Kommandeur des Zentrums, Generalleutnant Sergej Kuralenko. «Im Zentrum gehen tägliche Dutzende Anfragen syrischer Bürger ein.»

Die Russen nehmen die Absichtserklärungen von Rebellengruppen entgegen, die Waffen niederzulegen. Oder ihre mobilen Teams handeln Waffenstillstände für einzelne Orte aus. Mehr als 90 gibt es nach Konaschenkows Angaben bereits. Die üblicherweise gut informierte oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hält diese große Zahl von lokalen Waffenstillständen allerdings für übertrieben.

In vielen Fällen bedeutet ein Waffenstillstand, dass die Dörfer unter die Kontrolle der Regierung zurückkehren. Auch damit stärkt Russland Präsident Assad weiter, dessen Führung bei den Friedensgesprächen in Genf nicht zu Zugeständnissen bereit ist.

Do, 2016-05-05 10:42
Kitzingen (dpa)

Huhn beim Friseur: Kurioser Polizeieinsatz in Kitzingen

Tierische Aufregung in Unterfranken: Ein Huhn habe den Betrieb eines Friseurgeschäfts in Kitzingen lahmgelegt, meldet die Polizei. Die Salonchefin sieht das aber ganz anders. War das Tier halb so wild?

Kitzingen (dpa) - Ein aufgebrachtes Huhn vor einem Friseurladen hat im bayerischen Kitzingen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie eine Türsteherin habe sich das Tier vor der Tür des Salons in Stellung gebracht, teilten die Beamten am Mittwoch mit. Kein Kunde habe sich mehr heraus oder herein getraut. Mit Brotkrumen hätten die Beamten die Henne schließlich angelockt und in Gewahrsam genommen.

Nach Ansicht der Friseurinnen lachen über diese Version allerdings die Hühner. «So'n Schmarrn, wer hat denn heut' noch Angst vor 'nem Huhn», wird die Inhaberin Astrid Lalomia vom Bayerischen Rundfunk zitiert. Vielmehr hätten sie und ihre Mitarbeiter das Huhn sogar selbst gefüttert, damit es nicht vor ein Auto flattere, erklärte Lalomia. Aus diesem Grund habe man auch die Polizei gerufen.

Einig sind sich Polizei und Friseursalon über den weiteren Verlauf des Einsatzes: Da der Besitzer des Huhns zunächst unbekannt war, gab die Polizei das Tier in die Obhut eines Nachbarn. Die Stadt Kitzingen als zuständige Behörde prüft num, wie sie mit dem Huhn weiter umgeht. Da herrenlose Tiere als Fundsachen gelten, würde das Huhn üblicherweise sechs Monate aufbewahrt und im Anschluss versteigert.

Der zuständige Beamte der Stadt bezweifelte aber, dass dieses Vorgehen bei einem lebenden Tier genauso angewandt werden kann. Es sei ein besonderer Fall: «Ich hatte noch kein Huhn», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Do, 2016-05-05 10:58
Singapur (dpa)

Ölpreise steigen deutlich - Waldbrände in Kanada

Singapur (dpa) - Die Ölpreise haben am Donnerstag deutlich zugelegt. Händler verwiesen auf die Waldbrände in Kanada, die auch die dortige Ölsand- Produktion beeinträchtigten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kletterte im asiatischen Handel um 65 Cent auf 45,27 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg um 86 Cent auf 44,64 Dollar.

Ein folgenschwerer Waldbrand in der kanadischen Provinz Alberta hat rund 90 000 Menschen in die Flucht geschlagen. Das Gebiet rund um Fort McMurray ist für den Abbau von Ölsand bekannt. Ölkonzerne wie Shell sollen wegen des Feuers nun bereits laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ihre Produktion in der Region heruntergefahren haben.

Am Mittwoch waren die Ölpreise nach zwischenzeitlich deutlichen Kursgewinnen am späten Nachmittag ins Minus gedreht. Belastet wurden die Ölpreise durch stärker als erwartet gestiegene US-Rohöllagerbestände.

Do, 2016-05-05 10:30
London (dpa)

Studie: 167 000 Menschen starben 2015 durch bewaffnete Konflikte

London (dpa) - Durch bewaffnete Konflikte sind im vergangenen Jahr nach einer Studie 167 000 Menschen weltweit ums Leben gekommen. 80 Prozent der Todesopfer seien in sechs großen Konflikten gestorben, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Londoner Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) - in Syrien, Mittelamerika, Mexiko, Afghanistan, Nigeria und dem Irak.

Knapp ein Drittel starb in Syrien, wie aus der Studie hervorgeht. Die Zahl der Toten in dem Land bezifferte das Institut auf 55 000. Mehr als ein Fünftel der weltweiten Todesfälle waren Konflikten in Mexiko oder Mittelamerika geschuldet.

In Afrika südlich der Sahara verloren trotz des Kampfes gegen die Terrororganisation Boko Haram in Nigeria weniger Menschen ihr Leben durch Konflikte. Währenddessen stieg die Zahl in Afghanistan dramatisch an - von 3500 Toten 2013 auf 15 000 im vergangenen Jahr.

Regierungen hätten es 2015 etwa im Irak, in Syrien, Somalia oder dem Jemen geschafft, Gebiete von Rebellen zurückzuerobern. «Oft wurde das mit Hilfe von ausländischen Alliierten erreicht», sagte IISS-Chef John Chipman laut einer Mitteilung.

Do, 2016-05-05 10:49
York (dpa)

Ballett am Himmel: US-Künstler bittet 2000 Tauben zu Tanz der Lüfte Von Johannes Schmitt-Tegge, dpa

Städteplage, Krankheitsträger, Ungeziefer? Vielerorts sind Tauben verhasst, doch in New York genießen die grauweißen Vögel einen besseren Ruf. Ein Künstler lässt sie dort mit LEDs aufsteigen und verwandelt die «fliegenden Ratten» zu leuchtenden Tänzern am Himmel.

New York (dpa) - Vielleicht fing die ganze Sache mit dieser einen Taube an. Duke Riley war noch ein Kind, als er eine Taube rettete und pflegte, sie irgendwann aber fliegen ließ. Doch der Vogel kehrte zurück. Nun, viele Jahre später, will der Künstler aus Boston das bewegende Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier wiederholen - mit 2000 Tauben, die am Abendhimmel über dem New Yorker East River in die Lüfte steigen und auf sein Kommando hin wieder zurückkehren.

«Tauben werden seit Tausenden von Jahren domestiziert», sagt der 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Wenige Tiere blicken auf eine so lange Geschichte an Seite des Menschen zurück wie Tauben, die schon um das Jahr 4500 vor Christus domestiziert und in Zeiten von Frieden und Krieg als Botschafter eingesetzt wurden. «Vornehm» und «inspirierend» nennt Riley sie - eine Beschreibung, für die ihm so mancher in London, Rom oder New York einen Vogel zeigen würde.

Denn da Taubenkot Krankheitserreger und die Tiere von Parasiten befallen sein können, hat sich das Bild der eigentlich grazilen, gurrenden Täubchen in Großstädten oft gewandelt. «Wir müssen die Natur innerhalb unserer urbanen Umgebungen wahrnehmen», sagt Riley. «Die beschäftigten New Yorker müssen daran oft erinnert werden.» Ab Samstag und dann jedes Wochenende bis Mitte Juni nimmt der Künstler diese Angelegenheit - und jede Menge Tauben - selbst in die Hand.

Der Anblick dürfte einmalig werden. Bei Einbruch der Dämmerung wird Riley im Navy Yard in Brooklyn auf der «Baylander» stehen, einem ausrangierten Flugzeugträger aus Zeiten des Vietnamkriegs. Auf seine Kehllaute hin werden die Vögel aus ihren Taubenschlägen kommen, vielleicht alle zugleich, vielleicht nach und nach. Doch innerhalb weniger Minuten werden Hunderte am Himmel kurven, kreisen und wirbeln und zufällige Muster formen. Dank LED-Leuchten an ihren Krallen wird jedes Tier den Abendhimmel mit hellen Lichtschlieren durchziehen.

Trotz monatelanger Vorbereitungen lässt sich nicht genau vorhersagen, wie das Spektakel aussehen wird. «Sie fliegen jeden Abend anders. Es hängt vom Wind, den Gezeiten und ihrer Stimmung ab», sagt Katie Hollander, Vorsitzende der Organisation Creative Time, die das für Besucher kostenlose Kunstwerk möglich macht. Einige seien bei den Übungen auch mal auf einem naheliegenden Kran gelandet. «Mit den Lichtern sehen sie aus wie ein Weihnachtsbaum.»

Und dann folgt, was Hollander die «Essensglocke» nennt: Ein bestimmter Musiktitel, den Riley als Signal für die Rückkehr zum Taubenschlag gewählt hat. Zusammen mit Flaggen, die im nautischen Alphabet den Titel der Veranstaltung «Fly By Night» buchstabieren, würden die Vögel ihren Weg zurück finden. Riley hofft, durch das Schauspiel am Himmel die Wahrnehmung von Tauben in New York und auch im Ausland zu verändern, sagt er der Deutschen Presse-Agentur.

Doch es geht um mehr. Der tätowierte Mann aus Massachusetts lebt seit rund 20 Jahren in New York und sieht es an der Zeit, der Stadt etwas zurückzugeben. Bisher erinnerten seine Projekte an Guerilla-Aktionen, an bissige Kunst am Rande des Illegalen. Sein Nachbau des kugelartigen, historischen Mini-U-Boots Turtle etwa, das im Krieg um die amerikanische Unabhängigkeit ein Schiff im New Yorker Hafen versenken sollte. 2007 trieb Riley damit auf das im Hafen liegende Kreuzfahrtschiff Queen Mary 2 zu, sozusagen als Angriff gegen die britische Krone im 21. Jahrhundert. Die Polizei nahm ihn fest.

Oder seine in einem Parkbecken nachgestellte römische Seeschlacht im Jahr 2009, als Kostümierte in selbst gebauten Schilfbooten durch das flache Wasser paddelten und einander mit Tomaten bewarfen. Er habe «keine Ahnung, was genau passieren wird», sagte Riley, bevor die wilde, von kostenlosem Bier und Wein getränkte Schlacht einsetzte.

Auch bei «Fly By Night» lässt sich das Verhalten der Beteiligten - in diesem Fall Vögel - unmöglich vorhersagen. Für Rileys Anliegen ist das Nebensache. «Ich will den Menschen einen Moment Raum geben, in dem sie anhalten und sich Zeit nehmen, ihre Umgebung wahrzunehmen und die Flora und Fauna zu würdigen, mit der sie sich die Stadt teilen.»

Do, 2016-05-05 09:10
Istanbul (dpa)

Machtkampf zwischen Davutoglu und Erdogan: Türkei vor Regierungskrise

Der türkische Ministerpräsident Davutoglu scheint den Machtkampf gegen Staatschef Erdogan verloren zu haben. Bei einem Sonderparteitag der AKP will Davutoglu Medienberichten zufolge nicht mehr antreten. Mit Spannung wird seine heutige Pressekonferenz erwartet.

Istanbul (dpa) - Im Machtkampf zwischen Ministerpräsident Ahmet Davutoglu und Staatschef Recep Tayyip Erdogan steht die Türkei vor einer Regierungskrise. Türkische Medien berichteten unter Berufung auf Kreise in der Regierungspartei AKP, Davutoglu werde einen Sonderparteitag einberufen, bei dem er nicht mehr für den Vorsitz kandidiere. Der Parteitag solle noch vor Beginn des Fastenmonats Ramadan am 6. Juni stattfinden. Ohne den Parteivorsitz gilt ein Verbleib im Amt des Ministerpräsidenten als undenkbar.

Davutoglu wollte am Donnerstag (1000 MESZ) nach einer Sitzung des Parteivorstands vor die Medien treten. Am Mittwochabend hatte es ein Treffen Davutoglus mit Erdogan im Präsidentenpalast gegeben. Über die Inhalte des mehr als eineinhalbstündigen Treffens war nichts bekannt geworden. Wegen des Machtkampfs stürzte die Türkische Lira ab. Am Mittwoch fiel sie gegenüber dem Euro auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten.

Erst vergangene Woche hatte die Führung der AKP Davutoglus Befugnisse eingeschränkt, was Kolumnisten und Oppositionspolitiker als Schlag gegen den Regierungschef und Parteivorsitzenden werteten. Davutoglu hatte beide Posten von Erdogan übernommen, nachdem dieser im August 2014 vom Volk zum Staatspräsidenten gewählt worden war.

Erdogan-Anhänger verdächtigen Davutoglu, die Macht des Präsidenten untergraben zu wollen. Die beiden Spitzenpolitiker liegen laut Medienberichten unter anderem wegen einer von Erdogan angestrebten Verfassungsänderung zur Einführung eines Präsidialsystems im Clinch. Die Änderung würde Erdogan als Staatsoberhaupt mehr Macht verleihen.

Um ein Verfassungsreferendum über das Präsidialsystem abzuhalten, benötigt die AKP eine 60-Prozent-Mehrheit im Parlament. Dazu fehlen der Partei zurzeit 13 Abgeordnetensitze. Als mögliche Nachfolger Davutoglus werden nach einem Bericht der Zeitung «Cumhuriyet» Verkehrsminister Binali Yildirim und Erdogans Schwiegersohn - Energieminister Berat Albayrak - gehandelt. Beide gelten als absolut loyal gegenüber Erdogan.

Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu befürchtet bei einem Wechsel im Amt des Regierungschefs eine Ausweitung der Macht von Erdogan. Davutoglus Rücktritt würde zu einer «Bekräftigung der Diktatur in der Türkei» führen, sagte Kilicdaroglu der Deutschen Presse-Agentur in Ankara. «Erdogan möchte einen Ministerpräsidenten, der ihm zu hundert Prozent gehorcht.»

Der Chef der Mitte-Links-Partei CHP sagte weiter, Erdogan habe immer wieder Druck auf Davutoglu ausgeübt und nie gewollt, dass der Regierungschef «außerhalb des Willens des Staatspräsidenten agiert». Eine Zustimmung seiner Partei zu dem von Erdogan und der AKP angestrebten Präsidialsystem schloss Kilicdaroglu kategorisch aus. «Wir akzeptieren kein Präsidialsystem, unter keinen Bedingungen.» Erdogan sei für ihn schon jetzt «ein Diktator».

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu hatte Davutoglu bereits am Dienstag angedeutet, dass er nicht um jeden Preis an seinem Amt festhalten werde. Er werde eher sein «Ego mit Füßen treten», als dem Wohle der Partei zuwiderzuhandeln, sagte er demnach bei einer Rede in Ankara.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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