Mi, 2015-04-01 23:16
Washington (dpa)

USA: Atomgespräche mit dem Iran in Lausanne bis Donnerstagfrüh

Washington (dpa) - Auch die USA stellen sich bei den Atomgesprächenmit dem Iran auf eine weitere lange Nacht ein. Außenminister JohnKerry werde bis Donnerstagfrüh im schweizerischen Lausanne bleiben,teilte seine Sprecherin Marie Harf am Mittwoch in Washington mit. Esgebe zwar Fortschritte, aber noch keine Einigung.Zuvor hatte bereits Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier von«neuen Vorschlägen» und «neuen Vorlagen» gesprochen. ErstDonnerstagfrüh würden die Verhandler sehen, wie dann die Lagesei. Die ursprünglich für die Lausanner Gespräche gesetzteVerhandlungsfrist war am Dienstag um Mitternacht abgelaufen.Nach Einschätzung der USA liegt der Ausgang der Verhandlungen um dasiranische Atomprogramm nun allein in den Händen Teherans. DieIslamische Republik müsse die von der internationalen Gemeinschaftgeforderten Entscheidungen treffen, sagte US-Regierungssprecher JoshEarnest. Dem Land sei «jede Möglichkeit» gegeben worden, zu einemAbschluss zu kommen. «Wenn wir an diesem Punkt der Verhandlungenkeine Einigung erzielen, würde die internationale Gemeinschaft denIran verständlicherweise zur Verantwortung ziehen.»

Mi, 2015-04-01 19:52
Lausanne (dpa)

Zähe Suche nach Kompromiss im Atomstreit mit dem Iran

Die Frist für eine Grundsatzvereinbarung zur Beilegung desAtomstreits mit dem Iran ist abgelaufen. Doch weder der Westen nochder Iran wollen klein beigeben. Ein Scheitern will aber auch keiner.Lausanne (dpa) - Bei den Atomverhandlungen mit dem Iran haben dieBeteiligten auch nach Ablauf der selbst gesetzten Frist nach einerKompromissformel gesucht. Sowohl die fünf UN-Vetomächte plusDeutschland als auch der Iran wollten ein Scheitern der Gespräche imschweizerischen Lausanne verhindern. «Nichts ist ausgemacht, aber beigutem Willen aller ist eine Einigung möglich», hieß es am Mittwochaus deutschen Delegationskreisen. Irans Vize-Außenminister Abbas Araghchi sagte, am Ende könne einegemeinsame Pressemittelung zu einer möglichen Grundsatzeinigungstehen. «In der würde dann mitgeteilt, dass Fortschritte und eineEinigung in Grundsatzfragen erzielt worden seien», sagte er. DieDetails sollten dann bis Juli ausgehandelt werden. Ursprünglich hatten sich beide Seiten bis Mitternacht des Vortagesauf eine Grundsatzeinigung verständigen wollen. Ein umfassendesAbkommen sollte dann bis Ende Juni erzielt werden. Am Mittwochverließen der russische Außenminister Sergej Lawrow und seinechinesischen und französischen Amtskollegen, Wang Yi und LaurentFabius, den Verhandlungsort. Dies wurde als Zeichen gewertet, dassein Durchbruch nicht unmittelbar bevorstand. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach vielleicht vielenBeteiligten an den Gesprächen aus dem Herzen, als sie in Berlinsagte: «Es ist jetzt viel Arbeit von allen Seiten in dieseVerhandlungen gesteckt worden, seit vielen Jahren. Ich hoffe undwünsche mir, dass es heute zu einem Kompromiss kommt». Zugleichbekräftigte sie jedoch die Haltung des Westens, dass der Iran keinenZugang zu einer atomaren Bewaffnung bekommen dürfe. «Ich glaube, manist ein großes Stück des Weges gegangen», sagte sie. Die Gesprächeseien aber erst beendet, wenn es in allen Fragen eine Einigung gebe.In den Verhandlungen will der Westen Garantien dafür, dass dasiranische Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient.Teheran hat stets bestritten Atomwaffen anzustreben und fordert dieAufhebung von Wirtschaftssanktionen. Damit verbunden sind zahlreichetechnische Details von der Zahl iranischer Zentrifugen bis zur Frage,in welchem Zeitraum Sanktionen aufgehoben werden könnten. DieErwartungen im Iran und im Westen sind hoch. Wo genau es hakt, war unklar. Unterschiedlichen Angaben zufolge gehtes um Fragen, wie lange und wie weitgehend der Iran sein Atomprogrammeinschränken muss. Differenzen gab es auch bei der Frage, wann diegegen den Iran verhängten Sanktionen aufgehoben werden sollen.Araghchi sagte, eine Einigung im Atomstreit ohne eine zeitgleicheAufhebung der Wirtschaftssanktionen sei unmöglich. Der Westen willdie Sanktionen nur phasenweise abmildern. Der Iran bestehe auch darauf, dass die Forschungsarbeiten in derAtomanlage Fordo fortgesetzt werden. Zudem müsse das Land das Rechthaben, modernere und schnellere Zentrifugen für die Urananreicherungeinzusetzen, sagte Araghchi. Der Westen lehnt dies ab, weil der Irandann sehr viel schneller hochangereichertes Uran für Atomwaffenproduzieren könne.

Mi, 2015-04-01 20:50
Istanbul (dpa) 

Angriff auf Polizeipräsidium in Istanbul - Angreiferin getötet

Istanbul (dpa) - Einen Tag nach der tödlichen Geiselnahme einesStaatsanwalts durch Linksextremisten in Istanbul ist dasPolizeipräsidium in der türkischen Metropole angegriffen worden. Eine«Terroristin», die eine Bombe am Körper getragen habe, sei amMittwoch von Sicherheitskräften getötet worden, meldete dieNachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf den GouverneurIstanbuls, Vasip Sahin. Der zweite Angreifer - ein Mann - seizunächst verwundet geflohen, dann aber gefasst worden. Ein Polizistsei leicht verletzt worden. Anadolu berichtete, die beiden Angreifer hätten am Haupteingang desPräsidiums das Feuer eröffnet. Sicherheitskräfte hättenzurückgeschossen. Die Hintergründe des Angriffs waren zunächst nichtbekannt. Linksextremisten hatten am Dienstag im zentralen IstanbulerJustizgebäude einen Staatsanwalt als Geisel genommen. Die verboteneDHKP-C bekannte sich zu der Tat. Die Polizei beendete die Geiselnahmenach neun Stunden gewaltsam. Die beiden Terroristen und derStaatsanwalt starben.

Mi, 2015-04-01 20:47
Berlin (dpa)

Elf Tote während Orkan «Niklas» - Ostern wird unbeständig

«Niklas» ist abgezogen, aber auch nach dem Orkan bleibt es stürmischin Deutschland. Das Wetter über Ostern wird ungemütlich. Reisendekönnen aufatmen: Die Züge der Bahn fahren wieder.Berlin (dpa) - Mindestens elf Menschen sind während des Orkans«Niklas» in Deutschland, Österreich und der Schweiz ums Lebengekommen. Der Bahnverkehr, der während des Durchzugs von «Niklas» -den der Deutsche Wetterdienst zu den stärksten Stürmen dervergangenen 30 Jahre zählte - weitgehend stillstand, normalisiertesich am Mittwoch wieder weitgehend. Im Fernverkehr hatten Reisendeaber noch mit Verspätungen und Zugausfällen zu tun. Pünktlich zumReiseverkehr zu den Osterfeiertagen soll der Verkehr ab Donnerstagwieder stabil und planmäßig laufen, sagte eine Bahn-Sprecherin.Die Höhe der Schäden war am Tag danach noch unklar: Die Versicherererwarten viele Schadensmeldungen erst für die Zeit nach denOsterferien, wie der Gesamtverband der DeutschenVersicherungswirtschaft sagte. Der Orkan ist zwar aus Deutschlandabgezogen, es bleibt aber stürmisch: Die Meteorologen sagten zuOstern nass-kaltes und unbeständiges Wetter voraus.Während des Sturmtiefs starben in Deutschland, Österreich und derSchweiz mindestens elf Menschen: In Bayern wurde eine 39-Jährige und in Rheinland-Pfalz zwei Männererschlagen, als Bäume auf ihre Autos stürzten. In Sachsen-Anhalttötete eine umgewehte Mauer einen Mann. In Niedersachsen starb einMann unter einem herausgebrochenen Scheunentor. Auch in Österreichund der Schweiz gab es zwei Unwettertote. Außerdem gab es vier Tote bei wetterbedingten Unfällen: Imbaden-württembergischen Ostalbkreis starben zwei Männer auf einerglatten Straße. In Bayern wurde ein Mann bei starkem Hagel auf derA95 getötet. Im bayerischen Grafenwöhr fuhr am Mittwoch einAutofahrer auf schneeglatter Fahrbahn in den Gegenverkehr und pralltegegen ein anderes Fahrzeug. Der Fahrer des zweiten Autos starb.«Niklas» legte am Dienstag den Bahnverkehr in weiten Teilen lahm. AmMittwoch stabilisierte sich die Lage, wie eine Bahn-Sprecherin amAbend sagte. Beeinträchtigungen gab es zunächst noch vor allem imGroßraum München: Die Schäden an Oberleitungen der Linien S6 und S7seien so erheblich, dass die Reparaturarbeiten noch mehrere Tagedauern könnten. Außerdem waren noch die Strecken von München nachRosenheim sowie nach Garmisch-Partenkirchen gesperrt.Die Bahn in Nordrhein-Westfalen verteidigte den stundenlangen Stoppdes regionalen Bahnverkehrs am Dienstag. «Beim Nahverkehr war einsinnvoller Betrieb nicht möglich», sagte eine Sprecherin. Es habeviele Störungen im Schienennetz gegeben. Die Entscheidung habe aucheinen Sicherheitsaspekt, denn Reisende seien in den Bahnhöfen vielbesser zu betreuen als etwa in einem Zug auf freier Strecke.Der Orkan hatte auch den Verkehr an Flughäfen durcheinandergebracht.In Frankfurt wurden von 1300 geplanten Flügen am Dienstag 185annulliert, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers sagte. Auch amMittwoch fielen Dutzende Starts und Landungen aus. Etwa 1300Fluggäste hätten die Nacht zum Mittwoch in Hotels verbracht.Trotz der vielen Störungen und Unfälle brachte «Niklas» Deutschlandaus Sicht der Versicherer keine Rekordschäden. «Wir gehen davon aus,dass der Sturm «Niklas» deutlich weniger Schäden verursacht hat alsder Sturm «Kyrill»», sagte ein Sprecher des Gesamtverbands derDeutschen Versicherungswirtschaft. Es sei aber zu früh, die Summeabzuschätzen. Auch der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat nochkeinen Überblick über die Schäden. Der bisher folgenschwersteWintersturm war «Kyrill» im Jahr 2007 mit Böen von mehr als 200Kilometern pro Stunde: Er richtete 4,2 Milliarden Euro anvolkswirtschaftlichen Schäden an und schlug bei den Versicherern mitmehr als zwei Milliarden Euro zu Buche.Nach dem Durchzug des Sturms liefen die Aufräumarbeiten aufHochtouren. Der Sturm hatte Bäume umgeknickt, die Straßen und Gleisezeitweise blockierten und von Einsatzkräften entfernt werden mussten.«Niklas» beschädigte Fassaden, Autos und Stromleitungen. Der DeutscheFeuerwehrverband erklärte, dass am Dienstag und in der Nacht zumMittwoch schätzungsweise bis zu 100 000 Feuerwehrleute im Einsatzgewesen seien. Der Verband rief zur Vorsicht auf, abgeknickte Ästeund lose Teile von Dächern könnten noch herabfallen. Auch vorSpaziergängen im Wald in den kommenden Tagen wurde gewarnt.

Mi, 2015-04-01 20:34
Istanbul (dpa) 

Angriff auf Polizeipräsidium in Istanbul - Angreiferin getötet

Istanbul (dpa) - Bei einem Angriff auf das Polizeipräsidium in dertürkischen Metropole Istanbul ist eine Frau getötet worden. Sie habezu den zwei «Terroristen» gehört, die am Mittwoch am Haupteingang desPräsidiums das Feuer eröffnet hätten, meldete die NachrichtenagenturAnadolu unter Berufung auf den Gouverneur Istanbuls, Vasip Sahin. Derzweite Angreifer - ein Mann - sei zunächst verwundet geflohen, dannaber gefasst worden. An der Frau sei eine Bombe gefunden worden. EinPolizist sei bei dem Angriff leicht verletzt worden. Die Hintergründedes Angriffs waren zunächst nicht bekannt.

Mi, 2015-04-01 20:53
Grenoble (dpa)

Drei Skiwanderer bei Lawinenunglück in Frankreich getötet

Grenoble (dpa) - Eine Lawine in den französischen Hochalpen hat dreiSkifahrer in den Tod gerissen. Ein viertes Opfer sei bei dem Unglückim Nationalpark Écrins nahe der italienischen Grenze lebensgefährlichverletzt und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus von Grenoblegeflogen worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFPunter Berufung auf die Präfektur. «Derzeit wissen wir nicht, ob esnoch weitere Opfer gibt», sagte Staatsanwalt Raphaël Balland. DieLawine hatte sich am Mittwochnachmittag auf mehr als 3000 Meter Höhegelöst. Starke Winde von mehr als 80 Stundenkilometern erschwertenden Einsatz der Gebirgsretter. Zur Identität der Opfer machten die Behörden zunächst keine Angaben.AFP berichtete jedoch unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeldder Ermittlungen, sie gehörten zu einer Gruppe von etwa zehnausländischen Skiwanderern.

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Mi, 2015-04-01 14:14
Hodeida (dpa)

Mindestens 29 Tote bei Luftangriff auf Molkerei im Jemen

Hodeida (dpa) - Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführtenKoalition sind in einer Molkerei im Jemen mindestens 29 Menschengetötet worden. Dutzende weitere Arbeiter seien verletzt, berichtetenKrankenhausärzte. Die Fabrikanlage in der Hafenstaat Hodeida war inder Nacht zum Mittwoch bombardiert worden. Sie liegt in einem Gebiet,das von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert wird.Die Kampfflugzeuge der saudischen Koalition hätten nahe gelegeneStellungen der schiitischen Miliz angegriffen und dabei die Molkereigetroffen, berichteten Augenzeugen.Saudi-Arabien und seine arabischen Verbündeten hatten vor rund einerWoche mit Luftangriffen auf die Huthis begonnen. Damit unterstützensie Jemens Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi, der vor den Rebellenins Ausland geflohen ist. Die Huthis hatten in den vergangenenMonaten große Teile des südarabischen Landes unter ihre Kontrollegebracht und Hadi abgesetzt.

Mi, 2015-04-01 14:16
Ulm (dpa)

Ukrainischer Soldat stirbt im Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Ulm (dpa) - Ein junger ukrainischer Soldat ist imBundeswehrkrankenhaus Ulm seinen schweren Verletzungen erlegen. Der19-Jährige war am 20. März mit drei weiteren Soldaten zur Behandlungaus Kiew nach Ulm verlegt worden, wie die Klinik am Mittwochmitteilte. Er habe sich bei einer Explosion schwerste Verletzungen ander Wirbelsäule zugezogen. Am frühen Dienstagmorgen sei er gestorben.«Die anderen drei sind stabil, werden aber noch operiert», sagtePresseoffizier Gerd Kremers. Ukrainische Soldaten mit schweren undkomplexen Verletzungen werden seit längerem auch in deutschenBundeswehrkrankenhäusern behandelt.

Mi, 2015-04-01 15:11
Tikrit (dpa)

Iraks Regierungschef Al-Abadi besucht «befreites» Tikrit

Tikrit (dpa) - Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi hat amMittwoch die am Vortag «befreite» nordirakische Stadt Tikrit besucht.Der Regierungschef wollte sich ein Bild von der Lage machen,berichtete das staatliche irakische Fernsehen. Sicherheitskräfte undvom Iran unterstützte schiitische Freischärler-Verbände hatten amVortag die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus der strategischwichtigen sunnitischen Stadt 170 Kilometer nördlich von Bagdadweitgehend vertrieben. Armee und Milizen gingen am Mittwoch nochgegen letzte verbliebene IS-Widerstandsnester vor.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Mi, 2015-04-01 17:52
München (dpa)

Aufräumen und Reparieren - Bahn beseitigt Sturmschäden Von Paul Winterer, dpa

Orkan «Niklas» hat ganze Arbeit geleistet. Hunderte KilometerOberleitungen sind durch herabstürzende Bäume allein im GroßraumMünchen beschädigt. 200 Arbeiter der Bahn sind pausenlos im Einsatz,um die Strecken wieder flott zu bekommen.München (dpa) - Mit Helm, Schutzbrille und gegen Absturz gesichertstehen die Arbeiter auf einer Hebebühne in luftiger Höhe und hängendie heruntergerissene Oberleitung wieder an ihren Befestigungen auf.Andere zersägen am Boden Bäume, die der Orkan «Niklas» auf dieOberleitung geworfen hat. Aufräumen und Reparieren ist am Mittwochangesagt bei der Deutschen Bahn auch im Großraum München, wo dasSturmtief tags zuvor mit am schlimmsten wütete.90 Störungen wurden Martin Gerg seit Dienstag gemeldet. Er istInstandhaltungsleiter der Bahn für die Region München. SeinEinsatzgebiet reicht bis zur österreichischen Grenze nahe Salzburg.«Wir betreuen 2750 Kilometer Oberleitungen», sagt der 43-Jährige.Noch weiß er nicht, wie viele Kilometer der Sturm beschädigt hat,«aber es dürften mehrere hundert Kilometer sein».10 Kilometer haben sich die Männer des Einsatztrupps vom BahnhofKreuzstraße der S-Bahnlinie 7 südlich der Landeshauptstadt seitDienstag schon vorangearbeitet. 20 stehen ihnen bis München nochbevor. Sie arbeiten von einem 22 Meter langen gelben Koloss aus.«Oberleitungsrevisionstriebwagen» heißt das Ungetüm auf Schienen, ORTnennen es die Mitarbeiter. Fünf solcher Reparaturwagen hat die Bahneilig aus ganz Bayern zusammengezogen. Am Mittag sind die Männer aufdem Turm des ORT damit beschäftigt, einen vom Baum getroffenenAusleger der Stromanlage zu reparieren.Gerg macht seinen Job seit 20 Jahren. «Ich kann mich in all denJahren nicht erinnern, dass es an einem Tag so viele Störungen aufeinmal gegeben hat.» Natürlich habe er aufgrund der Unwetterwarnungengeahnt, dass eine Menge Arbeit auf ihn und seine Leute zukommenwürde. «Aber wir wissen ja im Voraus nicht, wo genau es kracht.» SeitDienstagnachmittag sind an die 200 Mitarbeiter in ganz Südbayern imEinsatz - auch nachts. Gerg hofft, dass bis Ostern die gröbstenSchäden behoben sind und der Bahnbetrieb wieder normal läuft.Garantieren kann er es nicht.Auch Bahnsprecher Anton Knapp weiß nicht, wann alle Strecken wiederbefahrbar sind. Sorgen bereitet ihm, dass es die Fernverkehrsstreckevon München über Rosenheim Richtung Italien östlich derLandeshauptstadt so schlimm erwischt hat. Kilometerlang soll dort dieOberleitung beschädigt worden sein. Ein herunterfliegendes Teil einesHausdaches soll auch den Bahnkörper beschädigt haben.Vorerst müssen Reisende mit Bussen oder dem Taxi von München ins gut50 Kilometer entfernte Rosenheim fahren - «Schienenersatzverkehr»nennt die Bahn das. Weil Tausende Fahrgäste am Dienstag ihre Zielenicht mehr erreichen konnten, stürmten viele von ihnen die Hotels inMünchens Bahnhofsnähe. «Bitte suchen Sie sich für den heutigen Tageine Unterkunft», hatte eine freundliche Stimme mitten imBerufsverkehr durch die Lautsprecher im Hauptbahnhof gesagt.Zeitweise war die Gleishalle komplett evakuiert worden - Splittereiner im Orkan berstenden Glasscheibe waren auf Gleise gefallen. Werkein Hotelzimmer mehr ergatterte, wurde in einen der zumNachtquartier umfunktionierten Züge gebracht.

Mi, 2015-04-01 13:25
Düsseldorf (dpa)

Bahn verteidigt Sturm-Stopp: Sinnvoller Betrieb nicht möglich

Düsseldorf (dpa) - Die Deutsche Bahn in Nordrhein-Westfalen hat denstundenlangen Stopp des regionalen Bahnverkehrs während des Sturms amDienstag als notwendig verteidigt. «Beim Nahverkehr war einsinnvoller Betrieb nicht möglich», sagte eine Sprecherin am Mittwochin Düsseldorf. Es habe wegen des Sturms viele Störungen imSchienennetz gegeben. Die Entscheidung habe auch einenSicherheitsaspekt, denn Reisende seien in den Bahnhöfen viel besserzu betreuen als etwa in einem Zug auf freier Strecke. Arbeitstruppsseien sofort losgefahren und hätten auch in der Nacht noch Schädenbeseitigt. Alle Strecken seien inzwischen wieder frei. Nach Bahnangaben spielten auch die Erfahrungen mit dem Sturm «Ela» imvergangenen Sommer eine Rolle. Zuletzt hatte die Bahn in NRW währenddes Orkans «Kyrill» 2007 den Schienenverkehr zeitweise gestoppt.

Mi, 2015-04-01 15:16
Kiew (dpa)

Ukraine stellt Gasimport aus Russland vorläufig ein

Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sind gespannt. BeimThema Energie müssen beide Seiten dennoch miteinander reden - zumBeispiel über den Gaspreis für die kommenden Monate.Kiew (dpa) - Die Ukraine hat die Abnahme von Erdgas aus Russland amMittwoch vorläufig eingestellt und will vor neuen Importen zunächstüber einen günstigeren Preis verhandeln. «Wenn der Preis von 250Dollar bestätigt wird, werden wir kaufen», sagte EnergieministerWladimir Demtschischin örtlichen Medien zufolge in Kiew. Im erstenQuartal zahlte die finanziell angeschlagene Ex-Sowjetrepublik 329US-Dollar für 1000 Kubikmeter Gas. Der russische Gazprom-Konzernbestätigte, dass die Ukraine die Abnahme zum Mittwoch verringerte.Die Lieferungen von russischem Gas über die Ukraine nach Europalaufen derweil ungestört weiter, wie ein Sprecher der EU-Kommissionin Brüssel bestätigte. Zudem begrüßte er die Ankündigung Russlands,jüngst gewährte Preisnachlässe an die Ukraine auch künftiganzubieten.Auch Demtschischin begrüßte die Ankündigung aus Moskau, den währenddes Winters eingeräumten Preisnachlass von 100 US-Dollar pro 1000Kubikmeter im zweiten Quartal zu verlängern. «Die Hauptaufgabe ist zubegreifen, wie die Preisbildung bis zum Ende der Heizsaison 2016aussehen wird», betonte er. Dafür seien Vertragsabschlüsse notwendig.Für Mitte April sind Gasgespräche unter EU-Vermittlung in Berlingeplant. Angestrebt ist eine Vereinbarung bis Ende 2016.Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für den Transport vonrussischem Gas in die Europäische Union. Moskau und Kiew hatten inden vergangenen Jahren jedoch immer wieder über Einzelheiten desImports von russischem Gas gestritten. Dies führte auch zuLieferstopps, die die Energieversorgung der EU gefährdeten.

Mi, 2015-04-01 16:34
Haag (dpa)

Palästina ist Mitglied des Weltstrafgerichts

Es war nur eine kurze Zeremonie im Weltstrafgericht in Den Haag:Palästina ist offiziell 123. Mitglied des Gerichts. Der Weg zuProzessen gegen Israelis ist frei.Den Haag (dpa) - Gegen den heftigen Widerstand Israels sind diePalästinensischen Autonomiegebiete dem InternationalenStrafgerichtshof beigetreten. Damit ist der Weg frei fürStrafverfahren zu möglichen Kriegsverbrechen im Gazastreifen. ImBeisein des palästinensischen Außenministers Riad Malki begrüßte derVizepräsident des Gerichtes, Richter Kuniko Ozaki, in einer kurzenZeremonie am Mittwoch in Den Haag den 123. Vertragsstaat. Der palästinensische Außenminister sprach von einem «Schritt zuGerechtigkeit und Frieden». Die Regierung hatte angekündigt, Verfahren gegen hohe Israelis zu beantragen. Ein Zeitpunkt wurdenicht genannt. Der Hamas-Führer in Gaza, Ismail Radwan, forderte dasGericht auf, «sofort die Führer der israelischen Besatzung für dievon ihnen begangenen Verbrechen gegen das palästinensische Volkanzuklagen». Chefanklägerin Fatou Bensouda hatte bereits im Januar Vorermittlungenzur Gewalt eingeleitet. Allerdings werde zunächst nur geprüft, ob dasGericht zuständig sei, erklärte eine Sprecherin der Anklage. Palästina hatte den Grundlagenvertrag des Gerichts bereits im Januar ratifiziert, am 1. April wurde der Beitritt rechtskräftig. Möglichsind nun Prozesse zum jüngsten Gazakrieg im Sommer 2014 und zum Bauisraelischer Siedlungen seit Juni 2014. Nach den Statuten desWeltstrafgerichts ist der Bau von Siedlungen durch eine Besatzungsmacht ein Kriegsverbrechen. Auch wenn Israel das Gericht nicht anerkennt, könnten hohe Militärsoder Politiker angeklagt werden. Allerdings kann die Anklage auchgegen militante Palästinenser ermitteln. Das Weltstrafgericht verfolgt keine Staaten, sondern mutmaßliche Verantwortliche für schwerste Verbrechen. Vor allem Israel und die USA hatten scharf gegen den Beitrittprotestiert. Menschenrechtsorganisationen begrüßten den Schrittjedoch. Sowohl Israel als auch Palästina hätten bisher nur weniggegen Kriegsverbrechen ihrer Militärs unternommen, erklärte HumanRights Watch.

Mi, 2015-04-01 15:10
München/Salzburg (dpa)

Nach dem Sturm: Hohe Lawinengefahr in den Alpen

München/Salzburg (dpa) - Sturm, Neuschnee und milde Temperaturen intieferen Gebieten haben die Lawinengefahr in den Alpen in die Höhegetrieben. In Bayern war sie am Mittwoch bei Stufe drei erheblich. Inder Silvretta, den Zillertaler, den Ötztaler und den Stubaier Alpengab der österreichische Lawinenwarndienst die vierte Warnstufe aufder fünfteiligen Skala aus. Ähnlich war die Lage in Südtirol. «Der Wind ist der Baumeister der Lawinen», sagte der Sprecher desDeutschen Alpenvereins, Thomas Bucher. In mittleren Lagen ist lautLawinenwarndienst Bayern bei milden Temperaturen auch damit zurechnen, dass sich Nassschneelawinen selbst auslösen. Vor allem imSüden soll das Wetter an den Ostertagen besser werden. «DieseKombination ist kritisch: Lawinengefahr, besser werdendes Wetter -und Feiertage», warnt Bucher. Dann könnten sich Unfälle häufen.

Mi, 2015-04-01 13:14
Berlin (dpa) 

Spaghetti statt Schweinebraten: WWF fordert Ernährungswende Von Gisela Gross, dpa

Mit neuen Ernährungsempfehlungen wollen Umweltschützer den Ausstoßvon Treibhausgasen senken. Und erreichen, dass künftig nicht nurDeutsche satt werden. Kritisiert wird vor allem Fleischkonsum.Berlin (dpa) - Die Ackerflächen zur Ernährung der wachsendenWeltbevölkerung werden nach einer Studie der Umweltstiftung WWFknapper. Ein besonderes Problem sei dabei der Fleischkonsum, warnendie Autoren des Berichts «Das große Fressen». Dies verschärfe dieKonkurrenz um die fruchtbaren Böden. Bis 2050 verringern sie sichdemnach weltweit pro Kopf und Jahr auf 1166 Quadratmeter. Das istrund ein Viertel weniger als bisher für die Ernährung eines Deutschenim Schnitt benötigt wird. Viele Flächen, die für Tierfutter undNahrungsmittel in Deutschland genutzt werden, liegen im Ausland. «Wir müssen uns fragen, für die Erzeugung welcher Lebensmittel wirdiesen Boden verwenden wollen», sagte WWF-Klimaschutz-ReferentinTanja Dräger de Teran der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn verfügbareFlächen immer mehr schwinden, können wir uns den derzeitigenLebensstil künftig nicht mehr leisten.» Die Organisation hat daherneue Ernährungsempfehlungen am Mittwoch in Berlin vorgestellt. Diezentrale Botschaft: weniger Fleisch und tierische Produkte essen.Denn fast 70 Prozent der Flächen, die Deutschland nutzt, werden demWWF zufolge für die Herstellung von Futter für die Tierhaltungbenötigt. «Wir sehen sehr deutlich, dass der Konsum von Fleisch,Eiern und Milch sich signifikant beim Flächenverbrauch und demAusstoß von Treibhausgasen niederschlägt - mit entsprechenden Folgenfür Umwelt und Natur», sagte Dräger de Teran. Treibhausgasemissionenentstehen etwa bei der Produktion und Lagerung der Nahrungsmittel -aber auch, wenn Grünland in Ackerland umgewandelt wird.Rund 20 Millionen Hektar Flächen werden laut WWF für die Erzeugungvon Nahrungsmitteln, inklusive Tierfutter, für den deutschen Bedarfbeansprucht. Etwa ein Viertel dieser Böden befindet sich im Ausland,vor allem in Südamerika. Dort wachsen etwa Soja-, Kakao- undKaffeebohnen. Dieses Auslagern von Flächen kritisiert der WWF: WürdeEuropa umdenken, könnten Äcker dort anderweitig genutzt werden, sagteDräger de Teran. Wegen Überdüngung seien zahlreiche Flächen bereitsausgelaugt und damit verloren, betont der WWF. Neue Ackerflächen zuerschließen wird abgelehnt, da dafür etwa Wälder zerstört würden. Deutschland importiert pro Jahr circa vier MillionenTonnen Sojabohnen und -produkte als Tierfutter, heißt es beimDeutschen Bauernverband (DBV). Seit der BSE-Krise unddem Tiermehl-Verbot habe das Eiweiß aus der Bohne an Bedeutunggewonnen, sagte ein Sprecher. Nach aktuellsten Zahlen aus den Jahren2011/12 werden etwa 30 Prozent des Eiweißbedarfs der Tiere durchImporte gedeckt - Tendenz steigend. Der Rest wird im Inland erzeugt. Heimische Pflanzen, die als Sojaalternative infrage kämen, bringendemnach bislang geringe Erträge. Noch stünden Ackerbohne oder Erbsezudem im Wettbewerb mit Getreide und Raps. Bei beiden ist der Ertraghoch, sie werden in großer Menge exportiert: als «internationaleArbeitsteilung» sieht das der DBV mit Blick auf den Soja-Import. Deutschland müsste laut WWF-Expertin Dräger de Teran als Vorbild fürLänder vorangehen, die den westlichen Lebensstil kopieren. «Wirmüssen zeigen, dass es bei der Ernährung auch anders geht.» Zudemgingen gesunde Ernährung und Ressourcenschonung Hand in Hand: «Jegesünder wir uns ernähren, desto nachhaltiger ist es - undumgekehrt.» Bereits eine Scheibe Wurst pro Woche weniger mache einenUnterschied.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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