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Vorreiter Tübingen: eine Steuer gegen Müll-to-Go

Vorreiter Tübingen: eine Steuer gegen Müll-to-Go

Als bundesweit erste Kommune hat die Stadt Tübingen eine Steuer auf Einwegverpackungen beschlossen. Es gibt viele Kritiker, aber auch brennende Befürworter. Die Frage lautet: Kann die Abgabe die Müllflut wirklich eindämmen?

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Mittwoch, 26. Februar 2020

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Wer am häufigsten gegen EU-Um­welt­re­geln verstößt, „Fridays for Future“ eman­zi­piert sich von Thunberg und ein empörter Koch

Liebe Leserinnen und Leser,

ein grüner Anstrich ist en vogue und damit auch: ein Verkaufsargument. Das dachte sich offenbar auch der französische Restaurantführer „Guide Michelin“. Einmal jährlich prämiert die Redaktion Lokale mit besonders guter Küche mit Sternen. Soweit, so bekannt. Seit Kurzem verteilt der Guide ein weiteres Label – ein Kleeblatt, als Symbol für eine besonders nachhaltig arbeitende Gastronomie. Auch der italienische Spitzenkoch Christian Puglisi, der ein Restaurant in Kopenhagen betreibt, durfte sich über diese Auszeichnung freuen. Allerdings hielt seine Freude nicht lange, denn Puglisi stellte fest: Für das „Clover“-Label  hatte er nicht viel mehr tun müssen, als mit der Guide-Redaktion zu telefonieren. Seinem Unmut machte er in einem Instagram-Video Luft – seitdem diskutiert die Szene über Greenwashing.

Die ganze Geschichte gibt es in unserer Presseschau. Damit sind wir für heute durch – morgen mehr. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Spanien und Griechenland verstoßen am häufigsten gegen EU-Umweltregeln

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Spanien und Griechenland verstoßen am häufigsten gegen die Umweltvorschriften der Euro­päischen Union, wie die taz unter Berufung auf die EU-Kommission berichtet. Mit 25 Verfah­ren trägt Spanien den Titel als Negativ-Spitzenreiter demnach schon das fünfte Jahr in Folge. Ganz oben auf der Liste der Rechtsverstöße steht die durch den Verkehr verursachte Luft­verschmutzung in Madrid und Barcelona. Auch wenn es um die Aufbereitung von Abwas­ser geht, erfüllt Spanien die Anforderun­gen der EU nicht. Zusätzlich verseu­chen Landwirt­schaft und Viehzucht das Grundwasser. Mit 13 Verstößen liegt Deutschland im Mittelfeld, mit nur zwei Verfahren ging die EU gegen Estland am seltensten vor. Insgesamt verzeichnete die Kommission Ende vergangenen Jahres 337 offene Vertragsverletzungsverfahren. Das waren weniger als vor zehn Jahren – allerdings stieg ihre Zahl in den vergangenen Jahren wieder an.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Altmaier will pauschale Abstandsregel für Windkraft streichen

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CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier will den Abstand neuer Windräder zu Wohnsiedlun­gen nun offenbar doch nicht pauschal für ganz Deutschland festlegen. Das geht aus einem Formulierungsvorschlag zur Änderung von Paragraf 249, Absatz 3 des Baugesetzbuchs her­vor, den Altmaiers Ministerium erarbeitet hat und der dem Spiegel vorliegt. Die Bundeslän­der sollen demnach nun explizit selbst entscheiden, ob neue Windkraftanlagen einen Min­destabstand von 1.000 Metern bis zur nächsten Siedlung einhalten müssen. Die Länder dür­fen dabei auch „Abweichungen von den festgelegten Abständen zulassen“. Altmaiers Vor­schlag wäre eine deutliche Abschwächung der bisherigen Gesetzespläne. Bislang wollte die Bundesregierung den Mindestabstand von 1.000 Metern für ganz Deutschland pauschal festlegen und den Ländern nur die Möglichkeit geben, dieser Regelung zu wider­sprechen.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Konzerne in Europa investieren zu wenig in CO2-Reduzierung

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Die großen Konzerne in der EU müssten ihre klimafreundlichen Investitionen mindestens verdoppeln, damit der Staatenbund wie geplant zur Jahrhunderthälfte klimaneutral sein kann. Zu diesem Schluss kommen die Denkfabrik Carbon Disclosure Project und die Unter­nehmensberatung Oliver Wyman in einem gemeinsamen Report. Im vergangenen Jahr haben knapp 900 Aktiengesellschaften in der EU demnach insgesamt 124 Milliarden Euro in CO2-arme Technologien oder deren Entwicklung gesteckt. Das entspricht zwölf Prozent der gesamten Investitionen dieser Konzerne. Hintergründe bei der taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Studie: „Fridays for Future“ emanzipiert sich von Greta Thunberg

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Millionen Menschen in aller Welt haben sich den Forderungen von Greta Thunberg ange­schlos­sen – viele bezeichnen die erst 17 Jahre alte Schwedin als das „Gesicht der Klima­pro­teste“. Doch glaubt man einer neuen Studie, ist Thunbergs Bedeutung für die „Fridays for Future“-Bewegung mittlerweile gesunken. Gaben noch im März 2019 etwa 39 Prozent der Klimademonstranten in Deutschland an, die junge Schwedin habe ihre Teilnahme an den Protesten beeinflusst, waren es im darauffolgenden September nur noch 25 Prozent. Im internationalen Schnitt sank der Wert von mehr als 40 Prozent auf ein Drittel der Befrag­ten. Insgesamt sei die Protestbewegung „Fridays for Future“ bereits fest etabliert, urteilt das internationale Forscherteam. Das lasse sich auch daran ablesen, dass der Altersdurchschnitt der Teilnehmer weltweit gestiegen sei. Eine Zusammenfassung bietet Spiegel Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Spitzenkoch kritisiert „Guide Michelin“ für Greenwashing

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Christian Puglisi, erfolgreicher Koch und Restaurantbetreiber aus Kopenhagen, ist verant­wortlich für ein Instagram-Video, das in der Branche für Diskussionen sorgt. Darin erzählt er, wie der Guide Michelin auf ziemlich billige Art versucht, auf den Nachhaltig­keits­zug aufzu­springen. Zunächst freute sich Puglisi, ehemaliger Chefkoch des weltberühmten „Noma“, über die Nachricht, ab sofort für sein nachhaltiges Arbeiten ho­no­riert zu werden. Zehn weitere Restaurants in Dä­nemark sowie 50 in Frank­reich, dem Mutterland des Guide, tragen das Nachhaltigkeitskleeblatt. Doch – so der Vorwurf von Puglisi – der Verleihung sei keinerlei Prüfung vorausgegangen. Lediglich einen Anruf habe er erhalten. Der Guide wehrt sich und spricht von einer langen Recherche im Vorfeld, wie der Standard meldet.

Bericht, 1 Minute Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Tesla produziert keinen Klimaschutz

Der Elektroautobauer will bei Berlin eine neue Gigafactory hochziehen. Ein Blick auf die Ökobilanz der Branche zeigt, wie verdreht „Klimaschutzpolitik“ am Ende sein kann. 

Gerechte Mobilität kann es mit dem Auto nicht geben, findet die Linken-Bundestagsab­ge­ordnete Sabine Leidig in einem Gastbeitrag für Klimareporter°.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.20 Polarfieber

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Po­lar­fie­ber – Die Arktis taut rasant

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal blättert sie für Sie die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins durch.

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Amazon-Werbung: Prahlen mit dem (Betriebs)klima

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Amazon droht Mitarbeitern mit Kündigung, weil sie ihren Arbeitgeber öffentlich für mangelnden Klimaschutz kritisieren. Dabei wirbt der Konzern gerade für seine angeblich so hervorragenden Arbeitsbedingungen. Die bittere Ironie in unserer Gegenanzeige.

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Arz­nei­mit­tel im Trink­was­ser: Wie schützen wir uns und unsere Flüsse?

Arzneimittel im Trinkwasser: Wie schützen wir uns und unsere Flüsse?

Arzneimittel gehören nicht in die Umwelt. Trotzdem finden sich in Gewässern immer mehr Spuren von Antibiotika, Blutdrucksenkern und Hormonpräparaten. Auch unser Trinkwasser ist betroffen. Was muss jetzt passieren?

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