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Das grausame Geschäft mit Eselhäuten – für ein vermeintliches Wundermittel

Das grausame Geschäft mit Eselhäuten – für ein vermeintliches Wundermittel

Weltweit sind Esel in Gefahr, weil ihre Häute als angebliches Heilmittel in China begehrt sind. Mit der wachsenden Mittelschicht explodiert die Nachfrage

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Dienstag, 28. Januar 2020

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Kli­ma­schutz billiger als un­ge­brems­te Erd­er­wär­mung, 16.000 Verstöße gegen Diesel-Fahr­ver­bo­te und Posse um ein Edeka-Plakat

Liebe Leserinnen und Leser,

die Politik hat Vorbildfunktion. Und im Zusammenhang mit der Klimakrise gilt das ganz besonders für das Umweltministerium. Tatsächlich hat man sich dort offenbar Berichte über das Flugproblem der Regierungselite zu Herzen genommen. Zumindest konnte das Ressort von SPD-Ministerin Svenja Schulze Mitarbeiterflüge zwischen den Dienstsitzen Berlin und Bonn in den letzten Monaten des vergangenen Jahres mehr als halbieren, wie ZDF-heute berichtet. Von September bis Dezember 2019 gab es demnach 429 Flüge – im selben Zeitraum 2018 waren es noch 992. Insgesamt zählte das Ministerium 2019 etwa 2.940 Inlandsflüge, im Jahr davor kam man auf 3.175. Grund ist laut Ministerium eine neue „Vorrangregelung“ zugunsten der Bahn. Andere Bundesministerien wollen nun nachziehen. Ein Rundschreiben des Innenministe­riums vom 21. Januar legt zudem fest, dass Bahnreisen künftig in allen Ministerien immer erstattet werden – auch wenn sie teurer sind als Flugreisen

Mit diesem vorsichtigen Positivtrend schicken wir Sie per Express in den Dienstag. Morgen mehr. Bis dahin! 

Das Team vom Navigator

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Wissenschaftler: Klimaschutz ist billiger als ungebremste Erderwärmung

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Es gibt viele Argumente für das im Pariser Klimaabkommen vereinbarte Zwei-Grad-Ziel. Wissen­schaft­ler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) fügen nun ein weiteres hinzu: Rund zwei Grad dürften auch die billigste Lösung sein. Würde man – rein theo­re­tisch – umgehend alle Emis­sionen einstellen, würde die Weltwirtschaft wohl zusammenbrechen, mit entsprechend dras­ti­schen Kosten. Tut man hingegen gar nichts, spart man sich zwar Wachstumsein­bu­ßen, aber muss dafür mittel- bis langfristig mit riesigen Kosten durch Dürren, Feuersbrünste, Stür­me und Überflutun­gen rechnen. Das Optimum liegt den Wissenschaftlern zufolge dazwischen, kon­kret: im Bereich von 1,8 bis 2,5 Grad. Grund: Sobald man etwas Temperaturanstieg akzeptiert, ist Klimaschutz recht billig. Hintergründe bei der SZ. Bei Klimareporter° geht es parallel um den „Schuldenreport 2020“: Demzu­folge verstärken der Klimawandel und seine Folgen die Schuldenkrise in vielen armen Ländern.

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16.000 Verstöße gegen Diesel-Fahrverbote

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Bei Kontrollen der Dieselfahrverbote in vier deutschen Städten sind bislang mehr als 16.000 Verstöße festgestellt worden. Das ergaben Anfragen der Deutschen Presse-Agentur bei den zuständigen Be­hör­den – die Tagesschau berichtet. Zusammen beläuft sich die Summe der verhängten Bußgelder in­klusive Gebühren auf etwa 1,6 Millionen Euro, wobei noch nicht feststeht, wie viele der Bußgeldbe­scheide am Ende rechtskräftig werden. In Darmstadt missachteten mehr als 13.000 Auto- und Last­wagenfahrer seit Juni 2019 die Beschränkungen. In Hamburg waren es seit August 2018 etwa 400 Verstöße. In Berlin gab es 51 Verwarnungen seit Ende November 2019. In den drei Städten gelten Verbote für einzelne Straßen – in Stuttgart ist das gesamte Stadtgebiet für ältere Diesel-Fahrzeuge gesperrt. Das dortige Ordnungsamt registrierte 2019 fast 3.000 Missachtungen des Fahrverbots.

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Supermärkte testen essbare Schutzhülle für Obst und Gemüse

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Deutschlands größte Lebensmittelhändler Edeka und Rewe testen neue Techniken, um Avocado, Gurke & Co. auch ohne Kunststoffverpackungen länger frisch zu halten. Helfen soll eine hauchdünne, essbare Schutzschicht, die direkt auf die Schale aufgetragen wird. Bereits Ende vergangenen Jahres begann Edeka in ausgewählten Supermärkten und Netto-Filialen Avocados zu verkaufen, die mit ei­ner solchen „zweiten Haut“ versehen sind. Sie soll den Wasserverlust und das Eindringen von Sau­erstoff verlangsamen – Hauptursachen für den schnellen Verderb. Der Schutz­mantel besteht laut Hersteller aus rein pflanzlichen Materialien und ist geschmacks- und geruchlos. Bisher werden die neuen Beschichtungsverfahren nur bei Früchten eingesetzt, deren Schale nicht verzehrt wird. Auf Dauer könnte der Überzug aber auch bei anderen Produkten üblich werden, schreibt Spiegel Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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EU-Länder fordern eine genauere Bezeichnung für gemischten Honig

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Nach Europa importierter Honig soll nach einem Vorschlag von 16 EU-Ländern genauer gekennzeich­net werden, um hiesige Imker vor Billigkonkurrenz zu schützen. Hintergrund sind große Preisunter­schiede. Importhonig aus Drittstaaten sei oft viel billiger, heißt es in der Vorlage. „Wegen höherer Produktionskosten können EU-Hersteller kaum mit importiertem Honig konkurrieren.“ Dafür lege die EU jedoch Wert auf hohe Umwelt- und Qualitätsstandards. Bisher gilt: Wird Honig aus der EU mit Importhonig etwa aus China vermengt, muss dies nur allgemein auf der Verpackung angegeben sein als „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“. Theoretisch können also kleine Mengen EU-Honig mit einem Großteil billiger Importe vermengt werden, ohne dass Verbraucher dies genau nachvollziehen können. Die Meldung hat ZDF-heute/dpa.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Flughafen Hamburg will CO2-Ausstoß durch Bäume kompensieren

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Wer vom Hamburger Flughafen aus in die Welt startet, kann sein Klima-Gewissen jetzt besänf­tigen, indem er für ein lokales Aufforstungs- oder Moor-Projekt spendet. Als Orientierungshilfe gelten für einen einfachen Flug etwa nach München oder Mallorca fünf bis 15 Euro, nach New York, Tokio oder Sydney 50 bis 100 Euro. Die Kompensations­agen­tur Atmosfair warnt allerdings, das sei verschwendetes Geld. Und auch der BUND sieht das Klimaschutzvor­haben des Airports kritisch. Zum einen seien neue Bäume nur bedingt ein wirklicher Ausgleich für die CO2-Last des Flugverkehrs. Natürlich sei es gut, wenn mehr Bäume fachgerecht an geeigneten Standorten gepflanzt würden. „Aber die Initiative des Flughafens sieht sehr nach Green­washing aus“, findet Lan­des­geschäftsführer Manfred Braasch. Der Einfluss des Fliegens bei der Klimakrise werde herunter­gespielt; die empfohlenen Spendenbeiträge seien vergleichsweise gering. Mehr bei der taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Vermeintliche Billig-Werbung von Edeka verärgert Landwirte

„Essen hat einen Preis verdient: den niedrigsten“ steht auf einem Werbeplakat des Edeka-Regionalverbunds Minden-Hannover. Als Testimonial wurde Komiker Otto Waalkes verpflichtet. Gar nicht zum Lachen finden allerdings örtliche Bauern die vermeintliche Billig-Werbung – und blockieren aus Protest die Zufahrt zu einem Edeka-Großlager.

Die Werbung ziele darauf ab, dass „hochwertige Lebensmittel verramscht werden“, kritisiert der Präsident des Deutschen Bauern­verbandes. Edeka spricht dagegen von einem Missverständnis. Über die Gemengelage berichtet AFP.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

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Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist der Plan für eine bessere Welt. Aber wie stehen die Chancen, dass wir ihn tatsächlich einhalten? Und was muss dafür dringend geschehen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Themen Natur und Umweltschutz gibt die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

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Das Umwelt-Desaster im Porte­mon­naie

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Zu Beginn des neuen Jahres 2020 führte die Bundesregierung einen verpflichtenden Kassenbon für jeden Einkauf ein. Zwar werden die Bons nicht mehr den giftigen Stoff Bisphenol A enthalten, gesundheitlich unbedenklich sind sie deswegen aber nicht.

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