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Digitaler Protest: Hashtags statt Megafon

Digitaler Protest: Hashtags statt Megafon

Wegen der Coronakrise wandern Umweltaktivisten aus aller Welt von der Straße ins Netz. Wie verändert der digitale Protest die grüne Bewegung?

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Dienstag, 26. Mai 2020

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BGH verdonnert VW zu Ent­schä­di­gun­gen, Bayer einigt sich mit vielen Glyphosat-Klägern und Pro­blem­fall Bioplastik

Liebe Leserinnen und Leser,

die folgende Meldung würde sich auch für die Rubrik „Irrsinn der Woche“ des NDR-Satirema­gazins „Extra 3“ eignen: Beim Billigflieger Eurowings war die Freude über die Lockerungen der Corona-Restriktionen offenbar so groß, dass man im Überschwang vergaß zu gucken, wel­­che Flughäfen eigentlich schon wieder offen haben – und so musste der erste Ferien­flie­ger nach Sardinien wieder nach Düsseldorf zurückkehren. Der Flughafen in Olbia an der Cos­ta Smeralda ist für internationale Flüge nämlich noch bis zum 24. Juni gesperrt. Das hätte auch die Lufthansa-Tochter wissen können, wie ein Sprecher der Airline zerknirscht einräum­te. Noch wahnwitziger wird die ganze Aktion beim Blick auf die Passagierliste: Ganze zwei Gäste waren auf den Airbus A 320 gebucht. Die wurden laut Eurowings umgebucht. Ökolo­gisch besser macht das die Sache nicht.

Bevor wir Sie in unseren Nachrichtenüberblick fliegen – sichere Landung garantiert – noch ein Lektüretipp in eigener Sache: Wegen der Coronakrise wandern Umweltaktivisten aus aller Welt von der Straße ins Netz. Wir haben uns angeschaut, wie der digitale Protest die grüne Bewegung verändert.

Damit: Schönen Dienstag und bis morgen!

Das Team vom Navigator

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BGH-Urteil: VW muss Diesel-Käufer entschädigen

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Für Zehntausende Diesel-Fahrer ist der Weg für Schadenersatz von Volkswagen frei. In sei­nem ersten Urteil zum VW-Abgasskandal stellte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe fest, dass klagende Käufer ihr Auto zurückgeben und das Geld dafür einfordern können. Die obersten Zivilrichter bestätigten mit ihrer Entscheidung ein käuferfreundliches Urteil des Ober­landesgerichts Koblenz. Es hatte den VW-Konzern wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung verpflichtet, dem Käufer eines gebrauchten VW Sharan gut 25.600 Euro plus Zin­sen zu erstatten. Der Mann hatte argumentiert, er habe der Werbung vertraut und geglaubt, ein sauberes Auto gekauft zu haben. Laut BGH müssen bei künftigen Entschädigungen die gefahrenen Kilometer abgezogen werden. Die Meldung hat die Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Bayer einigt sich in den USA mit Zehntausenden Glyphosat-Klägern

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Der Chemiekonzern Bayer hat sich im Rechtsstreit um durch das Pestizid Glyphosat verur­sach­te Krebserkrankungen nach Bloomberg-Informationen mit vielen Klägern geeinigt. Das Le­ver­kusener Unternehmen habe Vereinbarungen mit 50.000 bis 85.000 der schätzungs­weise 125.000 Kläger in den USA getroffen, hieß es unter Berufung auf Verhand­lungs­kreise. Die Ver­einbarungen müssten noch unterzeichnet werden. Die Entschädigungen reichen von einigen Tausend Dollar bis zu einigen Millionen Dollar pro Fall. Laut Bloomberg wird Bayer der Vergleich etwa zehn Milliarden Dollar kosten. Eine Zusammenfassung bietet die taz.

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Scheuer lehnt Fahrverbote für Motorräder zum Lärmschutz ab

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CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer positioniert sich klar in der Diskussion um Motoren­lärm: Er möchte kein Fahrverbot für Motorräder an Sonn- und Feiertagen – Spiegel Online berichtet. Mitte Mai hatte der Bundesrat neue Regeln gefordert, damit Anwohner an beson­ders belasteten Strecken besser vor Lärm geschützt sind. Als weitere Maßnahme fordert die Länderkammer, die maximale Lautstärke der Maschinen auf 80 Dezibel (db/A) festzulegen – was in etwa einem vorbeifahrenden LKW entspricht.

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Zigarettenhandel darf nicht mit Slogan „E-Ziga retten Leben“ werben

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Laut einem Urteil des Landgerichts Trier darf ein E-Zigarettenhandel nicht mit der Aussage „E-Ziga retten Leben jetzt umsteigen“ werben. Der Slogan enthalte täuschende und irre­füh­rende Angaben, so das Gericht. Gesundheitsbezogene Werbung unterliege besonders stren­gen Anforderungen an Richtigkeit, Eindeutigkeit und Klarheit. Der Verein „Zentrale zur Be­kämpfung unlauteren Wettbewerbs“ hatte seine Klage damit begründet, dass die Wer­bung den Eindruck erwecke, dass ein Umstieg auf E-Zigaretten das Leben von Rauchern retten würde. So könnten auch Nichtraucher glauben, dass E-Zigaretten gesundheitlich un­be­­denk­lich seien – das sei jedoch nicht der Fall. Das verklagte Unternehmen hatte behaup­tet, nur Personen anzusprechen, die bereits Raucherinnen und Raucher seien. Mehr bei Zeit Online.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Studie über nachwachsende Rohstoffe – Problemfall Bioplastik

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Für den Bundesverband Bioenergie ist „Bio­ener­gie der gebore­ne Partner im europäischen ‚Green Deal‘“. Eine Untersu­chung der Re­cher­cheorganisation Cor­porate Europe Observatory kommt zu einem anderen Ergeb­nis: Die Produktion von Kunst­stoffen und Treibstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen läuft dem­nach den EU-Klima- und Artenschutzzielen entgegen. Dennoch wird sie mit Hun­der­ten Mil­lio­­nen Euro subventio­niert. „Fossile Treibstoffe durch Pflanzen in Indus­trie­prozessen zu ersetzen ist noch schlech­ter für das Klima und die Biodi­ver­sität als unsere momentane Si­tu­ation“, heißt es in der Stu­die. Am Modell der industriel­len Bio-Industrie sei „nichts nach­hal­tiger als an der momenta­nen Landwirtschaft, Waldpoli­tik, Fischerei und Ab­fall­wirtschaft“. Experten aus Umweltver­bän­den, Wissenschaft und Be­hörden teilen die Kritik. Hintergründe bei der taz.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Ab 16 zur Wahl?

Auf den Straßen protestieren so viele Minderjährige wie noch nie in der Geschichte der Republik – künftig sollen sie nach Willen der Grünen schon ab 16 auch bei Bundes- und Europawahlen mitbestimmen dürfen.

„Kinder und Jugendliche wissen sehr genau, was sie wollen“, heißt es im Antrag der Fraktion, „und sie haben ein Recht darauf, dass ihre Meinungen, Wünsche und Vorstellungen bei Entscheidungen berücksichtigt werden“. Über den Vorstoß berichtet das Handelsblatt.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 3.20 Die Zukunft des Autos

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Reports / Meinungen / Interviews

Plage
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18.Mai 2020

Heu­schre­cken in Ostafrika: der Kampf gegen die Schwärme

Heuschrecken in Ostafrika: der Kampf gegen die Schwärme

Während der Pandemie wütet die größte Heuschreckenplage Ostafrikas seit 25 Jahren. Die betroffenen Länder bekämpfen sie mit Pestiziden – und gefährden damit die Gesundheit der Bevölkerung

Verkehr
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05.Mai 2020

Überall neue Radwege – kann das bitte so bleiben?

Überall neue Radwege – kann das bitte so bleiben?

Die Corona-Krise befeuert die Debatte, wie öffentlicher Raum genutzt werden soll. Vielerorts wird Platz gemacht für Fahrradfahrer und Fußgänger. Kommt mit der Pandemie die Verkehrswende?

Naturschutz
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06.Mai 2020

Um­welt­zer­stö­rung im Schatten des Virus

Umweltzerstörung im Schatten des Virus

Das Corona-Virus hält die Welt in Atem. Und während die Öffentlichkeit mit der Pandemie beschäftigt ist, vergreift man sich vielerorts unbemerkt an der Umwelt

Radverkehr
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30.Apr 2020

Gefahren auf dem Radweg: Hilft der Vi­deo­be­weis?

Gefahren auf dem Radweg: Hilft der Videobeweis?

Immer mehr Radfahrer bringen Kameras an ihren Fahrrädern und Helmen an – um rücksichtslose Autofahrer abzuschrecken und bei Unfällen Beweise vorlegen zu können. Eine rechtlich umstrittene Maßnahme

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Warum ist sich auf den Straßen
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Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

Was Forscher in Eishöhlen am Ende der Welt herausfinden: ein Bericht aus unserer Arktis-Ausgabe

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