Reports / Meinungen / Interviews

Diesel-Abgase in Städten: Vorsichtiges Durchatmen

Diesel-Abgase in Städten: Vorsichtiges Durchatmen

Die Luft in Deutschlands Städten war 2019 etwas weniger dreckig als 2018. Doch die Abgaswerte könnten noch viel niedriger sein, wenn die Regierung endlich aufhören würde, Dieselkraftstoff mit Milliardensummen zu fördern

Weiterlesen
Mittwoch, 8. Juli 2020

Daily Navigator

Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Holz­ein­schlag in der EU rasant gestiegen, Bayers Glyphosat-Vergleich wackelt und Initiative gegen die Kohle-Milliarden

Liebe Leserinnen und Leser,

das Atmen konnte einem schon vor Corona und Maskenpflicht schwerfallen. In vielen deutschen Städten war die Luft schlecht; neben Sauerstoff zog man allerlei Schadstoffe in die Lun­gen. Allen voran: Stickstoffdioxid, chemisches Kürzel: NO2, in die Umwelt geblasen von Dieselfahrzeugen. Zumindest in einigen Städten können die Bewohner nun wieder unbe­denk­licher durchschnaufen – laut Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt hat sich die Luftqualität im vergangenen Jahr verbessert. So überschritten 2019 nur noch 25 Städte die zulässigen EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid, 2018 waren es noch 57. Auf unserer eige­nen Seite erklären wir, welche Maßnahmen für diesen Erfolg verantwortlich sind – und wa­rum es grundsätzlich leider immer noch keinen Grund gibt, beim Thema Luftverschmutzung aufzuatmen.

Weitere Meldungen lesen Sie jetzt in unserer ökologischen Presseschau. Frische News gibt es wieder morgen – bis dahin!

Das Team vom Navigator

Mehr
emoji

Holzeinschlag in der EU rasant gestiegen

mehr

Der Holzeinschlag in der Europäischen Union hat sich einer neuen Studie zufolge drastisch erhöht. EU-weit wurden zwischen 2016 und 2018 im Schnitt 49 Prozent mehr Flächen abgeholzt als im Vergleichszeitraum 2011 bis 2015 – die Holzentnah­me stieg sogar um 69 Prozent. Das ermittelten Wissenschaftler der Gemeinsamen For­schungs­stelle der Europäischen Kommission durch Auswertung von Satelliten-Bildern. Allein Rodungen in Schwe­den und Finnland trugen demnach mehr als 50 Prozent zu dem Anstieg bei. Auch in den drei baltischen Staaten und Polen hätten die nicht mehr mit Wald bedeckten Flächen seit 2016 stark zuge­nommen, was sich nicht nur auf Sturmschäden und Waldbrände zurückführen lasse. In Deutschland gab es zumindest bis 2016 einen gegenläufigen Trend – hier wuchs die Waldflä­che seit 2004 sogar um sieben Prozent. Mehr bei Klimareporter°.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
emoji

Niederlage für US-Ölindustrie: Oberstes Gericht bestätigt Pipeline-Stopp

mehr

Der Baustopp für die umstrittene Erdöl-Pipeline Keystone XL von Kanada in die USA bleibt bestehen: Das Oberste Gericht der USA hat ein Gesuch der Regierung abge­lehnt, einen Bau­stopp für die Keystone XL aufzuheben, den ein Gericht in Montana im April verhängt hatte. Darin hatte der Richter geurteilt, dass für Bauprojekte in Gewässernähe der Arten­schutz stär­ker beachtet werden muss. Demnach hätten die verant­wortlichen Bauingenieure eine aufwändigere Genehmigung einholen müssen. Andere Projekte dürfen das einfache­re Ge­nehmigungsverfahren aber vorerst weiter nutzen. US-Umweltschützer werten die Ent­schei­dung dennoch als Erfolg: „Trotz Trumps verzweifelter Fürbitten und Wirtschaftshörig­keit hat das höchste Gericht die Entscheidung bestätigt, Keystone XL die Genehmigung zu entzie­hen“, sagte eine Sprecherin der Klimaschutzorganisation 350.org. Die Meldung hat die taz.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Bayers milliardenschwerer Glyphosat-Vergleich wackelt

mehr

Die Bayer-Aktien verloren am Dienstag knapp sieben Prozent, nachdem der zuständige US-Bezirksrichter in San Francisco Zweifel an dem Vergleichsvorschlag geäußert hatte. Das Ge­richt sei skeptisch hinsichtlich der Angemessenheit und Fairness dieses Vorschlags und sei vorläufig geneigt, den Antrag abzulehnen, erklärte Richter Vince Chha­bria. Chhabria stößt sich der SZ zufolge vor allem an der Einrichtung eines unab­hän­gi­gen Wissenschaftsgre­miums, das entscheiden soll, ob und zu welchem Anteil der glypho­sat­halti­ge Unkraut­ver­nich­ter Round-up für Krebserkrankungen verantwortlich ist. Der Richter stellte auch infrage, ob potenzielle Kläger an die Entscheidung des Gremi­ums gebunden bleiben möchten, wenn die Forschung in der Sache noch nicht abgeschlossen ist. Bayer teilte mit, der Konzern neh­me die Bedenken ernst und werde diese bei einer Anhörung am 24. Juli adressieren.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Nornickel soll für Ölpest in Sibirien zahlen

mehr

Nach dem verheerenden Ölunglück in der sibirischen Stadt Norilsk hat die russische Umwelt­aufsicht den verantwortlichen Kraftwerkbetreiber Nornickel zu einer „freiwilligen Kompen­sa­tionszahlung“ in Milliardenhöhe aufgefordert. Dies entspreche dem Schaden an der Umwelt, teilte die russische Naturschutzbehörde Rosprirodnadsor mit. Allein an den Gewässern be­laufe sich die Summe auf mehr als 147 Milliarden Rubel (1,8 Milliarden Euro), der Schaden für die Böden liege noch einmal bei etwa 739 Millionen Rubel (9,1 Millionen Euro). Wie die Tagesschau berichtet, hatte zuvor bereits Präsident Putin den Konzerneigner Wladimir Pota­nin – einen der reichs­ten Männer des Landes – verpflichtet, für den Schaden aufzukommen. Dieser hatte die Reinigungskosten auf zehn Milliarden Rubel (123 Millionen Euro) beziffert und angekündigt, „alles zu bezahlen, was nötig ist“.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Höheres Bildungsniveau schützt vor Klimafolgen

mehr

Das Alter ist nicht der einzige Faktor, der eine Rolle dabei spielt, wie stark man von Klimafol­gen getroffen wird. So konnte ein Team um Erich Striessnig, Professor für Demografie und nach­haltige Entwicklung an der Universität Wien, einen Zusammenhang zwischen dem durch­schnittlichen Bildungsniveau und der gesellschaftlichen Vulnerabilität gegenüber Kli­ma­folgen aufzeigen. „Je nachdem, wie gebildet und finanzstark Bevölkerungen sind, können sie in höherem Ausmaß Vorsorgemaßnahmen treffen und die Notwendigkeit dafür verste­hen. Solch bessere Einsicht führt zu deutlich höherer Befolgung von Notmaßnahmen im Ka­tas­trophenfall“, zitiert der Standard Studienleiter Striessnig. Als Beispiel nennt der Experte gebildete und einkommensstarke Wiener, die sich in ihre Zweitwohnsitze außerhalb der städtischen Hitzeinsel flüchten oder mit Klimaanlagen auf Hitzewellen vorbereiten könnten.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: „Die Konzerne sollten gar nichts erhalten“

4,3 Milliarden für die Braunkohle? Rechtswidrig, sagt die grüne Europaabgeordnete Jutta Paulus. Gemeinsam mit einem Parteifreund hat sie die EU-Kommission aufgefordert, ein Prüfverfahren gegen den deutschen Kohleausstieg einzuleiten.

Im Interview mit Zeit Online erklärt sie die Beweggründe.

Daily Navigator abonnieren?

Hier klicken! Jeden Tag die wichtigsten Umweltmeldungen direkt ins Postfach

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.20 Zukunft Wirtschaft

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.20 Zukunft Wirtschaft

Unsere Chance: für eine neue Wirtschaft zum Wohle aller – ab sofort in der neuen Ausgabe des Greenpeace Magazins

 

 

Zur Ausgabe

Wöchentlichen Newsletter bestellen?

Hier klicken! Jede Woche der ganz besondere Blick auf aktuelle Umweltereignisse – direkt ins Postfach

Reports / Meinungen / Interviews

Newsletter
/
03.Jul 2020

Grün: In Frankreich en vogue

Grün: In Frankreich en vogue

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal fällt ihr zuerst Frankreich ins Auge.

Newsletter
/
26.Jun 2020

Bericht aus Hamburg

Bericht aus Hamburg

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal spitzt sie die Ohren, hört aber keinen Motorradlärm.

Rezension
/
30.Jun 2020

Von der Macht, Welten zu zerstören

Von der Macht, Welten zu zerstören

Vor 75 Jahren warfen die Amerikaner ihre Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab. Die neue Graphic Novel „Die Bombe“ erzählt, wie eine Verkettung von Zufällen, Intrigen und Machtspielen dazu führte

Engagement
/
25.Jun 2020

Wie ras­sis­tisch ist die Um­welt­be­we­gung?

Wie rassistisch ist die Umweltbewegung?

Black Lives Matter – auch im Umweltschutz. Die aktuelle Mobilisierung für von Rassismus betroffenen Menschen nehmen Aktivisten nun zum Anlass, um die Umweltbewegung zu kritisieren. Sie sagen: Sie muss den Rassismus in den eigenen Reihen überwinden

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
Hier Klicken

Platz da!

Warum ist sich auf den Straßen
jede selbst die Nächste!
Ein Essay aus unserer Auto-Ausgabe

Weiterlesen

Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

Was Forscher in Eishöhlen am Ende der Welt herausfinden: ein Bericht aus unserer Arktis-Ausgabe

Weiterlesen

À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: Knorke Kirsche

Knorke Kirsche

Ob süß oder sauer, ob Feldzug oder Weltkrieg, ob Drama oder Komödie – die Kirsche ist universell. Jetzt reift das Steinobst, auf das sich alle einigen können, wieder – und lockt in Nachbars Garten. Prunus avium und cerasus sind unsere Früchte der Saison im literarischen Porträt

Greenpeace Magazin - Saison: Sporadischer Spargel

Sporadischer Spargel

Gaumenschmeichler, Gesundbrunnen, Götterspeise – Asparagus officinalis beweist seit den Pharaonen in allen Lebenslagen Geschmack. Der ist süß, schwefelig und flüchtig wie eine Frühlingsliebe. Unser Gemüse der Saison im literarischen Porträt

Greenpeace Magazin - Saison: Charmanter Chicorée

Charmanter Chicorée

Er ist ein junges Gemüse und gedeiht ohne Sonne. Das ist kein Grund, Cichorium intypus varietas foliosum als Kellerkind zu behandeln. Wer aus dem Spross nur Salat macht, hat nix in der Rübe. Unser Gemüse der Saison im Porträt

Greenpeace Magazin - Saison: Populäre Pastinake

Populäre Pastinake

Manchen gilt sie als Wurzel aller Übelkeit, anderen als neuer Stern am Gastrohimmel. Den meisten aber ist sie schlicht egal. Das ist Lebensmittelverschwendung. Denn Pastinaca sativa kann so viel mehr als nur ein bisschen Babybrei
 

Geht doch!

Greenpeace Magazin - Geht doch: Wind willkommen!

Wind willkommen!

Flaute beim Windkraftausbau? Nicht in Dänemark. Dort – und anderswo – hat grüner Strom richtig Rückenwind

Greenpeace Magazin - Geht doch: Neu ist so Neunziger

Neu ist so Neunziger

Bislang hatten die Klimaproteste wenig Auswirkung auf den Konsum. Doch es gibt Anzeichen für ein Umdenken

Greenpeace Magazin - Geht doch: Wohnst Du noch oder recycelst Du schon?

Wohnst Du noch oder recycelst Du schon?

Ob Toilettenpapier oder Gartenstuhl – zu Hause gibt es immer mehr Recyceltes. Fehlt nur noch das Haus selbst
 

Greenpeace Magazin - Geht doch: Lass' das mal Mutter Natur machen

Lass' das mal Mutter Natur machen

Mensch, warum strebst du stets nach mehr? Um deinen Lebensraum zu erhalten, musst du lernen, die Füße hochzulegen