Reports / Meinungen / Interviews

Kaputt, und nun? Die neue Reparatur-Kultur spart Geld und Ressourcen

Kaputt, und nun? Die neue Reparatur-Kultur spart Geld und Ressourcen

Von der Waschmaschine bis zum Smartphone – viele unserer Alltagsgegenstände gehen schnell kaputt und werden noch schneller ausgetauscht. Die „Right to Repair“-Bewegung setzt diesem Trend etwas entgegen: Know-How und Lobbyismus für eine neue Reparatur-Kultur.

Weiterlesen
Freitag, 13. Dezember 2019

Daily Navigator

Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

EU-Gipfel einigt sich auf Kli­ma­kom­pro­miss, Trump-Sohn erlegt seltenes Rie­sen­schaf und Alu-Deo-Hysterie

Liebe Leserinnen und Leser,

sich als guter oder zumindest stillschweigender Verlierer zu präsentieren, ist eine Tugend, die Donald Trump so ganz und gar abgeht. Er reagiert auf Niederlagen stattdessen mit öffentlichen Schmähun­gen. Jüngster Auslöser für eine Twitter-Tirade des US-Präsidenten: Das Time Magazine hatte Greta Thun­berg als „Person of the Year“ ausgezeichnet – für Trump, der auf der Short List stand, eine nicht nachvollziehbare Entscheidung. „So lächerlich“, kommentierte er. Greta solle an ihrem Aggressions­be­wältigungsproblem arbeiten und dann mit einem Freund einen guten altmodischen Film gucken. Trumps finaler Ratschlag : „Chill, Greta, chill!“ Die Angesprochene antwortete auf dem einzigen Weg, der den Politiker zu erreichen scheint: Ebenfalls auf Twitter änderte die 16-Jährige (wie schon einmal zuvor) ihren Status. Dort ist nun unter ihrem Namen zu lesen: „Ein Teenager, der an seinem Aggressions­­bewälti­gungsproblem arbeitet. Chillt gerade und guckt mit einem Freund einen guten altmodischen Film“. Ausgeruhter und cooler kann man kaum kontern.

Bleibt uns nur noch, Ihnen ein chilliges Wochenende zu wünschen. Am Montag sind wir zurück – bis dahin!

Das Team vom Navigator

Mehr
emoji

EU-Gipfel ringt sich zu Klimakompromiss durch

mehr

Zunächst hatte es so ausgesehen, als könnte Ursula von der Leyens „Green Deal“ für Europa schon an der ersten Bewährungsprobe scheitern – dem EU-Gipfel in Brüssel. In der Nacht einigte man sich nach Angaben von EU-Ratspräsident Charles Michel dann aber doch noch auf das von der neuen Kommissionschefin ausgegebene Ziel: Klimaneutralität bis 2050. Ein Staat bleibt bei der Selbstverpflichtung allerdings außen vor: Polen wird eine Ausnahmeregelung zugestanden. Die Regierung in Warschau wollte Klimaneutralität erst bis 2070, was die EU-Partner in Brüssel ablehnten. Auf Drängen Tschechiens wird nun gesondert festgeschrieben, dass „einige Mitgliedstaaten“ in ihrem Energiemix auch Atomkraftwerke einsetzen. Vor allem Polen, Tschechien und Ungarn hatten eine Einigung zunächst blockiert; die drei Länder sind bisher von der wenig klimafreundlichen Kohle abhängig. Die Meldung hat die Deutsche Welle.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
emoji

Trump Junior erlegt seltenes Riesenschaf in der Mongolei

mehr

Donald Trump Junior, der schon des Öfteren wegen seiner Vorliebe für Großwildjagden in der Kritik stand, soll während einer Reise in die Mongolei ein seltenes Riesenwildschaf – ein Argali – erlegt haben, wie die SZ meldet. Bereits im August soll der Sohn des US-Präsidenten das Tier erschossen haben. Dabei hat sich Trump Junior offenbar über mongolisches Recht hinweg­gesetzt: Zum Zeitpunkt der Jagd soll er keine offizielle Abschuss-Erlaubnis gehabt haben. Diese Er­laub­nis wurde dann im Nach­gang ausgestellt – nachdem der Trump-Sohn Anfang September den Prä­sidenten der Mongolei getroffen hatte. Ihre langen geschwungenen Hörner machen Argalis immer wieder zum Ziel von Trophäenjägern. Die Art ist in den Gebirgsketten Zentralasiens verbreitet – allerdings nehmen ihre Bestände seit längerer Zeit ab. In Asien leben noch etwa 80.000 Exemplare.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Wärmeverbrauch von Gebäuden steigt

mehr

Die Energiewende im Gebäudesektor kommt nicht voran – im Gegenteil: Der Wärmeverbrauch von Wohngebäuden ist im dritten Jahr hintereinander gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt nach einem Spiegel Online-Bericht eine Aus­wer­tung des Energiedienstleisters Techem. Über die vergangenen drei Jahre hinweg betrage der ge­samte Anstieg für Erdgas 5,8, für Heizöl 8,5 und für Fernwärme 4,9 Prozent. Te­chem verwendet für seine Studie die Verbrauchswerte von etwa 1,5 Millionen Wohnun­gen und rech­net diese Werte hoch. Einen möglichen Grund für den Anstieg nannte Techem auch: Es gebe offen­bar einen Zu­sammen­hang zwischen dem Preis­niveau für Heizenergie und dem Verbrauch. Sinken die Preise, so steige mit einem Jahr Verzögerung der Verbrauch – und umgekehrt. Die End­ener­gie­preise waren in den Jahren 2015, 2016 und 2017 durchgehend gesunken.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
emoji

Dänemark plant künstliche Insel für Erneuerbare Energien

mehr

Bis 2050 will Dänemark klimaneutral werden, das hat das Land in einem wegweisenden Gesetz be­schlossen. Dabei helfen soll eine künstliche Insel mit riesigen Hochsee-Windparks. „Diese Insel wird es möglich machen, erneuerbaren Strom im großen Stil umzuwandeln und die Ener­gie zu speichern“, sagte Dänemarks Klima- und Energieminister Dan Jørgensen am Rande der Welt­kli­makonferenz in Madrid. Die Kosten für das Megaprojekt sollen sich zwischen umgerechnet etwa 27 und 40 Milliar­den Euro bewegen. Noch vor 2030 soll es in Betrieb gehen. Jørgensen zufolge sollen im Meer rund um die künstlich aufgeschüttete Insel Windfarmen mit einer Spitzenleistung von 10 Gigawatt hochge­zogen werden. Zum Vergleich: die bislang weltgrößte Offshore-Anlage hat 1,2 Gigawatt. Der so er­zeug­te Strom würde laut Regierung ausreichen, um zehn Millionen Haushalte zu versorgen – mehr als Dänemark Einwohner hat. Hintergründe bei Spiegel Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Die Alu-Deo-Hysterie

mehr

Geworben wird schon länger mit ihnen: aluminiumfreien Deos. Denn viele Menschen haben Angst davor, dass aluminiumhaltige Stoffe über die Haut in den Körper gelangen und dort Scha­den anrich­ten – gar von Demenz oder Krebs ist die Rede. Vor Kurzem warnte auch das Bundes­insti­tut für Risi­ko­bewertung (BfR) vor den Risiken. Das Problem dabei: Vie­le unabhängige Experten halten die War­nungen für maßlos übertrieben – und glauben nicht, dass Alu-Deos ein Gesundheitsrisiko darstellen. Recherchen von Zeit Online und dem Onlinemagazin MedWatch zeigen, dass sogar eine von der EU eingesetzte Expertengruppe den Einschätzungen des BfR widerspricht. Die Aufnahme von Aluminium über die Haut sei so gering, dass niemand sich sor­gen müsse – es gebe schlicht keinen Grund, auf Alu-Deos zu verzichten. Zeit Online geht der Alu-Deo-Hysterie auf den Grund.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Selbstversuch im Luftverschmutzungs-Simulator

Wie fühlt es sich an, in einer Stadt zu leben, in der die Feinstaubbelastung um das 30-fache die empfohlenen WHO-Werte überschreitet?

Spiegel-Reporter Claus Hecking hat es im sogenannten Pollution-Pod ausprobiert – unsere Fotos an diesem Freitag im Bewegtbild.

Daily Navigator abonnieren?

Hier klicken! Jeden Tag die wichtigsten Umweltmeldungen direkt ins Postfach

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

 

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist der Plan für eine bessere Welt. Aber wie stehen die Chancen, dass wir ihn tatsächlich einhalten? Und was muss dafür dringend geschehen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Themen Natur und Umweltschutz gibt die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins

Zur Ausgabe

Wöchentlichen Newsletter bestellen?

Hier klicken! Jede Woche der ganz besondere Blick auf aktuelle Umweltereignisse – direkt ins Postfach

Reports / Meinungen / Interviews

Newsletter
/
06.Dez 2019

Kon­dens­strei­fen der Di­gi­ta­li­sie­rung

Kondensstreifen der Digitalisierung

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal schaut sie mit Staunen auf die Auswirkungen der digitalen auf die analoge Welt

Newsletter
/
29.Nov 2019

Agenda 2030 – der Plan für eine bessere Welt

Agenda 2030 – der Plan für eine bessere Welt

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal hat sie das neue Greenpeace Magazin durchgeblättert – die erste Ausgabe des kommenden Jahrzehnts.

Weltklimakonferenz
/
03.Dez 2019

Endlich Be­tei­li­gung? Wie die Jugend in Madrid mit­ver­han­delt

Endlich Beteiligung? Wie die Jugend in Madrid mitverhandelt

Am Montag begann die 25. UN-Weltklimakonferenz („COP25“) in Madrid, heute diskutieren Jung und Alt auf dem „Young and Future Generations Day“ miteinander. Aber bedeutet das auch echte Beteiligung? Der 28-jährige Klimaaktivist Paul Mutuku aus Kenia erzählt im Interview, wie sich die Jugend auf der Konferenz Gehör verschafft

Neue Ausgabe
/
26.Nov 2019

2030

2030

Zehn Jahre Zeit, das Richtige zu tun. Der Plan für eine bessere Welt – in der neuesten Ausgabe des Greenpeace Magazins

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
Hier Klicken

Wilder Osten

Wer einsame Wildnis sucht, muss nicht
bis Kanada jetten. Unser Geheimtipp:
Urwald gibt es auch in Thüringen

Weiterlesen

Noch schlimmer als gedacht

Wird die Erde unbewohnbar? Das Interview mit David Wallace-Wells aus dem Heft zur Klimakrise.

Weiterlesen

Wem gehört der Brokkoli?

Eine Landwirtin kämpft für ihr Recht auf eigene Sorten.
Ein Portrait aus dem Greenpeace Magazin

Weiterlesen

À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: Populäre Pastinake

Populäre Pastinake

Manchen gilt sie als Wurzel aller Übelkeit, anderen als neuer Stern am Gastrohimmel. Den meisten aber ist sie schlicht egal. Das ist Lebensmittelverschwendung. Denn Pastinaca sativa kann so viel mehr als nur ein bisschen Babybrei
 

Greenpeace Magazin - Saison: Holde Haselnuss

Holde Haselnuss

Von der Steinzeit bis heute, von Aufstrich bis Auftritt – die Nuss der Nüsse hat es in sich. Sie ist nicht nur reif, sie ist filmreif. Es ist an der Zeit, Corylus avellana in Leinwandgröße zu bewundern
 

Greenpeace Magazin - Saison: Taktische Tomate

Taktische Tomate

Golden und giftig, teuer und treulos, süß und salzig – Solanum lycopersicum steckt voller vermeintlicher Gegensätze, die in Wahrheit wunderbar zusammenpassen

Geht doch!

Greenpeace Magazin - Geht doch: Neu ist so Neunziger

Neu ist so Neunziger

Bislang hatten die Klimaproteste wenig Auswirkung auf den Konsum. Doch es gibt Anzeichen für ein Umdenken

Greenpeace Magazin - Geht doch: Wohnst Du noch oder recycelst Du schon?

Wohnst Du noch oder recycelst Du schon?

Ob Toilettenpapier oder Gartenstuhl – zu Hause gibt es immer mehr Recyceltes. Fehlt nur noch das Haus selbst
 

Greenpeace Magazin - Geht doch: Lass' das mal Mutter Natur machen

Lass' das mal Mutter Natur machen

Mensch, warum strebst du stets nach mehr? Um deinen Lebensraum zu erhalten, musst du lernen, die Füße hochzulegen