Reports / Meinungen / Interviews

We Are the Champions, ätsch!

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal schaut sie ein bisschen neidisch auf die Stadt Utrecht.

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Freitag, 23. August 2019

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WHO dringt auf mehr In­for­ma­tio­nen zu Mi­kro­plas­tik, Bernie Sanders will 16 Billionen fürs Klima und Kängurus im Schnee

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern haben wir an dieser Stelle über unerlaubte Urlaubsmitbringsel berichtet – heute geht es um Eindrücke aus der Ferne, die plötzlich auch in unseren Gefilden erlebbar sind. Wie das Zirpen des Weinhähnchens. Diese Grillenart ist neuerdings nicht mehr nur in mediterranen Regionen und vereinzelt im warmen Rheintal anzutreffen, sondern einem BR-Bericht zufolge auch im Coburger Land in Bayern. Die Grille erreicht eine Länge von etwa 15 Millimetern. Beeindruckender als das Körpermaß ist aber das Organ des Hüpfers: Das Zirpen des Weinhähnchens ist bis zu 50 Meter weit zu hören. Klingt für die einen nach Sommer im Ferienhaus. Und für andere schlicht nach Lärmbelästigung.

Wir sind jetzt erstmal still – und melden uns dann am Montag mit frischen Umweltnachrichten zurück. Bis dahin! 

Das Team vom Navigator

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WHO: Mikroplastik im Trinkwasser derzeit keine Gefahr

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In einem ersten Bericht zu den Folgen von Mikroplastik in Trinkwasser warnt die Weltgesundheitsbe­hör­de WHO vor einer fortschreitenden Belastung der Umwelt mit Kunststoffen. „Wir müssen drin­gend mehr über die gesundheitlichen Folgen von Mikroplastik wissen, denn es ist überall – auch im Trinkwasser“, sagte Maria Neira, Leiterin der Abteilung für öffentliche Gesundheit, Umwelt und sozi­ale Gesundheitsfaktoren. Aufgrund der begrenzten Informationen könne man derzeit keine Gesund­heits­risiken aus den aktuellen Mikroplastikkonzentrationen im Trinkwasser ableiten. In dem mehr als 100 Seiten umfassenden Bericht stellen die Experten der UN-Behörde aber eklatante Wissenslücken hinsichtlich Mikroplastik fest. Die Leerstellen betreffen sowohl Beschaffenheit als auch das chemi­sche und biologische Verhalten kleiner und kleinster Kunststoffpartikel. Auch die konkreten Gefah­renpotenziale liegen laut WHO im Dunkeln. Mehr bei der SZ.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Mehr Radfahrer sterben im Straßenverkehr

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Auf Deutschlands Straßen sind im ersten Halbjahr 2019 bei etwas mehr Verkehrsunfällen insgesamt weniger Menschen ums Leben gekommen – es gibt allerdings einen beunruhigenden Ausreißer. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 1.465 Menschen getötet: 40 weniger als im Vorjahreszeitraum, ein Rückgang um 2,7 Prozent. Die Gesamtzahl der Unfälle stieg leicht, um 0,4 Prozent auf knapp 1,3 Millionen. Innerhalb der Gruppe der Verkehrstoten sticht die Gruppe der Fahr­rad­fahrer heraus: Im ersten Halbjahr kamen insgesamt 158 Radfahrer ums Leben. Das sind 16 mehr als im Vorjahres­zeitraum – und ein Anstieg um 11,3 Prozent. Die Meldung hat die Tagesschau. Die taz kommentiert: Gegen den traurigen Trend könnte CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer etwas unterneh­men. Tut er aber nicht.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Merkel lobt die Klimapolitik der Niederlande

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Angela Merkel hat sich für eine Verschärfung des EU-Klimaziels bis 2030 ausgesprochen. Sie könne den niederländischen Vorschlag, die Treibhausgase in der Europäischen Union bis 2030 um 55 Pro­zent gegenüber 1990 zu senken, „sehr gut mittragen“, sagte die Kanzlerin nach einem Zeit Online-Bericht bei ihrem Besuch in Den Haag. Beschlossen ist in der EU bisher nur eine Verminderung um 40 Prozent. Deutschland hat sich national das Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken. Für die Bundesrepublik wäre somit ein ambitionierteres europäisches Niveau kein Problem, so Merkel. Deutschland könne vom Nachbarland einiges lernen, unter anderem in der Verkehrspo­li­tik. In den Niederlanden soll ab 2021 eine Klimaabgabe für die Industrie den Emissionshandel er­gän­zen und den CO2-Preis so in die Höhe treiben. Um den Kosten zu entgehen, will das Amsterdamer Taxi-Gewerbe auf Elektro-Autos umstellen, wie ZDF-heute meldet.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Risiko Atomkraft: Bund kauft knapp 190 Millionen Jod-Tabletten

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Für den Fall eines schweren Atomunfalles in Deutschland oder in benachbarten Ländern hat der Bund 189,5 Millionen Jodtabletten beschafft – ZDF-heute berichtet. Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlen­schutz wurden bisher Jodtabletten für die Bevölkerung vorgehalten, die weniger als 20 Kilometer von einem Kernkraftwerk entfernt lebt. Im Umkreis von 100 Kilometern sollten zusätzlich Kinder und Jugendliche sowie Schwangere versorgt werden. Künftig soll nun die gesamte Bevölke­rung im Umkreis von 100 Kilometern Jodtabletten erhalten – Schwangere, Kinder und Jugendliche sogar im ganzen Bundesgebiet. Mit der Neuanschaffung folgt die Behörde einer Empfehlung der Strahlenschutzkommission. Hintergrund war eine Überprüfung des Notfallschutzes nach den Erfahrungen der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima. Die hochdosierten Jodtabletten sollen verhindern, dass die Schilddrüse nach einem Reaktorunfall radioaktives Jod aufnimmt.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Bernie Sanders will 16 Billionen US-Dollar in den Klimaschutz stecken

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Bislang war Jay Inslee, Gouverneur des US-Bundesstaates Washington, im weitläufigen Feld der demokratischen Präsidentschaftsbewerber der „grüne Kandidat“. Doch am Mittwoch zog Inslee seine Kandidatur zurück – und nur einen Tag später präsentierte ein sehr viel aussichtsreicherer Bewerber seinen ambitionierten Klimaplan: Bernie Sanders, der sich bereits 2016 um das höchste Amt Amerikas beworben hatte, geht mit einem eigenen „Green New Deal“ ins Rennen – im Wert von unglaublichen 16,3 Billionen US-Dollar. Darin fordert der 77-Jährige unter anderem, dass die USA bis 2050 aus den fossilen Energien aussteigen. Dafür will Sanders alternative Energien wie Sonne, Wind und Geothermie ausbauen. Und er verspricht ärmeren Nationen, die unter dem Klimawandel am stärksten leiden, 200 Milliarden Dollar. Einzelheiten hat die New York Times.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Kängurus im Schnee

Der Wettbewerb um den „Australian Geographic Nature Photographer of the Year“ ist dem Naturerbe Australiens, Neuseelands, der Antarktis und Neuguineas gewidmet. In diesem Jahr sind unter den Gewinnerbildern ein toter Finnwal als Festschmaus für Haie und ein Wasserwaran mit gespaltener Zunge.

Der Guardian zeigt die eindrücklichen Aufnahmen – und erklärt, was es mit einem neongrün leuchtenden Pilz auf sich hat.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Seit dem Hitzesommer 2018 ist klar: Der Klimawandel ist da, und er ist überall. „Überleben in der Heißzeit“ ist ein Heft über die Frage: Gibt es ein richtiges Leben im falschen Klima? Jetzt lesen

Klimaanpassung – 5.19

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Reports / Meinungen / Interviews

gleichberechtigung
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20.Aug 2019

Lieber nicht nackt als Pelz

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„Fehlt dir nichts?“ Als queere Frauen, die sich vegan ernähren, müssen India Kandel und Daniela Zysk sich diese Frage oft anhören. Mit dem „Vegan Rainbow Project“ setzen sie sich für die Gleichberechtigung aller Tiere, Geschlechter und sexueller Ausrichtungen ein. India Kandel erklärt im Interview, auf welche Widerstände sie damit stoßen. 

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09.Aug 2019

Kli­ma­wan­del: Anpassen ja, verzagen nein

Überleben in der Heißzeit // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal hat sie die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins durchgeblättert.

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16.Aug 2019

Kundschaft am Rande des Ner­ven­zu­sam­men­bruchs

Kundschaft am Rande des Nervenzusammenbruchs

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal nimmt sie Ampeln, Schlüssellöcher und andere lustige Lebensmittelkennzeichnungen unter die Lupe.

interview
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09.Aug 2019

„Herr Bolsonaro muss verstehen, dass der Kli­ma­wan­del auch Brasilien bedroht“

„Herr Bolsonaro muss verstehen, dass der Klimawandel auch Brasilien bedroht“

Laut dem neuen Sonderbericht des Weltklimarates IPCC sind Land- und Forstwirtschaft für 23 Prozent des menschengemachten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, einer der Leitautoren, erklärt im Interview, welchen Wandel er sich durch die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse erhofft.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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