Reports / Meinungen / Interviews

Miraculix, bitte umgehend in Berlin melden!

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal wünscht sie sich grüne Zauberkräfte.

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Freitag, 24. Januar 2020

Daily Navigator

Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Verbraucherschützer wollen Steuer auf Obst und Gemüse abschaffen, Trump will Bäume pflanzen und die Hambi-Häuser sollen ins Museum

Liebe Leserinnen und Leser,

niemand will, dass demnächst unser letztes Stündlein schlägt – weil wir selbst unseren Lebens­raum zugrunde gerichtet haben. Dass diese Gefahr jedoch durchaus real ist, soll die soge­nannte Doomsday Clock deutlich machen. Seit 1947 ist die Weltuntergangsuhr ein Symbol für die Gefährdung der Mensch­heit. Jetzt haben Wissenschaftler den Zeiger des (End-)Zeit­messers von zwei Minuten auf 100 Sekunden vor zwölf vorgerückt, wie die SZ meldet. Mitternacht steht für die globale Katastrophe. Bei der letzten Justie­rung im Jahr 2018 von zweieinhalb auf zwei Minuten vor zwölf, be­gründete das Gre­mium diesen Schritt einerseits mit den weltweit eingelagerten Nuklearwaffen und der fortschreiten­den Klimakrise, andererseits mit den politischen Entwicklungen in den USA. Da sich die Lage in allen Bereichen eher verschärft als entspannt habe, entschieden die Wissenschaftler nun, die Zeiger so nah wie noch nie Richtung Apokalypse zu drehen.

Mit diesem Denkanstoß sind wir am Ende – natürlich nur für diese Woche. Am Montag sind wir wie gehabt mit aktuellen Umweltnews zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator 

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Verbraucherschützer fordern Streichung von Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse

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Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch dringt darauf, dass die Bundesregierung die Mehr­wert­steuer auf Obst und Gemüse abschafft. Eine Ernährung mit weniger Fleisch und tierischen Le­bens­mitteln sei gesund und schone Umwelt und Klima, erklärte Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker der Passauer Neuen Presse. Die Streichung könne „schnell und nationalstaatlich“ umgesetzt werden. Der Schritt erleichtere vielen Menschen eine gesunde Ernährung und leiste gleichzeitig einen Beitrag für eine umwelt- und klimafreundlichere landwirtschaftliche Produk­tion. Familien und weniger kaufkräftige Verbraucherinnen und Verbraucher würden entlastet, so Rücker. „Solange ein Kopf Brokkoli mehr kostet als ein paniertes Schweineschnitzel, läuft etwas falsch in der Agrarpolitik.“

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Kanzlerin in Davos: Merkel nennt Klimaschutz „Frage des Überlebens“

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Kampf gegen die Erderwärmung beim Weltwirtschaftsforum in Davos zur Existenzfrage erklärt. „Die Frage der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens könn­te eine Frage des Überlebens für den ganzen Kontinent sein“, sagte sie. Mit den derzeitigen Ver­pflich­­tungen der Staaten werde das Ziel nicht erreicht, die Erderwärmung wie geplant zu begren­zen. Die Welt müsse gemeinsam handeln, aber auch jedes Land müsse seinen Beitrag leisten. Merkel sprach von „Transformationen von gigantischem histori­schen Ausmaß“. Die Industrieländer hätten hier eine „Bringschuld“. Die Kanzlerin thematisierte au­ßer­dem eine „Sprachlosigkeit“ zwischen Men­schen, die den Klimawandel leugneten und denjenigen, für die Klimaschutz höchste Dringlichkeit habe – hier helfe nur mehr Dialog. Die Meldung hat die Tagesschau.

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Trump befürwortet Baumpflanzungen – aber wie sinnvoll ist das überhaupt?

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Es passierte nur ein Mal, dass Donald Trump für seine Rede in Davos Zwischenapplaus bekam: Da ver­kündete der US-Präsident, seine Regierung wolle sich dem Vorhaben anschließen, eine Billion Bäume zu pflanzen. Das Wort Klimawandel vermied Trump zwar tunlich, doch viele Auffors­tungsprojekte haben genau dies zum Ziel: Den Klimawandel zu bremsen, indem viele neue Bäume gepflanzt werden. Die Pflanzen sollen über ihre Fotosynthese Kohlendioxid (CO₂) aus der Atmosphäre entfer­nen und in Form von Blättern, Ästen, Wurzel, Stamm und Rinde als Biomasse binden. Zwar sehen Klimaforscher das Aufforsten prinzipiell als Möglichkeit an, die Erderwärmung zu mildern. Wie stark der Effekt ist und wo man überhaupt neue Bäume pflanzen könnte, hat aktuell jedoch eine große Kontroverse ausgelöst. Hintergründe bei der SZ.

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Experten zweifeln an Versprechungen des E-Flugtaxi-Herstellers Lilium

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Was für ein Traum – endlich hat auch Deutschland einen Innovator vom Schlage eines Elon Musk. Sein Name: Daniel Wiegand, ein smarter Jungingenieur voller Ehrgeiz und Vision. Wiegand will intelligente Mini-Flugzeuge bauen: Vollelektrisch, leise, preiswert und irgendwann sogar ganz ohne Pilot sollen sie hoch über den Städten der Welt herumsausen. Gerade ist Lilium dabei, frisches Investorengeld einzuwerben; die Rede ist von weiteren 400 bis 500 Millionen Dollar. Das Unternehmen würde damit zu einem der weltweit größten und bestkapitalisierten Start-ups in der blutjungen Zukunftsbranche elektrischer Flugtaxis. Doch womöglich könnte der Traum jäh enden: Es mehren sich Zweifel, ob Lilium auf seriöse Weise arbeitet. Die These steht im Raum, dass der Ehrgeiz der Gründer nicht mit den Gesetzen der Physik vereinbar ist. Mehr bei Spiegel Online.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit
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Baumhäuser aus dem Hambacher Forst sollen ins Museum kommen

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Der Hambacher Forst bleibt erhalten – das steht inzwischen fest. Für die Baumhäuser vor Ort soll das auch gelten, zumindest nach Meinung der Jungen Union Rhein-Erft, wie der WDR berichtet. Sie will aus den Bauten Museumsstücke machen – die seien schließ­lich bundes­weit zum Symbol des Kampfes gegen den Klimawandel geworden. Den wohl eigentlichen Anlass für den Vorschlag formuliert André Hess, Kreisvorsitzender der Jungen Union Rhein-Erft, so: „Der Hambacher Forst braucht jetzt Ruhe und darf alleine deshalb nicht dauerhaft zu einer touristischen Pilgerstätte Auto­no­mer verkommen.“ Die JU fordert die verbliebenen Besetzer auf, das Waldstück endgültig, vollständig und dauerhaft zu verlassen. Die Baumhäuser sollen als Attraktionen für Touristen verlagert werden: ins Haus der Geschichte in Bonn.

Bericht, 1 Minute Lesezeit

Fotos am Freitag: Berlin, wie es singt und piept

Rund um den Globus sind immer weniger Vogelstimmen zu hören. Schuld ist einmal mehr der Klimawandel.

Wie schön und bunt gefiedert die heimische Piepmatz-Auswahl (noch) ist, zeigt jetzt der Tages­spie­gel: Er dokumentiert Berlins Vogelvielfalt in Bildern.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

 

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist der Plan für eine bessere Welt. Aber wie stehen die Chancen, dass wir ihn tatsächlich einhalten? Und was muss dafür dringend geschehen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Themen Natur und Umweltschutz gibt die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins

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Reports / Meinungen / Interviews

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13.Jan 2020

Das Umwelt-Desaster im Porte­mon­naie

Das Umwelt-Desaster im Portemonnaie

Zu Beginn des neuen Jahres 2020 führte die Bundesregierung einen verpflichtenden Kassenbon für jeden Einkauf ein. Zwar werden die Bons nicht mehr den giftigen Stoff Bisphenol A enthalten, gesundheitlich unbedenklich sind sie deswegen aber nicht.

Citizen Science
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08.Jan 2020

Mitmachen im Jahr 2020: Wo Bürger der Wis­sen­schaft helfen können

Mitmachen im Jahr 2020: Wo Bürger der Wissenschaft helfen können

Sie suchen noch nach einem guten Vorsatz? Probieren Sie es mal mit Citizen Science. Ob Vögel zählen oder Nitrat messen – jeder kann die Wissenschaft mit eigenen Beobachtungen unterstützen. Wir zeigen wo.

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10.Jan 2020

Brandherde

Brandherde

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal getrübt von dicken Rauchschwaden und viel verbalem Qualm um wenig

Jahresrückblick
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23.Dez 2019

So war das Umweltjahr 2019

So war das Umweltjahr 2019

Der Amazonas in Flammen, Venedig unter Wasser, ein Klimapäckchen – und Millionen hoffnungmachende Fridays-for-Future-Demonstrierende auf den Straßen. 2019 ist das Jahr, in dem wohl die Sorge um den Planeten so viele Menschen bewegte wie noch nie. Wir blicken zurück

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