Reports / Meinungen / Interviews

„Ein riskantes und teures Experiment“

„Ein riskantes und teures Experiment“

Die globale Erwärmung bringt eine alte, hochproblematische Technologie wieder ins Gespräch: Atomkraft. Einige feiern sie schon als möglichen Ausweg aus der Klimakrise. Dabei reden sie die Risiken klein – und verschweigen die horrenden Kosten.

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Freitag, 15. November 2019

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Wie die Gesundheit von Kindern unter dem Klimawandel leidet, was das Umweltministerium gegen Laubbläser hat und fliegende Hasen

Liebe Leserinnen und Leser,

dass Veranstalter rechter Treffen und Events mitunter Probleme haben, Räumlichkeiten zu finden, ist bekannt. Jetzt müssen erstmals auch Klimawandelleugner draußen bleiben – was angesichts der Tat­sache, dass es ja vor allem um Außentemperaturen geht, doch ein bisschen ironisch anmutet. Aber von vorne: Zum 13. Mal wollte der in Jena ansässige Verein Eike e.V. in der kommenden Woche seine „alternative Klimakonferenz“ ausrichten. Dafür wurde laut Tagesspiegel das NH Con­gress Center München angemietet. Doch überraschend hat die NH Hotelgruppe den Veranstaltern nun gekündigt, wie das Blatt berichtet. Offiziell ist von Sicherheitsbedenken die Rede. Bereits am vergangenen Wo­chen­­ende hatten Aktivisten gegen die anstehende Veranstaltung der Erderwärmungsskeptiker mobil gemacht – mit einem Flashmob in der Hotellobby. Gut möglich also, dass die Hotelbesitzer bei ihrer Absage weniger von ethischen Beden­ken getrieben wurden, als vielmehr von der Angst ums Eigen­tum.

Fazit? Die Motivation: verbesserungswürdig. Das Ergebnis: stimmt. 

Damit sind wir durch für diese Woche. Genießen Sie die freien Tage, ob nun drinnen oder draußen.

Das Team vom Navigator

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Kinder leiden gesundheitlich am meisten unter dem Klimawandel

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Ein Kind, das heute zur Welt kommt, wird sein ganzes Leben lang mit Gesundheitsrisiken zu kämpfen haben, die der Klimawandel mit sich bringt. 120 Wissenschaftler haben im Fachjournal The Lan­cet eindrücklich zusammengefasst, wie sich die Situation künftig verschärfen wird. „Kinder sind be­son­ders anfällig für Gesundheitsrisiken durch den Klimawandel, weil sich ihr Körper und ihr Immun­system noch in der Entwicklung befinden“, sagt Nick Watts, Geschäftsführer des Berichts. Am stärks­ten werden Kinder unter Infektionskrankheiten leiden, die sich aufgrund der höheren Temperaturen ausbreiten. So gedeihen Erreger von Durchfallerkrankungen in feucht-warmem Klima besonders gut. Bereits heute gibt es im Schnitt mehr als doppelt so viele Tage im Jahr wie in den frühen 1980ern mit idealen Bedingungen für die Bakterien. Die SZ gibt einen Überblick über die größten Gefahren.

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Überflutung Venedigs hätte verhindert werden können

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„Mose“ – der Name passt perfekt zu dem riesigen Bollwerk, das Venedig vor Fluten und dem steigen­den Meeresspiegel abschirmen soll. Ähnlich wie der Prophet wird das Sperrwerk eines Tages das Meer teilen. Insgesamt 78 Fluttore sollen die drei Zugänge zur Lagune verschließen. Jedes wiegt gut 250 Tonnen und ist bis zu fünf Meter dick, 20 Meter breit und 30 Meter hoch. Doch technische Pannen, Korruption und entnervte Verantwortliche, die hinschmissen, haben das Projekt immer wieder verzögert. Die Folgen bekam die Lagunenstadt nun zu spüren. Die Pegel schwollen auf bis zu 1,87 Meter über Normalwert an; inzwischen hat Ita­liens Regierung den Notstand ausgerufen. Mit „Mose“, ist sich Venedigs Bürgermeister Luigi Brugna­ro sicher, wäre das nicht passiert. Hintergründe bei Spiegel Online.

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Hofreiter pocht nach niederländischem Tempolimit auf Begrenzung hierzulande

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Nach der Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen in den Niederlanden bekräftigt die Grünen-Fraktion ihre Forderung nach einer ähnlichen Maßnahme in Deutschland, wie Zeit Online meldet. „Deutsch­land ist das einzi­ge Industrieland, in dem man unbeschränkt rasen kann“, sagte Fraktions­chef Anton Hofreiter. Ande­re EU-Länder haben Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen zwischen 100 und 140 Stundenkilo­me­tern. Es sei höchste Zeit, dass sich vor allem CDU und CSU „von ihrem überlebten Tempo-Dogma“ trennten, so Hofreiter. „Das würde die Sicherheit auf den Straßen erhö­hen, weniger Emissionen verursachen und den Geldbeutel der Autofahrer schonen.“ Ein Vorstoß der Grünen für ein Tempo­limit war allerdings erst Mitte Oktober im Bundestag gescheitert.

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Wohl keine Zwangshaft für Politiker wegen Missachtung von EU-Umweltrecht 

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Politikern droht offenbar erst einmal keine Zwangshaft, wenn sie EU-Umweltrecht nicht umsetzen – zu diesem Schluss kommt der zuständige Gutachter des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Hintergrund ist ein Fall vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof: Dort hatte die Deutsche Umwelthilfe Zwangshaft gegen bayerische und auch baden-württembergische Politiker gefordert, weil diese keine Verkehrsverbote für Diesel durchsetzen, obwohl sie eigentlich gerichtlich dazu verpflichtet sind. Der Generalanwalt des EuGH befand nun, dass letztlich das Grundrecht auf Freiheit wichtiger sei. Zwar könne die Weigerung des Freistaats Bayern gravierende Folgen haben – auch für die Gesundheit und das Leben von Menschen. Zwangshaft ohne eine klare gesetzliche Regelung widerspreche jedoch der Grundrechtecharta der Europäischen Union. Mehr bei der Tagesschau.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Umweltministerium will Laubbläser verbannen

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Sie sind laut und nerven gerade im Herbst wahnsinnig: Laubbläser. Jetzt warnt das Bundesumweltmi­nis­te­rium vor den Geräten – wegen Gesundheitsgefahren, aber auch aus Naturschutzerwägungen. Der Grund: Viele Gartenbesitzer betrachten Laub als bloßen Abfall. Jedes noch so kleine Blatt wird weggepustet und wandert anschließend in die grüne Tonne oder auf den Wertstoffhof. Da­bei bietet das Herbstlaub die Lebensgrundlage für nützliche Insekten. Auch Igel überwintern gerne im Laub. Außerdem würden durch Laubbläser Bodenbakterien aufgewirbelt, so das Umwelt­mi­nis­terium. Es empfiehlt deshalb: Keine Laubbläser auf privatem Gelände – und im öffentlichen Be­reich nur dort, wo es wirklich nicht anders geht. Die Meldung hat der SWR.

Bericht, 1 Minute Lesezeit

Fotos am Freitag: Kommt ein Hase geflogen

Hasen gelten auf dem Boden als flink und wendig. Doch auch in der Luft machen die Langohren eine gute Figur, wie das beste Naturfoto des Jahres zeigt.

Der ungarische Fotograf Csaba Daróczi wurde mit seiner Schwarz-Weiß-Aufnahme von Hasen im Sprung „Nature Photographer of the Year“. Auch die Bilder der übrigen Teilnehmer sind beeindruckend, wie der Guardian dokumentiert. Im Programm: balancierende Insekten, Schwäne bei Sonnenaufgang und hungriger Vogelnachwuchs.

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08.Nov 2019

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