Reports / Meinungen / Interviews

Die Coronakrise ist menschengemacht

Die Coronakrise ist menschengemacht

Weltweit warnen Forscher seit Jahren vor dem ungebremsten Eingreifen der Menschen in die Natur. Denn dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass gefährliche Viren von Tieren auf Menschen überspringen. Ein chinesischer Forscher sagte sogar den aktuellen Covid-Ausbruch voraus

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Donnerstag, 2. April 2020

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UN-Kli­ma­kon­fe­renz wird wegen Corona verschoben, US-Farmer jagen Bisons und Gangs als Ge­sund­heits­wäch­ter

Liebe Leserinnen und Leser,

über Lebensmittelverschwendung berichten wir an dieser Stelle in unschöner Regelmäßig­keit. Die Coronakrise sorgt nun dafür, dass ein anderes Naturprodukt auf dem Müll landet, bevor es seinen eigentlichen Zweck erfüllen kann: Blumen nämlich, ausgerechnet diese Bo­ten des Frühlings. 20 Millionen Tulpen stehen im Gewächshaus des Niederländers Wilbert van Bentem – doch in diesem Jahr werden sie nicht wie sonst Ostertische in Deutschland schmücken. Stattdessen landen sie in einer großen Tonne neben dem Hofladen des Blumen­züchters, wie der SWR berichtet. Der Grund: Viele Grenzen sind dicht, Märkte für die Händ­ler nicht mehr zugänglich – und auch die Blumenläden in den Niederlanden sind geschlos­sen. Nicht systemrelevant.

Wir lassen an dieser Stelle wie die Blumen die Köpfe hängen. Aber nur kurz – es muss ja weitergehen. Bis morgen!

Das Team vom Navigator

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Corona I: UN-Klimakonferenz in Glasgow wird verschoben

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Die für November im schottischen Glasgow geplante UN-Klimakonferenz wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das teilte die britische Regierung mit. Ein neuer Termin für 2021 solle später genannt werden. UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa erklärte, die Verschiebung sei angesichts der Ausbreitung des Coronavirus unvermeidlich – auf lange Sicht sei der Klimawandel aber die deutlich größere Bedrohung für die Menschheit. Zu der zehntägigen Konferenz in Glasgow waren etwa 30.000 Menschen erwartet worden, davon etwa 200 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Bei dem Treffen in Glasgow sollten die Staaten des Pariser Abkommens ihre neuen Klimaschutzzusagen vorlegen. Angesichts der fortschreitenden Erderwärmung dringen Umweltschützer darauf, jetzt schon zumindest eine deutliche Anhebung der Klimaziele fest zuzusagen. Die Meldung hat n-tv.

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Corona II: SPD-Chefin Esken schlägt Vermögensabgabe vor

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Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat eine einmalige Vermögensabgabe vorgeschlagen, um die Kosten der Coronavirus-Epidemie in Deutschland abzumildern. „Wir werden eine faire Lastenverteilung brauchen – und die kann für die SPD nur so aussehen, dass sich die starken Schultern in Deutschland auch stark beteiligen“, sagte sie in einem Interview. Sie halte eine einmalige Vermögensabgabe für eine der Möglichkeiten, die Staatsfinanzen nach der Krise wieder in Ordnung zu bringen. In Artikel 106 des Grundgesetzes ist ausdrücklich von „einma­ligen Vermögensabgaben“ die Rede, ohne dass diese jedoch näher definiert wären. Damit greift Esken einen Vorschlag der Linken auf. Parteichef Bernd Riexinger hatte am Montag gesagt, Vermögen ab einer Million Euro sollten mit einer einmaligen Abgabe von fünf Pro­zent belastet werden. Eine Zusammenfassung der Debatte bietet Zeit Online.

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Corona III: Klöckner will Engpässe bei Obst und Gemüse verhindern

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Infolge der Coronakrise wird es nach Angaben des Bauernverbands voraussichtlich zu einer Verknappung von Obst und Gemüse kommen. Hintergrund sei der Mangel an Saisonarbeits­kräften aus Osteuropa, sagte Bauernpräsident Joachim Ruk­wied in einem Interview. Die Nachfrage könne auch nicht durch Importe gedeckt wer­den, da in den Obst- und Gemüseanbauregionen in Südeuropa ebenfalls Ar­beits­kräfte fehlten. CDU-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner kündigte Er­leichterungen für Erntehelfer aus Osteu­ro­pa an, etwa längere Aufenthaltserlaubnisse. Ar­beits­kräfte, die bereits in Deutsch­land sei­en, dürften statt 70 nunmehr 115 Tage bleiben. Die Zuverdienst-Grenzen seien zudem ange­ho­ben worden. Die Mel­dung lesen Sie bei ZDF-heute. Ein Schlaglicht auf die Situation in China wirft die SZ – dort hat das Coronavirus dazu geführt, dass Felder verspätet bestellt wurden.

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Wie amerikanische Farmer Jagd auf die letzten Bisons machen

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Rund um den Yellowstone-Nationalpark leben etwa 5.000 Bisons. Weil die Tiere aber zuneh­mend aus dem Park drängen und Rinder gefährden, greifen amerikanische Rancher zu drasti­schen Maßnahmen. Jedes Jahr werden einige Hundert geschlachtet, so wie jetzt wieder ein­mal – unter großer Kritik von Tierschützern, wie die Tagesschau berichtet. Denn die Tiere ge­hen dorthin, wo die Rinder grasen. Dass sie denen Gras wegfressen, wäre zu verschmerzen, aber sie können auch eine Büffelkrankheit übertragen. Fleisch und Felle der getöteten Tiere gehen an die Stämme der Ureinwohner in der Region, die seit 150 Jahren verbriefte Jagd­rech­te haben. Jetzt hat sich ein Reservat bereit erklärt, Bisons aufzunehmen. Die ersten 55 wurden im Herbst mit großem Zeremoniell freigelassen.

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US-Firma will Brennstoffzellen-LKW in XXL bauen

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LKW-Newcomer Hyzon Motors will dem Wasserstoff zum Durchbruch verhelfen, um die Emis­sionen in der Nutzfahrzeugbranche deutlich zu senken. Die spannendste Ankündigung von Hyzon ist ein sogenannter Roadtrain mit einem Gesamtgewicht von 140 Tonnen. Dabei handelt es sich um eine Zugmaschine mit drei oder mehr Anhängern. Diese „Long Combina­tion Vehicle“ werden vor allem in Nordamerika und Australien für die Versorgung ent­le­ge­ner Gebiete genutzt und können eine Länge von mehr als 50 Metern erreichen. Um die gewalti­ge Last über lange Strecken ziehen zu können, soll der Hyzon-Roadtrain mit einer 370-Kilo­watt-Brennstoffzelle ausgerüstet werden. Laut eigenen Angaben will Hyzon dafür als erster US-Hersteller weltweit Brennstoffzellen-Module mit mehr als 100 Kilowatt Leistung einset­zen. Die Vorserienproduktion soll im April 2021 starten. Hintergründe bei Spiegel Online.

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Denkzettel am Donnerstag: Wenn Gangs für die Gesundheit sorgen

In der „Cidade de Deus“ in Rio de Janeiro wurde der erste offizielle Fall einer Corona-Infektion in einer Favela registriert. Die Armenviertel sind extrem dicht besiedelt. Oft gibt es weder ausreichend medizinische Betreuung noch fließendes Wasser oder eine Kanalisation.

In vielen Armenvierteln übernehmen nun Gangs die Eindämmung des Virus, berichtet die SZ – auch unter Androhung drakonischer Strafen.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.20 Polarfieber

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